Beiträge von Linde66

    Hallo vierauge,

    mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    Denn es war ja nicht alles schlimm. Ihr hattet sicher auch gute Zeiten miteinander.

    Ein trauriges und so sinnloses Lebensende, wenn jemand die Sucht nicht zum Stillstand bringen will. Ich habe das auch schon ähnlich erlebt und es ist sehr aufwühlend gewesen.

    Nimm dir Zeit für all deine Gefühle. Alle haben ihre Richtigkeit.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo BallaRina,

    wir schreiben bei der Freischaltung grundsätzlich bei allen neuen Usern dazu, daß sie bitte die ersten 4 Wochen im Forum, aber eben nicht bei anderen Neuen im Vorstellungsbereich schreiben sollen.

    Es geht darum, daß die Neuen von erfahrenen Usern empfangen werden sollen, speziell bei den Alkoholikern ist das sehr wichtig.

    Ist das ein Problem für dich? Du bist doch für dich hier und der für dich sichtbare Forenbereich ist riesig mit vielen Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches.

    Lieber Gruß, Linde

    "du musst nur einmal öfter aufstehen als du umfällst", das steht unter deinen Beiträgen.

    Es liest sich wie ein Freibrief für Rückfälle. Bisher klappt das mit dem Aufstehen, wenn auch aktuell mit gebrochenem Knöchel.

    Häufchen Elend hört sich so nach Selbstmitleid an. Deine SHG ist hier 24/7 geöffnet. Warum nutzt du das nicht? Weder im offenen noch im geschützten Bereich bist du aktiv. Das ist so schade.

    Wünsche dir gute Entscheidungen jetzt.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Markus,

    nun bringt es ja auch nix, wenn die Kleine aktuell zu einem völlig verzweifelten Papa ins Wohnmobil kommt, oder?

    Markus, es ist gut, daß du hier bist. Du hast dich jetzt erst mal aus der häuslichen Situation rausgenommen, sortierst dich, schaust nach Hilfen, kommst zu Kräften, machst einen Plan. Davon gehe ich einfach mal aus. Und in dem Plan beziehst du deine Tochter mit ein.

    Ich bin selber EKA. Ich glaube nicht, daß irgendwelche Schnellschüsse für die Kleine zielführend sind. Erst muß der Papa sich stabilisieren und vernetzen (was du ja schon begonnen hast).

    Ich habe großen Respekt vor dir, daß du nach all den Jahren jetzt hinschaust und aktiv wirst. Und mit aktiv meine ich ganz simpel: Abstand vergrößern, Wohnmobil, Forum anmelden... Das ist der Anfang. Du kommst aus der Erstarrung raus. Vertrau auf deinen inneren Prozeß. Die Kraft kommt wieder, das kann man hier in vielen Lebensgeschichten lesen. Vertrau darauf, daß du wieder zu Kräften kommst, sowie du dich aus der Ohnmachtsituation herauszuarbeiten beginnst.

    Lieber Gruß, Linde

    Ich denke, Übergewicht ist besser als saufen.

    Ich komme aus einem Alkoholikerhaushalt. Ich bin damit aufgewachsen und als Kind von Alkoholikern umzingelt gewesen. Selber bin ich keine Alkoholikerin geworden, aber eß-brech-süchtig und fernsehsüchtig. Das mit dem Fernsehen habe ich seit Jahrzehnten hinter mir. Aber essen muß ich ja.

    Kontrollverlust ist das Symptom von Sucht. Kontrolliertes Trinken geht für einen Alkoholiker nicht mehr. Kontrolliertes Essen soll aber für mich als Eßsüchtige funktionieren?? Tut es nicht. Ich habe mich über die Jahre mit meiner Eßsucht arrangiert. Ich lebe damit. Ich wiege zuviel, aber ich saufe nicht. Mit dem Übergewicht komme ich klar und kann ein ganz gutes, aktives Leben führen.

    Früher hatte ich Eß-Brech-Sucht. Die habe ich mit Hilfe von Therapie hinter mir lassen können. Mein Eßverhalten wird niemals unbefangen und selbstverständlich sein, wie bei gesunden Menschen. Dafür sind bei mir als Kind die Weichen komplett verstellt worden. Das ist nicht rückgängig zu machen.

    Man kann erst mit sich selber Frieden schließen, wenn man die Suchtkrankheit akzeptiert und sich nicht dafür schämt oder ärgert. Ich habe gelernt, mit der Suchterkrankung zu leben und trotzdem ein wirklich aktives, lebendiges Leben zu führen.

    Sch*** auf die paar Kilo zu viel. Saufen ist schlimmer. Die Wahrscheinlichkeit, in meiner Familie zu einer Säuferin zu werden, war riesig. Ich kannte fast keine anderen "Vorbilder", entweder Säufer oder Co's. Von daher bin ich mit einem blauen Auge davongekommen.

    Es geht doch darum, nachdem man diese furchtbar schlimme Krankheit zum Stillstand gebracht hat, ein weitgehend ausgefülltes, zufriedenes Leben zu führen. Das kann ich auch mit Übergewicht. Es bringt nichts, wenn man sich pausenlos über sich selber ärgert, sich selber maßregelt, vergleicht, zwingt, straft...

    Ich weiß, es ist eine Gratwanderung. Wenn man sehr großes Übergewicht hat und weitere Symptome hat wie Bluthochdruck usw., dann sollte man jede medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, damit es einem wieder besser geht.

    Ansonsten finde ich, sollte man verständnisvoll und liebevoll mit sich selber umgehen bzw. lernen freundlich zu sich zu sein. Man hat nur dieses eine Leben. Es ist schade, die ganze Lebenszeit mit Diäten zu verbringen.

    Lieber Gruß, Linde

    Sollte man dem Arbeitgeber die Wahrheit

    lieber vorenthalten? Und dann wochenlang einen auf Magen-Darm-Grippe machen?...

    Wieso fragst du das? Ist das deine Co-Abhängigkeit, die sowas fragt?

    Denn es ist SEINE Entscheidung.

    Die räumliche Distanz ist das eine. Das andere ist die gedankliche Distanz. Da bist du komplett bei ihm und nicht bei dir - so wirkt es gerade auf mich.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Thunder,

    also wenn ihn der Schädelbasisbruch nicht zum Nachdenken gebracht hat, dann wirst du lange warten können.

    Beim Lesen dachte ich spontan: Gut, daß ihr nicht zusammenlebt... Durch die Fernbeziehung hast du schonmal räumlichen Abstand, was viele Frauen hier nicht haben.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Erfahrungsaustausch hier in der Gruppe!

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Styx,

    Willkommen hier im Alkoholiker-Forum.

    Da du noch nicht fürs Forum freigeschaltet bist, bitte nur hier in deinem eigenen Thread schreiben, auch wenn es dich in den Fingern juckt. Danke.

    Dazu kommt, dass ich das Forumsleben einfach generell sehr gerne mag und mich freuen würde, wieder mehr in einem unterwegs zu sein.

    Suchst du einen Erfahrungsaustausch was Alkoholismus angeht? So ganz verstehe ich es noch nicht, was dich speziell zu uns führt.

    Passt unser Alkoholiker-Forum für dich? Deine Drogensucht scheint Prio 1 zu sein.

    Bist du Alkoholiker? Wenn ja, an welchem Tag hast du zum letztenmal getrunken?

    Ich will dich nicht wegschicken, nicht falsch verstehen. Ich wollte einfach nachfragen. :)

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo aniram,

    ich frage mich gerade, wer ihm den Alkohol bringt. Die liebe Nachbarin, die sich um ihn bemüht?

    Oder doch die Ehefrau? Wer auch immer das ist, sie/er hält das kranke System am Laufen.

    Es gibt Pflegeheime für schwerst alkoholkranke Patienten. Dort ist Konsum erlaubt, aber es gibt Personal, die sich um die Körperpflege kümmern. Das könnte die neue Hausärztin ankurbeln, vielleicht mit dem medizinischen Dienst der Krankenkasse. Es sollte jemand kommen, der die Situation begutachtet und euch Rat erteilen kann, was langfristig machbar ist.

    Das Problem ist nur, daß ihr aufgeräumt habt. Wer auch immer offiziell in das Zimmer kommt, sollte den Originalzustand sehen. Ansonsten ist das Ausmaß nicht ersichtlich.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Freisein,

    wenn die Hormone durchgehen, können andere sagen oder schreiben was sie wollen. Aber über die Jahre mitlesen hier im Forum sind Klinikbeziehungen ziemlich meistens so gut wie immer schiefgegangen, weil 2 instabile Menschen sich gegenseitig Stabilität geben wollen. Ist die Trockenheit Prio 1 oder plötzlicht nicht mehr...? das sind so Fragen. Paß auf dich auf. Käseglocke und Alltag sind manchmal überraschend weit auseinander.

    Deine Pläne lesen sich gut.

    Lieber Gruß, Linde

    Zitat

    Ansonsten wäre ich sofort weg.

    Das liest man oft hier. Wenn geprügelt, vergewaltigt, mißbraucht, geohrfeigt, geschubst oder sonstwas wird, wäre die Userin sofort weg...

    Nein, in den meisten Fällen wird geblieben und und sich die Situation schöngeredet. Nüchtern ist er doch sooo ein toller Typ.

    Wir haben hier Frauen, die gewürgt und verprügelt werden, deren Kinder in absolutem Alptraum aufwachsen müssen und die jaaaaahrelang trotzdem nichts ändern. Und sogar davon reden ihm helfen zu wollen, während sie selber verdroschen werden und die Kinder lernen, wie man säuft oder co-abhängig wird.

    Warum?

    Lieber mit einem Schläger zusammen als alleine das Leben zu meistern? Ich weiß es nicht.

    Oft wird als Rechtfertigung vorgebracht, daß der arme Alkoholiker doch sooo eine schlimme Kindheit hatte. Überlegt mal, ob das nicht genau so eine Kindheit ist, in der eure Kinder gerade leben.

    Eigentlich kann es doch nur besser werden, wenn man sein Leben anpackt. Die Warterei ist verschenkte Lebenszeit.

    Liebe Grüße, Linde (EKA)

    Während du noch hoffst, lernen deine Kinder in der wichtigen Prägungsphase - ums mal so auszudrücken - wie man suchtkrank bzw. co-abhängig wird. Kinder saugen das Verhalten der Erwachsenen auf wie ein Schwamm. Selbst wenn man meint, sie bekommen "nichts" mit. Sie haben keinerlei Wahl. Sie MÜSSEN zuschauen. Sie können sich nicht abgrenzen.

    Ich habe schon in der Grundschule gewußt, daß bei uns daheim irgendetwas nicht stimmt. Ich habe nie Freundinnen mit heimgebracht, ich habe nie meinen Geburtstag gefeiert und entsprechend wurde ich nie eingeladen. Alles fühlte sich für mich krank und normal gleichermaßen an.

    Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen, seinen Partner sehr wohl. Du bist jetzt am Aufwachen, habe ich den Eindruck. Die Eltern kann man nicht beeinflussen oder gar retten, die Partner auch nicht. Es ist einzig und allein ihre Entscheidung, ob sie saufen oder nicht.

    Seine Priorität ist eindeutig. Er hat jetzt ein super Saufwochenende vor sich. Für ihn läufts prima. Kein Grund sich zu ändern. Es ist völlig egal was du machst oder nicht machst, er wird immer Gründe zum Saufen finden.

    Ich bekam als Kind schon gesagt: Du bist schuld. :shock: Und wenn das ein Erwachsener voller Überzeugung zu mir als Kind sagt, dann glaube ich das. Was ein Schrott.

    Warten und hoffen ist verschenkte Lebenszeit. Trennungen sind meistens ein Kraftakt. Aber es gibt auch viele positive Beispiele hier.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Gali,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der SHG.

    Wir haben 24/7 geöffnet und du hast fast rund um die Uhr die Möglichkeit zu lesen und zu schreiben. Ein Riesenvorteil, wenn man aus welchem Grund auch immer keine reale Gruppe besuchen kann oder möchte.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, bist du 4 1/2 Monate ohne Alk?

    Eines der wichtigsten Dinge überhaupt ist das alkoholfreie Zuhause, damit du nicht offensichtlich oder unterschwelling konfrontiert wirst. Alk im Haus ist Trigger fürs Suchtgedächtnis. Hast du deine Wohnung komplett durchgeschaut? Also Leergut weg, die üblichen Gläser weg, Öffner weg, Alk fürs Kochen oder Gäste weg...?

    Steht eine Feier an? ein anderer Termin? Hast du Kontakt zu Leuten, mit denen du getrunken hast? Das wären so die ersten Ideen.

    Schreibe ruhig ausführlich, dann klärt es sich leichter. Es geht oder ging ja nicht nur dir so mit plötzlichem Saufdruck. Trinke viel Wasser! Saufdruck geht vorbei.

    Liebe Grüße, Linde