Beiträge von Linde66

    Eine grauslige Vorstellung ein junges Mädchen, eventuell sogar aus dem Ausland, Tag und Nacht (!) mit einem nassen Alkoholiker zusammenwohnen zu lassen. :cursing: :thumbdown: Wer weiß, ob er seine Finger still halten könnte, wenn so ein junges Ding schön greifbar in seinem Haus ist.

    "Er hat sich gut im Griff...." - Du redest dir die Welt schön.

    Ich schaffe es jedoch noch nicht, mich direkt von ihm zu trennen.

    Wenn man sich das lange genug und über Jahre genau so einredet, dann ist das auch so.

    Manche Frauen hier haben Arbeitsplatz, Haus, Haustiere und sonstwas hinter sich gelassen und bei fast Null woanders angefangen, um ihre Kinder endlich rauszuholen.

    Falls du das mit der Au pair doch machst, dann hoffe ich, sie meldet eure Familie sofort ihrer Agentur.

    Normalerweise rege ich mich seltenst über etwas hier im Forum auf, aber deine Idee finde ich schrecklich. Reicht es nicht, wenn deine Tochter täglich mit einem Besoffenen aufwachsen muß? Und du willst wissentlich noch einem jungen Mädchen so eine furchtbare Situation zumuten...? Absurd.

    Wach auf.

    LG, Linde

    Vielleicht sollte ich mehr emotionale Distanz wahren....

    Das klappt um so besser, wenn eine räumliche Distanz da ist.

    Wie kann man sich emotional distanzieren, wenn man den nassen Alkoholiker tagtäglich auf der Couch hocken hat?

    Wenn er sich nicht ändert, und dafür spricht nichts, bist du bereit dich zu ändern?

    Mit Hoffen und Warten gehen Jahre um. Das ist so schade, denn es ist ja auch deine Lebenszeit.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Schattenblume,

    du bist aktiv geworden und dran geblieben. Die Wartezeit von 3 Wochen kannst du überbrücken, indem du hier im Forum mit dabei bist. Keiner muß hier irgendwen von irgendwas überzeugen. Du kannst dir wieder in die Augen sehen, das ist toll. Jetzt heißt es dranbleiben. :)

    Liebe Grüße, Linde

    Und der Begriff Saufen ist mir auch sehr wichtig, da trinken ja lebenswichtig ist und auch sehr gesund, Wasser und Co, saufen klingt genauso wie es ist, schlimm.

    So habe ich das noch nie gesehen. Als EKA traue ich mich seltenst, das Wort 'saufen' hier im Forum zu benutzen. Deine Sicht als Betroffene finde ich echt konsequent.

    Bei sowas denke ich 'einmal Ex, immer Ex'. Hat ja seine Gründe, warum es nicht gepasst hat und die Wege auseinandergegangen sind.

    Um der Einsamkeit entgegenzuwirken nimmt manche/r ein hohes Risiko in Kauf oder zahlt einen hohen Preis. Bin keine Alkoholikerin, aber mit speziell diesem Thema habe ich leidvolle Erfahrungen.

    Ich finde es überraschend, daß du da nach einem halben Jahr noch so in der Schleife festzuhängen scheinst. Da war doch ein Umzug. Neuer Ort, neue Begegnungen? Oder Rückzug?

    Einsamkeit ist zum Teil die eigene, tief versteckte Entscheidung.

    LG, Linde

    Zitat

    Ich mache mir Sorgen, das ich ihn getriggert habe

    Brauchst du nicht. Du hast ihm nicht die Flasche an den Hals gesetzt.

    Manche trinken wieder, weil ihr Fußballverein gewinnt oder ihr Handballverein verliert oder das Wetter so schön sonnig ist oder weil die Waschmaschine kaputt ist oder oder oder....

    Es hat nichts mit dir zu tun.


    Zum Thema Begegnungen denke ich anders als Elly. Wenn ihr euch auf der Arbeit begegnet, hat das ja einen "offiziellen" Grund und ihr seid auch nicht alleine. Aber an deiner Stelle würde ich im privaten Bereich wirklich konsequent Abstand halten. Privat ist ne andere Hausnummer.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Ranger,

    gute Idee. Gläser raus, Flaschenöffner raus, Leergut wegbringen, jegliche Alkbestände entsorgen (auch für Gäste oder zum Kochen), weg damit.

    Wasser, Säfte, Tees usw. usw. besorgen, damit du immer was daheim bzw. im Auto hast.

    Liebe Grüße, Linde

    Eure Einschätzungen entsprechen meinem Bauchgefühl. Ich hab mich jetzt entschieden zum Treffen zu fahren.

    Wie passt das zusammen?

    Sein Hausarzt kann ihm zuhören, die Suchtberatungsstelle kann ihm zuhören, wieso du?

    Und wieso klare Wort?

    Könntest du dir vorstellen, statt Worte Taten sprechen zu lassen?

    Weil geredet worden ist ja schon.

    Aber ihn einfach mal machen lassen und Abstand halten, das könntest du mal ausprobieren.

    Oft landen Frauen bei solchen "letzten Aussprachen" oder "nur nochmal eine Chance geben" wieder in seinen kuscheligen Armen und alles ist vergessen.

    Du hast es eigentlich gut. Ihr habt keine gemeinsamen Kinder, seid nicht verheiratet, wohnt weit auseinander. Aber der Abstand beginnt im Kopf und nicht auf dem Tacho.

    Liebe Grüße, Linde

    Du bist kurz nach mir hier im Forum angekommen. :)

    Ich bin ja Tochter in einer Alkoholikerfamilie. Damals war ich ein Häufchen Elend. Jetzt habe ich mir ein gutes Leben erarbeitet. Damals konnte ich mir gar nicht vorstellen, daß ich mein Leben verändern und verbessern kann.

    Liebe Grüße, Linde