Hallo,
das Thema heisst ja, wie kann ich meinen "trockenen" Partner unterstützen und ich denke, dass kann man schon... ohne in Co-Verhalten zurückzufallen.
Mein Mann wurde "trocken" als ich ihn verlassen hatte und als er gezeigt hatte, dass es ihm wirklich ernst ist, bin ich... entgegen vieler Meinungen hier, zurückgegangen.
Ich hatte zwei Befürworter und ich habe bis heute nicht bereut, dass ich den Schritt gegangen bin und auf sie gehört habe.
Aber zum Thema; ich habe meinen Partner unterstützt, einfach das ich für ihn da war... ihm zugehört habe, wenn ihm nach reden war oder auch mit ihm zusammen geschwiegen habe.
Ich habe nie gesagt, mach dies oder das.... alles, was er gegen seine Sucht unternommen hat, lag bei ihm.
Es war nicht immer leicht.... das gebe ich gerne zu, aber es hat sich gelohnt.
Ich habe Verantwortung, die ich über 25 Jahre getragen habe, wieder abgegeben und mein Partner hat sie übernommen.
Ihm war die ganzen Jahre überhaupt nicht bewusst, dass er sich in allem völlig auf mich verlassen hatte (ich war ja da.... und gut).
Mein Mann ist jetzt 2 Jahre trocken und ich kann es nicht anders sagen.... unsere Beziehung ist glücklich und stabil!
War er ein anderer "Alkoholiker"? Ich denke nicht!
Ich musste ihm zwar die Pidstole auf die Brust setzen, aber dann hat er (nicht sofort) erkannt, was er sich und auch mir angetan hat.
Als ich gegangen bin, habe ich gesagt, wenn er etwas tut gegen seine Sucht, werde ich ihn unterstützen.
Heute sagt er mir, dass er es ohne mich nicht geschafft hätte.
Hat er es nur für mich getan? Nein..... aber auch!
Er wusste, er würde mich verlieren, wenn er so weitermacht!
Also habe ich zwar den Schubser gegeben, aber die Initiative hat er ergriffen!
Heute leben wir wie ein ganz "normales" Paar zusammen.... und ganz sicher habe ich immer noch meine Co-Anteile in mir. Aber sie sind nicht mehr krankmachend!!!
Lieben Gruß
Speedy