Beiträge von espoir

    Ach Susi... *seufz*
    Es gibt so Momente, da möchte ich jemanden einfach nur in den Arm nehmen. Gerade ging es mir so mit dir, als ich dein posting gelesen habe. Mann, Mann, Mann, du musstest auch schon ganz schön Dreck fressen in der Vergangenheit! :cry:

    Dass ich so unverblümt nach deiner OP gefragt habe, tut mir jetzt schon wieder richtig Leid, im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass es sich dabei um so eine intime, durch und durch private Angelegenheit handelt. Ich Idiot! Aber etwas Positives hat das Ganze ja nun doch - ich kann nun wenigstens einschätzen, wie komplex deine ganze Problematik ist... :?
    Ich gehe jetzt einfach mal Punkt für Punkt durch. Das Haus scheint zumindest deinem Vater sehr viel zu bedeuten, oder? Immerhin nutzt ihr seine und deine Rente um es abzubezahlen. Wenn du dich selber fragst - ist es das wert? Was verbindest du mit dem Haus? Ich frage mich halt nur, ob es langfristig gesehen so sinnvoll ist, sich an Eigentum zu fesseln, von dem kein Mensch sagen kann, ob es in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren noch seinen Zweck erfüllt. Gleichzeitig kann ich leider aber auch nicht abschätzen, inwiefern es finanziell geschickt ist, wenn ihr das Haus verkauft und unabhängig voneinander in zwei kleinen Wohnungen zur Miete wohnt.
    Für dich wäre eine räumliche Trennung mit Sicherheit von unschätzbarem Wert, nicht nur hinsichtlich deiner Trockenheitsarbeit.
    Welche Gründe könnte deine Mutter gehabt haben, dir zu verstehen zu geben, dass du nicht willkommen bist? Du bist doch die Erstgeborene, das macht junge Eltern doch normalerweise enorm stolz. Warst du vielleicht "ein Unfall"? Sorry wegen des Ausdrucks, aber leider werden viel zu viele Ehen auch heute noch geschlossen, weil ein Baby unterwegs ist, das so gar nicht geplant war. Eine Mutter, die ihrem Kind stets zu verstehen gibt, dass es ihren Ansprüchen nicht genügt, muss m.E. selber deutliche Defizite haben. Weißt du was darüber? Hat dein Vater schon getrunken, als du geboren wurdest, oder kam das erst später? Eventuell erst bei oder nach der Scheidung?
    Wie ging bzw. geht sie mit deiner Hauterkrankung um? Und den daraus resultierenden Folgen für dein Alltagsleben? Schon wieder so viel Fragen, ich weiß. Aber ich möchte doch nur verstehen, warum du dich so einsam fühlst und nicht weißt wohin mit dir selber.
    Warst du schon im Nachbarbereich, bei den EKAs bzw. den COs? Selbst, wenn du dich keiner dieser beiden Gruppen vordergründig zugehörig fühlst, könnte es doch sein, dass du dich zumindest ansatzweise in der einen oder anderen Geschichte wiederfindest und etwas Hilfreiches für dich herauspicken kannst!?
    Wenn du nicht so recht sprechen magst oder kannst, ist doch dieses Forum der ideale Ort für dich, findest du nicht? Ich selber spreche gerne und viel (mein Mann meint sogar, ich spreche zuviel... :( ), aber ich mag es auch gerne, mich schriftlich auszudrücken. Ich habe Zeit und Ruhe, meine Worte mit Bedacht zu wählen und notfalls meine Formulierungen zu überdenken. Ich möchte dich halt ermutigen, unbedingt hier am Ball zu bleiben. Hier gibt's ja nicht nur so Endlos-Beiträge wie die von mir, hier gibt es auch kurze knappe Antworten, die genauso ihren Zweck erfüllen - nämlich mich zum Nachdenken anregen.
    Deshalb freue ich mich auch schon, wenn ich wieder was von dir lese!

    Alles Liebe
    espoir

    Hallo Susi,
    ich bin's mal wieder! :wink:
    Bitte sei nicht böse, dass ich mich gestern nicht mehr gemeldet habe, aber ich bin allen Ernstes auf dem Sofa eingeschlafen (wohlgemerkt erst, nachdem ich "Das Parfum" gesehen hatte...).
    Dein posting von heute Mittag klingt ja leider nicht so ermutigend.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass dir eine ganze Menge Dinge durch den Kopf wirbeln, schließlich haben wir gestern nicht nur über deinen Freund gesprochen, sondern auch ansonsten festgestellt, dass da nach wie vor einiges bei dir schief läuft. Ich habe zumindest die ersten 10 Seiten deines Threads noch einmal überflogen, und da sind einige Fragen bei mir aufgekommen. Z.B. hast du von den Geldsorgen deines Vaters erzählt und dass er das Haus nur hat, weil ihr Töchter noch dort wohnt. Und du sagtest auch, dass deine Invalidenrente nicht ausreicht, um dir eine eigene kleine Wohnung zu leisten. Ist dein Vater denn berufstätig? Ich meine, vielleicht könntest du - nur mal so in Gedanken - alle Möglichkeiten durchspielen, wie denn ein völlig eigenständiges Leben aussehen könnte. Haus verkaufen, Schwester bleibt notfalls beim Vater, du mit eigener Wohnung etc. Wäre das möglich? Und wenn nein, warum nicht?

    Was ist mit deiner Mutter? Du hast geschrieben, dass sie mit einem Lebensgefährten zusammenlebt und sich deinetwegen schämt. Wie sieht dein Kontakt zu ihr aus? Welche Möglichkeiten siehst du für dich, Kontakt mit ihr aufzunehmen? Nicht gleich finanziell, sondern erst einmal als Mutter und Kind? Ich meine damit eine menschliche Annäherung, dass du dir sozusagen noch jemanden "mit ins Boot" holst?
    Deine Tante scheint auszuscheiden. Die interessiert sich wohl nur für dich, wenn's was zu Meckern oder zum Einmischen gibt. Wer weiß, was die für Baustellen hat... :?

    Du siehst, wenn es allein um deine finanzielle Situation geht, bist du gar nicht sooo alleine, da gibt es genug Menschen, über die es sich zumindest nachzudenken lohnt. - Da fällt mir auch noch deine Freundin ein, die, die dir schon mal bei massivem Saufdruck am Telefon geholfen hat. Ist das die gleiche, deren Selbstmord du in letzter Sekunde verhindern konntest? Wie geht es ihr jetzt? Hast du noch Kontakt zu ihr? Was macht die, um ihr Leben zu meistern?

    Womit ich - endlich - wieder bei dir angekommen wäre. :wink:
    Du hast erwähnt, dass du dich nach einer OP vor anderthalb Jahren massiv verändert hättest. Was war das für eine OP? Wo siehst du den Zusammenhang zwischen der OP und deiner Wesensveränderung?
    Stichwort "Einsamkeit" - spielst du noch Tischtennis? Wenn nein, warum nicht? Warum macht es dir keinen Spaß mehr? Welche anderen Dingen (notfalls noch neben dem Tischtennis) machen dir Spaß? Inwiefern bestehen da eventuell Möglichkeiten, diese Vorliebe mit Menschen gemeinsam auszuleben?
    Und neben puren Freizeitbeschäftigungen, die dich ablenken und vor allem unter Menschen bringen könnten, ist eine ganz wichtige Frage: Was tue ich für meine Seele? Da muss ich jetzt mal ganz blöde fragen (weil ich doch selber keine LZT absolviert habe), ob man da nicht psychologisch betreut wird? Du hattest dort doch bestimmt einen Bezugstherapeuten, oder? Kannst du nicht Kontakt zu dem aufnehmen? Selbst, wenn er dich jetzt nach der LZT nicht weiterbetreuen kann, vielleicht kann er dir einen anderen Therapeuten empfehlen?
    Das muss ja nicht einmal ein Suchtspezialist sein, vielleicht ist dir mit einer "allgemeinen" Therapie je schon geholfen, also so eine, die du ambulant durchlaufen kannst. Immerhin hast du ja auch eine bipolare Störung, die offensichtlich immer noch nicht ausreichend in Angriff genommen wurde, oder? Was ist mit deinen Medikamenten? Ich kann mich daran erinnern, dass ich dir vor einiger Zeit schon einmal geschrieben habe, dass du da tunlichst nicht alleine "herumdoktern" solltest, also die Dosierung nach Belieben variieren.

    Ach Susi, für heute will ich's erst einmal gut sein lassen, es ist so viel aus mir herausgesprudelt, vermutlich erschlägt dich das alles erst einmal. Lass es in Ruhe auf dich wirken und antworte bitte nur, wenn dir wirklich danach ist, gell! Keinesfalls wollte ich dich bedrängen!

    Alles Liebe
    espoir

    Liebe Susi,
    ich bin's nochmal.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du erst einmal geschluckt hast. Für einen Außenstehenden ist es freilich immer viel leichter, einen Gedankenschubser rüberzuschicken, denn wenn man betroffen ist, sieht man ja gerne "vor lauter Bäumen den Wald nicht". Ich freue mich wirklich sehr, wenn ich etwas bei dir bewirken konnte!
    Ich kann jetzt aber nicht mehr viel schreiben, weil ich doch so gerne "Das Parfum" sehen möchte, der läuft gleich im Fernsehen. Wenn du magst, schreibe ich dir später noch einmal, ok?

    Bis dahin alles Liebe
    espoir

    Huhu Backmaus,
    keine Sorge, der Kuchen ist wunderbar geworden - aber für zwei Personen natürlich viel zu viel. Leider kann ich dir nichts rüberschicken oder auch noch die restlichen Mädels einladen, wir hätten den schon niedergekämpft, gell? :wink:

    Ja, die Sache mit Susi ging mir vorhin tatsächlich richtig an die Nieren.
    Weißt du, du darfst ja nicht denken, dass bei mir immer nur die Sonne scheint, aber ich habe mittlerweile wirklich gelernt, genau hinzusehen - und zwar bei mir, wohlgemerkt! Du kennst doch sicher den berühmten "Gelassenheitsspruch", der funktioniert tatsächlich. Ich unterscheide zwischen Dingen, die ich ändern kann (und die ändere ich dann auch) und jenen, die ich hinnehmen muss - und ich habe dafür gesorgt, dass ich die entsprechende Ablenkung finde, wenn ich etwas doch nicht so "ohne Weiteres" hinnehmen kann.
    Bei Susi ist es halt einfach so, dass ich ihr vielleicht nicht richtig helfen kann, aber ich kann schreiben, was mir durch den Kopf geht, und damit ist uns beiden geholfen. Sie findet vielleicht etwas, was sie brauchen kann, und ich habe mich "erleichtert".

    Und die Power, die du bei mir feststellst, habe ich ja auch erst seit diesem Wochenende, an dem ich es mir einfach nur gut gehen lasse. Hätten wir uns letzte Woche persönlich getroffen, wärst du vielleicht unangenehm überrascht gewesen, wie müde und erschöpft ich war. Bloß dann mag ich auch nicht hier schreiben (sondern nur lesen). Tja, und dein Kompliment tut mir auch richtig gut, ich freue mich immer riesig, wenn jemand schreibt: "Mensch, klasse, espoir!" Das zeigt mir doch, dass ich mit meinen Gedanken und Ansichten sooo falsch nu' auch wieder nicht liegen kann! :wink:

    PS: Was hättest du denn schreiben wollen, was du dann doch nicht geschrieben hast? *schmeichel*

    Liebe Susi,
    wenn du wüsstest, was dein Beitrag gerade bei mir auslöst! Ich kann das gar nicht glauben, was ich da lese! Das ist - zurückhaltend ausgedrückt - einfach nur furchtbar!
    Sieh mal, es fällt dir schwer, dich ernst zu nehmen, deine Bedürfnisse zu berücksichtigen, auf dich Acht zu geben, weil du aus welchen Gründen auch immer erst an die anderen denkst. Aber bedenke: Eltern können sterben, mit Geschwistern kann man sich verkrachen, Freunde können sich vom Acker machen, Nachbarn oder Bekannte können wegziehen - kurz und gut: Wer bleibt, wenn niemand mehr da ist? Richtig - nur du selbst. Und wenn du dir nun vorstellst, dass du es mit dir ganz alleine aushalten musst, und du findest dich selber doof und unwichtig, na super, das wird dann aber keine traute Zweisamkeit mit dir... :?
    Deshalb finde ich es so wichtig, dass du gut zu dir selber bist. Den Anfang hast du ja schon gemacht, du hast 'ne LZT gemacht. Nun geht's aber weiter. Aufhören mit etwas (nämlich dem Alkohol) ist das eine, Weitermachen mit etwas (nämlich der Selbstpflege) ist das andere. Es wird nicht viel nützen, nach Entgiftung und LZT einfach nur nix mehr zu trinken, sondern jetzt fängt die eigentliche Arbeit erst an.
    Jetzt muss die Ursachenforschung beginnen.
    Warum habe ich mich eigentlich in den Alkohol geflüchtet?
    Weil ich Problem X, Y oder Z habe.
    Falsche Antwort!
    Weil ich keine anderen Möglichkeiten gesehen habe, Problem X, Y oder Z zu begegnen.
    Und warum habe ich keine anderen Möglichkeiten gesehen?
    Weil ich nicht gelernt habe, Problemen anders zu begegnen.
    Und was können wir jetzt tun?
    Umlernen! Das können wir! Zum Lernen ist man nie zu alt!

    Ich müsste jetzt erst einmal zurückblättern, um nachzulesen, was du schon alles unternommen hast, inwieweit du auch Kontakt zu Profis hast oder hattest.
    Grundsätzlich meine ich aber, dass du deine Aufmerksamkeit auf dich richten solltest. Du schreibst, dass du dich bisher in deinem Körper wohl gefühlt hast - welchen Grund kann es geben, ihn plötzlich nicht mehr so ok zu finden, wie er nun mal ist? Bloß weil ein Mann gesagt hat, er fände dich mit ein paar Kilos weniger schöner? Und wenn er beim nächsten Mal sagt, er findet deine Frisur/Haarfarbe nicht so besonders, änderst du das dann auch? Lässt du dir den Busen vergrößern? Trägst du statt Brille Kontaktlinsen? Röcke statt Jeans? Highheels statt Slippers?
    Sieh mal, es ist natürlich ein Unterschied, ob ich meinem Partner zuliebe ein bestimmtes Kleidungsstück trage, wenn er es doch so gerne an mir sieht. Da habe ich selber auch kein Problem damit. Aber an meinem Bäuchlein arbeiten, wenn ich selber damit leben kann? Nö. Das hat dann nichts mit Wohlergehen des anderen zu tun, das ist für mich Sich-selbst-verbiegen.

    Zumal du ja nachweislich andere Baustellen zu beackern hast.
    Ehe ein anderer dich lieben kann und so annehmen kann, wie du nun einmal bist, musst du dich ja erst einmal selber lieben und annehmen können. Und ich meine jetzt nicht das optische Erscheinungsbild. Ich bin mir sicher, dass wenn du ein bisschen nachdenkst, dass du ein paar Dinge an dir findest, die du gut kannst oder die dich liebenswert machen. Hier könntest du doch vielleicht ansetzen. Was kann ich besonders gut? Wo habe ich das entsprechende positive feedback von anderen bekommen? Welche Neigungen und Vorlieben habe ich? Gab es früher etwas, das ich gerne gemacht habe? Könnte ich das re-aktivieren? Und wenn du über diese Fragen ernsthaft nachdenkst, hast du schon einen ersten Schritt getan: Du hast dich mit dir selber beschäftigt und nicht mit anderen! :wink:

    Oje, hoffentlich gehe ich dir mit meinen Ansichten nicht auf den Keks!?
    Aber ich habe einfach gegen meine aufsteigende Empörung anschreiben müssen...

    LG
    espoir

    Zitat von Backmaus

    Ne,mal ehrlich,was macht Deine "süsse phase"?

    Gute Frage!
    Also, ganz abgestellt habe ich die Nascherei natürlich so auf Anhieb nicht.
    Aber ich habe tatsächlich begonnen, z.B. die Schokolade nach dem Abendbrot zu reduzieren, also keine halbe 200g-Tafel mehr täglich, sondern nur noch maximal zwei Riegel, manchmal bin ich sogar so tapfer und verzichte ganz darauf (aber eher selten, soviel Ehrlichkeit muss sein). Gleichzeitig esse ich tagsüber zwischendurch einen kleinen Apfel, als Gegengewicht sozusagen, ich kaue, kriege was in den Magen und denke damit weniger an den Süßkram.
    Im Gegensatz zum Alkohol, den ich nunmal nicht "so ohne Weiteres" weglassen konnte, stellt die Schokolade aber nun eher eine schlechte Angewohnheit dar, die ich mir sicherlich niemals ganz und vollständig abgewöhnen werde, die ich aber im Laufe der Zeit auf ein vernünftiges Normalmaß herunterschrauben werde.

    Tja, und in etwa fünf Minuten ist dann auch der Kuchen fertig... :?

    Liebe Susi,
    also erstmal möchte ich dir sagen, dass ich es stark finde, dass du prompt antwortest und auch ganz ehrlich erzählst, dass du dich noch auf 'nem Schlingerkurs befindest! Ich meine, du hättest auch schweigen können oder aber uns hier das Blaue vom Himmel runter lügen können!
    Ansonsten muss ich mich - leider - Backmaus anschließen.
    Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich sehr schwierig werden, künftig konsequent abstinent zu leben, wenn du nicht knüppelhart deine Interessen verfolgst. Gerade im Zusammenhang mit deinem Freund ist das übel, denn ich kann mir lebhaft vorstellen, dass du ausgerechnet jetzt, wo es dir nicht so gut geht, seine Nähe und Wärme herbeisehnst, und genau das ist es aber, was dich immer wieder in Gefahr bringt. Echt blöde Situation!
    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du schon häufiger mit deinem Freund über deine Lage gesprochen hast, aber wenn sich doch so gar kein Entgegenkommen von seiner Seite erkennen lässt, solltest du dich immer wieder fragen, ob er wirklich der richtige Partner an deiner Seite ist. Du hast ja nun einmal diese Krankheit und musst aus purem Selbstschutz darauf bestehen, dass er das akzeptiert und Rücksicht nimmt. Sieh mal, dass du Alkoholikerin bist, ist doch nur eine einzige Facette an dir. Du hast doch noch so sehr viel mehr zu bieten. Da kann es doch einfach nicht sein, dass das zum Knackpunkt wird, ich meine, dass er dich darauf reduziert und du nur dann seine Traumfrau bist, wenn er neben dir trinken kann.

    Es steht mir nicht zu, dir zu raten, dich von ihm zu trennen. Aber ich rate dir dringend, dich ausschließlich mit nichttrinkenden Menschen zu umgeben... und das ist dann wohl fast dasselbe.

    Gib nicht auf, Susi, um deiner selbst willen!
    LG
    espoir

    Willst du damit sagen, ich hätte nicht die Dose Aprikosen öffnen sollen, sondern die mit den Artischockenherzen??? Mist.

    Na egal jetzt.
    Die Küche schaut aus wie Sau.
    Ich auch.
    Aber das gute Stück ist da, wo es hingehört: in der Röhre! :wink:

    Huhu Backmaus, wie schön - der Frechdachs vom Dienst ist auch da! :wink:
    Mädels, ich wollte gerade einen Kuchen backen.
    Lust auf ein Stückchen?
    Also, ich meine, in einer Stunde oder so?
    Keine Sorge, ich bleibe hier und spitze zwischendurch immer wieder mal rein, ok?

    Liebe RoteLampe,
    wie schön, dass du dich gemeldet hast! :D
    Ja, du hast Recht, das Innehalten, Zurückblicken und Vergleichen kann etwas sehr Ermutigendes an sich haben. Ich habe ja schon öfter mal erzählt, dass ich besonders heikle Situationen, die ich abstinent durchlebe, wichtig finde, weil ich mich daran wesentlich stärker festigen kann, mich ermutigen kann, Schritt für Schritt weiterzugehen und an mich zu glauben. Aber immer häufiger denke ich nicht nur an einzelne Situationen, sondern - so wie du - an den Gesamtkontext, mein Leben als Ganzes, wie sehr es sich verändert hat und ich mich eben mit, meine Art zu denken, wie ich Dinge bewerte, was ich mache und wie ich es mache, worüber ich mich freuen kann usw.
    Das empfinde ich als eine sehr schöne Belohnung für die Zeiten, in denen es oftmals einfach nur noch galt, die Zähne zusammenzubeißen, nicht locker zu lassen, durchhalten, aushalten. Ich weiß noch sehr gut, wie oft ich mich gefragt habe, wofür ich mich denn eigentlich so quäle, weil ich damals einfach nicht überblicken konnte, was - gesetzt den Fall, ich halte durch - denn tatsächlich auf mich wartet. Das macht das Ganze ja auch so schwierig und ist für viele Menschen genau die Phase, in der sie wieder umkippen - nicht zu wissen, ob da noch was kommt, und wenn ja, ob es gut sein wird... :? Das können sich viele mit klatschnassem Kopf ja nicht vorstellen.
    Ich für meinen Teil muss da nicht mehr grübeln, ich weiß mittlerweile, wie schön das Leben ohne Alkohol ist. Und jetzt mache ich es mir noch schöner und gehe einen Kuchen backen. Einfach so. Weil ich Lust darauf habe. Heute Mittag habe ich mich ein bisschen der Gesichtspflege gewidmet, weißt schon, eine Maske nach der anderen, und jetzt sehe ich nicht mehr aus wie 41, sondern wie 39. Klasse, was? :D

    Kinners, was für ein schöner Tag!
    Wir lesen uns!
    LG
    espoir

    Zitat von rowi


    Was soll ich sagen , ist es vielleicht Einbildung, ich fühle mich besser .


    Hallo rowi, grüß dich!
    Also als erstes möchte ich mal richtig stellen, dass ich deine Belange in meinem Thread nicht schlimm finde, ganz im Gegenteil, das ist doch der Sinn der Sache, oder? Ich fände es eher merkwürdig, wenn ich dir zum Stichwort "AD" völlig losgelöst vom Kontext in deinem Thread geantwortet hätte, egal, worum es dort vielleicht gerade geht! :wink:
    Nachdem du mir erzählt hast, dass deine Ärztin wohl nicht so viel Zeit für dich hatte, verstehe ich schon besser, warum du mit der Einnahme eher gezögert hast, das hätte ich an deiner Stelle eventuell auch gemacht, gerade, wenn ich mir mangels eindeutiger Informationen nicht sicher gewesen wäre, was ich mir da antue. Ich habe ja gestern geschrieben, dass ich auch sehr lange gedacht habe, boah ey, lieber nicht!
    Ich freue mich, dass ich dir vielleicht ein bisschen helfen konnte und dass du glaubst, es gehe dir nun besser. Die Wirkung ist sicherlich auch von Pille zu Pille unterschiedlich, sie haben aber meist gemeinsam, dass sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden müssen, damit sich ein "Spiegel" aufbauen kann. Das kann also bis zu vier Wochen dauern, bis sich eine stimmungsaufhellende Wirkung entfaltet, deshalb darf man also nach wenigen Tagen noch nicht enttäuscht sein, wenn sich erst einmal "nix tut".
    Über einen Satz bin ich dementsprechend gestolpert:

    Zitat

    und nehme es nun 5 Tage


    Wie meinst du das?
    Nimmst du das seit 5 Tagen oder nur 5 Tage lang?
    Letzteres wird's hoffentlich nicht sein, denn anders als ein Antibiotikum oder ein akutes Schmerzmittel ist ein AD nur über 5 Tage kompletter Blödsinn. Also hoffe ich, dass ich dich da einfach falsch verstanden habe... Sollst sehen, rowi, es wird besser, und wenn du Ende nächster Woche deinen Termin beim Neurologen hast, kann der dir dann auch noch entsprechende Fragen, die vielleicht noch übrig sind oder sich neu auftun, beantworten!

    Ich wünsche dir alles Liebe und noch 'n schönen Pfingstmontag!
    espoir

    Hallo Lobanshee, grüß dich!
    Ich habe mich riesig gefreut, dass du sogar in Berlin an uns gedacht hast und mir was Nettes geschrieben hast! Wenn ich nächstes Wochenende dort sein werde, werde ich auch versuchen, mal kurz ein Lebenszeichen von mir zu geben!

    Zitat von lobanshee

    Exakt mit der Aufnahme in der Klinik hatte sich mein altes Leben verändert, [...]


    Da scheinen wir uns ja sehr ähnlich zu sein in der Bewertung dessen, was wir erlebt haben! Für mich war die Klinik einfach ein Meilenstein, eine Sache, die ich nie vergessen werde, vergleichbar höchstens noch mit dem Studienabschluss, der Hochzeit oder der Geburt von Kindern (gut, Kinder habe ich nun keine, aber so markant stelle ich mir das eben vor). Natürlich habe ich dort auch sogenannte "Drehtürpatienten" kennen gelernt, Leute, die schon mehrfach dort waren und sich herzlich begrüßt haben, wie 'ne eingeschworene Clique... :shock: Das scheint mir eine kleine Welt für sich zu sein, zu der ich aber nun nicht unbedingt gehören möchte. Ich will diesen Menschen nichts Böses, aber ich habe den Eindruck, dass da noch ganz andere Sachen schief laufen als "nur" die Sauferei.
    Ich freue mich für dich, dass es in Berlin so gut läuft und du deinen Sohn treffen wirst, hoffentlich passt das Wetter und ihr habt einen schönen Tag miteinander! Aber selbst bei schlechtem Wettter kann man so viel machen, sehen und erleben - da ist man einfach selbst Schuld, wenn man nichts daraus macht. Ich selber fliege am Samstagmorgen hin, habe dann den ganzen Tag Zeit für Unternehmungen, ebenso am Sonntag tagsüber, abends ist dann das Konzert, und am Montagnachmittag geht's dann wieder Richtung Heimat. Ich habe jetzt Urlaub, da freue ich mich richtig, wieder öfter hier sein zu können und meinen Senf zu allen möglichen und unmöglichen Dingen dazu geben zu können... :wink:

    Alles Liebe dir
    espoir

    Ihr Lieben, ich melde mich nur noch einmal ganz kurz um Bescheid zu sagen, dass ich jetzt nochmal ein Weilchen verschwinde, denn jetzt endlich ist mein phänomenaler, unübertrefflicher, genialer Gulasch fertig. Ich weiß, es ist schon ein bisschen spät, aber mein Tag hat mit zwei Stunden Verspätung angefangen, und warum sollte es dann nicht auch zwei Stunden später Abendbrot geben (normalerweise eher 21 Uhr)...?

    @lobanshee und rowi: Lieben Dank euch für eure Beiträge, da gehe ich natürlich gerne noch drauf ein, sei es später oder morgen. :D

    @Backmaus: Auch bei dir sage ich später noch "tschüss", ok? :wink:

    Also bis denn!
    espoir