Beiträge von espoir

    Liebe Julchen,

    bei deinem letzten Beitrag musste ich echt lachen - das kenne ich auch!
    Dieses Gefühl, einfach nur klein und doof zu sein... und dann der Stolz, wenn man merkt, dass man sich geirrt hat! :D
    "Geschnitztes Karnickel"... mei, wie liab! :wink:

    Ich wünsche dir von Herzen ein schönes entspannendes Wochenende, vielleicht haben wir (du, Gotti und ich) in unserem fränkischen Schönwetter-Drei-Städte-Eck ja Glück und haben etwas mehr Sonne, als der Wetterbericht schon wieder so miesepetrig voraussagt...

    Alles Liebe dir
    espoir

    Liebe Gotti,

    heute komme ich auch mal wieder vorbei und möchte dir ein schönes Wochenende wünschen! :D
    Nochmals vielen Dank, dass du letzte Woche so verständnisvoll reagiert hast, als ich dich so gründlich missverstanden habe... :oops: Der nächste Härtetest steht ja Gott sei Dank erst wieder in 51 Wochen an!

    Mein Seelenchaos hat sich wieder soweit eingependelt, dass ich mit stoischer Ruhe meine Arbeitswoche hinter mich bringen konnte und mich nun auf ein - hoffentlich - relaxtes Wochenende freuen kann.
    Dasselbe wünsche ich dir auch! :D

    Alles Liebe dir
    espoir

    Hallo guten Abend zusammen,

    wie freue ich mich über eure Antworten!
    Ich drehe mich mittlerweile immer mehr in meinem Gedankenkarussell, so dass das echt gut tut, auch mal eine Stimme von außen zu hören!

    @Irgendwie (netter Nick übrigens! :wink: )
    Vielen lieben Dank dir für dein feedback - und natürlich hast du Recht mit der Feststellung, dass wir in einem ganz besonderen Maße auf uns aufpassen müssen, und dazu gehört ja nun in erster Linie, sich auch notfalls von Menschen zu trennen, die uns nicht gut tun. Aber genau da tappe ich ja immer wieder in die Falle. Als Alkoholiker-Kind bin ich es von klein auf gewöhnt, die Flagge für die Familie aufrecht zu halten, egal, wie unzufrieden ich in Wahrheit auch sein mag. Schon von Kindesbeinen an habe ich gelernt, Dinge zu tun oder mitzumachen, "weil sich das so gehört" oder "weil man das eben so macht". In gesunden Familien mag das ja auch ok sein, bei uns war es schon früher eine Farce. Hauptsache, der Schein bleibt gewahrt.
    Und das Verhältnis zu meiner Mutter war spätestens seit meiner Pubertät massiv gestört, ab dann konnte ich mich nicht mehr entscheiden, ob ich sie nun einfach bedingungslos liebe oder aber verachte, weil sie aus der Alkoholiker-Hölle mit meinem Vater nicht die richtigen Konsequenzen gezogen hat. Als ich als Studentin ausgezogen bin, habe ich mir selber den Mühlstein des "Verrats" um den Hals gelegt - und bis heute nicht so richtig abgelegt. Wenn ich sie heute manchmal so anschaue, dann sehe ich, dass sie immer kleiner wird, ihre kleinen Hände sind so runzelig, sie ist so zerbrechlich geworden, und ich meine immer, sie müsste doch vor Einsamkeit sterben, weil sie außer ihrem Kanarienvogel niemanden hat, und es reißt mir einfach das Herz raus.
    Gleichzeitig habe ich den Kontakt auf ein absolutes Mindestmaß reduzieren müssen, weil sie nur noch in der Vergangenheit lebt und mit meinem abstinenten Weg völlig überfordert ist. Sie ist wohl schon zu alt, um noch ernsthaft Interesse daran zu entwickeln, dass ich - anders als mein Vater - mich nicht in meine Sucht ergeben habe und mich einfach treiben lasse. Und dann kommt es eben zu solchen Situationen wie am Samstag, wo sie beschwingt in der Vergangenheit schwelgt, uralte Witze von früher reißt und dann auch noch damit kokettiert, dass sie wohl einen kleinen Schwips hätte, aber "gell, Töchterchen, selbst du gönnst mir das mal an meinem Geburtstag!" Aber ich kann ihr doch dann nicht sagen, dass es nicht um den kleinen Schwips geht, sondern um ihren totalen Realitätsverlust.

    Ja, und dann kommt das ins Spiel, was Julchen geschrieben hat: mein ewiges schlechtes Gewissen wegen meiner eigenen Trinkerei von früher. Wenngleich ich der Ansicht bin, dass sich schon so einiges zu früher geändert hat, fürchte ich nichts mehr als die mögliche Bemerkung irgendeines Anwesenden: "Nun, liebe espoir, da wollen wir doch mal nicht so streng sein, gell, schon vergessen, wie ätzend du manchmal warst...?"
    In meiner Familie gibt es kein Verzeihen und Vergessen, keinen Neuanfang. Es gibt keine Konflikte, die werden unter den Teppich gekehrt, es wird bestenfalls hintenrum abgelästert. Und bei passender Gelegenheit werden dir deine Sünden im Wortlaut vorgetragen, noch Jahre später, aus der Nummer kommst du nicht raus, da kannst du machen, was du willst. Ich kenne es nicht anders.

    Vielleicht bin ich deshalb auch so erschrocken, als ich das von Gotti gelesen habe, es tat plötzlich so weh, ich dachte wirklich, sie wolle mir mal eben so eine gemeine kleine Spitze verpassen, wie ich es halt von meiner Familie kenne. Liebe Gotti, bitte verzeih, ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass du doch bloß sagen wolltest, dass du auch manchmal misstrauisch beäugt wirst, weil du nichts trinkst (wenn auch aus anderen Gründen :wink: ).

    Ihr seht, ich bin ziemlich durch den Wind und meine Selbstwahrnehmung funktioniert zumindest im Moment ü-ber-haupt nicht. :(
    @Matthias: Weißt du, ausgerechnet mein Vater sagte stets: "Was stört's den Mond, wenn ihn die Wölfe anheulen?", aber soweit bin ich noch nicht. Wer weiß, ob ich das je erreiche...

    Danke fürs Lesen - und euch allen einen friedlichen Montagabend!
    LG
    espoir

    Liebe Gotti,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich dich da jetzt richtig verstehe:

    Zitat von Gotti

    Irgendwie fühlen sich alle Alkis und "Nichtalkis" (die nur mal abends ein Glas trinken!) dabei angepi....t.


    Wie meinst du das?
    Ironisch oder nicht?

    Ich wollte ja nur darauf hinaus, dass mich das promillige Gequatsche stört, ich aber am Tisch bleiben muss, weil es doch der Geburtstag meiner Mutter ist. Meine Familie dagegen denkt, ich gönne ihnen nicht das eine oder andere Glas Wein - weil sie gar nicht drauf kommt, dass es in Wirklichkeit das Gequatsche ist.
    Weißt du, als ich selber noch getrunken habe, ist mir so manches weinduselige Genöle auch auf den Keks gegangen, aber ich habe einfach dagegen angetrunken und somit auch die ätzendsten Abende überlebt. Seitdem ich nicht mehr trinke, sind Familienfeiern bei uns eine echte Herausforderung.

    Dein Beitrag kam bei mir jetzt so an, als wolltest du sagen: "Da siehste mal, wie Kacke das mit angetrunkenen Leuten am Tisch ist...!"
    Das weiß ich ja, Gotti, aber ich kann doch auch nicht ewig mit 'nem schlechten Gewissen herumlaufen, bloß weil ich früher auch getrunken habe. Und soll ich jetzt erneut ein schlechtes Gewissen haben? Weil ich nämlich nicht mehr trinke?
    Aber wie gesagt, vielleicht habe ich dich auch nur gründlich missverstanden... :?

    Dir auch einen guten Start in die neue Woche!
    LG
    espoir

    Liebe Julchen,

    wie lieb von dir, dass du dich meldest!
    Nein, du musst dir keine Sorgen machen, es ist alles (mehr oder weniger) in Ordnung.

    Vor zwei Wochen wurde meine Reise etwas unruhiger, weil mich zwei schnell aufeinander folgende Rückfälle in meiner SHG stärker mitgenommen hatten, als ich gedacht hätte. Ich bin aber mittlerweile in meiner Trockenheitsarbeit soweit, dass ich diese - eigentlich unangebrachte - Anteilnahme tatsächlich als Syptom meiner eigenen Unzufriedenheit deuten konnte. Denn ganz krass ausgedrückt: Eigentlich kann es mir doch völlig egal sein, ob jemand anderes wieder trinkt oder nicht. Ist doch nicht mein Ding. Wenn es mich dann aber doch so beschäftigt, warum weshalb wieso, und wie ich mich an seiner Stelle fühlen würde, und pipapo... ja dann muss ich eben genauer hingucken. Das habe ich getan und ja, so etwas ist oft schmerzhaft.
    Ich habe das dann in der Gruppe thematisiert und sehr schnell kam heraus, dass die Rückfälle der anderen nur ein Symptom sind und die Ursachen für mein unausgeglichenes Seelenleben woanders zu suchen sind. Aber das ist ja nichts Neues. :roll:
    Letzte Woche hatte ich dann auch noch eine extrem anstrengende Arbeitswoche mit wirklich viel Arbeit, Terminen und Zeitdruck, ich bin also förmlich auf dem Zahnfleisch ins Wochenende gekrochen. Freitagabend wollte ich mich dann nach neun "nur mal so übers Bett legen", weil mir die Hüfte so weh tat und ich Beine wie Blei hatte - und habe dann bis zum nächsten Morgen um 10 geschlafen. :shock: Ich bin lediglich einmal in der Nacht aufgewacht, um wenigstens meine Klamotten auszuziehen...

    Gestern Abend hat meine Mutter ihren Geburtstag gefeiert.
    Dass das Lokal eher fürchterlich war, dafür konnte sie ja nichts, mit ihren 76 Jahren ist sie nun auch nicht so die Spezialistin für nette Lokale, in denen man zu vernünftigen Preisen was Nettes essen kann. Viel schlimmer war die Tatsache, dass sie wohl schon leicht einen sitzen hatte, als es überhaupt losging, und das wurde nach zwei großzügig eingeschenkten Gläsern Wein ja nun auch nicht besser. Kurz und gut - das blöde Gequatsche, das ewige Wiederkäuen alter Familienerinnerungen aus den 70er und 80er Jahren, diese Nichtakzeptanz der Gegebenheiten, dieser unflexible Umgang mit dem IST-Zustand, nun, das mag alten Menschen ganz grundsätzlich schwer fallen und unter Alkoholeinfluss erst recht... aber für mich war es wi-der-lich!!! :evil:

    Es war super-anstrengend, es hat mich derartig viel Kraft gekostet, nicht den Tisch zu sprengen und möglicherweise mit einer boshaft-bissigen Bemerkung alles kaputt zu machen. Immerhin habe ich mir nicht mehr die Mühe gegeben, so zu tun, als sei alles in Ordnung. Man konnte mir sehr deutlich ansehen, dass ich extrem angespannt bin - was aber nur wieder dazu führen wird, dass sich meine Familie hinter meinem Rücken das Maul zerreißen wird, dass ich aber so gar nicht gut drauf bin und dass ich anderen ihr Gläschen Wein ja wohl nicht gönnen könnte...Einmal, wenn die alte Mutter Geburtstag hat...

    Ich bin immer noch viel zuviel EKA, als dass ich das alles hinter mir lassen könnte. Alkie, Co und EKA in Personalunion, meine Güte, in meinem nächsten Leben möchte ich bitte als Kuhfladen wiedergeboren werden, der liegt einfach so auf der Wiese und hat seine Ruhe!

    Immerhin bin ich jetzt wieder etwas ruhiger, dieser Geburtstag lag mir schon lange im Magen, weil einfach alle Familienfeiern bei uns so gestelzt ablaufen, aber der meiner Mutter ist immer der Schlimmste. Es werden noch Schwägerin, Bruder und Neffe folgen, aber da bin ich etwas lockerer, weiß auch nicht, warum. Da habe ich kein Problem damit, notfalls zu gehen, wenn's mir echt zu blöd wird. Aber bei meiner Mutter, ich weiß nicht...

    Tja, und heute vegetiere ich so im Räuberzivil vor mich hin und vertrödele den Tag, aber ich glaube, dass das ich mir das nach der harten Woche einfach einmal erlauben kann. Das Wetter ist doof, mein Mann pennt, die Katzen auch, und ich selber schwanke zwischen Buch, Frauenzeitschrift und Forum... mal sehen, wer gewinnt! :wink:

    Ich wünsche euch allen ein schönen friedlichen Sonntag!
    LG
    espoir

    Hallo Xenica,

    ich freue mich ehrlich, dass du jetzt nicht stocksauer bist.
    Im Ernst, heute Mittag dachte ich echt, du schiebst mich in die Ecke "Büromieze mit Luxusproblemchen"...

    Vielleicht habe ich mich auch nur so wenig verstanden gefühlt, weil ich dir ursprünglich meine Zustimmung bekundet hatte und mich nun in die Verteidigungsposition gedrängt sah. Naja, und da wollte ich doch gar hin... :oops:
    Es kam mir schlagartig so vor, als laute das Thema plötzlich: "Wir sind zwar beide Alkoholikerinnen, aber ich habe es ungleich schwerer als du!", naja, und das hat mir halt nicht gepasst.

    @Anit: Danke dir auch für deine vermittelnden Worte!

    Ich wünsche euch noch einen schönen Montagabend!
    LG
    espoir

    Zitat von Xenica

    Im Grunde genommen ist die Therapie ein wenig mehr Garantie zur Trockenheit und zur Beibehaltung und Wiederherstellung der Arbeitskraft

    Du kannst diese Arbeit nun mal nicht mit einem Bürojob vergleichen!

    Soll das im Umkehrschluss heißen, dass Menschen im Büro mit links trocken bleiben?
    Und ich also - in deinen kompetenten Augen - hier mal 'ne gaaanz ruhige Kugel schiebe?
    Nee, ne?

    :roll:

    Zitat von iwona-w

    Ich habe 1,56 m aber jeder milimeter ist momentan positiv geladen!!!!!

    Liebe Iwona,
    das glaube ich dir sofort, du Energiebündel! :D
    Macht Spaß, deinen Weg mitzuverfolgen!

    Ich wünsche dir noch einen schönen restlichen Sonntag und morgen früh einen Schutzengel, der mindestens ebenso dynamisch ist wie du! :wink:

    Liebe Grüße
    espoir

    Hallo Xenica,

    ich möchte dir auch gerne meine Hochachtung vor deinem Mut und deiner Konsequenz aussprechen!
    Wenn ich mir vorstelle, ich wäre Personalchef und zu mir käme ein trockener Alkoholiker, der gleich erst einmal Bedingungen stellt, unter welchen er denn möglicherweise, aber auch nur dann, eventuell zu arbeiten gedenkt - also da würde ich zuviel kriegen!
    Ich hätte da wohl nur zwei Gedanken:
    1. Guck' mal aus dem Fenster. Da unten steht ein Duzend anderer Leute, die diesen Job gerne hätten.
    2. Wenn du deinen Abstinenzerfolg von den Zuckerchen abhängig machst, die meinen Job für dich erst attraktiv machen, dann bist du wohl noch nicht soweit...

    Kurz und gut, ich finde, du hast dich fair allen Beteiligten gegenüber verhalten. Deiner potentiellen neuen Arbeitgeberin gegenüber, die nun die Chance hat, jemand anderen zu finden.
    Und - was ich für noch wichtiger halte - dir selber gegenüber. Du hast Rückgrat und Entschlossenheit gezeigt. Klasse!

    LG
    espoir

    ... ich heute insgesamt knapp zwei Stunden die Nase in die Sonne gehalten habe. :D

    Lieblingszeitschrift, Lieblingstee, Lieblingsschokolade - und immer mal wieder in die Sonne gucken (auch wenn's blendet), einfach klasse.
    Ging aber auch nur, weil mein Balkon zur Wand hin recht windgeschützt ist, ansonsten wäre es wohl zu frisch geworden.

    LG
    espoir

    Lieber Manfred,
    das ist ja ein Zufall - zu genau dem Thema habe ich gestern ein paar Gedanken bei Isbeau dagelassen.

    Zitat von Manfred

    Das ist interessant, dass Ihr zwischen zufrieden im Leben und zufriedener Trockenheit einen Unterschied macht.
    Für mich gehörte das bisher zusammen.


    Ich darf mich mal selber zitieren...

    Zitat

    Was bedeutet denn "zufriedene Abstinenz"?
    Zunächst einmal doch nur, dass ich mein Leben ohne Alkohol lebe und mir dabei nichts fehlt, ich also keine Verzichtsgedanken im Hinblick auf Alkohol habe. Ich bin zufrieden ohne Alkohol. Soweit, so gut.

    Ich z.B. bin definitiv "zufrieden abstinent", ich mag mein Leben ohne Alkohol bzw. mit meiner zurückgewonnenen Freiheit, ich bin im Moment aber nicht zufrieden. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit Alkohol zu tun. Ich bin unzufrieden im Job (wobei das weniger meine Tätigkeit an sich ist, sondern die Menschen, mit denen ich zu tun habe), unzufrieden in meiner Ehe, unzufrieden mit mir selbst. Das sind also keinen alkoholbedingten Probleme, sondern Probleme, wie sie jeder einmal hat. Die will ich angehen, manches geht kurzfristig, anderes nur mittel- oder langfristig.
    [...]
    Wenn jemand also zufrieden abstinent ist, muss er noch lange nicht grundsätzlich zufrieden sein.

    Soviel zum Thema "zufriedene Abstinenz".
    Was nun dein dein eigentliches Anliegen angeht, kann ich mich nur Matthias anschließen: Das Gefühl gebraucht zu werden, ist meiner Meinung nach ganz wichtig für ein vollständiges Selbstbild. Ich möchte quasi wissen, wofür ich jeden Morgen aufstehe. Das muss nun nicht unbedingt von einer bezahlten Tätigkeit abhängig sein, denn wie viele Frauen mit Kindern sind zu Hause und leisten da multi tasking, mal eben so. Ich sehe also mehr den Sinn in der Tätigkeit denn die Bezahlung. (Ein gewissen Grundeinkommen natürlich vorausgesetzt, versteht sich, irgendwovon muss ja schließlich jeder leben.)
    Wenn du schreibst, dass eine Selbständigkeit zum jetzigen Zeitpunkt (noch) nicht in Frage kommt, gibt es denn etwas anderes, Pläne z.B. in Richtung Ehrenamt, die du entwickeln bzw. weiterverfolgen könntest?
    Du hast die Arbeit im suchttherapeutischen Bereich erwähnt.
    Bieten sich denn auf dem Gebiet keine weiteren Optionen? Ich denke dabei gerade an die Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer, aber vielleicht ist das ja schon genau das, was du gemacht hast?
    Mehr weiß ich leider auch nicht zu deinem Thema. :(

    Trotzdem wünsche ich dir noch einen schönen Sonntagabend!
    Liebe Grüße
    espoir

    Guten Morgen zusammen,

    Julchen hat Recht, es wird wieder einmal Zeit, ein kurzes Update zu machen. :wink:
    Die eine Woche Urlaub ist leider viel zu schnell vergangen, auch wenn ich nicht großartig weggefahren bin oder sonst irgendwie etwas Besonderes erlebt habe. Aber allein die Tatsache, faulenzen zu können, mir mit allem, was ich mache, einfach Zeit lassen zu können und notfalls Dinge sogar ganz sein zu lassen, war diesmal tatsächlich sehr ungewohnt für mich.

    Es sagt sich so leicht „Mach‘ doch einfach mal nix!“.
    Mache ich tatsächlich nix, wenn ich nix mache?
    Selbst, wenn ich nur untätig dasitze und zuschaue, wie der Wind nicht in der Lage ist, das Einheitsgrau der letzten Wochen endlich beiseite zu schieben, kreisen meine Gedanken.

    Ich war viel hier und habe oft über einen längeren Zeitraum nur mitgelesen. Dabei sind mir oftmals einzelne Passagen in verschiedenen Threads durch den Kopf gegangen. Was hat es z.B. zu bedeuten, wenn ich nicht mehr so viel in meinem eigenen Thread schreibe, sondern mich bei anderen äußere? So ist es mir tatsächlich ergangen, ich war bei anderen oft auf dem neuesten Stand, aber mein eigener versank nach unten.
    Hat das gleich etwas mit „nicht mehr bei mir bleiben“ zu tun? Lenke ich mich selber von meiner eigenen Trockenheitsarbeit ab, indem ich mir die Probleme oder Ereignisse anderer User zumindest für einen gewissen Zeitraum zu eigen mache? Tatsache ist, dass es bei mir nicht so sehr viel zu erzählen gibt. Das kann ich negativ werten – „Boah, wie langweilig!“ – oder auch positiv, nämlich dass alles in Ordnung bzw. wie immer ist. No news is good news, oder so.
    Passiert ist natürlich schon das eine oder andere, aber das sind Kinkerlitzchen, Kleinkram, der nicht unbedingt in epischer Breite dargestellt werden muss. Ansonsten geht es mir wie vielen euch, das fehlende Sonnenlicht drückt nicht nur aufs Gemüt, sondern verlangsamt auch die Energieflüsse. Gestern war’s endlich mal wieder soweit, Sonne pur, frühlingshafte Temperaturen. Wenngleich ich eigentlich nur Dinge im Haushalt erledigt habe, geschah dies doch mit einer ganz anderen Energie und der entsprechenden guten Laune.

    Mal schauen, was der heutige Tag so bringt. Geplant ist im Laufe des Tages noch ein Messe-Besuch. Neues sehen, unter Menschen kommen, einfach mal wieder raus aus der Bude. Ich wünsch‘ euch was Schönes! :D

    LG
    espoir

    Hallo Julchen,

    wie lieb von dir, meinen Thread aus der Versenkung zu holen!
    Jou, da ist ordentlich wischen angesagt... :wink:

    Ich wirbel gerade ganz hausfräulich umanand und hänge gerade die letzte Maschine Wäsche für heute auf, ich melde mich später noch einmal, ok?

    Alles Liebe bis dahin! :wink:
    espoir

    Liebe Yvonne,

    na da mag ich dir doch gleich einmal gaaanz herzlich gratulieren!!! :D
    Zwei Jahre Freiheit und Selbstbestimmung - einfach toll!
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass dir gerade in der letzten Zeit echt nichts geschenkt wird!
    Ich freue mich riesig mit dir und wünsche dir natürlich, dass noch viele weitere folgen mögen!

    Alles Liebe espoir

    Liebe Steffi,

    ich find's schön, dass du jetzt häufiger schreibst und uns alle auf den neuesten Stand bringst! :D
    Da hat sich sich ja allerhand getan bei dir, ihr habt also Nägel mit Köpfen gemacht. Gut so!

    Wenn ich ehrlich sein soll, finde ich aber auch einige Dinge nicht so gut.

    Zitat

    ich glaube an Ihn und an seine Kraft das durchzustehen und es schaffen zu wollen..


    Und was ist mit dir?
    Ich wünschte, du hättest geschrieben: Ich glaube an meine Kraft und schaffe das.
    Ist das Gelingen oder Scheitern denn ausschließlich von ihm abhängig?
    Deine Zeilen klingen für mich, als würdest du nun während seiner Abwesenheit in ein geistig-seelisch-emotionales Vakuum fallen, das erst nach seiner Rückkehr wieder aufgehoben wird.
    Was hast du denn für Pläne für dich? Wie willst du dich verändern bzw. dich weiterentwickeln? Dass du nicht so bleiben kannst, wie du bist, leuchtet dir doch ein, oder? Stillstand bedeutet Rückschritt, ne, das gilt nicht nur für Trinker, sondern auch für Cos... :wink:

    Dann schreibst du:

    Zitat

    Ab Montag werde ich mich gesünder ernähren..und damit gleichzeitig Abnehmen..Rohkost ist angesagt


    Mal ganz ehrlich - glaubst du wirklich, dass du das so radikal durchhältst?
    Auf mich wirkt das richtig grob.
    Wenn ich mich gesünder ernähren will, ist das für mich zunächst einmal ein liebevoller Akt, denn ich sorge mich um meine Gesundheit und überlege, mit welchen Maßnahmen ich meinem Körper etwas Gutes tun kann. Wenn ich mir aber eingestehen muss, dass ich mich bisher eher ungesund ernährt habe - mit vielen versteckten und/oder offensichtlichen Fetten und zuviel Zucker bzw. Kohlehydraten - , dann kann ein viel sanfterer Ansatz doch sein, sich in Ruhe zu überlegen, wie der Ernährungsplan umgestellt werden kann, so dass der Stoffwechsel angeregt wird und ich trotzdem satt werde. Ein Riesenpott Spaghetti hinterlässt erfahrungsgemäß ein anderes Wohlbefinden als ein riesiger Salatteller. So, und das willst du deinem Körper künftig vorenthalten? Da ist Diät-Frust doch vorprogrammiert, zumal gerade Rohkost von vielen Menschen gar nicht gut vertragen wird und im schlimmsten Fall noch Bauchweh erzeugt. Von weich und warm auf hart und kalt... Naja, also ich weiß nicht. :?

    Bei der Bodensee-Geschichte bin ich auch nicht sicher, ob das so eine gute Idee war.
    Ich kann das gut verstehen, dass ihr dieser Familien-Feier aus dem Weg gehen wollt, gerade, wenn er dann noch so frisch dabei ist. Aber ich sehe - zumindest von meiner Warte aus - zwei Gefahrenpunkte: Erstens halte ich es grundsätzlich nicht für schlau, nach der Therapie eine alte Urlaubserinnerung wieder aufleben zu lassen. Was ist, wenn es diesmal nicht so schön wird wie damals? Außerdem wollt ihr doch komplett neu anfangen. Warum nicht auch gleich mit dem Urlaubsziel? Und zweitens, aber das ist nun tatsächlich nur meine Erfahrung, ist ein Urlaub schon wieder eine Ablenkung vom neuen - diesmal abstinenten - Alltag. Das hätte ich mich damals nicht getraut. Ich habe 2008 bewusst auf einen sogenannten "Jahresurlaub" verzichtet, weil ich im Urlaub noch mehr als sonst getrunken habe. Wir haben statt dessen nette Kleinigkeiten unternommen oder auch mal Tagesausflüge hierhin oder dorthin, aber immer so, dass wir abends wieder zu Hause waren, wo mein Tee auf mich gewartet hat. Aber okay, das muss bei euch ja nicht so sein.

    Richtig überzeugt von deiner Aktion scheinst du ja auch nicht zu sein, sonst hättest du nicht geschrieben:

    Zitat

    jedenfalls freue ich mich darauf... ich hoffe er auch

    Ach Steffi, ich weiß, ich klinge wie die Nörgeltante oder Spaßbremse vom Dienst, aber ich wollte dir halt ehrlich meinen Eindruck schildern. Und der ist eben, dass du a) nicht bei dir bleibst und guckst, was es da aufzuräumen gibt, und b) in blinden Aktionismus verfällst.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und dass du erkennst, wie deine Reise weitergehen soll!

    LG
    espoir

    Liebe Steffi,

    oje, das klingt ja erst einmal nicht so toll.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du ganz durcheinander sein musst.
    Bitte versuche jetzt nicht die Nerven zu verlieren und alles auf einmal zu wollen.
    Leg' nicht jedes Wort auf die Goldwaage, manches regelt sich sich im Gespräch vielleicht von allein.
    Und bleib' bei dir, es zählt doch nicht ausschließlich, was er gerne möchte, oder?

    LG
    espoir

    Liebe Gotti,

    ich habe gerade das von deiner Mutter gelesen und kann nur sagen, dass mir das aufrichtig Leid tut für euch alle.
    Ich wünsche euch von Herzen, dass dieser Schlaganfall möglichst einer "von der etwas harmloseren Sorte" war und das Leben für alle Beteiligten möglichst unbeschadet weitergeht.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

    Alles Liebe
    espoir