Liebe inecure,
als ich damals noch ein Kind war, habe ich manches fast nicht ausgehalten. Ich bin oft raus gegangen, bei Wind und Wetter nur um den Therror meiner Mutter zu entgehen. Damals habe ich es mir so gewünscht das sie es endlich macht, weil sie fast jede Nacht mit meinem Vater gestritten hatte.Sie schrie immer laut das sie die Scheidung will. Ich lag unter meiner Decke und fragte mich selbst, wo ich dann leben mag, beim Vater oder bei der Mutter. Ich entschied damals, ich möchte lieber ins Heim als mich entscheiden zu müssen, weil ich sie beide sehr liebte um keinen der beiden weh zu tun. Zugleich glabte ich damals schon ich bin schuldig an all dem was passierte.Ich war damals nicht älter als 9 oder 10Jahre alt. Zudem gab mir meine Mutter ständig die Schuld an allem, dem Chaos, das sie traurig ist, wegen mir sei alles so schlimm. Ich bin damals schon unterwegs gewesen und habe morgens die Scherben in der Küche aufgereumt, die sie beim schmeissen des Geschirrs verursacht hatte, habe alles "wegmachen" wollen damit es ihr wieder gut geht.Meimem Vater habe ich zuliebe immer allse ordendlich gemacht auch hier nur damit er sich wohl fühlt und um einwenig zuneigung zu bekommen.
Eltern sind da so, dass sie ganz unbewusst den Kindern vermitteln, das diese "Lebensform" Normalität ist. Kinder wissen es nicht anders sie wachsen da rein und woher sollten sie es denn auch? Sie sind unschuldige kleine Opfer in dem ganzen Scheiss. Zudem gibt es ja auch diese unglaublich schönen Zeiten mit den Eltern, die ich auch hatte, wo sie anscheinend all das "wieder gut machen" was sie verbockt haben.Das schweisst zusammen und diese Kombination führt dazu das wir Kinder unendlich zerrissen sind..........
Ich weiss nicht wiviel du erleben musstest, was dein kleiner Bruder mitbekommen muss. Psychotherror ist noch viel schlimmer für Kinder als diese offensichtliche Gewalt, weil da meisstens doch noch Bekannte da sind, die Blessuren erkennen können. Einer Kinderseele kann man es nicht ansehen das sie "getreten" wurde.Meisst ist das Kind einfach nur ruhig oder aggressiv und es wird nach dem Grund nicht gefragt. Dann muss das Kind oft noch erleben, das es von aussen auch noch abgelehnt wird, durch sein Verhalten das es hat.Nur ganz wenigen wird da geholfen weil es eben nicht erkennbar ist und alles nach aussen ja "glänzt" und verschleiert wird. Es ist ein Teufelskreis und die Kinder sind dem ganzen hilflos ausgeliefert und Opfer, die sich nicht wehren können, weil sie abhängig sind.
Erlebnisse solcher Art hatte ich zu viele um sie hier aufzuzählen.Heute bin ich 39 Jahre alt und muss Therapie machen, weil ich von Grund auf in diesem Mist aufgewachsen bin. Liebe Insecuer, du hast mindestens ansatzweise ähnliche Worte parat, wie ich sie damals für meine Eltern hatte. Auch du erinnerst dich lieber an diese guten Zeiten und blendest das schlimme aus.Du "entschuldigst" deinen Vater indem du sein positiv hervorhebst, übernimmst selbst die "Schuld" dafür, nimmst sie ihm ab, (lies mal die Co_Bausteine, das wird dir sicher einiges erklähren).Das nennt sich Verdrängung und kann funktionieren, das es aushaltbar ist. Leider haltet die Seele aber sowas nicht ewig aus und man kann schwer krank werden.Ich wurde schwer krank.........ich möchte nicht, dass anderen genau das gleiche passiert und darum schreib ich dir das hier auchgerne auf.
Was du machst, ob du den Mut hast dich dem zu stellen und das umsetzen kannst und bereit dazu bist zu handeln ist deine Sache.Deinen keinen Bruder würde sehr geholfen werden, wenn du den ersten Schritt machst, damit zum Amt gehst um zu erzählen. Es kommen dann Leute die HELFEN wollen!!!!! Es ist dort nicht der "Feind" es sind Leute die sich auskennen und wirklich gute Arbeit leisten (in den meissten Fällen).Meisst sind es Sozialarbeiter die da geschult sind. Ich habe auch so meine Probleme mit dem Hilfesuchen, mir wurde das richtig anerzogen, man geht nicht nach aussen und holt Hilfe, es würde ja auffallen, das was nicht OK ist.Dann müsste man ja was ändern, dafor haben sie Angst........Du auch?
Alles Liebe Melanie