Danke an euch, lasst es euch auch gut gehen. Es gibt für mich wenige Tage, an denen ich mich wirklich gut fühle. Aber jede Minute, in der ich mich wohl fühle ist eine Wonne. Dies zu geniessen ist schön und lässt alle Zeit der Welt vergessen. Für fünf Minuten Wohlfühlen verschindet der Rest der Zeit, der Vergangenen leidvollen Tage.Allein 5 Minuten schaffen es in eine andere Dimmension abzutauchen. Es ist schon bemerkenswert wie das bewust Gelebte anders empfunden wird, wie das was so automatisch läuft.
War ich letztens auf einem hohen Berg hier in der Gegend. Ein Aussichtsturm steht oben auf dem Berg. Der Turm ist aus Metall. Ich habe Höhenangst, früher ganz stark. Ich kletterte den Turm hoch, mulmig war es mir doch ich hatte wenig Angst. Zwei mal blieb ich stehen, fragte mich ob ich weiter gehen soll oder wieder umkehren. Ich ging weiter, habe die Angst überwunden, die war nicht zu mächtig. Oben angekommen sah ich meine Heimat in Puderzucker gehüllt, das gaze Tal konnte ich überblicken. Schön war es und ich habe es geschafft. Runter bin ich dann auch ohne Angst gegangen.
Da mag ich hin, ein Leben das aus vielen 5 Minuten wohlfühlen besteht.Ein realistisches Ziel glaub ich. Heute moren ging es mir wieder richtig doof, bin in voller Sorge aufgewacht, mach mich selber verrückt, muss ich nicht, mach ich trotzdem. Es zu stoppen, was da läuft, zu verändern und dann Zeit für was anderes schöneres zu leben, das wäre schön. Neue Ziele, neue Abläufe festigen.Etwas schönes tun, dem Leben Sinn geben.
Es ist schwer, es ist machbar.Man muss es tun und nicht nur dafon reden.
Wer von euch erlebt es, das er versucht von nichts auf etwas zufriedenes zu kommen? Ich versteh heute, was mich zum CO macht, der Sinn ist es nicht einen Menschen zu binden, oder sich an Menschen binden zu lassen um deren Sucht weiterleben zu lassen.Oder mich in der Sucht weiter zu erleben. Geben, dann wenn ich selbst dazu bereit bin, nicht wenn ich mich gezwungen fühle, mich nur deswegen wohl fühle weil ich vermeindlich etwas Gutes getan habe. Sondern weil es mir wert war.
Ich schreibe hier bewusst über das was ich Entzug empfinde, weil ich der Meinung bin, das was ich an sozialer Sucht gelebt hatte heute nicht mehr leben mag. Das es für mich aber so schwer ist, der Körper mir mit Entzugserscheinungen rebelliert und momentan nur Verstand und Bauchgefühl auf einen Nenner zu bringen.Entzugserscheinungen als wenn ich selbst die trinkende war und es aufgehört habe. Wanke ich hin und her, suche unbewusst Nieschen um da weiter zu machen, werde mir dann jedesmal bewusst, weil ich dementsprechend geladen reagiere.Einheit, alles zusammen wiederfinden. Hoffendlich pendelt sich das noch ein. Frei sein, Leben,Mich selbst lieben, etwas so schweres.
Hat jemand von euch auch solches empfunden, innere Leere und nichts zum auffüllen da? Ich fühl mich leer, suche nach was zu tun. Hätte viel Arbeit aber Arbeit allein füllt nicht alles auf. Die Kinder, ein Teil zum auffüllen, doch die werden gross und es entsteht dort immer mehr Leere. Mit was kann ich mein Leben noch auffüllen? Ich kann viel. Mir fehlt dazu aber oft mals das Geld. Im Winter ist so gar nichts geboten, Raus gehen und Stundenlang rum laufen ist schön aber manchmal auch sehr kalt. Mir ist oft langweilig und die Langeweile ist ein riesiges Loch das zu füllen gilt. Mit sinnvollem nicht mit Blödsinn.
Ferneh schauen, nein danke, macht mir keinen Spass mehr. Berieselung von Blödsinn, Hirnwäsche vom feinsten. Nur was wirklich interessant ist wird geschaut. Sonnst bleibt die Kiste aus.
Musik hören? Schön, füllt mich nicht auf.
Buch lesen? Mal schauen ob ich was Interessantes finde, das wär schon was.Komisch seit ich mich löse von Süchten erlebe ich mich in vielen Bereichen anders im Verhalten.
Einkaufen war vor dieser Zeit etwas was ich zu gern machte. Heute nicht mehr, es hällt nämlich nicht lang an, das Gefühl von Wohlstand gepaart mit schlechtem Gewissen, weil kein Geld da ist.Mir was vormachen, Scheinwelt suchen und finden. Hier ganz deutlich für mich zu erkennen, das ich ganz anders lebe.Einkaufen, das was zum Leben notwendig ist und mehr nicht.
Verhaltensänderung scheinbar lebe ich dies auch. Nicht nur schreiben dafon, es zu tun, zu leben, sich neu erfinden.Doch schreib ich das hier auf, um zu lesen was ich verändere und ich kann es lesen, es tut sich was, auch wenn ich selbst noch nicht Glauben kann, was mit mir geschehen ist,ist bei mir was ganz klar und deutlich zu erkennen. Es tut sich was, irgendwann glaube ich wieder daran, das es gut ist. Im Moment wanke ich ein wenig, weiss es echt noch nicht so richtig zu geniessen. Da bin ich vorsichtig, normal oder?werde ich zu euphorisch komm ich leicht in das gelernte Fahrwasser zurrück das sich jahrzentelang in mir gefestigt hatte.Jahrzente lang, nicht nur ein paar Monate. Das brauch Zeit, oh wie bin ich ungeduldig und wünschte mir in die Zukunft schauen zu können. Ich wünschte es mir, damit ich mir sicher bin in dem was ich so mache. Unsicherheit, ein riesiges Problem was ich gerade so erlebe. Ich wäge viel mehr ab, ob es gut ist für mich, dies oder das zu tun, zu kaufen, zu erleben.
Alles gute für euch, ich schenke heut jedem mit diesem Text 5 Minuten. Was ihr daraus macht ist eure Sache......Grins 
Grüße von Melanie