lieber uwe,
deine antwort berührt mich und ich möcht noch etwas dazu schreiben:
ja die erinnereungen bringen schmerz altes loslassen und sich verzeihen.nein nicht in depressionen fallen, das wär nicht der weg, das was daraus an erfahrungsschatz rauskommt und gelernt werden kann muss nicht depressiv machen. zum schmerz zu stehen der da hochkommt, laufen lassen annehmen und akzeptieren das es so ist.
ja es tut weh, ja ich habe angst, umgehen lernen mit dieser gefühlswelt, sie anzunehmen. das wars doch warum ich als co handelte mich selbst zu vergessen, weil ich mich nicht annehmen konnte so wie ich bin. lieber ausschalten, nichts fühlen, nichts ranlassen blos nichts eigenes haben vergessen mich eimauern isolieren und was gewesen ist bedeutet für mich ausschalten und verdrängen. das was du beschreibst interpretiere ich mal in diese richtung eine strategie des verdrängens und nicht zulassen. lieber vergessen um die last nicht zu spüren. könnt ja wieder was auslösen an alten mustern, angst spielt da ne rolle mit.
strategien die eben zum selbstschutz dienen. nun ich bin inzwischen soweit gekommen mich dem ganzen gefühlspacket der verdrängten und schmerzvollen erfahrungen genau diesen raum zu lassen die er einnimmt in meinem leben. er hat berechtigung da zu sein, weil das was ich erlebte schmerzhaft war, es ist realistisch gesehen etwas schmerzhaftes was ich durchgemacht hatte.
auch durch die erfahrung meiner panikattaken und angszustände die ich hatte lernte ich gefühle anzunehmen und ihnen den raum zu lassen den sie haben.
kein mensch ist gesund wenn er gefühle auszuschalten versucht und die nicht wahrnehmen kann und auch nicht laufen lassen kann.
bei der angst die ich hatte war ich dann irgendwann in der lage diese als gegeben anzunehmen und siehe da, als ich aufhörte dagegen an zu kämpfen um sie nicht wahrnehmen zu müssen passierte es, das ich sagte gut nun hab ich angst. wird wohl mein leben lang so bleiben. da war die angst nicht mehr so überdimmensonal da wie dafor und diese panikattaken kommen nur noch dann, wenn ich wieder mal unterwegs bin das ich gefühle nicht zulasse.
dann weiss ich bescheid, kann was daran ändern und laufen lassen was so in mir ist.ich habe gelertn das ich gefühle niemals kontrollieren muss um zu leben.das paradoxum ist ja das erst als ich mir zugestanden habe das ich mit dieser heftigen angst zu leben diese angst in der heftigkeit nicht mehr vorhanden war.
möglich war mir das alles erst im rahmen einer therapie ich erzähle hier von dem wie ich es erlebte, doch allein hätt ich das so nicht geschafft. ich bin sehr froh und dankbar meiner therapeutin, die mir das möglich machte und wo ich das gefühl hatte ihr dahingehend auch vertrauen zu können, das eben NICHTS schlimes passiert wenn ich es tue!!!es sind "nur" gefühle, dieser satz prägt sich bis heute in meinem gedächtnis ein.und doch ist es mehr als nur die bedeutung wird mir immer klarer, ein gefühl hat im grunde nicht so viel macht über mein handeln, als das ich mich nicht dementsprechend um mich kümmern kann das sich was ändert.
es wird mich nie in meine corolle zurrückbringen eher raus, weg dafon weil ich mich spüren kann , das was ich eben spüren muss, das was ich will was mich beweg durchzusetzen mit nem angenehmen gefühl. denn gefühle sind wichtig die zu spüren und zu erleben um zu leben.um handlungsfähig zu sein, für mich, mich frei zu machen und unabhängig von anderen.da wo ich spüre das tut weh schau ich hin da liegt was im argen das nehm ich an und verändere mein handeln so, das der schmerz der da war zwar die berechtigung hat zu sein, doch dieser ersetzt wird durch ein eher angenehmes gefühl. da kann ich was tun neues erleben bringt neues gefühltes mit und da ersetz ich altes mit neuem.das mir das inzwischen so oft und so gut gelingt verdanke ich eben auch dieser bereitschaft was ändern zu wollen und den mut zu haben mich meiner ganzen angst zu stellen. ich erlebe weitaus mehr positives als das alte schmerzhafte und das baut mich auf.
so genug jetzt dafon, ein schönes WE dir lieber uwe.
gruß melanie