Liebe und Hass
-
-
Hallo,
liebe Melanie, vielen Dank für deinen Beitrag! Ich sehe vieles so ähnlich wie du. Es berührt mich, das mit dem Exmann, aber andererseits trifft es mich nicht mehr bis in's Mark. Denn es geht mich nichts (mehr) an. Was er macht mit seinem Leben. Nur sind eben da immernoch Verbindungen, durch die Kinder. Ich kann mich gut abgrenzen, aber beschäftigen tut es mich andererseits auch wieder
. Es ist gerade schwer zu beschreiben... Da sind noch immer alte Mechanismen aktiv, die ich aber gut abschalten kann, nach kurzer Zeit. Ich sehe ja, ich lebe hier und jetzt und heute. Und das ist gut so!Hallo Matthias, na, dir dann auch einen schönen Urlaub! Wir gehen ja auf Hochzeitsreise
, nach Florenz. Ich freu mich wie dolle!Heute ist nun mein Sohn umgezogen, nach Magdeburg. Sooooo weit weg...
, jedenfalls gefühlt für mich. Zum Glück hat alles gut geklappt, mit Möbeltransport und so. Dante hat geholfen, mein Exmann, Tochter, Schwiegersohn und Erbse. Erbse besonders 
. Nachmittags gab es ein kurzes Telefonat und ich fragte sie, ob sie wohl einen Schrank aufgebaut hätte. "Neeeeiiiiiiheeeiiin!" , schmetterte sie in mein Ohr. Und "Oooma, guck mal, das hier....". Hm, ich sagte ihr, ich kann das ja nicht sehen, hab doch keinen Fernseher
. Meine Kleene...Ich sag mal tschüssi, bis demnächst
Aurora -
hallo aurora,
ZitatWir gehen ja auf Hochzeitsreise , nach Florenz. Ich freu mich wie dolle!
also das ist schön, nach florenz. machts euch dort so richtig schön, du und dante. hochzeitreise......so romantisch......ihr beiden seid auch ein so tolles paar.
gruß melanie
-
Hallo,
liebe Melanie, dankeschön! Das ist aber nett
.Wir sind wieder da und der Alltag fängt an. Ich muss mich erstmal ein wenig einwurschteln.
Aurora
-
Huhu,
so, ein wenig habe ich mich also eingewurschtelt. Im Alltag. Der erste Arbeitstag ist ja schon rum und der zweite fängt gleich an. So isses nun mal.
Der Urlaub war sehr, sehr schön. Florenz hat mir gut gefallen. Wir haben uns viel angesehen und einfach das Leben auf uns wirken lassen. Meine Gedanken waren kaum woanders als bei mir und Dante, beim Aufsaugen all der schönen Eindrücke und Empfindungen.
Ich kann mich immer besser entspannen bei solchen Sachen. Mich immer sicherer fühlen. Die Teufelchen aus der Vergangenheit werden immer ruhiger. Sie merken, sie können mich nicht mehr umhauen.
Zuhause angekommen hatten wir gleich eine Geburtstagsfeier, mein Schwiegersohn wurde 30. Wo ist bloß die Zeit geblieben...? Die Feier war schön für mich, obwohl der Exmann natürlich da war, mit seiner neuen Partnerin. Sie macht erstmal einen netten Eindruck. Auch mein Exschwager und Exschwägerin waren da, die habe ich seit 4 Jahren nicht mehr gesehen. Ich war schon aufgeregt, wie ich denen begegnen soll, nee, ich war eher aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie sie mir begegnen werden. Ich hatte sie ja, im Frühjahr 2007, schlagartig aus meinem Leben katapultiert. Aus guten Gründen. Aber alles war ruhig mit denen, der Exschwager hat versucht, ein Gespräch mit mir anzufangen über unseren Urlaub. Aber wir wurden unterbrochen und ich habe dann auch nicht nochmal das Gespräch gesucht. Ich habe schlicht und ergreifend nix mehr mit denen zu tun. Gut tut das! Saugut!
Einzig einen Wermutstropfen gab es... Die Sippe meines Schwiegersohnes, bestehend aus den Eltern, die geschieden sind, dem Bruder und seiner Frau, saufen zu gerne. Und aus Ermangelung von Schnaps hatten sie sich wohlweislich ihren eigenen mitgebracht
. Und das Erbschen fand das toll, wie die da immer blöder und lauter wurden... Und hat sich dazwischen gequetscht. Sie thronte da und hat mitgeprostet, mit Saft, den die Sippe zu Schnaps deklariert hatte und mit dem sie sich mit dem Erbschen zuprosteten. 
. Ey, wie bescheuert muss man sein, sowas mit einer 3jährigen zu machen?Ich habe das nur teilweise mitgekriegt, es waren ja viele Leute da. Meine Mutter hat es mir hinterher erzählt. Tochter und Schwiegersohn haben es leider auch nicht gesehen
. Zum Glück ist der Kontakt zu diesen Leuten eher dünn, weil meine Tochter das nicht mag, das Gesaufe, und mein Schwiegersohn auch nicht. Und aus noch vielen anderen Gründen.Nun wird die Kleine nicht zur Säuferin werden, wegen dieses einen Dingens da. Aber ich frage mich, was das soll? Warum machen Leute sowas? Sind die tatsächlich schon so aufgeweicht da oben? Wer weiß...
Ansonsten geht es mir prima und ich merke, wie gut ich mich erholt habe in dieser einen Woche. Obwohl wir gefühlte 1000 km gelaufen sind im Urlaub. Es hat mir gut getan, abzuschalten, weit weg zu sein mal, von allem. Ich will mir viel aufheben von meiner Erholung, konservieren, wenn's geht.
Aurora
-
glück auf aurora
Zitat von Aurorahat mitgeprostet, mit Saft,
das is schlischt ne sauerei! trotzdem darfst du froh sein. ich hab miterlebt, wie n 3-jähriger n doppelten wodka gekippt hat. ich war damals zu besoffen, um rechtzeitig zu reagieren. die reaktion der eltern war lachen und der kommentar: "der is das gewöhnt"
ja die sin weich in der birne.schöne zeit
matthias -
Hallo,
lieber Matthias, vielen Dank! Ja, die sind weich im Kopp, wenn sie "echten" Alk an solches Kind ausschenken, fällt das für mich unter Körperverletzung oder sowas. Ganz ehrlich
Ich werde in Zukunft, falls ich sowas wie mit dem Erbschen wieder bemerke, da auch nicht meinen Mund halten. Leider ist es in unserer Gesellschaft wohl salonfähig und irgendwie ein "Muss", Alkohol zu konsumieren. Da wollen die Konsumenten eben auch die Kleinen dran teilhaben, an der "tollen Geselligkeit". "Es ist doch sooo lustig, sein mal nicht so pingelig." So in der Art, sowas höre ich schon, seit ich auch selbst abstinent lebe. Unverständnis, selbst Bedauern ist dabei. "Ach du Aaaaarme, keinen Schluck? Hat doch nur 3 %..." sowas in der Art. Da muss noch viel getan werden. Aber wer will das schon? Ich ja, aber wer noch? Die Anderen sind mächtiger, machen Werbung. Na gut, ich mach im Kleinen hier weiter. Jedes Ding zählt!So, und es ist einfach Fakt, mein Exmann trinkt wieder, nach 4 1/2 Jahren. Ich bin traurig, geb ich zu. Aber es ist seine Entscheidung. Vorgestern rief er hier an, er hatte eine Frage bezüglich des Autos. Das teilen wir ja - noch... Und er war voll wie 1000 Mann. Konnte seine Zunge nur noch schwer beherrschen.
Ich habe gestern mit meinen Kindern geredet. Sie sind sehr betroffen, aber auch stinkewütend. Das ist normal, wie sie sich fühlen. Enttäuscht... Mein Sohn hatte es schon geahnt, er hatte letztens seinen Vater getroffen und gesehen, aber wohl seiner Wahrnehmung nicht trauen wollen.
Ich habe Abstand. Das Carsharing werden wir wohl aufgeben, das ist nervig, aber ich will mich in nichts mehr reinziehen, was mit einem saufenden Exmann zu tun hat! Ich habe Angst, da in was zu schlittern, in was ich nicht schlittern will. Auf keinen Fall. Ich setze nicht mein Leben hier auf's Spiel, meine Ehe mit Dante schon garnicht! Ich bin froh, ich habe gut an mir gearbeitet, verändert, dass ich so denken und fühlen kann. Er tut mir schon irgendwo leid, der Ex, es lässt mich nicht ganz kalt. Auch oder gerade wegen der Kinder. Aber es trifft mich nicht bis in's Innerste.
Aurora
-
Hallo,
ich will mal wieder ein wenig hier lassen...
Es ist nun klar und deutlich. Der Exmann trinkt wieder. Letzte Woche hatten wir ein Telefonat und er konnte seine Zunge nur noch schwer beherrschen
. 4 1/2 Jahre hat ausgehalten, so sehe ich das.Vorgestern hatten wir wieder ein Telefonat. Denn Dante und ich wollen nun ja ein eigenes Auto kaufen und ich wollte abklären, wie wir, also der Ex und ich, das handhaben. Ob wir eventuell seine Hälfte vom Auto übernehmen können. Da war der Ex soweit nüchtern. Und sofort hat er geredet.
Zugegeben, einen Rückfall zu haben. Ich hatte das Gefühl, er war richtig erleichtert, mit jemandem da so drüber reden zu können. Wir haben dann eine dreiviertel Stunde geredet. Schließlich bin ich Suchtgefährdeten-Helferin. So habe ich mich auch verhalten. Ihm Dinge klipp und klar gesagt. Ihm zugehört. Spiegel vorgehalten. Und so weiter. Er hat sich für das Gespräch bedankt
, sowas aber auch.Das wär früher nicht passiert. Da hatten wir eine ganz andere Gesprächskultur. Ich hätte im Sauffall gejammert, geheult, gezetert, ihm Vorwürfe gemacht aber auch versucht, ihn zum Aufhören zu zwingen. Das alles mache ich ja jetzt nicht, weil ich es nicht muss. Es ist sein Ding, was er macht, auch aus all dem, was ich ihm gesagt habe.
Er hat erzählt, wie es zu seinem Rückfall kam, aus seiner Sicht, und ich erkenne Muster. Es läuft schon immer wieder ähnlich ab, so wie auch hier die Alkoholiker es beschreiben! Es lohnt sich, auf sie zu hören und den Weg zu gehen, den sie letztendlich gegangen sind, um eine dauerhafte Trockenheit zu erreichen. Eine zufriedene Trockenheit. Die Grundbausteine haben durchaus ihre Berechtigung...
Und ich bin da raus aus dem Gespräch und es geht mir gut. Ich habe schon auch Gedanken, aber die sind schnell wieder weg. ich habe den nötigen Abstand zu all dem. Und ich merke schon, wie gewisse Co-Muster anspringen, aber ich kann sie stoppen, rausgehen. Puh, ein Glück! Denn - die Co-Muster sind da, unbestreitbar! Und sie zerren schon bissi...
Ich lebe jetzt hier wieder mein glückliches Aurora-Leben. Mit meinem Mann, der ein wahrer Schatz ist und mich in meinen Dingen unterstützt, der mich lieb hat, wie ich bin. Und unser neuestes Projekt heißt : Autochen. Aufregend, ich hatte noch nie ein wirklich eigenes. Es waren immer Exmanns Autos, irgendwie. Und dass ich nun da was Eigenes auf die Beine stelle, ist für mich der letzte Schritt der Ablösung...
Aurora
-
liebe aurora,
ZitatUnd ich bin da raus aus dem Gespräch und es geht mir gut. Ich habe schon auch Gedanken, aber die sind schnell wieder weg. ich habe den nötigen Abstand zu all dem. Und ich merke schon, wie gewisse Co-Muster anspringen, aber ich kann sie stoppen, rausgehen. Puh, ein Glück! Denn - die Co-Muster sind da, unbestreitbar! Und sie zerren schon bissi...
sei dir deinr co muster bewusst. gerade dadurch das er dein ex ist kann es auch bei dir leicht passieren, das du darauf anspringst. ein gespräch ist ok. dabei auch profi bleiben auch. aber du beschreibst es ja selbst das du anspringst. es ist und bleibt der ex und darum pass auf dich auf. ich würde meinen da auf nen andern profi hinverweisen und ihn nicht weiter diese beratungshilfen anbieten, wegen dieser befangenheit. eigenes autochen? geniale idee.....löse dich von ihm......auch wenns schwer fällt.gerade jetzt, wo du wohl doch so etwas da auf ihn anspringst.....lass das andere machen und nimm dich zurück, selbst wenn du beschreibst das dieses gespräch andere qualitäten hatte wie früher, denn genau das könnte eher dazu führen das du dich zu sehr darauf einlässt um ihn dann doch wieder helfen zu wollen.......ich wäre enorm vorsichtig in der hinsicht, weil du auch schon beschrieben hast das dich gewisse situationen triggern, heute noch.
pass bitte auf dich auf, dante kann dich einwenig unterstützen....lebt ihr zwei ein zufrindeses miteinander das ist wichtig....

lieben gruß melanie
-
Hallo,.
liebe Melanie, deine Bedenken haben ihre Berechtigung! Ich habe selbst seither schon viel nachdedacht.
Ich habe nach dem Telefonat meinen Exmann zufällig beim Einkaufen getroffen. Er war nüchtern und wir sind zusammen den Weg nach Hause gelaufen, haben uns unterhalten wegen der Autosache. Aber ich habe gemerkt, wie das alte Co-Muster an mir gezerrt hat.
Ich habe auf einmal ähnlich reagiert wie früher, wenn er nach einer Sauf-Phase erstmal wieder nüchtern war. Ich fing an, ihn zu drängen, überzeugen zu wollen... Da ging es wie ein Blitz durch mein Hirn. "Ey, was machst du da, meine Liebe
!" dachte ich. "Ey, hör auf, das geht ja gaaaanich!"Und ich stoppte (puh, ein Glück) und wir redeten über banale Dinge. Und ich weiß seitdem, ich halte mich da soweit raus. Ich muss mich raushalten! Ich habe ihm alles gesagt, was ich auch sagen würde, wenn mich jemand um ein Gespräch bittet. Bei diesem Telefonat. Und ich habe ihm gesagt, wenn was ist, kann er sich melden, ich habe Telefonnummern von Leuten, an die er sich dann wenden kann. Und das ist auch gut so, abgeben. Mehr würde nicht funktionieren.
Ich weiß das jetzt, hab es erkannt! Danke, dass du mich da auch nochmal darauf hingewiesen hast! So schnell kann's gehen, auch nach so langer Zeit...
Ich weiß auch, dass ich da in der Suchthilfe aufpassen muss. Das geht auch gut. Aber beim Ex bin ich irgendwie betroffen. Und ich sehe nun, ich lass es sein. Ich muss mich schützen, anders geht das nicht.
Aurora
-
Hallo,
wir haben es gemacht
! Wir haben gestern ein Auto gekauft!Ist das ein Gefühl. Das letzte Fitzelchen, was mich am Exmann festgehalten hat, ist somit auch weg. Ich brauche es nicht mehr!
Es waren so viele Ängste in mir, vor kurzer Zeit noch. Ängste, nicht selbst ein Auto finanzieren zu können. Ängste, die Verantwortumng alleine tragen zu müssen. Das ist alles Gestern. Heute ist, dass ich durchaus in der Lage bin, alles selbst zu managen. Zusammen mit Dante, klar!
!Der letzte Anstoß war sicher Exmanns Rückfall. Da ist mir ganz klar geworden, in welche Muster ich wieder reinrutsche. Und dass ich das nie mehr will. Nie mehr!
Ich habe auch mit dem Ex telefoniert, gestern abend. Ihm gesagt, dass wir nun ein Auto haben, nächste Woche wird es für uns fertig sein. Und dann hat er sein Auto für sich alleine. Er fing dann auch wieder an, seinen Rückfakll zu erklären und zu rechtfertigen. Ich dachte, bei ihm ist es auch wie früher. Wenn er nüchtern wurde, dann rechtfertigte er auch immer, verteilte die Schuld gleichmäßig auf verschiedene Menschen und Umstände. Aha... Ich hörte es mir kurz an, sagte kurz was. Er wollte weiter rechtfertigen, da habe ich ihn unterbrochen. Ihm gesagt, "ich habe Telefonnummern, da sind Menschen, die verstehen, was in dir vorgeht. Ich kann dir gerne die Nummern geben. Wenn du willst. Ich bin nicht in der Lage, dir eine angemessene Beraterin zu sein. Dazu bin ich zu dicht dran." Er war baff, dann hat er das Thema gewechselt und wir haben das Gespräch beendet.
Das fühlt sich gut an so, für mich. Alles fühlt sich gut an. Ich habe wieder einen großen Schritt machen können!"
Aurora
-
liebe aurora!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM NEUEN AUTO!
ja die ängste kenn ich auch, doch ihr beiden , du und dante packt das auch finanziell bestimmt! es ist ein symbol der freiheit und loslösung! irgendwie bekommt ihr das schon hin, da wird halt irgendwo gespart an ner anderen ecke, das geht schon.
ZitatDas fühlt sich gut an so, für mich. Alles fühlt sich gut an. Ich habe wieder einen großen Schritt machen können!
siehste, besser war das das so zu tun. ich bin beeindruckt!
viele leibe grüße melanie


-
Hallo,
liebe Melanie, vielen Dank für die Glückwünsche. Und die lieben Worte.
Ja, wir werden das schaffen. Und es fühlt sich gut an, jeden Tag besser! Es ist so frei, irgendwie. Ich habe einen ziemlichen Weg schon hinter mir. Und immer noch kommen neue Dinge dazu, die mich noch und noch weiter bringen und mich gut fühlen lassen. Ich kann immer besser und immer einfacher Verantwortung übernehmen. Für mich! Für andere konnte ich das schon immer gut. Nun bin ich dran! Ich bin endlich erwachsen geworden. Wurde ja auch Zeit
.Heute gibt es einen gemütlichen Sonnabend, wir wollen die Lichter an den Fenstern anbringen, und auf dem Balkon. Das ist dann immer so gemütlich, mit diesen Lichtlein. Irgendwie mag ich diese Jahreszeit auch...Und dann wird schön gekocht.
Morgen gehen wir in die Deutsche Oper, da gibt es ein Ballett. "Peer Gynt", ich bin gespannt. Die Musik davon ist jedenfalls schön, ich mag Edvard Grieg.
Ich bin froh, dass ich diese ganzen schönen Dinge machen kann, jetzt. Mich wohlfühhlen und freuen kann auf Dinge, Ereignisse.
Aurora
-
Hallo Aurora,
das hört sich toll an. Herzlichen Glückwunsch dafür.
LotteMotte
-
Hallo,
liebe Lottemotte, danke für die Glückwünsche! Ja, hört sich toll an, ist auch in echt toll.
Das Ballett war einfach schön. Das ganze Wochenende war schön. Wir haben unsere Lichter angebracht und gemütlich Gänsekeule gegessen. Und mal wieder, nach langer Zeit, abends einfach nur ferngesehen. Am Sonntag gab es Ausschlafen und ein ausgiebiges Frühstück. Dann Rumkramen und dann das Ballett. Als krönenden Abschluss, sozusagen.
Ich bin wieder eingetaucht in eine Welt aus Musik und schönem Tanz, in eine Traumwelt. Ich war ganz erfüllt, ich kann da sitzen und das erleben, neben mir mein Mann, ganz warm und vertraut. Wir sitzen da und genießen, was wir da sehen und hören. Das ist einfach schön.
Und die andere Seite...
Vorhin habe ich meinen Exmann angerufen, um ihm unsere Kontonummer mitzuteilen. Wohin er meinen Autoanteil überweisen soll. Er war stinke besoffen
. Ich bin heilfroh, dass ich da raus bin, heilfroh, dass ich auch das letzte Zipfelchen gekappt habe. Ich will das nicht mehr! Nie wieder sowas. Das Neue ist 1000 Mal besser! Das Genießen und leben, erleben. Das Leben und Lachen. Und Lieben.Aurora
-
Hallo Aurora,
ich freue mich, daß Du es geschafft hast aus der alten Beziehung auszusteigen und Dir etwas Neues aufzubauen. Daß Du den EX besoffen am Telefon erlebt hast zeigt, wie richtig Deine Entscheidung war. Es wird einen sicher dennoch nie ganz kalt lassen, wenn ein Mitmensch und auch der Ex nach wie vor vom Alk nicht loskommt, aber Du hast damit sogut wie nichts mehr zu tun, außer daß Du es wahrnimmst und dies irgendwo doch noch ein Gefühl hinterläßt Du bist für sein Alkoholproblem und sein Leben nicht verantwortlich. Hauptsache er war nicht zu besoffen um die Kontodaten richtig aufzuschreiben und hoffentlich überweist er das Geld demnächst.
Von der Peer Gynt Aufführung wurde überregional berichtet, muß wirklich gut gewesen sein.
-
hallo aurora,
das ist eben so. manche schaffen den absprung tatsächlich. da merkst du wie sehr sie sich bemühen sich ein sicheres alkoholfreies umfeld aufzubauen. sie geben offen und ehrlich zu, das sie krank sind, das sie ihr leben lang auf sich achten müssen, in dem wissen ein rückfall ist jEDERZEIT öglich auch nach jahren der abstinenz heisst es immer darauf zu achten. diesen menschen merk ich an, sie WOLLEN nie wieder vom alkohol abhängig sein und beschäftigen sich damit und sei es nur ab un zu mal in einem forum zu schreiben wie diesem hier.so wie dante, der sehr achtsam auf sich ist und sich echt klare gedanken dazu macht.
dann gibt es eben die anderen. deren bemühungen halbehrzig sind. sie expimentieren, begeben sich in grenzsituationen, sind sich darüber nicht einmal bewusst, das das was sie tun eben lebensgefährlich ist. rückfall vorprogramiert. ich seh das so sehr bei miener mutter dei emomentan wieder zeiten hat, da trinkt sich nichts und dann nach einigen wochen den absturz hat. leider ist das so und da kann keiner was tun nur eben die betroffenen selbst.
dieser abstand zu diesen menschen, seien sie vielleicht auch über lange zeit mal ohne alkohol ist wichtig. weis eben so ist, das sie nicht wirklich trocken sind.es sind die trinkpausen oft nach nem entzug, die können echt lange dauern und beim angehörigen meisst hoffnungen aufleben lassen das es so bleibt.das herauszufinden, schwer.
nun wie gesagt ich freu mich für dich enorm, das du selbst auch so auf dich acht gibst und da grenzen ziehen kannst. wer braucht das schon, so einen ex partner der eben schon wieder mit dem problem vor der türe steht und meint er könne anklopfen. ich freu mich sehr das du dich entschieden hast diese türe nicht auf zu machen. für ihn nur richtig das er sich die türe sucht wo ihm geöffnet wird wo ihm wirklich geholfen werden kann. sich einzugestehen ich kann das nicht ist da ja auch so schwer, gerade der co neigt dazu sich wichtig zu nehmen. da in dem bereich sind wir cos die letzten die helfen können. gut gemacht aurora und du fühlst ja wie die freude in die hochkommt indem du nein gesagt hast!
gruß melanie
-
Hallo,
lieber Rhein, liebe Melanie, erstmal vielen Dank für eure Beiträge.
Ich muss jetzt zur Arbeit hopsen, schreibe später mal was!Aurora
-
-
Hallo,
lieber Rhein, er bekommt die Daten alle schriftlich, dann werde ich sehen. Danke für deine Gedanken.
Liebe Melanie, ja, ich bin froh, mich abgrenzen zu können. Und ich wäre nicht mit Dante verheiratet, würde er es nicht so machen, wie er es macht. Denn das fühlt dich auch für mich alles richtig und gut an. Ich sehe, dass er sich und seine Sucht sehr ernst nimmt! Achtsam ist, aufmerksam, konsequent. Trotzdem genießen wir unser Leben in vollen Zügen. Das Eine schließt ja das Andere nicht aus. Danke auch für deine Gedanken!
Huhu Ayki, schön, dass du mich mal wieder hier in meinem Fädchen besucht hast! Ja, du hast Recht, ich bin für mich selbst verantwortlich, dafür, wie es mir geht. Und das nehme ich ziemlich ernst, inzwischen.
Aber nun lasse ich doch mal einiges hier, weil ich es wichtig und nachdenkenswert finde.
Ich bin seit 4 1/2 Jahren getrennt vom Ex. Inzwischen seit fast 7 Monaten wieder verheiratet, mit einem wunderbaren Mann! Ich habe ein schönes, zufriedenes Leben und einen ganz schönen Weg zurück gelegt. Ich habe mich ent-wickelt, aus meiner Coabhängigkeit. Sozusagen. Ich weiß, ich habe diese Muster in mir, aber ich weiß auch inzwischen, wie ich gut damit umgehen kann. Und vieles von den Mustern konnte ich schon umleiten in neue Muster. Und ich habe eine Therapie gemacht, auch die hat mich enorm weiterbringen können. Und natürlich, ganz wichtig für mich, ist der Austausch hier im Forum! Das ist Gold wert!
Mein Exmann ist nüchtern geworden, damals, als ich mich trennte. Ich habe also damals wieder den nüchternen Mann kennen gelernt. Und ich habe es geschafft, da eine gute Kommunikationsbasis aufzubauen, dass wir miteinander umgehen konnten wie Freunde, in etwa. Wir haben uns das Auto geteilt, sind zusammen zu den Kindern gefahren, haben uns unterhalten über verschiedene Belange, die so nach und nach auftauchten. Das war alles unkompliziert geworden. Er war klar im Kopf, soweit.
Und nun taucht wieder der alte Mann auf, ungewiss, wann er nüchtern ist, wann besoffen. Er lässt die alten Sprüche und Beteuerungen ab, verhält sich wie damals schon. Nass. Und als ich das merkte, ging auch in mir wieder vieles von den alten Mustern los! Obwohl der Abstand groß ist, ich ein völlig neues und anderes Leben führe, glücklich bin!
Es triggert was an in mir! Ich muss viel Energie aufbringen, da nicht in alte Dinge zu fallen. Teilweise ist mir das nicht gleich gelungen. Letztens, als ich ihn traf, da war er nüchtern, da habe ich zuerst so reagiert, wie ich es früher tat, wenn er aus dem Suff wieder auftauchte. Ich merkte das aber schnell, aber es hat mich schon erschrocken. So schnell geht das. Und als wir am Montag telefonierten und ich merkte, er hat wieder getrunken, da waren auch wieder die alten Gefühle da.
Da war erstmal die Starre in mir, "er hat es doch wieder getan, trotz aller Beteuerungen." Dann kam ein wenig die alte Wut, Enttäuschung hoch. Ich habe dann auch nur das Nötigste gesagt und dann das Gespräch beendet! Ich will das nicht mehr! Aber es hat mich schon erschüttert, wie schnell das alte Spiel wieder losgehen kann!
Und das, obwohl ich seit doch relativ langer Zeit da weg bin, getrennt bin, einen neuen Mann habe und ein glückliches Leben hier führe. Obwohl ich mir sehr bewusst bin über meine Muster. Ich habe gemerkt, es ist wirklich das beste, Abstand zu haben. Keinen Kontakt. Ich habe das auch abgebrochen, er bekommt, was er noch bekommen muss, in den Briefkasten gesteckt! Ich will nichts wissen, es ist mir egal, was er treibt. Natürlich höre ich noch ab und an wohl was über meine Kinder von ihm. Das ist aber auch alles.
Gestern abend z.B., da habe ich mit meiner Tochter telefoniert. Sie erzählte mir, dass ihr Vater sie angerufen hat. Da war er anscheinend auch nüchtern. Und er möchte sich verabreden, mit ihr. Aber sie will das nicht, es ist ihr zu blöd. Wie sie sagt. Kann ich verstehen. Sie findet es einfach zu unsicher, wie er da auftaucht, obwohl ich ihr sagte, sie könne ihn dann guten Gewissen rauskomplimentieren. Wenn er betrunken da auftaucht. Aber sie will das Risiko nicht eingehen.
Nun gut, sie weiß, sie kann mich jederzeit anrufen, mich fragen. Unterstützung bekommen. Aber das ist das Einzige, was mich noch verbinden soll. Solange er trinkt, gehört er nicht in mein Leben. Nicht mal annährungsweise. Weil ich einfach nicht 100%tig sicher bin, dass ich damit in einem für mich vernünftigen Rahmen damit umgehen kann. Weil ich mir mein Leben, das ich jetzt habe, einfach nicht kaputt machen will. Weil ich Dante sehr liebe. Ich bin froh, dass ich ihn habe, dass wir darüber reden können, dass er mich unterstützt und versteht, worum es mir geht.
Das wollte ich einfach mal hierlassen. Abstand zu nassen Alkoholikern, vor allem, wenn sie einem irgendwo schon nahe stehen, ist für Cos die einzige Möglichkeit, ein ruhiges Leben führen zu können. Das habe ich mal wieder am eigenen Leib erfahren, gerade. Und es ist gut, dass ich so weit schon bin, das zu erkennen, zu realisieren und dagegen sofort was machen zu können.
Aurora
-
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!