Beiträge von maria44

    Hallo Soschi,

    Das hast du bei Yvonne geschrieben

    Zitat

    Ich trinke wieder - heimlich - um meinen Mann keine Sorgen zu machen, und hab das Gefühl, ich schaffs nicht.

    Dein Mann wird ja früher oder später merken dass du ja wieder trinkst, was denkst du, wie sich dein Mann dann fühlt?
    Ist es denn nicht besser ihm die Wahrheit zu sagen und sich jede Hilfe zu holen die es gibt?

    willst du weiter trinken?

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    ich versuche es jetzt einfach das zu schreiben was ich drunter verstehe, ohne psychologischen Hintergrund weil ich mich damit sowieso nicht auskenne.

    Es geht im Grunde genommen nicht um die Hausarbeit, weil die kannst du schlichtweg liegen lassen, klar das die ja erledigt werden muss aber dieses muss macht dich eventuell schon krank sozusagen.

    Unter Belastung verstehe ich aber auch deine Lebenssituation die du in vorherigen Beiträgen beschrieben hast.

    Zitat

    Mein Therapeut hat mir angeraten Urlaub zu machen, oder zumindest einige Dinge aufzuschieben, bis ich wieder mit mir im Reinen bin. Vielleicht will ich in kurzer Zeit zuviel auf einmal erreichen, ich sollte mich erstmal auf meine Trockenheit, meinen Sohn und meine Zukunft kümmern - was meiner Meinung nach eh schon ein großer Brocken ist.

    Der größte Brocken meiner Meinung nach, und was du aber immer noch nicht in Angriff genommen hast, wenn ich das richtig verstehe.

    Ich würde jetzt sagen erstmal meine Trockenheit und mein Sohn, ich will so stabil werden das mich nicht jede Situation oder besser gesagt keine Situation aus der Bahn wirft(anfangen wieder zu saufen), ob das Arbeit ist, Stress, Streit, das Finanzielle oder eben Flaschen in dem Regal.
    Bin ich stabil genug kümmere ich mich um die Zukunft, na ja so war es bei mir zumindest, ein Schritt nach dem anderen und nicht alles auf einmal.

    Ich weiß aber auch nicht ob ich das was du geschrieben hast richtig verstanden habe.

    LG
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    Zitat

    Im Grunde bin ich ja vor mir selbst davongerannt

    Mag ja sein dass du so ein Gefühl hast, auch ich bin dann in solchen Situationen vor mir selbst davongerannt wenn du das so siehst.

    Nach dem ich nüchtern wurde arbeitete mein Gehirn auf Hochtouren, schließlich geht es ja um mein Leben um eine tödlich verlaufende Suchtkrankheit und ich bin die jenige die sie zum stoppen bringen muss, wenn ich noch leben will.

    Solche Situationen wie zum Beispiel im Geschäft, verlangten von mir sehr viel Selbstdisziplin, Konsequenz und Kraft, es war eben harte Arbeit an mir selbst und das hat sich gelohnt.
    Heute sag ich: ich habe mir, mit sehr viel Hilfe von diesem Forum (allerdings im geschütztem Rahmen) meine Trockenheit selbst hart erarbeitet, sie wurde mir nicht in den Schoss gelegt, deswegen ist sie für mich außer natürlich meinem Sohn das wertvollste was ich hab.

    Heute betreibe ich Risikominimierung, es geht aber dabei nicht mehr um Flaschen in den Regalen.

    Meine innere Einstellung zum Alkohol hast sich mit der Zeit verändert, Partys, Diskos, Feierlichkeiten oder sonst was mit Alkohol, kommen für mich nicht in Frage, es ist auf einer Seite Risikominimierung, andererseits aber auch die tiefste Überzeugung dass Alkohol, kein Genussmittel sondern eine giftige, krankmachende Substanz ist, die durch Industrie, in den unterschiedlichen Ausführungen (aufzählen brauch ich ja nicht) versteckt wird.
    Risikominimierung deshalb weil ich Suchtkrank bin und bleiben werde für den Rest meines Lebens, ich bekämpfe meine Suchtkrankheit nicht, laufe nicht weg.
    Ich ignoriere sie nicht, habe sie angenommen und lebe mir ihr und bin Dankbar dass ich dieses leben habe, so wie es halt ist.

    Wünsche dir weiterhin viel Kraft und ein trockenes, ruhiges Wochenende.

    Gruß
    Maria

    Hallo Kaleu und Manfred,

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    Ich hab zum Beispiel das Bedürfnis nach Begrüßung und Verabschiedung in einem Post. Nicht immer, aber besonders zu Beginn


    und

    Zitat

    Weil es in Webforen eigentlich unüblich ist und das jeder mit sich selbst ausmachen kann.


    Ich habe ein Bedürfnis meine Gedanken zu diesem Thema zu schreiben.

    Viele Mitglieder sehen dieses Forum vielleicht nur als eine weitere Internetplattform.

    Es gibt hier aber auch einige Mitglieder ich gehöre zu dieser Gruppe die dieses Forum als SHG nützten.
    Und in den realen SHG ist das denke ich auch so üblich, dass man sich ja Begrüßt oder Verabschiedet.

    Also schaden kann es nicht.

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    Kopf hoch du hast das ja gut gemacht, ich bin nur in Geschäfte einkaufen gegangen, die ich fast auswendig kannte, ich wusste wo was steht, brauchte nicht suchen, und konnte auch so die Regale mit Alkohol meiden, wichtig war ja auch das an der Kasse kein Alkohol stand. Wenn ich mich schlecht fühlte hab ich genau wie du das Weite gesucht.
    Die Kiosks oder Tankstellen an den Wochenenden, spät Abends, oder Feiertagen waren für mich persönlich zu, ich habe besonders darauf geachtet dass mir nichts fehlt, wenn die Geschäfte nicht mehr auf haben.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld!

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    schön dass du dich meldest!

    Zitat

    Zuhause bin ich aber runter vom Gas, was habe ich von einer blitzblanken Wohnung wenn dabei meine Nerven blank liegen? Ich mach das Nötigste was ich schaffen kann, der Rest muß liegen bleiben oder ich bekomme endlich eine Putzfrau


    Ja genau schön mit der Ruhe, die Hausarbeit die läuft ja auch nicht weg, die ist irgendwo immer da.

    Über Medikamente kann ich nichts sagen aber wenn das ja mit dem Arzt abgeschprochen ist, dann wird das wohl nötig sein.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Geduld!

    Gruß
    Maria

    Hallo Kaleu,

    gut dass du es gemacht hast jeder sucht sich die Hilfe die er/sie braucht.

    So nebenbei, sind wir aber ja auch echte Menschen, nur hinter dem Bildschirm, und ernst genommen wirst du in diesem Forum ja auch.


    Ich habe Jahre lang im Selbstmitleid gebadet das tust du jetzt auch, ich weiß das hilft dir im Moment nicht weiter aber du bist ja nicht der einzige der alleine ist oder alleinerziehend ist, und die Verantwortung übernehmen muss, das wird dir ja auch keiner abnehmen. Ob Frau oder Mann das spielt ja keine Rolle.

    Gruß
    Maria

    Hallo Franky,

    ich noch mal, mir ist noch etwas eingefallen, du weiß ja wahrscheinlich auch, dass heutzutage Menschen die Arbeit verlieren, ohne das sie am Saufen sind oder was anderes getan haben.
    Du muss ja für dich trocken werden wollen, nicht für die Arbeit oder sonnst was.

    Gruß
    Maria

    Hallo Franky,

    eventuell befindest du dich jetzt in dieser Anfangseuphorie so ein Gefühl beim lesen hab ich zumindest, die möchte ich dir natürlich nicht nehmen, aber bleib wachsam und achte auf deine Gedanken, verstärkt auch, wenn die Euphorie vergeht.

    Bis jetzt hat dich die Angst um dein Arbeitsplatz vom saufen auch nicht abgehalten, welche Hilfe, Therapie du annimmst liegt ja bei dir(Hauptsache du nimmst die ja auch wirklich an!), ich bin der Meinung dass die beste Therapie oder auch andere Art der Hilfe nicht viel nützt wenn die Motivation, der feste Wille und die innere Überzeugung fehlt.

    Bleib am Ball und ich wünsche dir viel Kraft und vor allem auch Geduld!

    trockene 24h

    Gruß
    Maria

    Hallo Emma,

    Zitat

    doch die letzten 5 Wochen sollten doch allen gezeigt haben dass ich den willen habe und dass ich es auch schaffen kann.


    War das jetzt so was wie ein Guter Vorsatz für das neue Jahr? oder

    wolltest du allen nur zeigen dass du aufhören kannst zu trinken wenn du willst?

    Unterstützung habe ich von meinem Unfeld nicht erwartet, zu oft habe ich schon gesagt „ab heute trinke ich nicht“ es hat aber nicht sehr lange gedauert bis ich wieder gesoffen habe.
    Das einzige was ich erwartet habe oder besser gesagt verlangt habe war ein Alkoholfreies zu Hause mehr nicht.

    Das Vertrauen war weg, und das wusste ich auch, nur durch meine Taten und nicht Worte habe ich wieder das Vertrauen gewinnen können und bis heute immer noch nicht 100%, die Wunden sind tief.

    Ich kann deine Mitmenschen verstehen.

    Gruß
    Maria

    Hallo,

    Und das ist schon meiner Meinung krank.

    Zitat

    Auf Feiern trinken Menschen ohne Alkoholproblem, um gelassener und fröhlicher zu werden. Am Abend trinken Menschen ohne Alkoholproblem, um zu entspannen.


    Ein selbstbewusster, starker, gesunder Mensch, der richtig funktioniert, braucht kein Alkohol um gelassen, fröhlich oder mutig zu sein, braucht auch kein Alkohol um zu entspannen, braucht überhaupt kein Alkohol.

    Kinder und Jugendliche brauchen kein Alkohol, aber sie lernen, lernen von Erwachsenen. Heute lerne ich von meinem Sohn, er kann entspannen, er kann fröhlich sein, und kann lachen, er kann wütend sein und kann weinen, er hat Freunde und Interessen und das alles ohne Alkohol.
    Ich konnte das alles nicht ich brauchte Alkohol weil so hab ich es gelernt, von Erwachsenen.

    Es fängt beim Lachen oder entspannen an, und endet nicht selten, beim Alkoholismus.


    So meine Gedanken

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    auch ich kann nicht behaupten dass es bei mir alles nur gut ist, am Anfang meiner Trockenheit war es sehr schwer und jetzt ist auch nicht immer alles gut.
    Da ich alleinerziehend bind liegt die ganze Verantwortung bei mir, ob es das Finanzielle ist oder für meinen Sohn da zu sein, Entscheidungen abwiegen und treffen, und, und, und….
    Solche Phasen dass es mir schlecht geht, müde bin, Zukunftsängste habe, angespannt und nervös bin, hab ich ja auch.
    Bei mir zumindest kommt es oft dazu, wenn ich nicht weiß wie und ob ich etwas schaffe viel dreht sich dabei um das finanzielle aber auch um das gesundheitliche.
    Das sind aber nur Momente, ich arbeite an mir, suche nach Lösungen, und freue mich wenn ich den Weg gefunden habe der unlösbar erschien.
    Nur ohne Alkohol bin ich in der Lage diese Wege zu finden, und ich bin Dankbar dass ich nicht trinken muss.

    Trockene 24h wünsche ich Dir

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    ich freue mich, dass es dir wieder besser geht!

    Zitat

    will nicht mehr alleine kämpfen!

    Du hast ja irgendwo geschrieben ein Jahr Trockenheit mit zwei Rückfällen beide in Stress Situationen.

    Zitat

    Zum Glück hatten wir keinen Alkohol zuhause und mein LG war mit seinen Kumpels unterwegs, so war ich nicht massiv gefährdet.
    Ich muß aber zugeben, hätte ich "Stoff" zuhause gehabt wäre ich in eine brenzlige Lage gekommen!

    Es geht immer so weiter und ich frage mich (wünsche dir natürlich nicht) wie lange das noch gut geht, für mich persönlich ist das ja nur aushalten und trotz dass Du LG hast, bist du alleine.

    Zitat

    So kann es nicht weitergehen, ich brauche um erfolgreich zu bleiben mehr Ruhe, wenigstens zuhause will ich Sicherheit und Frieden


    Was hat sich bei dir geändert seit dem letzten Rückfall? und wie soll es denn weitergehen?

    Zitat

    aber ich hatte die Hoffnung solange durchzuhalten, bis mein Sohn aus dem gröbsten raus ist..


    Das ist noch eine lange Zeit!

    Wünsche dir trockene 24h

    Gruß
    Maria

    Hallo Sandy,

    ich kann ja nur für mich sprechen, und ob es ungewöhnlich ist auch nachts zu trinken? Ich denke nein zumindest mit der Zeit.
    Ich wollte den steigenden Konsum beschreiben weil es bei mir nicht immer so war. Es gab Zeit da habe ich am Abend gesoffen und dann durchgeschlafen, ich wusste zwar oft nicht was am vorherigem Tag passiert ist „Blackout“ aber ich musste nachts nicht trinken.
    Mit der Zeit aber brauchte mein Körper immer mehr Alkohol und das hatte dann nichts mit wollen zu tun sondern mit Entzug, sobald mein Körper zu wenig Alkohol hatte kamen auch Entzugssymptome, dann habe ich wieder gesoffen um die zu lindern.

    „Normal“ ist das ja, denke ich bei Alkoholismus, aber auch schon tief unten

    Zitat

    Das haut doch irgendwann den stärksten Körper um. Macht mir zumindest Angst. Und er sieht auch nicht gesund dabei aus.


    Ja das tut es auch, und manche finden leider den Weg nicht.
    deswegen wird ja hier geschrieben dass Alkoholismus eine tödlich verlaufende Krankheit ist wenn man sie nicht zum stoppen bringt.

    Sandy ich wünsche Dir auf deinem Weg alles Gute!!!

    Gruß
    Maria

    Hallo Pittchien,

    ich habe am Anfang nur, an Heute gedacht und manchmal nur in Stunden, wenn ein Tag zu lang für mich war.
    Ich habe an dieses „nie wieder“ überhaupt nicht gedacht, und tue ich bis heute nicht, ich denke da setzt man sich unnötig unter Druck.
    Sehr wichtig war für mich die Erkenntnis dass ich Alkoholkrank bin, dass ich eine Unheilbare Suchtkrankheit habe die ich stoppen kann aber nicht heilen.

    Stoppen in dem ich an mir und meiner Trockenheit arbeite, ich gehe in meiner Trockenheit nach vorne langsam aber ich gehe, ich bleibe nicht stehen, oder ich gehe nicht ein Schritt nach vorne, zwei aber zurück, weil das bringt mir nichts. Wenn ich zum Alkohol greifen würde gehe ich zurück dahin wo ich schon mal war, ganz unten.


    Wünsche dir trockene 24h

    Gruß
    Maria

    Hallo Murmeltier,

    Zitat

    Die andere Seite ist aber, dass ich mit meinem Sohn dieses Wochenende vorsichtig gesprochen habe und der sehr an meinem LG hängt, und auch sein Zimmer, seine Umgebung etc. nicht aufgeben möchte. Wir haben beide geweint - ich war nach dem Gespräch noch unentschlossener als bevor.

    Hier kann mitfühlen, bei meinem Sohn war es ja nicht anders, besonders mit seiner Umgebung, Schule, Freunde, und der Wohnort.
    Die Trennung war nicht zu verhindern und wenn es nur nach mir gehen würde, würde ich auch wo anders ziehen.

    Mein Sohn hat aber keine Schuld an meiner kapputen Ehe und meinem verkorksten Leben, also nach vielen Gesprächen haben wir gemeinsam entschieden in dem Ort zu bleiben, paar Strassen weiter eine Wohnung gefunden und fertig, da ich keine Angst vor dem Ex habe und ja auch mein Arbeitsplatz in der Nähe ist, ist das auch Ok für mich, ich bin mein Leben lang immer von etwas weg gelaufen diesmal nicht, und meinem Kind geht es gut.

    Wünsche dir trockene 24h

    Gruß
    Maria