Hallo Murmeltier,
Zitat
Im Grunde bin ich ja vor mir selbst davongerannt
Mag ja sein dass du so ein Gefühl hast, auch ich bin dann in solchen Situationen vor mir selbst davongerannt wenn du das so siehst.
Nach dem ich nüchtern wurde arbeitete mein Gehirn auf Hochtouren, schließlich geht es ja um mein Leben um eine tödlich verlaufende Suchtkrankheit und ich bin die jenige die sie zum stoppen bringen muss, wenn ich noch leben will.
Solche Situationen wie zum Beispiel im Geschäft, verlangten von mir sehr viel Selbstdisziplin, Konsequenz und Kraft, es war eben harte Arbeit an mir selbst und das hat sich gelohnt.
Heute sag ich: ich habe mir, mit sehr viel Hilfe von diesem Forum (allerdings im geschütztem Rahmen) meine Trockenheit selbst hart erarbeitet, sie wurde mir nicht in den Schoss gelegt, deswegen ist sie für mich außer natürlich meinem Sohn das wertvollste was ich hab.
Heute betreibe ich Risikominimierung, es geht aber dabei nicht mehr um Flaschen in den Regalen.
Meine innere Einstellung zum Alkohol hast sich mit der Zeit verändert, Partys, Diskos, Feierlichkeiten oder sonst was mit Alkohol, kommen für mich nicht in Frage, es ist auf einer Seite Risikominimierung, andererseits aber auch die tiefste Überzeugung dass Alkohol, kein Genussmittel sondern eine giftige, krankmachende Substanz ist, die durch Industrie, in den unterschiedlichen Ausführungen (aufzählen brauch ich ja nicht) versteckt wird.
Risikominimierung deshalb weil ich Suchtkrank bin und bleiben werde für den Rest meines Lebens, ich bekämpfe meine Suchtkrankheit nicht, laufe nicht weg.
Ich ignoriere sie nicht, habe sie angenommen und lebe mir ihr und bin Dankbar dass ich dieses leben habe, so wie es halt ist.
Wünsche dir weiterhin viel Kraft und ein trockenes, ruhiges Wochenende.
Gruß
Maria