Beiträge von Morgenröte

    Danke fürs Trennen :D

    Was mich auch beschäftigt, ob wir tatsächlich die Suchtgene erben oder ob unsere Prägung/Erziehung u. z. B. daraus resultierender Stress (kann viele Formen haben) uns zu Süchten führt?

    Meine Schwester ist nämlich das Gegenteil von mir, weder trinke noch rauche ich, meine Schwester raucht sehr viel und trinkt auch Alkohol, mal mehr mal weniger. Da sie noch zuhause wohnt, hat sie letztens zu mir gemeint, dass sie aufpassen muss und nicht auch anfängt sich mit Alkohl wegzukippen, weil man das zuhause ja nicht aushalten würde.

    Hallo Rina,

    ich denke mit den Geschenken möchte er dir nur eine Freude machen, ich bin auch als Kind immer übermäßig beschenkt worden und auch heute bekomme ich auch einfach mal ohne Grund was mitgebracht von meiner Mutter. Ich denke einfach das sie mir in dem Moment eine Freude machen möchte und mehr nicht. Sie haben ja immer zwei Gesichter und einmal kommt das normale, also das unserer Eltern ohne Krankheit zu Tage und dann eben wieder mit Krankheit. Vielleicht kannst du es irgendwie als zwei Personen in einem Menschen deuten und so dann auch reagieren. Ich hoffe jetzt, dass ich das nicht falsch sehe, aber so erkläre ich mir das. Ich akzeptiere die guten Tagen meiner Mutter und wenn sie mal schlechte hat, dann distanziere ich mich wieder. Aber ich behalte immer eine Grundskepsis, damit ich hinterher nicht wieder enttäuscht bin.

    Ich wünsch dir trotzdem einen schönen Tag.

    Hallo Löwenherz,

    ich sehe es auch so wie du, mütterlicherseits gibt es bei uns auch einige Alkoholkranke, teilweise sind sie schon daran gestorben. Jeder weiß es und jeder schweigt, man tuschelt dann lieber hinter dem Rücken weiter.

    Ich selbst habe vor einiger Zeit einen Bericht gesehen, wo es auch erwähnt wurde, dass sich die Verhaltensweise der Eltern auf die Kinder übertragen. Da ich auf jeden Fall Kinder möchte, möchte ich es anders machen und möchte nicht meine Verhaltensweise auf sie übertragen. Sie sollen mal gefestigt im Leben stehen. Ich mache es also einerseits für mich und andererseits für die Generationen nach mir (wenn man das so sagen mag).

    Auch heute ist wieder ein wunderschöner Tag, so langsam werden mir immer mehr Verhaltensweisen an mir klar, teilweise erschreckend und wiederum aber auch befreiend, vor allem wenn man eine Erklärung dafür hat, warum man in diesem Fall so gehandelt hat. Ich kann jetzt mit einigen Sachen viel besser umgehen. Wenn mich mein Freund wieder unbeabsichtigt nervt, dann sag ich das und das er mich dann doch bitte in Ruhe lassen soll und seitdem bekomme ich keine unkontrollierten Wutanfälle mehr. Früher war ich dann einfach sauer, ohne das ich ihm überhaupt die Chance gegeben habe, mich in Ruhe zu lassen.

    Danke liebe Weitsicht für die lieben Worte.

    Ich glaube dieses Jahr wir ein besonderes Jahr für mich sein und ich werde zum ersten mal über mich hinaus wachsen. Zufälligerweise habe ich bemerkt, dass ich alle meine Vorsätze für das Jahr 2009 umgesetzt habe und am umsetzen bin. Mir kommt es so vor, als wäre ich aufgewacht und hätte einen sehr langen Traum geträumt. Ich habe alles gemacht ohne mir je einen Gedanken darüber zu machen. Ich habe meinen Job gemacht, obwohl er mir keinen Spaß macht, jetzt orientiere ich mich um und mache nebenher eine neue Ausbildung u. habe dafür meine Arbeitszeit verkürzt. Dann fliege ich zum erstenmal für eine Woche mit meinem Freund in den Urlaub u. dann fange ich noch die Therapie an. Und obwohl die Umsetzung von allem extrem schwer für mich war, fühle ich mich erleichtert und freue mich sogar darüber.

    von daher: ich glaube nicht, daß du kein einfühlungsvermögen hast,

    Zitat

    sondern daß du die verbindung gekappt hast.
    & ich weiß, daß diese lücke überbrückbar ist.

    Hallo Graffiti, damit magst du tatsächlich recht haben.

    Zitat

    noch etwas ist mir eingefallen ... kenne ich von mir, aber nicht nur von mir:
    auf der suche nach & gleichzeitig auf der flucht vor nähe - wenn der mensch kommt, der die mauern überklettern oder unterlaufen kann, dann kommt die affenliebe.

    die ganze liebessehnsucht konzentriert sich dann auf diesen menschen.


    Das ist bei mir auch so, mein Freund sagt dann immer zur mir, das er von meiner Liebe erdrückt wird.

    Zitat

    Als EKA bin ich eine prima Arbeitnehmerin! Ich nehme mir gerne und viel und viel zu viel Arbeit und Verantwortung, denn ich mache es lieber selber, als daß es nicht oder vermeintlich nicht so gut gemacht wird, wie ich es schnell und gut und überhaupt mache...!


    Das ist bei mir auch so, lieber mache ich es selber, weil ich dann weiß, dass es sehr gut erledigt wird. Manchmal mache ich auch mehr, als nötig ist. Ich bin dann lieber innerlich gestresst, als das ich mal einen Gang runterschraube. Und selbst wenn ich mal einen Gang runterschraube, hänge ich mich noch zu sehr rein.

    Hallo,

    ich finde das mal ein sehr gutes Thema und möchte mich auch daran beteiligen.

    Mir fehlt Empathie, ich habe einfach kein Einfühlungsvermögen. Wenn mir jetzt jemand Bekanntes sagen würde, dass er sterbenskrank wäre, dann könnte ich zwar sagen, dass es mir leid tut aber fühlen würde ich das nicht.
    Schüchternheit und mangelndes Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen wären auch noch ein Merkmal. Schüchternheit in alltäglichen Situationen z. B. wenn man auf einer Party neue Leute kennenlernt, dass man sich dort nicht traut etwas zu sagen - geht soweit, dass man einen Klos im Hals hat u. wenn man was sagt, dann zittert die Stimme u. man wäre am liebsten gar nicht da.

    Hallo Ihr Beiden,

    wollte mich auch gleich für die liebe Unterstützung bedanken u. das ihr mich ermutigt habt. Normalerweise hätte ich mich nämlich vor dem Arztbesuch gedrückt und wieder Ausreden gefunden, aber so habt ihr mir gut zugeredet und ich habe es geschafft.

    Komischerweise kam ich mir tatsächlich ertapt vor, als würde ich was Verbotenes machen. Das zeigt nur mal wieder, dass es die richtige Entscheidung war sich Hilfe zu holen.
    Seitdem es mein engster Freundeskreis weiß, kann ich mit ihnen viel unbeschwerter umgehen und auch offener sein. Manche kenne ich schon 5 Jahre und soviel wie in letzter Zeit, habe ich noch nie mit ihnen gesprochen und dabei geht es nicht mal um meine Mutter. Das war ein sehr schwerer Schritt für mich, aber hat mich doch um einiges weiter gebracht.

    Meine Mutter nennt solche Dinge immer Notlügen, ich neige auch dazu, aber versuche es zu ändern.

    Das Gespräch mit meiner Hausärztin habe ich dann doch überlebt :D War auch gar nicht schlimm, obwohl ich im Wartezimmer vor Nervosität sicherlich 1000 Tode gestorben bin. Habe auch schon gleich einen Termin bei einer Therapeutin ausgemacht und diesen habe ich in 8 Wochen, freu mich schon richtig drauf.
    Mir fiel es zwar schwer, darüber zu reden, aber ich habe auch gemerkt, dass es mir gut tut, darüber zu sprechen, dann fühle ich mich total befreit und hatte einen schönen Nachmittag. Die Energie hält sogar heute noch an.

    Zitat von Löwenherz

    :) ...ist er schon ganz strubbelig?

    Liebe Grüße, Löwenherzchen.

    Ja ganz durchgeknautscht, wobei wenn es nach ihm ginge könnte man ihn 24 Std. täglich knuddeln.

    Wünsch dir einen wunderschönen Tag, hoffe du hast heute morgen beim Joggen schönes Wetter.

    Hallo Julia,

    du kannst ja schon stolz auf dich sein, dass du ihr die Stirn gezeigt hast, das ist doch schonmal ein guter Anfang.
    Das gleiche Problem habe ich auch, allerdings kann ich mich erst durchsetzen, wenn ich wütend bin oder wenn ich etwas unbedingt möchte. Beides kommt natürlich sogut wie nie vor und ich ziehe immer den Kürzeren. Bei mir ist das wirklich schlimm und meistens möchte ich dann unsichtbar sein. Ich akzeptiere dann viele Dinge und rege mich innerlich über mich selber auf, dass ich nicht aus meiner Haut raus kann.

    Meistens rege ich mich dann auch nicht mehr über die Sache ansich auf, sondern nur noch über mich :roll: Bei mir ist das mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen und evtl. noch etwas. Ich glaube mit Schüchternheit hat das nichts mehr zu tun, zumindest bei mir nicht, es ist schon tiefer verwurzelt. Ich war als Kind schon so und habe mir immer alles gefallen lassen.
    Einen Tip was man dagegen tun kann, kann ich dir auch nicht geben, außer das man sich Hilfe holt.

    Hallo Löwenherz,

    ich habe einen Schäferhund-Mix aus dem Tierheim, seitdem ich ihn habe muss ich an die frische Luft, ansonsten müsste ich mich schon sehr anstrengen freiwillig an die frische Luft zu gehen. Ansich ist es auch nicht mal schlecht, weil er mich im Prinzip zu Kontakten "zwingt" sei es mit anderen Hundehaltern oder sonstige Dinge, die ich ohne Hund nie machen würde. Normalerweise würde ich da eher die Couch vorziehen, so unternehmen wir aber viel zusammen.

    Du bekommst meinen vollen Respekt das du morgens joggen gehst, dazu gehört viel Disziplin. Rehe und Füchse sehen wir auch immer, besonders jetzt wo es wärmer wird sieht man wieder viele Waldtiere.

    Hallo Esme,

    bei soviel Mutmachen, kann es ja nur klappen. Danke für die aufmunternden und lieben Worte.

    Du sprichst was an, was es mir wahrscheinlich auch so schwer macht und zwar ist es wie bei dir, wenn meine Mutter "nichts" getrunken hat, dann ist sie ein wirklich sehr lieber Mensch. Hatte sie dann mal so einen Tag und ich sehe sie Tage später wieder "krank", dann bedrückt mich das immer total.
    Sobald ich heute dann die Adresse vom Therapeuten habe, werde ich sofort einen Termin ausmachen und ich glaub, ich freu mich sogar drauf, auch wenn ich noch etwas nervös bin.
    Zum Glück hast du RDS überstanden, das stelle ich mir doch sehr schlimm vor, besonders beeinträchtigt es doch das eigene Leben sehr.

    Hallo Löwenherz,

    na das hört sich doch klasse an und wenn man so ein schönes Wochenende hatte, dann kann die Woche nur weiter so gut laufen.
    Sport macht wirklich Spaß, ich merke das immer, wenn ich nach der Arbeit schön lange Spaziergänge mit meinem Hund unternehme, man kann die Natur genießen, hat danach den Kopf frei und die frische Luft ist herrlich. Schön das du Sport wieder regelmäßig machst, es ist auch mal schön etwas für sich selber zu tun.

    Den Satz deiner Beraterin über deine Schwester finde ich treffend, aber soweit hätte ich jetzt auch nicht gedacht.

    Wünsch dir noch einen ganz schönen Tag.

    Hallo Löwenherz,

    danke Dir für die lieben Worte, die bauen mich richtig auf und nehmen mir ein wenig von meiner Aufregung. Ich denke, wenn ihr das geschafft habt, schaffe ich das auch u. der erste Schritt wird wohl immer der schwerste sein. Ich weiß zwar noch gar nicht wirklich was ich sagen soll, habe mir zwar schon meine Gedanken gemacht, aber das wird schon klappen.

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deine Antwort, es tut gut zu lesen, dass dir die Therapie gut getan hat. Irgendwie bin ich sehr aufgeregt auf den heutigen Arzttermin, weil ich immer denke, dass es anderen Menschen sicherlich schlimmer geht, dann bin ich fast kurz davor mich zu drücken. Das kommt aber daher, weil ich jetzt ein paar Tage Urlaub hatte und mir es sehr gut geht, bis ich dann wieder einen Tiefpunkt habe. Ich werde mich aber trotzdem davor nicht drücken und das durchziehen, es kann nämlich nur besser werden.
    Finde ich wirklich bemerkenswert das du eine Therapie machst, dazu gehört dann doch sehr viel Mut. Schade das deine Eltern darüber lachen, dabei ist das doch wirklich wichtig für dich u. für unsere Eltern wäre das ansich auch ein wichtiger Schritt, nun gut das ist aber ein anderes Thema. Ich werde es meinen Eltern glaub ich gar nicht sagen, keine Ahnung.

    Das Forum tut mir ehrlich gesagt richtig gut (dankeschön an alle die immer so fleißig hier schreiben), mir gehts heute auch gut und deshalb habe ich gestern beschlossen, mir Hilfe zu holen. Außerdem ist es nicht normal, dass man die ganze Zeit mit Bauchschmerzen rumläuft, weil mir der Gesundheitszustand meiner Mutter auf den Magen schlägt. Für Montag habe ich jetzt einen Termin bei meinem Hausarzt u. dieser soll mir eine Überweisung für einen Therapeuten geben. Mein Freund war auch total von der Idee überzeugt und begeistert u. hat gemeint, dass ich das schon länger hätte in Angriff nehmen sollen. Aber ich schiebe das halt mal wieder vor mir her, da es mir aber nicht besser geht, kann man es so auch nicht lassen und vor allem will ich an mir und meinen Gemütszuständen arbeiten.

    Wünsche allen noch einen schönen Tag!

    Ach Johanna, merkst du es nicht, du gehst selber daran kaputt, ist es das wirklich wert?! Deine Kleine braucht eine Mutter und zwar eine gesunde Mutter. Du kannst deine Mutter nicht retten, sie kann sich nur selbst retten und wenn sie das nicht möchte, musst du das akzeptieren.
    Klar sollte man als Familie zusammenhalten, aber meistens unterstützt man ja den alkoholkranken Familienangehörigen gerade damit u. weshalb sollte er dann aufhören. Weshalb sollten unsere Mütter aufhören, wenn doch alles so wie immer läuft? Manche Menschen müssen erst ganz tief unten sein, um ihre Krankheit zu begreifen. Wir werden zuschauen müssen, evtl. sogar solange bis sie daran sterben werden und meine wird es, früher oder später, aber was wir nicht müssen, auch unser Leben aufgeben. Sei für deine Kleine eine gute Mutter und kümmere dich um sie, deiner Mutter kannst du nicht helfen. Und ja es geht alles kaputt, aber ganz sicher nicht unser Leben, kämpfe für dein Leben.