Hallo Peter,
Danke, dass Du uns Deinen Weg beschreibst. Liebe Grüße, zerfreila.
Hallo Peter,
Danke, dass Du uns Deinen Weg beschreibst. Liebe Grüße, zerfreila.
Hallo Trauerkloß,
Du hattest vor etwa einem Monat hier dieses Thema eröffnet, aber auf die zahlreichen Beiträge nicht reagiert.
Das Thema ist sehr aktuell, täglich kommt es infolge Alkohols am Steuer zu tödlichen Unfällen.
Deine Meinung zum Thema würde mich interessieren. Jeder einzelne Beitrag ist übrigens auch mit Aufwand und Arbeit des Schreibenden verbunden.
Gruß, zerfreila
Hallo Peter,
ich lese sehr gern bei Dir und danke Dir fürs Schreiben. Liebe Grüße, zerfreila
Hallo Peter,
vielen Dank fürs Schreiben. Deine Texte berühren mich sehr und geben mir viel. Liebe Grüße, zerfreila.
Hallo Hoppengarten,
ich selbst bin auch jemand, der sich für die von Dir angesprochenen Themen sehr interessiert und sie gehören für mich auch als Teilbereich zu meinem Gedankengut in Sachen Trockenheit, auch eigener Trockenheit.
Und dieses Beschäftigen mit den Themen wie Gesellschaft und Alkohol, Jugend/Jugendschutz und Alkohol, Alkoholindustrie, Alkoholwerbung, Lobbyismus, Komasaufen, der Berliner Prozess gegen den Wirt z.B., uvm bedeutet ja überhaupt nicht, dass die eigene Trockenheit dadurch nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Und so lese ich auch Deine Beiträge auch nicht. Dass Du diese in meinen Augen sehr wichtigen Themen anschprichst und Dir Gedanken darüber machst, finde ich gut. Diese Themen werden Teil Deiner Betrachtungen sein. So lese ich Dich.
Wenn ich mich zum Beispiel mit der Wirkung der Alkoholwerbung auseinandersetze, dann beinhaltet dies nämlich eben auch die Wirkung der Alkoholwerbung auf mich.
Ich finde die Themen rund um die Rahmenbedingungen, die die Alkoholindustrie hat bzw. die ihr eingeräumt werden, äußerst wichtig und notwendig. Und auch bei den Schäden betrachte ich nicht nur meine eigenen, sondern auch den gesellschaftlichen Schaden durch Alkohol, beispielsweise den der Kinder und Jugendlichen!
Dass ich mir durch Alkohol letztlich selbst Schaden zugefügt hatte, steht außer Frage. Ich selbst war Hauptbeteiligter.
Aber das Drumherum ist mir wichtig und betrachtens- und diskussionswürdig. Es sollte kein Tabu sein.
Liebe Grüße
zerfreila
Hi Blizzard,
schön, von Dir zu lesen. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen zweieinhalb trockenen Jahren und dem damit verbundenen inneren Reichtum und der Fülle Deines Schaffens.
Liebe Grüße
zerfreila
Hallo Nele,
zwar weiß ich wohl, dass manchmal diese beiden Begriffe zur Differenzierung verwendet werden, ich selbst sehe allerdings keinen Sinn darin.
Denn die Übergänge sind eh schleichend. So wird m.E. über Begriffe eine Schein-Differenzierung vorgenommen.
Der Alkoholiker betreibt Missbrauch. Und der sogenannte Missbräuchler auch.
Ich könnte einige Gründe dafür anbringen, dass ich lange Zeit "nur" Missbräuchler gewesen sei. Nach dieser Schein-Differenzierung würde dies sogar noch eine gewisse Plausibilität haben, nicht aber für meine Wirklichkeit. Ich könnte nach dieser Schein-Differenzierung meinen Missbrauch als Vorstufe zum Alkoholismus einstufen. Aber wie gesagt, die Übergänge sind fließend und die Schnittmenge beider Begriffe ist m.E. in der Realität so groß, dass es im Grunde fast identisch in Ausmaß und Bedeutung ist, ob man nun von Missbräuchler oder Alkoholiker spricht.
*Missbräuchler* birgt für mich eben die große Gefahr der Verniedlichung und Verharmlosung, so nach dem Motto, Alkoholismus, das ist ja noch viel schlimmer.
Also, den Begriff *Missbräuchler* halte ich für wenig hilfreich, manch einer wird ihn verwenden als Grund zum Weitersaufen.
Meine Meinung.
Gruß
zerfreila
Aber für meine Wirklichkeit nicht.
A
Hallo Petter,
ich bedanke mich schonmal bei Dir für Deinen ersten Bericht und freue mich auf weitere.
Liebe Grüße
zerfreila
Liebe Yvonne,
Deine Beiträge sind von großer menschlicher Wärme geprägt, die mir, als ich hier ankam, sehr viel gezeigt hat. Wenn Du mir beispielsweise sagtest, dass es wichtig sei, sich selbst anzunehmen und zu lieben, dann konnte ich damit sehr viel anfangen. Es ist mir ein ganz wertvolles Element meiner Trockenheitsarbeit geworden. Dann nenne ich die Selbstfürsorge. Viele weitere Beispiele könnte ich nennen. Bei jedem einzelnen Deiner Beiträge spüre ich, dass Du gut mit Dir selbst und mit den Forenteilnehmern umgehst. Guter Umgang mit sich selbst und anderen Menschen, sozusagen. Für mich bist Du dadurch immer wieder ein Vorbild, an dem ich mich orientieren kann.
Mit sogenannter Weichspülerei hat dies in meinen Augen nichts zu tun. Du benennst ja auch klipp und klar Gefahrenpunkte und -quellen, die Du bei Weggefährten entdeckst. Und wirst nicht müde, Anfänger wie Fortgeschrittene darauf hinzuweisen.
Ich danke Dir. Liebe Grüße, zerfreila
Hallo,
hallo Trauerkloß, hallo Spiegel,
klare Worte, die Konsequenz aufzeigen, haben nichts mit Härte zu tun.
Eine strafbare Handlung bleibt eine strafbare Handlung. Und Mitschuld bleibt Mitschuld. Da gibt es nichts zu beschönigen.
Schaut Euch doch mal zum Beispiel Internet-Seiten von Angehörigen der Opfer von Verkehrstoten durch Trunkenheitsfahrten an!
Und dann wird hier die Frage aufgeworfen, ob sich Alkoholiker durch Trunkenheitsfahrten beweisen wollen. Und mutmaßend angemerkt, dass es gutging, weil der Spiegel... . Für Überlegungen dieser Art habe ich bei der Thematik kein Verständnis.
Der Alkoholiker ist krank und wenn er sich betrunken ans Steuer setzt, ist das Kontrollverlust. Und sein strafbares Handeln bedeutet eine Gefahr für ihn selbst und für unbeteiligte Menschen. Die haben mit dem Suff des Fahrers nix zu tun und werden zum Beispiel angefahren, verletzt, schwer verletzt bis hin zur Schwerstbehinderung und zum Pflegefall und zu Tode gefahren. Von einer Sekunde auf die andere tot.
Und wenn dann Überlegungen und mögliche Taktik in Sachen Spiegeltrinker/Spiegeltrinken und Gelingen der Trunkenheitsfahrt im Mittelpunkt stehen, dann finde ich dies hart und unbekümmert und in der Sichtweise äußerst eingeschränkt und unverantwortlich!
Der Trunkenheitsfahrer muss schleunigst aus dem Verkehr gezogen werden zum Schutz von Menschenleben.
Diese Forderung hat nichts mit Härte zu tun, sondern mit klarem Menschenverstand und Verantwortung. Mitwissen und Decken und Dulden und Schweigen halte ich ebenso für unverantwortlich.
Gruß
zerfreila
Hallo Trauerkloß,
ich bin der Meinung, dass es Deine Pflicht ist, die Straftat Deines Mannes, bisher Trunkenheitsfahrt, noch nicht mit Unfall- Verletzten- oder Todesfolge, zur Anzeige zu bringen. Dein eigenes Verhalten würde ich gleich mit zur Anzeige bringen.
Gruß
zerfreila
Hallo Trauerkloß,
hast Du Dich schon mal mit dem Thema Alkohol im Straßenverkehr und alkoholbedingten Verkehrsunfällen befasst? Weißt Du, wieviel Menschen Leid durch Alkohol am Steuer und seine Folgen zugefügt wird? Wieviel Menschen durch Alkohol am Steuer totgefahren werden oder so folgenschwere Verletzungen davon tragen, dass sie für den Rest ihres Lebens schwer behindert und pflegebedürftig sind? Hast Du mal an das Leid der Angehörigen der Opfer gedacht?
Und Du sitzest neben Deinem unter Alkoholeinfluss stehendem autofahrenden Mann und duldest dies, Du duldest diese Straftat und machst Dich so mitschuldig.
Ich kann Dir nur raten, Deinen Mann auf seine Straftat hinzuweisen, ihn aufzufordern, diese künftig zu unterlassen und ihn anzuzeigen. Und Deine bisherige eigene Haltung bei der Sache finde ich auch überdenkenswert, denn Du trägst Mitschuld! Meine Meinung.
Gruß
zerfreila
Hallo Backmaus,
ja, klar ist bei mir alles in Ordnung. Es geht mir sehr gut, es ist zur Zeit bei mir so, dass viele Dinge gerade in die Umsetzung gekommen sind. Ich sehe dies als Früchte meiner bisherigen Trockenheitsarbeit. Da spielte bei mir Zeitversetzung eine große Rolle. Das Thema Geduld natürlich auch. Ich habe ja seit meiner nun 15-monatigen Trockenheit von Anfang an ziemlich intensiv an mir gearbeitet, habe mir meine Verknüpfungen, meine Mechanismen, meine Konditionierungen in Bezug auf Alkohol angeschaut und erkannt, habe mir aus meinem Lebenskeller viele zum Teil sehr unangenehmen Kisten hervorgeholt und die Inhalte betrachtet, habe aussortiert, weggelassen, entsorgt, losgelassen, Dinge geordnet, habe mir Werkzeuge angeeignet bzw. auch wieder hervorgeholt, und noch viel mehr. - Bei alledem habe ich das Gute und Schöne, das in mir selbst ist und das mir auch in dem bisher Erlebten bereits begegnet ist, betrachtet, erkannt, wertgeschätzt und gewürdigt und diesen Aspekt finde ich nach wie vor ganz besonders wichtig.
In meiner Sucht lebend war ich ja geradezu Schwarz-Weiß-Denker, Schwarz-Weiß-Fühler. Entweder oder, alles oder nichts. Das war für mich Armut pur.
Heute ist das Leben wieder bunt, das volle Farbspektrum, feinste Nuancen des Lichts, der Klang in all seinen Zwischentönen, all dies kann ich ohne die Droge Alkohol wieder in vollen Zügen wahrnehmen und auch genießen.
Mehr und mehr ernte ich nun Früchte meiner aktiven und täglichen Trockenheitsarbeit. Und ich weiß ganz genau, dass Trockenheitsarbeit für mich ein immer währender und lebenslanger Prozess sein wird. Zur Zeit freue ich mich eben, dass ich neuen Menschen begegne, an einer interessanten Weiterbildungsmaßnahme teilnehme, mich aktiv im Naturschutz einbringe, um nur mal einige Dinge zu nennen. Dies alles ging nur dadurch, dass ich mich wieder geöffnet habe. Dem Leben geöffnet habe. Mehr und mehr. Und diese Öffnung hätte ich mit Alkohol niemals erreicht. Und auch nur durch Trockenheitsarbeit war mir diese Öffnung erst wieder möglich. An dieser Stelle greift der altbewährte Satz wieder, dass nur nichts mehr Trinken allein nicht reicht. Nein, es geht mir bei meiner Trockenheitsarbeit um die Beseitigung meines Mangels und um Befriedigung meiner Bedürfnisse. Selbstfürsorge.
Lange Antwort auf Deine kurze Frage. Ich dachte heute Morgen einfach nur, die Backmaus ist so eine aktive Teilnehmerin im offenen Bereich, schreib' ihr doch mal ein paar Grüße. So war das.
Liebe Grüße
zerfreila
Guten Morgen Backmaus,
ich wünsche Dir einen guten Morgen und einen guten Tag. Liebe Grüße, zerfreila.
Hallo Frodo,
ich selbst hatte vor langer Zeit auch einmal nach drei abstinenten Jahren angefangen. Jetzt lebe ich seit 15 Montaten wieder abstinent. Diesmal aber dank Forum viel bewusster. Hier im Forum las ich auch, dass diese drei Jahre wohl ein kritischer Punkt sein könnten. In einem Buch las ich kürzlich, dass man sich in den ersten drei trockenen Jahren noch voll in der Labilitätsphase befinde. - Ich meine Dich auch schon als zunächst stiller Leser im offenen Bereich gelesen zu haben und liege ich da richtig, dass Du auch den Camino gewandert bist. Dann habe ich Dich nämlich schon damals sehr gerne gelesen. Ich selbst war im Jahre 2000 auf dem Camino.
Dass Du jetzt alle Hebel in Bewegung setzest, finde ich gut und auch wichtig. Auch das Netz zu werfen gehört dazu.
Mach Dir bitte nicht die drei trockenen Jahre kaputt, so wie ich es damals tat.
Ich wünsche Dir weiter einen guten Weg.
Liebe Grüße
zerfreila
Hallo Wilson,
schön, dass Du so gute Gefühle in der Abstinenz hast.
Zu der Einteilung und den daraus resultierenden Vergleichen mit anderen Alkoholikern, die sich in einer noch schlimmeren Ausgangslage befunden haben mögen, dazu ist meine klare Meinung:
Die ganze Vergleicherei bringt mir selbst nix. Jeder hier ist aus seiner persönlichen Sch.... heraus aktiv geworden und hat sich aufgemacht auf den trockenen Weg, der Veränderung bedeutet.
Gruß, zerfreila
Hallo Wilson,
was spricht dagegen, weiter die viertel Tablette zu nehmen und gleichzeitig mit Sport zu beginnen?
Du schreibst von Totalabstinenz. Aber Abstinenz ist ja schon etwas Absolutes. "Relative Abstinenz" gibt es ja nicht, denn wenn sie relativ wäre, würde es sich ja nicht mehr um Abstinenz handeln.
Du hast ja schon einen guten Anfang gemacht und ich wünsche Dir weiter einen guten Weg, auf dem Du achtsam bleibst.
Gruß, zerfreila
Hallo Wilson,
am 20.08.09 schreibst Du, dass Du alkoholkrank bist und seit 2 Tagen nichts trinkst.
Dann geht es um die Sauf-Feier, an der Du wohl teilnehmen möchtest.
Heute schreibst Du, dass Du "Alkoholiker light bist und verwendest die Wendung *mit Kanonen auf Spatzen schießen*. - Deine Alkoholkrankheit ist aber keine Kleinigkeit, kein Spatz. Mir klingen Deine Ausführungen in Bezug auf Deine Alkoholkrankheit ziemlich verniedlichend.
Lies Dir nur nochmal Deinen ersten und danach Deinen letzten Beitrag durch und vergleiche die miteinander!
Gruß
zerfreila
Hallo Wilson,
herzlich willkommen im Forum. Mit der gesellschaftlichen Doppelmoral hast Du sicherlich recht, aber was bringt es Dir, Dich daran zu reiben oder gar aufzureiben?
"Die Gesellschaft" würde ich bei Deiner persönlichen Trockenheitsarbeit mal ganz außer Acht lassen, zumal Du noch ganz am Anfang Deiner Trockenheit stehst.
Du schreibst, dass Du Dich von *"der Gesellschaft" emotional erpresst* fühlst und *man auf Lebenszeit gebrandmarkt* sei. Mit dieser Einstellung kannst Du Dir m.E. ziemlich großen Druck aufbauen, und zwar Du Dir selbst aufbauen.
"Die Gesellschaft", Doppelmoral hin oder her, sollte Dir erstmal ziemlich wurscht sein. Denn es geht ja um Dich ganz persönlich und um Deine ganz persönliche Trockenheit.
Und noch 'was zum Schluss. Es wimmelt ja in unserer Gesellschaft nur so von süchtigen Menschen. Glaub mir, viele wären froh, suchtfrei zu leben und ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir das Gegenteil von Ächtung oder Verachtung entgegenkam auf meinem trockenen Weg, sondern vielfach Lob und Anerkennung und sogar Bewunderung, auch wenn ich darauf nicht angewiesen bin, so nehme ich dies doch nicht ohne Freude zur Kenntnis.
Du bist das Wertvollste, was Du hast. Du bist wichtig und gesellschaftliche Doppelmoral, finde ich, sollte Dir erstmal ein untergeordnetes Thema, vielleicht für später, sein.
So meine Meinung. Ich wünsche Dir einen guten Weg.
Liebe Grüße
zerfreila
Hallo, hallo Mieken,
wenn Du die Zeit als Erfindung mal weglässt, bleibt nur der Augenblick, die Gegenwart. Den von Dir angesprochenen Zeitdruck hatte ich nicht, bin überhaupt nicht auf eine solche Idee gekommen. Für mich ist Zeitdruck in diesem Zusammenhang ja auch jetzt nur etwas, in das ich mich kaum 'reindenken kann, fast nicht verstehe, wie das gemeint sein könnte. (?)
-zerfreila