Beiträge von zerfreila

    Hallo Larc,

    mir ist immer noch nicht klar, worin der Zusammenhang zwischen Deinen beschriebenen gesundheitlichen Problemen und den Begriffen "Nasses Denken" und "Nicht Nüchtern Sein" bestehen soll.

    Vielleicht kannst Du mir das ja 'mal erläutern, da ich es bis jetzt immer noch nicht verstanden habe.

    LG zerfreila

    Hallo Halvar,


    Zitat

    Ich fühle mich nun aufgerufen, irgendetwas zu tun- zumal seine Frau (also meine Schwägerin) in letzter Zeit ebenfalls "durch die Blume" um Hilfe bittet.

    Ich deute diese Situation so, dass nach dem Ausstieg der beiden erwachsenen Kinder aus dem System Alkoholismus nun die ganze Last an Deiner Schwägerin hängt; da diese mit der Situation selbstverständlich auch überfordert ist, versucht sie, Dich mit ins Boot zu ziehen.

    Überlege 'mal, wie viele Menschen ein Alkoholiker in dieses System hinein zieht und umgekehrt natürlich auch, wie viele Menschen sich da mit hinein ziehen lassen.

    Ich würde an Deiner Stelle zwar ein klares und deutliches Gespräch mit Deinem Bruder führen, aber frei von jeder Emotionalität.

    Wenn überhaupt, dann sind klare Ansagen angesagt. Und ich würde auch keine Erwartungen in Richtung Einsicht hegen.

    Dein Bruder selbst muss sich ändern und die Sache selbst in die Hand nehmen, sonst geht da nichts. Das kannst Du ihm ja vermitteln und auch z.B. auf Arztbesuch, Therapie, SHG, dieses Forum etc. hinweisen.

    Du selbst nimmst ja zur Zeit, von Deiner Schwägerin beauftragt, sozusagen die Rolle des Stellvertreters der Stellvertreterin des Alkoholikers, Deines Bruders, ein.

    Wenn Du Dir dies nun vor Augen führst, denke ich, dass Du selbst damit wohl auch nicht zufrieden bist bzw. sein willst.

    Das ist 'mal grob meine persönliche Einschätzung.

    PS: ich selbst bin erst wieder seit knapp acht Monaten trocken, hatte aber kürzlich mit einer ähnlich gelagerten Angelegenheit zu tun.

    Hallo Yvonne,

    ich bezeichne solche Orte als Kraftorte; auch wenn ich diese nicht immer real und vor Ort habe, so kann ich sie doch im Gedächtnis fest verankern.

    Ich glaube, das ist schon eine gute Hilfe.

    LG zerfreila

    Hallo Yvonne,

    auf diversen Reisen zu Fuß oder per Velo durch die Schweiz und Italien bin ich einige Male ins Simplon Hospiz "eingetaucht. Diese Atmosphäre ist unbeschreiblich. SCHÖN.

    Wie schon mal gesagt, RUHE und GELASSENHEIT, die findet man gerade an solchen Orten.

    Und all diese schönen Momente kann ich mir mit nüchternem Kopf wieder wunderbar aus meiner Erinnerung hervor holen.

    Als ich vor zwanzig Jahren das erste Mal dort oben auf der Passhöhe war, entstand übrigens mein Entschluss zu meiner ersten Abstinenz.
    Das fiel mir gerade beim Schreiben erst wieder so deutlich ein.

    LG zerfreila

    Hallo Susi,

    ich kann mich den Äußerungen Kommals nur anschließen.

    Sollte denn das Medikament aufgrund der bisherigen Einnahmedauer schon Wirkung gezeigt haben?

    Es gibt auch Fälle von paradoxer Reaktion auf ein Medikament (also dass z.B. ein Mittel gegen Depressionen eben diese verstärken kann).

    Geh bitte zum Arzt, das ist ganz wichtig. Du solltest ihm vermitteln, wie arg Du leidest. Vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten für den Arzt, als nur zu sagen, nehmen Sie das Medikament weiter.

    LG und gute Besserung

    zerfreila

    Hallo Susi,

    ich kann mich den Äußerungen Kommals nur anschließen.

    Sollte denn das Medikament aufgrund der bisherigen Einnahmedauer schon Wirkung gezeigt haben?

    Es gibt auch Fälle von paradoxer Reaktion auf ein Medikament (also dass z.B. ein Mittel gegen Depressionen eben diese verstärken kann).

    Geh bitte zum Arzt, das ist ganz wichtig. Du solltest ihm vermitteln, wie arg Du leidest. Vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten für den Arzt, als nur zu sagen, nehmen Sie das Medikament weiter.

    LG und gute Besserung

    zerfreila

    Hallo L'arc,

    ich möchte Dich nur 'mal fragen, warum Du nicht mehr zur SHG gehst, trotz Deiner guten Erfahrung damit.

    Hast Du vielleicht einen solchen Durchhänger, dass Du Dich dazu nicht aufraffen kannst?

    Du schreibst "das Eis scheint dünn"!?

    Was hälst Du von weiterem Austausch?

    LG zerfreila

    Hallo Celegom,

    Deinen Beitrag finde ich klasse. Du hast mit Offenheit und Ehrlichkeit und wiedergewonnenem Selbstvertrauen die Situationen gemeistert.

    Ich kenne das auch von mir, dass ich unter Alk. eben nur ein scheinbares Selbstbewusstsein hatte, aber in konkreten Situationen dann eben doch nur wie das Kaninchen vor der Schlange saß.

    Danke für Deinen Situationsbericht.


    LG zerfreila

    Hallo Yvonne,

    ich möchte Dir nur 'mal sagen, dass Du mit Deinen Beiträgen immer so eine angenehme Ruhe und Gelassenheit ausstrahlst.

    Das tut richtig gut. Bei mir hapert es z.T, noch damit. Aber ich arbeite daran.

    Dir einen schönen Tag in Fribourg

    LG zerfreila

    Hallo Larc,

    ja, das Lesen und Schreiben hier im Forum tut echt gut und hilft auch mir sehr.

    Ich habe heute schon Stunden in etwas älteren Threads gelesen, und obwohl es eigentlich um ein großes, gemeinsames Thema geht, stelle ich immer wieder fest, wie facettenreich das Thema Alkoholismus ist.

    Ich denke auch, dass wir hier auf einemm guten Weg sind.

    LG zerfreila

    Hallo Larc,

    ich verstehe Deine Ausführungen in etwa so, dass Du "Die Alten Kameraden" durch Dein trockenes Leben so einigermaßen in Schach halten kannst. Ist das richtig?

    Und nochmal zu der Überforderung. Die meidest Du doch heute sicher.

    Aber Unterforderung finde ich auch ungünstig. Ich z.B. bin gerade auch auf der Suche nach einem für mich goldenen Mittelweg.

    Wie siehst Du das?

    LG zerfreila

    Hallo Larc,

    jetzt sitze ich hier, um Dir zu antworten und merke, dass das gar nicht so einfach ist. Aber ich versuch 's mal.

    Den Hang zum Perfektionismus kenne ich sehr gut von mir selbst und der ist wohl auch bei Alkoholikern ein weit verbreitetes Phänomen.

    Mit dieser Einstellung geht ein sehr hoher Anspruch an sich selbst einher, wir schreien ja geradezu nach Überforderung und gehen oft über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus.

    Dass andere davon profitieren können wie z.B. Dein früherer Arbeitgeber, ist logisch, sollte aber in der weiteren Betrachtung eher nebensächlich bleiben.

    Entscheidend ist, dass Dir/Uns diese permanente Überbelastung schadet und krank machen kann. Und durch die Sauferei haben wir versucht, den aus der Überlastung resultierenden Druck zu kompensieren, natürlich vergeblich, ich denke, dadurch ist es noch zu einer weiteren Verstärkung gekommen.

    Und konnten sich nicht Deine Depris, Ängste und Zwänge nicht in diesem teuflischen Gemisch immer weiter ausbreiten?

    Das würde mich interessieren, wie diese sich in den Jahrzehnten des Saufens im Vergleich zu der Intensität zu Schulzeiten verändert haben. Und auch, wie sich sich in den Jahren Deiner Trockenheit verändert haben.

    LG zerfreila

    Hallo Larc,

    habe gerade Deinen neuen Thread gelesen. Nur mal kurz die Frage, wo soll ich antworten? Bleibt dies hier Dein Hauptthread oder wie ist das von Dir soz. organisatorisch gedacht?

    LG zerfreila

    Hallo Larc, hallo kommal,

    Kommal, ich kann ja in gewisser Weise Deine Ungehaltenheit ob der knappen Informationen nachvollziehen, aber "von der Pulle zur Pille" erscheint mir dann doch sehr plakativ, das würde ich nicht schreiben, wenn ich keine weiteren Informationen hätte.

    Larc wird sich schon ausführlicher mitteilen, da bin ich sicher.

    Alles hat seine Zeit.

    In diesem Sinne

    LG zerfreila

    Hallo Caruso,

    was Du da schilderst bzgl. Wohnung ging mir ähnlich. Nach einigen Wochen der Abstinenz habe ich meine Bude erst mal ausgemistet und auf Vordermann gebracht und bis zu kleineren Details verändert und verschönert. Ich wollte keine Saufbude mehr, sondern eine wohnliche und behagliche Wohnung.

    Dir weiter einen guten Weg.

    LG zerfreila

    Hallo Espoir, hallo Weitsicht,

    der Alkoholiker im allgemeinen zeigt aufgrund seines Alkoholismus typische, bestimmte Denk- Reaktions- und Verhaltensmuster.

    Nach der Abkehr vom Alkohol begibt sich der Alkoholiker in die Trockenheit bzw. Abstinenz.

    Damit allein ist er aber noch nicht ein neuer Mensch (Nichttrinken allein genügt nicht).

    Oft und gerade in der Anfangszeit des neuen, abstinenten Lebens zeigt der Alkoholiker noch die alten Muster (Denken, Verhalten, Reaktionen) wie zu Säuferzeiten.

    Hier beginnt dann die eigentliche Arbeit, Trockenheitsarbeit.

    Beispiele hierzu später, weil das wird sehr lang.

    LG zerfreila

    Hallo Susi,

    für mich ist auch nicht klar erkennbar, ob Du wieder Alkohol trinkst oder nicht.

    Dass Du keine Alternative zum Alkohol siehst, diese Aussage erschreckt mich doch sehr.

    Mir scheint es so, als ob Du Angst vor der Therapie hättest und wegen dieser Angst an das altbekannte "Zuschüttungsmittel" Alkohol denkst.

    Aber Du hast doch sicher schon viel hier gelesen und auch schon viele gute Tipps bekommen.

    Ich will hier keinesfalls den Oberlehrer spielen, aber nimm doch bitte die guten Ratschläge an.

    In diesem Sinne

    zerfreila

    Hallo Wasser,

    ich finde, dass wir von den Reaktionen der Leute unabhängig und unbeeinflussbar bleiben sollten, was unsere Abstinenz betrifft.

    Wenn meine Abstinenz Reaktionen hervor ruft, dann ist das so, egal wie diese ausfallen, ändern kann und will ich sie nicht.

    Sie geben Dir allerdings zusätzliche Informationen über Dein Umfeld, die Du für Dich vielleicht positiv nutzen kannst. Nicht mehr und nicht weniger.

    LG zerfreila