Danke auch von mir,
das sind sehr weise Gedanken!
Muss ich mal in mir kreisen lassen.
Doro
Danke auch von mir,
das sind sehr weise Gedanken!
Muss ich mal in mir kreisen lassen.
Doro
Mir ist noch aufgefallen, dass du das getrennte Wohnen so kritisch siehst, dass es ihm die Möglichkeit zum Trinken gegeben hat.
So hab ich auch mal gedacht und bin auch deshalb damals mit meinem Freund zusammengezogen.
Ich denke, das ist aber ein Kontrollversuch par excellence. Wenn er trinken will, wird er das auch in der gemeinsamen Wohnung tun, aber für DICH ist es besser, wenn er es in der eigenen Wohnung macht.
Nachdem ich damals mit ihm zusammengezogen war, habe ich erst recht unter ihm und der Trinkerei gelitten.
Das einzig Positive: Der Leidensdruck bei mir wurde mit der Zeit so groß, dass ich dann auch die Trennung endlich durchzog. Trotzdem: Der Umweg übers Zusammenziehen war für mich mit schlimmen Erfahrungen gepflastert.
Also, ich bin im Augenblick in der Stimmung, dass ich überhaupt keinen Mann mehr in meiner Bude haben will, außer meinen Jungs. ![]()
Bis später in diesem Theater,
Doro
Hallo Jennyrose,
müsste eigentlich ganz dringend ins Bett und hab nur nochmal schnell ins Forum reingeguckt und bin auf deine Nachricht gestoßen und war betroffen, was du alles mitgemacht hast mit ihm und trotzdem es vielleicht noch mal versuchst...?
Er hat dich kaputt gemacht, das Herz gebrochen...
Von außen klingt das nach Wahnsinn, sich darauf noch mal einzulassen.
Aber ich trau mir selbst in dieser Hinsicht auch nicht mehr über den Weg.
Bei mir wars so:
7-jährige Beziehung ohne Kinder zu einem alkoholkranken Mann, Trennung (für mich sehr sehr schwer),
3 Jahre später seine Verwandlung in einen trockenen Menschen, total verändert,
ein dreiviertel Jahr später wir wieder ein Paar, hat auch jahrelang gut geklappt, jedenfalls was den Alkohol anbetrifft. geheiratet, Familie gegründet.
Tendenzen zur Unterdrückung sind aber geblieben (Isolierung u.ä.), aber ich hätte nie an Trennung gedacht. Bis er dann vor Kurzem einen Riesenrückfall hatte und jetzt ist wieder alles aus.
Die erste Trennung von ihm ist mir damals so schwer gefallen, dass ich mir absolut sicher war, dass ich mich nie und nimmer noch einmal auf ihn einlassen würde.
Und ich habs doch getan, weil er eben trocken und so wunderbar verändert war. (und ich auf Männersuche
)
Aber nicht alles war nur der Alkohol! Er hat auch trocken mich nicht so respektiert, wie es hätte sein müssen.
Und wenn er sich jetzt ein zweites Mal verwandeln würde, ich trau mir da wie gesagt nicht übern Weg. Jetzt würd ich wieder sagen: Nie und nimmer, aber das hab ich schon mal gesagt.
Ich würd mal sagen: Was ich vielleicht damals falsch gemacht habe und was du jetzt tun könntest, ist konsequent dranbleiben an deiner eigenen Co-Abhängigkeit. Ich meine damit, dass du dir vornimmst, dich und dein Kind nicht unter ihn zu stellen oder wie soll ich das sagen? Euch richtig wichtig zu nehmen, euch nie wieder von ihm so behandeln lassen oder isolieren zu lassen usw. Und dafür muss man glaub ich sich irgendwie begleiten lassen, z.B. durch Selbsthilfegruppe oder so. Und nicht damit aufhören, nur weil es gut läuft. Das war mein Fehler. Ich dachte: Solange er nicht trinkt, ist es gut, aber wenn ich mehr an mir drangeblieben wäre, wäre das für mich besser gewesen.
Offen gesagt und von außen betrachtet: Nach dem, was er dir angetan hat, müsstest du eigentlich genug von ihm haben und die Gefahr, dass es eines Tages wieder kaputt geht, ist einfach da und nicht gering.
Aber wie gesagt: Ich wär mir bei mir selbst da auch nicht sicher...
Möchte er unbedingt eine neue Beziehung mit dir? Sehnst du dich danach?
Ich meine, wäre es nicht auch schön, wenn ihr einfach auf der Basis seiner Trockenheit euch freundschaftlich begegnet, als gute Eltern.
Oder ist das naiv?
Pass auf dich auf,
liebe Grüße
Doro
Ja, Dagmar, hast schon Recht, ich hab auch vieles einfach nicht aufnehmen wollen, was mir Leute rechtzeitig gesagt haben.
Ich hab da eben wieder mal versucht, Verantwortung abzuschieben. ![]()
Ich wusste vom Kopf her damals, auf was ich mich einlasse, aber ich konnts mir nicht vorstellen...
Litt an Selbstüberschätzung.
Ich glaube, das will ich eigentlich auch noch besser lernen:
Leuten zuhören, was sie mir zu sagen haben, ohne gleich zu reagieren: entweder dass man es gleich wütend zurückweist (der hat keine Ahnung) oder sich verpflichtet fühlt, dem zu folgen.
Jeder und jede kann ja immer nur aus ihrer oder seiner Perspektive was beitragen.
Und wenn alle denken, ich sei so stark, was die bei mir auch immer denken (auch hier im Forum wurde ich gleich als Powerfrau begrüßt), dann will ich in Zukunft ruhig versuchen, den Eindruck zu korrigieren.
Ja, ich kann sehr stark sein.
Aber ich bin auch genauso:
verzweifelt
müde
traurig
erschöpft
verwirrt
dumm
"Demut" heißt das Zauberwort für mich.
Das will ich lernen.
Würd mir trotzdem nen anderen Therapeuten suchen. ![]()
![]()
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Grüße
Doro,
die jetzt endlich hier aufhören muss für heute
Bin Forensüchtig,
gibts da auch ne SHG? ![]()
Hallo, melde mich auch mal kurz, auch wenn ich nicht ALLES vorher gelesen habe.
Aber die Sache mit dem Therapeuten fand ich auch irgendwie merkwürdig und dachte gleich: Vielleicht ist der einfach inkompetent? (HOffe, das kränkt dich nicht.)
Ich begegne jedenfalls auf Schritt und Tritt Leuten, die von Alkoholismus und Co-Abhängigkeit einfach nicht genug wissen.
Eigentlich die meisten. Auch Ärzte.
Sie drehen sich immer alle um SEIN PROBLEM, wie könnte man IHM helfen und erzählen MIR, wie man IHM helfen könnte.
Ich möchte immer schreien: Lasst mich in Ruhe, ich bin Co, ich habe seit 16 Jahren versucht ihm zu helfen, ich muss jetzt von diesen Gedanken weg.
Als meine Beziehung zu ihm noch frisch war, bin ich zu einer Beratungsstelle mit einem Psychologen gegangen und habe mein Problem mit meinem alkoholkranken Freund geschildert und dachte, er sagt mir, wie ICH mich verhalten soll. Und hatte eigentlich erwartet, dass er MIR beisteht, weil es für mich ja eine enorme Belastung war, damals schon.
Er sagte sinngemäß: Na, mit IHNEN ist doch alles in Ordnung, Sie haben Ihr Leben doch wunderbar im Griff.
Ich fühlte mich geschmeichelt und ließ es dabei bewenden.
Was für ein inkompetenter Mensch war das.
Er hätte mir damals schon sagen müssen, wenn er informiert gewesen wäre, auf was für ein gefährliches Spiel ich mich einlasse, dass es mich mitreißen wird früher oder später, dass ich Hilfe für MIch brauche.
Fazit: Viele wissen einfach nicht genug, auch Ärzte, auch Leute, die es eigentlich wissen sollten und müssten.
Ich würd den Therapeuten wechseln.
Liebe Grüße
Doro
Oh, ich hab nochmal bei dir nachgelesen, klingt ja nicht so nach verheiratet.
Ich hab nur gefragt, weil die Anwältin mich natürlich vor diesem Hintergrund berät, hab keine Ahnung, wie der Rechtsanspruch auf die Waschmaschine bei nicht-verheirtateten Partnern ist. ![]()
Bei mir wars so, dass ich auch erstmal den Gedanken, dass ein finanzieller Einbruch kommen wird, verdauen musste.
Da wir zusammen ein Haus auf Kredit haben, habe ich auch Angst vor einer Überschuldung. Da meinte eine Freundin von mir fröhlich, sie kenne mittlerweile so viele Leute, die in der PRivatinsolvenz stecken. ich war überhaupt nicht begeistert. ![]()
Mittlerweile habe ich einfach etwas mehr Vertrauen darin, dass es sich schon regeln wird.
Also, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst, auch wenn deine Situation bestimmt wieder ganz anders ist. Ich will da nichts kleinreden.
Ich will dir nur Mut machen.
Auch Schulden kann man regeln.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Furfur,
erstmal: ruhig bleiben.
Es gibt sooooo viele Frauen, denen ähnliches passiert, und zum Glück gibt es Hilfsangebote.
Ob du eine räumliche Trennung willst, liegt natürlich ganz bei dir, aber lass dich nicht mit materiellen Dingen erpressen. Das musst du nicht.
Eine Bekannte von mir hat ihren schlagenden Partner mit Kindern quasi fluchtartig verlassen (allerdings wohl mit Auto) und hatte nichts mehr als die Klamotten auf dem Leib und das Leben ging auch weiter.
Aber die Angst vor dem, wie's materiell weitergeht, die ist total verständlich.
Deshalb: Ich würde dir vorschlagen: Informiere dich.
Ein einziges Gespräch bei einer Beratungsstelle kann schon eine Menge Klarheit bringen. Vielleicht brauchst du ein paar Anläufe, bis du die richtige Stelle findest, aber es lohnt sich.
Ich hatte wegen meinem Mann Kontakt zu einer Beratungsstelle über häusliche Gewalt und einem Frauenhaus. Die wissen bestimmt weiter. Und beim Frauenhaus sagte man mir, dass ich auch jederzeit da hin kann, sofern Platz frei ist (nicht erst, wenn ich grün und blau geschlagen bin) und einfach mal Abstand gewinnen kann und mich beraten lassen kann. Die sagten: Das bewegt eigentlich IMMER was.
Klar, Frauenhaus klingt erst mal komisch und hyperdramatisch. Aber letztendlich ist das nichts weiter als eine Beratungsstelle mit vorübergehender Wohnmöglichkeit, würd ich mal sagen.
Es gibt eine Unterhalsvorschusskasse, sagte meine Anwältin, wenn der Mann nicht zahlt.
Bei Trennung hat die Frau mit Kindern Anspruch auf die Waschmaschine. (Seid ihr verheiratet?)
Bestimmt gibt es auch die Möglichkeit der Kostenübernahme für einen Rechtsbeistand, wenn frau selbst keine Möglichkeiten hat, das zu bezahlen.
Alle solchen Dinge gibt es.
Zum Thema Auto hab ich allerdings keine Ahnung!
Ich sag auch nicht, dass alles easy ist, aber du bist beileibe kein Einzelfall, ganz bestimmt nicht.
Wenn du wirklich weg willst, gibt es Wege, das materiell auch möglich zu machen.
Ruf einfach mal einen Frauennotruf oder sowas an und schildere deine Bedenken.
Musst ja nicht gleich entscheiden, ob du dann auch gehst, aber einfach um rauszufinden, ob es die Sache wirklich komplizierter macht, wie du sagst.
Darauf zu warten, dass er aufhört???
Das kann lange dauern!
Mein Mann dreht auch völlig durch und ich habe am Anfang wegen der Finanzen NUR PANIK gehabt.
Und es ist auch alles ein Kuddelmuddel und was letztendlich dabei rauskommt, weiß ich noch nicht so genau.
Aber ich habe in den letzten Wochen gemerkt: Es gibt wirklich Rechtsbeistand, es gibt Wege!
Und bei mir wars auch so - ich weiß nicht, obs bei dir auch so laufen wird - in dem MOment, wo ich mich geöffnet habe und Freunden, Eltern usw. alles erzählt habe, da kam ganz viel Hilfsbereitschaft. und viele ähnliche Erfahrungen, jede/r kannte plötzlich irgendwelche Fälle, wo Leuten was Ähnliches passiert ist.
Ich meine, ich muss die Sache letztendlich schon noch alleine schultern, aber ich fühle mich längst nicht mehr so alleine wie an der Seite meines Mannes.
Auch die Polizei zu rufen, wenn er gewalttätig wird, ist übrigens eine Option.
Ich hab das gemacht (wie gesagt, ohne grün und blau geschlagen worden zu sein), es war allerdings erstmal ein Schock für uns beide und ich habe lange hinterher mit mir gekämpft, ob das nicht eine Nummer zu groß war.
Aber es hat definitiv was ins Rollen gebracht.
Also, das muss die Situation entscheiden.
Willkommen im Club,
Doro
Hallo Julchen,
ja, im falschen Film fühle ich mich seit seinem Rückfall die ganze Zeit. Hab ihn eigentlich noch keine Minute normal erlebt seitdem.
Meine Kinder sind noch sehr klein, mit fragen ist es da ein bisschen schwierig. Aber ich werde sehen, wie sie am Montag reagieren.
Jedenfalls fragen sie auch nicht weiter nach ihm. Papa - weg, mehr kommt da nicht, also so furchtbar zu vermissen scheinen sie ihn in Moment nicht.
Eigentlich ist es nur so, dass ich denke, er hat ja ein Recht darauf. Ich hab halt trotz allem immer noch den Anspruch, so fair wie möglich zu bleiben.
Und versuche, es durch den den öffentlichen, neutralen Ort und die zeitliche Begrenzung so zu gestalten, dass es erträglich wird.
Aber ist keine Lösung auf die Dauer.
Die Lösung mit der Tagesmutter wäre mir am liebsten, aber die will er nicht.
Dann wären sie unter Aufsicht und ich muss ihm nicht begegnen...
(Bloß für die TAgesmutter nicht so toll, aber die ist nett, die würde das machen.)
Tja, mal sehen, zur Not muss ich das Jugendamt kontaktieren, was ich machen soll, aber bis jetzt scheue ich diesen Schritt noch, will ja hier nicht plötzlich unter Jugendamtkontrolle stehen.
Ich hoffe irgendwie, dass er nicht zu weit geht in seinen Forderungen mit den Kindern.
Tolle Sonne draußen,
bis später
Doro
Dagmar, dein Thread ist so lang, dass ich es noch nicht geschafft habe, ihn ansatzweise durchzulesen.
Was meinst du damit: "überhöre diese Warnsignale nicht" - "aus eigener Erfahrung"? Was hat er genau gemacht?
Also tendenziell sind das bei meinem Mann auch immer eher so Aktionen auf der Psychoebene, aber auch das kann sehr schlimm sein.
Unheimlich
damit meine ich seine ganze Person.
Wir haben nun so viele Jahre Tisch und Bett miteinander geteilt und trotzdem habe ich das Gefühl, nicht zu wissen, wer er eigentlich ist!
Wie in so'nem spukigen Film, wo man einen Alien in sich hausen hat oder so.
Wir haben schon rumgealbert, dass ich mir Knoblauch an die Tür hänge oder sowas, um den bösen Geist abzuschrecken.
Ne, im Ernst, ich mag dieses Dunkle nicht, das er verströmt.
Ich meine, es ist natürlich wahrscheinlich einfach diese Krankheit, die das aus ihm macht. Er macht ein Riesengeheimnis um alles und am Ende geht es nur um eins: saufen saufen saufen.
Heute war es etwas milder, ich hab mal ein bisschen im Garten rumgeräumt und hinterm Schuppen noch weitere Leere-Bierdosen-Lager gefunden. Ganz banal.
Und er hat dann immer mit irgendwelchen komischen Argumenten versucht, mich vom Schuppen fern zu halten...
Pandora, in deine Geschichte guck ich demnächst mal rein.
Ja, Kontaktsperre wäre im Prinzip das Beste.
Aber er hat ja ein Recht auf Umgang mit den Kindern, denke ich.
Aber er wird es gegen mich ausnutzen, das ist wohl klar.
Hatte ihm schon (bei unserem Anwaltstermin) vorgeschlagen, dass er die Kinder bei der Tagesmutter besucht, seine Anwältin war ganz begeistert von meiner Idee, aber er hat das abgelehnt, weil er mit der Tagesmutter nichts zu tun haben will, weil ich die ausgesucht habe.
(Kunststück, er hat sich ja um nichts gekümmert.)
Auch innerlich wünsche ich mir so ne Art Kontaktsperre, ich meine damit, dass ich ihn mir irgendwie aus meine Gefühlen rausoperiere, einfach so eine Willensentscheidung fälle nach dem Motto: Habe jetzt 16 Jahre lang mit ihm mitgefühlt, jetzt reichts!
Aber betrügt man sich damit nicht selbst?
Am besten klappt bei mir bis jetzt gegen solche Mitleidsanfälle:
1.) kurz rauslassen, d.h. kleine Heulattacke
und dann
2.) irgendwas machen: Kinder versorgen, arbeiten, abwaschen, was auch immer.
Meine Güte, gibt so viel Unglück auf dieser Welt, da heule ich ja auch nicht deswegen dauernd.
Auch Unglück im eigenen Bekannten- und Verwandten- und Freundeskreis. Das geht mir doch auch nicht so nahe. Bloß bei IHM, da war ich davon besessen, für ihn alles wieder gut zu machen. Und er hat nicht mitgespielt. ![]()
Was auch hilft:
ich habe mir eine bilanz unserer Ehe aufgeschrieben und da kommen sooo viele Sachen drin vor, die echt total gegen meine Bedürfnisse gingen und gegen die der Kinder, dass ich dann ausnahmsweise nach dem Lesen nur noch Mitleid mit mir selbst und den Kindern, nicht mehr mit ihm empfinde.
Puh, der Kerl macht mich fertig. ![]()
Gute Nacht,
Doro
Schön von dir zu hören.
Bei mir waren die letzten Tage recht ruhig und ich habe es genossen, dass keine Störmanöver seinerseits kamen.
Ich merke, dass mein altes Selbst wirklich wieder da ist.
Vieles konnte ich mit ihm so nicht leben. Ich habe in einem Buch über häusliche Gewalt (was ich leider nicht wiederfinde) gut beschrieben gefunden, wie die Isolationsaktionen von gewaltbereiten Partnern dazu führen, dass wie den Kontakt zu uns selbst verlieren. Genau so kommt es mir im Nachhinein vor. Ich habe mich zwar eigentlich gar nicht unglücklich gefühlt mit ihm (während der Trockenzeit, meine ich), aber jetzt erst merke ich, dass meine Gefühle irgendwie gedrosselt waren, dass ich irgendwie nicht bei mir selbst war. Schwer zu beschreiben...
Ich hatte Momente in den letzten TAgen, da dachte ich: Mensch, so glücklich und lebendig haste dich schon lange nicht gefühlt.
Einfach, weil ich wieder so sein konnte, wie ich bin.
Eine Freundin meinte zu mir: Sei froh, dass du ihn los bist, er hat dein Licht verdunkelt.
Genau so kommt es mir vor.
Aber ein Schatten geistert immer noch rum.
Am Montag spätestens werde ich ihm begegnen, wegen der Kinder haben wir ein Treffen vereinbart an einem öffentlichen Ort.
Davor habe ich Angst.
Aber ich hatte das Gefühl, dass er das Recht hat, seine Kinder zu sehen.
Und ab und zu ruft er auch an und ich gehe nicht ran.
Und hin und wieder überkommt mich der Schmerz über sein Schicksal, dass er alles kaputt gemacht hat.
Aber jetzt hab ich wieder zu tun,
bis balde,
Doro
Hatte jetzt ein paar Tage, an denen ich nichts von meinem Mann gehört habe. Er hat nur wenige Male angeklingelt und ich habe ihn weggedrückt.
Mir geht es so gut ohne ihn.
Es ist alles viel Arbeit: Kinder, Haushalt UND Beruf.
Aber ich fühle mich einfach frei und näher dran an mir selbst und an meinen Mitmenschen.
Ich habe viel zu tun und tue das meiste gerne, ich mache tausend Pläne, ich habe Freude am Leben und fühle mich lebendig.
Was die Sache immer wieder mal überschattet ist erstens die Trauer um ihn, um sein Schicksal
- weniger die Trauer um die Partnerschaft mit ihm, ich will ihn nicht zurück, ich will, dass es ihm gut geht und er gesund wird und seinen Beruf ausüben kann, der ihm Freude macht -
und zweitens die Angst vor Begegnungen mit ihm, die noch kommen werden zwangsläufig.
Am Montag werden wir uns sehen, außerhalb des Hauses an einem neutralen Ort, weil er sich gewünscht hat, die Kinder mal wieder zu sehen und das wollte ich ihm nicht abschlagen.
Ich habe Angst davor.
Er ist mir unheimlich geworden. So verrückt, was er tut.
Und ich weiß eigentlich gar nicht, WER er WIRKLICH ist. Ist er ein guter Mensch, den der Alkohol zerstört? Oder ist er nie das gewesen, für das ich ihn gehalten habe und hat er mich nur die ganze Zeit manipuliert?
Habe ich etwas in ihm geliebt, was er gar nicht ist?
Er wird mich nicht in Ruhe lassen wollen.
Er wird versuchen, dafür zu sorgen, dass ich mich schlecht fühle.
Er wird versuchen, mir Schwierigkeiten zu machen.
Und er wird mir wieder leid tun.
Sein Schicksal lässt mir einfach keine Ruhe.
Ich kann es nicht ertragen, dass er wieder trinkt, dass er alles kaputt macht, vor allem sein eigenes Leben.
Alles, was er zuletzt hatte, hatte er sich sooo sehr gewünscht: Familie, Beruf, Haus. Sein Wunschtraum ist in Erfüllung gegangen und er lässt ihn wieder zerfallen, wahrscheinlich unwiederbringlich.
So krank meine Selbstaufgabe in den letzten Jahren war, so sehr kann ich mich selbst dabei verstehen. Ich wollte so gerne dieses kranke Schicksal reparieren, ich wollte unbedingt ein Happy-End.
Wie soll ich das bloß anstellen, mich von ihm zu lösen?
Ich wünsche mir, dass er einfach mehr oder weniger endgültig aus meinem Leben verschwindet, aber schon wegen der Kinder wird das nicht passieren. Und wer weiß, vielleicht wäre mir das auch unheimlich?
Ne, eigentlich wünsche ich mir, dass er die Kurve noch mal kriegt und ein zufriedenes Leben OHNE MICH führt.
(Genau das habe ich ihm auch gewünscht, als er das erste Mal trocken wurde, aber da er ein zufriedenes Leben MIT MIR wollte, hat er mich dann monatelang bearbeitet, bis ich meine Zweifel links liegen gelassen habe.)
Hey, weiß einer ein Lösungsmittel? ![]()
Doro
Und noch was zum Thema:
Umgang mit der Vergangenheit
Finde ich ganz schwierig.
Ich habe es so gemacht: Bevor ich mich noch einmal auf ihn eingelassen habe, wollte ich meinem Mann schon deutlich machen, wie sehr ich gelitten habe unter ihm. Und er hat sich auch reuig gezeigt und sich entschuldigt und so. Aber dann hat er es auch sehr schnell abgehakt und ich auch. Ich habe ihn eigentlich nie an seine böse Zeit erinnert.
Aber war das wirklich richtig?
Klar, ein trockener Alkoholiker braucht Optimismus, um durchzuhalten, keine Vorwürfe.
Aber dieses Abhaken der Vergangenheit finde ich auch total schädlich.
Und für mich als Co habe ich, glaube ich, mich selbst wieder einmal nicht richtig ernst genommen? Es ist doch nun einmal eine sehr prägende Erfahrung gewesen, und die soll man nicht gelegentlich ansprechen dürfen?
Wie gesagt, ich habe es eigentlich nie mehr angesprochen, aber bin mir nicht sicher, ob es richtig war.
Ich habe jetzt nach dem Rückfall oft gedacht:
Dieser Schritt hat bei ihm gefehlt, dieses seine Schuld aufarbeiten.
Mir kommt es so vor, als ob er seine eigene Vergangenheit zu stark verdrängt hat und sozusagen vergessen hat, wieso er überhaupt aufgehört hat mit dem Trinken, wie tief er gesunken war. Er wurde irgendwie übermütig, hat sich zu viel zugetraut.
Nun muss ich dazu sagen: Er ist nie zu einer SHG gegangen, vielleicht passiert es einem dann nicht so.
Doro
Wollte nur mal was beisteuern zum Thema: Co-Abhängigkeit in der Trockenheit.
So wars ja bei mir.
Mein Mann trocken.
Und dann haben wir unter diesem Vorzeichen die ungesunde Rollenaufteilung wieder aufgezogen, und zwar viel extremer als in seiner nassen Zeit:
Ich habe meine gesamte Energie darauf verwendet (und er hat es eingefordert), ihm dabei zu helfen, die Zerstörungen seiner nassen Phase wieder aufzuarbeiten. Und habe dabei mich selbst doch sehr aufgegeben.
Es schien einfach geboten zu sein: Er sollte beruflich eine Zukunft haben, also musste so viel nachgeholt werden...
Und das ging nur unter Einschränkung meiner Bedürfnisse...
War offenbar falsch, jetzt ist wieder alles kaputt...
Will sagen: Ich sehe die Gefahr, dass man als Co sich in der trockenen Phase noch viel mehr ins Co-Sein verliert, weil ja die Hilfe endlich sinnvoll erscheint, endlich ankommt!
Bei mir wars jedenfalls so.
Als er noch getrunken hat, da wusste ich als informierte Person sehr bald: Okay, ich kann nichts ändern, muss warten, dass er aufhört.
Und habe ihm tatsächlich relativ wenig geholfen.
Aber als er trocken wurde, da hab ich so richtig aufgedreht!
(Und er hats mir auch abverlangt).
Und wenn Freunde mich darauf hingewiesen haben, dass er das doch alleine machen muss, dann habe ich über diesen "Egoismus" den Kopf geschüttelt. Wir beide zogen doch endlich an einem Strang. Und immer die Angst im Nacken: Wenn er beruflich keinen Fuß fasst, dann ist die Gefahr eines Rückfalls doch viel größer.
Wir haben es geschafft, er hat beruflich Fuß gefasst, alles war perfekt äußerlich gesehen.
Und ausgerechnet dann kam der große böse Rückfall.
Wir haben zu viel gewollt.
Ich habe mich viel zu sehr selbst aufgegeben für das große Trockenheits-Projekt.
Doro
Ja, etwas kryptisch, so ganz verstanden habe ich es nicht. ![]()
Hab jetzt nur dein letztes Erlebnis mit deiner Mutter gelesen, aber es hat mich erinnert an ein Gefühl, das ich heute hatte.
Ich habe heute ganz stark gefühlt, dass ich seit der Trennung von meinem Mann wieder viel viel besseren Kontakt zu mir und zu meinen Mitmenschen habe. Es ist schwer zu beschreiben und ist fast ein spirituelles Erlebnis (was für ein großes Wort
).
Ich begegne Menschen aus meinem ganz normalen Alltag irgendwie liebevoller, die Begegnungen rühren mich an. OHne dass irgendwas Besonderes passiert, ich habe (wieder) mehr Freude daran, spüre mehr Wärme, mehr NÄhe.
Mir fallen plötzlich alle möglichen Leute ein, denen ich gerne schreiben möchte oder überhaupt Kontakt haben.
Und das gleiche zu mir selbst. Irgendwie haben sich meine Gefühle verändert. Ich erlebe Traurigkeit, aber auch intensives Glück.
Als hätte ich vorher keinen Zugang gehabt zu diesen Gefühlen, oder nur einen gedämpften, gefilterten Zugang.
Oder spinne ich jetzt? Bilde ich mir das ein?
Ich hoffe, dass es jetzt nicht nur so eine Euphoriewelle ist, so nach dem Motto: Der Schmerz lässt nach...
Aber ich weiß, dass ich nach meiner ersten Trennung, als ich einige Jahre allein gelebt habe, auch sehr sehr großes inneres Glück erfahren habe. Eine ganz tiefe Zufriedenheit. Die Arbeit hat mir damals so viel bedeutet, und der Kontakt zu anderen Menschen, aber auch einfach die Zeit mit mir selbst: lesen, schreiben, nachdenken.
Natürlich nicht dauernd und es gab auch Traurigkeit, Angst,...
Aber ich weiß noch, dass ich damals manchmal gar nicht fassen konnte, wie gut es mir mit mir selbst ging.
Und es scheint mir so zu sein (und ich hoffe, es ist wirklich keine Einbildung), als ob das jetzt zurückkommt.
Das wäre wirklich wunderbar! ![]()
![]()
Passt das überhaupt zum Thread? ![]()
fragt sich
Doro
Nö, ich finde nicht, dass diese materiellen Dinge Nebensache sind. Ich bin da genauso, mir ist das auch wichtig.
Bloß sie dürfen nicht dazu führen, dass man eine ungesunde Situation ewig mitmacht, finde ich.
Ich muss jetzt gerade lernen, mir nicht zuuu viele Gedanken ums Geld zu machen und darauf zu vertrauen, dass sich das schon finden wird. Aber ich bin einfach so und finde es auch eine richtige Einstellung, dass man diese finanziellen Dinge mitbedenkt.
Alkoholismus kann echt ne ganz schöne Vermögensvernichtungsmaschine sein. Seufz! ![]()
Also, ich wünsche mir für dich, dass er ernst macht und sich für das Leben entscheidet.
Und dass du gegebenenfalls den Absprung schaffst, falls es doch anders kommt.
Aber am liebsten: dass es nicht nötig sein wird!
Liebe Grüße
Doro
Ich wäre happy gewesen, wenn mein Mann so reagiert hätte, dass er z.B. den Auszug anbietet, eine Therapie macht usw.
Das klingt für mich sehr gut.
Möchtest du, dass er vorläufig auszieht? Ich meine, wäre das für dich besser?
Meint er das Angebot wirklich ernst?
Bei meinem Mann stört mich, dass er immer aus diesen Trennungssachen so eine heilige Kuh macht. Trennung - räumliche Trennung - getrenntes Wohnen. Für ihn ist das immer gleich so, als ob man dem andereren nichts mehr bedeutet.
Was ist so schlimm daran, wenn man mal eine Zeitlang auf ABstand geht?
Kann man sich dann nicht viel besser wieder neu begegnen?
Aber er fand und findet das immer irgendwie total bedrohlich.
Es ist doch nichts Endgültiges.
Ich könnte mir vorstellen, dass es für beide Seiten ganz heilsam ist, erst mal zu sich zu kommen.
Nur so ein paar Gedanken.
Klingt jedenfalls alles so, als ob sich was bewegt und eine echte Chance besteht.
Liebe Grüße
Doro
Hallo Marion,
ich hatte meinem Mann (damals Freund) auch eine zweite Chance gegeben und nach einer guten Zeit kam der Rückfall.
Es ist einfach nur zum Heulen.
Erstes Gefühl: Ich dachte, ich überlebe es nicht.
Mittlerweile geht es mir schon recht gut, bin voller Aufbruchsstimmung.
Ich bin mir auch nicht so sehr böse, dass ich es noch einmal mit ihm versucht habe. Es war keine schlechte Zeit mit ihm, als er trocken war, phasenweise war ich sehr glücklich. Ich hoffe einfach, dass ich diesmal die Trennung wieder gut überstehe und ich merke auch, dass ich das Leben auch sehr wertschätzen gelernt habe durch diese Erfahrungen.
Okay, die Sache mit deinem Sohn kenne ich so noch nicht. Meine Kinder scheinen bis jetzt ihren Papa nicht so sonderlich zu vermissen. Das wird vielleicht noch Probleme in der Zukunft geben, aber bis jetzt gehts - toitoitoi.
Möchte dir nichts raten, nur sagen, mir gings und gehts genauso, es ist ein schlimmes Gefühl, wirklich schlimm, wenn das Glück wieder zerbricht.
Vielleicht kannst du ihn eindringlich bitten, sich Hilfe zu holen?
Was ich mir vorwerfe ist, dass ich zu lange irgendwie gedacht habe, er kann das aus seinem Willen heraus lassen, das Trinken. Ich meine, er lehnte auch jede Therapie und SHG kategorisch ab, aber trotzdem, vielleicht hätte ich das stärker einfordern sollen, als der Rückfall noch nicht so voll da war (es gab schon kleinere Vorfälle vorher).
Ich hätte klarer sagen sollen: Du brauchst Hilfe, hör auf, es alleine zu versuchen.
Mir hat mal jemand gesagt: Manchmal muss man einfach noch ne Runde drehen...
Also so in dem Sinne: Das Maß muss erst voll sein, bevor man zum Handeln bereit ist.
Das ist einfach so, glaube ich.
Ich jedenfalls musste erst viele Runden drehen.
Damit will ich sagen:
Mach dich nicht zu sehr verrückt mit Selbstvorwürfen oder so.
Du hast ihm eine Chance gegeben und eine Weile hat es doch auch geklappt. Und du hast die Scheidung trotzdem durchgezogen, glückwunsch.
Lass den Kopf nicht hängen,
liebe Grüße
Doro
Hallo Wiki!
Deine Geschichte ist echt erschütternd, gerade wegen eurem Kind, das ihr verloren habt, und dass dein Mann schon so viel gemacht hat, um trocken zu werden und dann diese Gewalt...
Ich wage da gar keinen Rat zu geben, sehe aber einige Parallelen zu meiner Geschichte, auch wenns bei mir nicht ganz so krass war:
Ich bin mit meinem jetzigen Mann, von dem ich mich gerade trenne, früher schon mal lange zusammen gewesen und er war die ganze Zeit nass und die Gewalt kam nach und nach immer mehr durch. Erst verbal, dann auch körperlich, allerdings nicht so extrem wie bei deinem Vorfall. Ach ja, und der Versuch, mich zu isolieren, Kontakte nach außen zu stören. Die körperliche Gewalt ging mehr so in Richtung an den Haaren ziehen, in die Ecke drängen, nicht aus der Wohnung lassen.
Ich schaffte damals den Absprung. Er wurde trocken. Ich nahm ihm das hohe und heilige Versprechen ab, dass ich sowas mit der Gewalt NIE WIEDER erleben muss. Ein paar Jahre ging es gut, wir haben geheiratet.
Jetzt kam der Rückfall und Gewaltvorfälle begannen wieder und diesmal habe ich die Grenze schneller gezogen und die Polizei gerufen, weil er mich erst übel beschimpft, dann bedroht (ich will, dass du tot bist) und schließlich Gegenstände kaputt gemacht hat. Das war vor sieben Wochen. Und der traurige Witz ist: Er hasst mich jetzt dafür, dass ich die Polizei gerufen habe. Er sagt, dass es keinen Anlass gegeben hätte, dass ich ihm seine berufliche Zukunft verbaut habe (was nicht stimmt).
Ich habe angefangen, mich bei ihm zu entschuldigen dafür, dass ich die Polizei gerufen habe. Totale Verdrehung von Täter und Opfer!!!
Eine Freundin von mir hat mir das so erklärt, dass er es einfach mit seinem Selbstbild nicht vereinbaren kann, dass er zu sowas fähig ist, und deshalb einfach eine eigene Wahrheit erfindet. Und vielleicht erinnert er sich wirklich nicht mehr, was genau geschehen ist.
Inzwischen denke ich:
Meine Güte, ich habe in dieser Situation MICH endlich mal richtig ernst genommen und nicht an ihn gedacht, ich habe eine klare Grenze gezogen. Und das finde ich gut.
Denn was war eigentlich vorher, als er schon verbal so aggressiv war und sich das immer mehr gesteigert hat? Warum habe ich das überhaupt mitgemacht? Das zeigt doch eigentlich, dass man sich selbst irgendwie nicht richtig ernst nimmt, wenn man das mit sich machen lässt!
Aber ich wüsste jetzt nicht, ob ich sagen würde: Es war ein Fehler, dass ich mich nach den Gewaltvorfällen von damals noch einmal auf ihn eingelassen habe, als er dann trocken und so ganz anders war. Ich habe ja diesmal wirklich sehr schnell reagiert, als er seinen Rückfall hatte, habe mich nicht erst verprügeln oder monatelang schikanieren lassen oder so.
Klar, es bleibt ein Restrisiko, wenn du es noch mal mit ihm versuchst.
Er könnte theoretisch ganz plötzlich ausrasten.
Deshalb würde auch ich dir nicht dazu raten, wer will schon die Verantwortung übernehmen dafür?
Mir haben auch erstmal viele Verwandte gesagt: Nimm deine Sachen, fahre in eine andere Stadt, bringe dich in Sicherheit.
Und ich hab nicht so extrem reagiert und ich hoffe, dass ich damit richtig gelegen habe. Habe erstmal ein paar Wochen noch mit ihm im Haus gewohnt und mein Handy mit mir rumgetragen wie eine Waffe, damit ich immer die Polizei rufen kann.
Aber wie gesagt, bei mir war die Gewalt nicht so extrem wie bei dir.
Ich hatte auch Kontakt zu einer Beratungsstelle wegen häuslicher Gewalt und zum Frauenhaus und fand das ganz gut, vielleicht suchst du sowas auch mal. Die waren interessanterweise nicht so panisch wie meine Verwandten und meinten, dass ich sein Handeln schon eher einschätzen könnte als irgendwelche Außenstehenden.
Also, ich find jedenfalls gut, dass du sagst: Noch einmal, dann bin ich sofort weg. (Risiko bleibt natürlich trotzdem! Auch für dein Kind).
Ich hab viel geschrieben, aber das ist echt ein Hammer, was du durchmachst.
Sei behütet,
deine Doro
Hey, Andrea, ich vermisse dich, kopfloses Huhn. ![]()
Gehts dir gut?
Doro
Hallo Meikel,
klar gibt es für JEDEN ALKOHOLIKER die Chance aufzuhören!!!
Jeder hat die Entscheidung, sich helfen zu lassen.
Aber was habe ich als Partnerin für eine Chance, ihn zu beeinflussen?
Keine.
Jedenfalls nicht durch gutes Zureden oder Kontrollieren oder Manipulieren.
Den Mut nicht verlieren finde ich richtig, aber für die Angehörigen wirds zur bösen Falle.
Grüße
Doro