Hallo zusammen...

  • Hallo Jennyrose,

    müsste eigentlich ganz dringend ins Bett und hab nur nochmal schnell ins Forum reingeguckt und bin auf deine Nachricht gestoßen und war betroffen, was du alles mitgemacht hast mit ihm und trotzdem es vielleicht noch mal versuchst...?
    Er hat dich kaputt gemacht, das Herz gebrochen...
    Von außen klingt das nach Wahnsinn, sich darauf noch mal einzulassen.
    Aber ich trau mir selbst in dieser Hinsicht auch nicht mehr über den Weg.

    Bei mir wars so:
    7-jährige Beziehung ohne Kinder zu einem alkoholkranken Mann, Trennung (für mich sehr sehr schwer),
    3 Jahre später seine Verwandlung in einen trockenen Menschen, total verändert,
    ein dreiviertel Jahr später wir wieder ein Paar, hat auch jahrelang gut geklappt, jedenfalls was den Alkohol anbetrifft. geheiratet, Familie gegründet.
    Tendenzen zur Unterdrückung sind aber geblieben (Isolierung u.ä.), aber ich hätte nie an Trennung gedacht. Bis er dann vor Kurzem einen Riesenrückfall hatte und jetzt ist wieder alles aus.

    Die erste Trennung von ihm ist mir damals so schwer gefallen, dass ich mir absolut sicher war, dass ich mich nie und nimmer noch einmal auf ihn einlassen würde.
    Und ich habs doch getan, weil er eben trocken und so wunderbar verändert war. (und ich auf Männersuche :) )
    Aber nicht alles war nur der Alkohol! Er hat auch trocken mich nicht so respektiert, wie es hätte sein müssen.

    Und wenn er sich jetzt ein zweites Mal verwandeln würde, ich trau mir da wie gesagt nicht übern Weg. Jetzt würd ich wieder sagen: Nie und nimmer, aber das hab ich schon mal gesagt.

    Ich würd mal sagen: Was ich vielleicht damals falsch gemacht habe und was du jetzt tun könntest, ist konsequent dranbleiben an deiner eigenen Co-Abhängigkeit. Ich meine damit, dass du dir vornimmst, dich und dein Kind nicht unter ihn zu stellen oder wie soll ich das sagen? Euch richtig wichtig zu nehmen, euch nie wieder von ihm so behandeln lassen oder isolieren zu lassen usw. Und dafür muss man glaub ich sich irgendwie begleiten lassen, z.B. durch Selbsthilfegruppe oder so. Und nicht damit aufhören, nur weil es gut läuft. Das war mein Fehler. Ich dachte: Solange er nicht trinkt, ist es gut, aber wenn ich mehr an mir drangeblieben wäre, wäre das für mich besser gewesen.

    Offen gesagt und von außen betrachtet: Nach dem, was er dir angetan hat, müsstest du eigentlich genug von ihm haben und die Gefahr, dass es eines Tages wieder kaputt geht, ist einfach da und nicht gering.
    Aber wie gesagt: Ich wär mir bei mir selbst da auch nicht sicher...

    Möchte er unbedingt eine neue Beziehung mit dir? Sehnst du dich danach?
    Ich meine, wäre es nicht auch schön, wenn ihr einfach auf der Basis seiner Trockenheit euch freundschaftlich begegnet, als gute Eltern.
    Oder ist das naiv?

    Pass auf dich auf,
    liebe Grüße
    Doro

  • Mir ist noch aufgefallen, dass du das getrennte Wohnen so kritisch siehst, dass es ihm die Möglichkeit zum Trinken gegeben hat.

    So hab ich auch mal gedacht und bin auch deshalb damals mit meinem Freund zusammengezogen.
    Ich denke, das ist aber ein Kontrollversuch par excellence. Wenn er trinken will, wird er das auch in der gemeinsamen Wohnung tun, aber für DICH ist es besser, wenn er es in der eigenen Wohnung macht.

    Nachdem ich damals mit ihm zusammengezogen war, habe ich erst recht unter ihm und der Trinkerei gelitten.
    Das einzig Positive: Der Leidensdruck bei mir wurde mit der Zeit so groß, dass ich dann auch die Trennung endlich durchzog. Trotzdem: Der Umweg übers Zusammenziehen war für mich mit schlimmen Erfahrungen gepflastert.

    Also, ich bin im Augenblick in der Stimmung, dass ich überhaupt keinen Mann mehr in meiner Bude haben will, außer meinen Jungs. :wink:

    Bis später in diesem Theater,
    Doro

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