Hallo Franzka,
na, dann erstmal Glückwunsch zu deinem eigenen Leben. Gib das nicht auf! Kompromisse vielleicht, aber nicht zu viele.
Wie du Vertrauen aufbauen kannst, weiß ich nicht, dazu können vielleicht andere was sagen.
Bei mir und meinem Mann war es so (in Kurzform):
Erst Trennung (da waren wir noch nicht verheiratet), dann hab ich auch begonnen, wieder mehr Wert auf mein Leben zu legen, er hatte einige Jahre später seinen Tiefpunkt und hörte auf und wir näherten uns wieder an und kamen wieder zusammen. Ich wollte da erst nicht, aber er hat mich überzeugt. Ja, er war auch total verändert.
Und dann hab ich mich doch nach und nach immer mehr dazu bringen lassen, meine Dinge für ihn zu vernachlässigen. Das ging allerdings sehr sehr schleichend und jedesmal gab es dafür eine gute Begründung.
Und fünf Jahre später hatte er dann doch seinen Rückfall, aus dem er nicht mehr herausgefunden hat.
Probleme, ihm zu vertrauen, hatte ich eigentlich nicht so sehr. Ich denke auch, dass man mit solchem täglichen Misstrauen wahrscheinlich keine vernünftige Beziehung führen kann. Aber je mehr du darauf bauen kannst, dass du im Falle eines Rückfalls dein eigenes Leben hast, das du ohne ihn weiterführen kannst, desto eher kannst du dein Kontrollverhalten ablegen, denke ich.
Will dir keine Angst machen. Es ist einfach die Realität dieser Krankheit.
Und ich würde dich schon ermutigen, dass du weiter Wert auf dein eigenes Leben legst.
Doro