Beiträge von Gartenarbeit

    Hallo Zoe,
    funktioniert denn so eine Familie? Irgendwie ist da doch immer was Unausgesprochenes. Ich war jedenfalls so viele Jahre darauf aus, die Anderen nicht spüren zu lassen, was los ist. Ich hab mir so sehr was vorgemacht! Und die Kinder, was bekommen die mit von Beziehung zwischen Mann und Frau?
    Im Moment hab ich gar keine Lust mehr, mich mit dem Thema "Krankheit Alkoholismus" auseinanderzusetzen. Ich bewundere dich, und wünsche dir viel Kraft, das durchzustehen. Ich weiß mittlerweile, dass das Ende offen ist.

    Schönen Sonntag
    wünscht
    Gartenarbeit

    Danke, fuego und Doro.

    Ich muss es diesmal schaffen! Schon wegen der Selbstachtung. Jemand, der mich derart mies beleidigt hat und demütigen wollte, der kann doch kein Partner mehr sein, egal ob krank oder nicht! Das kann ich alles nicht vergessen. Ich merke immer mehr, wie ich Achtung und Respekt vor ihm verliere..er ist immer noch der Meinung, erst muss ich mich ändern, dann könne er aufhören zu trinken...was hat er in den 4 Monaten LZT eigentlich gemacht? Oder geht jegliche Einsicht bei einem Rückfall wieder verloren? Jetzt denk ich schon wieder über ihn nach. Aber mein Abstand wird immer größer. Er ist mir immer öfter egal. Obwohl es heute wieder eine Situation gab, wo ich viell. die 112 hätte holen sollen - er hatte nach der Nr. gefragt und gejammert, dass er nicht mehr kann - da weiß ich nicht, was richtig ist, abwarten oder Notarzt?
    Fuego, wie ist es mit Dir, wie bist Du aus der Beziehung ausgestiegen?
    Ich muss ganz schnell aus dieser Abwarte-mal-sehn-was-passiert-Situation heraus.
    Einen schönen Abend wünsch ich Euch
    Gartenarbeit :?

    PS: und was noch dazu beiträgt, nicht abzulassen von dem Anderen, ist eben auch eine Sucht, die Sucht, gebraucht zu werden, geliebt zu werden, ständig bestätigt zu bekommen, wie wichtig man für den Anderen ist und sei es über Negativbestätigung, die Kontrolle und Macht über den Anderen zu haben - deswegen ist es auch so schwer, nach einer Therapie den Trockenen zu akzeptieren, weil alle alten Verhaltensmuster nicht mehr stimmen.
    Laufen im Sonnenschein war sehr schön und die Vögel piepen schon und die Luft roch nach Frühling...
    Gruß
    Gartenarbeit :wink:

    Liebe fuego,

    habe etwas gedanklich sortiert, warum ich bisher nicht loslassen konnte:
    Ich wollte einen Mann - das ist er doch schon lange nicht mehr für mich, eher wie ein 4. Kind.
    Ich wollte "Sicherheit" - die kann ich mir nur alleine geben.
    Ich wollte einen Vater für die Kinder - das war er ja fast noch nie, Kind 1 redet seit 3 Jahren nicht mit ihm und 2 und 3 haben auch erkannt, dass er in seiner Wechselhaftigkeit nicht verlässlich ist, sie haben zB. Angst, dass er schreit, wenn ihre Freunde da sind.
    Ich habe Angst vor den Folgen einer wirklichen Trennung - finanziell könnte ich aber allein klar kommen, bleibt die Angst vor seinen Aggressionen - das ist nicht abzuschätzen...
    Er tut mir leid - das is ja nun auch nicht wirklich entscheidend, erst mal sollte ich an die Kinder und mich denken.
    Und überhaupt habe ich KEINE LUST MEHR, mich mit dem ganzen Suchtgehabe auseinanderzusetzen, das habe ich so lange getan und könnte von meinem theoretischen Wissen her wohl bald als Therapeut arbeiten - wer nichts einsieht und nicht aufhören will, dem kann man nicht helfen und mit warten und "Chancen geben" tut man sich selbst nichts Gutes und verzögert für den Alkoholiker nur den möglichen Weg zur Erkenntnis!
    Fazit: Die Theorie ist klar, der Weg auch, muss ihn nur umsetzen!!!!
    So, es scheint die Sonne und ich geh ne Runde laufen.
    Euch auch einen sonnigen Tag
    LG Gartenarbeit :wink:

    Hallo und Guten Morgen!
    Vielen Danke für Euren Worte, deshalb bin ich ja auch hier, um immer wieder zu hören, das es richtig ist, was mir meine "rationale Ebene" seit sooo vielen Jahren sagt. Mein Tiefpunkt ist da. Ich werde mit ihm nicht mehr leben können. Nur kann ich im Moment nichts mit ihm reden, er lässt es glaub ich gar nicht an sich ran. Vorgestern hab ich gesagt, dass ich nicht glaube, jemals wieder mit ihm vernünftig reden zu können und dass er ausziehn solle, da wurde gleich die Musik laut und und er brüllte rum, ich solle doch gehn, ich hätte hier nichts verloren.(Er ist in dem Haus geboren und hat 90% der Ausbauarbeit über viele Jahre hier allein gemacht, als er fertig war, soff er um so mehr.)
    Bei einer RA war ich vor drei Jahren. Über sie hab ich erreicht, dass er mit mir und den Kindern keinen Kontakt mehr haben solle, sonst Strafe, und hatte auch die Scheidung eingereicht. Und dann habe ich alls zurückgezogen, wegen Glaubens an das Gute!!! Das kann er jetzt für sich allein finden, ich darf jetzt nicht wieder umfallen, weil mein Kopf doch weiß, dass es bei ihm nichts bringt.
    Meine RA ist gerade im Babyurlaub. Wenn sie hoffentlich bald wieder da ist, werde ich fragen, was am besten wäre.
    Damals ging das nach dem Gewaltschutzgesetz und dafür war nötig, die Polizei zu holen bei Randale, aber das mach ich nicht mehr. Höchstens die 112.
    Ja, es geht mir schon extrem nahe, diese Nähe. Vor allem, weil die Kinder so viel mitbekommen. Ich hab ihnen viel erklärt, über Alkoholismus als Krankheit, aber natürlich macht es ihnen Angst! Oh, wenn ich das schreibe, denk ich, ich muss so schnell wie möglich zur RA!!!!Dann eben zur Vertretung, die Akten sind ja alle da.
    Meine Ablenkung sind häufiges Joggen, Yoga, viel lesen, Malen und jetzt das Forum hier. Das ist so wichtig, dass einem immer wieder Mut gemacht wird, auf seinem Weg zu bleiben!!! Deshalb noch mal vielen Dank.
    Allen ein gutes WE!
    Grüße von Gartenarbeit :?

    dass es besser wird? Das wird es nicht. Ich habe bisher hier weniges gelesen, das glauben machen könnte, nach einer LZT oder diversen Entgiftungen wird es besser. Aber eines lerne ich immer mehr: Was es bedeuten kann, auf SICH zu hören. Und wenn mein Mann jetzt auch die zweite LZT beantragt hat, dann macht er das vielleicht für sich, viell. aber auch nur, um zeigen zu können, dass er was getan hat. Soll mir doch egal sein. Ich will das alles nicht noch mal erleben! Ich habe 0 Vertrauen in seine Worte. Ich will nicht mal mehr mit ihm reden, ihn nicht sehen und schon gar nicht riechen - aber wir leben in einem Haus in 2 versch. Whg., das Haus gehört uns zusammen. 3 Kinder und ich unten, er oben. In den letzten Wochen hat er sehr oft nachts gebrüllt(ich sei an allem Schuld udgl).Ein paar mal flogen Teller auf den Hof. Die Polizei habe ich nicht geholt, das Spiel hatten wir schon vor 3 Jahren, wenn die dann nach unendlich langer Zeit kamen, schlief er oder hatte sich versteckt oder er kam am nächsten Morgen und war um so aggressiver.(verbal) Die Kinder ruft er morgens an, wenn ich schon weg bin - sie wissen gar nicht, was er ihnen nun sagen wollte und haben Stress, weil sie doch zur Schule müssen. Nun gut, es muss wohl auf Scheidung hinauslaufen, damit er hier auszieht, aber das wird er nieeee freiwillig tun! Und ich will hier nicht weg. Reden kann ich jedenfalls darüber momentan nicht mit ihm. Also warten, bis er in der Klinik ist? Und schon passierts wieder: Er tut mir leid! Aus seinem Haus geworfen von der eigenen, egoistischen Frau!? Wie stell ich das jetzt an - vor drei Jahren hätt ichs schon fast geschafft und dann kam wieder die Sehnsucht nach heiler Welt...war alles Blödsinn. Er hat mir erst vor kurzem gesagt, gar kein Alkohol ginge bei ihm nicht. Der sei ja sowieso nicht das Problem, sondern ich... :roll:

    Offiziell getrennt bin ich seit 3 Jahren, aber es gab immer wieder neue Versuche, ob es nicht doch wieder klappen könnte mit uns. Seit 3 Jahren wohnt er oben im Haus. Seit dem hat er 3 Entgiftungen und eine LZT hinter sich. Jetzt will er wieder eine LZT beantragen. Mir ist das mittlerweile egal, ich will nur noch, dass er auszieht! Das geht nur über Scheidung und sicherlich heftige Kämpfe. Ich habe bestimmt nicht deutlich genug gemacht, was ich will(Grenzen!), und ihn immer in der Gewissheit gelassen, es könne viell. wieder werden.

    Hallo, fuego und karotte,
    genau das, was fuego beschreibt, mach ich gerade durch. Er ist doch ein Mensch und ich habe ihn sooo geliebt und 21 Jahre mit ihm gelebt und 3 Kinder und Haus.... und jetzt brüllt er nachts aus dem Fenster, gibt mir für alles(Was eigentlich?) die Schuld(er wohnt im gleichen Haus in der oberen Etage) und sieht aus wie ein Penner. Vielleicht ist was dran an der Persönlichkeitsänderung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Es ist auch so traurig! Und ich bin jeden Tag drauf und dran , wieder umzukippen und ihm zu "verzeihen" - ich hoffe, meine Selbstachtung lässt das nicht zu.
    Viele Grüße und einen schönen Tag wünscht
    Gartenarbeit :wink:

    Liebe doro, sicher ist der völlige Kontaktabbruch hart, aber wahrscheinlich das Einzige, was uns aus dem Schlamassel ziehen kann. Immer, wenn ich mit meinem Mann rede oder sms lese, gehts mir gar nicht gut, hin-und hergerissen...Allerdings, wenn ich ihn eine Weile nicht sehe und höre, dann fühle ich mich viel besser, unbelasteter. Es ist nur so schwer, das durchzuziehen! Was sagen die Therapeuten: Grenzen setzen, Konsequenz - ja, reden darüber kann ich auch...