Guten Morgen Isis,
ich antworte Dir jetzt noch mal hier, aber dann sollte es in Deinem 1. Thread weitergehen
- nicht, dass wir noch durcheinanderkommen.
Natürlich kenne ich Deinen Thread und habe mitgelesen
Und ich kenne das Gefühl, wenn die Luft raus ist - Du wirst Deine Energien aber wiederfinden - sie neu aufbauen können - das kommt mit jedem Schritt etwas mehr.
Es gibt auch eine innerliche Abgrenzung Isis. Sich nicht mehr provozieren zu lassen, nicht mehr einzuspringen, wenn man nicht mehr dauernd parat ist um Wünsche zu erfüllen.
Klar ist es schwierig eine räumliche Trennung herbeizuführen, aber es geht. Manchmal steht einem die eigene Bequemlichkeit noch im Weg. Und man kann Regeln aufstellen ! Du hast die gleichen Rechte. Z. B. wenn er unbedingt seinen Alk braucht, dann eben halt nur in "seinem" Zimmer. Du bist nicht mehr für seinen bequemen Komfort zuständig.
Und zu den angebrannten Herdplatten - er kennt Dich und weiß womit er Dich aus der Ruhe bringen kann. Solche Aktionen erlebt man doch immer wieder - man muss sich nur bewusst machen, dass er damit versucht Dich wieder aus der Reserve zu locken. Es hilft, immer anders zu reagieren, als erwartet wird 
Meine Bekannten und Freunde hatten sich auch zurückgezogen. Ich hatte ja nie Zeit, musste immer aufpassen, kontrollieren, im Vorfeld agieren, damit bloss nix passiert. Geändert hat sich das, als ich wieder mehr raus ging. Essen gehen, Kino, mir wieder Zeit für mich genommen und sei es nur meinen Latté macchiato in Ruhe in einem Cafe zu geniessen. Oder Auszeiten nehmen durch sportliche Betätigung - sich auspowern. Sei es beim schwimmen, um den Block rennen - lange flotte Spaziergänge. Irgendwas geht immer - nur man muss den Popo hochkriegen und loslegen.
Dann gesellt sich auch recht schnell wieder die Lebensfreude dazu.
Therapie ist gut, gibt aber auch nur Denkanstösse ! Es liegt einzig an Dir Veränderungen konsequent durchzuziehen - so wie Du es haben willst.
Und dünnhäutig ist man am Anfang immer - gibt es doch viel zu verarbeiten, gibt es doch viele Wünsche die unerreichbar erscheinen.
Wir denken immer wir sind die letzte wichtige Stütze für unseren Partner - ob das wirklich so ist weiß man ja gar nicht. Klar kann er tiefer stürzen und sich noch mehr gehen lassen, aber das ist seine Sache ! Er kann sich ja auch Hilfe holen. Zur Suchtberatung gehen, Entgiftung, Langzeittherapie - auch ihm stehen viele Wege offen. Wenn er sie nicht in Anspruch nimmt - dann laß ihn. Du bist nicht für ihn verantwortlich ! Er ist nämlich ein erwachsener Mensch - was er aus seinem Leben macht ist einzig seine Sache.
Kopf hoch Isis - fang einfach in kleinen Schritten an etwas für Dich zu tun. Wichtig ist, dass man bei allem was man macht konsequent dabeibleibt. Rumeiern hilft nicht weiter sondern zieht einen wieder runter.
Viel Glück und Zuversicht Isis - Du und Deine Kinder habt das verdient. Man kann es schaffen - jeden Tag ein bisken mehr 
Grüßle
Diandra