Beiträge von Diandra

    Hallo Ayki,

    schön Dich mal wieder zu lesen :)

    Weniger schön, dass Dein Ex die Kurve einfach nicht kriegen will. Liest sich so, als muss er doch noch kräftiger auf die Nase fallen.

    Hauptsache ist aber, dass es Dir dabei einigermaßen gut geht und Du das ganze eher von außen betrachten kannst.

    LG
    Dia

    Hi Jenny,

    ich kenn Deinen Thread :wink: Ich sage auch nicht, dass Deine Ma nicht co-abhängig ist.

    Nur vieles, was Du über Deine Ma schreibst kenn ich von meiner Mutter auch. Sie hat auch Krebs und mein Vater ist auch 12 Jahren urplötzlich verstorben. Auch sie hat ihren Fokus auf uns "Kinder" gerichtet. Und sie macht es heute noch. Durch den Tod meines Vaters fühlte sich meine Mutter auch einsam und allein.

    Ich will damit ja auch nur sagen, dass durch die Erkrankung und durch den Tod des Mannes Verhaltensmuster entstehen welche man auch bei Nicht-Coabhängigen durchaus immer wieder findet. Sehe in Deiner Mutter nicht nur die Co-Abhängige. Es ist gut und wichtig sich mit diesem Thema zu befassen, aber wir müssen auch aufpassen, dass wir uns nicht zu extrem reinsteigern und jede einzelne Handlung auf die Coabhängigkeit fixieren.

    Ist auch nur eine Meinung Jenny - nämlich meine :wink:

    LG
    Diandra

    Hi Jenny,

    also ist jede Mutter automatisch co-abhängig ? Ich denke schon, dass man das etwas differenzierter betrachten muss.

    Deine Mutter war mit einem Alkoholiker verheiratet - hat dieses Muster entwickelt. Leider gab es damals - gerade für Co's - keinerlei Hilfsangebote. Es gab auch kein Internet, kein Forum. Wie sollte sie also aus diesem Verhalten herausfinden ?

    Für meine Mutter bin ich mit 46 Jahren auch immer noch "das Kind". Das wird sich auch nie ändern. Sie macht mich und meine Schwestern auch manchmal verrückt mit ihren Sorgen und Ratschlägen und und und...

    Aber eines weiß ich, co-abhängig war meine Mutter nie.

    Wir haben heute die besseren Chancen etwas gegen diese Abhängigkeit zu tun. Es gibt mittlerweilen einige Hilfsangebote - wir haben Internet und wir beschäftigen uns intensiv mit diesem Thema.

    Jedenfalls zeigt sich Co-Abhängigkeit nicht unbedingt damit, dass eine Mutter ihre erwachsenen Kinder immer noch betüdeln will, sich Sorgen macht und sie beschützen will.

    Ich will damit nur sagen, dass dies allein nicht als deutliche Anzeichen einer Co-Abhängigkeit gewertet werden kann.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Karl,

    na dann man alles Liebe und Gute für den "neuen" Start in einer anderen Stadt, bei Deiner Frau, beim arbeiten, beim wohnen :wink:

    Nur weil das "Kind" nun einen Namen hat bedeutet es noch lange nicht, dass wir das, was wir machen immer als "co" benennen müssen. Sei und bleibe Mensch, hör auf Dein Gefühl auf Deinen Bauch - damit biste wohl bisher ganz gut gefahren :)

    Und ein bisken "Kopfarbeit" kann ja nie schaden :wink:

    Dann man los Karl - wieder ein neuer spannender Anfang ...

    LG
    Dia

    Hallo Hedi,

    Zitat von dieHedi

    Vor schlimmerem bewahrt ? Ich weiß nicht...

    Sicherlich ist Dir klar, dass Kinder von ihren Eltern lernen. Sie übernehmen Verhaltensmuster der Eltern.
    Soll er von Dir lernen, von seinem Vater ? Oder gar von beiden gewisse Verhaltensmuster übernehmen, welche Dir nicht gut getan haben ?

    Du bist hier, weil Du dagegen angehen willst, weil Du so nicht mehr weiterleben möchtest - dein Kind ist noch zu klein um sich "Hilfe" zu suchen. Dein Kind vertraut Dir, es lernt von Dir. Es soll glücklich werden im Leben und nicht einem sinnlosen Kampf zusehen müssen, welches es nicht versteht.

    Das würde ich darunter verstehen - .... vor schlimmerem bewahren.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Bella,

    herzliches Willkommen hier :) Mir scheint, Du bist grad in einer "Aufwachphase", sonst hättest Du Dich sicherlich nicht hier angemeldet.

    Zitat

    Ich habe keinen Führerschein mehr, weil ich mit ihm getrunken hab und danach noch gefahren bin weil wir gestritten haben und ich nach Hause wollte,
    ich hab meinen Job verloren, weil er mich zu oft so geschlagen hat, dass ich nicht auf die Arbeit konnte, da ich beruflich im Hotel an der Rezeption gearbeitet hab und ständig Gäste um mich waren, da kommt ein Blinker eben nicht gut, also krank. Da hatte meine Chefin auch irgendwann die Schauze voll und hat mir gekündigt,
    ich hab keinerlei Ersparnisse mehr, weil wir das alles sozusagen auf den Kopf gehauen haben, wenn mal wieder Motivation da war und ich dachte jetzt wird endlich alles gut, was dann natürlich nicht so war.

    Lies Dir diesen Absatz nochmal bewusst durch ! Wenn das eine gute Freundin von Dir geschrieben hätte - was würdest Du ihr raten und sagen ?

    Wie kann man einen Menschen lieben, der weder Respekt noch Liebe für Dich empfindet ? Man prügelt doch auf niemanden ein, geschweige denn auf den Menschen den man angeblich liebt.

    Meinst Du nicht, Du solltest Dir professionelle Hilfe suchen ? Es gibt doch sicher Beratungsstellen für misshandelte Frauen.

    Fang endlich wieder an zu Leben - ohne Schläge und Demütigungen. Sicher wirst Du wieder einen Job finden, irgendwann auch wieder den Führerschein machen, Ersparnisse aufbauen - DU hast doch nur ein Leben !

    Grüßle
    Diandra

    Hi,

    ich sehe mich nicht als "Gluckenmutter".

    Meine Töchter (16 u. 17 J.) sind sehr selbstständig. Vielleicht allein schon deswegen, da ich gute 9 Std. vollzeit beschäftigt bin. Ich trage ihnen nicht ihre Sachen hinterher, ihre Zimmer sind ihr Reich, jeder hat seine kleinen Aufgaben und ich koche auch keine Mahlzeiten vor. In der Woche verköstigen sie sich selber.

    Auch schulisch habe ich sie "allein" werkeln lassen. Ich war immer der Meinung, dass ich die Hausaufgaben nicht kontrollieren muss. Sie müssen sich mit ihren Lehrern auseinandersetzen, wenn sie der Meinung sind, diese schlampig oder gar nicht zu machen. So wie es aussieht, bin ich damit gut gefahren. Beide Mädels sind gut in der Schule und in Heftführung haben beide immer eine 1 oder 2.

    Meine Mädels haben großes Vertrauen zu mir. Sie erzählen mir alles, fragen oft um Rat, haben keine Angst zu erzählen was schiefgegangen ist und sie wissen, egal was ist, sie können jederzeit zu mir kommen.

    Mama Taxi bin ich auch, aber bei dem, was heute so alles passiert nehme ich solche Fahrten gern in kauf, da ich dann weiß, dass sie wieder wohlbehalten zu Hause landen. Wenn sie woanders nächtigen, vertrau ich ihnen. Ich prüfe nicht nach und telefoniere nie hinterher. Einzig so gegen Mitternacht schreibe ich eine sms - frage ob alles okay ist und wünsche eine gute Nacht. Kriege immer zur Antwort: alles okay - schlaf schön und ich habe Dich lieb :D

    Nee, gluckenhaft bin ich nicht. Da kann ich loslassen, da vertraue ich. Ich weiß, dass sie das für ein eigenständiges Leben brauchen.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Ayki,

    nu beginnt die nächste Phase der CoUNabhängigkeit :D

    Freue mich sehr darüber, dass es Dir und Deinen Kiddys gut geht. Stimmt, 1 1/2 Jahre Entwicklung machen bei Kindern eine Menge aus. Sie werden leichter händelbar, man kann mehr unternehmen und strahlende Kinderaugen sagen einem jeden Tag aufs neue, dass man richtig gehandelt hat.

    Dann man los Ayki *lächel* - lasst es Euch weiterhin gut gehen. Alles Liebe und Gute wünsche ich Dir.

    Laß hin und wieder was von Dir hören. Dann werde ich winken :P

    LG
    Dia

    Zitat von Ayki79

    Ich wünsche euch allen eine schöne Woche! Und dass mir keine Klagen kommen *lach* Haltet die Ohren steif!


    Bei den bevorstehenden Temperaturen dürfte uns das nicht schwer fallen :?
    Ayki, wir werden so brav sein, dass es geradezu langweilig wird 8)

    @Karl .... himmlische Vorstellung - danke für den Heiterkeitsausbruch bei mir :P

    LG
    Dia

    Hallo Ayki,

    warum sollten Deine Eltern den Hund nehmen ? Ein großer Hund bedeutet Verantwortung ! 4 x am Tag Gassi gehen bei Wind und Wetter. Den Fehler hat Dein Mann gemacht - warum sollten sie ihn ausbügeln ? Dir und Deinen Kindern zuliebe ? Deinem Mann zuliebe ? Das sollte man nicht verlangen. Eltern wissen in der Regel nämlich, wer schlussendlich dann immer für das Tier zuständig ist.
    Sei nicht unfair Ayki - sie wollen Dich ganz sicher nicht ärgern oder Deinen Kiddys wehtun. Diesen Mist hat Dein Ex verzapft - niemand sonst. Und Du hast es ja auch schon vorausgesehen.

    Wünsche Dir ein paar schöne Tage in Holland - abschalten, Tapetenwechsel - lasst es Euch gut gehen :D

    LG
    Dia

    Hallöchen :)

    @Ayki ...Asche auf mein Haupt ? :wink: Ayki, wenn ich eins gelernt habe, dann, dass ich weiß das man Worte in zig Variationen anwenden kann. Welche Bedeutung sie schlussendlich haben wird sich immer irgendwann zeigen. Also ich habe nicht vor meine Ziele und Planungen auf ihn abzustimmen. Ich habe auch nicht vor nu wieder brav in meinem Eckchen zu sitzen und zu warten. Alles bleibt wie gehabt. Und das Gute daran ist, Mr. Vielleicht hat ja auch nicht vor in ein paar Monaten mit Sack und Pack vor der Tür zu stehen.
    Es mag nach viel Planung klingen Ayki - aber da hat sich nichts wesentliches geändert seit der 1. Therapie. Nur das, dass er seine eigene Bude beziehen wird, wenn die LZT beendet ist. Das sind halt die Pläne, welche in der Thera erarbeitet werden. Sie würden ihn schon bremsen wenn das nicht machbar ist. Muss ich mir aber keine Gedanken drum machen.

    Ette ... oh ich mache mir keine großen Gedanken. Mir geht es gut. Ich entwickel mich gerade zu einer verwöhnten Göre, die es viel zu sehr genießt ihren Alltag so zu gestalten wie es ihr gefällt :wink: Ich geniesse diesen Abstand auch - zeigt er mir doch jeden einzelnen Tag was ich mir zutrauen und zumuten kann und wozu ich überhaupt in der Lage bin. Ein unabhängiger, eigenständiger Mensch hat sich entwickelt der sich durch schöne Worte sicherlich nicht mehr groß beeindrucken lässt. Da müssen dann schon im Laufe der Zeit Taten sprechen :D

    Ja Ette, auch ich habe festgestellt, dass diese neu gewonnene Selbstsicherheit mir viele Wege ebnet. Ich bin so gut wie angstfrei wenn es um die Zukunft geht. Alles ist händelbar. Niemals hätte ich das neue Jobangebot abgelehnt wenn man mich vor 3 Jahren gefragt hätte. Heute sehe ich das anders und konnte dementsprechend selbstbewusst handeln und ablehnen. Ich bin immer noch davon überzeugt, das richtige getan zu haben und mir geht es richtig gut mit dieser Entscheidung. Irgendwie zieht sich das jetzt durch alle Bereiche. Und es gefällt mir. Manchmal wird man dadurch sogar schon ein wenig übermütig :wink:


    Eins beschäftigt mich aber schon ein wenig. Es belastet mich aber nicht !
    Sicherlich bin ich eine der wenigen, die das "Vergnügen" hatte 3 Therapieformen mitzuerleben. Die vierte läuft ja nun gerade.
    Jede Therapie hat anders gewirkt. Jede Therapie hat andere Auswirkungen gezeigt. Jede Therapie hat Veränderungen gebracht. Mir scheint es gibt Organisationen, wo das "finanzielle" doch mehr im Vordergrund steht als der Mensch. Thera 2 und 3 = eine Organisation. Thera 1 + 4 = eine andere Organisation.

    So ein bißchen beschleicht mich das Gefühl, als wäre das alles ein "Großversuch" mit unterschiedlichen Behandlungsformen. Guppe 1 wird Ichbezogen behandelt; Gruppe 2 sozialverträglich. Völligst verrückt, was da mit einem Menschen passiert, wenn er sich mit der zugeteilten Form nicht identifizieren kann. Sicherlich gibt es da noch mehr Abstufungen. Ich finde das irgendwie erschreckend. Ist mehr auf Gefühlsebene, als das man es in Worten ausdrücken kann.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Ayki,

    ja Du hast richtig verstanden, aus diesem Grund sitz ich im Rollstuhl. Hatte allerdings das Riesenglück, dass nur meine nicht vorhandenen Beine betroffen sind. Schlimm ? Nöö schlimm ist das in dem Sinne nicht für mich. Ich kenn es ja nicht anders. Und wie man sieht steh ich mitten im Leben - für meinen Geschmack manchmal sogar zuviel :? Aber ich freue mich riesig, dass wir jetzt endlich doch Anerkennung und Hilfe bekommen. Das Leben als Rollstuhlfahrerin ist doch recht teuer.


    Gestern war ja Samstag. Nu isser rum und dies ist mir wiederfahren :shock:

    Der Samstag ist so gut wie rum - und ich sitz hier wie eine nasse Katze, die heimlich ihr Fell trockenschüttel will, weil sie tolpatschig ins kalte Wasser gefallen ist :shock:

    Mr. Vielleicht war hier. Jooo, es wurde geredet - aber ich habe wohl den kleinsten Anteil daran gehabt. Um 11.00 Uhr ist hier ein D-Zug durch meine Bude gedüst und der Fahrtwind läßt noch immer meine Haare wild wehen :shock:

    Also er befindet sich auf einem großen Bauernhof mitten aufm Land mit Pferden, Schweinen und Hühnern (welche aber wohl hofffentlich nicht auch therapiert werden :roll:) . Ist wohl doch eher ne LZT - als wie die beiden letzten WG-Aufenthalte.

    Wat hat er alles erzählt - Betreuer aus der 1. WG ist rückfällig geworden - 2. WG hätte nicht in dieser Form für ihn ausgesucht werden dürfen. Die waren dort zuviel auf sich allein gestellt und haben sich dementsprechend zweigleisig entwickelt. Tagsüber brav therapieren lassen - ab 17.00 Uhr ging da die Post ab. All das was mich an seinem merkwürdigen Verhalten abgenervt und angepickst hat wird ihm gerade um die Ohren gehauen. Seine neue Teenagerkarriere, sein Bushido-Sido-Tick, seine Abwertung der arbeitenden Bevölkerung gegenüber und noch einiges anderes.

    Der Startschuss fiel mit: "Ich weiß Du willst Dich trennen - ich habe das verdient mit dem, was ich Euch da zugemutet und angetan habe. Aber er wird um uns kämpfen und will uns nicht verlieren. Du hattest recht mit .... Aufzählung folgte. Dann seine angestrebten Ziele - was er für die Zukunft vorhat, wie er es vor hat - gewisser Zeitrahmen.

    Er wird in ca. 5 Monaten wieder in diese Stadt kommen, sich ein Zimmer nehmen und das allein leben lernen mit therapeutischer Begleitung und SHG.

    Bis dahin wird er auch Klarheit mit seinen Eltern und Geschwistern schaffen, sich mit ihnen auseinandersetzen.
    Abendschule macht er auch wieder weiter.

    Jeder Einwand von mir war richtig und okay, wurde angehört - ABER
    Tenor: keine andere Frau ist so wie Du - ich will um meine Familie kämpfen - ich habe dies noch nie getan.

    Dann kam noch seine Bitte, dass von jedem von uns ein Foto haben möchte - ein ganz aktuelles. Er ist stolz auf uns - er liebt uns - und das möchte er jedem zeigen. Er hat noch nie ein Foto von mir mit sich rumgetragen :shock:

    Ich fühl mich jetzt erst mal überfahren - neue Therapie - neue Taktik - oder was passiert da nu grad wieder. Seine allererste Therapeutin von vor 4 Jahren hat wieder dafür gesorgt, dass er in unserer Nähe bleibt. Sie meint er gehört hier hin. Zu mir und meiner gesamten Familie - einschließlich meiner Mutter, welche wohl für ihn immer mehr Mutter war als seine eigene. Spricht er von seinen Eltern und seinen Geschwistern in der Therapie steht er nicht in Tränen - geht es im Gespräch um mich und meine ganze Familie steht er dauernd im Wasser :shock:

    Das also war mein Samstag.


    Wisst ihr, was am verrücktesten an der ganzen Situation war. Nach 1 Stunde hier sein keinerlei Fremdsein mehr. Alles vertraut, keinerlei Scheu - zeitweise das Gefühl er war nie weg - ich schaffe es einfach nicht 29 Jahre abzuschütteln und eine Mauer zu errichten welche mir hilft dass er nur noch ein Mensch für mich ist mit dem ich nicht unbedingt befreundet sein will - den ich somit völligst unbeteiligt betrachten kann.

    Was verbindet uns da bloss dermaßen - ihm scheint es ja irgendwie genau so zu gehen. Ich bin nicht süchtig nach ihm - ich kann sehr gut ohne ihn leben. Aber sobald wir uns sehen geht da eine Chemie ab - die ist unfassbar. Das kann man nicht mal so richtig beschreiben.

    Mein Gesagtes wurde gehört, zur Kenntnis genommen, Zustimmung erfolgte - alles ist richtig so - ABER ....

    ...so kann und will er mich nicht gehen lassen.

    Na da habe ich ja heute echt viel erreicht :?

    Hallöchen Ayki,

    mir und meinen Mädels geht es ganz gut. Unser 3-Mädel-Haushalt funktioniert hervorragend und außer dem typischen Teenierumgezicke herrscht hier Frieden, gute Laune und Zufriedenheit :D

    Tja und Mr. Vielleicht wurde Perfektioniert zum Wackeldackel. Ich weiß, dass klingt nicht nett von mir und im Endeffekt ist es vielleicht ja sogar genau dass, was er braucht um langanhaltend trocken zu werden. Allerdings werde ich seinen Weg nicht mehr begleiten - weder aktiv noch inaktiv und geduldig wartend. Leicht verbittert bin ich nur noch über die Art und Weise wie wir schlussendlich ins "Aus" geschossen wurden. Aber im Laufe der Zeit wird auch das verschwinden.
    Jedenfalls befindet sich Mr. Vielleicht in einer anderen Stadt - wieder in einer großen WG mit Therapie und sturkturierter Haushaltsführung - also alles wie schon 2 x gehabt :roll: Wir wurden nicht mal davon informiert, wann er dorthin ist und was man sich davon verspricht.

    Morgen wird es vielleicht nochmal schwer. Er kommt vorbei und holt sich noch einen Teil seiner Sachen. Dann werde ich hoffentlich für Klarheit schaffen können, so dass dann jeder seinen Weg gehen kann ohne noch Rücksicht nehmen zu wollen oder zu müssen.


    Aber es gibt auch anderes zu berichten :D

    Meine Ma hat die Chemo hinter sich gebracht - jetzt kriegt sie ihre Bestrahlungen und es geht ihr recht gut dabei.

    Habe einen netten Kollegen, der neuerdings mind. 3 x tägl. auftaucht um rumzuflachsen, Kaffee zu trinken oder nur Hallo zu sagen. Das artet grad in einer netten Flirterei aus und das tut mir richtig gut.

    Die Mega-Nachricht ist aber: Das Thema "Contergan" gerät in Bewegung - es hat sich was getan - die Bundesregierung hat mal unglaublich flott reagiert :shock: und somit treten finanzielle Sorgen langsam aber stetig in den Hintergrund.

    Wenn ich den morgigen Tag mit Bravour hinter mich gebracht habe, dann beginnt für mich ein "neues" Leben. Ich habe Nachholbedürfnis. Von laut singen, flirten, rumtanzen, rumalbern bis über einige Veränderungen an mir habe ich vor, bis zum Ende des Jahres das DIA-JAHR zu erleben und es zu einem besonderen Jahr gemacht zu haben.

    Wenn man morgens mit einem Lächeln auf den Lippen erwacht und sich auf den Tag freut, dann denke ich, ist man auf dem besten Weg :P

    LG
    Dia

    Hallo Bonny,

    wie Du siehst ist es ein langer Weg um aus dieser Situation rauszukommen. Gut, Du bist umgefallen, hast wieder Hoffnung gehabt und alles geht wieder von vorne los. HALT ! Nicht ganz ! Ein kleines Stück weiter bist Du schon, Du weißt, wie Du Dich verhalten sollst. Gerade der Anfang ist am schwierigsten. Also, aufstehen - neu anfangen - konsequent bleiben !

    Deine Ängste kennen wir auch. Klar hat man am Anfang Angst vor dem allein sein, aber Du wirst überrascht sein, wie gut einem das eigentlich tut. Es dauert ein paar Tage bis die ersten Anspannungen sich zaghaft lockern. Du hast liebe Freunde, Du hast hier das Forum - DU bist gar nicht sooo allein. Schreib ruhig weiter - das tut gut und jeder hier hatte schon seinen eigenen Rückfall. Wichtig ist, das man aufsteht und weitermacht ! Steh dazu und mache nun die nächsten Schritte ! Es ist nicht schlimm zu fallen, aber es wäre schlimm liegenzubleiben.

    Also - *Kopf.hoch* - durch dieses Tal kommt man durch - mit vereinten Kräften - wenn Du dann irgendwann auf der Bergspitze stehst werden wir uns mit Dir freuen.

    Bleib konsequent ! Lebe Dein eigenes Leben so wie es für Dich am schönsten wird.

    Ich möchte Dir ganz viel Kraft und Zuversicht schicken Bonny

    Grüßle
    Diandra

    @Karl ...Stoffel(sche) schlägt sich recht gut durchs Leben :) - wer weiß *lach* vielleich baut er grad das ultimative Traumbaumhaus überhaupt. Soweit ich weiß geht es ihm recht gut und er ist zufrieden.

    Was macht mich zufrieden ?

    Wenn ich den Morgen schon mit Elan beginne.
    Wenn die Sonne glutrot untergeht, während ich in den Feierabend fahre.
    Wenn die Meisen bei den ersten warmen Sonnenstrahlen in der Mittagszeit durchs Geäst der Bäume toben und sich gegenseitig lautstark lockenm während ich in der 1. Etage am offenen Fenster sitze und auch die ersten warmen Sonnenstrahlen geniesse und sie dabei beobachten darf.

    Auf einmal gibt es so viele Kleinigkeiten, die einem wieder auffallen - wo man kurz innehält und sich einfach nur glücklich fühlt. Schön, dass ich dies nun wieder erleben kann.

    Grüßle
    Diandra