Beiträge von Diandra

    Hallo Ayki,

    ach je Du Ärmste - hoffentlich geht es Dir ganz schnell wieder besser.


    Mir gehts relativ gut. Er war heute hier - haben einen Weihnachtsbaum geholt und er hat ihn schon aufgestellt. Ansonsten war er heute sehr schweigsam und ich habe ihn schweigen lassen.

    Boah unser Katzenmädchen hängt nun dauernd im Baum drin *grummel* ich sitz hier mit der Wasserspritze und bewache mehr oder weniger den Tannenbaum :roll: - weia - ich denk mit grauseln dran wenn ich ins Bett gehe - wenn ich morgen früh aufstehe hängen die Kugeln an der Bananenpflanze, die Lichterkette im Fikus und der Tannenbaum ist nakkisch :?

    Liebe Ayki schau bloss dass Du schnell wieder auf den Beinen bist - wünsche Dir gute Besserung - pfleg Dich.

    LG
    Dia

    Au weia - jetzt hat se sich auf mich eingeschossen :roll:

    *kopfschüttel* ich danke Dir für Dein überaus fundiertes Wissen.

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    Irgendwie klingt doch sein Verhalten eher noch wie jemand, der noch am trinken ist. So sehr viel gebracht hat die Therapie wohl net. Selbst wenn er jetzt trocken ist fehlt wohl irgendwie noch ne verhaltenstherapie, damit er auch durchhalten kann.

    Das überlassen wir dann mal den Therapeuten und Psychologen in seiner WG ...gell ?


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    Aber Du wirkst auf mich irgendwie auch so unselbständig. Ich selber zum beispiel habe bis auf 2 Jahre immer alleine gelebt ohne Mann, obwohl ich auch fast imemr in einer Beziehung steckte.
    Aber ich war immer selbständig, nie abhängig von einem Mann. Und wenn ich das so lese, dass Du gerade die letzten Dinge selber machst wofür Du ihn normalerweise gebraucht hattest und Du 'Kühlschrank' aussuchen schreibst , da rutscht schon so ein mildes Lächeln über meine Lippen.
    Das ist irgendwie ziemlich Klischeehaft. Kann er auch mittlerweile seine Spaghetti selber kochen?

    Jepp ich bin dermaßen unselbstständig, dass ich 2 entzückende Töchter allein erziehen darf, einen Ganztagsjob habe, meinen Haushalt allein schmeisse und mein ganzes Leben nebenbei im Rollstuhl verbringe.

    Zum GEFRIERschrank: Bisher ist das noch UNSERE Wohnung. Bei Neuanschaffungen war ich bisher immer der Meinung - lass es uns gemeinsam aussuchen ! Ohne das geringste Hintergrundwissen sollte man sich m. E. mit unqualifizierten Äußerungen sehr zurückhalten *auch.mal.milde.lächel*

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    Also ich brauche einen Mann für eine schöne Rückenmassage- Da komm ich selber nämlich nicht ran und Masseure sind so teuer 'grins'.
    Und dann noch dieses eine.......
    Nein wirklich, vermisst Du Deinen Mann wirlich , um einen Kühlschrank auszusuchen? Dann kann ich es schon verstehn, wenn manche Männer sagen, dass Frauen zu sehr klammern und immer alles mit ihrem Mann machen wollen. Ich gebe Dir jetzt mal nen Tipp. Lass Dir einfach siene Kreditkarte geben und kauf Dir nen Schönen Kühlschrank. Dann noch ne Eintrittskarte für die Chippendales und als drittes so nen heißen Fummel aus Seide oder Satin. Und damit schockierst Du ihn einfach das nächste Mal , wenn er zu Dir kommt. Und in Dein neues Eisfach legst Du ne Packung alkoholfreies Eis und damit verwöhnst Du Euch beide.
    Da kannst Du auch Deine mütterlichen Triebe einmal auf ne ganz andere Art und Weise ausleben. Nur Mut!
    Eis hat er bestimmt lange nicht gegessen, schmeckt net so gut mit Alkohol

    .

    Schätzchen - wieso ich dermaßen um meinen Mann kämpfe liegt doch wohl auf der Hand *Augenbraue.heb*. Deine tollen Tipps ringen mir da nur ein müdes Lächeln ab.

    Es wäre sehr nett von Dir, wenn Du Dein Niveau aus meinem Thread raushalten würdest. Konstruktive Ratschläge, Diskussionen die nicht unter die Gürtellinie gehen und wichtige Erfahrungswerte sind hier immer gern gesehen.

    Diandra

    Da isse wieder :D

    Danke Speedy, danke Spedi - nicht das ihr denkt, ich habe mich beleidigt zurückgezogen :D. Ich weiß dass ihr nicht ganz unrecht habt mit Euren Aussagen ! Aber das Umsetzen ist sooo schwierig :?

    Der Terz ging weiter. Freitag war er da - war stinkig, weil die Übernachtung gestrichen wurde. Er durfte das ganze Wochenende das Haus nicht verlassen, da er mal wieder Rückfallgefährdet eingestuft wurde. Darauf konnte ich eigentlich nur entgegen: selber Schuld, musst Du auch jedesmal so ein Theater veranstalten wenn irgendwas schief geht oder sich noch nicht in Luft aufgelöst hat, wie von Dir erwünscht.

    Sonntag wollte er sich melden - nix - . Nach unserer Debatte am Freitag mit seiner Ansage: ich könnte ja auch mal anrufen habe ich dann am Sonntag versucht anzurufen. Schade schade schade, Handy war abgestellt.

    Heute kam er überraschend vorbei, wir haben Weihnachts- u. Geburtstagsgeschenke gekauft.

    Zur Debatte heute im Auto kam eigentlich nur die Rückmeldung: Ich möchte mich jetzt nicht streiten - Thema erledigt. :shock:

    Okay, ich habe nun genug rumgeeiert, ich habe mich genug geärgert, ich habe hier viel gelesen, ich habe in den letzten Tagen viel nachgedacht und ich werde jetzt genau so vorgehen, wie ich es für richtig halte.

    Immerhin ist es mittlerweilen so, dass ich keinerlei Ausreden mehr finde, warum ich ihn unbedingt wieder um mich haben muss. Bei jedem ...ja aber... fällt mir zur Zeit eine andere Alternative sofort ein. Das war bis vor ein paar Tagen noch nicht so. Und ich werde jetzt Punkt für Punkt all die Dinge erledigen oder erledigen lassen, welche ihn für mich noch unentbehrlich machten.

    Den Anfang habe ich schon gemacht - Gefrierschrank und Staubsauger habe ich selber ausgesucht und nach eigenem Gutdünken gekauft. Ich bitte nicht mehr lang und ich warte auch nimmer.

    Und was ER jetzt daraus macht ist seine Sache. Hauptsache ich fühl mich gut dabei !

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Nora,

    die traurige Wahrheit ist, dass was Du hier gerade propagierst, haben wir schon lange hinter uns. Genau diese Euphorie hatten wir nach dem 1. Entzug meines Mannes. Wir haben es auch auf diese Art versucht und sind kläglich gescheitert.

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    du klingst sehr verbittert und frustriert.
    Es tut mir leid, wenn es dir nicht gut geht. Uns geht es momentan sehr gut und ich teile es mit um anderen Hoffnung zu machen.

    Mag sein, dass mein Thread hin und wieder so klingt - der Thread beschäftigt sich allerdings ausschließlich mit den erlebten und gefühlten Situationen die entstehen, weil ER in einer Lanzeittherapie ist und ich lernen muss, dass auch unser Leben sich weiterhin gravierend verändert. Und das nicht immer im Guten zur Zeit. Aber noch haben wir beide ein gemeinsames Ziel - ob wir es halten können ist eine andere Frage.

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    Wir führen gesellschaftlich ein schönes Leben. Wir haben einige nette Freunde, laden uns gegenseitig zum Essen ein, treffen uns hin und wieder zum Wandern, Radfahren etc.

    Wie kommst Du darauf, dass ich kein nettes zufriedenstellendes Umfeld habe. Wenn es nach den Leuten ginge wäre ich dauernd unterwegs - ich erhalte soviel liebevolle Aufbauarbeit, dass ich selber manchmal STOP sagen muss.

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    Es ist doch vollkommen normal, dass man Wein zum Essen trinkt. Sollen sich jetzt alle ändern, nicht jeder der Wein trinkt hat ein Problem.

    Meine Einstellung zum Alkohol hat sich einfach geändert. Gegenfrage: Wieso eigentlich muss man zu einem guten Essen Wein trinken ? Ich genieße es sehr essen zu gehen, ich probiere gerne unbekannte Sachen aus aber Wein brauchte ich noch nie dazu.

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    Wir haben uns geändert, wir trinken nichts! Daran müssen sich die anderen gewöhnen, das ist es doch einfach gesagt.

    Du magst kein Problem damit haben und Du entscheidest gerade, dass Dein Mann dann damit auch keine Probleme haben wird.

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    Ich wüßte nicht welches Umfeld besser wäre, um sich auch zu bekennen. Wenn man sich schon 20 Jahre kennt, Freunde seit seiner Kindheit hat, die einem selbst im entfernten Ausland besuchen kommen und hier in 12 Jahren einen festen Bekanntenkreis aufgebaut hat, ist mein nächster Schritt eher die Aussprache als eine Isolierung.

    Es geht hier nicht um Isolierung. Wirklich gute langjährige Freunde unterstützen den guten Freund wenn sie hören, dass er ein Problem hat. Das ist dann einfach selbstverständlich ! Und die, die später übrig bleiben die haben sich tatsächlich dafür interessiert, wissen worauf es ankommt und erwarten nicht, dass man heldenhaft "Willensstärke" präsentiert. Denn mit Willensstärke hat das ganze überhaupt nichts zu tun.

    Hier sind viele erfahrene langjährig trockene Alkoholiker. Deren Erfahrungswerte sollten wir schätzen und genau hinhören. Sie wissen wovon sie reden - Du und ich - sollten von ihren Ratschlägen profitieren. Die Wahrheit kann schon mal gnadenlos sein - hier wird nichts beschönigt, aber hier ist man auch nicht allein.

    Grüßle
    Diandra

    Hi,

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    Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht. Solchen Situatinen sind wir in Zukunft oft mehrmals in der Woche ausgesetzt. Die Gesellschaft besteht aus Menschen die Wein zum Essen trinken.

    Aus der Sucht zu finden und sich zu verändern bedeutet für Deinen Mann, dass er sein Umfeld ändern muss ! Solche Situationen sollte man strikt meiden und das für lange Zeit.

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    Ich möchte meinen Mann nicht in Watte packen! Muß er nicht mit der Realität leben, dass andere mehr oder weniger trinken und etvl. blöde Sprüche machen?

    Ganz ehrlich, was Du möchtest ist unrelevant ! Dein Mann muss entscheiden was gut für ihn ist und was nicht. Viel später, wenn er gefestigt ist, wird er selber entscheiden müssen, welchen Situationen er sich aussetzen mag und welchen nicht.

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    Sollen wir jetzt auf jedes gesellschaftlich Leben verzichen. Ich kenne überhaupt keine gesellschaftliche Runde, wo keiner trinkt.
    Am Samstag waren wir auch aus und wir waren die einzigen mit Wasser, waren lustig, eigentlich lustiger als die, die getrunken haben.

    Es würde mir sehr zu denken geben, wenn mein ganzes gesellschaftliches Leben darauf reduziert ist, dass ich nur Dinge unternehmen kann mit anderen, wenn Alkohol im Spiel ist.

    Wir haben z. B. die Konfirmation meiner Tochter völligst ohne Alkohol gefeiert. Klar waren einige Leute am Anfang ein wenig irritiert. Trotzdem war es eine schöne Feier.

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    Danke für eure Warnung, ich bin mir auch bewußt, dass es riskant ist.

    Ich glaube nicht dass Dir bewusst ist, wie riskant das alles für Deinen Mann werden kann. Wenn Du Dich mal richtig mit den gesamten Auswirkungen befasst, dann wird es Dir sicherlich sehr leicht fallen zu akzeptieren, dass sich einiges im Leben grundsätzlich ändern muss um lebenslange Abstinenz leben zu können.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo nora,

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    Morgen sind wir eingeladen, wo uns der Gastgeber auf jeden Fall überreden will. Am Telefon fragte er schon, was wir wünschen, ich sagte ihm für mich Wasser ohne Sprudel, da machte er sich schon lustig und für meinen Mann mit Kohlensäure. Die Antwort: das könnt ihr doch nicht machen, zu einem schönen Essen gehört doch ein Glas Wein.......


    Genau diese Situationen sollte man tunlichst auf längere Sicht gesehen vermeiden. Vielleicht mag es diesmal gutgehen, da Du ja hoch motiviert bist und Deinen Mann förmlich mitzureissen versuchst. Aber auf Dauer wird das ganz sicherlich nicht gut gehen. Dein Mann trinkt erst seit ein paar Tagen nichts mehr, ganz sicher bist Du Dir dabei auch nicht immer, was wollt ihr beiden Euch denn da beweisen ?

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    Gestern trafen wir jemand, der sagte: ihr seht aber gut aus. Ich darauf: wir trinken keinen Alkohol mehr..............
    Ich beziehe mich immer mit ein um meinen Mann nicht alleine dastehen zu lassen und ausserdem stimmt es ja auch, ich trinke jetzt auch überhaupt nichts mehr, weil es mir gut tut und es ihm einfacher macht, als wenn ich auf einer Einladung Wein trinke und er nicht.

    Irgendwie klingt dass hier alles nach einem leichten, lustigen Spiel - ein paar Tage nichts getrunken und wir sind auf dem Wege der Genesung.

    Liebe Nora, ihr steht noch ganz am Anfang - ihr müsst beide noch sehr viel an Eurer Situation arbeiten. Natürlich ist man am Anfang sehr euphorisch, aber das legt sich auch sehr schnell wieder und dann beginnt der schwierigere Teil.

    Ich wünsche Euch alles Gute, viel Kraft und Durchhaltevermögen.

    Grüßle
    Diandra

    Danke Dir für die guten Wünsche speedy :D

    Irgendwie bricht grad wieder mein Galgenhumor durch - man war das heute ein Tag :?

    Habe heute nachmittag einen Anruf von ihm auf Arbeit bekommen. Ob ich ihn abholen würde, die Geschäfte wo wir hinwollen wären ja eh alle in seiner Umgebung. Okay - kein Problem (wollte ja eh hinfahren um endlich mal Klartext mit ihm zu reden).
    Dann ein Nachsatz von ihm: Krieg keinen Schreck wenn Du mich siehst - die Haare sind ab :shock:

    Vor ein paar Wochen hatten wir dieses Thema schon mal, weil die ganzen WG-Mitbewohner sich die Köpfe fast kahlrasiert lassen haben - weil ist im Sommer ja sooo praktisch. Damals bat ich ihn das nicht zu machen, hatter er schon mal und es steht ihm einfach nicht - keine Kopfform für :?

    Ich fuhr dann mit einem sehr mulmigen Gefühl dort hin. Als er ums Auto rumkam konnte ich nur noch laut Sch.... sagen (sorry gehört normalerweise nicht zu meinem Sprachschatz). Fast kahlrasiert - nur noch ne Klettleiste mitten aufm Kopf - wahrscheinlich um dat Käppi anzupappen :? Dazu noch ein neuer Bart - was soll ich sagen - neben mir wandelt nun ein Bushido-Verschnitt :oops: im zarten Alter von über 40 :?

    Irgendwie bin ich immer noch geschockt.

    Wir haben dann auch intensiv miteinander geredet. Ich habe ihm gesagt, dass ich sein Verhalten nicht länger ertragen kann und will; wie ich mich fühle, dass ich weiß, das er mich gestern angelogen hat.

    Erst war er wieder aufbrausend, nannte mich egoistisch und das ich ihn nicht verstehen könnte. Die Therapie ist dermaßen hart für ihn, so dass er manchmal nicht anders handeln kann in dem Moment. Die Tabletten sorgen dafür dass der Kopf leer ist, dass er richtig gefühllos ist. Er kann nachts nicht schlafen weil er sich uns gegenüber so schuldig fühlt, er hat unser Leben versaut, weil ohne Alk hätte vieles ganz anders sein können, dass alles brach dann aus ihm raus und noch einiges mehr.

    Gestern war er nicht ehrlich zu mir, weil er mich schonen wollte. Er hatte einen bescheidenen Tag, Post die ihn runtergezogen hat, beim Küchendienst das Essen versaut, Ärger in der WG - Saufdruck. Um den zu lindern wollte er was radikales machen - statt zu saufen dann halt so einen Haarschnitt.

    Nun hat er mich gebeten, mit ihm gemeinsam bis Jan. durchzuhalten. Er will versuchen keine Mißverständnisse mehr aufkommen zu lassen und ehrlich zu sein. Die Tabletten werden nun langsam ausgeschlichen und im Jan. fängt die 2. Phase seiner Therapie an - u. a. mit mehr Zeit für die Familienintegration.

    Und nun ?

    Worin liegt nun meine Konsequenz ?

    Mit durchhalten, weiterhin an einem Strang ziehen und die harte Zeit durchstehen ?

    Alles Abbrechen und für eine längere Zeit eine Auszeit nehmen ?

    Sich noch etwas mehr Abgrenzen um ein deutliches Zeichen zu setzen aber wie versprochen und erbeten am Ball zu bleiben.

    Hallo ayki,

    Du hast ja recht; aber ich könnte Dir jetzt schon sinngemäß Inhalt und Antwort des Gesprächs wiedergeben so ala

    "Ich weiß ja dass Du recht hast, aber seitdem ich die Tabl. nehme kann ich mir nichts mehr merken" -
    "Wenn Du weiter so mit mir sprichst gehe ich - Du weißt, dass ich bei Situationen wo ich mich nicht mehr wohlfühle gehen soll :shock: "
    "Es tut mir leid und wenn ich Tabl. nicht mehr nehmen muss, dann wird das alles besser"

    Das wird höchstens ein Gespräch, welches sich im Kreis dreht - dann gehts kurz wieder gut und dann gehts von vorne los.

    Da muss ich jetzt erst mal ne Nacht drüber schlafen - jetzt werf ich erst mal ne Asprin rein - Kopfschmerzen lassen grüßen :(

    LG
    Diandra

    Hallo lillieput,

    fass Dir ein Herz, sag ihr das, was Du gerade hier geschrieben hast. Erkläre ihr, das Du Dich mom. sehr viel mit Dir und Deiner Sucht befasst - sie wird Dich sicherlich verstehen ! Erzähl von Deinem Erfolg und wie Du Dich dabei fühlst.

    Ein weiteres Aufschieben auf die nächsten Tage würde nur dafür sorgen, dass Du dich immer mehr schämen würdest und irgendwann hast Du es ganz verdrängt.

    Gib Dir einen Ruck lillieput - Du schaffst das :D

    Grüßle
    Diandra

    ....und wieder da :?

    Nachdem ich am WE wieder auf einem "Hügel" ganz oben stand kam heute am spätnachmittag wieder die "Talfahrt" :evil:

    Für heute war abgemacht, dass er nach seinem Besuch beim Psychiater auf direktem Weg hierherkommt, damit wir gemeinsam nach einem neuen Gefrierschrank schauen können (will doch meine Weihnachtsgans frühzeitig besorgen :wink: ). Bin deswegen auch extra früher von der Arbeit wech.

    Tja und dann habe ich hier gesessen und gewartet. Um 17.20 Uhr kam dann der Anruf - ihm ist grad aufgefallen lt. Plan, dass er ja zum Abendunterricht muss, der würde erst nächsten Mittwoch ausfallen :shock: Ich sach: Na sowas wie konnte Dir das auffallen, wolltest doch direkt vom Arzt hierher - kurze Stille - nee ich bin nach Hause (WG) gefahren, weil ich meine Geldbörse liegen lassen habe und die kann da ja nicht liegenbleiben :shock:

    Fein, jetzt sitzt ich wieder hier - stimmts - stimmts nicht *Gänseblümchen.zerpflück*

    Mein Bauchgefühl sagt mir gerade ganz unmißverständlich, dass ich derbe angelogen wurde :(

    Und nu ? Tu ich ihm unrecht - habe ich recht ?
    Konsequenz daraus ziehen - ja oder nein *Kacheln.im.Badezimmer.abzähl*

    Ich habe die Nase dermaßen voll *koppschüttel*

    Diandra

    Hi Spedi,

    Zitat

    Richtig, das bist Du und das ist Deine Meinung (und auch meine Meinung). Aber wir sind nicht er. Ob sein früheres Verhalten / Benehmen seinem Naturell entsprach oder jetzt sein "wahres Gesicht" durchkommt, wissen wir nicht. Aber Du setzt voraus, dass er sich so verhalten und auch so denken muss. Zwei Möglichkeiten sehe ich hier: Du denkst für ihn (warum, er hat selber einen Kopf auf). Oder aber Du willst, dass er sich so verhält, wie es Deinen Vorstellungen entspricht - dann musst Du ihm das auch so mitteilen, mit den entsprechenden Konsequenzen, wenn er das nicht tut.

    Nein, weder setze ich voraus noch will ich, dass es meinen Vorstellungen entspricht !
    Schlicht und einfach: Ich erwarte das von ihm! Und zwar genauso, wie ich das von Freunden, Bekannten, von Familie oder KollegInnen, von meinem Chef und von jedem anderen Menschen erwarte. Das ist normales gesellschaftliches Verhalten. Nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat

    Du hast das Recht auf die Einhaltung bestimmter Spielregeln, die in Deinem Umfeld und Deiner Familie gelten. Es macht aber keinen Sinn, deren Einhaltung "zu erhoffen", sonder sie müssen klar und verständlich kommuniziert sein und -das ist wichtig- mit entsprechenden Konsequenzen "bewehrt" sein. Sonst wirst Du für Deinen Partner auch in gewisser Weise unglaubwürdig, und das soll ja nun nicht sein.

    Ich weiss, dass das für Dich hart klingt und hart ist, aber Du wirst auf Lange Sicht nicht umhin kommen, dieses Gespräch mit Deinem Partner zu führen. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass er sich weiterhin "so durchmogelt" und Eure Zufriedenheit (die Ihr ja beide erreichen sollt) ist beim Teufel...mit allen Risiken, die daraus erwachsen.

    Ich habe auch nicht vor dieses Gespräch auf die lange Bank zu schieben oder gar darauf zu verzichten um des lieben Frieden willens. Aber ich hätte dann schon gern einen etwas klarer denkenden Menschen vor mir - anstatt diese Marionette - und bis dahin gibt es halt einfach nur klare und deutliche Sätze.

    Zitat

    Ach ja, und noch eine Kleinigkeit:
    Zitat:
    Als Angehörige ist man so oder so gekniffen - es ist niemandem daran gelegen einen Familienzusammenhalt zu fördern. Hier geht es ausschließlich darum den Kranken trockenzulegen. Das drumherum ist unwichtig.

    Das glaube ich Dir nicht so ganz, und das hast Du scheinbar auch schon selbst eingesehen:
    Zitat:
    Hier werde ich mal ein klares "Nein" setzen. Immerhin ist es so, dass die Therapeuten ihn wieder in unsere Richtung schubsen, wenn er sich mal wieder verkriecht. Das würden sie sicherlich nicht machen, wenn wir ihm auf irgendeine Art und Weise eher schaden würden.

    Das sehe ich schon etwas anders. Sie schubsen ihn nicht in unsere Richtung, damit es UNS besser geht, sondern das machen sie, damit es IHM besser gehen soll. Wären sie an einem Familienzusammenhalt interessiert, hätte es sicherlich so ein/zwei Gespräche gegeben. Denn den Damen und Herren müsste es klar sein, dass so eine Therapie auch sehr schwierig für Angehörige ist - gerade weil wir hier von gut und gerne 1 1/2 Jahren sprechen die einem eine ganze Menge an Geduld abverlangen. Wäre sie an einem Zusammenhalt in irgendeiner Form interessiert, müsste man wissen was passieren kann, wieso grad so ne extreme Reaktion und und und. Zumindest hätte man in brenzligen Situationen einen Ansprechpartner.

    Sollen sie mir bloss net mit Paargesprächen ankommen, wenn "der Karren dann endgültig im Dreck steckt". Das sollte man vorher machen - nicht im nachhinein versuchen noch irgendwas zu retten !


    So, nun noch was Positives :D

    Letztes Wochenende war ER bei uns zu Hause und durfte von Samstag auf Sonntag sogar bleiben. Es war ein nettes Wochenende - wir haben das Thema Therapie komplett auf Eis gelegt. Die 2 Tage vergingen im Flug und wir werden nun die letzten 3 Wochen gemeinsam die Weihnachtsgeschenke für unsere Töchter besorgen und auch einiges andere zusammen erledigen.

    Ich wünsche allen eine schöne Woche :D

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Spedi,

    ich fühle mich ganz sicherlich nicht angegriffen - im Gegenteil - ich lese Beiträge oft mehrmals - horche in mich rein, beobachte meine Gefühle und nehme zum Teil auch Gedankengänge oder Denkanstösse an.

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    Dein Partner hatte die letzten Jahre als nasser Alkoholiker nicht Dich als Partnerin, sondern den Alkohol. Das ist Fakt, bei jedem Suchtkranken. Daran ändern auch 25 „gemeinsame“ Jahre nichts. Warum wurde die lange Zeit der nassen Phase von Dir geduldet / mitgetragen? „Nur“ aus Hoffnung, es wendet sich zum Besseren? Oder doch wegen etwas anderem, eventuell sogar einer stärkeren Co-Abhängigkeit, als Du es Dir eingestehen möchtest oder kannst?

    Warum das geduldet wurde ? Es ist ein langsames mit reinrutschen - eine Spirale die sich langsam hochschaukelt und es dauert eine lange Weile bis man erkennt, hier geht was völlig schief und man selber hat es nicht in der Hand es zu ändern. Der Alkoholiker braucht seinen persönlichen Tiefpunkt um zu der Erkenntnis zu gelangen: Ich brauche Hilfe ! Der Angehörige doch genauso ! Ich habe mich etwas früher mit dem Thema auseinandergesetzt als mein Partner, dementsprechend habe ich gehandelt. Und es hat ja gefruchtet.
    Natürlich hoffe ich ! Ich hoffe darauf, dass ich noch mind. 25 "gute Jahre" mit ihm verbringen kann. Soll ich die Flinte ins Korn werfen, einfach abwinken und abstempeln ala: Das schaffst Du ja doch nicht ?
    Und natürlich hatte ich co-abhängige Züge - allerdings beschränkte sich dieses Verhalten tatsächlich nur auf meinen Partner. Und vieles davon habe ich rigeros abgelegt und ich bin ganz sicher, dass ich vieles davon nie wieder so machen werde.
    Aber Fehler machte ich trotzdem noch - ich bin lernfähig - aber ich bin auch ein Mensch mit Gefühl.

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    Ihr beide geht jetzt (erneut) den Schritt einer Veränderung mit dem Ziel, dass Dein Partner trocken lebt. Damit einher gehen einfach Veränderungen, auch in der Persönlichkeit des Einzelnen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, dann erwartest Du, Deinen Partner „einfach nur trocken zurück zu bekommen“, sonst soll alles so sein wie vorher.

    Stimmt so nicht ! Das er sich verändert habe ich nach seiner 1. Entwöhnungstherapie erlebt. 11 Monate lang sind wir bestens miteinander ausgekommen. Ich habe nichts gegen Veränderungen.

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    Und was macht Dein Partner statt dessen? Ei kuck, er verändert sich. Er ist nicht mehr „blödgesoffen / pflegeleicht“, er setzt (für sich) Prioritäten (andere, als Du sie gerne hättest), er orientiert sich neu (an Anderen, nicht ausschließlich an Dir), er vertraut dem Rat von Personen, die Ihm momentan als kompetent erscheinen (und nicht mehr den Wahnvorstellungen unter Alkohol) usw. usw.
    Und das ärgert Dich. Ganz massiv.

    Klar ärgere ich mich massiv ! Nämlich genau dann, wenn es anfängt rücksichtslos und unverschämt zu werden. Wenn ich mich z. B. verabrede, dann halte ich das 1. entweder ein, oder aber 2. ich sage ab! Das macht jeder halbwegs nette Mensch - das ist einfach nur nett und höflich. Er hat z. B. 2 Kinder ! Da bleibe ich nicht einfach weg und lasse die Mädels im Ungewissen. Das sind Kinder - die haben es verdient, dass man ehrlich ist und sagt was los ist. Die haben genug erlebt und hier ist Rücksichtnahme angebracht.
    Man kann auch nicht jedes Verhalten im Bezug zur Sucht sehen und entschuldigen. Immerhin hatte er sogar "Benehmen" während seiner nassen Zeit - auch in den 11 Monaten seiner Trockenheit ist ihm sein Benehmen nicht abhanden gekommen.

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    Warum? Hast Du Sorge, dass er sich womöglich auch im privaten Umfeld neu orientiert, und Du mit Deiner Zukunftsplanung darin nicht mehr vorkommst?

    Natürlich mache ich mir darüber Sorgen !

    1. seine jahrelange Trinkerei und seine daraus resultierenden Schuldgefühle
    2. er hat z. Z. keinen Alltagstrott zu leben - alles neu - alles anderes -
    ein wenig das Gefühl der Freiheit
    3. vom Alter her auch in der Nähe der Midlife-Crises oder mittendrin - wer weiß das schon :wink:
    4. wir reden hier ja nicht von 4 Monaten LZT - sondern es geht um 14 - 18 Monate - da verliert man den Bezug zueinander

    Zitat

    Nabelt er sich ganz offensichtlich von seiner Familie ab? Verbindet er womöglich mit seiner Familie (ich nenn das jetzt einfach mal so) andere Eindrücke, als Du das tust? Womöglich Eindrücke, die ihm in seiner nassen Zeit massive Probleme bereitet haben, die er sich aber jetzt erst langsam eingesteht oder eingestehen kann?

    Hier werde ich mal ein klares "Nein" setzen. Immerhin ist es so, dass die Therapeuten ihn wieder in unsere Richtung schubsen, wenn er sich mal wieder verkriecht. Das würden sie sicherlich nicht machen, wenn wir ihm auf irgendeine Art und Weise eher schaden würden.

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    Diandra, noch mal: all das soll lediglich ein Denkanstoß sein, und zwar ein positiv gemeinter ohne jegliche Wertung.
    Was ich aus Deinen Zeilen herauslese, ist ein großes Maß an Unzufriedenheit und Sorge darüber, wie es denn mit Euch weitergeht.

    Stimmt, denn ich sehe momentan kein "Weiterkommen"

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    Solange ihr beide aber nicht auch über diese Sorgen miteinander redet und für beide Seiten verbindliche Absprachen treffen könnt, werdet ihr nicht zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommen.

    Zur Zeit sind keine intensiven Gespräche möglich - jeder 2. Satz endet damit, dass er sich wegen der Tabletten die er schluckt nix merken kann - ganz ehrlich - wenn ich mit meiner Wohnzimmerwand reden würde, wäre der Austausch wahrscheinlich ergiebiger :evil:

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    Hast Du für Dich eigentlich ein klar definiertes Ziel, was die nächsten „Meilensteine“ sein sollten und bis wann sie verwirklicht sein sollten / müssten? Und diese auch mal Deinem Partner kommuniziert? Und auch klare Konsequenzen (für Dich und ihn) aufgezeigt, um sie dann auch zu realisieren?

    Ansatzweise kennt er meine Konsequenz sicherlich - denn eins weiß ich mit Bestimmtheit - sollte nochmal ein Rückfall passieren dann kann er sich gaaaanz weit wech in eine Klinik einmieten. Das alles will und werde ich nicht nochmal miterleben wollen. Wozu auch ? Eins habe ich immerhin gelernt: Als Angehörige ist man so oder so gekniffen - es ist niemandem daran gelegen einen Familienzusammenhalt zu fördern. Hier geht es ausschließlich darum den Kranken trockenzulegen. Das drumherum ist unwichtig.

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    Diandra, ich wünsche Dir und Deinem Partner viel Glück und vor allem die Kraft, Eure Zukunft zu meistern. Und sei Dir sicher, dass ich vor Partnern, die diesen Weg mit den Betroffenen gehen, den allerhöchsten Respekt habe!

    Dafür danke ich Dir :D Wohin es uns letztendlich bringen wird kann nur die Zeit zeigen. Noch habe ich mit alldem nicht abgeschlossen, aber ich lerne für mich dass ich auch auf einem Weg der Veränderung bin - einige Denkweisen haben sich schon gravierend geändert - sieht so aus, als wäre ich auch nicht mehr so bequem zu manipulieren :)

    Grüßle
    Diandra

    Hallo liebe Sunas :D

    eigentlich geht es mir ganz gut. Nächsten Montag ist nach über einem Monat wieder mein erster Arbeitstag und ich freu mich auch schon drauf :)


    Irgendwie fühl ich mich sprachlos - ich weiß gar nicht so recht was ich sagen oder hier schreiben soll.
    Seelisch fühle ich mich ein bisken angeschlagen, weil ich den ganzen Zirkus auch nimmer verstehe bzw. mich so langsam rantaste, dass eine Therapie doch nicht solch merkwürdiges Verhalten forciert. Der ist wohl mal wieder extrem und steigert sich rein und guckt weder nach rechts noch nach links. Im Moment ist alles sehr lieblos und grenzt fast schon an Gleichgültigkeit uns gegenüber. Eigentlich wollte er sich diese Woche mal hier blicken lassen, hat er aber nicht. Kein Anruf ob die Erkältung sich verflüchtigt hat - nix. Habe dann mal Dienstag angerufen - Handy lag brav im Zimmer ohne Ihn :roll: Er hat dann recht späät zurückgerufen, klang aufgedreht und vom Erkältungstod lag auch nix mehr in der Stimme. Jedenfalls hat er keine Zeit und wir sehen uns ja am Samstag (mit Übernachtung) und feddisch.

    Mich ätzt das an !

    Na falls er tatsächlich am Samstag kommt, werden wir ja sehen was passiert. Wir stehen kurz vor Weihnachten und entweder nimmt er sich jetzt die Zeit und wir besorgen die Weihnachtsgeschenke gemeinsam und richten die Wohnung auch gemeinsam weihnachtlich her oder aber es gibt Klartext und dann kann er die Feiertage fein in seiner WG verbringen. Genug ist genug.

    Ich beschäftige mich schon wieder viel zu viel mit dem Thema und das tut mir weder gut noch gefällt es mir in irgendeiner Form *grmpf* - aber gut, ist ein Lernprozess und irgendwohin wird er mich schon führen :wink:

    Genau, notfalls setz ich mich wieder in meine kuschelige Ecke nehme mir den dicksten Wälzer den ich kriegen kann :P und mach einen auf "alte" Frau lt. Therapeutin - ich kann ja schon mal fürs Rentenalter üben *lol*


    Was gibts bei Dir Neues liebe Sunas ? Hält sich der Stress auf Arbeit noch im Rahmen ?

    Wünsche Dir einen schöönen Freitag und ein wirklich nettes WE :D:D

    LG
    Diandra

    Hallo Snowflake,

    ist verständlich, dass Du Angst vor dem 1. Schritt hast und somit genug Gründe findest, um ihn nicht gehen zu können. Glaube mir, unsereins ist es nicht viel anders ergangen. Selbst wenn nicht solch ein Terror im Raum stand wie bei Dir.

    Wenn Du derart kontrolliert wirst, dann kannst Du eh nur tricksen. Vielleicht hast Du einen dringenden Termin beim Frauenarzt ? Nutz dann die Zeit, geh zu einer Beratungsstelle (z. B. Caritas, Diakonie) lass Dich beraten, erkundige Dich nach einem Frauenhaus in Deiner Nähe und dann geh den nächsten Schritt an. Du kennst seinen Tagesablauf, Du hast Dir etwas vorgenommen - und Du wirst es schaffen Dich mit Deinem Sohn erst mal abzusetzen. Im Frauenhaus jedenfalls kämst Du erst mal zur Ruhe, kannst Deine Lage überdenken und man wird Dir alle nötige Starthilfe geben, die Du brauchst. Sei es bei Ämtern und Behörden, sei es für div. Ansprechpartner usw.

    Du hast gesehen, wie es deiner Mutter ergangen ist, mach nicht den gleichen Fehler. Zeig Deinem Sohn dass er eine starke Mutter hat die jetzt ihr eigenes Leben planen wird und die mit ihrem Sohn noch schöne unbeschwerte Stunden verbringen will.

    Raff Dich auf - Du schaffst das ! Denke an das eine große Ziel - Ruhe und ein unbeschwertes Leben - dafür lohnt es sich zu kämpfen.

    Ich wünsch Dir gaaanz viel Mut und Stärke.

    LG
    Diandra

    Zitat

    Hallo , ich danke euch für eure Antworten. Aber es ist alles nicht so
    einfach. Mein Mann ist sehr dominant und herrsüchtig. Er lässt
    keine Meinung die von seinen Vorstellungen abweicht gelten, auch
    aufgrund dessen haben sich alle Freunde und Bekannte zurückgezogen.
    Wenn er getrunken hat tritt dies alles noch verstärkter auf.

    Und wie lange möchtest DU das noch aushalten ? Das ist doch kein Leben Snowflake. Was erwartet Dich denn noch für die Zukunft ? Noch mehr Ärger, noch weniger Verständnis - vielleicht ein Pflegefall wofür Du Dich dann weiterhin aufopfern darfst ?

    Zitat

    Am Wochenende z.B. hat er mal wieder Freitagsnachmittag angefangen zu trinken und hatte dann eine Auseinandersetzung mit unserem Sohn der abends ins Sport-training wollte obwohl er am nächsten Tag einen wichtigen Spieltag hatte.
    Mein Mann meinte er solle sich schonen, doch mein Sohn ging trotzdem.
    Da der Sport sein ein und alles ist. (Es sei noch gesagt mein Sohn trinkt
    nicht, raucht nicht ist auf dem Gymnasium und dort guter Durchschnitt,
    hat eine sehr anständige Freundin).

    Und wahrscheinlich kennt Dein Sohnemann schon den Ablauf des Wochenendes und verdrückt sich dann lieber so oft er kann um nicht zuschaun zu müssen, wie sich die Laune seines Vaters von Glas zu Glas verschlechtert. Egal wie ihr Euch verhaltet - irgendwann seid ihr dann "schuldig".


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    So und das wars. Das Wochenende war versau. Er begann wie schon oft bereits am Samstag um 6.30 h mit trinken legte sich zwischen durch immer wieder hin, stand auf trank weiter und so fort. Am Sonntag eskalierte dann alles, als er meinte er sei Gottgleich und es müßte das getan werden was er sagt. Ich mußte mal wieder das Wohnzimmer verlassen wie schon oft, mein Sohn mußte das mitten im Telefonat mit seiner Freundin auflegen, er wollte ihm auch sein Handy wegnehmen alles Dinge die wir immer wieder erleben.

    Snowflake, wie lang möchtest Du diese Szenen Deinem Sohnemann denn noch zumuten ? Er ist bald 18 und wird dann seinen Weg gehen - was ist mit Dir ? Wirst Du Dich dann weiterhin ducken und Dich beherrschen lassen und zuschaun wie es immer weiter bergab geht ?

    Zitat

    Nun ist er Tode mit uns beleidigt seit Sonntag und redet kein Wort.
    Und das macht mich sprachlos, kann man sich den Vertand denn schon so
    kaputtgetrunken haben das er sich noch im Recht fühlt.
    Ih möchte noch etwas anfügen. Wir haben hier eine gemeinsame Arbeits-
    stelle, welche auch mit einer Dienstwohnung verbunden ist, wenn ich also
    gehe stehe ich vor dem nichts.

    Ja man kann seinen Verstand derart benebeln, dass man nicht mehr Herr der Lage ist und wenn dann so langsam die Hemmschwellen fallen, wird er sich noch mehr austoben an Euch.

    Du meinst, Du stehst vor dem Nichts ? Und was hast du jetzt ? Wahrscheinlich doppelter Arbeitseinsatz, nichts wie Ärger und Gebrüll und einen Mann der schon früh Morgens die Flasche an den Hals setzt. Wie lange glaubst du, wird er seiner Arbeit noch nachgehen, wenn das so weitergeht ?

    Es wird Zeit, dass Du STOPP sagst. Geh zu einer Beratungsstelle und lass Dich beraten was Du in Deiner Situation machen kannst. Mach einen Anfang und erkundige Dich welche Wege Dir offenstehen. Tu etwas für Dich und Deinen Sohn. Mach den 1. Schritt und Du wirst sehen, mit jedem Schritt den Du weitergehst wird es Dir besser gehen. Denk an Deinen Sohn, der Dich sicherlich auch sehr dabei unterstützen wird.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Snowflakes,

    schön Dich hier begrüßen zu dürfen :D

    Es wird Zeit - Zeit dafür Dein Leben neu in Angriff zu nehmen. Es kann nicht sein, dass Du Dir wünscht nicht mehr aufzuwachen. Du hast eine Menge für Deinen Mann getan - er aber will weiter in seiner Sucht leben. Willst du Dich tatsächlich opfern ?

    Vielleicht ist es sogar seine allerletzte Chance sich aufzuraffen, wenn er sieht, dass Du sein Leben nicht mehr regelst.

    Denk bitte mal nur an Dich und Deinen Sohn. Ändere Dein Leben - laß Dich auf neue Freundschaften und neue Bekannte ein. Du hast es verdient wieder glücklich zu werden. Dafür musst Du Dich aber ändern. Du hast Deinem Mann genug Hilfe angeboten - warst immer da - leider ist das der größte Fehler den wir machen können.

    Wenn Dein Mann nicht von selber einsichtig wird kannst Du ihm eh nicht helfen. Willst Du ihm wirklich weiterhin dabei zuschaun wie er sich und seine Gesundheit systhematisch weiter zerstört ?

    Werde konsequent - sag Deinem Mann was genau Du von ihm erwartest - er hat ja die Wahl. Und dann geh Deinen Weg ! Du kannst dabei nur gewinnen, Dein Leben wird weniger anstrengend, Du wirst aufatmen, Du brauchst nicht mehr kontrollieren, Du kannst Deine Freizeit anders und neu bestimmen und vor allem - Du brauchst keine Ängste mehr auszustehen.

    Ich hoffe Du findest die Kraft und die Zuversicht Deinen Weg zu finden. Du bist für Dich und Dein Glück verantwortlich.

    Grüßle
    Diandra

    Hallo Wolke,

    ich habe zwei Töchter im Alter von 14 und 15 J. Ganz liebe Mädels, auf die ich sehr stolz bin.

    Nee das Gefühl von Leere kenn ich eher nicht. Und wenn, dann habe ich sie wohl immer mit ohnmächtiger "Wut" ausgefüllt.
    Das mit dem *sich.vor.was.drücken" kenn ich auch :D bevorzugt passiert mir das bei dem üblichen Papierkram zu Hause :roll: Was ich statt dessen dann auf einmal so alles mache - unglaublich *ggg*. Ich habe immer das Gefühl, nur unter "Druck" bin ich gut.

    Mit meiner Mutter und meinen Schwestern kann ich mittlerweilen gut darüber sprechen - sie sehen ein, dass sie zuwenig darüber wissen. Sie fragen oft interessiert nach, urteilen aber wenig. Mir ist es sogar schon passiert, dass meine Mama sein Therapiegebahren in Schutz genommen hat :shock: - fand ich im nachhinein aber wirklich klasse - sie hat drüber nachgedacht was ich so alles erzählt oder erklärt habe.

    Naja seine Familie stellt mich seit Jahren als "hysterisch" dar. Ich gönn dem armen Kerl ja nix und immer stell ich mich quer und und und :evil: Mittlerweilen lässt mich deren Meinung aber kalt - es gibt noch einen Bruder der Alkoholiker ist und sogar Weihnachten haben die ein Faß Bier auf dem Tisch stehen - gott sei Dank habe ich seit gut einem Jahr kein Kontakt mehr zu der ganzen Bande 8)

    Ich hoffe, Du hattest auch ein feines WE und wünsche Dir einen schönen Wochenanfang.

    Grüßle
    Diandra

    Kann schon wieder berichten *lol* es gibt Neuigkeiten !

    Er wird wohl doch nicht am WE kommen. Der Arme plagt sich mit Gliederschmerzen rum - eine der gefürchteten schrecklichen Erkältungen bahnt sich an :roll:
    Da stirbst es sich im WG-Bett wahrscheinlich besser *sarkastisch.denk*

    Meine Schlussfolgerung: Er kneift schlicht und ergreifend den Sch*** ein *grummel* - er glaubt er hat den Anschluss an uns verpasst und gibt sich auch keine Mühe mehr ihn wiederzufinden.

    Ich kann einfach nicht glauben was mir diese Therapie bringt :evil:

    Naja - die werden ihr Ziel erreichen, einen trockenen lebensuntüchtigen - hoffentlich zufriedenen - verzagten Feigling in die Welt oder in die nächste WG zu entlassen.

    Soch, das war überhaupt nicht nett von mir - aber bevor ich daran ersticke - raus damit :twisted: