Beiträge von Rosita

    Die Gedanken des Anderen stehen zu lassen, ist bei mir so ein Knackpunkt.
    Es trifft mich immer wie der Blitz, macht mir Schuldgefühle und blockiert mich in meinem Denken. Er weiß wo dieser blöde Knopf ist!

    Ich will das nicht mehr. Ich habe heute so viel geschafft - auch nach dem Ausruhen und bekomme noch gesagt, dass ich das Garagentor hätte abwaschen sollen !!! Das finde ich bekloppt!
    Warum ich ??? Ich will das nicht !!!
    Rosita

    Hallo,

    eine *Baustelle* ist, dass ich mich durch bissige Bemerkungen runterziehen lasse.
    Heute habe ich draußen gearbeitet und war wirklich k.o. Er sah mich im Liegestuhl sitzen und fragte, was denn los sei. Ich sagte, dass ich mich ausruhe weil ich naß geschwitzt sei. Er meinte, er würde den ganzen Tag arbeiten, was ER denn sagen soll!

    Ich bin froh, dass ich es überhaupt geschafft habe und lasse mir dadurch wieder ein schlechtes Gefühl und Gewissen machen. Dafür könnte ich mich selbst...............
    Wie kann ich dagegen ankommen? Ich kann einfach nicht sagen:"Rutsch mir den Buckel runter!" Ich schaffe es nicht, auch dann nicht dazu zu stehen. Es zieht jedesmal rein bei mir.
    W A R U M ?

    Rosita

    Liebe Weitsicht,

    ich habe mich in deinen Thread eingelesen, da ich auch EKA bin. Da steckt so viel Wahrheit und Traurigkeit drin!
    Mein Vater trank, meine Mutter lebte ihr Leben mehr schlecht als recht, ging arbeiten, machte sich und uns kaputt. Sie starb mit 37 Jahren an Krebs. Ist jämmerlich *eingegangen* - sorry, wenn ich das so formuliere. Ich war froh als sie tod war, nicht mehr durch ihre Krankheit gequält wurde und uns als Kinder nicht mehr quälen konnte. Wir haben alle eine Knacks durch diese Kindheit bekommen - trotzdem ist jeder von uns Kindern durch ungeheuren Biss was geworden, wie man so sagt. Wir haben uns alle durchgebissen !!!

    Heute kommen die tiefen Wunden zum Vorschein, die quälenden Schmerzen wollen verarbeitet werden, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt noch geht.
    Als *Halbes Jahrhundert* fange ich an, mein Leben in meine Hände zu nehmen, meine Ehe mit einem trinkenden Mann zu reflektieren und mein Recht auf Zufriedenheit einzufordern.
    Ich arbeite dran - mehr oder weniger erfolgreich. Ich stehe am Anfang eines neuen befreienderen Lebens, befreiend von unterschwelligen Minderwertigkeitsgefühlen, Ängsten, Unsicherheiten, Trostlosigkeit usw.
    Ich bin auf dem Weg.............
    Rosita

    Danke, liebe Weitsicht,

    bin schon den ganzen Morgen mit diesen Gedanken beschäftigt.
    Das Recht, dass es mir gutgehen darf, muss ich mir hart erarbeiten. Immer nur war mein Fokus auf andere Menschen meiner Umgebung gerichtet. Über 15 Jahre habe ich eine Angehörige gepflegt, die im Frühjahr - endlich - ins Pflegeheim gekommen ist, da ich zusammengeklappt bin- (war trocken seit 16 Jahren).
    Ich habe Nägel mit Köpfen gemacht und mithilfe einer Fachkraft vom Pflegedienst den Heimplatz organisiert.
    Ich fange jetzt erst an, mein Leben wieder in die Hände zu nehmen. Da ich sehr viele "Baustellen" habe, schwirren mir die Gedanken nur so im Kopf rum.
    Das Wichtigste zuerst!
    Dank des Forums darf ich mit euch zusammen lernen, mein Leben positiver zu gestalten - auch wenn es mal wehtut.
    Ich bleibe dran.
    Rosita

    Ganz herzlichen Dank für eure Erfahrungen,
    die mir sehr helfen mit MIR weiterzukommen.

    Ich lerne daraus, dass ich dem Alkoholiker gegenüber machtlos bin und nur MICH verändern kann.

    Somit ist es nicht egoistisch, auf mich zu schauen, sondern eine gesunde Reaktion auf mein krankes Verhalten.

    Das muss erst mal in meinen Kopf und dann tiefer sacken, denn mein Leben lang war ich für trinkende Menschen da. Von meinem Vater angefangen - ich kenne nichts anderes!
    Vielleicht ticke ich ja so, weil es mir eingebläut wurde, immer schön nett und freundlich zu sein. Blos nicht aufzumucken, dann gab es eins mit dem Handfeger oder Kleiderbügel auf den Po, dass ich tagelang nicht sitzen konnte.
    Es ist wie eine Schallplattenrille in mich eingeprägt worden.

    Hoffentlich komme ich da wieder heil raus.

    Danke für die vielen Denkanstöße.
    Rosita

    Hallo Kaltblut,

    Es sind so meine Gedanken dazu - sollte ich die nicht äußern??? Ob es stimmt, sei dahingestellt.

    Was ich verstehen will, wie es mit der Sucht ist. Warum jemand trinkt. Weshalb jemand dann austickt und die nächste Person niedermacht, die es eigentlich gut mit ihm meint.
    Was ich daran ändern kann, weil es heißt, dass der/die Co alles in Gang hält. Da komme ich mir oft schuldig vor, dass ich nicht den richtigen Knopf finde.

    D A S V E R S T E H E I C H A L L E S NICHT !!!
    Rosita

    Hallo bigbee,
    es ist schön zu lesen, wie du deine eigene Sucht gesehen hast. Als Co fällt es mir oft schwer zu verstehen, weshalb mein Partner trinken MUSS. Ich habe auch das Gefühl, dass hinter seiner Sucht ein totales Minderwertigkeitsgefühl steckt.
    Mir persönlich fällt das LOSLASSEN auch in Gedanken schwer. Ich kreise oft um ihn herum und suche nach Lösungen für ihn - was mich wiederum zermürbt, weil ich es NICHT verstehen kann.
    Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr Erfahrungen mit der Sucht von dir lesen könnte.
    Alles Gute für dich und deine Entscheidungen.
    Rosita

    *überlege doch mal, wie es auf Dich wirkt, daß die Flaschen langsam Einzug in Dein Leben nehmen, ins Haus umziehen aus dem Keller. Wie fühlt sich das an?* (Krieg das nicht als Zitatantwort hin - weiß unterlegt?!)

    Hallo Käferchen,
    danke dir.................ja - wie wirkt es?
    Ich finde es äußerst bedenklich und Alarmstufe ROT signalisiert mir das. Es macht mich traurig und zeigt mir die HILFLOSIKEIT über den Alkoholkonsum meines Partners und, dass ich da überhaupt nichts ausrichten kann.
    Mein Leben habe ich heute insofern in die Hand genommen, dass ich schon mit dem Wagen in der Werkstatt war und gleich zum nächsten Termin fahre.
    So bin ich noch schnell zum PC und die schöne Post war da!
    :)
    Es fällt mir schwer gegenüber meinem Partner die Gefühle zu benennen. Hier kann ich es komischer Weise. Ich habe Angst, dass er mich wieder mundtot macht, wenn ich ihm das sage und er mich für *bekloppt* hält. Dann bekomme ich zu hören, dass ich eine "Einweisung" brauchte, da ich mir das ja einbilde und er sich das Bier von mir nicht nehmen ließe.

    Jetzt geht es weiter mit meinem Pensum - DANKE für den Mut, den du mir machst.
    Rosita

    Guten Morgen,

    sorry - wußte ich nicht mit den Zitaten!

    Heute fahre ich zur Autowerkstatt und lasse mir die Reifen aufziehen. Habe es selbst in die Hand genommen.
    An manchen Tagen weiß ich nicht, wie ich mein Pensum bewältigen soll.
    Nach der Werkstatt geht es gleich weiter zu 2 unaufschiebbaren Terminen. Ich wünschte so sehr, dass ich manche Hilfe bekommen würde.
    Hilflos stehe ich der Sache gegenüber, wie ich meinem Partner sagen soll, dass er sich zu Tode trinkt. Die Flaschen sind allgegenwärtig. Erst waren sie *nur* im Keller, jetzt stehen sie schon bis in die Wohnung! Wie soll das nur weitergehen. Soll ich es ignorieren? Ich weiß nicht was hilfreicher ist.
    Retten werde ich ihn nicht können - so weit bin ich schon in meiner Denke.
    Die Machtlosigkeit spüre ich täglich.
    Auf mich schauen! Klar vom Verstand her weiß ich das - nur das Umsetzen fällt mir schwer.
    Rosita

    Du hast Recht, Käferchen, es ist Alarmstufe ROT.
    Es wird einsam in der Ehe wenn ich auf mich schaue - nur auf mich.
    Das rechte Maß habe ich noch nicht gefunden. Jedenfalls habe ich mal wieder alleine gefrühstückt, weil er ja wieder nicht wollte. Es ist seine Sache - ich kann deswegen nicht hungern.
    Für meinen Job muss ich schließlich auch fit sein und kann nicht mit leerem Magen rumhängen.
    xxxBitte keine Zitate verwendenS.Käferchen
    Das soll heute mein Motto sein.
    In diesem Sinne; einen schönen Tag euch allen.
    Rosita

    Hallo Birdie,

    deine Geschichte gleicht der meinen! Willkommen im Boot.
    Mir fällt es auch schwer, den Partner mit seiner Sucht loszulassen. Ich habe auch lange Zeit für ihn alles aus dem Weg geräumt, für ihn gedacht usw...........genau das, was du auch beschreibst.
    In ganz kleinen Schritten versuche ich mich zu lösen und meine Sachen anzugehen.
    Es fällt oft schwer - ich weiß es - aber, wir können es mit :arrow: Abstand :arrow: schaffen.

    Wünsche dir für deinen Weg viel Erfolg und Zuversicht.
    Rosita

    Hallo zusammen,
    heute steht wieder Arzt auf dem Programm. Mein jüngstes Kind hat eine ambulante OP und mir ist schon ganz mulmig. Wir haben das schon 2mal durch und heute schon wieder.

    Mir geht es auch nicht besonders - habe viel hier im Forum gelesen, es verwirrt mich.
    Fragen tauchen auf, ob ich meinem Partner Unrecht tue, wenn ich ihm aus dem Weg gehe? Ich kann seine Fahne oft nicht ertragen. Es ekelt mich an.
    Ich kann mich selbst nicht verstehen, weshalb ich ihn mir damals ausgesucht habe. Ich bin auf ihn "geflogen", wollte ihn unbedingt haben, tat alles aus Liebe für ihn.
    Heute bin ich enttäuscht, gefrustet............soll das immer so bleiben???
    Ich weiß es nicht! Die täglichen Belastungen schwächen mich und nehmen mir den Lebensmut. Immer muss ich für alles sorgen, was mich oft maßlos überfordert. :(
    In einer Autowerkstatt habe ich mir nun neue Reifen bestellt und lasse sie auch dort aufziehen. Es geht nicht anders. Die Initiative habe ich wieder selbst ergriffen, denn ich kann mich auf ihn einfach nicht verlassen.
    So - werde noch ein wenig lesen, dann gehts zum Arzt.
    Bis später Rosita

    Guten Morgen!
    Gestern Nachmittag habe ich wieder das Weite gesucht und bin zum Flohmarkt. Mir geht es nicht mal darum viel zu kaufen - mir gefällt das Flair und die lockere Atmosphäre. Hier kann ich mich ablenken.
    Die Atmosphäre bei uns zu Hause ist gespannt. Ich muss aufpassen, dass ich nichts Falsches sage und er nicht wie ein HB-Männchen in die Luft geht.
    Ich habe den Eindruck, dass er mit sich und der Welt unzufrieden ist, und das an mir auslässt. Was kann ich dafür, dass sein Auto schon wieder in der Werkstatt ist usw.?! Eine geringe Frustrationstoleranz scheint mir das zu sein.
    Nun ja, der Tag hat ja erst begonnen und die Blumen draußen sind schon gegossen - jetzt kann die Sonne kommen.
    Rosita

    Hallo Julchen,
    du bist bestimmt eine gute Mutter.
    Ich habe große Schuldgefühle den Ältesten gegenüber, dass ich damals alleine ging, weil keiner mit wollte.
    Diese Angst habe ich jetzt auch wieder. So harre ich immer noch aus - vielleicht wird es ja besser und ich kann lernen, mich noch mehr abzugrenzen. Hoffe halt immer noch.

    LG Rosita (ja - werde bei EKA lesen - ich ich ja auch)

    Hallo Julchen,

    habe mal was bei dir imThread gelesen.
    Meine dominante Mutter starb im Alter von Mitte 30 an Krebs, fürchterlicher Leidensweg!
    Bei ihrem Tod war ich froh, dass sie erlöst war und mich nicht mehr quälen konnte.
    Leider habe ich viele Narben in mir und auch "Wunden" die nicht zuheilen wollen.
    Ich habe viele Verhaltensmuster von ihr abbekommen und ärgere mich drüber.
    Auch ich werde hinschauen.

    Viel Erfolg heute bei deiner Büroarbeit, steht mir auch noch bevor heute Nachmittag.
    Liebe Grüße Rosita

    - wie sich das doch alles gleicht!
    Es kostet wirklich viel Kraft. ich weiß auch nie wie er drauf ist, wenn ich heim komme. Dann habe ich auch Angst ein falsches Wort zu sagen oder nur eine Frage zu stellen.
    Er schafft es immer wieder, mich "lahm zu legen" - ich lasse es zu, weil ich meine, nicht anders zu können.
    Bei meinem Vater damals haben wir schon immer ruhig sein müssen. Meine Mutter ist jedesmal ausgerastet, wenn wir Kinder etwas gesagt haben, was Vati hätte reizen können. Dabei war sie es, die uns das Leben schwer machte. Jedenfalls habe ich es so empfunden. Da war kein Kleiderbügel oder Handfeger sicher vor meinem Po. Ja - der tut mir heute noch weh, wenn ich dran denke.

    Gleich werde ich zum Gottesdienst gehen; vielleicht hilft mir das einwenig weiter.

    LG Rosita (freue mich auf Antwort :) )

    Guten Morgen, Julchen,

    wie kommst du denn dann finanziell zurecht?
    Bekommst du Unterhalt oder musst du arbeiten?
    Das wäre ein Problem bei mir, denn meine Gesundheit lässt es nicht mehr zu, dass ich ganztags arbeiten könnte. Z.zt habe ich einen Teilzeitjob, der mal eben an die 400,00 Euro bringt.
    Davon könnte ich nicht leben. :(

    Ich will ja auch keine Scheidung - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ich wäre schon froh, wenn ich eine dickere Haut hätte und mir die Beleidigungen nichts mehr anhaben könnten.
    Das ist momentan meine "Baustelle".
    Wie schafft man das ???
    Rosita

    Danke für eure Erfahrungen bezüglich Alleinsein oder nicht.
    Davor habe ich eigentlich nicht diese Angst - es hängt eben mit meinen Erfahrungen zusammen - besonders was Kinder betreffen, denen ein Elternteil genommen wird. Meine Kinder aus erster Ehe halten mir das heute noch vor, hielten mich für egoistisch usw. weil ich ihren Vater damals verlassen habe.
    Mein Kind aus der zweiten Ehe käme damit überhaupt nicht klar. Es liebt seinen Vater über alles, für es würde eine Welt zusammenbrechen.

    Gestern war ein schlimmer Tag für mich, denn ich kam überhaupt nicht raus! Ich wartete auf eine Bekannte, die eigentlich kommen wollte- mich aber versetzt hatte. Sowas kann ich überhaupt nicht ab.
    Es war mir eine Lehre, denn das nächste Mal werde ich wegfahren.
    Körperlich bin ich auch nicht gut dran,denn ich habe anfängliche Grippe und Halsschmerzen, was mich in gewisser Weise auch "lahmlegt".
    Nachher jedenfalls werde ich nicht zu Hause bleiben!
    Mein Mann ist wie immer auch NICHT auf mich eingegangen. Ich fühle mich dann so überflüssig und ungeliebt sowieso!
    Ich finde einfach keine Zufriedenheit - was mir manchmal schon wie Depressionen vorkommt.
    Wie kann ich da raus - ohne Scheidung? Ich weiß es nicht.
    Rosita

    ...ist ja unglaublich, Gotti,
    meiner konnte/kann das auch mit dem Runtermachen und nicht-ausreden-lassen, für dumm-hinstellen usw........meine Schwägerin kommt deshalb nicht mehr, da ihr Mann vom vielen Trinken immer angesteckt wurde. Ihnen war das zu blöööööde!
    Ich könnte S C H R E I E N !!!!!!!!!!!!!!
    Rosita