Beiträge von Rosita

    Guten Morgen Gotti!

    Danke für deine Antwort.
    Ja - kleinhalten - das Gefühl habe ich auch. Er will mir ein schlechtes Gewissen machen bei allem und jedem.
    Es geht hier oft ums Kochen! Ich hätte ja genügend Zeit, ihm was *Vernünftiges* zu kochen, da mein Pflegefall ja jetzt im Heim sei. Ich habe den Eindruck, dass er mich so beschäftigt halten möchte, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich fühle mich eingeengt, kontrolliert, beobachtet.....
    Ich will das alles nicht mehr. Ich bin nicht seine Sklavin - was ich auch schon so oft zu ihm sagte.
    Gestern bin ich alleine weg! Ich wurde überhaupt nicht beachtet - nur dumme unqualifizierte Sprüche werden losgelassen! Erniedrigend!
    Heute werde ich mich auch vom "Acker" machen, damit ich hier nicht eingehe wie eine Priemel.
    LG Rosita

    Heute war ein absolut blöder Tag.
    Ich bin innerlich so traurig. Diese Beleidigungen tun so weh! Ich sei zu dumm das Auto gerade in die Garage zu fahren und bla bla bla..........
    Eigentlich will ich mir nichts draus machen - aber es tut weh! So vieles muss ich auch entbehren wie Verständnis, Zuneigung, Zärtlichkeiten und so weiter. Es gibt nur noch *hau* und *schnau*.
    Wie ich damit fertig werden soll, weiß ich derzeit überhaupt nicht mehr.
    Rosita

    Das mit dem Zurückziehen ist mir absolut bekannt; es kommt bei mir hinzu, dass mein Kopf dabei NICHT aufhört zu arbeiten. Die Gedanken drehen sich - es kehrt in MIR keine Ruhe ein.
    Sowas kann mich für den ganzen Tag lähmen und ich warte dann auf ein Zeichen des Anderen. Es bohrt, hämmert stichelt, brodelt in mir, schrecklich.

    Diese "Übersensibilität" ist für mich oft quälend, denn meine "Antennen" fahren bei Stimmungsschwankungen sofort aus. Wie beschrieben, geht es dann - wie ein Hamsterrad, das nicht aufhören will, sich zu drehen.
    Rosita

    Danke, Dagmar, die Kraft kann ich gebrauchen!

    Mit der schlechten Laune von Menschen in meiner Umgebung kann ich auch schlecht umgehen. Automatisch gehe ich einen Schritt zurück und mir fällt auch der Kinnladen runter. Schuldgefühle melden sich. Ich frage mich immer: WARUM? Ich habe doch nichts getan! Mit der Erdung hast du gut geschrieben! Ich denke, dass ich zu *co* bin, was ich gar nicht will.
    Das lebenslange Verhalten kann ja nicht mit einem "Schnipp" weg sein. Es bedarf harter Arbeit.
    Einen guten Tipp habe ich auch hier im Forum bezüglich der Literatur gefunden. Auch dort werde ich mich schlau machen.
    Die Summe der Dinge wird mir dann hoffentlich weiter auf die Sprünge helfen............ u n d die Anteilnahme von euch. DANKE.
    Rosita

    Frau kann wirklich ALLEINE viel bewältigen. Meinen schweren Gang gestern habe ich auch alleine hinbekommen.
    Es stimmt, Dagmar, auch alleine klappt das - wenn auch mit wackligen Beinen. Ich war zwar k.o. gestern Abend - aber auch stolz auf mich, dass ich es geschafft habe.
    Die "Schuld" dort stehen zu lassen, wo sie "abgestellt" wurde, fällt mir äußerst schwer.
    Als Kind wurde ich auch schon immer für alles zur Verantwortung gezogen. Musste durch den frühen Tod eines Elternteiles, den fehlenden Part übernehmen. Ich bin als Kind in einer Familie groß geworden, in der der Alkohol oberste Priorität hatte. Es stand immer eine Flasche Rotwein neben dem Herd - musste ja temperiert sein! Sobald die Flasche leer war, kam die nächste......
    Ich fand das so schrecklich, sah es aber mit Kindesaugen als normal an.
    Solche Erinnerungen sitzen!!
    Meine erste Ehe war auch davon geprägt, der Schwiegervater starb mit schwersten inneren "Verletzungen" durch den Alkohol. Es war grausam, das mit anzusehen. Aber - es schreckte nicht mal meinen Mann ab, er trank weiter......
    Hier ende ich ,lieber mal, denn es kommt wieder alles hoch!
    Rosita

    Danke, liebe Dagmar, für deine zum Nachdenken anregende Antwort.
    Hier soll ich alles Schuld sein: Papiere, die nicht mehr gefunden werden, Magenschmerzen, die mein Kochen verursachen u.u.u.u.
    Das kann ja auch nicht sein!
    Heute habe ich einen schweren Gang vor mir, bei dem ich wünschte, Unterstützung zu haben. Alle solche Dinge muss ich alleine bewältigen. Ich stoße dabei sehr oft an meine Grenzen.
    Ich fühle mich alleine gelassen, obwohl ich verheiratet bin. Das kriege ich nicht sortiert in meinem Kopf.
    Rosita

    Die letzten Tage sind nicht so berauschend gewesen.
    Ich fühle mich mit meinem Problem sehr alleine gelassen und z.T. unverstanden.
    In unserer Gesellschaft wird das Trinken als so normal angesehen und die meckernde Ehefrau "gönnt" es nicht.
    Mich kotzen diese hochprozentigen Gesellschaften an. Kann man nur gut gelaunt sein, wenn der Alkohol fließt? Bin ich immer nur Spielverderber?
    Rosita

    Herzlich willkommen hier im Forum..........
    die Geschichten ähneln sich fast alle - ob bei männlich oder weiblich.
    Sicherlich wirst du viel lesen können und daraus schon Kraft sammeln, dein Leben zu meistern.
    Viel Erfolg dabei.
    Rosita

    Gestern las ich in einem Buch, dass es das Wichtigste ist, für sich selbst zu sorgen.
    Der Verstand weiß es - nur die "Ausführungen" hinken bei mir hinterher.
    Dann frage ich mich, ob ich zu egoistisch bin, wenn ich mich an die erste Stelle setze?
    Nunja, das Übungsfeld ist für heute abgesteckt!
    Allen einen schönen Tag.
    Rosita

    irgendwie fühle ich mich in den letzten Tagen von Allem überrollt...............das Leben hetzt mich durch die Gegend, obwohl ich es so gar nicht will.
    Ich bin ausgepowert und müde.
    Zeitweise habe ich das Gefühl, meinem Leben hinterher zu rennen. Ich spüre eine große Leere.
    Kennt das auch jemand?
    Rosita

    Danke Kathrin,
    für deine Antwort.
    Es fällt mir oft schwer, wirklich bei MIR zu bleiben. Ich meine so oft, für den Anderen handeln und entscheiden zu müssen. Die Antworten liegen auf der Hand und ich frage mich: "Warum sieht er es nicht!" Dann muss ich mich zur "Ordnung" rufen, denn es ist nicht meine Angelegenheit. Ja - es tut weh, den Anderen in sein Unglück rennen zu sehen. Vielleicht ist [b]das ja der Weg.
    Den Anderen für sich selbst entscheiden zulassen.
    Rosita

    Co-Abhängigkeit ist für mich das Ausfahren jeglicher Antennen, die mich selbst runterziehen.
    Co's scheinen zu wissen, was der Andere braucht, was er denkt, was er als nächstes sagen wird...........und dann reagieren! (ungefragt!)
    Ich versuche in den Momenten, in denen ich in diese Falle tappe, mich SOFORT zurückzunehmen und mich auf mich zu besinnen.
    Manchmal klappt es - leider nicht immer - aber immer öfter!
    Rosita

    seit einpaar Tagen könnte ich mich nur noch verkriechen.........
    Die Gefühle, die in mir stecken, sind so zwiespältig, denn einerseits möchte ich weg andererseits weiß ich auch nicht, ob das die Lösung ist.
    Ich versuche meinen Weg zu gehen, dennoch FEHLT mir was. Ich kann nicht mal sagen, was es ist.
    Eine gewisse Leere macht sich breit, Traurigkeit und Ungewissheit.
    Kennt jemand solche Gefühle :?:
    Wie geht ihr damit um?
    Rosita

    Ein herzliches Willkommen Andrea, auch von mir.

    Ich bin auch noch nicht so lange hier, konnte aber schon einiges lernen.
    Ich in in der zweiten Alkoholikerbeziehung, das ist auch nicht so einfach. Derzeit möchte ich mich nicht wieder trennen, sondern versuchen, einen Weg für MICH zu finden. Ich habe viele Freunde, schreibe und telefoniere, wenn es mir nicht gut geht und bin viel weg. Dabei komme ich auf andere Gedanken und kann mein eigenes Handeln reflektieren. Viele Arbeiten für ihn habe ich eingestellt. Früher habe ich auch alles Schriftliche erledigt, Behördengänge gemacht und alles aus dem Weg geräumt, damit es keinen Krach gab.

    Jetzt nicht mehr.
    Natürlich gefällt es ihm nicht, mir geht es aber besser dabei, denn ich habe mit meinen Sachen genug zu tun, denn die nimmt mir niemand ab.
    Andrea, ich wünsche dir viel Kraft, deinen Weg zu gehen. Einen Ratschlag kann ich dir nicht geben, denn jede Situation ist anders und jeder Mensch ist anders.
    Alle Liebe Rosita

    mehrfach bin ich in der Stadt auf den Alkoholkonsum meines Mannes angesprochen worden, was ich ihm auch sagte, als es wieder "gefetzt" hat und er in dem Zustand einen Streit anfing.
    Nach Tagen hält er mir das wieder vor und beschimpft die Leute aufs ärgste. Er will sogar hin und es "klarstellen". Hätte ich es ihm nicht sagen sollen? Ja - ich weiß - ich kann in nicht ändern und habe im Hinterkopf, dass er endlich wach werden soll. ICH habe Probleme mit seinem Konsum. MICH stört es. ICH will es nicht mehr!. Hier spüre ich meine MACHTLOSIGKEIT.
    Werde trotzdem versuchen, den Tag zu genießen und neue Kraft für die Woche zu sammeln.
    Rosita

    nein, handgreiflich wurde es nicht - nur arges Gebrüll. Ich nehme mich immer mehr zurück, wenn die beiden ihre Auseinandersetzungen und Reibereien haben.
    Heute Morgen war ich mit meiner Freundin unterwegs, haben Blumen gekauft und die Sonnenstrahlen genossen.
    Ich freue mich aufs Wochenende - hoffe, dass es nicht allzu feucht- fröhlich wird. Es gelingt mir immer besser, es nicht in den Vordergrund zu drängen, denn ich schaffe es immer öfter, auf MICH zu schauen. Übung macht den Meister.
    Rosita

    Das hört sich gut an, Melanie, du hast ein gutes Ziel erreicht.
    Ich bin noch am üben - gar nicht so einfach.
    Gestern bin ich ganz gelassen geblieben als es hier lautstark wurde. Da ich nicht daran beteiligt war, habe ich mich aus der Affaire gezogen - und das war gut so. Bin in mein Zimmer mit einem guten Buch.
    LOSLASSEN war in dem Moment genau das Richtige. Ich wollte nicht der Puffer zwischen Vater und Sohn sein. Die Beiden haben es untereinander ausgetragen, sind beide alt genug. Bei einem kleinen Kind hätte ich es nicht so laufen lassen. Man muss da gut unterscheiden. Es gab sogar eine Entschuldigung, fand ich beachtlich.
    Gleich gehts wieder in den Garten, damit ich nächste Woche noch die freien Tage draußen genießen kann.
    Rosita

    Danke Melanie,
    alle Achtung vor deiner Entscheidung!
    Was ICH will? Ja - ich will Ruhe und Frieden haben.
    Heute habe ich schon was dazu getan - ich war wieder draußen im Garten, habe gepflanzt und die Gartenmöbel für die Freiluftsaison gerichtet. Ich war ganz entspannt! Anschließend war ich auf einen "Klön" bei einer Freundin. Wir saßen im Strandkorb und haben die herrliche Sonne genossen.............so könnte es weitergehen........
    Ich arbeite daran.............
    Liebe sonnige Grüße euch allen. Rosita

    ganz lieben Dank, Gotti
    es ist wirklich nicht einfach, aus diesem Muster auszubrechen.
    Nach meiner ersten Scheidung mit einem trinkenden Mann, war ich über 3 Monate in einer Psychosomatischen Klinik, war alles ganz super. Dort lernte ich meinen 2ten Mann kennen. Was soll ich sagen - auch Probleme mit Alkohol. Ehe ich das realisiert hatte - wegen der rosaroten Brille - waren wir verheiratet. Das ganze fing von vorne an.
    In dieser Misere hänge ich nun drin - falsch - aus dieser Misere will ich mich befreien und will mein Leben in die Hand nehmen. Ich weiß noch nicht, wie es ausgehen wird.
    Ich werde versuchen, mir kleine Inseln zu bauen, was für mich zu tun und entscheiden, wenn ich klarer sehen kann.
    Rosita