Beiträge von Zeter

    Hallo Manfred,

    ich weiß nicht ob ich jetzt den Zusammenhang mit Urvertrauen für Dich richtig auslege, was mir aber spontan dazu einfällt:

    Ich schäme mich nicht mehr für meine Gefühle, (meine Bedürfnisse). Wage sie in Worte zu fassen. Denn habe so oft festgestellt, dass was ich fühle, richtig ist. Richtig für mich. Also hör in Dich hinein. Fühlst du Dich unwohl, ist irgend etwas nicht gut für Dich. Ganz persönlich für Dich.

    Versuche es in Ruhe auszusprechen. Gelingt mir nicht immer.

    Menschen, die mich mögen können damit umgehen und ich weiß genau wer ich bin. Lasse es nicht mehr zu, schlecht behandelt zu werden. Denn wir haben alle Respekt verdient. Selbst wenn wir Fehler machen.

    Wer meint mir negativ entgegen zu treten, oder genau in meine Wunden reintrifft und uneinsichtig bleibt, kann wegbleiben.
    Deshalb fühle ich mich nicht mehr ungeliebt.
    Denn oft haben diese Personen solche Probleme mit sich selbst, dass sie Deine Grenzen überschreiten.

    So ähnlich hat mir meine Therapeutin es auch erklärt. Denn wir alle können sehr gut fühlen, wenn es brenslich wird.

    Ich hoffe ich habe Dir ein wenig weiter geholfen.

    LG
    Zeter

    Hallo,
    lasse noch mal Gedanken von mir hier. Habe mir vieles durch den Kopf gehen lassen.
    Ob ich bei den trockenen Alkoholikern lese oder bei den EKA´s oder bei den CO´s. irgendwie finde ich alles bei mir wieder. Nur klar mich irgendwo einzuordnen geht nicht.

    Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass mein Vater immer trinkt, wenn er Probleme hat. Ich das auch gemacht habe bis hin, dass ich es einmal so übertrieb, dass ich mein Leben richtig gefährdete und bis heute nicht wirklich gelernt habe Probleme so zu meistern, dass ich nicht immer wieder in das tiefe Loch falle. Hohle mich zwar raus, aber auf diese schlimmen Schmerzen kann ich wirklich verzichten. Manchmal schaffe ich es zwar vorher so zuzumachen, dass ich nicht da hineinfalle, aber manchmal falle ich dennoch.

    Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass ich immer meinen Partnern helfen wollte, weil ich das Chaos von meinen Partnern nicht ertragen konnte und mir immer gewünscht habe, warum sortieren die nicht ihr Leben.

    Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass ich immer zerbreche, wenn meine Partner nicht nett mit mir redeten oder meine innere Angst, abgelehnt zu werden, mich einfach nicht anhörten. Denn mein Vater redet nur mit mir, wenn er besoffen ist und sagt gleichzeitig er kann mich nicht leiden.

    Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass mein Partner unter Penner sich auf der Straße aufhält und sie als Freunde bezeichnet. Mein Opa lebte auch auf der Straße, obwohl er eine Whg. hatte.

    Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass meine Mutter immer alles anders ausdrückt wie die Dinge sind. Denn ich habe so oft anderes gefühlt. War aber in ihren Augen alles falsch. Das hat mich sehr gequält, denn die Wahrheit lag oft auf der Hand und sie wollte mir immer anderes einreden. Gerade was meinen Vater betrifft.

    Früher dachte ich immer, ich habe meine Vergangenheit hinter mir gelassen. Habe sehr auf mich aufgepasst, nicht so zu werden wie mein Opa und mein Vater.

    Was ist aber genau passiert.
    Mein Exmann trinkt auch zuviel und ich fing an mitzutrinken. Habe die gleiche Macke wie mein Vater und habe mich auf einen Menschen eingelassen der so lebt, wie mein Opa es tat.

    Alles zusammen ist so peinlich.

    Langsam kann ich nein sagen, verbiege mich nicht mehr. Sobald ich spühre, dass mich jemand ablehnt, ertrage ich seine Nähe nicht mehr. Ich gehe. Gerade dass was alles mit meinen Exmann zutun hat. Meide die Oma meiner Tochter, denn sie redet selten gut über mich. Ich tue mir diese negativen Gefühle nicht mehr an. Habe das 10 Jahre über mich ergehen lassen. Denn meine Tochter sollte ihre Oma kennen. Jetzt ist sie alt genug um ihre Oma selbst anzurufen.

    Packe keinen Alkohol mehr an, denn früher trank ich auch, damit meine Verdauung besser geregelt ist. Täglich. Zwar nicht viel. Heute weiß ich aber, ich habe nur meine Schmerzen betäubt. Nachdem was ich heute so weiß, war es dennoch zuviel. Denn ich habe eine Lactoseunverträglichkeit. Wahrscheinlich noch andere Allergien. Denn ich reagiere auf manche Lebensmittel.
    Gleichzeitig habe ich immer wieder meine Probleme versucht damit zu lösen. Habe jetzt gemerkt, dass ich auch meinen Körper gehindert habe, Probleme zu verarbeiten.
    Mein Co-Verhalten habe ich abgelegt. Helfe nicht mehr.

    Meide meinen Freund. Denn er ist süchtig und will seine Krankheit nicht einsehen. Das hat unsere Beziehung einfach zu sehr belastet. Da kann ich nur gehen.

    Alles aber macht mich auch wieder einsam.

    Diese Kühle, die ich jetzt an den Tag lege, hatte ich früher nicht. Deshalb bin ich daran wahrscheinlich auch zerbrochen. War zu weich, weil ich Nähe gesucht habe. Bin aber dennoch nicht gefühlskalt geworden. Nein das bin ich wirklich nicht. Passe nur besser auf mich auf.

    Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass ich alles aus meiner Vergangenheit so verinnerlicht habe und noch immer darin lebe.

    Habe mir jedenfalls vorgenommen glücklich zu leben und einmal zufrieden zu sterben.

    Hallo Statistik,

    nachdem was Martha und Kaleu dir ja so geschrieben haben scheint sich ja jetzt Dein Problem gelöst zu haben.

    Ich wünsche Dir auch weiter dieses bessere Gefühl. Denn dann kannst Du Dich ja wieder ganz auf Dich konzentrieren.

    Liebe Grüße
    Zeter
    :D

    Hallo Statistick,

    habe gerade gelesen, was Du bei Kaleu geschrieben hast.
    Das wurmt Dich ja ganz schön.

    Aber denke doch nicht nur drüber nach, sondern versuche ein ernstes Gespräch mit Ihr zu führen.

    Warum gehst Du nicht in die Offensive? Oder könnt ihr beide gar nicht miteiander reden? Machst halt Du den ersten Schritt.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Kaleu,

    mach Dir nicht so einen Kopf. Dieses blöde Gefühl abgelehnt zu werden, ist nicht wirklich real. Denn deine Ex hatte bestimmt etwas für Dich übrig. 5 Jahre ohne Gefühl. Völlig unmöglich.
    Warum sie sich zurück zieht, hast Du ja schon für Dich erkannt.

    Emotionalen Abstand kannst Du finden, wenn Du den jetzigen Umstand als nicht veränderbar akzeptierst.
    Deine Liebe zu ihr bleibt Dir ganz allein und das kann Dir wohl doch keiner nehmen.
    Aber Achterbahn fahren mit den Gefühlen ist ungesund. Du gestaltest doch Deinen Alttag allein. Das ist Dein Leben. Alles andere ist Wunschdenken.

    Pass wirklich auf Dich auf. Denn ich habe Dir ja von mir geschrieben. Habe die gleiche Macke wie Du, wenn es um Probleme geht. (Frusttrinker) Vor 10 Jahren hat mich das fast mein Leben gekostet. Ich hatte Glück und habe überlebt. Einfach nur Glück.
    Ich habe in den 10 Jahren mir ein Ritual für solche Probleme überlegt, was auch eigentlich ganz gut funktioniert. Leztes Jahr habe ich damit begonnen, den Rest aufzuarbeiten, der mir noch unklar war. Ausgelöst wurde das bei mir durch den Selbstmord einer Freundin.
    In einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählte sie mir von einem Mann, der sogenannte Eckhardt Tolle.
    Mir ist seitdem es noch klarer geworden. Wir leben jetzt, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft.
    Das heißt für mich, rückgängig machen können wir einfach gar nichts. Nur achtsam sein, uns zu schützen, auf unsere Stimme hören. Denn mit Sicherheit hast Du es schon lang gefühlt was dann passiert ist, als sie ging. Vielleicht bist Du zu verliebt um die Wahrheit zu sehen. Denn ändern kannst Du es nicht. Nur akzeptieren wie es ist.
    Ihr hattet bestimmt schöne Zeiten. Aber leider Vergangenheit.

    Also denk, du lebst jetzt, akzeptiere. So wirst Du auch Deinen inneren Frieden finden.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Kaleu,

    ich wollte Dich nicht ärgern. Nur zum Nachdenken bringen. Ich weis, dass Du schon dazu gelernt hast.

    Frust ist für mich immer negativ und weil Du es hier aufgeschrieben hast, ist es doch noch gar nicht aus Deinem Kopf.

    Du hast es richtig bemerkt. Dein Verhalten erinnerte mich an das was ich gerade so durchmache.
    Denn in meinem letzten Beitrag in meinem eigenen Thread habe ich auch meinen Frust von der Seele geschrieben und musste ein paar Tage später feststellen, dass ich wieder Mal in mein altes Fettnäpfen getreten bin.
    Wollte ich hier festhalten, aber da eh keiner bei mir geschrieben hatte, dachte ich mir, egal.

    Aber was ich Dir nur mitteilen wollte, früher habe ich auch aus Frust getrunken, wenn ich wieder Mal mich als diejenige empfand, der man ja so viel Böses angetan hat. Deine Beiträge bezüglich des Trinkens, dass Du ja jetzt nicht mehr trinken würdest in solchen Situationen, ist ja schon eine gute Entwicklung.
    Aber positives Denken noch viel besser.

    Ich kenne nicht genau Deine Situation, aber ich wollte Dich nur daran erinnern, dass diese Beziehung auseinandergeht, weil es doch vielleicht zu viele Verletzungen bei euch gab.
    Wie es doch immer im Leben so ist, wir alle lassen manchmal einfach zuviel zu und sind am Ende dann entäuscht, wenn es nicht funktioniert so wie wir es uns wünschen.
    Aber Du hast geschrieben dass diese Beziehung schon immer schwierig war. Meine Therapeutin hätte darauf gesagt, haben sie etwa ein Wunder erwartet?

    Es gehört leider zu unserem Leben dazu, schwierige Situationen zu meistern, das Akzeptieren ist dabei für uns nun mal nicht leicht und so manchen wirft es halt aus der Bahn.
    Den Schmerz der Trennung zu akzeptieren ist für Dich doch wohl gerade eine große Herausforderung?

    Wenn ich hier im Forum etwas zu Papier bringe, mache ich das generell weil ich es noch nicht für mich begriffen habe.

    Bei Dir habe ich aber auch das Gefühl, du suchst Bestätigung wenn Du es hier aufschreibst.
    Vielleicht liege ich ja jetzt völlig falsch mit meinem Eindruck.

    Ich wollte Dir mitteilen, denke über Dich nach, sortiere Deine Gefühle.
    Denn was Du hier so aufschreibst aus Deinem Leben, klingt was Dich betrifft, gut.
    Ich empfinde dich als aufrichtig.
    Mir hat nur nicht gefallen, dass Du alles so negativ wieder gegeben hast und es kamen ja auch fragen, ob Du jetzt wieder trinkst.

    Ich für mich lerne langsam positiv zu denken, obwohl mein Leben nicht gerade super verläuft. Gleichzeitig schlage ich mich ja auch mit meinem Co-Problem rum.
    Denn es ist gar nicht so einfach immer von sich überzeugt zu sein, den richtigen Weg gegangen zu sein. Ich meine damit sich selbst als wertvoll zu schätzen und über alles andere zu stellen.
    Wenn man das macht, setzt man klarere Grenzen und fühlt sich nicht abgelehnt, weil man weggeschickt wurde. Das ist doch eigentlich nur das Resultat aus einer nicht intakten Bindung und hat mit einem selbst nichts zutun.
    Es gibt doch den Spruch in der Ruhe liegt die Kraft oder die Zeit heilt alle Wunden.
    Daran versuche ich mich zu halten und versuche posivtiv zu denken und zu fühlen.

    Also sei mir doch nicht so böse. Wollte Dich nur wach rütteln.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Kaleu,

    habe so ein wenig Deine Geschichte verfolgt.

    Ich denke nicht, dass Deine Freundin Dich noch nie wollte. Für mich hört sich das eher so an, als werd ihr beide sehr verletzt.

    Einfach so gehen, wird sie wohl nicht. Denn ich höre da ganz viel Schmerz raus.
    Auf beiden Seiten.

    Wenn ein Mensch sprachlos geht, ist er am Ende seiner Kräfte. Mag sein, dass Deine Freundin vieles selbst produziert hat.
    Bist Du denn frei von Fehlern? Mit Sicherheit nicht.

    Versuche doch mal eher über Dich selbst nachzudenken. Denn eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn ein Ausgleich geschaffen ist, bei unseren ganzen Schwächen.

    Wenn es mit dieser Frau nicht funktionierte lag es an euch beide. Eure Charaktäre sind wahrscheinlich zu konträr.
    Gerade wenn man liebt ist man besonders schnell verletzt und oft werden mit bestimmten Aussagen alte längst vergessene Gefühle, manchmal aber auch Schwächen eines Menschen besonders hervorgehoben.

    Denk also nicht zu negativ über sie, denn Du hast mit großer Sicherheit sie auch wohl des Öfteren verletzt.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Jetzt bin ich wieder ganz zerknircht. Habe meinen Freund vorgestern zur Rede gestellt. Nachdem ich eine Nacht des Streit hinter mich gebracht hatte, ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Ich werde nicht geliebt.

    Denn eigentlich war der Grund dieses Streits banal. Denn ich hatte vergessen das Fenster im Nachbarzimmer zu schließen und bin in der Nacht durch leises Kratzen aufgewacht. Vor lauter Angst, dachte ich es sind Einbrecher ,habe das Licht im Schlafzimmer angemacht, weil ich mich nicht in der Dunkelheit in den Flur traute. Mein Freund fuhr mich an, ob ich spinnen würde nachts einfach das Licht im Zimmer anzumachen und ihn zu wecken. Denn es wäre doch nur eine blöde Katze die durchs Fenster gekommen ist. Wenn es Einbrecher gewesen wären, wäre es meine Pflicht gewesen ihn zuerst zu wecken und nicht das Licht anzumachen. Daraufhin sagte ich, ich sei wohl gerade genau wie er aus dem Schlaf gerissen worden und könne nicht so schnell in allen Details reagieren. Fand er ganz unnormal. Wir legten uns wieder hin. Er wackelte dann mit den Füßen im Bett, wahrscheinlich vor Wut. Ich bat ihn damit aufzuhören. Mein Ton war normal. Danach sprang er Wutentbrand auf, schimpfte nochmal ich sei total bescheuert ihn zu stören. Ging ins Wohnzimmer schlafen. Ich folgte ihm. Wir stritten weiter. Danach war ich total gekränkt, richtig wütend. Schimpfte, er solle mal normal mit mir reden. Ich bekam keine nette Antwort.

    Morgens bestätigte sich dieses schreckliche Gefühl in einem erneuten Streitgespräch. Ich fragte ihn, ob er mich denn nicht lieb hätte und sich mal entschuldigen würde. Da bekam ich zur Antwort, ist ihm schei....egal, was ich fühle. Ich hätte ihn nachts nicht zu stören. Dann hätte er das Recht mich zu beschimpfen.
    Daraufhin bat ich ihn meine Wohnung zu verlassen, wenn er sich nicht entschuldigen wollte. Denn ich würde nicht mehr zulassen so schlecht behandelt zu werden. Denn wenn er sich entschuldigen würde, wäre das auch ein Zeichen seiner Liebe für mich.
    Dann ist er gegangen und fing wieder zu saufen an. Ich bin dann sogar zu diesem Platz hingefahren und er ist vor mir davon gelaufen. Wollte es mit meinen eigenen Augen sehen ob er wirklich jetzt wieder dort seuft.
    Ich bekam daraufhin nur eine SMS mit den Worten, ich solle jetzt meinen Interessen verfolgen und nicht ihn.

    Vielleicht musste ich auch noch diese Hürde durchleben um nicht mehr bedingungslos ihm meine Liebe zu schenken.

    Ganz zerknirscht bin ich. Wieviele haben mir das hier schon geschrieben. Das ich ihn zwar liebe, er aber nicht.
    Jetzt hatte ich die Kraft ihn wegzuschicken. Hoffentlich halte ich durch.

    Hallo Bernd,

    lese bei Dir öfters mit und zu dem Thema mit den Blumen viel mir dazu ein:
    Manchmal ist es schwierig genau das zu tun, was dem Partner wichtig ist. Oft versteht man die Argumente nicht und man fühlt sich gekränkt, weil man diese Reaktion nicht verstehen kann.
    Als Tipp kann ich dazu nur sagen: Versuche ihren Gedanken (Argumente) anzunehmen, denn es sollte doch ein Geschenk für Sie sein. Also sollte es doch etwas sein worüber sie sich freut.
    Egal ob es für Dich einen Sinn macht.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Besucherin und alle anderen hier,

    ich kann mich dem nur ganz anschließen was Ette geschrieben hat. Das Akzeptieren meiner eigenen Sucht, brachte bei mir Ruhe rein. Ich meine das gilt wirklich für alle hier, ob Alkoholiker oder Co-Abhängiger.

    Akzeptieren ist schwierig, wenn man dann doch immer wieder mit dem Kopf durch die Wand möchte, und dadurch vergisst man seine eigene Grenzen. Sowas dauert.
    Aber bei mir löste es meine Depressionen. Zum Teil aber auch, weil ich es aufgegeben hatte aus Frust zu trinken. Also doppeltes Packet.
    So fing ich an zu verarbeiten.

    Liebe Besucherin, denk also wirklich mal genau über die geschriebenen Worte von Ette nach. Denn die treffen den Nagel so ziehmlich auf dem Kopf.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Hallo Kathi,

    da freue ich mich für Dich. Urlaub, wie gut. Wünsche Dir viel Spaß.

    Ja, trinken werde ich vorerst nicht mehr. Will mein Leben ganz natürlich erleben, ohne Betäubung. Hab halt viel über meine Co-Abhängigkeit und meinen hang zum Alkohol nachgedacht. Wenn ich dann mal Probleme ertragen muss, dann halt so, solang wie ich halt dafür brauche. Denn es heißt ja, Zeit heilt alle Wunden. Durch die Nüchternheit kann ich dann alles richtig verarbeiten.
    Ich fühle mich gut.
    Mein Freund und ich lieben uns. Hatte ich Dir ja schon mal geschrieben. Ob er es verstanden hat, nicht mehr zu trinken. Keine Ahnung. Wünsch ich mir natürlich, aber das ist sein Ding. Jedenfalls wünscht er es sich das auch, nicht mehr rückfällig zu werden.
    Er ließt hier im Forum und ich hoffe, wenn es ihm dann richtig schlecht geht, dass er es auch weiter nutzt und sich nicht wieder dem Alkohol zuwendet.
    Ich habe jedenfals in der letzten Zeit mich sehr auf meine Person konzentriert und das mach ich weiter so.

    Ja, ich weiß, dass Du ohne Deinen Freund jetzt glücklicher bist. Wollte Dir nur mitteilen, dass er gar nicht so richtig glücklich sein kann, wie er tut und Du Dich nicht wie der lezte Dreck fühlen musst. Klar, dass weißt Du auch. Aber Deine Gefühle kann ich total nachvollziehen.

    Das ist gut, dass Du wieder zu Dir selbst gefunden hast, Du glücklich bist und lachen kannst. Es ist halt wichtig nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu leben. Jetzt ist wichtig.

    Ich wünsche Dir eine schöne Woche und werde Dich natürlich auf dem Laufenden halten.

    Liebe Grüße
    Zeter :D

    Hallo Kathi,

    ist doch in Ordnung. Wenn Du Dich nicht so gut fühlst zu schreiben. Mach es, wenn es Dir gut tut.

    Ich war Karneval aus. Habe gefeiert. Aber irgendwie merke ich mittlerweile viel stärker, dass so viele dem Alkohol verfallen sind. Ohne können wirklich die meisten nicht feíern.
    Denn ich habe nichts getrunken und wenn jemand das dann mitbekam, wurde ich immer gleich gefragt, wie kannst Du denn Spaß haben ohne Alkohol?
    Na wie wohl, ich habe Spaß, tanze, singe, mache blödsinn. Nur habe ich nicht am nächsten Tag einen dicken Kopf und verliere am Abend nicht den Überblick.
    Wir gingen auch im Zug mit. Macht wirklich Spaß. Mein Freund wäre normalerweise dabei gewesen. An diesem Tag hat er mich sehr bombardiert mit SMS. Daraufhin habe ich ihm einen langen Brief geschrieben.
    Er ließ nicht locker und jetzt sind wir wieder zusammen. Na hoffentlich kriegt er endlich mal die Kurve. Wäre wirklich schön.
    Mal abwarten.

    Ich kann Dich wirklich gut verstehen, dass Du verletzt bist. Dass Dein Ex sich in eine neue Beziehung stürzt und so tut als wäre alles Friede Freude Eierkuchen. Der träumt und das ist auch der Grund, warum es so schwierig ist, die Trennung von einem Alkoholiker.
    Da passieren so viele nicht nachvollziehbare Aktionen und dadurch ist man sehr verwirrt und verletzt.
    Wenn die Beziehung in die Brüche gegangen wäre, weil man sich nicht mehr lieb hat, ist wohl eher akzeptabel. Aber nein, der Alkohol war es und das weiß dein Ex. Das wird ihn einholen und er wird immer weiter über sich nachdenken müssen. Glücklich kann er so nicht werden.
    Deshalb tröste Dich, denn er wird mit Sicherheit große Gewissensbisse haben und das sollte Dir sagen, dass Du nicht weggeschmissen wurdest, sondern ausgetauscht.
    Wenn die ersten Liebesblümchen verwelkt sind, wird er genau wieder vor dem gleichen Problem stehen.
    Also, ausgestanden ist dass mit Deinem Ex noch nicht.

    Ich wünsche Dir noch viel Spaß für heute und bleib stark.

    Liebe Grüße
    Zeter

    Danke für eure Antworten.

    Lieber Kaleu, ja es ist wirklich nichts nur im Misstrauen zu schwimmen. Denn früher dachte ich immer, Menschen lügen mal um sich zu schützen, sind aber dem Grunde nach nicht so hinterlistig.
    Was meinen Exmann betrifft hat das für mich deswegen so reingehauen. Ich habe von dem was er gemacht hat nichts gemerkt. Denn über das Kiffen wusste ich Bescheid nur nicht über das Koksen.
    Denn er hat sich oft sehr merkwürdig benommen. Jetzt mit diesem Wissen, kann ich mir endlich so einige Taten von ihm besser erklären. Er hat mir ganz schön zugesetzt, schreibe gar nicht erst was das alles war. Es wäre mir früher nicht in den Sinn gekommen, dass er solche Drogen nimmt und ich hätte mich besser dagegen schützen können, wenn es für mich offensichtlich gewesen wäre. Habe es aber leider nicht gemerkt.
    Was meinen Freund betrifft, kann ich nicht verstehen, wenn er immer wieder sagt er hört auf zu trinken, dreht sich um, trinkt und sagt dann jedesmal, war halt heut so und fängt auch noch an mit mir zu streiten.
    Mittlerweile habe ich zumindest das begriffen, dass es wohl doch unterschiede gibt, wenn ein Mensch sagt ich höre auf zu trinken und es auch macht und nicht dann einen Rückfall hat, vielleicht nicht erst wieder streitet und sagt war ja nicht so schlimm, oder es offen zugibt und dann andere Wege beschreitet, um nicht wieder die gleichen Fehler zu machen.

    Ja liebe Dagmar. Ich bin auch nicht auf der Suche. Denn alles hat mich doch sehr verletzt. Zumal mein Herz trotz Trennung noch vergeben ist.

    Aber ich möchte nicht durch diese schlechten Erfahrungen mit neuen Leuten diese Angst jetzt mit mir rumtragen. Denn letztes Jahr habe ich ganz schön in mich hineinhören müssen. Mein Misstrauen, meine Zuversicht, die ich vereinzelt gespürt habe, halfen mir nicht weiter. Denn ich wurde mit einem Lügenkonzept von meinem Ex so bombardiert, dass er mir Nachbarn auf mich hetzte.
    Nach einigen Gesprächen mit diesen Nachbarn konnte ich zumindest einen Teil meiner Ehre wieder herstellen. Aber musste wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen. Denn was die Wahrheit war konnte ich nicht direkt herausfinden und diese Menschen um mich herum belächeln mich jetzt. Manche reden mit mir, aber eine ist ganz giftig und hat direkt den nächsten Angriff gestartet nach dem sie gemerkt hat, ihre beste Bekannte fing an mich zu verteidigen.
    Denn ich kann mich diesen Menschen nicht entziehen. Ich habe eine Tochter und muss vereinzelt, wenn meine Tochter mit ihren Kindern spielt irgendwie verhandeln.
    Ich gebe nichts aufs Gerede. Aber wenn ich besser erkennen könnt, wann gelogen wird, würde mir schon ein wenig helfen.
    Denn ich kann diese Menschen auch verstehen. Sie sind ganz schön genervt was mein Exfreund da so angestellt hat.
    Was Freunde betrifft ist bei mir auch nicht so einfach. Denn alles spitz sich zu. Meine Freundin hat sich letztes Jahr das Leben genommen, ihr Mann leidet noch immer, ist schon wie ein Co. Meine andere Freundin hat ähnliche Probleme und klingt sich ein wenig aus. Und eine hat mich Jahrelang benutzt. Musste ich mit bedauern feststellen.
    Hier aus dem Forum habe ich jetzt regelmäßig Kontakt mit einer Bekannten. Sie bekam mein blödes Misstrauen ab. Aber ich konnte es klären. Nur ertapp ich mich, wie schnell ich verunsichert bin.
    Ich habe vertrauen in mich. Nur alles jetzt zusammen. Ich kann nicht mehr.
    Da hilft nicht einfach sich ausklinken und sein eigenes Ding zu machen. Ich bin selbstbewusst und das bekomme ich von allen um mich zu hören, wie klar und strukturiert ich alles kläre.
    Ich finde es halt schwierig offen zu bleiben und merke da muss ich noch ganz schön dran feilen.

    LG
    Zeter

    Hallo an alle,

    möchte ein wenig plaudern. Denn durch die Trennung von meinem Freund geht mir so einiges durch den Kopf. Sitze hier bin allein im Moment und möchte einfach reden. Lese den ganzen Morgen schon. Jetzt möchte ich schreiben.
    Ich bin so traurig über mich selbst, denn ich war vor meinem Freund verheiratet und weiß jetzt seit 2 Tagen, dass mein Exmann einige Jahre in unserer Ehe gekokst hat. Wurde mir erzählt.
    Ich wusste nichts davon. Nur von Haschich. Dadurch dass auch er sehr viel trank hatten wir die Absprache das er einmal die Woche alleine ausging um zu trinken. Mir machte das keinen Spaß. An diesem Tag hat er wohl auch gekokst.
    Er war immer sehr kalt zu mir, ist wie ich teils vermutet habe und wie ich teils im nachhinein erfahren habe, mir oft fremd gegangen.
    Man war ich blind. So naiv. Bin daran zerbrochen an seiner kühlen Art bis ich selbst angefangen habe zu trinken. Allerdings habe ich getrunken wegen meiner Verdauungsproblemen. Dann kam der totale Absturz. Am Tag der Trennung trank ich soviel, dass ich mich auf der Intensivstation wieder fand.
    Wollte mein Leben wieder in den Griff bekommen, da ich nicht auch noch meine Tochter verlieren wollte.
    Was ich aber dennoch sagen muss, körperlich abhängig, wie soviele Geschichten von den Alkoholikern, war ich nicht. Nur seelisch. Sehe mich als gefährdet, weil ich bei dieser Trennung und in der Ehe diesen Tick entwickelt habe.
    Heute löse ich meine Probleme ohne Alk. Daran habe ich die letzen Jahre an mir gearbeitet. Streß auszuhalten und dann in Ruhe zu lösen.
    Jetzt muss ich nur noch meine Co-Abhängigkeit bekämpfen. Denn wie unser Beutelschema wohl so ist, sucht man sich immer wieder das Gleiche, Menschen, die einem einfach nicht gut tun.
    Ich möchte so gerne nicht wieder blind sein. Aber habe ich schwache Momente, mache ich Fehler. Immer wieder.
    Im Moment bin ich sehr aufmerksam und versuche es nicht wieder zuzulassen, etwas über mich ergehen zu lassen, was ich nicht will. Ich finde das so Co. Klar wir machen halt alle gern die Augen zu, wenn wir die Wahrheit nicht sehen wollen. Versuchen die Situationen auszuhalten und hoffen auf besser Zeiten.
    Aber das ganze Thema mit der Sucht ist hart, weil wenn der kranke Mensch sein Leben nicht ändern will, obwohl er sagt er will, es aber dennoch nicht macht.
    Das muss ich lernen zu verstehen und nicht den blosen Worten zu vertrauen, sondern Taten. Die aber fehlen.
    Denn wie ich ja oben geschrieben habe. War ich total blind in meiner Ehe. Habe immer daran geglaubt, wenn man mit einem Menschen redet, dass das auch verstanden wird und nicht als wäre er eine Wand. Aber das setzt voraus, das mein Gegenüber aufrichtig zu mir ist. Leider war das in meinem Leben bisher nie so. Das tut weh. Warum bin ich nur so blind. Ich würde nie etwas sagen, was nicht der Wahrheit entspricht. Warum lügen soviele Menschen? Das verstehe ich nicht.
    Eine Antwort habe ich eigentlich darauf: In meiner Kindheit konnte ich nie mit meinem Vater reden und meine Mutter schwieg alles tot. Da sehe ich ein ganz großes Dilämmer bei mir. Wie kann man das Dauerhaft lernen. Denn ich habe nicht die Kraft in jeder Aussage das Schlimmste vermuten zu müssen um nicht wieder auf die Nase zu fallen. Ich möchte gerne eine Unterhaltung ohne diese Unsicherheit führen. Einfach vertrauen. Was ich auch bisher immer gemacht habe. Wie geht ihr damit um?
    Lg
    Zeter

    Hallo Kaleu,

    habe bei Dir ei wenig mitgelesen.

    Das mit dem Vertrauen kenne ich gut. Immer das Gefühl zu haben von allen verlassen zu werden in wichtigen Momenten.

    Ich habe es damals, wo ich angefangen habe meine Schmerzen zuzulassen so empfunden als würde ich wenn ich es aushalte, härter und kühl werden.

    Heute weiß ich, das stimmt nicht. Mein Umfeld hat mich zwar oft im Stich gelassen. Aber bedenke, sie sind alle keine Übermenschen und sind dann auch oft überfordert, einen Menschen auszuhalten, der gerade mit sich nicht mehr klar kommt.
    Denn ich war sehr anstrengend für alle und keiner konnte mich beruhigen obwohl ich mich sehr danach sehnte.

    Man schafft das wirklich nur allein. Denn wir selbst steuern unsere Gefühle, indem wir selbst zu uns sagen wie weit lass ich negative Stimmungen auf mich wirken.

    Langsam habe ich Stück für Stück immer mehr versucht zu verarbeiten.
    Denn ich habe natürlich durch die vielen Situationen auch ganz unterschiedliche Zusammenhänge erkannt. Aber mein schlechtes Gefühl hat mir das nicht gezeigt. Es war immer nur sehr unangenehm.

    Durch die vielen Situationen und verschiedenen Zusammenhänge falle ich nicht mehr in ein Loch und kann mittlerweile recht gut alles Stoppen, wenn es zu heftig wird. Nach dem Motto: Die Zeit wird es schon zeigen und ich schlafe eine Nacht drüber und überlege am nächsten Tag weiter.

    Vielleicht helfen Dir meine Worte ein wenig weiter.

    LG
    Zeter

    Hallo Kathrin,

    mir geht es gut. Heut werde ich oder vielleicht auch am Wochende feiern gehen. Denn hier in Köln ist Karneval.

    Ich kann verstehen, dass Du momentan faul bist. Vielleicht auch einen kleinen Durchhänger hast. Das kenne ich auch. Keine Pflichten gleich keinen Antrieb. Aber nich so zurück ziehen. Ist nicht gut. Ist zu einsam.

    Das mit dem Job wird schon. Kann aber schon manchmal nerven. Da muss ich auch wieder an mich denken. Denn bei mir war das immer so: Bekam ich eine Absage oder passte mir die neue Stelle nicht, hätt ich am liebsten immer meinen Kopf in den Sand gesteckt. Nagt etwas am Selbstbewusstsein. Gerade jetzt meine neue Stelle hat mich ganz schön Überwindung gekostet. Denn als ich dort anfing, war nicht klar wer das Rennen macht. Dementsprechend war dann auch die Stimmung. Ich habe eine Cheffin, die sehr aggressiv ist. Also habe ich so einige Auseinandersetzungen mit ihr gehabt. Ich bin ein Mensch der sich nichts gefallen lässt. Mache immer meinen Mund auf.
    Jetzt sind die Fronten geklärt und ich gehe auch gerne dort hin arbeiten.

    Ich freue mich auch hier schreiben zu können. Denn Du und auch die anderen hier machen sich einfach mehr Gedanken bezüglich des Alkohols. Denn meiner Meinung nach gehen alle mit dem Alkohol so um, als wäre er keine Droge. Die Menschen werden dann Depressiv und sind irgendwann abhängig und merken nichts davon. Aber die Regierung wird auch nichts wirkliches dagegen unternehmen, weil der Staat einfach zuviel daran verdient. Also werden wir nicht wirklich gewarnt und alle gehen unvorsichtig damit um.

    Mit meiner Freundin konnte ich auch nur deswegen darüber reden, weil sie eine alkoholkranke Schwester hat, selbst viel Alkohol getrunken hat und gekifft hat. Jetzt nach ihrer Krebserkrankung denkt sie mehr über den Tot nach und weis nicht wie lang sie noch leben wird. Sie will gerne noch ein wenig Leben und das ganz Gesund. Was ihr halt noch an Zeit bleibt. Diese qäulende Ungewissheit fordert von ihr viel positives Denken. Denn wie es bei jeder Krankheit eben so ist. Wer Glücklich ist, lebt dann doch länger, weil die Abwehr nicht zusätzlich geschwächt ist.

    Was meinen Freund betrifft macht mich halt deswegen so traurig: Er ist krank und merkt es nicht. Er ist ja nicht nur dem Alkohol verfallen. Denn er ist auch psychich gestört. Denn wenn er trinkt kommt das extrem durch, was er nüchtern kein bischen raushängen lässt. Es gibt halt Alkoholiker bei denen beides zu reparieren ist. Ich habe Dir ja von mir selbst geschrieben, dass ich meine Psyche wieder in den Griff bekommen musste. Nur auch ich konnte nur mir selbst helfen und musste langsam alles in meinem Kopf sortieren. 10 beknackte Jahre.
    Mit meiner Liebe konnte ich ihn nicht bewegen und ich musste akzeptieren, ohne ihn zu leben. Das ist schwer für mich, weil was ich an ihm so liebe hatte bisher kein anderer Mann für mich. Es ist auch nicht so, dass ich blind bin, habe einige Männer kennengelernt.
    Ein zusammenleben ist deshalb mit ihm nicht möglich und ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen. Wenn er dann vereinzelt anruft, falle ich genau deswegen um. Denn meine Liebe wegzuschicken, die mir eigentlich sehr wichtig ist, ist wirklich hart. Ich habe mir aber gesagt, ich will nicht mit ihm unter gehen und ich lebe jetzt, nicht in 3 Jahren oder 4, 5....., sondern jetzt. Keine Streiterein mehr, wegen dem ganzen Mist. Denn er erkennt es nicht.

    Auf jeden Fall gehen wir den richtigen Weg. Wenn auch im Moment ein wenig einsam. Aber im Leben ist das öfters so und wir gehören nur uns selbst. Deshalb sollten wir unser Umfeld so aussuchen, dass möglichst viel Positives dabei raus kommt. Und das Problem mit dem Alkohol ist halt ne große Bremse und wir die Partner des Trinkenden können nicht dabei gewinnen. Wie es so schön heißt: Sie müssen ihren persönlichen Tiefpunkt erreichen.
    Manche erreichen den halt nie oder überleben diesen noch nicht ein mal.

    Wünsche Dir auch ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße

    Zeter :D

    Hallo Kathi,

    das freut mich mit Deiner Abfinung. Ich drücke Dir auch mal die Daumen für Mittwoch.

    Ich denke, dass Du wegen Deinem Freund noch so voll bist mit den negativen Erlebnissen, dass Du noch nicht mal lust hast mit einem trockenen Alkoholiker eine Beziehung eingehen zu wollen. Du fragst ob das normal ist? Finde ich schon. Du must doch erst mal alles richtig sacken lassen. Oder?...
    Ob Du in Deiner Zukunft dann doch Dich in einen trockenen Alkoholiker verlieben wirst, tja, wer weis das.
    Für mich war wichtig, mich selbst wieder zu finden. Denn die Ängste, die durch das Suchtverhalten von meinem Freund bei mir ausgelöst wurden, haben sich dann mit meinem Problem vermischt, die ich einfach mit mir selbst hatte.
    Im November letzten Jahres hatte ich aber dann ein Gespräch mit meinem Freund darüber. Er ging sofort darauf ein und bei mir löste sich immer mehr meine trauer.
    Mittlerweile lebe ich mit dem Gedanken; ich muss das Hier und Jetzt richtig war nehmen, das heißt, auch die negativen Ereignissen so hinnehmen wie sie sind. Denn ich kann ja nur die Dinge ändern, die von mir selbst ausgelöst wurden und so letztendlich ich auch selber wieder selbst gerade biegen kann. Gerade am Wochenende habe ich darüber mit einer Freundin gesprochen und sie riet mir mal die Internetseite aufzurufen, wo von Eckhart Tolle ein Bericht zu finden sei. Ich sende Dir auch mal diese Verlinkung. Finde ich sehr hilfreich.

    edit keine fremde links einsetzen danke hartmut

    Du fragst mich ob sich mein Freund nochmal bei mir gemeldet hat. Ja, immer wieder und meine Sehnsucht nach ihm war dann doch stärker als die Angst davor wieder mich mit den Ängsten auseinander zu setzen. Nach dem er immer wieder per SmS sich meldete, gab ich dann eine Antwort und er rief dann an. Ich habe Dir ja schon geschrieben, dass wir uns noch sehr lieb haben. Er will nach wie vor von dem Alkohol weg. Nur bisher hat er es einfach nicht geschafft. Er leidet genau wie ich unter Depressionen. Nur bei ihm ist das so, dass er lieber trinkt als das er die Depressionen mal aushält. Habe ihm meine Erlebnisse beschrieben und im beschrieben, wie ich meine Depressionen bekämpft habe. Was er aus meinen Erfahrungen macht, weiß ich nicht. Denn er muss ja auch sich selbst finden.

    Ich kann Dir nur sagen, frage dich nicht ob Dein Freund Dich aufrichtig geliebt hat. Das er sich bei Dir nicht meldet, denke ich auch, liegt daran, dass er kein Geld hat.
    Er müsste doch wohl sehr gefühlskalt sein, wenn er eine langjährige Beziehung einfach so vergessen könnt. Manche Menschen denken sich halt alle anstrengenden Gedanken einfach nur weg und reagieren auf gar nichts mehr. Das machen nicht nur Alkoholiker so.
    Für eine neue Beziehung ist es doch auch wichtig, dass Dein Herz wirklich wieder frei von ihm ist.

    Ich für meinen Teil freue mich total darüber frei zu sein von meinen Depressionen und achte jeden Tag darauf, das es so bleibt. Außerdem finde ich auch, dass Du eine positive Art hast zu schreiben und auch auf einem guten Weg bist. Ich finde Du hast auch sehr viel Stärke.

    Liebe Grüße und ich freue mich wieder von Dir zu hören

    Zeter