Beiträge von Weißbär

    Hallo Wichtel,

    nun ich bin der Meinung, dass bei einer Auseinandersetzung und sei sie noch so heftig, nicht gleich ein Abbruch der Beziehung erfolgen sollte. Deshalb meine Vermutung, dass er die Auseinandersetzung provoziert habe könnte. Er har einen Grund seiner Wege zu gehen und du hast den schwarzen Peter, machst dir Vorwürfe und bist am Grübeln.

    Ist nur ein Denkanstoß von mir, ich kenne ja deinen Mann nicht. War mal mit so einem Typen verheiratet. Wenn er mal eine Zeit seiner Wege gehen wollte, hat er einen Streit angezettelt und um mich zu strafen, hat er mich dann ignoriert und könnte seine Unternehmungen ohne mich durchführen.


    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Wichtel,

    können die kleinen / großen Provokationen nicht bewusst von dem Mann herbeigeführt worden sein? Dass du so reagiert hast, wie du reagiert hast finde ich nachvollziehbar. Ich hoffe nur ihr wohnt nicht an einer verkehrsreichen Straße, wegen der Bierflasche, meine ich. Das Quantum Bier entspricht etwa meine Tagesdosis zu meiner nassen Zeit und finde ich schon reichlich.

    Das du mit der Trennung nicht gut zu recht kommst kann ich schon nachvollziehen. Eine Auseinandersetzung und dann Peng – Ende. Die Beziehung ist plötzlich und ohne richtige Aussprache/Erklärung und so, einfach aus. Da drehen die Gedanken schon mal wirre Kreise.

    Kann es sein, dass du Probleme mit dem allein Leben hast oder dir ohne Anhang weniger Wert vorkommst?

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Wichtel,

    womit hast du ihm Unrecht getan?

    Er trinkt, nicht du. Er hat dich verlassen/ stehen gelassen und zwar scheinbar durch ein vom ihm provozierten Anlass. Wo ist da deine Schuld? Oder ist Schuld schon, wenn man alles klaglos hinnimmt?

    Liebst du den Mann so wie er jetzt ist oder so wie er einmal war?

    Was würdest du denken, wenn ein Fremder dir deine Geschichte erzählt?


    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Frank,

    dieses Gefühl der Dankbarkeit überkommt mich heute noch ab und an. Kann in unterschiedlichen Situationen sein, mal in der freien Natur, mal beim Stadtbummel oder auch im Urlaub.
    Dankbarkeit und eine unendliche Erleichterung.

    Mach weiter so, hörst dich gut an.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo abafazi,

    ich sehe es ähnlich wie Silberkralle. Ich habe weder TK noch LZT und habe es auch geschafft. Eine LZT ist genau so keine Garantie wie eine ambulante Therapie oder ähnliches.
    Wenn es passt, dann passt es. Wichtig sind die Einstellung und die Nachsorge.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo redwood,

    mit Leberwerten kenne ich mich nicht wirklich aus aber wenn du plötzlich erhöhte Werte hast und das ohne Alk, wäre ein Check-up beim Arzt vielleicht ganz sinnvoll. Nicht jeder der miese Leberwerte hat trink unmäßig Alkohol. Das die Werte aus ‚normalen’ Lebensmittel resultieren kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dann hätten ja auch Normalos die gleichen Probleme.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo espoir,

    Das mit den Käfern und anderen Krabbeltieren sehe ich genau so.
    Wenn da jemand sagt Ih wie ekelig denke ich immer was Leute wohl sagen würden, wenn sie das erste Mal Krabben, Gambas und Co, sehen


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Sabine,

    du fragst, ob es mir mit dem Verhältnis zu meiner Mutter gut geht. Nun ja, ich habe seit Jahren keinen Kontakt mehr. Der Abbruch kam nicht von meiner Seite. Ich bin ihr wohl durch direkte Fragen nach der Vergangenheit zu nahe gekommen. Meine Sucht hat sie schon sehr persönlich genommen, dass ich getrunken habe war schon schlimm genug aber ihre Tochter trinkt, wie konnte ich ihr das antun. Mein Papa ist vor 5 Jahren gestorben und nachdem meine Mutter verlangt hat, dass ich nicht zu Beerdigung kommen sollte, habe jeden Kontaktversuch abgebrochen. Gesehen habe ich meine Mutter das letzte Mal bei der Beerdigung von meinem Vater. Also wirklich gut geht es mir damit nicht aber ich leide auch nicht darunter.

    Ach übrigens, zu meinem Bruder habe ich auch keinen Kontakt, denn habe ich das letzte Mal gesehen da war ich 19 Jahre, also vor ca. 40 Jahren. Nicht das wir Streit oder Auseinandersetzungen gehabt hätten, die Familie ist einfach so zerbröselt.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Sabine,

    ich persönlich halte von dem dauernd Erinnern nicht viel. Dass Gespräche über die Sucht geführt werden finde ich Ok und auch wichtig aber bei jeder möglichen oder unmöglichen Gelegenheit daran erinnert werden finde ich daneben.

    Meine Mutter wollte von meiner Sucht nicht wirklich was wissen und ein Gespräch mit ihr über das Thema war nicht möglich. Sie wies aber bei jeder Gelegenheit (Feier, Essen gehen usw.) bereits im Vorfeld darauf hin – meine Tochter darf kein Alkohol -, ich fühlte mich doch sehr bevormundet. Bei Besuchen bei mir, wurde ich aber daran erinnert, dass auch ein Bier für Papa da sein sollte, ich weiß nicht was das sollte. Mein Vater trank so gut wie nichts, ich glaube das sollte so eine Art Dressurakt sein.

    Wie Karsten schreibt, das Erinnern ist Sache des Süchtigen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Diandra,

    ich persönlich finde, dass ein Co-Abhängiger es schon sehr schwer hat seine abhängigen Verhaltensmuster langfristig (für immer) zu verändern. Wie schnell reißen alle Muster wieder ein und zwar meist schleichend. Dann die Frage was ist Co-Verhalten oder was ist noch gesundes Verhalten.
    Die Grundbausteine von uns Alkoholikern sind klar und deutlich und es gibt kaum Möglichkeiten von Interpretationen, das ist bei den Co’s schon komplizierter vor allem wenn ich mir die Verhaltensmuster anschaue.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Honey,

    ich habe es natürlich an meinen Kaufverhaltnen gemerkt. Kein Einkauf ohne Alk.
    Kein Feierabend ohne Bier, auch wenn ich es mir vorgenommen habe. Die Erkenntnis ist mir von allein gekommen und zwar relativ früh. Da ich immer allein getrunken habe, konnte ich ja schlecht auf andere verweisen, die das gleiche Verhalten haben. Es hat aber noch Jahre gebraucht, bis ich etwas unternommen habe.

    Ich war immer der Meinung, dass ich es eh nicht schaffen werde und bin daher das Problem nicht angegangen. Jetzt bin über 20 Jahre trocken. Fazit für mich persönlich – geht doch-.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Honey,

    in manchen Gruppen sind die Gruppenleiter speziell geschult. Aber wie der Name schon sagt Selbsthilfe. Es geht darum seine Erfahrungen auszutauschen. Bei der Suchtberatung wird es spezielle Gruppen geben, die von einem Therapeuten geleitet werden. Das hat aber dann nicht wirklich was mit Selbsthilfe zu tun.
    Schau es dir an. Jede Gruppe ist anders, kommt auch auf die Zusammensetzung an. Und falls du bekannte Gesichter siehst, könnt ihr ja nach der Gruppe diskutieren, wer mehr erschrocken, verblüfft oder schockiert war, jemanden Bekanntes zu treffen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo dpqb,

    nun ja, da musst du aber auch alle Weihnachtsfeier, Hochzeiten, Schützenfest, Grillfeten und und anführen. Selbst das morgendliche Öffnen des Supermarktes, des Kiosk und so, währe eine Einganstür für die Sucht. Da ist der 1. Mai oder Himmelfahrt nur eine Gelegenheit unter vielen. Ich z.B. habe das Saufen nicht auf Festen oder so ‚gelernt’, sondern habe irgendwann einmal festgestellt, dass es mit Alk möglich ist, der Realität zu entgehen.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Pittchen,

    Zitat
    Ein (ehemals guter) Bekannter, der auch zu Besuch war, war der einzige, der hin und wieder in ein Auto verschwand und dort! trank.

    Ich kann mich noch nach Jahren in dieses Gefühl der Scham und Ohnmacht rein versetzen. Bei solchem Gesehenen fühle ich immer stark mit. Geht mir allerdings auch so, wenn ich morgens sogenannte Penner mit ihrer alkoholischen Morgenration sehe. Ich finde glücklich oder zufrieden sieht anders aus.

    Dein städtebauliches Projekt finde ich prima. Ich selbst habe einen Faible für ‚Holzmodelle’ also für eine bildlich Darstellung von Problemen und Lösungen.

    Mit den aufmachen von neuen Themen habe ich auch so meine Probleme. Hat man 2 oder mehr Themen am laufen kommt man schon ins rotieren und verzettelt sich dann.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Lütze,

    Das Schauen auf Andere und deren Trinkgewohnheiten ging mir die ersten Jahre genauso.
    Anfangs war es teilweise schon so – alle trinken Alk, nur ich darf/will nicht -. Guckt man aber genauer hin, sieht man auch die die nichts trinken und das sind eine ganze Menge. Heute stört mich das nicht. Habe aber auch Nachbarn die alkmäßig sehr zurückhaltend sind. Bei den übernächsten Nachbarn ist das nicht so, da stört mich aber nur die anschwellende Lautstärke bei entsprechendem Alkoholgenuss.

    Meine Sämereien sind auch in der Erde. Ich warte, dass sich der eine oder andere Busch noch von dem kalten Winter erholt. Wird wohl dieses Jahr einige Verluste geben.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Hartmut,

    Ehrenrunde ist schon ein bescheidener Ausdruck. Schönt bzw. Verniedlich den Rückfall.
    Ich habe mein wieder trinken auch als Rückfall bezeichnet, stimmte aber nicht, es war nur ein halbherziger Versuch die Pfoten vom Alk zu lassen.

    Ich gehöre an sich auch zu den Menschen, die etwas probieren, wenn es klappt oder den Vorstellungen entspricht gut, sonst nicht gut.

    Bei Alk funktioniert dieses – schauen wir mal – nicht. Entweder oder. Das fängt bereits im Kopf an, wenn das Hirn nach Aus- oder Umwegen sucht, ist das gefährlich. Kann, muss aber nicht, bereits das Ende aller Bemühungen einläuten.

    Es gibt je einige, die meinen ein Rückfall gehört einfach dazu. Vollkommener Blödsinn,
    verbraucht nur Kraft und schmeißst einen in ein tiefes Loch. Nicht alle Erfahrungen muss man selbst machen.


    Gruß

    Weißbär

    Hallo Sari,

    Zitat:
    vielleicht muss man ne ehrenrunde
    drehen um es genau zu wissen,,,

    Vielleicht sollte man auf die Alten Hasen hören, die aus Erfahrung wissen/sagen – geht nicht -. Ich meine man muss nicht alles probieren um die Bestätigung zu bekommen – sie haben recht -.

    Gruß

    Weißbär

    Hallo Anit,

    ein Nichtalkoholiker kann wahrscheinlich nicht nachvollziehen wie es dir in einer solchen Situation geht. Bei Einladungen darauf hoffen, dass nichts Getrunken wird, ist Wunschdenken. Jeder Gastgeber hat das Recht seine Feier so zu gestalten wie er es für sich richtig findet. Bei z.B. Familienessen oder ähnlichem sehe ich es anders, da ist Rücksicht angebracht.

    Ich verstehe allerdings nicht, warum du dich ärgerst, dass deine Gastgeberin dir die Wahl genommen hat Sekt ja oder nein. Was würdest du sagen, wenn sie dir Sekt angeboten hätte?
    Vergesslichkeit, Ignoranz oder Desinteresse?

    Gruß
    Weißbär