Beiträge von Weißbär

    Hallo Prof,

    hört sich nicht so gut an. Ich dachte dein Mann hat Bücher über Alkoholismus gelesen. Wahrscheinlich aber so, dass sie für ihn und seine Situation passend sind. Solange er für sich nicht sieht, dass er ein Alkoholproblem hat, sind seine Chancen gering. Wie sollte er in Gesellschaft auch erklären warum er keinen Alk mehr trinkt ohne sich zu outen.

    Hat er eigentlich die Vergangenheit vergessen? Ähnlich fing es doch wahrscheinlich immer an, mal hier und da ein Bier und dann machte sich die Sucht wieder selbständig. Aus Erfahrung müsste er eigentlich selbst wissen, das kontrolliertes Trinken auch bei ihm nicht klappt.

    Wenn im Langweilig ist und ihm eine Aufgabe fehlt, soll er sich doch eine Aufgabe suchen. Ehrenamtlich kann er sich doch gewiss betätigen, wenigsten zeitweise, wenn kein Nebenjob in Sicht ist.

    Ich finde deine Reaktion gut. Ein Zerreden bringt werden dir noch ihm was. Halt die Ohren steif

    Weißbär

    Hallo Iwona,

    freut mich immer, dich zu lesen. Ich kenne das Gefühl, wenn man etwas geschafft hat und das Ergebnis auch erfreut und ich meine nicht nur deine Küche.

    Die etwas depressive Stimmung in der immer dunkler werdenden Jahreszeit habe ich auch jedes Jahr. Fängt meist mit dem Schrei der ziehenden Wildgänse im Herbst an. Welche Freude, wenn sie im Führjahr schreiend zurück kommen. Ist dann Kachelofenzeit und meine Keksbackkünste werden wieder aktiviert. Kachelofenfeuer, Kekse, Tee und ein Buch hat schon was.

    Liebe Grüße aus dem Umland von Hannover nach Flensburg

    Weißbär

    Hallo Billy,

    dieses, sich auf die schönen Zeiten besinnen und die weniger schönen oder greußlichen wegdrücken, finde ich gefährlich. Man belügt sich selbst. Ich weiß der Mensch neigt dazu.

    Erinnert mich immer an die Urlaube meiner Eltern. Nach der Rückkehr würde lang und breit geklagt, wie bescheiden das Hotel war. Zimmer dreckig, Personal unfreundlich und erst das Essen. Je länger der Urlaub zurück lag, umso besser wurde das Hotel und die miesen Erinnerungen wurden immer blasser.

    Vielleicht wäre ein Tagebuch ganz gut, um ab und an nachzulesen wie es war und wie man sich gefühlt hat.

    Liebe Grüße Weißbär

    Hallo Prof,

    8 Tage sind prima. Ohne Thera oder wenigsten SHG wird er massive Probleme bekommen. Bücher sind schön und gut aber sie können einen Austausch nicht ersetzen. Nur nicht Trinken reicht eben nicht und mit einem trockenen Mann mit der Faust in der Tasche wird das Leben nicht gerade leicht werden.

    Du machst das schon richtig. Schauen und abwarten.

    Gruß Weißbär

    Hallo Peter,

    den Gedanken an Alkohol habe ich. Bleibt ja nicht aus, wenn man in diesem Forum unterwegs ist. Den Gedanken Alkohol zu trinken habe ich eigentlich nie. Es gibt zweifelsohne Situationen wo ich neidvoll sehe, dass andere in Gartencafes oder Restaurants ihr Bier trinken. Ich für mich finde diese Reaktion nicht bedenklich, geht mir bei Eisbechern genauso und da denke ich ans Eis und nicht an die möglichen alkoholischen Zutaten.

    Es gab in meinem Leben gewiss einige Erlebnisse, die mit Alkohol im Moment erträglicher gewesen wären. Ich kann mir aber bis in die kleinsten Kleinigkeiten ausmalen was danach passiert und da ist es für mich einfacher auszuhalten als zu saufen.


    Grüße

    Weißbär

    Auf in die letzte Runde meines Berichtes.

    Die erste ernsthafte Krise kam ein Jahr später. Mein Partner und ich waren am Hausbauplänen am machen. Nach seiner Kur sollte alles notariell beglaubigt werden. Aus der Kur heraus kam sein Anruf – habe die Frau kennengelernt, nach der ich mein ganzes Leben gesucht habe -. Ende der Beziehung. Heute weiß ich warum die Beziehung nicht gut gehen konnte. Mein Ex-Partner hat ein sehr ausgeprägtes Helfersyndrom, durch meine Nüchternheit, hatte sich seine Aufgabe erledigt und er suchte sich ein neues Betätigungsfeld.

    Hätte ich was getrunken, wenn ich etwas im Haus gehabt hätte, keine Ahnung. Habe erstmal meine Mutter angerufen aber die hat eigentlich nur gejammert und das Gespräch mit der Bemerkung – habe mir gleich gedacht, mit dem stimmt was nicht- beendet. Typisch Mama. Nach einem langen Gespräche mit meiner SHG-Freundin, wurde ich etwas ruhiger und gefasster.
    An der Sache hatte ich bald ein Jahr zu knappern. Meine Gedanken kreisten nicht um Alkohol sondern um die Frage Warum, was habe ich falsch gemacht, Liebeskummer halt.
    Nach ca. einem Jahr kamen wir dann wieder zusammen und das Theater bekann von neuen. Diesmal allerdings erst nach dem das Grundstück gekauft und der Vertrag mit der Baugesellschaft unterschrieben war. Alles auf meinen Namen. Nun saß ich in der Tinte. Die finanzielle Beteiligung (Mietanteil) von ihm fiel weg und die Finanzierung war gefährdet. Nun ja , was soll ich schreiben. Ich bin seit 17 Jahren Besitzerin eines Hauses, habe alles selbstfinanziert. Rückblickend kann ich sagen, habe ich ganz gut hingekriegt und zwar allein und ohne Alkohol. Meinen Führerschein habe ich seit 1996 wieder, zwar neu machen müssen aber ohne MPU.

    Im Laufe der Jahre kam schon die eine oder andere Krise in mein Leben. Tod meiner allerbesten Freundin, meines Vaters eines sehr guten Freundes. Seit etwa 4 Jahren versucht mein Arbeitgeber mich aus dem Unternehmen zu drücken. Nach Auslagerung unserer Abteilung (Outsourcing) bin ich über. Man hat mir zwar vor 2 Jahren ein Angebot zur betriebsbedingten Kündigung gemacht, sogar mit einer einigermaßen gute Abfindung aber ich habe auf dem Arbeitsmarkt in meinem Alter einfach keine Change mehr. Die ARGE hätte teilweise oder sogar ganz das Arbeitslosengeld verweigert und die Anfindung wäre für die Katz gewesen. Jetzt arbeite ich für etwa 1/3 wenige Gehalt in einem anderen Bereich. Mein verbleibt in dem Unternehmen ist ungewiss, warte eigentlich monatlich auf die Kündigung. Nein, keine Grund zum Saufen, mit Alkohol hätte ich die nervige Angelegenheit gar nicht bewältigt. Womöglich hätte ich meinem Chef noch in die Hände gespielt.


    So, dass war so ein Schnappschuss von meinem Werdegang.

    Das Forum habe ich beim stöbern im Internet gefunden. Beim durchlesen einiger Thread’s habe ich festgestellt das auch ein ‚Alter Hase’ oder ‚Esel immer noch was lernen kann. Besonders erstaunt war ich bei den EKA’s . Ähnliches habe ich der eigenen Familie erlebt, Schuldzuweisungen, einspannen für das eigene Wohlbefinden. seelischer Mülleimer und vieles mehr. Allerdings hat bei meiner Familie Alkohol absolut keine Rolle gespielt. Gibt mir zu denken.

    Das Forum ist für mich so etwas wie ein Haltepunkt – gegen das Vergessen was war und was nicht mehr sein soll -.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    So , es geht weiter.

    1986 stand für mich ein Arbeitswechsel an, es passte arbeitsmäßig einfach nicht mehr so richtig. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass ein Wechsel auch meinen Alkoholkonsum positiv beeinflussen würde.

    Ich zog also von NRW nach zurück Niedersachsen. Nette Kollegen und alkoholfreie Abteilung. Leider färbte das nicht auf mein Privatleben ab.
    Dann lernte ich meinen späteren Ex-Partner, ein Arbeitskollege, näher kennen. Er bemühte sich sehr um mich. In der Vergangenheit, war ich festen Partnerschaften immer aus dem Weg gegangen.. Ein wirklich netter Mann, er entsprach so ziemlich dem, was ich als Partner haben und nehmen würde. Da war aber der Alkohol. Wie auch sonst üblich versuchte ich die Beziehung abzublocken. Zum einem um meine Sucht zu verheimlichen und zum anderen um ihn nicht in diesen Strudel mit rein zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt sah ich für mich keine Change mich von der Sucht zu befreien.
    Warum auch immer wurde mein Schnapsverbrauch immer größer und ich war auf dem Weg nach ganz unten. Ich habe dann meinem noch nicht Partner alles gebeichtet, um ihm die Wahl zu lassen. Zu meiner Verblüffung ging er nicht stiften sonder überredete mich etwas zu unternehmen. Mein erster, halbherzige, Versuch bekann.

    Arztbesuch, schlechte Leberwerte und der Überredungsversuch des Arztes zu einer Entgiftung. Standhaft habe ich mich gegen einen Klinkaufenthalt gewehrt und die Bemerkung des Arztes – das schaffen sie nicht -, hat meinen Dickkopf aktiviert. Also Entgiftung daheim mit ausschleichen. Gleichzeitig suchte ich nach einer SHG und machte einen Termin bei der Suchtberatung. Mit der SHG hatte ich ausgesprochenes Glück. Kleine Gruppe für Betroffene und Angehörige, sehr kompetent und engagiert aber auch locker, prima Mischung. Bei der Suchtberatung bekam ich auch Unterstützung und man bot mir Therapie an, d.h. 1 x in der Woche Gruppe und Einzelgespräche bei Bedarf. Die Vorbereitungsgruppe bekann bereits eine Woche später. Ich weiß nicht worunter das heute fallen würde, dass ist jetzt 20 Jahre her. Ich brauchte nichts bezahlen, die Krankenkasse war nicht involviert, keine ärztlich Empfehlung oder so. Finanziert wurde das ganze unter anderem vom paritätischen Wohlfahrtsverband.

    Wie bereits geschrieben, ein halbherziger Versuch. Ich meinte, dass ab und an ein Bier als Belohnung und Entspannung wohl ginge. Es kam wie es kommen musste, Rückfall in alte Muster. Besonders der Genuss von harten Sachen brachte mich wieder an den Abgrund. Es war wirklich mehr als heftig. Mein Freund schaffte es, dass ich einen neuen Anlauf nahm. Mit Hilfe einer Freundin aus der SHG bekann dann der 2. Versuch.

    So richtig beschreiben, was in mir vorging kann ich nicht. Aber ich wusste ich will, ich kann, ich werde. An sich bin ich etwas chaotisch aber in diesem Fall war ich durchaus zielstrebig. Irgendwie wusste ich, die Rumeierei war zu Ende. Meine Erfahrung mit dem kontrollierten Trinken hatte ich gemacht und nun war gut. Der 22. September 1989 war mein 1. trockener Tag.

    Mein Partner hat mich sehr unterstützt, die SHG hat mir den nötigen Rückhalt gegeben und in die Therapie habe ich eine Menge gelernt (habe ich allerdings erst später gemerkt). Wie wohl alle, hatte ich auch diesen Bandwurm von Gedanken an und um den Alkohol im Kopf, aber mit der Zeit wurde es besser und ich ruhiger.

    Meine PC-Tastatur muß sich etwas ausruhen.

    Gruß Weißbär

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich schleiche jetzt bereits seit einigen Monaten durch einige Thread’s und gebe auch ab und an meinen Senf dazu.

    Damit Interessierte wissen mit wem sie es in etwas zu tun haben, werde ich in diesem Thread etwas über mich und mein Leben vor, mit und ohne Alkohol schreiben.

    Also.

    Ich bin zurzeit 57 Jahre, lebe in der Region (Umland) von Hannover. Bin geschieden und mein Haushalt besteht aus mir und meiner Katze.
    Rückblickend war meine Kindheit nicht so toll, allerdings ohne alkoholischen Hintergrund.
    Handelschule, keine Lehre – lohnt für ein Mädchen nicht -. Meinen eigentlichen Beruf habe ich durch Geld vom Arbeitsamt selbst finanziert (nicht förderungswürdig wegen fehlender Ausbildung) und stand mit 21 Jahren wenigstens finanziell auf eignen Beinen.
    Mit 19 verließ ich mein Elternhaus, erst zur Ausbildung und danach zum Arbeiten.

    Mit Alkohol hatte ich in meiner Jugend kaum Kontakt. Ich war sportlich sehr aktiv und es gab höchstens ab und an mal ein Alster (Radler) nach dem Training. Bier pur schmeckte mir nicht, Wein und Sekt vertrage ich vom Magen nicht so besonders. Mit harten Sachen hatte ich in meiner Jugend und vor meiner Sucht kaum Kontakt.

    Mit 22 Jahren lernte ich meinen späteren Mann kennen. Er war der typische Kneipengänger, wohnte noch bei seiner Mutter und verbrachte einen Teil seiner Freizeit, meist abends, in der Kneipe. In der Zeit änderte sich auch mein Verhältnis zum Alkohol, nicht das er mir besser schmeckte aber ich merkte, wie ich ihn zum vermeintlichen Wohlbefinden einsetzen konnte und tat das auch da bereits.

    Nach einer kurzen aber heftigen Ehe, mit Erniedrigungen und auch körperlicher Gewalt, lernte mein Mann seine Traumfrau währender seiner Kur kennen. Unsere Ehe war beendet.


    Nachdem Haus und Hof verkauft war, war ich wieder allein und meine Suchtkarriere bekann..
    Hatte ich den Alkohol vorher nur bei Gelegenheit eingesetzt, um Situation während der Ehe erträglich zu machen, wurde das Trinken jetzt in mein Leben integriert. Nach Feierabend wurde getrunken und an Wochenenden und freien Tagen auch bereits ab Mittag. Meist Bier, bei Schnaps verlor ich regelmäßig die Kontrolle und trank bis die Flasche leer war. Deshalb kaufte ich selten normale Flaschen, sondern Flachmänner, zum vorglühen. Bei Bier waren mir mengenmäßig Grenzen gesetzt. Normal waren 4 Flaschen, am Wochenende wurden es meist 6 Flaschen, mehr brachte ich einfach nicht rein. Die Menge Bier hat sich während meiner Sauferei auch nicht erhöht. In Gesellschaft war ich meist zurückhaltend, um nicht aufzufallen.

    1984 habe ich dann meine Führerschein ‚verloren’. Das Leiden war wohl noch nicht groß genug und ich veränderte mein Trinkverhalten nicht, die Biere bleiben gleich aber die Flachmänner wurden häufiger. Die anstehende MPU war wie vorherzusehen für die Katz.

    So, mache ermal eine Break um meine Finger zu kühlen.

    Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    kann sein, dass dein Mann den Kirchgang als Annährungsversuch nimmt. Würde ich mir aber keine Gedanken drüber mach. Wenn dich ein Nachbar fragt, ob du ihn mitnimmst, würdest du es auch nicht ablehnen.
    Ob er sich womöglich bei der Gelegenheit Alkohol besorgt ist nicht dein Problem. Wenn er sich Stoff besorgen will, wirst du ihn eh nicht hindern können.

    Achja, das Rauchen. Vielleicht sollte ich es mit dem Buch auch mal probieren (nicht rauchen, sondern lesen).

    Schönes Wochenende

    Weißbär

    Gten Morgen Prof.,

    Lass deine Freundin reden. Es ist immer einfacher aus der Ferne ohne emotionaler Bindung einen Rat zu geben und der fällt dann meist auch sehr radikal aus. Geh du deinen Weg.

    Ich finde du machst das doch prima. Lass dich nur nicht von seiner jetzigen Stimmung einwickeln.
    Gezeigtes Mitleid hilft im nicht und trockenstreicheln kannst du ihn schon gar nicht.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    Habe dir mal die Nick-Erklärung aus einem andern Thread reinkopiert.

    Weißbär erinnert mich an einen Spanienurlaub. Ich wollte mir ein T-Shirt bemalen lassen und zwar mit einem Eisbären. Mein damaliger Lebensgefährte hat mich ab und an so genannte. Nicht weil ich so kalt bin sondern mir man meine Emotionen nicht immer ansieht und bei Bären man auch nicht immer weiß ob nett oder gerade auf Angriff. Bären haben fasst kein Minenspiel.
    Zurück zum T-Shirt. Ich versuchte dem Maler/Verkäufer also zu erklären was ich haben will aber weder in Deutsch noch Englisch wusste er was ich meine. Erst mit langen Umschreibungen ging ihm ein Licht auf – oso blanco – also Weißbär


    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    selbst wenn dein Mann die Entgiftung selbst in den Griff bekommen sollte, wird er um weitere Maßnahmen nicht rumkommen. Sonst schmeißt ihn die nächste schlechte Nachricht wieder um. Er als Ex-Feuerwehrler müsste das eigentlich wissen.

    Wenn er wirklich langfristig was ändern will, wird er über diesen Schatten springen müssen.

    Ich finde du machst deine Sache richtig gut. Nichthilfe ist angesagt. Mitleid hilft ihm nicht.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    im Großen und Ganzen gebe ich Micha recht.

    Allerdings nützen auch 10 Tage Entgiftung nichts, wenn die Einstellung nicht stimmt. Es gibt genug Alkoholiker, die die Entgiftung nur nutzen um körperlich wieder auf die Füße zu kommen und machen dann weiter wie bisher.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, dass man nur wenn man wirklich und unbedingt will eine Change hat den Alkohol da zu lassen wo er hingehört. In der Flasche, im Regal oder noch besser man isst das Rohprodukt, falls genießbar.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof,

    er kann nicht anders als trinken. Er ist lange über die Phase der Kontrolle drüber, er wird es wissen aber nicht zugeben. Diese verbalen Attacken sind glaube ich Unsicherheit und Hilflosigkeit, Wut auf sich selbst. Leider eine Hilflosigkeit bei der man nicht helfen kann und er auch jede Hilfe als Angriff sieht.

    Ganz klar für dich. Du kannst ihm nicht helfen, da muss er selbst durch. Hilfe durch Nichthilfe.
    Lass dich durch deine Machtlosigkeit nicht unterkriegen, für dich bis du zurzeit die wichtigste Person.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Alien,

    wenn ich dich so lesen und den Teile Alkohol einfach mal weglasse, könnte das so manch andere Frau mit mehreren Kindern und und .. geschrieben haben. Ich gebe Kawi recht, rede mit deinem Mann und zwar über all das was du auch geschrieben hast. Versuche die Tretmühle ein bisschen aufzubrechen, gemeinsame Unternehmungen (nicht Feiern) mit Spaß und auch Besinnlichkeit.
    Statt des Cluburlaubes vielleicht mal einen richtigen Familienurlaub, den man selbst planen muss und wo alle ihren Senf mit reinbringen, gibt mehr Nähe und man bleibt im Gespräch.

    Kannst du deine jetzigen Probleme nicht mal in deiner Gruppe ansprechen, dafür ist sie doch letztendlich da.

    Lass dich von Nichtwissenden nicht beeinflussen. Von wegen – nach so langer Zeit – was wissen die schon. Ich weiß auch nach 20 Jahren, dass ein Versuch für mich eine Katastrophe wäre.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    ich habe bei euch Co’s immer ein bisschen ein schlechtes Gewissen. Bin selbst Alkoholiker. Während meiner Saufzeit hatte ich keine wirklich feste Beziehung und habe daher wohl auch niemanden wirklich schwer verletzt aber trotzdem. Ich kann daher zum Teil nachvollziehen wie es deinem Mann geht und kann dich in deiner Machtlosigkeit gut verstehen.

    Wie es auch kommen mag, du hast keine Schuld und kannst nur für dich und natürlich etwas für Schrödi tun.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    ich glaube, dass mit dem Krankenwagen wird nicht funktionieren, wenn er einigermaßen klar ist, wird er sich weigern und mit Gewalt können sie ihn nicht mitnehmen. Ich kann deine Panik durchaus nachvollziehen. Kennst du jemanden bei dir in der Nähe mit dem sprechen kannst?

    Ich an deiner Stelle würde ihm keinen Alkohol besorgen und sehen, dass auch kein Alk in der Wohnung ist. Wenn er die Kraft hat zu trinken, dann soll er in selbst besorgen, nicht deine Sache.

    Ich würde dir so gerne etwas tröstliches Schreiben aber mir fällt absolut nichts ein.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Prof.,

    dass du deinem Mann die Kreditkarte weggenommen hast finde gut. Es kann nicht sein, dass er neben der Beziehung, seine und auch deine Gesundheit auch noch eure Finanzen in den Keller säuft. Wenn ihr ein gemeinsames Konto habt kann er allerdings bei der Filiale direkt auch Barabhebungen machen, zwar braucht er dafür eigentliche die Karte aber wenn er bekannt ist geben sie auch so Geld. Sprich mit der Bank. Wenn alle Stricke reißen eröffne doch selbst ein Konto wo du dann dein Gehalt einzahlen lässt und alle notwendigen Aufträge tätigst.

    Ich verfolge von Anfang an deinen Thread und es tut mir leid, dass dein Mann nicht die Kurve gekriegt hat und seine Sucht so eskaliert.

    Was meint dein Mann was nach seinem Tal kommt, der Abgrund?


    Liebe Grüße

    Weißbär

    Hallo Ette,

    ich habe den Bericht und das Interview im TV gesehen. Was mich stutzig gemacht hat war die Aussage des Prof. (Alkoholiker), der die Pille bereits seit Jahren nimmt , daß er sie wohl noch Jahre nehmen wird/muß. Durch die Pille wird der Saufdruck unterdrückt aber was ist mit den Ursachen. Nach Aussage des Prof. sind wohl einige der Versuchpersonen nicht Trocken aber sie haben ihren Konsum im Griff, also kontrolliertes Trinken.

    Was passiert, wenn man die Pille abgesetzt wird? Das Medikament soll wohl auf das zentrale Nervensystem wirken und die Sucht unterdrücken. Bedenken habe ich, ob das die einzige Wirkung ist.

    Mal abwarten was die Langzeitstudien ergeben.


    Grüße

    Weißbär