So habe ich mich vorgestellt....

  • Hallo ihr zwei, klar Micha weiß ich doch alles, habe doch diese Spielchen viele Jahre mitgemacht, jetzt! kann ich schon deutlicher manipulationen erkennen, zwar nicht immer :roll: aber immer öfter :wink:
    >Er ist zudem noch ein schwer traumatisierter Mann...das kommt noch dazu...näher möchte ich hier im Offenen nicht eingehen, habe ich in meinem Thread im geschlossenen schon geschrieben. Nur soviel, ganz krass das Aufwachsen und die Erlebnisse. Er ist sehr krank, gewschlossener Kreislauf. Aber ich bin ich und ich kämpfe und will das es mir wieder besser geht und das tut es, wenn auch mit nur kleinen Schritten...so, nun will ich mal langsam los, draußen scheint die Sonne...aber kalt :roll:
    bis dann, lg Nele

  • An Nele:

    Kostet das eigentlich was, im geschlossenen Bereich zu schreiben? Würde ich auch ganz gerne tun.

    Auch ich bin traumatisiert. Als ich 9 war ist mein Opa ganz plötzlich während einer stümperhaft durchgeführten Operation gestorben. Ich bin darüber bis heute nicht weg. Und zu Hause gab es nur Beleidigungen, Prügel usw. Mein Opa war für mich alles, er war einer der wenigen in der Familie, der Kinder wie MENSCHEN und nicht wie Sachen/Sklaven behandelt hat.

    Und dann, so etwa vor 3 Jahren, starb 3 Wochen vor Weihnachten mein Onkel (der war zum Schluss auch Alki, aber immer zu uns "Kindern" super) mit 64 an einem Krampfanfall während eines kalten zwangsweisen Entzuges, 1 Woche später starb meine Oma (die ich fast so liebte wie meinen Opa), ein paar Tage vor Weihnachten kam mein Vater mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik (war ein Glück nix) und 1 Tag vor Silvester kam meine Mutter mit einem schweren Herzinfarkt, den sie gerade so überlebte, in die Klinik.

    Von da an ging es mit mir bergab.

    Aber das schlimmste, außer den Prügeln usw, war der Tod meines Opas. Meine Mutter empfing mich an der Wohnungstür: du bist ein deutscher Junge, sei stark, Opa ist tot.

    Das war's. Keine Umarmung, nichts. Mit meiner Trauer stand ich über Jahre ganz alleine. Da ist in mir irgend etwas kaputt gegangen.

    LG Micha

  • hallo ihr lieben, ja die entgiftung ist die basis und ich glaube danach beginnt die eigentliche arbeit....ich kam heut mittag wie gewohnt nach hause, meinem mann ging es schlecht, er hatte nichts getrunken, er sagte immer wieder, er wolle ernsthaft aufhören, er wolle sehen, ob er heut und morgen überstehe und wenn nicht, dann zum hausarzt, hm, ich habe ihm gesagt, seine vorsätze würd ich gut finden grundsätzlich, glaube, vertrauen und hoffnung seien jedoch nicht da, das sei eben so und er meinte, er verstehe das vollkommen, nun ja, ich lass ihn machen, er bekommt nichts wieder und ich habe ihm gesagt, ich würde bis ende des jahres nachdenken und zusehen und die trennung von tisch und bett beibehalten. ihm liefen die tränen runter und er meinte, ich hätte alles recht, er habe so viel angerichtet und zerstört, ich sagte nur genau und bin schnell mit dem hund in die sonne, damit er bloß nicht merkt, wie traurig ich wurde und wie sehr ich mit den tränen kämpfen mußte......ganz liebe grüße uschi
    hey micha, du verschwindest jetzt doch nicht in den geschützten bereich? bleibst noch a bisserl hier oder?

  • Hallo Prof.,

    selbst wenn dein Mann die Entgiftung selbst in den Griff bekommen sollte, wird er um weitere Maßnahmen nicht rumkommen. Sonst schmeißt ihn die nächste schlechte Nachricht wieder um. Er als Ex-Feuerwehrler müsste das eigentlich wissen.

    Wenn er wirklich langfristig was ändern will, wird er über diesen Schatten springen müssen.

    Ich finde du machst deine Sache richtig gut. Nichthilfe ist angesagt. Mitleid hilft ihm nicht.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Liebe Grüße
    Weißbär

  • Hallo Prof,
    ich hab im Augenblick nicht viel Zeit fürs Forum, aber ich wollt dir trotzdem sagen: Das machst du richtig gut. Zeigst viel Power und Verstand. Du spürst deine Traurigkeit, aber sie lähmt dich nicht, das find ich wirklich bemerkenswert.
    Alles Gute
    Doro

  • :) lieber weißbär (im übrigen ein name, der mich zum schmunzeln bringt, woher kommt der?), danke für die blumen, ich bin bischen stolz darauf, aber es ist echt ein kraftakt...als ich mit schrödi dann in der heide war, hab ich erst mal geheult. ja ich denke, er wird ganz sicher ohne therapie nicht weiter kommen oder nur bis zur schlechten nächsten nachricht. aber ich werde mit ihm nicht darüber reden, er muss davon anfangen. ich hab ihm heut mittag bloß noch nur gesagt, dass ich hier im forum bin und dass ich dabei bin, mit der hilfe des forums und der lieben menschen, ob co-abhängig oder alkoholerkrankt, den weg finde, schritt für schritt mich zu befreien..... er hat schon etwas bedeppert geschaut und meinte nur "mein gott was hab ich getan?" der liebe gott kann ihm das auch nicht beantworten :)

  • Hallo Prof.,

    Habe dir mal die Nick-Erklärung aus einem andern Thread reinkopiert.

    Weißbär erinnert mich an einen Spanienurlaub. Ich wollte mir ein T-Shirt bemalen lassen und zwar mit einem Eisbären. Mein damaliger Lebensgefährte hat mich ab und an so genannte. Nicht weil ich so kalt bin sondern mir man meine Emotionen nicht immer ansieht und bei Bären man auch nicht immer weiß ob nett oder gerade auf Angriff. Bären haben fasst kein Minenspiel.
    Zurück zum T-Shirt. Ich versuchte dem Maler/Verkäufer also zu erklären was ich haben will aber weder in Deutsch noch Englisch wusste er was ich meine. Erst mit langen Umschreibungen ging ihm ein Licht auf – oso blanco – also Weißbär


    Liebe Grüße

    Weißbär

    Liebe Grüße
    Weißbär

  • Zitat von Doro

    Hallo Prof,
    ich hab im Augenblick nicht viel Zeit fürs Forum, aber ich wollt dir trotzdem sagen: Das machst du richtig gut. Zeigst viel Power und Verstand. Du spürst deine Traurigkeit, aber sie lähmt dich nicht, das find ich wirklich bemerkenswert.
    Alles Gute
    Doro

    :) hui vielen Dank, liebe Doro, ja ist mir aufgefallen, dass Du nicht viel hier bist, ich glaub , die kraft gebt ihr mir und lange gespräche bzw. telefonate mit meiner mam, mit der ich immer -wenn die traurigkeit kommt- bzw. so oft es möglich ist, telefoniere.... :) lg uschi

  • Hallo Ihr Lieben, es gibt tatsächlich nichts neues, ich fühle mich ganz gut und komme mit der Trennung von Tisch und Bett gut klar. Mein Mann hat nichts getrunken außer Pfefferminztee gestern. Es lagen 2 Bücher auf dem Tisch über Alkoholismus / Selbsthilfe, die er sich wohl bestellt hat (verwunderung von mir aber schweigend) und er las darin gestern abend; es ging ihm schlecht, wir haben holzböden, darum hab ich auch unten hören können, dass er nicht geschlafen hat. heute morgen kam er runter und fragte, ob er nen tee haben könnte; ich sagte klaro, beutel und heißes wasser stehen in der küche *lol*. gestern abend und heute morgen war er immer wieder sehr beschämt "was habe ich nur getan" kam immer wieder....ich habe nichts gesagt dazu und bin schlafen gegangen....lg uschi

  • Toll Uschi, hast Du super gemacht :D:D:D
    für andere Sachen sind sie doch auch erwachsen, warum nicht um sich selber mal was zu machen, ich habe auch so viele Jahre so funktioniert... :oops: wir liegen doch gut im "Rennen" hm?! :wink:
    Schöne Stunden
    lg Nele

  • Liebe Uschi!

    Wenn er auf Entzug ist, gehört Schlaflosigkeit dazu. Viel Tee und Wasser trinken ist jetzt gut. Essen wird er erfahrungsgemäß erst mal nicht, er wird es eh nicht bei sich behalten.

    Und ich freue mich, dass Du so stark bist im Moment.

    Dieses "was hab ich nur getan" habe ich auch 1000mal gesagt. Und so gemeint. Bis zum nächsten Schluck....

    Liebe Grüße Micha

  • Liebe Nele, jup ich finds auch, wir liegen gut im Rennen *lol* wünsche Dir auch schöne Stunden.....,
    hey Micha, die Worte habe ich bei ihm auch schon tausend mal gehört und weiß, dass er es momentan so meint; ich wünsche ihm natürlich, dass er es jetzt ernsthaft durchzieht durchzieht, was nicht heißt dass ich es glaube ..na ja essen tut er wenig aber er behält es bei sich und es schmeckt ihm....lg Uschi

  • :D oh ich muss nochmal was loswerden, also ich habe in münster (500 km weit weg) eine freundin, der ich auch von seinen problemen und meiner co-abhängig erzählt habe. sie selber ist 45 jahre alt, erwerbsunfähig krank aufgrund einer psychose und in psychiatrischer behandlung; ich habe mit ihr einige male telefoniert und sie gab mir zuspruch; nun erzählte ich ihr, dass er entzieht und so, was ich oben alles so euch auch erzählt habe; und nun rief sie mich an und machte mir die totalen vorwürfe, ich würde in mein altes schema verfallen, ich könne ihm nicht glauben, der würde sich nie ändern, ich müsse mich trennen usw....mich hat das echt ein wenig aufgeregt und ich habe mich auch geärgert und beschlossen, ihr nichts mehr zu erzählen...dennnes ist MEINE entscheidung, was ich tue und ICH muss mich gut fühlen. sie will mich da total reindrängen und wird schon ungehalten, wenn ich solche sachen sage wie "na ja ich habe ihn aus liebe geheiratet und brauche zeit, step by step usw." ....sie will unbedingt, dass ich mich sofort trenne hm....habt ihr auch solche erfahrungen schon gemacht mit freunden?
    ich sehe es einfach so: ich habe ihn geheiratet aus purer liebe und den menschen hinter dem Alkohol sehr geliebt, ich bin co-abhängig und gerade auf dem weg zu mir selbst aber ich entscheide doch allein, wie ich und in welchem tempo ich zu mir selbst finde oder?
    lg Uschi

  • jedenfalls diese freundin wird immer völlig sauer, wenn ich ihr sage, dass ich doch nun erst einmal abwarten werde, mit der jetzigen situation (trennung von tisch und bett) gut klar komme und noch gar nicht weiß, ob ich mich endgültig trennen werde für immer...si wird böse und sagt nur "ich versteh nicht wieso du noch mit dem überhaupt sprichst und warum du gerade wieder umschwenkst" und dann legt sie auf *lol* ist das normal? oder liegt das an ihrer psychose?

  • Hallo Uschi,

    wenn du 10 Leute fragst bzw. etwas erzählst, bekommst du x verschiedene Antworten.

    Jeder antwortet dir ja aus SEINEM eigenen Erfahrungsschatz. Da spielt es auch nicht unbedingt eine Rolle, ob jemand eine Erkrankung hat.

    Du triffst deine Entscheidungen ja für dich, du mußt mit ihnen leben und sie im Alltag umsetzen. Du! In deinem Tempo.

    Was die Menschen in deinem Umfeld darüber denken ist allein deren Sache. Du kannst dir das anhören und Anregungen aufgreifen, wenn du das für sinnvoll hälst. Ansonsten gehst du deinen Weg weiter.


    Lieber Gruß,

    Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe Uschi,
    ich habe dies auch all die Jahre von Außenstehenden gehört..."schmeiß ihn raus", etc. Man möchte Antworten und fragt Andere was man tun soll :roll: ...weil man selber gar kein Selbstbewußtsein mehr hat. :oops: Tief im Inneren weiß man auch das es richtig wäre/ist, aber! wir sind krank und sicher hängt auch überall oder bei den Meisten auch noch wenigstens ein Sück Herz dran. :oops: Selber würde man bei Anderen sicher auch den Rat geben, oder? Das man die Trennung aber nicht schafft/will/kann das können Außenstehende nicht verstehen, nur die!die das Gleiche oder ähnlich erlebt haben. Und deshalb sind wir hier und deshalb tut es uns gut auszutauschen. Ich selber erzähle schon lange nichts mehr, Verständnis kannst Du halt nur von Gleichbetroffenen erwarten, wie es auch mit den Alkoholikern ist. Oder würdest Du bei Deiner Freundin verständnis aufbringen können wenn Du nicht betroffen wärst. Sie meinen es nicht böse, es ist Unverständnis. :roll:
    GLG Nele :wink:

  • Gten Morgen Prof.,

    Lass deine Freundin reden. Es ist immer einfacher aus der Ferne ohne emotionaler Bindung einen Rat zu geben und der fällt dann meist auch sehr radikal aus. Geh du deinen Weg.

    Ich finde du machst das doch prima. Lass dich nur nicht von seiner jetzigen Stimmung einwickeln.
    Gezeigtes Mitleid hilft im nicht und trockenstreicheln kannst du ihn schon gar nicht.

    Liebe Grüße

    Weißbär

    Liebe Grüße
    Weißbär

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