Beiträge von Skye

    Hallo Anke,

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    Also muß ich mich vorher schlau machen.

    Richtig vorher, Du hast Dich aber noch nicht schlau gemacht und machst Dir Gedanken um Dinge von denen Du gar nicht weißt, ob sie überhaupt das oder ein Problem sein können. Bevor Du weiter Energie mit was wäre wenn, verschwendest erkundige Dich doch erstmal. Deine Überlegungen haben doch gar keine Grundlage. Du kennst weder Deine Rechte, noch Deine Pflichten, noch Deine Möglichkeiten.
    Erfahrungen anderer, um die Du auch gebeten hast, ignorierst Du scheinbar. In Deinem anderen Thread wurde Dir geschrieben, dass es am Alkoholiker ist zu beweisen, dass er es nicht ist und nicht an den Angehörigen, dass er es ist. Trotzdem überlegst Du weiter, wie Du beweisen kannst, dass er es ist.

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    hier geht es nicht so sehr um Glaubwürdigkeit, sondern mehr um Machbarkeit..

    Machbarkeit? Machbarkeit ob Du gehen kannst oder wie darf ich das verstehen? Natürlich ist das machbar! Ist nur die Frage ob Du das willst und so wie es möglich ist. Bei einem Alkoholiker würde ich jetzt sagen, Du suchst nach einer Hintertür und ich glaube das tust Du auch.

    Ich klinke mich jetzt hier aus. Viel Glück auf Deinem Weg.

    Gruß
    Skye

    Hallo Anke,

    bei mir hat meine Mutter getrunken, deshalb kann ich mir so gut vorstellen, wie es Deinen Kindern gehen mag. Ich habe es geschafft meiner Mutter die Verantwortung für ihr Leben zurück zu geben. Ich brauchte auch keine hieb- und stichfesten Beweise, zumindest nach einer gewissen Zeit. Zum handeln hat mir gereicht, dass es mehr war als ich ertragen konnte. Ich wollte anfangs auch immer alles beweisen, um ihr gegenüber Argumente zu haben. Es war ein schmerzvoller Weg bis ich eingesehen habe, es geht um meine Grenzen ging, dass was ich ertragen konnte und wollte und nicht um Beweise. Meine Gefühle waren vollkommen ausreichend um zu sagen bis hier hin und nicht weiter.

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    das mag jetzt sehr abgebrüht klingen, aber vielleicht muß ich ja mal beweisen, daß er trinkt,
    wegen des Aufenthalsbestimmungsrecht, falls wir uns mal trennen.

    Dann sag ich jetzt mal etwas ironisch: Viel Spaß dabei! Dein Mann ist erwachsen, volljährig, kann über sich bestimmen wie er will. Wenn er zum Arzt geht, dann bleibt das, was da besprochen wird, was bei evtl. Untersuchungen rauskommt, beim Arzt und bei Deinem Mann. Der Arzt hat Schweigepflicht er darf Dir nichts erzählen. Wenn er es tut macht er sich strafbar. Glaubst Du ein Gericht berücksichtigt solche „Beweise“? Wohl kaum! Der einzige der ihn davon entbinden kann ist Dein Mann und der muss das nicht. Und erzählen muss Dein Mann Dir auch nichts. Wie kommst Du jetzt an die Infos an die Du Dein Herz hängst?

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    Ich möchte auf jeden Fall nach der Elternzeit wieder arbeiten, auf Grund der Entfernung zu meinem Arbeitgeber geht das aber nur, wenn er sich (hat er immer getan wenn ich arbeiten war) morgens um die Kinder kümmert.
    Sollte mein Arbeitgeber mich nicht zurücknehmen wollen, möchte ich etwas anderes probieren. Dabei müßte ich aber 2 JAhre lang eine 75% Stelle ausüben. Das geht nur mit Hilfe meines MAnnes. Ich kann ihm die Kinder aber nur geben wenn er nüchtern ist.

    Auf der einen Seite willst Du Dich trennen, auf der anderen willst Du Deinen Mann aber weiter einbinden, parat und funktionierend haben, damit Du tun kannst, was Du willst. Was willst Du denn nun? Willst Du die Trennung, willst Du das Deine Kinder nicht mehr mit einem Alkoholiker aufwachsen? Dann gibt es auch ein paar Nachteile, nicht nur Vorteile, wie überall im Leben. Oder willst Du bleiben, damit jemand auf die Kinder aufpassen kann? Egal was da für Schäden bei rum kommen.Nur weil Dein Mann gerade nichts getrunken hat, heißt das nicht, dass er nüchtern ist.

    Du musst Dich schon entscheiden und ohne Abstriche geht das auch nicht, schließlich bekommst Du auf der anderen Seite ja auch etwas, wenn Du gehst, Ruhe und Frieden und Deine Kinder ein stabiles zu Hause, wo sie wissen wie die Erwachsenen reagieren. Was ist Dir das Wert? Du willst etwas ändern und doch nicht. Es gibt auch andere Möglichkeiten die Kinder zu versorgen. Ich frag mich langsam was willst Du denn überhaupt damit erreichen wenn Du gehst? Willst Du überhaupt gehen oder suchst Du nach einer Möglichkeit Deine Mann trocken zu legen?

    Du kannst übrigens auch nicht erst etwas für Dich und die Kinder tun, wenn Du gegangen bist. Das geht auch schon jetzt. Je eher Deine Kinder Hilfe bekommen, desto eher hast Du auch etwas „in der Hand“, wenn es um Sorgerechtsfragen geht. Je eher Du Hilfe bekommst, kannst Du mit der Situation auch besser umgehen.

    Ich sehe immer noch „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ oder wie hier mal jemand so schön geschrieben hat: Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe.

    Gruß
    Skye

    Hallo Anke,

    Alkohol ist Alkohol egal ob er in Form von Bier, Wein, Sekt oder Vodka, Weinbrand und Whisky getrunken wird. Der einzige Unterschied ist die Menge an Flüssigkeit die man zu sich nimmt um eine bestimmte Menge Alkohol aufzunehmen.

    Es gibt sog. Saufwerte im Blut, man kann es feststellen ob jemand mehr trinkt als gut für ihn ist. Diese Werte können zwar auch für andere Dinge herangezogen werden. Wenn aber der Verdacht besteht, dass Alkohol im Übermaß z. B. täglich getrunken wird, kann man sie einsortieren. Die werden aber, so lange kein konkreter Grund vorliegt, nicht standardmäßig untersucht.

    Aber was soll das? Willst Du die Blutwerte irgendwo oder vor Deinem Mann anführen? Willst Du damit „beweisen“, dass er abhängig ist? Vergiss es. Falls das Gericht oder ein Entscheidungträger diese Wert haben wollen sollte, wird es sich die selbst besorgen. Was ich allerdings nicht glaube.

    Willst Du Deinem Mann damit beweisen, dass er abhängig ist? Er wird genug Argumente dagegen finden, siehe Onkel Otto. Meine Mutter hatte einen Gamma GT von 900 und nur ein Problem, mehr nicht. Außerdem gehe ich davon aus, dass er sehr genau weiß, was mit ihm los ist. Sonst würde er sich a) nicht vehement dagegen wehren zum Arzt zu gehen und b) nicht seinen Konsum runter schrauben, weil er merkt das sich was bei Dir ändert. Dein Mann will trinken, der Alkohol gibt im etwas, dass weder Du noch ich jemals begreifen werden. Ganz einfach weil wir nicht abhängig sind. Solange er trinken will, wird er das tun und zur Zeit scheint so zu sein, dass er will. Schließlich unternimmt er nichts um Hilfe zu bekommen.

    Was ganz allein maßgebend ist, kannst Du damit leben, dass er trinkt? Du musst nichts beweisen, niemandem. Es geht dabei ganz allein um Dich und Dein Empfinden.


    Gruß
    Skye

    Hallo Anke,

    1 Flasche Wein, wäre für mich auch eine Leistung. Ich wüsste gar nicht, ob sie runter bekommen würde. Ich würde höchstwahrscheinlich schon weit vor dem Bodensatz jenseits von gut und böse abdanken. Dein Mann ist nach einer noch ansprechbar, sogar vernünftigen Argumenten zugänglich. Er hat eine sehr hohe Toleranz entwickelt. Für Dich mag er im Verhältnis zu sonst nüchtern sein, nichts desto trotz ist er betrunken!

    Wenn ich von 10,5% Alkoholgehalt von Wein ausgehe, ich hab da nicht so die Ahnung, aber gehen wir mal davon aus. Dann enthält eine Flasche Wein soviel Alkohol wie 10 Schnäpse (200 ml). Nach 10 Schnäpsen ist keiner mehr nüchtern.

    Es gibt kein kontrolliertes Trinken für Alkoholiker es gibt nur ganz oder gar nicht. Wer kein Alkoholiker ist, der muss nicht kontrollieren, da finden sich Grenzen von ganz allein und die werden auch ohne Anstrengung und Überlegung eingehalten. Ganz einfach weil der Körper sich irgendwann meldet und diese Meldung automatisch beachtet wird. Es ist kein Bedürfnis vorhanden jeden Tag zu trinken. Normal ist ein paar mal im Jahr nicht jeden Tag!

    Was die Geschichten angeht. Nehmen wir mal das Beispiel rauchen. Jeder weiß, dass es gesundheitsschädlich und lebensverkürzend ist. Jeder kennt aber einen Onkel Otto, der trotz 3 Schachteln täglich 100 Jahre alt geworden und zum Schluss friedlich eingeschlafen ist. Die ganzen anderen Menschen die ihre Gesundheit gelassen haben und früh gestorben sind, werden nicht gesehen. Redet ja auch keiner so wirkllich drüber, weils es nicht schön ist. Man sucht sich das aus, was einem am besten passt, was am wenigsten unangenehm ist und wo man am wenigsten etwas tun muss. So beruft man sich immer wieder auf Onkel Otto und hofft im Stillen nicht zu den anderen zu gehören und macht weiter wie bisher.
    Ebenso verhält es sich mit Geschichten über Alkoholiker die kontrolliert trinken können und einfach so aufgehört haben. Ist ja angenehmer für alle Beteiligten, sich die als Beispiel zu nehmen, muss man ja nichts ändern, kann man ja so weiter machen wie bisher. Die ganzen die sich um den Verstand gesoffen haben, die sich ins Grab gesoffen haben, die sind unangenehm, die werden dann lieber ausgeblendet.

    Dein Mann hält Dir einen Strohhalm hin und Du ergreifst ihn freudig. Er will nicht aufhören, eine Flasche am Tag ist nicht aufhören, das ist einlullen damit Du weiter funktionierst. Nun der Strohhalm wird knicken und Du hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen, wenn Du Dich daran festhältst.

    Gruß
    Skye

    Hallo Kaleu,

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    Spart euch am Besten jeden Kommentar. Ich weiss selbst wie bescheuert ich bin

    Ich habe aber gerade noch einen über.... 8) Spaß beiseite, dass war doch die perfekte „Beziehung“ für Dich. Die Frau konnte Dir nicht gefährlich werden, wirklich bis an Dein Innerstes kommen. Da wolltest Du doch bis vor gar nicht langer Zeit auch gar keinen haben oder? Du bist nicht bescheuert, sondern für Deine „Verhältnisse“ geradezu normal.

    Die Wut von der Du schreibst die kenne ich nur zu gut. Früher habe ich gedacht, soviel Respekt sollte doch drin sein, dass man mit seinem Gegenüber redet, es nicht einfach so stehen oder hängen lässt. Heute nun, Sch... was auf Respekt. Es hatte nichts mit Respekt zu tun.
    Ich habe immer so oder ähnlich reagiert, wenn ich das Gefühl hatte übersehen zu werden, von klein auf. Bewusst ist mir das erst im Laufe meiner Therapie geworden, genauer gesagt fast zum Ende nach 4 Jahren. Aber besser spät als nie.
    Meine Hilflosigkeit diesbezüglich hat sich in Wut geäußert. Ich bin ein Mensch und kein Loch im Gefüge, ich möchte das man mich wahrnimmt. Egal ob positiv oder negativ, ich möchte wahrgenommen werden. Wahlweise hat die Wut dann jemand volle Breitseite abbekommen oder ich habe sie geschluckt.
    Ich war an der Entwicklung jedoch selbst schuld, ich habe mich selbst unsichtbar gemacht, weil ich meinen eigenen Wert nicht erkannt habe. Oder ich habe mit den falschen Mitteln versucht gesehen zu werden, so wie ich dachte das ich für andere richtig sein könnte. Die falschen Mittel haben mir dann meist Ablehnung eingetragen, was dazu geführt hat, dass ich mich weiter unsichtbar gemacht habe. Denn Ablehnung wollte ich nun mit Sicherheit nicht, die hatte ich mir ja selbst genug entgegen gebracht.

    Ich bin dafür verantwortlich, dass ich gesehen werde und ich bin auch dafür verantwortlich wie ich gesehen werde. Ob man ein Bild sieht, dass ich geschaffen habe oder ob man mich sieht.

    Vielleicht kannst Du mit diesen Gedanken etwas anfangen.

    Gruß und gute Nacht
    Skye

    Hallo Anke,

    ohne irgendetwas versucht zu haben, hast Du schon haufenweise Bedenken. Erkundige Dich doch erstmal, bevor Du Dir weiter wenns und abers ausmalst. Sicherlich kann man mit 4 Kindern nicht alles so über's Knie brechen und muss mehr überlegen, als wenn man nur für sich verantwortlich ist. Es ist das Leben Deiner Kinder und Deins, nicht das von anderen. Im Moment machst Du Dein Leben von Deinem Mann und den Kleingeistern die was sagen könnten abhängig.

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    Ob ich mich wirklich trennen möchte hängt davon ab, ob sich mein MAnn für oder gegen den Alkohol entscheiden kann. Ich habe hier immer wieder gelesen, daß man ihm die Pistole auf die Brust setzen soll: wenn du es nicht lassen kannst/willst gehen wir, dann aber auch wirklich gehen muß.

    Du machst Dein Gehen von Deinem Mann abhängig. Auf der einen Seite glaubst Du scheinbar nicht wirklich daran das er trocken wird, auf der anderen hoffst Du aber das er es wird und Du nichts ändern musst. Du kannst ihm die Pistole auf die Brust setzen, ob er dann etwas tut, auch wenn Du die Drohung umsetzt steht in den Sternen.
    Entweder Du willst gehen für Dich und Deine Kinder oder Du willst nicht. Verabschiede Dich von dem Gedanken, dass Du Deinen Mann ändern kannst. Das kann er nur selbst, auch eine Trennung ist kein Garant, dass er etwas ändert.

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    Da ich vier Kinder habe muß ich diesen Schritt natürlich , nicht nur aus finanzieller Hinsicht sehr gut überlegen und mich deshalb vorher über alles schlau machen.

    Geld ist nicht alles, für Deine Grundbedürfnisse sorgt der Staat schon. Ein ruhiges, harmonisches Zuhause auf das sich Kinder verlassen können ist mehr wert als alles Geld und materielle Dinge. Ich weiß wovon ich rede, ich hatte dieses Zuhause nicht.

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    Hier in unserem Kaff soll es nicht öffentlich werden, da ich nicht möchte, daß meine Kinder darunter leiden und auf einmal gemieden werden.

    Glaub mir, es gibt genug in Eurem Kaff die das schon wissen. Sie sprechen Dich nur nicht darauf an, sondern reden hinter Deinem Rücken. Nur weil er nur zu Hause trinkt, heißt das nicht, dass keiner etwas mitbekommt. Was ist mit Deinen Kindern, sollen die auch nicht darüber reden, dass ihr Vater Alkoholiker ist. Sie leiden jetzt schon und werden zur Sprachlosigkeit angehalten, damit andere nicht eventuell reden. Sie werden doppelt gestraft, nur weil ein paar Kleingeister reden könnten. Ihr Vater ist krank, dass ist nichts dessen man sich schämen muss. Es ist nicht ihr Fehler, dass er säuft, aber sie leiden darunter. Noch mehr wenn sie keine Hilfe erhalten, damit nur keiner etwas von der „Schande“ erfährt.

    Zitat

    Die Große sagt auf jeden Fall was Sache ist. Sie haßt ihren Vater teilweise

    Dieser Schaden ist schon entstanden!

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    Ich muß mich sehr sorgfältig informieren über alle Möglichkeiten damit ich ihn ernsthaft vor die Wahl stellen kann und darf dabei aber nicht meinen Kindern schaden.

    Der Schaden bei Deinen Kindern ist schon entstanden, Du kannst nur noch dafür sorgen, dass er nicht größer wird.

    Du weißt nicht was passiert und Du wirst es auch nie wissen, wenn Du nicht den ersten Schritt tust und anfängst für Dich und Deine Kinder zu sorgen. Es gibt Anwälte, Jugendämter, Suchtberatung und Beratungsstellen für Frauen. Da wird sich was finden lassen.

    Ich weiß, dass das alles Angst macht, aber wenn Du nichts tust, wird sich auch nichts ändern.

    Gruß
    Skye

    Hallo Anke,

    willkommen im Forum.

    Auf der einen Seite möchtest Du, dass die Sucht Deines Mannes Berücksichtigung bei der Sorgerechtsentscheidung findet. Gleichzeitig schreibst Du aber:

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    Das mit der Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee, aber ich möchte das nicht hier bei uns machen, da wir in einem kleinen Kaff wohnen und die Beratungsstelle direkt gegenüber der Kirche ist. Sieht also jeder wenn man da reingeht. Eigentlich blöd geplant.

    Ich verstehe das so, dass es Dir unangenehm wäre, wenn jemand mitbekommt, dass Du da hin gehst. So kann das nicht klappen. Entweder Du stehst dazu, dass Dein Mann Alkoholiker ist oder Du lässt es. Wenn Du es lässt, findet es auch keine Berücksichtigung bei der Entscheidung über das Sorgerecht. Glaube nicht, dass Du das unter der Decke halten kannst, wenn Du es berücksichtig haben willst. Da gehört es auch grundsätzlich nicht hin. Die Sucht eines Elternteils gehört auf den Tisch.

    Vielleicht verstehe ich da was falsch, aber Deine Worte wirken auf mich, als würdest Du noch überlegen, was das kleinere Übel für Dich ist, er mit Alkohol oder alleinerziehende Mutter. Wenn Du Dich trennen möchtest, warum dann diese Heimlichkeiten bez. des Anwalts oder der Suchtberatung? So oder so werden alle Deine Entscheidungen Konsequenzen haben. Auf mich wirkt das hier im Moment wie: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

    Entweder Du willst gehen mit allen Konsequenzen oder Du bleibst, ebenfalls mit allen Konsequenzen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Iffiegenie,

    frag mal bei der Suchtberatung oder beim Gesundheitsamt nach. Die können Dir sicherlich Adressen bzw. Ansprechpartner nennen. Eventuell hat sogar die Suchtberatung eine Gruppe die was für Dich wäre. Ein weitere Möglichkeit wäre in die Tageszeitung oder, wenn vorhanden, ins Anzeigenblatt zu schauen. Die meisten SHG inserieren dort mehr oder weniger regelmäßig.

    Eine Selbsthilfegruppe ist immer so gut wie ihre Mitglieder bzw. so gut wie Du mit den Mitgliedern klarkommst, in wie weit Du Dich dort wiederfindest. Wichtig ist, ob Du Dich mit den Menschen die dort sind wohlfühlst und nicht welchen Träger die SHG hat.

    Wenn Du kirchliche orientierte Gruppen grundsätzlich ausschließt, bleiben Dir nicht mehr sehr viele SHG's. Die meisten werden in Deutschland von einem kirchlichen Träger organisiert oder haben ein an Glauben ausgerichtetes Programm.

    Ich bin kein religiöser oder gläubiger Mensche und trotzdem hat man mir weiter geholfen, hat es mir geholfen mich auszutauschen. Wichtig waren für mich die Erfahrungen der anderen und nicht ihr etwaiger Glaube oder ihre Ausrichtung. Vielleicht schaust Du Dir die Gruppen erstmal an bevor die sie von vorn herein ausschließt.

    Gruß
    Skye

    Hallo Iffiegenie,

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    Ich befürchte tatsächlich, dass ich von meiner Mutter Einsichten will. Und die werde ich wahrscheinlich nie bekommen, weil sie gar nicht sieht, dass da irgendwas mit mir krumm gelaufen sein könnte. Ich weiß noch nicht mal, ob sie für sich selbst erkennt, dass was ganz falsch gelaufen ist.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass es genauso ist wie Du schreibst ist sehr hoch. Wenn Deine Mutter sehen würde, dass etwas falsch läuft, gelaufen ist, wenn sie wirklich etwas an ihren Leben stören würde, so sehr das sie es nicht mehr ignorieren könnte, dann würde sie etwas tun, würde sie versuchen etwas zu ändern. Du hast auch lange Jahre immer weiter gemacht, es fühlte sich für Dich nicht unbedingt falsch an, es hat Dich nicht besonders gestört. Jetzt hast Du hier her gefunden, weil Dich etwas stört, weil Du es nicht mehr ignorieren kannst und willst. Du bist bereit etwas zu ändern. Wenn ich mir Deine Worte durchlese, sehe ich das bei Deiner Mutter nicht.

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    Ich wollte jedenfalls, dass sie weiß, dass ich nicht mehr mit ihr am Telefon reden will, dass es eine bewusste Entscheidung von mir war. Sie soll nicht denken, dass ich nicht zu Hause bin, wenn sie anruft und dann vergesse, zurückzurufen, wenn sie wieder einen so weinerlichen Spruch auf meinem Anrufbeantworter hinterläßt.

    Zu sagen, zu wissen was man will und möchte, ist die Grundvoraussetzung um etwas zu bekommen. Ob man das dann wirklich bekommt, hängt von einem selbst ab.

    Ich wollte auch immer nur, dass meine Mutter begreift und Bescheid weiß. Irgendwann habe ich erkannt, dass ich nicht nur wollte das sie begreift, sondern dass sie auch anerkennt was ich möchte. Mehr noch, dass sie es gut findet und akzeptiert.
    Es hat noch ein weiteres Weilchen gedauert, bis ich eingesehen habe, dass das nie passieren wird. Ganz einfach weil das was ich wollte und das was sie wollte grundverschieden war. Ich wollte immer mehr Abstand und Eigenständigkeit und sie wollte immer mehr Nähe und Kontrolle. Sie hätte nie gut gefunden, was ich wollte, weil es ihren Wünschen entgegen lief.

    So blieb mir nur ihr entweder immer wieder zu sagen was ich wollte und gleichzeitig zu wissen, dass es ignoriert würde oder mich wirklich abzunabeln, nicht mehr von Mamas Zustimmung abhängig zu sein und für mich selbst zu sorgen.
    Ich wollte Ruhe, ich wollte Abstand, ich habe dafür gesorgt, dass das passiert. Gleichzeitig musste ich allerdings auch damit leben, das sie das nicht gut gefunden hat. Es war Anfangs nicht einfach, jahrelange Verhaltensweisen legt man nicht mal so eben ab. Nach und nach ging es mir jedoch besser damit, ich war selbst davon überzeugt, dass das gut für mich war was ich tat und brauchte keine Bestätigung von außen mehr. Weder von meiner Mutter, noch von anderen.

    Wenn Du etwas willst, kannst nur Du dafür sorgen, dass Du es bekommst.

    Gruß
    Skye

    Hallo Iffiegenie,

    willkommen im Forum. Als Deinen Text gelesen habe, kam mir alles auf seine Art so fürchterlich bekannt vor. Hier musste ich dann lachen, kein lustiges, sondern eher ein ungläubiges.

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    Aber dann denke ich, dass ich doch so völlig ohne Symptome nicht zu einem Psychologen gehen kann.

    Du hast eine Menge Symptome, die Du mit Hilfe eines Therapeuten auf arbeiten kannst. Wenn Du nur das erzählst, was Du hier geschrieben hast, dann wird Dich keiner weg schicken oder auch nur ansatzweise denken, dass Du keine Hilfe brauchst.
    Ich habe 4 Jahre Therapie hinter mir, es war das Beste was mir passieren konnte. Ich bin auch „nur“ hin gegangen, weil ich lernen wollte mit der Sauferei meiner Mutter klar zu kommen. Gelernt habe ich mit mir und meinen Bedürfnissen klar zu kommen. Warum ich bin wie ich bin, warum ich mir selbst so lange im Weg gestanden habe. Ich habe gelernt zu sehen, was ich mir selbst angetan habe. Ich habe gelernt meinen eigenen Wert zu sehen, anzuerkennen wie viel ich wert bin. Ich habe gelernt mich selbst wichtig zu nehmen und mich in erster Linie um mich zu kümmern und dann erst um andere. Ich habe gelernt, dass ich nicht immer das liebe Kind sein muss um geliebt zu werden. Es reicht vollkommen zu sein, wie ich wirklich bin. Dabei habe ich quasi nebenbei auch gelernt mit der Sauferei meiner Mutter klar zu kommen, aber das war nur ein Nebenprodukt. In erster Linie ging es um mich und wie ich mich selbst gesehen habe.

    Vorher dachte ich auch immer es geht mir doch gut, so schlimm war das doch alles gar nicht, anderen ging es viel schlechter als mir, ich habe alles was ich brauche, ich stehe auf eigenen Füßen, ich habe mein Leben im Griff. Gar nichts hatte ich, denn sonst hätte meine Mutter, hätten meine Eltern nicht einen solchen, ungesunden Einfluss auf mein Leben haben können. Ich war zum Schluss so verzweifelt, dass ich kaum noch Lebensmut und -willen hatte und trotzdem habe ich mir immer wieder gesagt, eigentlich geht's mir doch gut.

    Vielleicht liest Du Dich mal hier durch:https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic16098-0.html
    Ich denke Du wirst Dich in sehr vielen Dingen wieder erkennen. Ich könnte mir Vorstellen, dass Du dann nochmal darüber nachdenkst ob Du Symptome hast oder nicht.

    Was Deine Mutter angeht. Warum ihr nicht Deine ganze Wut vor den Latz knallen, schlimmer kann es kaum werden, da stimme ich Dir zu. Es sei denn Du möchtest im Grunde Deines Herzens, dass sie von alleine darauf kommt und einsieht was sie falsch gemacht hat. Da kann es sein, dass Du vergeblich wartest.
    Wenn es ist um Dich zu erleichtern, dann tue es, es ist Dein gutes Recht. Das Leben mit Deinen Eltern beeinflusst Dein Leben bis heute und das nicht unbedingt zum positiven. Wenn Du es tun willst, weil Du hoffst eine Einsicht von ihr zu bekommen o. ä. dann könnte der Schuss nach hinten losgehen und die erhoffte Erleichterung ausbleiben. Es ist jetzt schon so lange so wie es ist, vielleicht ergründest Du Deine Motive noch ein wenig. Denn irgendetwas lässt Dich ja immer wieder zögern.

    Ansonsten schreib hier wann immer Du willst. Lass den ganzen Ballast einfach hier.

    Gruß
    Skye

    Hallo Ella,

    willkommen im Forum. Vielleicht hast Du schon ein wenig hier gelesen, dann wird Dich meine folgende Aussage nicht besonders erstaunen. Du kannst nichts tun, wenn Deine Mutter trinken will, wird sie es tun.

    Zitat

    Wir haben Mutti gegen ihren Willen zum Entzug gebracht.

    Ihr könnt sie noch 10x dort hin bringen, es wird immer mehr oder weniger auf das gleiche hinauslaufen, sie wird wieder trinken, solange sie da nicht freiwillig hingeht. Mit Zwang legt man keinen Alkoholiker trocken. Du kannst ihn wegschließen, aber wenn er trinken will, ist sein erster Weg wenn er raus kommt zur Flasche. Und scheinbar will sie trinken, denn sonst würde sie das:

    Zitat

    Sie möchte auf keinen Fall einen Entzug oder ähnliche stationäre Therapie machen.

    nicht sagen. Da sie einen Entzug hinter sich hat, weiß sie was auf sie zukommt und sie weiß dadurch auch, was sie für Möglichkeiten hat Hilfe zu bekommen. Da sie es ablehnt, will sie trinken. Das mit der SHG ist nur ein Happen für Euch, in der Hoffnung, dass ihr damit zufrieden seid und sie dann in Ruhe weiter trinken kann.

    Zitat

    Nun haben wir sie gestern erwischt.

    Deine Mutter ist kein kleines Kind, dass man beobachten muss, damit es nichts Verbotenes tut. Deine Mutter ist eine erwachsene Frau, die für sich selbst sorgen kann. Wenn sie trinken will, auch auf Kosten ihrer Gesundheit, dann darf sie das. Es steht Dir nicht an sie zu kontrollieren. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn man das mit Dir machen würde?
    Deine Mutter hat jedes Recht zu saufen, so wie Du jedes Recht hast Dich da raus zu ziehen, Dich um Dich zu kümmern und sie machen zu lassen.

    Ich weiß wie schwer es ist, dabei zuzuschauen. Was Du erzählst ist nichts neues für mich und auch nicht für andere. Dich mag ihr Verhalten schockieren, aber für einen Alkoholiker ist es vollkommen normal.
    Ich habe meine Mutter verloren weil sie getrunken hat, zum Schluss bis zum buchstäblichen Abwinken. Glaub mir, wenn es einen Weg geben würde zu helfen, ich wäre ihn gegangen und hätte alles erdenkliche getan. Diesen Weg gibt es nicht. Es ist leider so, so lange ein Alkoholiker nicht selbst aufhören will, ist alles vergebens. Solange er nicht aufhören will, kämpfst Du gegen Windmühlen. Diesen Willen kannst Du nicht erzwingen, nicht herbei reden oder bitten, der muss sich von ganz allein entwickeln.

    Gruß
    Skye

    Hallo Regina,

    ich schreibe Dir in Deinem Thread zu Deinem nachstehenden Post, weil ich den ursprünglichen nicht verwässern möchte:

    Zitat

    Zur hohen Fluktuation kann ich mir gut vorstellen, dass der kostenpflichtige Bereich nicht nachvollziehbar ist hinsichtlich eines möglichen persönlichen Zugewinns und ich habe mich dann erschreckt, als ich genauer las.

    Foren leben vom Austausch der Mitglieder, nicht durch die Bereitstellung eines Forums.

    Im offenen Bereich geht es genauso zu wie in den meisten anderen Foren auch, durch die Verwehrung von PN gibt es keine Möglichkeit sich geschützter auseinanderzusetzen, ausser ich bezahle.

    Für mich wird das der Grund sein, mich hier nicht wesentlich einzubringen, es fehlt der Sinn, nämlich die Begegnung auf persönlicher Ebene. Ich kann mir gut vorstellen, dass es überhaupt nichts mit dem Kernthema zu tun hat, sondern einfach eine Reaktion auf das Angebot.

    Karsten lebt von diesem Forum, es ist sein Beruf. Es in dieser Form, in diesem Umfang und in dieser Qualität zu betreiben ist ein Fulltimejob. Web-Space wird nicht einfach kostenlos zur Verfügung gestellt, schon garnicht in der Menge die dieses Forum benötigt. Für Dich ist es vielleicht umsonst, aber es ist nicht umsonst, ebenso wie andere Foren ihre Betreiber nicht nichts kosten.
    Vor dem Hintergrund finde ich den Betrag vollkommen im Ordnung und günstig. Es ist jedem überlassen ob er ihn zahlen möchte oder nicht. Genauso wie es die Entscheidung jedes einzelnen ist, seine Familiengeschichte nicht im www. zu finden, sondern in einem Bereich zu schreiben der nicht über Suchmaschinen gefunden werden kann. Die persönliche Ebene kannst Du auch so herstellen, sprich die Menschen an. Und Du kannst sie auch im geschützen Bereich aufbauen, es liegt an Dir keiner wird gezwungen.

    Die PN wurden seinerzeit abgeschafft um Mitglieder zu schützen. Sie sahen sich aufeinmal mit privaten Nachfragen und Nachrichten konfrontiert die sie überforderten und das waren keine Einzelfälle. Desweiteren lebt das Forum davon das alle die Beiträge lesen können. Sich im stillen Kämmerlein zu unterhalten da haben andere nichts von. Selbsthilfe lebt von Erfahrungen anderer, auch dieses Forum. Wenn sich zwei oder drei Unterhalten kann Selbsthilfe nicht funktionieren. Außerdem birgt es die Gefahr, dass sich da unter Umständen zwei Blinde unterhalten und kein sehender eingreifen kann.

    Für mich ist das Umsicht, Verantwortung übernehmen und Fürsorge, aber das kann jeder für sich sehen.

    Jetzt hast Du ein paar mehr Hintergründe.

    Gruß
    Skye

    Hallo Mandy,

    es freut mich für Deinen Mann, dass er offenbar etwas von dem angenommen hat, was man versucht hat ihm zu vermitteln.

    Dein Mann trinkt nicht, Du hast Deinen Druck in alle Richtungen gründlich abgelassen, also herrscht jetzt einigermaßen Ruhe, wenn ich das richtig sehe. Das wäre doch die beste Gelegenheit anzufangen etwas für Dich zu tun. Was hast Du denn da so geplant, was hast Du Dir für Dich vorgenommen?

    Gruß
    Skye

    Hallo Monty,

    Zitat

    geh in ein Frauenhaus oder gibt es das nicht?

    Zitat

    habe einen Sohn der zur Schule muss und einen Hund und 2 Katzen, außerdem muss ich zur Arbeit.
    Ach es ist alles so verzwickt. :O(

    Dein Sohn kann von dort zur Schule, ebenso wie Du zur Arbeit. Alternativ könntest Du ihn erstmal eine Woche beurlauben bzw. krankmelden und Dich würde Dein Arzt mit Sicherheit auch krankschreiben. Vielleicht hat sich bis dahin schon das eine oder andere für Dich ergeben. Es wird sich doch sicherlich jemand finden lassen, der sich für eine Weile um Deine Tiere kümmert.

    Wenn ich mir die Entwicklung der letzten Tage betrachte, hege ich die Befürchtung, dass es nicht mehr lange dauert und Du zusammen klappst. Dann müssen sich andere um Dein Kind und Deine Tiere kümmern. So hast Du es selbst in der Hand.

    Gruß
    Skye

    Hallo Xenica,

    mir ging beim lesen so einiges durch den Kopf. Sicherlich habe ich was manches angeht eine andere Sichtweise als Angehöriger, als ich als Betroffener hätte. Ich lasse sie einfach mal hier.

    Zitat

    Ich bin dahinter gekommen, daß ich noch viel zu viel positives mit dem Alkohol verbinde

    Was ist denn positiv? Was kannst Du mit Alkohol haben, dass Du ohne nicht bekommst? Was ist mit Alkohol besser als ohne? Mir fällt beim besten Willen nichts ein. Mir fallen nur sehr viele Dinge ein die ich mit Alkohol nicht haben kann. Für mich bedeutet Alkohol Verzicht und nicht Gewinn.

    Zitat

    Manche haben soviele schlechte Erfahrungen gemacht mit dem Alkohol,
    so daß sie ihn wirklich hassen. Viele haben den Führerschein weg, Haus
    und Hof versoffen, ihre Arbeitsstelle verloren und Beziehungen geschrottet (wegen dem Alkohol)

    Der Alkohol kann nichts dafür, dass es Menschen gibt, die nicht mit ihm umgehen können. Er dümpelt ganz still und friedlich in seinem Behältnis und kommt auch von alleine nicht raus.

    Zitat

    In meiner Selbsthilfegruppe war das Thema "Inventur -Wiedergutmachung
    " dran- doch, ich habe nichts zum wiedergutmachen- bei niemanden, da
    ich alleine vor mich hingetrunken habe und niemanden geschadet habe.

    Du hast Dir körperlich und seelisch geschadet während Du so vor Dich hingetrunken hast, wie das so schön ausdrückst. Als Wiedergutmachung könntest Du Dich bei Deinem Körper bedanken und ihm Wertschätzung dafür entgegenbringen, dass er Dich trotz Misshandlung nicht im Stich gelassen hat. Wäre ein Anfang...

    Zitat

    Meine Leber hat sich wieder ganz von alleine erholt.

    Ahh, ja.... Ob Deine Leber das auch so sieht...?

    Zitat

    Ich hoffe nun, daß mich die Therapie in die richtige Richtung bringen kann
    Zufrieden trocken zu sein. Das ist mein Ziel
    Doch ich bin noch ganz weit weg davon

    Ich habe das Gefühl, dass Du noch ganz weit weg davon bist Dich selbst zu mögen und zu akzeptieren wie Du bist. Mit Alkohol wirst Du das allerdings nicht erreichen, Du merkst es nur nicht mehr. Auch wenn man etwas nicht merkt, ist es immer noch da.

    Gruß
    Skye

    Hallo Ni,

    Zitat

    Würde man öfter seine Ausführungen mit dem Satz einleiten " Ich habe die folgende Erfahrung gemacht ..." und weitermachen mit einer logischen Begründung für die jetzige Einstellung, z.B. sowas wie "zu dieser Einstellung bin ich gekommen, weil ..." oder "diese Erkenntnis habe ich gewonnen aus" ... dann würde man sich wirklich wohler hier fühlen. Aber immer diese "Wahrheiten", die einem hingeworfen werden. Das ist nicht besonders fair und bringt leider recht wenig! Sorry ...

    Eine ziemliche Anspruchshaltung an Laien. Es wäre im Gegenzug schön gewesen, wenn Du die entsprechenden Passagen genannt hättest, so kann jeder nur Rätseln ob Du Fragen an ihn hast. Da das hier eine virtuelle SHG ist, gehe ich erstmal immer davon aus, dass jemand von seinen eigenen Erfahrungen spricht. Grundlage von SHG's ist für mich, dass eigene Erfahrungen weitergegeben werden, was einem selbst geholfen hat, was man selbst gelernt hat.

    Einige schreiben hier schon lange, manches ergibt sich sicherlich aus älteren Beiträgen, die kannst Du auch lesen. Vielleicht wird dadurch sogar die eine oder andere Frage zusätzlich beantwortet, die Du noch gar nicht gestellt hast. Sie haben eine Entwicklung durchgemacht, jedes mal diese Entwicklung zu wiederholen, sprengt sicherlich den Rahmen hier. Wenn Dir etwas unklar ist, frage den Betreffenden doch einfach.

    Das hier ist eine SHG, wir sind alle hier, weil wir Hilfe brauchen, jeder auf seine Art, jeder für sich. Durch den Austausch von Erfahrungen wird uns die Gelegenheit gegeben uns selbst zu helfen. Das beschränkt sich nicht nur auf Antworten die man selbst bekommt, man kann auch aus den Beiträgen etwas mitnehmen die an andere gerichtet waren.

    Du kannst hier Tipps bekommen, wie Du Dir helfen kannst, tun musst Du es selber. Dazu gehört auch zu Fragen, wenn etwas unklar ist oder Du mehr wissen willst.

    Gruß
    Skye
    -erwachsenes Kind von Alkoholikern-

    Hallo Ichbinmachtlos,

    willkommen im Forum. Ich finde Du machst Dich bisher sehr gut. Es ist nichts verkehrtes daran an Dich zu denken. Ebenso ist es nicht verkehrt, Deine Co-Knöpfe zu deaktivieren und ihn ins Leere laufen zu lassen. Schön, dass Du Dir schon soviel Hilfe gesucht hast.

    Es ist eine Sache die Vergangenheit aufzuarbeiten und eine andere in der Gegenwart zu agieren. Solange ich mich damals in der Vergangenheit mit meiner Mutter bewegt hatte ich die Sache irgendwann ganz gut im Griff. Ich sah nachträglich was da abgelaufen war und welcher Form es meine Gegenwart beeinträchtigte und konnte mein Wissen nutzen. Das war auch mehr Theorie, weniger Praxis, eben weil Vergangenheit.

    Etwas ganz anderes war es mit ihr in der Gegenwart umzugehen, da hatte aufeinmal ganz viel, was mir nicht gelang. Ganz einfach weil ich in dem Augenblick meine Gefühle nicht nur rückblickend reflektiert habe, sondern sie in dem Moment bewusst und ganz real erlebt habe. In solch akuten Situationen Erkenntnisse anzuwenden ist etwas ganz anderes als die Vergangenheit dosiert zu betrachten. Man steckt mittendrin, da ist nichts mit Dosierung, nur nach und nach an sich ran lassen. Das steht vor einem und man muss sich auf die eine oder andere Art sofort damit auseinandersetzen. Das ist die Gegenwart genau in dem Moment.

    Auch dieser Umgang ist mir irgendwann soweit geglückt, dass ich damit klar kam, aber das hat seine Zeit gedauert. Ich habe das Gefühl, Du stehst gerade vor dem gleichen Problem wie ich damals. Die Erkenntnisse die ich durch die Aufarbeitung der Vergangenheit gewonnen hatte auch in der Gegenwart umzusetzen.

    Zitat

    Und wenn ich mal gehe, dann kann (und will) ich nicht mehr zurück.
    Außerdem hört der dann nie mehr mit dem trinken auf, oder?

    Wer will das schon wissen, wer kann es wissen? Du kannst gehen und er stürzt endgültig ab oder er wird wach und tut etwas für sich. Du kannst bleiben und damit den endgültigen Absturz verhindern bis er irgendwann die Kurve bekommt oder er sieht dadurch keinen Grund etwas zu ändern, weil alles doch so schön läuft und säuft sich dann zu Tode. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, es kann immer so oder so ausgehen. Du kannst nicht in die Zukunft schauen und Du bist nicht dafür zuständig und verantwortlich das er trocken wird.

    Deine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht, das Du zufrieden und glücklich bist. Ob das mit ihm oder ohne ihn ist, wird die Zukunft zeigen.

    Dein Nick ist in Bezug auf ihn Progamm: Du bist machtlos.

    Zitat

    Wir haben tatsächlich jeden einzelnen häßlichen Punkt der Liste durchlebt und sind jetzt ganz unten angelangt.
    Aber da steht nicht wie's jetzt weiter geht.
    Im Moment krieg ich Panik!!

    Das kann ich verstehen. Ich weiß nicht wie oft ich vor manchen Sachen zurück geschreckt bin, weil ich meine Mutter geliebt habe, weil ich höllische Angst hatte sie zu verlieren. Gebracht hat es nur Kummer für mich, sie hat es nicht gerettet. Wichtig war was sie getan und gelassen hat und nicht was ich getan und gelassen habe. Listen können helfen, aber sie können uns nicht sagen wie wir unser Leben leben sollen, müssen oder können. Das bestimmen wir ganz allein und an uns ganz allein ist es, uns auch einmal Dinge zu trauen vor denen wir Angst haben.

    In meiner SHG hat mal jemand gesagt, wo die Angst ist, ist das Ziel. Ich finde, da ist eine Menge wahres dran.

    Gruß
    Skye

    Hallo Riona,

    ich nochmal....

    Zitat

    Meine Mutter raucht aus Stress, um runterzukommen.

    Deine Mutter raucht nicht aus Stress, sondern weil sie abhängig ist. Rauchen ist auch eine Sucht, die Abhängigkeit von Nikotin. Sie ist nur wesentlich sozialverträglicher, von den inzwischen existierenden Rauchverboten mal abgesehen, weil sie wesentlich weniger wesensverändernd und nicht bewusstseinsverändernd ist als Alkohol. Ein Raucher randaliert auch eher selten wenn er keine Zigaretten bekommt, ein Alkoholiker ohne Alkohol schon eher.

    Die Entspannung entsteht dadurch, dass die durch den Nikotinmangel ausgelösten Anspannungen verschwinden wenn man sich eine ansteckt. Das hat nichts mit Entspannung und Genuss, sondern mit Suchtbefriedigung zu tun. Alles andere sind Ausreden um die Sucht vor sich zu legitimieren. Rauchen ist und bleibt eine Sucht.

    Gruß
    Skye

    Hallo Riona,

    Zitat

    Was ist denn, wenn eine Frau von ihrem Mann geschlagen wird. Irgendwann ist sie betrunken und merkt, sein Schlag tut gar nicht so weh und auch der psychische Schmerz ist ersoffen. Sie fühlt sich gut.

    Die Lösung ist nicht saufen und damit das Problem zu verdrängen. Die Lösung ist das Problem aktiv angehen und dafür sorgen, dass der Mann keine Möglichkeit mehr hat sie zu schlagen.

    Es gibt keine Gründe zu saufen!!!

    Gruß
    Skye

    Hallo Zusammen,

    mir kommen gleich die Tränen wenn ich das hier lese. Wenn ich Euch lese könnte man meinen Alkoholiker sind hilflose Opfer bedauernswerter Umstände, die wenn man sie nur genug hegt und pflegt, wieder auf die Beine kommen. Es gibt genug Mensch die es im Leben nicht unbedingt einfach haben und hatten, mich eingeschlossen, und die saufen nicht. Leute es gibt keine Gründe zu saufen, es gibt nur Ausreden warum man es tut.

    Es gruselt mich wenn ich lese, was ihr für Ausreden für Eure Angehörigen findet und wie ihr versucht Euch eine Situation schön zu reden, die nicht schön ist. Wie ihr versucht Euch Gründe für Hoffnung zu schaffen, weil die Realität sie nicht hergibt.

    Nimm dem Alkoholiker sein Problem und er wird trocken werden. Was auch immer mal der Anlass gewesen ist warum getrunken wurde, der ist inzwischen egal. Es hat sich zur Sucht entwickelt und hat sich verselbstständigt, sie ist schon lange nicht mehr an das ursprüngliche Problem gekoppelt. Das Problem ist sicherlich nicht verschwunden, wird es aber auch nicht solange getrunken wird. Erst wenn der Alkoholiker trocken ist, kann er sich damit beschäftigen warum er dahin gekommen ist wo er ist. So rum wird ein Schuh draus, nicht anders herum.

    Niemand ist mit Absicht abhängig geworden und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es Spaß macht sich ständig zu besaufen, ob nun bis zu einem gewissen Pegel oder bis zur Besinnungslosigkeit.

    Ich weiß selber nur zu gut was man sich so alles einreden kann, weil man die Realität nicht aushalten kann. Einen Alkoholiker als bedauernswertes Opfer zu sehen hilft jedoch keiner der beiden Seiten.

    Gruß
    Skye