Hallo Ichbinmachtlos,
willkommen im Forum. Ich finde Du machst Dich bisher sehr gut. Es ist nichts verkehrtes daran an Dich zu denken. Ebenso ist es nicht verkehrt, Deine Co-Knöpfe zu deaktivieren und ihn ins Leere laufen zu lassen. Schön, dass Du Dir schon soviel Hilfe gesucht hast.
Es ist eine Sache die Vergangenheit aufzuarbeiten und eine andere in der Gegenwart zu agieren. Solange ich mich damals in der Vergangenheit mit meiner Mutter bewegt hatte ich die Sache irgendwann ganz gut im Griff. Ich sah nachträglich was da abgelaufen war und welcher Form es meine Gegenwart beeinträchtigte und konnte mein Wissen nutzen. Das war auch mehr Theorie, weniger Praxis, eben weil Vergangenheit.
Etwas ganz anderes war es mit ihr in der Gegenwart umzugehen, da hatte aufeinmal ganz viel, was mir nicht gelang. Ganz einfach weil ich in dem Augenblick meine Gefühle nicht nur rückblickend reflektiert habe, sondern sie in dem Moment bewusst und ganz real erlebt habe. In solch akuten Situationen Erkenntnisse anzuwenden ist etwas ganz anderes als die Vergangenheit dosiert zu betrachten. Man steckt mittendrin, da ist nichts mit Dosierung, nur nach und nach an sich ran lassen. Das steht vor einem und man muss sich auf die eine oder andere Art sofort damit auseinandersetzen. Das ist die Gegenwart genau in dem Moment.
Auch dieser Umgang ist mir irgendwann soweit geglückt, dass ich damit klar kam, aber das hat seine Zeit gedauert. Ich habe das Gefühl, Du stehst gerade vor dem gleichen Problem wie ich damals. Die Erkenntnisse die ich durch die Aufarbeitung der Vergangenheit gewonnen hatte auch in der Gegenwart umzusetzen.
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Und wenn ich mal gehe, dann kann (und will) ich nicht mehr zurück.
Außerdem hört der dann nie mehr mit dem trinken auf, oder?
Wer will das schon wissen, wer kann es wissen? Du kannst gehen und er stürzt endgültig ab oder er wird wach und tut etwas für sich. Du kannst bleiben und damit den endgültigen Absturz verhindern bis er irgendwann die Kurve bekommt oder er sieht dadurch keinen Grund etwas zu ändern, weil alles doch so schön läuft und säuft sich dann zu Tode. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, es kann immer so oder so ausgehen. Du kannst nicht in die Zukunft schauen und Du bist nicht dafür zuständig und verantwortlich das er trocken wird.
Deine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht, das Du zufrieden und glücklich bist. Ob das mit ihm oder ohne ihn ist, wird die Zukunft zeigen.
Dein Nick ist in Bezug auf ihn Progamm: Du bist machtlos.
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Wir haben tatsächlich jeden einzelnen häßlichen Punkt der Liste durchlebt und sind jetzt ganz unten angelangt.
Aber da steht nicht wie's jetzt weiter geht.
Im Moment krieg ich Panik!!
Das kann ich verstehen. Ich weiß nicht wie oft ich vor manchen Sachen zurück geschreckt bin, weil ich meine Mutter geliebt habe, weil ich höllische Angst hatte sie zu verlieren. Gebracht hat es nur Kummer für mich, sie hat es nicht gerettet. Wichtig war was sie getan und gelassen hat und nicht was ich getan und gelassen habe. Listen können helfen, aber sie können uns nicht sagen wie wir unser Leben leben sollen, müssen oder können. Das bestimmen wir ganz allein und an uns ganz allein ist es, uns auch einmal Dinge zu trauen vor denen wir Angst haben.
In meiner SHG hat mal jemand gesagt, wo die Angst ist, ist das Ziel. Ich finde, da ist eine Menge wahres dran.
Gruß
Skye