Beiträge von Skye

    ..... habe gerade 30 cm Schnee in der Einfahrt, auf der Straße und auf meinem Auto beseitigt..... 30cm in der Höhe wohlbemerkt..... ich merke immer noch nichts vom Frühling.
    Vielleicht bin ich zu pessimistisch, aber hier ist eindeutig WINTER.....

    Gruß
    Skye

    Hallo Frank,

    willkommen im Forum. 5 Entzüge in 1- 1.5 Jahren, Deine Lebensgefährtin ist das was man einen Drehtürpatienten nennt. Kaum raus, schon wieder drin. Was nach meiner Erfahrung nicht gerade den unbedingten Willen zur Trockenheit dokumentiert.

    Zitat

    Ich dringe z.Z.nicht zu ihr durch. Des Pudels Kern (ihre Psyche) ist unerreichbar.

    Die kannst Du auch nicht erreichen, dass kann nur sie selbst. Der Körper ist schnell entwöhnt vom Alkohol, die Seele nicht. Sie muss sich ihren Dämonen, die sie versucht mit Alkohol zu beseitigen selbst stellen. Im Entzug ist es ja nicht so, dass es nur keinen Alkohol, Medikamente gegen die Gefahren des Entzuges und ein Bett um den Entzug durchzustehen gibt. Es werden Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt, wohin man sich wenden kann, was man tun kann um ein Leben ohne Alkohol zu führen. Diese Hilfe muss man aber auch annehmen und das scheint sie nicht zu tun.

    Ich habe das jahrelang mit meiner Mutter mitgemacht. Unzählige Entzüge, rein raus, manchmal im 4 Wochen Abstand, Langzeittherapien, ambulante Suchtberatung, psychologische Betreuung, Selbsthilfegruppe. Fast alles was einem Alkoholiker als Hilfe in diesem Land geboten wird. Sie hat immer wieder gesagt, dass sie nicht mehr trinken will. Nur hat sie in letzter Konsequenz doch nicht gewollt, denn angenommen hat sie die gebotene Hilfe nicht. Sie hat immer wieder den Alkohol gewählt. Nichts was ich oder mein Vater gesagt oder getan haben hat auf Dauer etwas gebracht, außer Leid für uns selbst. Mein Vater redet sich heute noch glücklich und mich hat es ans Ende meiner eigenen Kräfte gebracht.
    Der Alkohol hat meiner Mutter etwas gegeben ohne das sie nicht leben wollte. Er hat ihr sehr viel genommen, aber immer noch etwas gegeben, dass ihr wichtiger war als ihr Leben. Was es auch war, ich werde als Nichtsüchtiger nie begreifen, ebenso wenig Du. Dann hat er genommen, was mir wichtig war, ihr Leben, wenn ich es hätte verhindern können, hätte ich es getan.

    Zitat

    Ich will meine Freundin wieder und NICHT DAS.

    Ich wollte auch meine Mutter wieder und nicht diese mir unbekannte, besoffene Frau. Irgendwann musste ich einsehen, dass genau diese Frau meine Mutter war. Entweder ich nahm sie so, wie sie war oder ich ließ es. Alles bitten, betteln, hoffen und bangen brachte mich dem was ich mir wünschte nicht näher, ganz einfach, weil es nicht der Realität entsprach. Es waren meine Wünsche, aber es war nicht die Realität. Die Realität war, meine Mutter wollte trinken.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Du kannst ihr nicht helfen, dass kann nur sie selbst. Der einzige Mensch, dem Du helfen kannst bist Du. Was brauchst Du für Dich und wie denkst Du kannst Du es bekommen? Was kannst Du für Dich tun?

    Für sie ist jetzt gesorgt und wenn sie will kann sie dort jede Hilfe bekommen die sie braucht. Wenn sie will. An Dich zu denken ist das Beste was Du jetzt tun kannst und daran ist nichts, aber auch gar nichts falsches.

    Gruß
    Skye

    Hallo Aschenputtel,

    willkommen im Forum. Wie die anderen schon geschrieben haben, es kann Dir keiner sagen, ob er Alkoholiker ist oder nicht. Ich finde seinen Konsum bedenklich und für mich vollkommen inakzeptabel. Wichtig ist jedoch ob Du damit leben kannst oder nicht.

    Zitat

    Ausserdem will ich gar nicht so schnell die Flinte ins Korn schmeissen, denn wenn er diesen regelmässigen Konsum weglassen würde und ich nicht ständig Angst haben müsste, es käme wieder zu Exzessen, wäre er mein Traummann.

    Ich finde das ein gewaltiges „aber“, dass Du da nennst. Traummann mit Einschränkung? Das ist für mich kein Traummann. Du machst für mein Verständnis indirekt damit den Bestand der Beziehung von ihm und seinem Verhalten abhängig. Beides kannst Du nicht beeinflussen und ändern. Das kann nur er selbst.

    Zitat

    Was ist eigentlich, wenn er jetzt regelmässig trinkt, und dann aber auch wieder ein oder zwei Monate unregelmässig bis selten???? wie stuft man das ein????

    Entweder als normal, als Trinkpause oder den vergeblichen Versuch etwas zu kontrollieren über das er keine Kontrolle mehr hat. Auch das kann keiner sagen, nur er selbst.

    Zitat

    aber wie kann man (er, ich, wer auch immer) die Notbremse ziehen?

    Die kann er nur selbst ziehen. Er wird sie dann ziehen, wenn für ihn persönlich die Nachteile durch den Alkoholkonsum größer sind als die Vorteile. Welche Nachteile Du dadurch siehst ist dabei für ihn uninteressant. Welche Vorteile es für ihn hat zu trinken weiß nur er selbst. Seine Sicht der Dinge ist dabei entscheidend, nicht Deine.

    Zitat

    Ich bin gerne mit ihm zusammen! Wenn er nicht trinkt!

    Er trinkt aber und nun? Du wirst es nicht ändern. Entweder er ändert etwas oder es bleibt wie es ist. Ich finde das auch eine ziemliche Einschränkung und keine gute Grundlage für eine gesunde Beziehung. Eine Beziehung mit Bedingungen, ist es das was Du willst?

    Dich stört sein Trinkverhalten. Ihr habt darüber geredet, mehr kannst Du ohnehin nicht tun. Es scheint mir nicht, dass er Deine Ansicht teilt. Im Gegenteil, Du hast das Gefühl, dass er Dich jetzt auch über seinen Konsum belügt.
    Er wird sich erst ändern, wenn er will. Durch ihn wird sich wohl vorerst nichts ändern, wenn ich Deine Worte lese. So wie ich das sehe, bleibt Dir nur ihn so zu nehmen wie es ist mit den entsprechenden Konsequenzen oder es zu lassen mit den jeweiligen Konsequenzen.
    Jeder kann nur sich selbst ändern. Du Dich, er sich. Es bleibt Dir nun zu schauen was Du ändern kannst, damit Du mit Deiner Situation wieder zufrieden bist.

    Gruß
    Skye

    Hallo Julchen,

    Federverlust kann ganz unterschiedliche Ursachen haben u. U. auch Parasiten. Das Beste ist, Du schaust mit dem Kleinen mal beim Tierarzt vorbei.

    Gruß
    Skye

    Hallo Wolfgang,

    sei mir nicht böse, aber ich lese hier Ausreden warum Du nicht in stationäre Behandlung kannst, keine Gründe.

    Zitat

    Ich habe Angst das meine Frau, glaubt sie ist schuld.

    Ob das so ist, weißt Du nicht. Wenn Du nicht mit ihr darüber redest, wirst Du es auch nie erfahren.


    Zitat

    Habe mich heute wieder geschnitten, das holt mich immer etwas runter.
    Ist zwar falsch aber es hilft.

    Und damit hat Deine Frau weniger Probleme??? Nur mal so gefragt....

    Wenn Du nicht willst, ist das vollkommen in Ordung, es ist Dein Leben, aber schiebe doch bitte nicht Deine Frau und Deine Familie vor.

    Gruß
    Skye

    Hallo Wolfgang,

    Du schreibst an anderer Stelle:

    Zitat

    Hallo Feuerengel!
    Hole Dir Hilfe in einer Suchtberatung. Dort wird auch co-abhängingen Beratung angeboten. Alleine schafft Du es nicht, Hilfe holen ist ein zeichen von Stärke.
    LG Wolfgang!

    Alleine schafft man es auch nicht aus Depressionen. Wie wäre es wenn Du Dich an Deinen eigenen Rat halten und Dir Hilfe suchen würdest, die Dir auch wirklich hilft. Was Du im Moment machst scheint Dich nicht wirklich weiter zu bringen.

    Du hast Recht, Hilfe holen ist ein Zeichen von Stärke und wenn das bei Dir eine stationäre Hilfe ist, dann ist das so. Punkt.

    Gruß
    Skye

    Hallo Martha,

    Zitat

    wenn ich von Dir lese, dass Du schreibst, "sich über Wörter zu unterhalten ist verschwendete Energie, die niemanden weiter bringt" ärgert es mich, weil mir Meinungsfreiheit und die Akzeptanz ein jeden Menschen wichtig ist, außerdem möchte ich in dem was ich meine ernst genommen werden und nicht lesen, dass es "niemanden" weiter bringt. Ich empfinde das als anmaßend.

    Du hast Karsten angesprochen, ich möchte jedoch trotzdem meine Meinung dazu da lassen.

    Ich sehe nicht, wo Dir hier Deine Meinungsfreiheit beschnitten wurde. Du kannst sie frei und ohne Einschränkung äußern. Es ist halt nur nicht jeder Deiner Meinung, damit müssen wir alle leben, dass es immer Menschen gibt die eine andere als wir selbst haben. Wenn meine Meinung nur dann Bestand hat, wenn ich nur Zustimmung erhalte, halte ich den Zeitpunkt für gekommen bei mir mal zu schauen, was da so im Argen liegt.

    Deine Anwesenheit hier als Person wird akzeptiert, schließlich kannst Du hier schreiben soviel Du willst. Das Du eine eigene Meinung hast wird auch akzeptiert, denn Du kannst sie frei äußern. Nur weil jemand eine andere Meinung hat als Du heißt das nicht, dass er Dich als Person nicht ernst nimmt. Eine andere Meinung zu haben finde ich auch nicht anmaßend. Wir leben in einem Land mit Meinungsfreiheit und da darf sich jeder „anmaßen“ eine andere zu haben, auch eine andere als Du.

    Anmaßend finde ich jemandem vorschreiben zu wollen, wie er sie äußert, nämlich mit Rücksicht auf Dich und Deine Gefühle. Wenn Du mit einer anderen Meinung nicht klar kommst ist es Deine Sache und nicht Sache des anderen sie so zu äußern, dass es für Dich in Ordnung ist. Das ist es was mir durch den Kopf geht, wenn ich Deine Worte lese.

    Gruß
    Skye

    Hallo Zusammen,

    wenn mir etwas an meinem Leben nicht gefällt, werde ich es nicht ändern, wenn ich so weiter mache wie bisher. Der Weg führt nur über eine Änderung. Wie es war, so ging es für mich nicht weiter, also blieb folgerichtig nur die Änderung des alten Verhaltens. Ohne Änderung würde das Alte bestehen bleiben und das war keine Option für mich, nicht mehr.

    Ob ich das jetzt will, muss, kann, soll, darf, möchte ist meines Erachtens dabei vollkommen egal. Jeder hat seine Motivation. Der eine motiviert sich mit ich will, der andere mit ich muss, der nächste ich kann oder ich darf, wieder einer mit ich soll. Es ist eine Frage der persönlichen Geisteshaltung.

    Ich finde diesen Thread nicht interessant, für mich ist es die Diskussion um ein Luxusproblem. Ich setzte meine Energien für mich ein, ob ich das will, muss, darf, kann oder soll ist doch meine Sache, Hauptsache das Ergebnis stimmt für mich.

    Und ob ich meine Energien für die Aufdröselung von Formulierungen einsetzen muss, nein muss ich nicht, will ich auch nicht, darf ich jederzeit, ob ich nicht kann oder sollte ist meine persönliche Sache.

    Und zum Thema Schuld und Scham. Sie gehören für mich zu den menschlichen Empfindungen wie Glück und Freude, Wut und Ärger. Ich finde sie nicht schlimm und nicht grundsätzlich negativ besetzt. Ich empfinde sie nicht gerne, aber wenn sie da sind, zeigen sie mir, dass ich mich außerhalb meiner eigenen moralischen und ethischen Grundsätze begeben habe.
    Sie geben mir die Möglichkeit etwas zu ändern, wieder zu meinen eigenen Maßstäben zurück zu kehren. Schuld und Scham hat für mich nichts mit Selbstkasteiung zu tun, die viele im Rahmen ihrer Co-Abhängigkeit betreiben, das ist ein ganz anderes Thema. Die Emotionen Schuld und Scham gehören für mich ebenso zum Leben wie alle anderen auch.

    Gruß
    Skye

    Hallo Schneekugel,

    Du stellst Die Frage ob eine Therapie notwendig oder unumgänglich ist. Vorher erzählst Du jedoch sehr viel über Dich und Deine Probleme. Mir scheint Du hast ein recht großes Bedürfnis zu reden. Korrigiere mich bitte, wenn ich das falsch sehe. Ich frage mich, ob Bücher dem Rechnung tragen.

    Ich habe, neben SHG, Reha und Forum, 4 Jahre Therapie hinter mir, es war die beste Entscheidung meines Lebens. Allerdings auch erst als ich dafür bereit war. Ich hatte vor Jahren schon einmal eine angefangen und war nach rund 12 Sitzungen der Meinung ich habe alles gelernt, was ich wissen musste. Es war aber eher so, dass es an diesem Zeitpunkt anfing ans Eingemachte zu gehen und das war mir unangenehm. Ich wollte noch ein Weilchen weglaufen vor meinen Problemen. Ohne Therapie wäre ich noch lange nicht da wo ich heute bin. Keine Ahnung, ob ich ohne überhaupt da angekommen wäre, die Frage stellt sich mir aber auch nicht wirklich. Es ist gut wie es ist, mir geht es heute gut.

    Ich brauche ein Gegenüber um zu reden, um Rückmeldungen zu bekommen, andere Sichtweisen als meine direkt zu erhalten, ich brauche Emotionen und Gesten. Das kann mir kein Buch geben und auch kein Forum. Mit Büchern, so gut manche auch sind, hätte ich es nicht geschafft aus dem Kreislauf auszubrechen. Ganz einfach, weil mir andere Sichtweisen meiner Probleme gefehlt haben. Ich habe sie vorher immer nur aus meiner Sichtweise gelesen und die hat mich all die Jahre nicht weiter gebracht. Ich habe ja nicht mit Absicht so weiter gemacht. Nicht Lösungsansätze fehlten mir, da hatte ich genug, in der Theorie war ich gut, aber in der Praxis mangelhaft. Ich hatte Probleme mit der Umsetzung, weil mit ein anderer Blickwinkel fehlte und weil ich manchmal mit meinen Lösungsansätzen auch auf dem Holzweg war. Andere fielen mir aber nicht ein, ohne Hilfe ging es nicht.
    Einige Zeit nach Beginn der Therapie, habe ich ein paar nochmal gelesen. Mit dem was ich in der Therapie gelernt habe war ich erst in der Lage wirklich zu begreifen was ich das lese, sprich mich selbst zu reflektieren und einiges umzusetzen.

    Jeder ist da anders, ob für Dich eine Therapie besser ist oder ob es mit Erfahrungsberichten anderer bzw. Büchern gut für Dich klappt, musst Du für Dich selbst herausfinden. Nur hinzugehen weil es anderen geholfen hat und andere es für notwendig halten bringt nichts. Entweder Du willst und kannst Dich darauf einlassen oder es wird Dir nicht viel bringen, so wie mir damals. Fang mit irgendetwas an und sieh wohin es Dich führt.

    Gruß
    Skye

    Hi Dani,

    ..... tausche kalten Regen, gegen warmen Regen...... :roll:


    Vielen Dank für Dein Angebot. Nenn mich wählerisch, aber so der Knaller ist das auch nicht. :lol: Wenn noch was von der Sonne da wäre, die würde ich wohl nehmen.... :D

    Gruß
    Skye

    Hallo Zusammen,

    Frühling, was für ein Frühling???? :shock: Ist es Frühling das der Regen, der seit Montag fast ununterbrochen runter kommt, minimal wärmer ist als der Schnee von Sonntag. :roll: Der hier übrigens kein Schnee von gestern ist. Wir hatten noch vom letzten Mal reichlich, dass die 10cm von Sonntag nicht weiter aufgefallen sind. Will vielleicht noch jemand, es ist noch genug da. Kostenlos an Selbsthabholer abzugeben. :wink: Er wird sicherlich noch ein bisschen halten, wir hatten hier heute schnuckelige 4°C, also keine Eile und nicht drängeln, es ist für jeden was da. :D

    Nennt mich einen Pessimisten, aber das der Frühling in Sicht ist weiß ich nur, weil ich auf den Kalender schaue. :? Beim Blick aus dem Fenster muss ich feststellen, dass er sich gut versteckt hält. Ich glaube es erst, dass er kommt, wenn ich ihn fühlen kann....

    Gruß
    Skye

    Hallo Hartmut,

    ich will mir nicht anmaßen zu behaupten dass ich nicht mehr „gesteuert“ werde. Was 35 Jahre „eingeübt“ wurde sitzt so tief, dass werde ich wohl nie alles eliminieren können. Will ich auch nicht! Vieles macht mich einfach aus, mein Co-Sein hat auch dazu beigetragen, dass ich der Mensch wurde, der ich heute bin und ich mag mich. Was andere vielleicht als Co ansehen ist für mich normal, keine Belastung. Ich kann gut damit leben. Es ist mehr eine Frage des Maßes für mich.

    Zitat

    da werden Therapien gemacht, sich jahrelang ausgetauscht , SHG besucht, wissentlich und gedanklich auf dem neusten Stand gebracht ,

    Ich habe genau das gemacht und kann sagen was sich für mich verändert hat. Meine Depressionen haben mich nicht mehr im Griff, ich habe sie im Griff. Ein schlechter Tag ist kein Weltuntergang mehr, ein guter Tag kein Grund mehr misstrauisch zu sein, sondern etwas zum genießen. Ich habe nicht mehr nur eine Meinung, ich sage sie auch und stehe dazu. Ich versuche nicht mehr zu ergründen, was andere wohl hören wollen. Ich kann Fehler zugeben, sie sind für mich „normal“ geworden, kein Grund mehr an mir selbst zu zweifeln. Ich erwarte nicht mehr, ich sorge selbst dafür zu bekommen was ich will. Ich habe selbst die Verantwortung für mein Leben übernommen und schiebe sie nicht mehr anderen zu. Ich tue was ich will und nicht was ich denke, dass andere wollen.Ich bin offener, gelassener und ausgeglichener geworden. Ich definiere mich nicht mehr über das was ich tue, sondern über das von dem ich weiß, dass ich es kann, wenn ich den will. :wink: Ich muss anderen nichts mehr beweisen. Ich bin nicht mehr auf die gute Meinung anderer angewiesen. Ich kann nein sagen und weiß, dass ich es „darf“. Heute mag ich mich so wie ich bin. Ich denke, dass ist eine ganze Menge und erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Mir geht es gut, dass ich das überzeugt sagen kann, das ist mein Maßstab.

    Gruß
    Skye

    Hallo Katha,

    Zitat

    Ich glaube langsam, ich bin geboren um gestraft zu werden.
    Mein Leben besteht seit Wochen nur noch aus vorm PC gammeln und die Wand anstarren. Ich habe weder die Kraft Bewerbungen zu schreiben noch mich um meine Wohung, meinen Freund und das eigentlich Wichtigste um MICH zu kümmern.
    Im Moment geht bei mir alles den Bach runter. Ich habe einfach keine Lust mehr.

    Das, wie eigentlich sehr vieles von dem was Du geschrieben hast, hört sich für mich sehr nach Depressionen an. Ich möchte Dir ans Herz legen, mal mit Deinem Hausarzt zu sprechen. Das Leben muss nicht so aussehen. Das heißt nicht, dass er dafür sorgen kann, dass auf einmal alles besser wird. Er kennt jedoch sicherlich Möglichkeiten um Dir zu helfen besser damit klar zu kommen, dass Du wieder die Kraft hast Dich um Dich selbst kümmern zu können und zu wollen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Tanja,

    ich schreibe Dir mal in Deinem Thread. Du hast bei LostSoul85 geschrieben:

    Zitat

    Meine voraussetzung für ein wiederaufnehmem des Kontaktes ist aber das er eine Therapie macht.
    Vorher will ich keinen Kontakt mehr.
    …...

    Meine Mutter zieht leider überhaupt nicht mit. Sie leidet seit 5 Monaten unter dem Burn Out Syndrom und versingt in Selbstmitleid.
    …....

    Ich habe gestern mit meiner Oma (Seiner Mutter) telefoniert um Sie zum Geb. meines Mannes am Mittwoch einzuladen und Ihr die Situation geschildert, und das meine Eltern nicht das sein werden.
    Sie hat geheult wie ein schlosshund von wegen das wusste Sie ja garnicht usw. usw.
    …....

    Ich frage mich einfach : HAT KEINER IN DER FAMILIE UND IM FREUNDESKREIS EINEN ARSCH IN DER HOSE UM DAS DURCHZUSTEHEN WARUM BLEIBT ALLES AN MIR HÄNGEN;WARUM BIN ICH DIE BLÖDFRAU????????????

    Wenn Du keinen Kontakt zu Deinem Vater möchtest bevor er eine Therapie macht ist das in Ordnung. Wenn er die Therapie dann nicht macht, ist das seine Sache. Er hat Deine Ansage also liegt es an ihm was er damit macht.
    Warum sollen andere da mitziehen? Wenn Deine Mutter und Deine Oma nichts ändern wollen, dann ist das ihre Sache. Es ist ihr Leben. Willst Du den Kontaktabbruch für Dich oder willst Du Deinen Vater damit erpressen trocken zu werden indem Du den Kontakt abbrichst? Und damit es besser und schneller wirkt haben alle anderen gefälligst mit zu ziehen? So funktioniert das nicht, ein Alkoholiker wird so lange trinken wie er will, er wird erst dann aufhören wenn er will und nicht wenn andere es für richtig halten.
    Entweder Du tust es aus Überzeugung für Dich oder lass es, es steht Dir nicht an Deine Vater zu erziehen. Wenn er weiter saufen will, dann ist das seine Sache, wenn Deine Mutter und Deine Oma das weiter mitmachen ihre.

    Deine ist es für Dich zu sorgen, wenn für Dich ein Kontaktabbruch gut ist, dann tue es. Tue es für Dich und nicht in der Erwartung, dass andere mitziehen und tun was Du für gut und richtig für sie hältst. Sie sind erwachsen und können für sich selbst sorgen. Wenn sie sich selbst ruinieren wollen, ist das auch ihre Sache. Ich weiß es ist sehr schwer, wenn es die eigenen Eltern tun, aber das ändert nichts an den Tatsachen.

    Ich kann Deinen Wunsch nach einer kompletten Familie mit Oma und Opa für Deinen Sohn verstehen. So erreichst Du das aber nicht. Dein Vater muss von sich aus aufhören wollen, Deine Mutter muss von sich aus etwas für sich tun. Du kannst nur für Dich etwas tun.

    Wir bekommen im Leben nicht alles was wir uns wünschen, zumindest nicht so wie wir es uns wünschen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Kämpferherz,

    ich kann Deine Ängste und Sorgen verstehen, mir ging es früher ähnlich. Von allein wird sich Dein Leben aber nicht ändern. Passives aushalten hat noch nie etwas zum besseren verändert, dass habe ich selbst erfahren dürfen.

    Solange Du weiter den Kopf in den Sand steckst, weil Du Dich Deiner Vergangenheit nicht stellen willst, wird das Leben an Deinem Hinterteil vorbei ziehen.

    Gruß
    Skye

    Hallo Kämpferherz,

    Zitat

    Ich frage mich, ob ein EKA jemals glücklich sein kann.

    Einfache Frage, einfache Antwort: JA. Ich bin glücklich. Das war ich nicht immer oder anders ausgedrückt, ich hatte die Fähigkeit es zu sein verlernt. Ich bin auch jetzt nicht immer glücklich, wäre ja auf Dauer auch ziemlich anstrengend und eintönig, aber ich habe wieder gelernt wie es geht. Mit SHG, Therapie, Reha und zuletzt auch mit diesem Forum. Das ging nicht einfach so von alleine.

    Zitat

    Habe seit Okt. gesundheitliche Probleme, gestern dann die Diagnose: Depression. Na, ganz toll. Irgendwie ist das jetzt so, wie ein Stempel: "verrückt".

    Depressionen haben nichts mit verrückt zu tun, es ist eine Krankheit wie jede andere auch, nur das nicht der Körper krank ist, sondern die Seele.

    Zitat

    Ich habe sehr viel Angst, vor dem was auf mich zukommt, in der Therapie

    Es kommt genau das auf Dich zu, was Du zulässt, was Du bereit bist zu geben. Da sitzt kein Therapeut und stochert in alten Wunden zu seinem Vergnügen. Er ist dazu da Dir zu helfen, die Dinge aufzuarbeiten und zu bearbeiten die Dir Probleme bereiten. Dazu ist es sicherlich auch einmal notwendig in die Vergangenheit zurück zu gehen, denn viele Probleme haben da ihren Anfang genommen. Aber mit der Zeit kristallisiert sich schon heraus, was wichtig war und was nicht. Die Perspektiven verschieben sich im Laufe der Zeit. Du musst da nicht blank ziehen, Du gestaltest wie es abläuft.

    Zitat

    Es ist so lange her, ich bin schon seit 8 Jahren zu Hause weg, warum kann ich nicht einfach vergessen. Gut, es war Sche***, aber jetzt, mein Leben könnte doch so schön sein, wenn ich Nähe und Vertrauen zulassen könnte. Warum kann ich das nicht einfach?

    Lass es mich mal mit dem schiefen Turm von Pisa vergleichen. Seine Fundamente sind nicht ausreichend dafür, dass er gerade stehen kann, nicht für den Untergrund auf dem er steht. Er wurde abgestützt, seine Fundamente unterfüttert, er wurde gesperrt, alles damit er noch ein bisschen steht. Über kurz oder lang wird er das aber nicht mehr. Der Turm an sich ist in Ordnung, aber der Grund auf dem er steht nicht.

    Der Grund auf dem Du stehst, Deine Kindheit, ist auch nicht in Ordnung. Im Gegensatz zum Turm können wir uns aber wieder auf festen Grund und gesunde Fundamente stellen. Solange wir das nicht tun, bleiben wir weiter in Schieflage, die sich in der Regel verschlimmert und nicht verbessert, zumindest nicht von allein.

    Zitat

    Ich will doch einfach nur glücklich sein und mich irgendwann mal sicher und beschützt fühlen.

    Das findest Du nur in Dir, wenn Du dieses Gefühl nicht in Dir hast, kann es Dir auch kein anderer geben. Dein inneres Kind, die kleine von damals ist es nicht. Sie ist immer noch da unsicher, ängstlich und bittet um Aufmerksamkeit. Gib Du ihr heute, was sie damals nicht bekommen hat. Dann werdet ihr irgendwann beide glücklich, sicher und beschützt sein. Es wird nicht einfach so passieren, Du musst selbst etwas dafür tun.

    Gruß
    Skye

    Hallo zusammen,

    Zitat

    Leute, seid ihr sicher, dass wir jetzt nicht dabei sind, alles in einen großen Topf zu werfen?

    nö, finde ich nicht. Der Thread heißt Opferrolle und das betrifft bei den meisten Co's, wenn nicht bei allen, nicht nur ihr (nahes) familiäres Umfeld. Das trägt in alle Bereiche des Lebens. Es hat ja nichts mit dem Alkoholiker direkt zu tun, der bedient nur praktischerweise die ungesunde Einstellung zu sich selbst.

    Ich kann mich Lindes Worten und Erfahrungen nur anschließen. Ich war auch eine sehr gute Co-Mitarbeiterin und bin nach wie vor noch von vielen guten Co-Mitarbeitern umgeben. Ich habe meine Knöpfe auch abgebaut, was zwar teilweise nicht so schöne Konsequenzen für mich hatte, aber besser so, als das was ich vorher hatte und gemacht habe. Ich bin vielleicht für viele unbequem geworden, aber das ist gut so und mir geht es gut so.

    Gruß
    Skye

    P. S.: @ Ette
    Danke, dass Du den Thread wieder ausgegraben hast und danke, für Deine Worte.

    Hallo Kim,

    Zitat

    Mein Gott, ich hätte schon vor Jahren hier herkommen sollen oder in eine SHG gehen,

    .. na jetzt bist Du ja hier :wink:. Es ist nie zu spät anzufangen..

    Zitat

    Doch mich regelmäßig mit der Sucht meiner Mutter auseinander zu setzen, dass habe ich nicht für nötig gehalten!

    ..dto...

    Zitat

    Aber wenn es sich doch nun mal um eine anerkannte Krankheit handelt, wie kann sie denn da entscheiden? Bzw bis wohin kann diese Entscheidungsfähigkeit denn überhaupt gehen?

    Wie bei jeder Krankheit, tue ich alles was notwendig ist um zu gesunden bzw. zu überleben oder tue ich es nicht. Nur darum geht es.

    Zitat

    Sie hat für sich, wie auch Deine Mutter doch überhaupt keine andere Handlungskompetenz gelernt oder verlernt anders zu Handeln im Laufe der Suchtentwicklung...

    Ob nun nie gelernt oder verlernt, ist egal. Es kann (wieder) gelernt werden, es gibt Hilfen. Unsere Mütter sind beide in den Genuss gekommen, haben sie aber nicht angenommen. Beginnend mit der körperlichen Entgiftung, da wird der Geist schon klar genug um Entscheidungen treffen zu können, um urteilen zu können. Hier bekommt man schon aufgezeigt wo es Hilfe gibt, was man tun kann. Ein Alkoholiker wird nicht allein gelassen. Nimmt er die Angebote nicht an, lehnt sie ab, heißt das nicht, dass sie nicht nach wie vor da sind. Niemand kann und wird ihn zwingen sie anzunehmen, dass muss er ganz allein tun.
    Weiterführend mit der Langzeittherapie, da werden Wege aufgezeigt, wie man sein Leben ohne Alkohol gestalten kann, was man für sich tun kann. Es werden einem Werkzeuge an die Hand gegeben um sich zu helfen. Das ganze ist quasi ein Intensivkurs „Wie kann ich trocken leben“. Allerdings auch nur für die, die annehmen können und bereit sind umzusetzten.

    Beide haben das nicht angenommen und sich stattdessen weiter für den Alkohol entschieden. Nur weil sie sich ihrem Leben nicht stellen wollen und lieber die Flucht wählen, heißt das nicht, dass sie nicht handlungsfähig oder nicht handlungskompetent sind. Deine Mutter kann, wenn sie will, sie ist kein kleines Kind. Jeder Alkoholiker hat seine hellen Momente.

    Zitat

    Woher sollte ein Alkoholiker, ein Mensch der täglich einen gewissen Spiegel im Blut benötigt um überhaupt ausm Bett heraus zu kommen diese Kraft denn aufbringen?

    Du wolltest leben, Du hast die Hilfe angenommen und bist deshalb noch hier, bist deshalb in diesem Forum. Du sagst Du allein hättest die Kraft nicht gehabt, aber Du hast die Hilfe angenommen die Dir geboten wurde. Das reicht für's erste. Die einzige Kraft die Deine Mutter aufbringen muss, ist ebenfalls die Hilfe anzunehmen, die ihr angeboten wird, Entgiftung und Therapie. Das ist zu schaffen. Ich kann mich auch hier nur Mr. Hardcore anschließen, lass Dich nicht einwickeln. Deine Mutter ist nicht hilflos, sie kann, wenn sie will.

    Vielleicht tauschst Du Dich mal mit trockenen Alkoholikern aus, entweder im Forum oder auch in einer realen SHG, es gibt da auch gemischte. Mir Gespräche mit ihnen sehr geholfen zu begreifen und Dinge ins richtige Licht zu rücken.

    Deine Mutter weiß wie es geht, aber sie zieht es vor ihre Gefühle und ihre Wahrnehmung zu betäuben und auszublenden. Glaub mir mal, sie hat ein ganz anderes Selbstbild, als das was Du schilderst, was Du siehst wenn sie nüchtern ist. Aber auch da kann nur sie etwas dran ändern.

    Gruß
    Skye