Beiträge von Skye

    Hallo Zusammen,

    bei allem Verständnis für Angehörige, aber wenn ich lese, was in den letzten Beiträgen hier abgeht, da kommt mir die Galle hoch. Man könnte meinen, es geht um einen schlecht erzogenen Hund und nicht um einen Menschen.

    Man muss ihn nicht lieben, man muss ihn nicht mögen, aber ein Mindestmaß an Respekt einfach, weil er ein Mensch ist, dass sollte drin sein.

    Ob es schmeckt oder nicht, als denkender, handelnder und für sich selbst verantwortlicher Angehöriger hat man immer seinen Teil zu der Situation beigetragen unter der man leidet.

    Andersherum erwartet ihr auch Respekt, also bringt im Eurem Gegenüber auch in einem Mindestmaß entgegen. Es geht hier um Menschen, nicht um Tiere.

    Gruß
    Skye

    Hallo Manfred,

    ich liebe Schottland, ich könnte stundenlang schwärmen von diesem wunderschönen Land und über freundlichen und hilfsbereiten Menschen reden. :D Deshalb habe ich den Namen der Insel Skye als Nick gewählt. Ganz einfach.....

    Gruß
    Skye

    Hallo Zusammen,

    was ich lese macht mich betroffen. Nicht nur der Anfangspost von Dagmar, sondern zum Teil auch die Antworten. Beide Parteien haben mein Mitgefühl, sowohl die Angehörigen als auch der Mann der seinen eigenen Tod als letzten Ausweg gesehen hat.
    Ich kenne jedoch nur das, was hier niedergeschrieben wurde und das ist mit Sicherheit nur ein Bruchteil, eine unzureichende Zusammenfassung, eines Lebens bzw. gemeinsamen Lebens. Ich kenne diese Menschen nicht, also mag ich mir auch kein Urteil erlauben, wer was für Fehler gemacht hat und wer woran Schuld trägt. Was ich hier lese sind Schuldzuweisungen und Urteile.

    Mitgefühl ist eine Sache, Schuldzuweisungen in einer Situation die nicht meine ist, Urteile über das Leben von anderen, sind für mich ganz andere.

    Gruß
    Skye

    Hallo Ette,

    mein Glück ist, zum Glück :wink:, nicht mehr von anderen abhängig. Ich bin glücklich wenn ich mit mir und meiner Welt zufrieden bin. Wenn ich sagen kann, es ist gut so wie es jetzt genau in diesem Moment ist. Ich kann immer nur für den Augenblick glücklich sein, nicht auf Vorrat und nicht für die Zukunft. Diesen Augenblick bin ich glücklich. :D

    Gruß
    Skye

    Hallo Questor,

    Zitat

    Oder will mir hier ernsthaft jemand vorschlagen, dass ich den Status quo akzeptieren soll?

    Ja, will ich ernsthaft. Status quo ist, Deine Frau trinkt und Du kannst nichts dagegen tun. Akzeptieren und Deine Konsequenzen für Dich und Deine Kinder daraus ziehen, so dass ihr damit klarkommt. Wie auch immer das aussehen kann. Du kannst Deine Frau nicht zwingen, ihre Sucht Dir gegenüber offen zu bekennen und etwas dagegen zu tun. Entweder sie will oder sie will nicht. Im allgemeinen wollen Alkoholiker erst wenn die Nachteile die Vorteile überwiegen. Allerdings haben Süchtige eine andere Vorstellung von Nachteil, als Nichtsüchtige. Zugeben heißt noch lange nicht etwas dagegen tun. Viele Alkoholiker geben ihre Abhängigkeit zu, aber dagegen tun, tun sie nichts. Meine Mutter gehörte dazu.

    Ich weiß wie schwer es ist zuzuschauen, hilflos und machtlos zu sein. Ich weiß wie schwer allein diese Gefühle zu ertragen sind. Von allen anderen mal ganz zu schweigen. Meine Mutter hat der Alkohol vor zwei Jahren umgebracht. Ich hätte gerne etwas getan und hätte es auch gemacht, hätte ich eine Möglichkeit gehabt. Ich musste einsehen, dass es keine gibt. Bis ich das gelernt hatte, war ich selbst am Ende.
    Ich war der Meinung aufgeben gilt nicht, es gibt immer einen Lösung, immer einen Weg, notfalls mit der Brechstange. Am Ende musst ich einsehen, wie so viele andere auch, für dieses Problem gibt es nur eine Lösung: Der Alkoholiker muss von ganz allein drauf kommen, dass er ohne Alkohol besser dran ist. Erst wenn er seinen Tiefpunkt erreicht hat, wenn sein Leidensdruck hoch genug ist, dann erst wird er etwas unternehmen und keinen Moment vorher. Das kann passieren wenn man die Familie verliert. Es kann aber auch sein das es selbst nicht reicht, wenn er dem Klischee des versoffenen Penners unter der Brücke gleicht. Du kannst den Prozess nicht wirklich beeinflussen.

    Zitat

    Vertrauen und gemeinschaftliches Leben sind reine Utopie und irreal?

    In einer Beziehung mit einem Alkoholiker ja. Er hat eine Beziehung mit der Flasche und der ist er treu bis er sich zu einer Trennung, sprich Entzug, entscheiden sollte. Bis dahin ist man nur Neben-Partner mit dem entsprechenden Stellenwert. Du bist gegen den Alkohol, also auch gegen den Alkoholiker, denn Du willst ihm nehmen, was er seiner Meinung nach zum Leben braucht und das meine ich wörtlich.

    Zitat

    Das Prinzip der Partnerschaft, der Ehe in der man zu zweit etwas zu erreichen sucht ist ein Fake in der gefühlsduselige oder verantwortungsgesteuerte Dödel gnadenlos von Hardcoreindividualisten ausgenutzt und verarscht werden?

    Nein, das ist sicherlich kein Fake. Aber auch hier, mit einem Alkoholiker führt man eine Beziehung zu dritt. Der Partner, der Alkohol, man selbst. Wenn hier jemand verarscht wird, dann Deine Frau und zwar vom Alkohol. Auch hier spielst Du leider nicht die erste Geige. Doch solange Deine Frau nicht merkt das sie verarscht wird, hast Du keine Chance.

    Zitat

    Das mit dem auf den S..k gehen ist halt nicht so einfach bei jemandem, der jegliche Diskussionen und Gespräche dazu abblockt.

    Diskutieren mit einem Alkoholiker ist sinnlos, erst recht wenn er was getrunken hat und das hat er in den meisten Fällen. Selbst wenn Du durchdringst und ein paar unangenehme Wahrheiten es bis in sein Hirn schaffen, er hat eine gute Methode damit umzugehen, zumindest in den meisten Fällen. Er trinkt erstmal einen, da vergisst und verdrängt es sich besser.

    Versteh mich nicht falsch, ich sehe durchaus den Menschen der dahinter steckt, der Mensch der er mal war und trocken auch noch ist. Aber diese unschöne Seite, die Seite der gelebten Sucht, gehört eben auch dazu. Solange noch getrunken wird, ist fast alles was im zwischenmenschlichen Bereich als „normal“ angesehen wird, außer Kraft gesetzt. Selbst Mutterliebe, selbst sie bleibt hinter dem Alkohol zurück. Er ist eine Macht gegen die nur der Süchtige selbst gewinnen kann, sonst niemand.

    Zitat

    Vielleicht ist auch das folgende falsch, aber zur Zeit will ich eigentlich nicht, dass die Ihre Energie in das Problem reinhängen. Sie haben sowieso mehr zu leiden als ich, die regelmäßigen Schimpfkanonaden reichen schon. Ich denke es ist meine Aufgabe, das ganze hier anzugehen.

    Diese Einstellung ist gut und vernünftig und Du solltest sie beibehalten. Es ist nicht Aufgabe der Kinder, ihrer Mutter klar zu machen das sie krank ist und mit ihr das diskutieren anfangen. Sofern sie sich überhaupt trauen, meist überwiegt die Angst nicht mehr geliebt zu werden. Da wird gar nichts gesagt und versucht zu tun, was Mama möchte, damit sie sie weiter lieb hat. Es ist nicht Aufgabe der Kinder Mutter oder Vater für ihre Mutter zu sein. Wenn Du Deiner Frau „auf den Sack“ gehen willst, ist das Deine Sache. Wenn Du gegen Windmühlen kämpfen willst, gut. Du bist erwachsen, Du weißt was Du tust oder auch nicht, jedenfalls bist Du alt genug um die Konsequenzen Deines handeln tragen zu können und die Situation zu überblicken. Deine Kinder sind das nicht. Sie so etwas machen zu lassen hieße, ihnen eine sinnlose, unlösbare Aufgabe zu stellen, an der sie nur scheitern können, eben weil sie nicht zu lösen ist, nicht so. Sie würden sich also bemühen Mama zu helfen, würden scheitern und die Ursache für das Scheitern bei sich suchen. Sie leiden schon genug, auch ohne das sie etwas tragen müssen, was sie nicht tragen können und was zu tragen nicht ihre Aufgabe ist, die Krankheit bzw. Gesundheit Deiner Frau.

    Gruß
    Skye

    kaltblut

    Zitat

    Was das Ziel, die Lösung ist: vollkommen losgelöst vom Außen gemeinsam zu wachsen. Was kann denn mehr Kraft geben und schöner sein, als einem selbstständigen, freien Partner in die Augen zu sehen und zu wachsen, gemeinsam.

    Das hast Du wunderbar getroffen. Ähnliches spuckte mir im Kopf herum, aber fehlten Deine treffenden Worte. Danke! Viel zu selten wird es erreicht, aber es sollte das Ziel sein.

    Zitat

    Ähem, was bitte ist Himmel und Ääd?

    Äpfel oder Birnen (ist regional unterschiedlich) = Himmel
    mit Kartoffeln = Erde oder auch Ääd

    Ist geschmackssache, ich bevorzuge einen schönen Wirsingeintopf mit Kartoffeln und Hackbällchen oder auch gerne einen Makkaroniauflauf mit Tomaten und Mozzarella.

    Gruß
    Skye

    Hallo Blaubärchen,

    herzlich willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu Deiner Erkenntnis. Zu sehen, dass man nicht nur der arme, leidende Angehörige ist, sondern auch seinen Nutzen aus der Situation zieht, ist schon eine ganze Menge und für mich auch die Grundlage um bei sich selbst etwas ändern zu können. Solange diese Erkenntnis nicht da ist, ist in meinen Augen keine Änderung möglich.

    Als meine Mutter ihre erste LZT gemacht hat, bekam ich Probleme. Vorher war sie auf den Alkohol fixiert, ihre Bedürfnisse waren klar umrissen, Alkohol. Solange sie trinken konnte war ihr weitestgehend egal, was ich tat oder sagte, Hauptsache sie konnte trinken. Auf einmal hatte ich wieder einen Menschen mit Wünschen, Bedürfnissen und mit einem eigenen Willen vor mir. War es ihr mit Alkohol ziemlich egal, dass ich versuchte sie zu bevormunden und über ihr Leben zu bestimmen, was ich auch reichlich getan habe, war es ihr das ohne überhaupt nicht mehr. Sie hat sich gewehrt. Ich konnte nicht mehr abschätzen, was sie wohl tun würde und ich konnte sie nicht mehr so leicht beeinflussen und manipulieren wie vorher. Ich hatte Angst um sie, so oft hatte ich gehört, dass es die wenigsten schaffen und ich wollte doch das sie es schafft, also sollte sie tun, was ich für richtig hielt. Ich sah damals noch nicht, dass ich eine erwachsene Frau vor mir hatte, die das Recht hatte ihr Leben in jedem Bereich selbst zu bestimmen.

    Solange sie trank hatte ich das Gefühl die Situation kontrollieren zu können, jetzt nicht mehr. Ich habe unter Kontrollverlust gelitten und das wo es mir damals noch in allen Lebensbereichen wichtig war immer alles unter Kontrolle zu haben. Wo ich alles dafür tat nur nicht die Kontrolle zu verlieren. Das das nicht möglich ist und das ich das nicht brauche, habe ich erst später gelernt. Zudem war ich ja nun meiner Aufgabe beraubt, mich um meine Mutter zu kümmern und eine gute Tochter zu sein. Ich war mehr als orientierungslos und das gefiel mir gar nicht. Auf einmal hatte ich keine Aufgabe mehr und meine Mutter hörte nicht mehr auf mich, da hat sich alles in mir gegen gewehrt. Heute sehe ich es auch als unbewusste Weigerung mich mit dem Trümmerfeld von eigenem Leben beschäftigen zu müssen.

    Ich habe meine Mutter wie mein Kind behandelt. Solange sie trank hat sie sich weitestgehend in die Rolle gefügt, weil es der Befriedigung ihrer Bedürfnisse entgegen kam. Als sie nicht trank hatte ich wieder die erwachsene Frau vor mir, die sich gewehrt hat wie ein Kind behandelt zu werden.

    Auf mich macht es den Eindruck, dass Du unter den gleichen Kontrollverlusten leidest wie ich damals. Dein Mann ist erwachsen, kein kleines Kind, er kann für sich selbst sorgen und hat er hat auch jedes Recht dazu. Ebenso wie er das Recht hat, eventuelle Fehler selbst zu machen und die Konsequenzen selbst zu tragen. Er weiß wo er Hilfe bekommen kann, wenn er möchte. Er hat also alle Möglichkeiten, er muss sie nur nutzen.

    Was die Schuldfrage angeht, nun was war zuerst da die Henne oder das Ei. Du hast ihm mit Deiner Hilfe das saufen bequemer gemacht, aber gesoffen hat er immer noch selbst. Wie Du selbst sagst, Du hattest ja auch Deinen „Nutzen“. Da kann man umgekehrt auch Fragen, ist es seine Schuld, dass Du Dich selbst aufgegeben hast. Alkoholiker und Co-Abhängiger ist eine ekelhafte Symbiose von der beide „profitieren“. Es wenn einer aus dem Karussell aussteigt, wird das ganze Ausmaß bewusst. Es ist wie es ist, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen hilft weder Dir noch ihm.

    Ich fände es wichtig, wenn Du Dich vorrangig mit Dir selbst und was Du Dir selbst in den letzten Jahren angetan hast beschäftigen würdest. Lass ihn mal machen, egal was kommt, Du kannst es ohnehin nicht ändern. Kümmer Dich um Dich und Dein Leben.

    Es ist alles eine Sache von Aktion und Reaktion. Als ich angefangen habe meine Aktionen bewusst zu gestalten, habe ich auch andere Reaktionen bekommen. Dadurch das ich mich und mein Verhalten geändert habe, haben sich andere auch mir gegenüber anders verhalten.

    Gruß
    Skye

    Hallo Marina,

    erstmal willkommen im Forum. Ich kann verstehen, dass man Antworten möchte. Man hat ein Problem und sucht eine Lösung. Sie quasi zu erwarten oder auch einzufordern, finde ich nicht so gut. Das hier ist ein Selbsthilfe-Forum, dass heißt, man kann hier lernen sich selbst zu helfen. Das kann durch Antworten im eigenen Thread geschehen, aber auch durch lesen in anderen Threads. Durch Vergleiche mit der eigenen Situation und erfahren wie andere ihre Probleme gelöst haben. Der Schlüssel ist Selbsthilfe und nicht Hilfe durch andere. Es ist Dein Leben und nicht das der anderen. Hier gibt es quasi Selbstbedienung und nicht All-inklusive.

    Die Klicks zeigen Dir an wie viele Dein Thema gelesen haben, aber nicht jeder der es gelesen hat, hat etwas dazu zu sagen oder möchte etwas dazu sagen. Im Idealfall sollen eigene Erfahrungen wieder gegeben werden und nicht Meinungen zu Dingen die man auf die eine oder andere Art nicht selbst erlebt hat. Irgendwann findet sich schon jemand, der antworten möchte. Solange kann man auch lesen. Dieses Forum ist voll von Lebensgeschichten, Wegen und Lösungen, da lässt sich was finden, was für einen selbst passen und richtig sein könnte.

    Es liegt allein an Dir ob Du hier richtig bist oder falsch..

    Gruß
    Skye

    Hallo R.,

    ich habe festgestellt, dass gerade in den Situationen in denen es mir wichtig war, dass meine Mutter einigermaßen nüchtern war, also Geburtstage o. ä. oder auch wenn ich mich angemeldet habe, die waren, in den sie am häufigsten untypisch getrunken hat. Sprich wenn ich davon ausgegangen bin, dass sie um diese Uhrzeit noch ansprechbar ist, war sie schon jenseits von gut und böse. Auf mich hat es den Eindruck gemacht, dass sie wusste, was ich mir wünschte und das hat soviel Druck bei ihr aufgebaut, den sie nur mit Alkohol „lösen“ konnte. Ich habe es irgendwann sein gelassen und die Situation auf mich zu kommen lassen. Ich wollte den Kontakt für mich, wenn ich an dem Tag nicht bekommen konnte was ich mir wünschte bin ich wieder gegangen. Ich habe mir den Streß, ist sie nüchtern, ist sie es nicht, nicht mehr angetan. Es war wie es war, ich konnte es nicht ändern, ich konnte sie nicht ändern, also habe ich es angenommen wie es war und meine Konsequenzen daraus gezogen.

    Sie konnte oder wollte sich den Leichen in ihrem Keller nicht stellen, also hat sie getrunken, weil sie glaubte so mit ihnen fertig werden zu können. Das hat ihr zum Schluss auch jede Selbstachtung genommen. Die daraus resultierende Scham hat wieder Druck aufgebaut und der Griff zur Flasche wurde „unvermeidbar“. Ihr Körper hatte sich schon sehr lange gegen den Alkohol gewehrt, doch hat sie immer Möglichkeiten gefunden ihn zu sich zu nehmen und ihn aus getrickst. Sie wollte wohl ohne Alkohol leben, aber sie wollte sich selbst nicht aushalten, also hat sie doch den Alkohol gewählt.

    Alkohol wird als Vehikel eingesetzt, weil sie nicht fähig sind, warum auch immer, so mit ihrem Leben klar zu kommen. Sie lehnen sich selbst ab. Der Gedanke dieses Vehikel zu verlieren und mit ihrem „schlechten“ Selbst konfrontiert zu werden löst Angst aus. Diese Angst ist irrational und lässt sie irrational werden. Sucht ist nicht mit Logik beizukommen, weil sie nicht logisch ist.

    Es hat mir weh getan zuschauen zu müssen, wie meine Mutter sich auf Raten umbringt. Was mir geholfen hat, war zum einen die Trauer die ich darüber empfunden habe zuzulassen. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, weil es für mich so etwas wie aufgeben hatte. In dem ich die Trauer zuließ ging es mir besser, nicht gut aber besser. Ich habe sie sein lassen, wie sie war, sie wollte trinken, sie wollte ihr Leben nicht, ich konnte sie nicht zwingen. Ich habe akzeptiert, dass sie diesen Weg gewählt hat und das es mir nicht zustand meine Mutter zu einem Leben zu zwingen, dass sie nicht will. So sehr ich mir auch gewünscht habe, sie würde ihr Leben wollen. Ich habe gelernt sie so zu nehmen wie sie war. Ich habe gelernt und akzeptiert, dass ich machtlos bin. Das hat den Schmerz nicht genommen, aber gemildert.

    Sie ist heute vor 2 Jahren an den Folgen ihrer Sucht gestorben, ihr Verlust schmerzt nach wie vor, die Lücke wird immer bleiben. Doch ich kann damit leben, weil ich akzeptiert habe, dass es ihr Leben war und in ihrer Verantwortung lag. Es war ihre Entscheidung zu trinken. Sie wusste, wo sie Hilfe bekommen konnte, wenn sie wollte. Sie konnte oder wollte sie nicht annehmen. Es war ihre Entscheidung.

    Es gibt wohl kein Patentrezept wie man damit umgeht, wenn ein Elternteil abhängig ist. Der einen bricht den Kontakt ab, der andere kümmert sich bis zum Ende, ein anderer reduziert den Kontakt, wie auch immer. Wichtig ist, dass man damit umgeht wie es für einen selbst am besten ist und nicht was andere denken, dass das Beste ist. Manchmal hilft einfach nur ausprobieren, auch das ist Dein gutes Recht. Wenn es Deinem Vater nicht gefällt, kann er es sagen.

    So oder so müssen wir damit leben,wenn unsere Eltern trinken wollen, wir können sie nicht hindern. Wir können nur bestimmen, wie weit wir sie in unser Leben lassen, wie weit wir uns auf sie einlassen. Wenn es Dir nicht bekommt ihn zu besuchen, lass es, wenn Du glaubst es zu brauchen, auch wenn er betrunken ist, tue es. Wichtig ist was Du willst und brauchst.

    Gruß
    Skye

    Hallo Silvie,

    Zitat

    Heute morgen bin ich aufgewacht und dachte wieder soll ich,oder soll ich nicht vor gericht gehen.Natürlich habe ich angst davor,vor Gericht bloßgestellt zu werden,und letztendlich vor der entscheidung,davor das sich meine jüngste ganz von mir abwendet,dann wieder denke ich ,vielleicht sollte ich sie dort lassen,bis sie mehr vertrauen zu mir hat,sie fühlt sich ja wohl dort.

    Zitat

    Ich bin einfach ratlos und habe angst die falsche entscheidung zu treffen.

    Ich habe selbst keine Kinder, doch ich denke das macht die Sache zusätzlich schwierig, die Angst sie zu verlieren. Dennoch kenne ich die Angst vor Entscheidungen, die Angst vor Unbekannten Situationen die ich nicht einschätzen, die ich nicht kontrollieren kann, die Angst falsche Entscheidungen zu treffen. Ich habe aus eben diesen Ängsten mein halbes Leben starr wie das Kaninchen vor der Schlage verbracht. Die Angst hat mich gelähmt und das nicht nur in dem Bereich wo das Problem war, sondern mein ganzes Leben, denn mein Kopf kreiste ständig um dieses Problem, egal was ich tat oder machte. Es war gar kein Platz mehr für was anderes. Ich habe durch nichts tun aus Angst etwas falsch zu machen den Problemen viel zu viel Macht und Raum in meinem Leben eingeräumt, es war kein Platz mehr für mich.

    Es kann vor Gericht so oder so ausgehen, was dabei raus kommt kann Dir keiner sagen. Doch nach diesem Termin hast Du etwas Reales, jetzt hast Du nur Kopfkino und das kann einen wahnsinnig machen, ich kenne das. Nach dem Termin weißt Du, wo Du stehst und Du hast etwas worauf Du aufbauen kannst, wonach Du Deine weiteren Handlungen ausrichten kannst. Im Moment hast Du gar nichts außer einem Haufen Ängsten die Dich langsam aber sicher auffressen. Dieser Termin ist eine Chance für Dich egal wie es ausgeht, Du weißt dann wo Du stehst. Nichts zu tun, ist sein Leben aus der Hand zu geben und sich Entscheidungen anderer zu unterwerfen.

    Nichts zu tun ist nur vermeintlich keine Entscheidung zu treffen, denn nichts zu tun ist auch eine Entscheidung. Auch diese Entscheidungen haben Konsequenzen. Dann ist es doch besser etwas zu tun und sich selbst damit die Chance zu geben aktiv eine Entscheidung zu treffen und damit aktiv und selbst bestimmt sein Leben zu gestalten.

    Es gibt nie ein richtig oder falsch für Entscheidungen, denn wir können nicht in die Zukunft schauen. Was wir für richtig gehalten haben kann uns später das Genick brechen, was wir mal für falsch gehalten haben, kann am Ende ein großes Glück für uns sein. Das einzige was wir können, ist zu unseren Entscheidungen zu stehen und das Beste aus dem Ergebnis machen.

    Vor Gericht zu gehen ist eine aktive Handlung, sie kann gut gehen oder nicht. Nicht vor Gericht zu gehen, abzuwarten und ausharren ob es von allein besser wird ist passiv, es kann gut gehen oder nicht.

    Ich bin immer irgendwie klar gekommen im Leben und habe auch immer alles irgendwie geschafft. Seit ich versuche meinen Problemen nicht auszuweichen und sie auszusitzen, sondern aktiv anzugehen, kann ich das irgendwie streichen. Es geht nicht immer alles nach meinen Wünschen aus, ganz bestimmt nicht, aber so kann ich mir immer sagen, ich habe es versucht, ich fühle mich nicht mehr ausgeliefert.

    Ich weiß nicht, was Saufdruck ist, da kann ich zum Glück nicht mitreden. Ich weiß allerdings, dass Dein Leben wieder an den Alkohol abzugeben, Deine Probleme nicht lösen wird, es wird sie verstärken. Wieder zu trinken, macht die Sache in Deinem Kopf vielleicht kurzfristig so lange der Rausch anhält weniger schlimm, langfristig wirst Du dadurch beide Kinder verlieren. So kann sich kein Vertrauen aufbauen. Alkoholfreies Bier zu trinken heißt für mich am Abgrund zu balancieren und die Gefahr das Du abstürzt ist wesentlich größer als die, es nicht zu tun.

    Alkohol war nie eine Lösung für irgendetwas und wird auch nie eine sein.

    Gruß
    Skye

    Hallo Schlafender Schutzengel,

    Deine Mutter ist eine erwachsene Frau, fähig für sich selbst zu sorgen, sich um sich selbst zu kümmern. Ich kann verstehen, dass Du Dich sorgst, dass Du einen Weg suchst mit Ihr über ihre Sucht zu sprechen. Doch wenn sie nicht will, dann will sie nicht.
    Es liegt an Dir zu entscheiden, ob Dir reicht was Deine Mutter geben kann oder nicht. Dann liegt es an Dir zu entscheiden, wie Du damit umgehst. Es ist nicht an ihr, sich Deinen Erwartungen an sie anzupassen.

    Du hast Recht, wenn Du schreibst Kindergarten, so sehe ich das auch. Du bist erwachsen, kein kleines Kind, Deine Mutter eine erwachsene Frau, kein kleines Kind. Auf mich macht diese Situation den Eindruck, dass Du versuchst Du Deine erwachsene Mutter zu erziehen. Mal ganz davon ab, dass der Zug der Erziehung abgefahren ist, steht es Dir auch nicht zu. Wenn Sie nicht funktioniert wie Du willst, übst Du Druck aus, bis sie funktioniert wie Du willst, zumindest hoffst Du das. So funktioniert das nicht. Entweder Du lernst mit der Situation umzugehen wie sie ist und Deine Konsequenzen für Dich daraus zu ziehen oder kämpfst weiter gegen Windmühlen. Es ist nicht an Deiner Mutter dafür zu sorgen, dass Du glücklich bist, dass ist Deine Aufgabe.

    Gruß
    Skye

    Hallo Olli,

    beim lesen Deiner Beiträge hatte ich das Gefühl, Du schreibst über meine Mutter. Und doch hatte auch meine Mutter ihre hellen Momente in denen sie es geschafft hat Hilfe für sich anzuleiern und auch tatsächlich hinzugehen. Letztendlich war sie nicht in der Lage diese Hilfe auch anzunehmen, aber sie war im Stande sie zu suchen. So denke ich, hat auch Deine Frau noch ihre Momente, wo sie dazu fähig ist. Wenn sie Hilfe will, wird sie sie suchen, wer sucht wird finden. So „einfach“ ist das.

    Sicherlich ist es eine Erleichterung für Dich, den ganzen Rotz einmal los zu werden und hier nieder zu schreiben. Aber auf Dauer bringt Dich das gar nicht weiter, ab und an mal Dampf ablassen und dann weiter als wäre nichts gewesen.

    So wie ich das sehe, hast Du zwei Möglichkeiten. Entweder Du machst so weiter wie bisher, hinter ihr her putzen und räumen und ab und an mal Dampf ab lassen und ansonsten lebt ihr Euer Leben weiter mehr oder weniger neben einander her. Geht ja irgendwie......
    Oder Du lässt die ganzen wenn's und aber's warum irgendetwas nicht geht und steigst aus dem Hamsterrad aus und suchst Dir selbst Hilfe für Dich. Ich rede nicht von verlassen, ich rede von Hilfe suchen. Ob Du Deine Frau verlassen willst oder nicht, den Schluss musst Du selbst ziehen.

    Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Du willst nicht, dass es bleibt wie es ist, kann ich verstehen. Doch damit es nicht so bleibt, muss etwas geändert werden. Der einzige der für sich etwas ändern kann, ist man selbst, also Du und man kann auch nur für sich selbst etwas tun, Du für Dich. Denn man kann auch nur an sich selbst etwas ändern, Du an Dir. Solange Du nichts für Dich tust wird sich nichts ändern. Dir geht es nicht schlecht, weil Deine Frau säuft, sondern weil Du in einem Verhalten und einer Situation starr verharrst in der Du Dich nicht wohl fühlst, unter der Du leidest.

    Wenn man etwas anderes will, muss man etwas anders machen.

    Ein Forenmitglied hat mal geschrieben: Wer heute nichts tut, lebt morgen wie gestern.

    Da ist sehr viel wahres dran......

    Gruß
    Skye

    Hallo Sonnenblume,

    Erstmal solltest Du für Dich wissen ob Du eine Verhaltens- oder Psychotherapie möchtest. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn der Therapeut Erfahrungen mit erwachsenen Kindern aus dysfunktionalen Familien hat. Da diese Problem sehr häufig vorkommt, vermute ich, dass das die meisten jedoch haben. Das kann man aber beim einzelnen erfragen. Ich finde es jedoch wichtiger, dass man zu seinem gegenüber ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Der Therapeut kann noch so gut sein, wenn ich ihn nicht mag und er mir unsympathisch ist, kann er mir nicht helfen, weil ich mich dann nicht öffnen kann.

    Für mich war die richtige Wahl eine Verhaltenstherapie. Ich hatte einige Adressen, habe dort angerufen und mich bei allen auf die Warteliste setzen lassen. Der erste der einen Termin frei hatte zu dem bin ich gegangen. Es hat gepasst und ich bin geblieben, was auch nicht immer sein muss. Ich bin auch Vollzeit berufstätig, was die Wartezeit noch verlängert hat, denn die Termine sind natürlich die begehrtesten und werden seltener frei. Die Wartezeit habe ich mit dem Besuch einer Selbsthilfegruppe überbrückt, die ich dann auch parallel weiter besucht habe. Der Austausch mit Betroffenen finde ich einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Gesundung.

    Man kann Glück haben und schnell einen Therapeuten finden der noch was frei hat. Meistens ist jedoch Geduld und Ausdauer von Nöten, da es in er Regel immer etwas länger dauert bis etwas frei wird. Ich musste auf mein Erstgespräch damals ein halbes Jahr warten, bis ich einen festen, regelmäßigen Termin hatte der zu meinen Arbeitszeiten passte, hat es nochmal etwa 3 Monate gedauert.

    Gruß
    Skye

    Hallo phibesifra,

    Zitat

    und sofort in eine Klinik wenn der Rückfall ganz schlimm ist.

    Ich frage mich immer noch, welcher Rückfall. Er hat keine Rückfälle, solange er weiter trinkt, egal wie häufig, ist er nicht trocken. Solange er nicht trocken ist, kann er auch keinen Rückfall haben.

    Deine Regeln sind schön und gut, aber im Grunde Seite unterstützt Du damit seine Sucht. Was hat er denn für Konsequenzen zu befürchten wenn er trinkt? Zu Hause kein Alkohol, gut dann eben woanders. Wo ist das Problem, wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg. Du gehst, in Situationen in denen er trinkt, dann kann er wenigstens in Ruhe weiter trinken. Wenn er was getrunken hat darf er nicht in der Wohnung schlafen, dann schläft er eben mal woanders? In die Klinik, wenn er für Dein Empfinden „zuviel“ getrunken hat, ist auch nicht gerade abschreckend. Weißt Du wieviele Entgiftungen manche Alkoholiker hinter sich haben, nur um ihre Ruhe zu haben, weil die Angehörigen zu sehr genervt haben? 20, 30 und mehr, man spricht dann auch vom Drehtürpatienten. Entweder haben sie sich trotzdem zu Tode getrunken oder erst dann aufgehört, als sie wollten und nicht als ihre Angehörigen wollten.

    Was hat er für Konsequenzen zu befürchten, wenn er weiter trinkt. Das seine Gesundheit leidet? Das interessiert eine Alkoholiker nicht, wie Du selbst schon festgestellt hast. Was ich sehe ist, dass er relativ ungestört trinken kann und Du ihn dabei unterstützt. Es geht ihm doch gut, warum sollte er etwas ändern?

    Du kämpfst einen aussichtslosen Kampf gegen einen Gegner, den Du nicht besiegen kannst. Alkohol ist mächtiger als Du.

    Zitat

    Glaubst du mir, wenn ich dir sage, das ich das vom Anfang unser Beziehung an wusste die 2. Geige zu sein? Glaubst du mir, wenn ich sage, ich habe es dem Menschen wegen, bewußt in Kauf genommen?

    Ja, das glaube ich Dir. Vor rund 4 Jahren hätte ich Dir auch zugestimmt, dass da ein wertvoller Mensch ist der gerettet gehört. Schließlich hätte mich das bzw. mein Handeln mich auch bestätigt.

    Heute bin ich mir selbst wichtig genug, dass ich meine Kraft für meine Kämpfe nutze und nicht für die anderer. Heute bin ich mir selbst wichtig genug, die erste Geige spielen zu wollen. Ich würde schließlich auch keine andere Frau neben mir akzeptieren, warum sollte ich dann den Alkohol neben mir akzeptieren? Heute betrachte ich die Aufopferung von mir für andere die sich selbst helfen können, aber nicht wollen, nicht mehr als gut und richtig, sondern als grundlegend falsch und Misshandlung und Missachtung meiner selbst.

    Was Deine Fragen angeht, vielleicht liest Du mal ein wenig bei den Alkoholikern. Du kannst die Antworten dort finden.

    Gruß
    Skye

    Hallo phibesifra ,

    herzlich willkommen im Forum. Ich finde es gut, dass Du Dir Hilfe gesucht hast um heraus zu finden, warum Du sehendes Auges in Dein Unglück gegangen bist. Das hilft wahrscheinlich zwar weniger in der momentanen Situation, ist aber wichtig für Deine Zukunft, damit Dir das nicht wieder und wieder passiert.

    Zitat

    Ich sehe es aber als einen "schleichenden Rückfall".

    Das ist kein Rückfall, er nie aufgehört zu trinken. Zur Zeit scheint er mir von trocken soweit entfernt zu sein wie die Niagarafälle. Mir scheint auch nicht, dass er gewillt ist, auf den Alkohol zu verzichten.

    Zitat

    ... nach einem Wochenende in dem ich mir anhören durfte, es ist doch gar nix, ich hab das doch im Griff,

    Er hat garnichts im Griff, der Alkohol hat ihn im Griff. Er hat Dich mit voller Absicht belogen. Ich betrachte einen solchen Vertrauensbruch auch nicht als nichts. Du hast jedes Recht verletzt und maßlos enttäuscht zu sein. Sein lamentieren dient nur dazu, Dir ein schlechtes Gewissen machen zu wollen. Dabei ist es an ihm ein kreuzschlechtes Gewissen haben zu müssen.

    Zitat

    und er nimmt eine Trennung eher in Kauf, als zu sagen, auf das eine Mal im Monat verzichte ich

    Dein Partner hat sich scheinbar für den Alkohol entschieden. Jetzt ist die Frage, was machst Du mit dem Wissen die zweite Geige in seinem Leben zu spielen?

    Gruß
    Skye

    Hallo Elli,

    Symptome bei einem Entzug gibt es viele. Ich frage mich allerdings warum Du das so genau wissen willst. Es ist Dein Mann, der das unter Umständen durchmachen muss. Wenn es ihm zuviel wird, wird er sich schon um sich kümmern. Ich frage mich, was Du statt seiner beim Arzt willst.

    Mögliche Symptome können z. B. unkontolliertes Zittern, nicht nur der Hände, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, nervöse Störungen, Gereiztheit usw. sein. Das alles können aber auch Symptome einer anderen Krankheit sein, deshalb gehört ein Entzug unbedingt in ärztliche Hände. Es gibt keine pauschale Antwort, nur ein Arzt kann feststellen, was los ist und das bei Deinem Mann und nicht anhand dessen, was Du ihm erzählst.

    Was bei einem kalten Entzug allerdings immer passieren kann, vollkommen unabhängig von der Menge und der Art des Alkohols der getrunken wurde, ist ein Krampfanfall und das ist auch der einzige Fall in dem Du tätig werden solltest, nämlich den RTW rufen und hoffen, dass er schnell kommt. Ein Krampfanfall kann tödlich sein und man sieht ihn nicht kommen, es gibt keine Symptome die ihn ankündigen.

    Ich weiß nicht, ob es Dir mit diesem Wissen jetzt wirklich besser geht.

    Gruß
    Skye

    Hallo Cora,

    hier ist noch jemand, der sich nach dem Sinn Deiner geplanten Aktion fragt. Das würde nur auf Frust für alle Beteiligten hinaus laufen, nicht mehr. Lügen gehört zum Alkoholismus wie der Schnupfen zur Erkältung. Du kannst Deinen Vater nicht trocken zwingen, es ist sein Leben, er kann damit machen was er will.

    Jemanden in die Enge treiben um ihn zu etwas zu bewegen, was er offenkundig nicht will oder auch kann, hat noch nie zum Erfolg geführt. Oder bist Du einsichtig und zugänglich wenn man Dich in die Enge treibt? Also ich bin es nicht..... eher im Gegenteil.....

    Dein Vater mag zwar Alkoholiker sein, aber er ist kein kleines Kind, das man bevormunden und zu seinem Glück zwingen kann. Er ist ein erwachsener Mann und der beste Weg mit ihm klar zu kommen ist, ihn wie einen erwachsenen und somit für sich selbst und seine Taten zuständigen und verantwortlichen Menschen zu behandeln.

    Gruß
    Skye

    Hallo Sahira,

    mich selbst zu respektieren bedeutet für mich, für mich zu sorgen. Dafür zu sorgen, dass es mir gut geht, mich selbst gut zu behandeln, mich selbst wert zu schätzen. In diesem Rahmen sorge ich dafür, dass meine Grenzen nicht verletzt werden, dass mir meine Würde erhalten bleibt, dass ich körperlich und geistig unversehrt bin und bleibe, dass andere mich nicht abwerten egal ob durch Taten oder Worte.

    Ich erkenne meinen Wert und trage für mich Sorge, ich erkenne mich selbst an und achte mich selbst.

    Gruß
    Skye

    P. S.: Zum Thema zitieren schau mal hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks….de/tour70.html

    Hallo Sahira,

    Zitat

    Mich beschleicht das Gefühl, es ist dann wohl auch egal, wie ich mich entscheide. Fakt ist, dass eine Körperverletzung sowieso beim Strafgericht landet und er würde eine Strafe bekommen, unabhängig von (m)einer Aussage. Oder irre ich mich? Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!

    Ich bin kein Rechtsanwalt und kenne auch die Gesetzeslage diesbezüglich nicht, deshalb kann ich Dir nicht sagen ob Du falsch oder richtig liegst. Egal wie Du Dich entscheidest finde ich es jedoch nicht. Es kommt darauf an, wie viel Du Dir selber wert bist.
    Ich für meinen Teil gehöre nicht geschlagen und würde mich dementsprechend zur Wehr setzen bzw. verteidigen wenn es jemand tut. In diesem Fall hieße das für mich eine Aussage zu machen und damit dafür zu sorgen, dass derjenige der mich geschlagen hat, dafür bestraft wird.

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    Hinzu kommen meine eigenen Schuldgefühle, dass Alkohol im Spiel war.

    Die Schuldgefühle sind etwas, dass Du mit Dir ausmachen musst. Die kann Dir keiner nehmen. Manchmal muss man einfach mit dem Mist den man verzapft hat leben und kann nur seine Lehren für die Zukunft daraus ziehen. Doch dass Du selbst betrunken warst rechtfertigt nicht, dass er Dich geschlagen hat. Wenn man noch so nüchtern und koordiniert ist, dass man zielgerichtet zuschlagen kann, ist man auch noch nüchtern genug, dass man weiß, dass man das nicht darf. Das ist meine Meinung dazu.

    Wichtiger ist für mich die Frage, wie viel Respekt hast Du vor Dir selbst?

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    Ich hatte an dem Abend mal wieder meine Depressionen mit Wodka "weg"gespült, wollte dicht machen und niemanden sehen oder hören.

    Ich denk Du weißt selbst, dass das nicht die Lösung ist. Alkohol löst keine Probleme, er schafft welche und Alkohol beseitigt auch keine Depressionen, er ruft sie hervor und/oder verschlimmert sie. Ich kann nicht beurteilen, wie weit Dein Missbrauch schon geht, ob Du schon abhängig bist oder „nur“ auf dem Weg dahin, denn das bist Du wenn Du Alkohol als Mittel zum Zweck einsetzt. Das kannst nur Du selbst beurteilen. Abhängig ist man allerdings nicht erst dann, wenn morgens die Hände zittern, vor der physischen kommt die psychische Abhängigkeit. Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für Dich an Dich selbst zu denken und für Dich eine Lösung zu finden. Ich finde, dass was Du schreibst in höchstem Maß bedenklich. Dein momentaner Weg führt in die falsche Richtung, nämlich geradewegs nach unten.

    Es ist Dein Leben, trage Sorge dafür, dass es Dir gut geht und höre auf Deinen Bauch.

    Gruß
    Skye