Beiträge von Neraa

    Hallo Käferchen,

    Danke für Deine Worte.

    Gerade weil ich das Gefühl habe mich immer mehr zu verlieren habe ich mich hier angemeldet und sitze nun schon wieder vor meinem Laptop.

    Die Mädchen sind gerade eben aus dem Haus und noch bevor ich irgendetwas anderes mache, sitze ich hier und lese schon wieder.

    Ich war gestern, obwohl ich vorgestern abend ein gutes Gespräch mit meinem Mann hatte, den ganzen Tag über extrem nervös.

    Ich bin im Moment total angespannt.
    Einerseits möchte ich ihm alles glauben und auf das Vertrauen, was er mir verspricht, andererseits kann ich es.

    Was meine Mädchen angeht habe ich bereits im Bereich der Erwachsenen Kinder gelesen und mir einen Link herunter geladen den ich vorgestern dort gefunden habe. Ich bin allerdings noch nicht dazu gekommen ihn mir genauer anzusehen, was ich heute Vormittag aber noch machen möchte.

    Ich sehe im Verhalten der Mädels sehr viele Veränderungen, die sicherlich auch auf ihr Alter zurückzufürhen sind.

    Aber ich mache mir sehr viele Gedanken, darüber wie es ihnen mit dieser Situation geht.

    Ich führe immer wieder Gespräche mit ihnen und versuche ihnen die Situation zu erklären. Allerdings scheue ich mich davor von einer Alkoholsucht zu sprechen.
    Sie selber sprechen immer wieder den Bierkonsum meines Mannes an, obwohl er überwiegend nur Abends trinkt und sie sich noch nicht für sein Verhalten vor ihren Freunden schämen.

    Aber sie sehen ihn am Wochenende, wenn sie länger aufbleiben können betrunken und seine Stichelleien beziehen sich dann ja auch des öfteren auf die Kinder.

    Seit einigen Monaten fängt die Kleine an, mich ganz gezielt darauf anzusprechen, daß sie weiß, daß es mir deswegen schlecht geht und versucht mich bei meinen Aufgaben zu unterstützen oder mich zu trösten.

    Die Große hat sich sehr zurückgezogen und ist einige Zeit mit ihren eigenen Problemen nicht mehr zu mir gekommen.
    Erst in den letzten Wochen wird sie wieder etwas offener.
    Sie hat Hilfe von mir abgelehnt und sich kaum auf Gespräche über ihr Wohlbefinden eingelassen.
    Das Ergebnis (zumindest aus meiner Sicht) ist, daß es im Moment ganz stark danach aussieht, daß sie die sechste Klasse im nächsten Jahr wiederholen muß. Und das, obwohl sie in der Grundschule einen Notendurchschnitt fürs Gymnasium hatte und wir uns nur weil sie bereits deutliche Anzeichen der Pubertät zeigte, und ihre Leistungsbereitschaft nachgelassen hat für die Realschule entschieden haben.

    Meine Schuld dabei sehe ich darin, daß ich nicht in der Lage war den nötigen Druck und die nötige Hilfe anzubieten, um den Unterrichtsstoff zu hause aufzuarbeiten.

    Ich habe den Eindruck sie im Stich gelassen zu haben.

    Heute Nachmittag habe ich mit der Kleinen einen Termin bei unserem Kinderarzt. Ich überlege, ob ich ihn darauf anspreche und ihn frage, ob es Möglichkeiten gibt, hinter die Psyche meiner Mädels zu kommen, ohne großes Aufheben darum zu machen und sie dadurch noch mehr zu verunsichern.

    Meine eigenen Versuche dahingehend sind irgendwie ergebnislos.

    Die Aussagen meiner Mädels sind in der Beziehung noch recht oberflächlich, ich weiß allerdings, daß sie sich austauschen.
    Gestern haben sie mir ein Zeugnis übergeben und darin unser Familienklima beurteilt. Es standen nur Mangelhaft und ungenügende Beurteilungen darin.

    Ich habe es ihnen zurück gegeben und sie gebeten Beispiele dazu zu benennen.
    Auch diese Beispiele bezogen sich überwiegend auf die normalen Bedürfnisse der Kinder z.b. nicht geschimpft zu bekommen, oder länger spielen gehen zu dürfen.

    Alledings haben sie auch den Bierkonsum meines Mannes und unsere Auseinandersetzungen aufgefürht.

    ich denke die Mädchen sind genauso zerissen wie ich.

    Hallo Käferchen,

    Nein!! Ich möchte nicht so weiterleben.

    Was möchte ich: Ich möchte ein glückliches Leben, ich möchte wieder genauso fröhlich durchs Leben gehen und mit meinen Kindern Spaß haben und glücksich sein, wie vor drei Jahren.

    Schon wegen meiner Mädels ( ich glaube meine jüngste kennt mich schon garnicht mehr so) möchte ich wieder die alte werden.

    Nur die Gefühle zu meinem Mann stehen mir dabei im Weg.
    Gestern und heute hatten wir ein sehr gutes Gaspräch und er hat für alle meine Sorgen Verständnis gezeigt.

    Er kann so ein lieber Ehemann sein. ( wenn er nicht trinkt)

    Einerseits habe ich die Hoffnung, daß alles wieder gut wird.
    Andererseits denke ich an die Auswirkungen auf meine Mädchen ( auf die, wenn ich bleibe, aber auch auf die, die evtl. Folgen, wenn ich gehe)

    Und dann denke ich an mich, aber das rückt irgendwie immer wieder in den Hintergrund.

    Ein bißchen tue ich für mich.
    Ich gehe ab und an mit anderen Müttern essen.
    Ich habe meine Aufgaben, die ich in der Schule angenommen habe und wirklich gerne mache nicht aufgegeben.( das habe ich einige Male überlegt)

    Aber ich muß zugeben, ich habe gerade vor gut einem Monat etwas sehr wichtiges für mich aufgegeben.
    Ich habe vor zwei Wochen meine Teilzeitstelle verloren und habe die Gelegenheit gleich im Anschluß etwas neues anzufangen abgelehnt, weil ich mich total überfordert fühlte an zwei bis drei Nachmittagen die Woche zu arbeiten und anschließend noch mit den Mädchen Hausaufgaben zu machen, für Arbeiten zu lernen und allen dreien aufmerksam zuzuhören, wenn sie mir von ihrem Tag und ihren Problemen erzählen.

    Ich denke, daß war ein Fehler, da ich dadurch viel raus und auf andere Gedanken kam. Aber auch hier habe ich solche Panikattaken bekommen, daß ich mich Tagelang nur damit auseinandersetzen konnte.
    Nachdem ich die Stelle abgesagt habe, fühlte ich mich sehr viel besser.
    Und ich erhoffe mir dadurch auch etwas mehr Ruhe für mich, weil ich das Gefühl habe nie wirklich Zeit für mich zu haben.

    Hallo Xenica,

    Du hast mich weder angestochen noch verletzt.

    Deine Frage hast Du gut gestellt und mir dadurch die Gelegenheit gegeben meine Antwort darrauf einmal richtig in Worte zu fassen und ein Feedback darrauf zu bekommen.

    Gerade diese Gedanken, kann ich mit niemandem teilen, weil ich in Gesprächen auch nie die Möglichkeit hätte mich so auszudrücken,

    Du hast vollkommen recht mit Deiner Aussage. Die gleiche Meinung habe ich vor einiger Zeit auch noch vertreten.

    Ich fühlte mich auch immer stark genug mir so etwas nie bieten zu lassen, ich hätte nie gedacht einmal in so eine Situation kommen zu können.

    Mein Problem kommt daher, daß ich vor meiner Beziehung zu meinem Mann dummerweise schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht habe.

    Mir war zwar dieses Problem bewußt aber ich hätte nie im Traum daran gedacht, daß ich mir irgendwann noch mehr gefallen lassen würde.

    Damals habe ich diese Beziehung sofort beendet, ich hatte zwar arge Probleme damit, das Erlebte zu verarbeiten und mich wieder auf etwas neues einzulassen, aber ich habe immer gedacht, daß ich mich sofort trennen könnte, wenn ich das Gefühl hätte in einer Beziehung nicht geachtet zu werden.

    Mittlerweile weiß ich es besser und habe sehr viele Grenzen überschreiten lassen.

    Das ist für mich eigentlich das Schwierigste an unserer Situation, zu verarbeiten, daß ich offenbar doch nicht so stark bin, wie ich immer dachte.

    Aus dem Tag ohne Alkohol ist leider doch nichts geworden.

    Mein Mann hat gestern gesehen, daß ich hier im Forum gelesen habe und hat daraufhin aus trotz eine Flasche Bier getrunken, weil ich ihm nicht sagen wollte, was ich hier tue.

    Später als die Mädels im Bett waren, haben wir uns darüber unterhalten und ich habe ihm gesagt, daß ich davon ausgegangen bin, daß von ihm eine negative Reaktion kommen würde.
    Die kam ja auch im ersten Moment:" Mußt Du Deinen Seelenquatsch da ausbreiten!"

    Ich habe ihm gesagt, daß ich doch irgendwo hinmuß, mit meinen Gedanken, daß ich ja sonst keine Möglichkeit habe mit irgendjemanden zu sprechen.

    Er hätte mir doch versprochen, daß er sich jetzt unter Kontrolle hätte und er könne nicht verstehen, warum ich mich nicht einfach wieder normal verhalten würde, ich würde mich da total hineinsteigern.

    Darrauf habe ich ihm gesagt, daß ich das auch weiß und ich mich gerade deswegen hier angemeldet habe, damit mir jemand helfen kann meine Gefühle und Gedanken zu ordnen.

    Er hält weiter daran fest, daß er kein Alkoholproblem hat, ich würde mit Gewalt versuchen ihm das zu unterstellen.
    Ich habe von ihm einen Beweis verlangt, habe ihm gesagt, ich hätte Angst, daß wir wieder dahin kommen, wo wir im Dezember waren und ich solange er mir nicht das Gegenteil beweist, ich nicht alleine auf seine Versprechungen vertrauen kann.

    Hallo Xenica,

    Ich wollte Dir gestern abend schon antworten, aber da ist mein Mann dazu gekommen und hat gesehen, was ich hier mache. Danach war wieder erst einmal Gesprächsbedarf, also habe ich meine Antwort aufgeschoben.

    Zu Deinem Kommentar, daß Du nicht bei einem Mann bleiben würdest, dessen Nähe Du nicht ertragen könntest:
    Genau deswegen, weil ich mich da und in vielen anderen Punkten selber nicht vertehen kann, bin ich hier gelandet.

    Genau, wie Du kann ich mit Menschen, die mir gegenüber sitzen nicht über meine Gefühle und Gedanken reden.

    Ich habe eine Bekannte mit der ich mich über meine Probleme zum Teil austausche, aber wirklich kann ich mich mit ihr nicht austauschen, weil ich, wie gesagt, nicht so offen reden kann.

    Das es soweit gekommen ist, daß ich manchmal das Gefühl habe, seine Nähe nicht mehr ertragen zu können,ist, auch wenn sich das jetzt blöd anhört, wirklich wohl meine Schuld.

    Ich habe dummerweise das Problem, daß ich nicht nein sagen kann, und in diesem Punkt kann ich ihm wohl nur den Vorwurf machen, daß er diese Situation ausgenutzt hat.

    Ich bin bei ihm geblieben weil wir vorher 15 sehr gute Jahre hatten und er in dieser Zeit, vor allem in der Anfangszeit, sehr viel Einfühlungsvermögen gezeigt hat.
    Dieser plötzliche Umschwung in seinem Verhalten hat mich dermaßen geschockt, daß ich lange Zeit eigentlich gar keinen klaren Gedanken fassen konnte.
    Ich habe sehr lange alle Fehler bei mir gesehen, unter anderem auch den oben genannten.
    Für ihn habe ich immer die Entschuldigung gehabt, daß er extrem unter Streß steht und ich ihm nicht die Ehefrau seine könnte, die ich sein müßte.

    Erst als er im letzten Jahr sehr lange krankgeschrieben war und sich trotzdem nicht wieder änderte, habe ich bei den Gesprächen mit meiner Bekannten, seinen Alkoholkonsum angesprochen. Und die hat daraufhin von Sucht gesprochen.
    Bis zu diesem Gespräch, das war im Oktober bin ich garnicht auf die Idee gekommen.

    Seitdem fahren meine Gefühle erst richtig Achterbahn.
    Als ich dann im Dezember endlich mit ihm reden konnte und er mir versprochen hat, daß er alles verstanden hat, und es nie wieder vorkommen würde, habe ich ihm geglaubt und ihm diese Chance gegeben.

    Auch danach habe ich die Probleme dann wieder bei mir gesehen:
    Warum kann ich mich ihm gegenüber nicht wieder so offen verhalten?
    Warum richte ich mich immer noch nach seinen Wünschen?
    Warum gebe ich immer wieder nach?
    Warum kann ich nicht für mich und meine Bedürfnisse einstehen?

    Ich habe mich in diesem Forum eingelockt, um mich über das Thema Alkoholismus zu informieren und habe eine Antwort auf meine Fragen bekommen.

    Nachdem ich die Antwort erhalten habe, habe ich mich besser gefühlt, ich habe mich wohl irgendwie damit abgefunden, daß mein Verhalten irgendwie ok. ist und bin dadurch erst mal etwas zur Ruhe gekommen.

    Im Moment befinde ich mich wohl an dem Punkt, abzuwägen, was ich für die Zukunft will und was ich tun muß oder brauche, um eine Entscheidung zu treffen.

    Mein Verstand sagt mir etwas ganz anderes als meine Gefühle. Und auch mein Verstand fährt genauso Achterbahn wie meine Gefühle.

    Irgendwie ändert sich alles bei mir teilweise von einer Minute auf die andere. Der kleinste Anlass schmeißt meine Stimmung über den Haufen. Das ist ein Gefühle, als wenn jemand von hinten kommt und Dir die Beine weghaut. Du liegst plötzlich und weißt garnicht warum.


    Daß Du Deinen Mut zusammen genommen hast und zu der Selbsthilfegruppe gegangen bist finde ich toll, mach weiter so.

    ganz liebe Grüße

    Neraa

    Hi,

    Ich hab´ grad die ganze Zeit bei den erwachsenen Kindern gelesen. Ich wollte mich nach den Auswirkungen für meine Mädels erkundigen.

    Ich denke, daß mit der Selbsthilfegruppe ist eine tolle Idee.

    Mir hilft es schon sehr, hier zu lesen und sich mit anderen Auszutauschen, die meine Gefühle und Gedanken verstehen können.

    Den Kopf meines Mannes auf den Schoß nehmen fällt mir im Moment nicht unbedingt ein. In den letzten zwei Jahren ist bei uns so einiges passiert, daß ich manchesmal meine, ich könnte seine Nähe nicht mehr ertragen.

    Schüchtern bin ich eigentlich auch, aber mit viel Übung kann man lernen, daß zu überwinden. Ich bin gelernte Erzieherin und während meiner Ausbildung habe ich gelernt ganz offen auf andere zuzugehen. Das fällt mir zwar nicht immer leicht, aber es gibt Leute, je nach dem wodurch ich mit Ihnen Kontakt habe, die würden mich nie für Schüchtern halten.

    Bei mir kommt das ganz auf die Situation an.

    Ich muß jetzt raus ( Essen machen)

    LG

    Neraa

    Hi, Xenica,

    Ich habe mir gerade Deinen Thread durchgelesen.

    Die Sache mit dem Seelentröster kann ich nachvollziehen.

    Wenn ich mich ganz schlecht gefühlt habe, habe ich mir auch ein oder zwei Cola-Korn getrunken.
    Mittlerweile mache ich das allerdings nicht mehr, weil ich dann meistens total die Kontrolle über mich verloren habe, und das hat mir dann irgendwann Angst gemacht.

    Ich trinke mittlerweile eigentlich garkeinen Alkohol mehr.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    L.G. Neraa

    Ps. Aus dem gemütlichen Abend gestern ist doch nichts geworden, mein Mann ist auf dem Sofa eingeschlafen bevor die Mädels im Bett waren.
    Aber es war ein entspannter Abend!

    Hallo Mauve,

    Der Abend gestern war sehr entspannend, wie ich Dir geschrieben habe, ist mein Mann zwar erst eingeschlafen, aber kurz nach meiner Antwort bei Dir doch wieder wach geworden ( Da liegt der Unterschied zwischen nüchtern und ange- bzw. betrunken).

    Meine Hoffnung auf eine Einsicht bei Ihm, habe ich allerdings heute morgen wieder aufgegeben.
    Er hat sich beim Einkaufen schon wieder nach neuen Biersorten umgesehen. ( Naja, so groß war die Hoffnung allerdings auch nicht)

    Vielleicht bemüht er sich aber doch mal ein paar Tage ohne auszukommen.
    Meine winzige Hoffnung liegt ja eher darin, daß er Entzugserscheinungen bekommt und dann einsieht, daß er ein Problem hat.

    Im Dezember hat er auch mal gut eine Woche keinen Alkohol getrunken, da hatte er, zumindest für mich zu sehen, deutliche Entzugserscheinungen, seine Hände haben gezittert und er war sehr nervös und aufgewühlt. Allerdings hat er diese Nervosität auf meine Anschuldigung geschoben. Meine Vorwürfe damals, hätten ihn schwer getroffen.

    L.G

    Liebe Mauve,

    Das mein Mann abends einschäft passiert in der Frühschicht häufiger, also geh ich das gelassen an.

    Ich freue mich einfach darüber, daß es guter Abend war.

    Die Sache mit dem Rauchen muß ich mir merken, davon möchte ich auch noch loskommen, das ist meine Sucht Nr.2

    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende genieße die zeit mit Deinem Sohn.

    Liebe Grüße

    Hallo Mauve,

    Ich habe gerade Deine netten Worte in meinem Thread gelesen.

    Mein Mann ist leider doch schon eingeschlafen.
    Aber tretzdem freue ich mich, daß unse Gespräch zumindest heute eine Einsicht gebracht hat.

    Freust Du Dich auf Deinen Sohn?

    Nach dem was ich bisher hier gelesen habe, gebe ich Dir Recht.
    Aber auch ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß mein Mann zu den gehört, die es einsehen.

    Darum werde ich jetzt den laptop ausmachen.
    Mein Schwager ist gerade gegangen und jetzt möchte ich mit ihm auf jeden Fall diesen Abend genießen an dem er offenbar nicht trinkt.

    Ich wünsche auch Dir einen schönen Abend

    Liebe Grüße

    Neraa

    ja, das kann ich nachvollziehen.

    ich habe meinem Mann gestern auch an seine Schwester und den Mann seiner anderen Schwester erinnert und an seine Kommentare zu deren Verhalten.
    Auch die beiden sind alkohliker.

    Mein Schwager ist einige Jahre älter als mein Mann, so daß mein Mann eigentlich schon von Kind an ein bißchen davon mitbekommen hat, wie sich die Beziehung mit einem Alkohliker verhält.
    Auch seine Schwester hat einiges mit ihrem Mann erlebt.

    Liebe Xenica,

    Ich hab´es bisher meistens mit logischen Argumenten versucht.
    Mein Versuch gestern scheint zumindest doch ein Nachdenken bei ihm ausgelöst zu haben.
    Heute Abend hat er zum Essen wenigstens kein Bier getrunken, und das obwohl mein Schwager da ist, und der hat eins getrunken.

    Mal sehen ob es ein wirkliches Einsehen ist.

    Hallo Xenica,

    Ich fange auch langsam an zu begreifen, daß ich offensichtlich so viel reden kann, wie ich will.

    Liebe Mauve,

    ich habe Dir gerade in meinem Thread geantwortet.

    Dein um Himmelswillen NEIN hat mich richtig zusammenzucken lassen.

    Aber wie ich schon sagte, ich kann es selber nicht verstehen, warum meine Gefühle offensichtlich meinen Verstand außer Kraft setzen.

    Liebe Grüße

    Liebe Mauve,

    Heute morgen als ich Dir geschrieben habe, fühlte ich mich noch richtig gut, aber mittlerweile ist meine Stimmung leider umgekippt. Und das obwohl ich den ganzen Vormittag in der Schule meiner Kleinen abgelenkt war.
    Mit einm Mal, in einer ruhigen Minute ist meine Stimmung komplett umgeschwungen.

    Und jetzt graust es mir schon wieder vor dem Wochenende.
    Wie ist seine Laune, wenn er gleich nachhause kommt?
    Bleibt es bei ruhigen Gesprächen, oder gibt es doch wieder Ärger?

    Alleine das sagt doch eigentlich schon alles!

    Er hat gestern Abend ganz ruhig mit mir geredet, er hatte nichts getrunken und trotzdem zieht sich bei mir im Moment alles zusammen.

    Warum kann ich ihm das nicht verständlich machen?

    Und was viel wichtiger ist, warum kann ich nicht einfach denken:"Dann lass ihn doch, pack Deine Sachen und geh´!"

    Das ist wohl das größte Problem, warum kann ich meine eigenen Gefühle nicht kontrollieren?
    Ich treibe einfach ziellos hin und her, und bekomme wegen so einem Mist Panikattaken.

    Ich versteh mich selber nicht.

    Liebe Grüße und Dir ein sehr schönes Wochenende
    Neraa

    Hallo Kaltblut,

    Wie das Problem zu beheben ist?

    Da bin ich mir eigentlich auch nicht sicher.
    Auch ich denke einerseits, daß ich das Problem bin, weil ich es nicht schaffen kann, darrauf zu vertrauen, daß es keine Attaken mehr von seiner Seite gegen mich gibt.

    Aber so lange er weiter wie selbstverstädlich sein Bier trinkt, kann ich das nicht, auch wenn es jetz schon seit Monaten gutgegangen ist.

    Also wird das Problem wohl nur zu beheben sein, wenn ich darrauf vertrauen kann, daß er sich nicht merhr so besäuft.

    L.G.
    Neraa

    Liebe Mauve,

    gerade eben habe ich Dir in Deinem Thread geantwortet.

    Ja, das Gefühl zusammen zu brechen hatte ich schon, im Moment habe ich mich zumindest Gedanklich von meinem Mann abgegrenzt.

    Während des Gesprächs gestern Abend, habe ich ihm gesagt, daß ich nicht beabsichtige den Rest meines Lebens mit einem Alkoholiker zu verbringen.

    Ich habe ihm ganz klar gesagt, daß ich ihn für einen Alkoholiker halte.
    Er hat es natürlich wieder abgestritten.
    Darrauf hin habe ich ihm gesagt, daß ich ein Beweis dafür möchte, daß er Tagelang, mindestens eine Woche mal keinen Alkohol trinken soll und mir sagen soll, wie er sich damit fühlt.

    Er mit mir anschließend mehr oder weniger gesagt, daß wenn ich mit seiner Vorliebe zum Bier nicht leben kann, wir dann wohl sehen müßten, wie es weitergeht. Worauf ich gesagt habe, daß ich auf keinen Fall damit Leben will, daß ihm das Bier offensichtlich wichtiger ist, als ich.

    Wir sind dann zu keinem Ergebnis mehr gekommen und er ist dann ins Bett gegangen.

    Ich fühlte mich während des gesamten Gespräches recht gut, ich ziemlich gelassen.

    Was mich allerdings dann doch getroffen hat ist, daß ich ihn nicht mal eine 1/4 Stunde später laut schnarchen gehört habe.
    Anscheinend hat ihn unser Gespräch nicht weiter bewegt.

    Das tut irgendwie ganz schön weh!

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag

    liebe Grüße
    Neraa

    Hallo Mauve,

    Was einen Entzug angeht kann, ich leider noch nicht mitreden, ich denke so weit sind wir noch lange nicht, daß habe ich gerade gestern Abend wieder festgestellt.

    Mein Mann sieht seinen Alkoholkonsum nicht als Problem. In seiner Denkweise bin ich das Problem.

    Deine Anmerkung mit dem Vertrauen hat mich heute morgen angesprochen.

    Auch ich habe mich heute nacht gefragt, ob man je wieder ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

    Auch daß mit dem Verstehen kann ich gut nachvollziehen, ich kann meinen Mann auch verstehen, warum er trinkt und daß es ihm sicherlich nicht leicht fallen wird, damit aufzuhören.
    Ich rauche und habe schon so meine Erfahrungen gemacht, wie schwer es mir fällt das sein zu lassen.

    Was mich allerdings verletzt ist, daß mein Mann offensichtlich nicht verstehen kann, wie es mir damit geht.

    Ich hoffe Dein Mann hält an seinem Entschluß fest.
    Und mit Deinem Sohn wünsche ich Dir alles Gute.

    Liebe Grüße
    Neraa

    Hallo Thelma,

    Ich habe gerade in Deinem Thread weitergelesen.
    Du hast mir ja schon geschrieben, daß es zur Zeit gut bei Euch klappt und das freut mich riesig für Euch.

    Ich hatte gerade heute Abend wieder ein Gespräch mit meinem Mann.
    Dabei hat er mir vorgeworfen, ich würde ihn ja garnicht mehr an mich ran lassen und ihm daher gar keine richtige Chance geben.

    Kann man nach solchen Erlebnissen, gerade wenn man, so wie Du, das alles so lange mitgemacht hat, wirklich wieder darrauf vertrauen, daß es nicht wieder passiert und wieder ganz locker, so wie früher mit einander umgehen, und den Partner wieder ganz offen an sich heranlassen?
    Sich wieder ganz frei in der Beziehung verhalten, ohne daß man das Gefühl hat, daß es irgendwie nicht stimmig ist?

    Kann man wirklich diese Chance, die man meint zu geben auch selber umsetzen?