Beiträge von HansHa

    Zitat von silberkralle

    wills wirklich nur wissen ?


    Bleibt meine ernsthafte Frage: WOZU? Möchtest Du auch wissen, wer in Sachsen von einer Mücke gestochen wird?
    Ich für meinen Teil halte mich aus solchen Diskussionen immer raus. Wie sagte meine Oma schon: "Erwecke keine Gefühle, die Du nicht befriedigen kannst."

    Zitat von silberkralle

    kannst du dazu mal was schreiben (bin nich neugierig - wills nur genau wissen)


    Hallo silberkralle,

    höre ich da Interesse an einer Ersatzdroge heraus? :P
    In meinem erweiterten Bekanntenkreis ist jemand, der immer noch behauptet trockener Alkoholiker zu sein. Der hat nach langer Trockenheit angefangen solch Zeug zu rauchen und knallt sich regelmäßig damit weg.

    Schönen Tag noch

    Zitat von FrankyFresh

    ich kann jetzt einfach nicht 2-4 Monate fehlen.
    Ich will meinen Arbeitsplatz nicht gefährden

    Hallo,

    als doch ein Hintertürchen gefunden? Das war dann wohl nichts mit den Vorsätzen.
    Was nutzt Dir der Arbeitslatz, wenn Du ihn wegen Suff sowieso los wirst?

    Schönen Tag noch

    Zitat von Rollo36

    Mit dem (angstmachenden?,erdrückenden?) aber doch wohl festen Vorsatz, diesmal nichts zu rauchen.
    Auch nicht nächstes Mal.


    Hallo,

    auch wenn es klappen sollte, es auszuhalten kein Suchtmittel zu Dir zu nehmen. Ein Rückfall ist ein Rückfall, ist ein Rückfall, bleibt ein Rückfall....
    Für mich würde das bedeuten, dass ich mir Hilfe holen muss.

    Schönen Tag noch

    Zitat von Pittchen

    :lol::lol::lol: Booor HansHa! :wink:
    ... aber heftig lachen musste ich!!

    Hallo,

    so war das nicht gedacht, aber, wie ich schon geschrieben habe, das musste mal raus. Mir war lange, bevor ich trocken geworden bin, klar, dass ich Alkoholiker bin und hatte mir auch ein umfangreiches Wissen über Sucht und Suchtverläufe angeeignet. Es hat dann noch sehr lange gebraucht, bis ich dies auch verinnerlichen und umsetzen konnte. Die kleinen und großen Hinweise in meinem Umfeld haben einen großen Beitrag dazu geleistet. Auch wenn es manchmal in meinen Augen nicht passte, hat es doch Wirkung gezeigt. Die Ei-Ei-Fraktion hat mich im Gegensatz dazu noch in meinem süchtigen Handeln bestärkt.
    Also noch mal: Mein Beitrag ist auf keinen Fall als persönlicher Angriff zu sehen oder sollte jemanden der Lächerlichkeit preisgeben, aber als Denkanstoß war es schon gemeint.

    Schönen Tag noch

    Zitat von FrankyFresh

    mein Termin bei der Suchtambulanz, da bin ich schon gespannt, wie meine Rückfälle aufgearbeitet werden.LG Franky

    Hallo,

    so richtig kapiert hast Du es immer noch nicht? Schreib doch eine Postkarte, dann können die mit dem Aufarbeiten schon mal anfangen.
    So, das musste jetzt mal raus.

    Schönen Tag noch

    Zitat von FrankyFresh

    vielleicht war ich wirklich noch nie so r i c h ti g trocken, weil ich ja immer irgendwann wieder ''umgefallen'' bin und ein Quartalssäufer bin auf jeden Fall.


    Hallo,

    nur mal zur Begriffsklärung: Nach einhelliger Meinung von den meisten Fachleuten für Sucht gibt es so etwas wie einen "Quartalssäufer" nicht. Das ist bloß eine Form der Sucht und beschreibt einen nassen Alkoholiker, der es "schafft" Trinkpausen zu machen. Warum auch immer.
    Deshalb ist das keine "bessere Form" der Sucht.

    Schönen Tag noch

    Hallo,

    wenn Du was aufmunterndes brauchst, dann lese doch mal dort nach: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic20135.html :idea:
    Bei mir war es auch so. Ich konnte mich zuerst auch so lange wehren. Dann wurden die Pausen immer kürzer, bis ich gar nicht mehr Ohne konnte. Da war es dann Zeit fürs Umdenken und einschneidende Maßnahmen. Ich habe es nicht mehr geschafft, alleine zu entgiften und bin ins Krankenhaus gegangen. Wie gefährlich das ist, wirst Du ja selber wissen. Aber so lange keine Elefantenherde durch das Schlafzimmer getrampelt ist, wollte ich es nicht glauben.

    Schönen Tag noch

    PS: Ich möchte Dich noch für Deine Ehrlichkeit loben, aber hier im Forum ist das ja eigentlich anonym. Vielleicht ist es ja als erster Schritt zu sehen.

    Zitat von murmeltier

    ich habe Angst alles verkehrt zu machen und nicht mehr umkehren zu können - und ich schäme mich so und habe Angst nochmehr an Würde und mein Gesicht zu verlieren.


    Immer daran denken: So lange wir trocken sind, haben wir schon 51% im Sack. Wir müssen nur dafür sorgen, dass wir trocken bleiben.
    Und das Gesicht? Was passiert damit, wenn Du trinkst?

    Zitat von murmeltier

    in bin unsicher ob und wie ich das alleine alles schaffen kann.


    Das ist verständlich und geht wohl jedem so, der sein Leben ändern will. Aber was nutzen Änderungen auf einer anderen Ebene, wie Ernährungsumstellung und Sport, wenn diese nicht auf einem sicheren Fundament, nämlich der Trockenheit, stehen. Und diese nach einem Rückfall wieder rückgängig gemacht werden.
    Ich stelle mir seit meiner Trockenlegung immer vor, dass es da einen "kleinen Mann", Suchtgedächtnis bzw. Unterbewusstsein, in meinem Kopf gibt, der mich wieder zum Trinken überreden will. Da ich schlau bin, versucht er schlauer zu sein und mich mit verschiedenen Strategien davon abzuhalten, trocken zu bleiben. Als einfachstes Beispiel kann z. B. der Appetit auf alkoholische Getränke genannt werden. Aber da das Suchtgedächnis durch jahrelanges Training entstanden ist, beeinflusst es auch unser Denken und unsere Gefühle und wir müssen erst wieder lernen, was für uns gut ist. Da muss uns geholfen werden und wir müssen diese Hilfe auch annehmen.

    Hallo,

    meine Priorität ist das ich trocken bin. Wenn ich wieder trinke, kann ich alles andere (Arbeit, Katze) auch vergessen. Also nehme ich jedes Angebot an, das mich in meiner Trockenheit weiter bringt.

    Schönen Tag noch

    Zitat von murmeltier

    die Alternative wäre Frauenhaus/Sozialwohnanlage und damit sozialer Abstieg.


    Hallo,

    die Alternative zu was? Weitersaufen und dann doch absteigen oder sogar daran sterben? Du befindest Dich in einer Situation, in der es eigentlich gar nicht möglich ist, trocken zu werden und der Rückfall vorprogrammiert ist. Im Moment hälst Du das Nichttrinken einfach nur aus.
    Ich musste mich am Anfang meiner Trockenheit auch entscheiden, wo ich meine Prioritäten setze. Meine oberste Priorität ist es trocken zu leben. Ich habe in der Vergangenheit alles dafür getan und werde es weiterhin so halten. Wenn ich wieder trinke, kann ich alles andere vergessen, also muss ich dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt.

    Schönen Tag noch

    Zitat von espoir


    Doch, das tust du.
    Du enthältst dich automatisch, wenn du etwas nicht tust, was du doch jederzeit tun könntest.

    Wenn ich das tun würde, hätte ich eine Trinkpause, in der ich es aushalte nicht oder wenig zu trinken. Das habe ich früher in meiner nassen Zeit oft gemacht, z. B. in Situationen bei denen ich physisch oder psychisch unter Druck stand, auch manchmal über mehrere Wochen. War die Situation überwunden, habe ich wieder zum Suchtmittel gegriffen. Jetzt gehört Alkohol nicht mehr zu meinem Leben und ich erwäge nicht irgendwann noch mal zur Flasche zu greifen. Natürlich sind da die Gedanken, die mir das Suchtgedächtnis einbläst. Aber ich habe mich davor ergeben und wehre mich nicht. Denn wer kämpfen muss, wird auch irgend wann verlieren.
    Ich kenne also den Unterschied. Deshalb finde ich den Begriff "Abstinenz" nicht zutreffend. Außerdem beschreibt er ja auch den Kampf zu widerstehen und dadurch eine Sieg zu erringen. Aus der Verwendung des Begriffs in anderen Zusammenhängen und der Geschichte, können sich falsche Deutungen über den Weg eines trockenen Süchtigen ergeben, die ich nicht weitergeben möchte. Der Priester kann Tischler werden, heiraten und Kinder bekommen. Also von einer normalen anerkannten sozialen Struktur in eine andere gehen. Kann ich das unter der Droge auch?

    Zitat von espoir

    Ich finde nicht, dass dieser Aspekt aus der Bedeutung "sich fernhalten" hervorgeht, denn das Wort beschreibt nur die Handlung, nicht aber die Konsequenz bei Unterlassung.


    Genau, es beschreibt die Handlung der Unterlassung. Aber ich unterlasse nicht, ich lebe damit. Darauf will ich eigentlich hinaus.

    Zitat von espoir

    Und so wie ich Bianca verstanden habe, ist das Jonglieren mit Fachbegriffen auch nicht gerade hilfreich für sie. Aber trotzdem Danke für den Gedankenaustausch mit dir! :D


    Auch wenn ich wahrscheinlich den Unterschied hier nicht rational rüber bringen kann, ist er bei mir auf der Gefühlsebene vorhanden. Am Anfang meiner Trockenlegung habe ich das auch nicht begriffen.

    Schönen Tag noch

    Zitat von espoir

    "sich enthalten, fernbleiben"

    Und da liegt der Hase begraben, ich enthalte mich nicht. Ich lebe ohne Alkohol. Und ich verzichte nicht freiwillig oder aus anderen Gründen. Ich bin süchtig und muss einen dauerhaften Weg finden, ohne Alkohol zu leben.
    Abstinenz bedeutet, dass mir nichts passieren kann, wenn ich diese breche.
    Um Deinen Vergleich heran zu ziehen: Muss ein Mönch immer weiter machen, wenn er seine Abstinenz gebrochen hat? Ein "Ausrutscher" kann für uns tödlich sein.

    Zitat von bibo614

    Was muss ich grundlegend verändern, um dauerhaft abstinent leben zu können?


    Hallo,

    eigentlich ist es ganz einfach. Du willst nicht mehr trinken. Dann muss Deine oberste Priorität sein, es nicht zu tun. D. h. dass alles Andere untergeordnet wird.
    Bei mir war und ist es so. Es war der einzige Weg, den ich gehen konnte. Natürlich "normalisiert" sich das Leben wieder, wenn die Trockenheit zur "Gewohnheit" wird und andere Inhalte gewinnen wieder größeren Einfluß. Aber die Trockenheit bleibt immer die Basis und die bringe ich nicht in Gefahr.

    Schönen Tag noch

    PS: Abstinent bedeutet einen zeitweisen Verzicht. Dies ist nicht das richtige Wort, um die Trockenheit zu beschreiben.

    Zitat von silberkralle

    ^ :arrow: entscheide mit deiner frau wies weitergeht - es wird das richtige sein :!:


    Ich will ja nicht bestreiten, dass Frau auch Ihre Meinung dazu sagen darf. Aber letztlich ist dies die Entscheidung des Süchtigen. Wenn er nicht unterstützt wird oder werden kann, muss wieder die Prioritätenliste entscheiden.

    Zitat von hanson

    Im Moment sehe ich es so, dass ich lieber auf die Therapie verzichte, wenn die RV ihre Meinung nicht ändert.


    Hallo,

    wenn ich so denken würde, müsste ich mich fragen, wo meine Prioritäten liegen. Ist mir meine Trockenheit wichtiger oder höre ich auf mein Suchtgedächtnis, welches mir schon wieder das Hintertürchen zeigen will.

    Zitat von hanson

    Wozu geben Arzt und Therapeutin denn überhaupt ein Empfehlung für ein ambulante Therapie ab, wenn ein Aktenschieber bei der RV sich nicht darum schert?


    Was macht Dich so sicher, welche Empfehlung die abgegeben haben?

    Zitat von hanson

    Die Probleme die ich mit Arbeit und Beziehung habe kann ich hier besser angehen. Die übrigen Probleme lassen sich ambulant (fast) genauso gut lösen.


    Das kannst Du nach so kurzer Trockenheit wissen und entscheiden?

    Schönen Tag noch