Zitat von Karsten
Nicht unbedingt als Suchtverlagerung, sondern eher als missionieren.
Ist für mich der gleiche Prozess, eben der Hang zu allen Extremen. Mag auch was damit zu tun haben, dass irgendwo das schlechte Gewissen nagt und ich deswegen unterbewusst von mir ablenken will. Ich finde, dass daran gut zu erkennen ist, ob ich meine Sucht wirklich angenommen habe und mich mit mir beschäftige, um etwas zu ändern. Ich kann zwar durch das aufmerksame Beobachten des Umfeldes lernen, wenn ich aber neu erworbene Erkenntnisse unbedingt auf Andere übertragen will, obwohl sie noch nicht wirklich bestätigt sind oder nur einen Teil treffen, dann bringt das nicht für alle Beteiligten.
Andererseits kann ich nur durch Beteiligung lernen. Und deshalb finde ich die Regeln für SHG's wichtig. Vor allem bei mir zu bleiben, also von mir und meinen Gefühlen zu reden und das auch zum Ausdruck zu bringen. Beispiel: Statt zu sagen "Du darfst keinen Alkohol zu Hause haben." einfach "Ich halte mich an die Grundregel und habe keinen Alkohol zu Hause." Das bringt mich selbst und vielleicht auch den/die Gegenüber weiter. Auf Leute, die aus einer SHG eine Bühne für sich selbst machen, habe ich keine Lust und brauche sie auch nicht begleiten.