Beiträge von inga

    Hallo Ho-Chi,

    ich habe ein paar Packungen Taschentücher mitgebracht, hoffe sie reichen.

    Er hat es wieder geschafft, Dich runter zu ziehen, Dich zu benutzen. Es gibt nur zwei Wege, entweder er merkt es selbst nicht (weil er nasser Alkoholiker ist) oder er macht es mit Absicht, um Dich dadurch zu verletzen. (Meiner tat es mit Absicht, er brauchte es, weil er von allen nur für seine bloße Anwesenheit angehimmelt werden wollte. Andere haben ihn nie interessiert.) Er stellt Anforderungen an Dich. Eine Beziehung sollte aus einem ausgewogenem gegenseitigen Geben und Nehmen bestehen, er nimmt und was Du von ihm bekommst, hast Du selbst bereits beantwortet. Ist das Liebe?

    Du möchtest wissen, weshalb er auf Dir herumhackt: Du läßt es mit Dir machen und er braucht gerade ein solches Gegenüber. Nicht böse sein, ich (und viele andere auch) mußten es erst für sich selbst erkennen, daß es so ist. Zu jeder Sache gehören immer zwei, einer der es macht und einer der es machen läßt.

    Zitat von Ho-Chi

    Ich kann nicht:
    -darauf schliessen dass er mich anziehend und schön findet.
    -davon ausgehen dass er mich gern an seiner Seite hat
    -mir sicher sein, dass er mich toll

    Findest Du Dich selbst anziehend und schön?
    Hast Du ihn denn gern an Deiner Seite?
    Findest Du Dich toll?

    Warum tust Du Dir das an?

    Die restlichen Taschentücher lasse ich da und wünsche Dir eine gute Nacht,

    lg inga

    Hallo Ho-Chi,

    Zitat von Ho-Chi

    Aber ein ständiges "Hoch" und ständige vollkommene Aufmerksamkeit kann man von seinem Partner wohl nicht erwarten!


    Von Dir selbst auch nicht, denn das führt zu, na die Antwort kannst Du Dir mittlerweile schon selbst geben.

    Zitat von Ho-Chi

    Ich persönlich kann zB gar nicht mit schlechten Phasen einer Beziehung umgehen


    Nimm es als Ansatz, zu lernen, damit umzugehen. Es bringt Dir nur Vorteile.

    Zitat von Ho-Chi

    Auch mal schlechte Wochen, Streitigkeiten oder Vorwürfe ertragen zu können, ohne dass ich mich selbst anzweifel, das wünsche ich mir!


    Wenn ich mir was wünsche, schnappe ich meine beiden Hunde und suche ganz bestimmte Plätze auf, zwei davon sind an einem Teich mit großen Hängeweiden und jeweils einer Bank darunter, die anderen an einem Bach mit großen Steinen am Ufer. Da kann ich so richtig meinen Wünschen freien Lauf lassen. Die Wünsche werden immer stärker und die Umsetzung fällt leichter, weil ich mich intensiv damit befasse.

    Zitat von Ho-Chi

    Aber leider trage ich so etwas wie eine dauerhafte "Schuld" mit mir herum,


    Such die Ursache Deiner dauerhaften Schuld, dann kannst Du sie auch beseitigen.

    Zitat von Ho-Chi

    Nein, ich möchte gerne "glückliche Situationen erzeugen", damit ich etwas spüre!


    Radio, Fernseher, Telefon, Klingel aus, bequem hinsetzen oder hinlegen und Deinem eigenem Atem zuhören. Die Gedanken, die kommen einfach nur kommen und gehen lassen, ich habe meinen teils sehr aufdringlichen Gedanken immer gesagt "jetzt nicht, kommt nachher oder morgen wieder", irgendwann konnte ich meinen eigenen Atem sogar ungestört spüren. Das wäre für Dich vielleicht auch ein Anfang, damit Du Dich selbst spüren kannst, unabhängig von anderen. Auch oder gerade das ist Glück. Bei mir funktioniert es.

    lg inga

    Hallo Verzweifelte,

    und nun? Geahnt hast Du es ja schon irgendwie, daß es vielleicht nicht gut gehen könnte.

    Zitat von Verzweifelte

    Und es ärgert mich, dass ich mich überhaupt darüber ärgere.....

    Mir fällt dazu ein Spruch ein, den ich sehr mag, weil er mich bei Ärger auf den Boden der Tatsachen zurückholt: Der Ärger ist ein dummes Vieh, er frißt stets Dich, den Anlaß nie. Denk mal drüber nach. Ruh Dich nicht darauf aus, Dich zu ärgern. Ich schubs Dich mal in eine Richtung: Du hast gestern einen ruhigen Abend verbracht, einen Abend ohne Belastung. Was Dein Mann getan hat, weißt Du auch. ER weiß, was Du von seinem Akoholkonsum denkst. Heute früh kam von ihm wieder ein ich liebe dich. Könnte das (nur so eventuell vielleicht) von ihm Manipulation sein, damit Du bleibst und weiter nichts unternimmst?

    Worüber ich bei Dir auch stolpere: Du scheinst zu denken, daß nur die psychische Abhängigkeit nicht so schlimm sei wie die physische (körperliche) Abhängigkeit, bzw. beide zusammen. Abhängig ist abhängig und trocken werden und bleiben beginnt im Kopf.

    Ihr wollt eine Familie gründen. Hast Du Dir das richtig überlegt?

    Leg Dir einen Plan B zurecht. Das Gespräch mit der Ärztin ist nicht so gelaufen, weil er nicht ehrlich war, beim Gespräch mit seinem Bruder bei den Eltern gab es auch Alkohol. Hat also nicht funktioniert. Und nun? Wie wäre es, die Fitneßabende auszubauen, weitere Aktivitäten wie eine Therapie oder eine reale SHG für Angehörige...

    lg inga

    Hallo Joanne,

    ich mach jetzt mal das Schlußlicht:

    Alles Gute zum Geburtstag!

    Fehler sind dazu da, daß sie gemacht werden, um daraus zu lernen. Es klingt so, daß Euch beiden die ganze Tragweite des Alkoholmißbrauchs noch gar nicht richtig und voll bewußt ist, ich kann mich aber auch irren. Ich würde an Eurer Stelle beschließen, in Zukunft keinen Alkohol mehr im Haus zu haben und sämtliche Feiern als alkoholfrei zu deklarieren. Aber von Euch beiden aus. Wobei ich noch einen kleinen Hintergedanken habe: nicht daß Dein Mann Dir diese beiden Gläschen an einem eventuellen Rückfall wieder "aufs Butterbrot schmiert", um ein Alibi zu haben.

    Ich wünsche Dir für morgen, daß sich beim Termin Dein gutes Gefühl vom Telefongespräch bestätigt und danach weitere folgen.

    lg inga

    Hallo Ho-Chi,

    eine etwaige Trennung wäre nur die Konsequenz, es verlangt niemand. Warum sollte denn jemand, der sich selbst liebt, unbedingt mit jedem zusammen sein wollen? Derjenige hat dann das Selbstbewußtsein, entweder allein zu sein (weil er mit sich selbst klar kommt) oder mit einem Patner zu leben, der auch zu ihm paßt.

    Gegensätze ziehen sich an. Das geht zeitweise gut, dann entpuppen sich die Gegensätze als Hindernis. In gut funktionierenden Beziehungen sind sich beide ziemlich ähnlich.

    In meinem Bekanntenkreis gibt es einige (zugegeben wenige) seit Jahrzehnten funktionierende Ehen. Da haben die Ehepartner ähnliche Interessen und auch ähnliche Einstellungen zum Leben. Wenn es dort Streit gibt, gibt es auch einmal ein "reinigendes Gewitter" zum klären.

    Als ich meinen Ex kennenlernte, hat er mir etwas vorgespielt und vorgelogen, weil er genau wußte, daß wir ansonsten nie zusammengekommen wären. Er würde sonst nie eine anständige Partnerin finden und er kann nicht alleine sein, weil er sich selbst nicht leiden kann. Das hat er mir selbst mal gesagt. Die Trennung ist mir schwergefallen, weil ich erst begreifen mußte, wer er wirklich ist.

    Beispielsweise hat er mir zu Anfang weisgemacht, daß er Hunde und Kinder mögen, ja sogar lieben würde. Als wir fest zusammen waren, hat er immer wieder verlangt, ich solle meine Hunde abschaffen (schließlich seien die ja schon etwas älter, da wäre es doch beim TA kein Problem, daß ...) und meine Tochter sollte ich ins Kinderheim geben. Grund? Er haßt Kinder und Hunde! Hätte er mir das gleich zu Anfang gesagt, wären wir nie zusammen gekommen und mir wären viele Tränen erspart geblieben. Jetzt wiederhole ich Deine Aussage: "wenn man sich selbst liebt, kann man mit jedem zusammen sein." Kann man das wirklich?

    Ich werde mich nie wegen eines Partners von meinem Kind oder Hund (zur Zeit zwei) trennen. Mich gibt es nur mit Kind und Hund.

    Aber:

    Ein nasser Alkoholiker denkt ebenfalls so: Er liebt seinen Alkohol und wird sich in den wenigsten Fällen für einen Partner vom Alkohol trennen. Ihn gibt es nur mit Alkohol.

    lg inga

    Hallo Ho-Chi,

    Du hast einen kleinen Denkfehler, der mir ins Auge stach:

    Zitat von Ho-Chi

    Aber hat jemand ähnliche Erfahrungen mit diesen Partytrinkern,
    denen man so schwer was nachsagen kann, weil es ja heute alle tun...

    alle? Ich trinke keinen Alk, weil ich ihn nicht mag und ich kenne auf Anhieb weitere 10 Menschen, die ebenfalls keinen trinken. Damit nimmst Du sein Trinkverhalten in Schutz, da es ja so viele tun. Also gibst Du ihm sogar noch Recht, daß es doch gar nicht schlimm ist, ist doch scheinbar Normalität. Damit ist ausgeschlossen, daß er ein Problem haben könnte. Oder doch nicht? Nur weil viele etwas tun, muß es noch lange nicht gut oder richtig sein.

    Zitat von Ho-Chi

    Wenn er sein Leben so verbringen will...ok...

    Dann laß ihn doch und mach Dir keine Gedanken mehr darüber. Es ist sein Leben. Mit seinen (Trink-)Freunden ist er stark und Du stehst allein. Allein gegen viele, wie mag das wohl ausgehen...

    lg inga

    Hallo Ho-Chi,

    ich glaube kaum, daß er mit Dir Schluß macht. Meine Erfahrung mit nassen Alkoholikern ist eher das Gegenteil: klammern. Ich habe bei Euch das Gefühl, er braucht Dich: als Sündenbock, jemand dem er die Schuld geben kann. Beispiel?: Du würdest ihm seine Freiheit rauben.

    (Ich hoffe, Du konntest heute noch etwas arbeiten. Wenn man etwas schafft, fühlt man sich gleich besser, stimmt´s?)

    lg inga

    Hallo Verzweifelte,

    solange es unseren Partnern noch vermeintlich gut geht, werden sie sich nicht freiwillig mit diesem Thema auseinandersetzen. Sie sehen einfach keinen Grund, etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Bis es ihnen richtig dreckig geht, selbst dann schaffen es aber auch noch nicht alle etwas zu ändern.

    Bei mir und meinem Ex war es auch so, daß er bei dem Thema über seinen Alkoholkonsum abblockte und auch total ausrasten konnte, bei dem Thema Alkoholkonsum anderer lief er zur Hochform auf, weil er damit "zeigen" konnte, daß es bei ihm doch ganz harmlos sei und alle anderen viel schlimmer sind. Mir wurde immer als schlechte Eigenschaft vorgehalten, daß ich keinen Alkohol trinke (ich mag es nicht). Ich habe dann das Thema außen vor gelassen und er hatte seinen Willen: in Ruhe trinken (oder besser saufen?).

    Willst Du wirklich alles durchstehen?

    lg inga

    Hallo SAD,

    dieses vermissen und an ihn denken ist doch ganz normal. Es wird weniger werden und weniger wehtun. Er scheint die Trennungen nicht ganz so schmerzhaft zu sehen.

    Jemanden so nehmen wie er ist, gehört aus meiner heutigen Sicht dazu, um eine gute Partnerschaft zu leben. Aber von beiden Seiten. Wenn ich von meinem Gegenüber erwarte, daß er/sie mich so nimmt wie ich bin, dann muß ich mein Gegenüber ebenfalls so nehmen wie er/sie ist. Sonst funktioniert es nicht. (Ich selbst arbeite noch daran, meine Gegenüber so zu nehmen wie er/sie sind. Bei meinen Freunden klappt es ganz gut, bei Beziehungen weiß ich es noch nicht. Ist halt nicht leicht.)

    Grüß Dein Kätzchen

    lg inga

    Hallo SAD,

    allein sein können heißt mit sich selber klar kommen. Sich selber lieben mit allen Stärken und Schwächen, egal was die anderen sagen oder meinen. Sein eigenes Leben leben und nicht das der Nachbarn. Du mußt auch niemand anderem gerecht werden als Dir selbst. Dafür kannst Du Dir Hilfe holen.

    Du hast etwas ganz wertvolles: eine Freundin! Im Frühjahr des letzten Jahres habe ich eine langjährige sehr gute Freundin plötzlich verloren. Von heute auf morgen. Sie war mit ihrem Lebensgefährten mehr als 30 Jahre zusammen. Plötzlich stand ihr Partner allein da. Er ist in Therapie, ohne Hilfe hätte er es nicht verkraftet, denn bisher war er in seinem Leben nie allein gewesen. Jetzt mußte er und er kann es. Ich will darauf hinaus, daß es mit Hilfe möglich ist, soetwas zu schaffen.

    Meine bisherigen Beziehungen bestanden immer aus sogenannten "Problemfällen", da waren Drogenabhängige, Kettenraucher, Narzißten, Alkoholiker. Meine letzte Beziehung war jemand mit Borderline und Mehrfachsüchten (Alkohol, Drogen,Tabletten,Spielsucht, Kettenraucher, S**sucht ). Ich bin damals böse auf die Schnauze gefallen und wollte mich nicht trennen, damit ich ja nicht allein bin. Unter dem Deckmantel der Liebe wird oft Schindluder getrieben. Ich wollte so normal sein wie fast alle anderen, die hatten und haben schließlich Partner. Was ich in meinem Leben verdrängt hatte: viele haben zwar einen Partner, sind aber ziemlich unglücklich. Meine letzte Beziehung mußte mir wahrscheinlich so passieren, damit ich endlich aufwache. Ich bin aufgewacht.

    Du schaffst das auch! Ganz sicher!

    lg inga

    Hallo SAD,

    wenn Dir zum Weinen ist, tu es! Laß die Tränen laufen! (Ich habe damals bloß bei dem Gedanken schon geheult wie ein Schloßhund, nach der Trennung waren es noch viel mehr Tränen, zum Glück gibt es Taschentücher.)

    Zitat von SAD

    ich war schon immer schwach.

    Schwach ist relativ. Was eine Schwäche ist, ist immer Ansichtssache. Schreib es Dir ganz konkret und ganau auf, vielleicht siehst Du darin sogar etwas wie Stärke, aus einem anderen Blickwinkel gesehen.

    Zitat von SAD

    Fühle mich alleine einfach nicht komplett.

    Was fehlt Dir, damit Du komplett bist? Drüber nachdenken und aufschreiben, damit Du das auch vor Dir siehst, das Geschriebene kann sich nicht verflüchtigen wie die Gedanken (die kommen und gehen wie sie lustig sind, Geschriebenes ist standhaft).

    Zitat von SAD

    und mit lieben männern kann ich komischerweise nichts anfangen... gibt da schon einige, die mir die sterne vom himmel holen würden... mein ziel ist es glücklich zu werden...

    Warum nicht? Sind sie Dir zu ähnlich, weil Du auch lieb bist oder suchst Du Dir Problemmänner weil Du selber Probleme hast und vielleicht wegläufst?

    Zitat von SAD

    wir waren ja schon 3 monate getrennt ohne jeglichen kontakt.

    Wie war die Zeit? Was hast Du getan? Ich bin jetzt mehr als ein Jahr getrennt und seitdem allein, ganz ohne Beziehung. Es ist schön. Ich habe Zeit für mich, ich habe nur noch den üblichen Streß, muß nicht mehr auf Hochtouren laufen, weil ich beispielsweise nicht mehr auf meine Wortwahl aufpassen muß, damit er nicht ausrastet, kann nachts durchschlafen....

    Zitat von SAD

    auf der einen seite weiß er, was er für ein bockmist macht

    Weiß er das WIRKLICH? Sieht er es auch als Bockmist an? Du kannst nicht in ihn hineinsehen, Du kennst nicht seine wahren Gedanken.

    Zitat von SAD

    er ist heute 36 geworden. er lebt schon immer so.

    Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts mehr ändern, ihm scheint das Leben so zu gefallen.

    Zitat von SAD

    ich wünschte mir so sehr dass alles irgendwann gut wird.

    Das wünsche ich Dir auch. Denk darüber nach, was Du unter gut verstehst. Im Moment ist es das nicht. Wenn es einem gut gehen soll, kann man das niemals an einem anderen Menschen festmachen, gut gehen geht nur mit sich alleine.

    lg inga

    Hallo Mathilda,

    ein richtig und ein falsch in dem Sinne gibt es nicht, es ist immer eine Sache des Betrachtens. Was für Dich richtig ist, kann für mich (und andere) als Außenstehende falsch sein und umgekehrt. Auch wenn sich die Schicksale gleichen, so ist doch jede Beziehung auf ihre Art individuell. So gut wie alle haben erst alles getan, um eine Trennung zu vermeiden. Bei den allermeisten kam es im Endeffekt dann doch zur Trennung. Nicht bei allen.

    Zitat von Mathilda

    Und etwas Glück noch dazu, dass alle, die WOLLEN, es auch schaffen

    Du hast das Glück mit ihm reden zu können. Ist auch nicht bei allen möglich (gewesen). Leider ist es meistens aber so, daß nur einer will, der Coabhängige. Wenn der andere auch wollte, wäre es kein nasser Alkoholiker/in mehr. Dann würde er/sie ernsthaft dagegen etwas tun. Von sich aus, aus eigenem Antrieb und für sich selbst, also sich selbst zuliebe.

    Zitat von Mathilda

    Verstehen kann ich das nicht.

    Stück(chen) für Stück(chen) kommt das Verstehen. Weil ich damals, als ich herkam, auch nichts verstanden habe, aber verstehen wollte, habe ich viel auf der "anderen Seite" bei den trockenen Alkoholikern gelesen. Etliches ist mir klar geworden. Auch bei Dir wird dieses Verstehen noch kommen. (Nicht den Mut verlieren, wenn es länger dauert.)

    lg inga

    Hallo Peter,

    Zitat von Peter

    man lebe nicht in der vergangenheit. dies mag einer meiner fehler sein. aber es ist herrlich bequem, in die vergangenheit zu schauen, das waren realtitäten,

    Das würde ich gar nicht als Fehler ansehen, in der Vergangenheit hängen und kleben bleiben schon. Ihr wart lange Zeit zusammen, da ist es ganz normal über vergangene Zeiten nachzudenken. So findest Du heraus, was Du in Deiner neuen Beziehung eventuell vermeiden könntest.
    Als ich mich getrennt hatte, habe ich viel an unsere gemeinsame Zeit gedacht, obwohl er gleich eine Neue hatte (sie war schon während unserer Beziehung da, habe ich aber erst später mitbekommen). Ich habe es leichter und besser ertragen, als ich merkte, daß beide besser zusammen passen als wir. Ich mag gar keinen Alkohol, er schmeckt mir nicht und ich mag den Geruch nicht. Seine Neue liebt Alkohol und in der Verwandtschaft finden viele "feuchtfröhliche Familienfeiern" statt. Paßt doch.

    Zitat von Peter

    die schau in die zukunft ist schwerer, das sind träume. das wird leicht zu hokus pokus oder was auch immer.

    Darüber nachdenken, wie es in Zukunft weiter gehen könnte, sind auch Träume und kein Hokuspokus. So weiß ich mittlerweile genau, was ich von eine eventuellen Partnerschaft erwarten würde. (Im Moment will ich keine, zur Zeit ist mir das Alleinsein lieber.)

    Zitat von Peter

    um es klarzustellen: ich bin froh, dass sie ausgezogen ist. sehr froh. seit dieser zeit geht es mir besser, deutlich besser. aber kennst du nicht auch phasen, an denen du sagt: da war das und das.

    Das wird im Laufe der Zeit seltener und man sieht es später auch in einem anderen Licht.

    Zitat von Peter

    wie ist es bei dir s** und alk.?
    eine partnerschaft ist sicher nicht nur s**. aber ich finde es gehört dazu.
    viele schreiben, durch den alk geht die lust zurück und stirbt ab. ein erste warnzeichen !

    Find ich auch, daß S** zu einer gesunden Partnerschaft dazu gehört. Es gibt aber auch die gegenteilige Tatsache, daß Alk die Lust steigert. Mein Ex wollte mehrmals täglich. Es hat nur nicht immer so funktioniert, wie er es gerne wollte. Da konnte er dann schon ziemlich ausfallend werden, da die Ursache dafür niemals bei ihm und an seinem Alkoholpegel lag.

    lg inga

    Hallo Mathilda,

    ich kann es nur wiederholen: informiere Dich über dieses Thema, frage, frage, frage, zieh Deine Schlüsse daraus. Wie diese Schlüsse für Dich persönlich aussehen, liegt bei Dir. Wenn ich das Wissen, welches ich jetzt über Alkohol und Co habe (ist noch lange nicht vollständig), damals als meinen Ex-Freund kennenlernte gehabt hätte, wäre ich diese Beziehung damals nie eingegangen.

    lg inga

    Der totale Kontaktabbruch ist für meine Begriffe ein Schritt nach der Trennung, aber erst, wenn man den Gedanken abgelegt hat, daß etwas Schlimmes passiert sein könnte und man helfen kann/muß/will. Ich denke, von dem Gedanken muß man sich erst wirklich lösen.

    Gleich nach der Trennung konnte ich es auch noch nicht, dann habe ich die SMS gelesen und nicht mehr darauf reagiert und dann war ich (allerdings Wochen später) soweit, alles ungelesen zu löschen. Schließlich habe ich seineTelefonnummmer sperren lassen. Der totale Kontaktabbruch scheint zum Prozess dazu zugehören.

    lg inga

    Hallo Fatima,

    Schritt für Schritt wird erst ein Weg draus. Egal wie groß oder klein die Schritte sind.

    Du hast doch ein klares Ziel vor Augen, Du willst das Leben mit Alk, Drogen und Co nicht mehr, Du bist schon ein ganzes Stück voran gekommen und hast festgestellt, daß Dir dieses neue Leben gefällt. Find ich gut.

    Die Sorge um Deinen Mann kann ich verstehen. Da sind viele Parallelen zu meinem EX. Am Anfang war es ganz schlimm. Viele Monate lang. Irgendwann hat es bei mir klick gemacht und ich habe auch vom Herzen her begriffen, was mein Kopf schon lange wußte: Solange wie seine Eltern und anderen Verwandten leben, wird er seinen Tiefpunkt nicht erreichen. Sie geben ihm Geld zum Leben, zahlen seine Rechnungen und er kann bei Bedarf in der kleinen Einliegerwohnung bei seinen Eltern leben. Für die Erkenntnis habe ich lange gebraucht, weit über unsere Trennung hinaus.

    Mach weiter so. In bezug auf Deine Kinder kann ich FüreinenFreund voll zustimmen. (Das umsetzen fällt mir auch nicht unbedingt leicht.)

    lg inga

    Hallo Sonnenblümchen,

    Ging mir auch so, mein Kopf war schneller als das Herz. Als ich hier ins Forum fand, hab ich zuerst eigentlich beim Lesen schnell begriffen, daß ich ihm nicht helfen kann. Bis zur Trennung sind noch Monate vergangen, dann aber für ihn abrupt. Alle Sachen zurückgegeben und kein Kontakt mehr. Er wußte natürlich nicht, weshalb Schluß war, das konnte mein Ex sich übrigens bei keiner seiner Ex-Frauen erklären. An ihm lag (und liegt) es natürlich nicht.

    Ich habe dann aber noch weitere Monate gebraucht, um selbst damit fertig zu werden. Ich habe mich in eines meiner sehr sehr vernachlässigten Hobbys regelrecht reingekniet, so als wollte ich alles das, was ich versäumt hatte nachholen (war vielleicht eine Art Suchtverlagerung meinerseits, hat sich aber jetzt auf ein normales Maß eingepegelt).

    Wirst sehen, am Ende ist aus dem Sonnenblümchen eine Sonnenblume geworden, ich seh Dich schon leuchten.

    lg inga

    Hallo Joanne,

    ich glaube, erst wenn sie selber erkennen und begreifen, daß sie sich damit selbst belügen werden sie fähig sein, etwas gegen ihre Krankheit zu tun. (Bei meinem Ex habe ich diese Hoffnung mittlerweile aufgegeben, ich bin überzeugt, mein Ex wird sich totsaufen.)

    lg inga

    Hallo Nicole,

    von dem nüchternen Mann, den Du liebst, wird immer weniger übrig bleiben und der trinkende Mann, den Du haßt, wird immer stärker. Willst Du dann mit Deinen Kindern ständig auf der Flucht vor ihm sein?

    lg inga