Beiträge von hanson

    Danke Nele. :D

    Da fremde Zitate nicht erwünscht sind, gebe ich es noch mal eigenen Worten wieder.

    Die RV hat den telefonisch zugesagten Wechsel zu einer stationären Therapie nach erneuter medizinischer Prüfung widerrufen, da nach den ihnen vorliegenden medizinischen Unterlagen und nach dem Sozialbericht eine ambulante Entwöhnungsbehandlung nicht ausreichend sei.

    LG Thorsten.

    Moin zusammen,

    letzte Woche ging es mir richtig gut. Die Aussicht auf meine Therapie hat mich beflügelt, ohne dass ich euphorisch wurde. Ich habe mich einfach darüber gefreut, dass ich weitere Hilfe für mich und meine Trockenheit bekomme.

    Leider sieht die RV das anders. Es geht jetzt erstmal in die 2. Runde, die RV gibt nicht auf....Ich aber auch nicht.

    Zitat von Rentenversicherung


    Umstellungswunsch

    bitte keine fremden E-Mails oder Briefe einkopieren, danke

    Aha!

    Mein Arzt weiß von nichts, er hat meinen Antrag befürwortet und hat keine entsprechenden Unterlagen an die RV geschickt. Er will sich bei der RV nach den medizinischen Gründen für die Ablehnung erkundigen.

    Meine Therapeutin ist entsetzt und aufgeregter als ich selbst. Sie hat den Sozialbericht erstellt, eine ambulante Therapie befürwortet und sagt: "gerade der Sozialbericht spricht für eine ambulante Therapie".
    Sie wird mit der RV reden.

    Beide wollen mir beim Widerspruch helfen, wenn sie mehr Informationen von der RV haben!

    Die einzigen, die meinen Antrag "sabotiert" haben könnten, ist die Entgiftungsklinik. Aber in deren Arztbrief steht auch nichts von einer stationären Therapie. Einen Sozialbericht können die eigentlich auch nicht erstellt haben, da wir nur sehr flüchtig über meine Probleme und soziale Situation geredet haben.
    Mein Arzt will auch mit denen reden und meine Krankenakte anfordern.
    Ich hatte in der Klinik keine Entzugserscheinungen, habe mich kooperativ verhalten und an Therapieangeboten aktiv teilgenommen, kam mit Personal und Mitpatienten gut klar.

    Ich versteh die Welt nicht mehr.....bleibe aber ruhig, sammel erstmal die nötigen Informationen und werde dann Widerspruch einlegen. Falls der abgelehnt wird mache ich mir Gedanken, wie ich darauf reagieren werde.....

    Das "gestern-heute-morgen" von den AA hilft mir dabei mich nicht verrückt zu machen. Ich muß und kann es heute nicht entscheiden, also warum soll ich mir heute den Kopf zerbrechen? Das Gelassenheitsgebet ist für mich auch hilfreich.
    Dies ist eine Sache, die ich ändern kann und ich habe den Mut, die Kraft und den Willen das zu ändern.

    Morgen habe ich einen Termin bei der Therapeutin. Wir wollen schon mal mit dem Widerspruch anfangen. Hoffentlich hat der Arzt bis dahin auch schon Ergebnisse.


    Heute bin ich 3 Monate und einen Tag trocken! Morgen sind es schon 3 Monate und 2 Tage. :D
    Ich bin ein wenig stolz auf mich, dass ich das geschafft habe. Und ich finde ich habe es gut geschafft.

    Ich wünsch Euch einen Guten Rutsch und ein trockenes Sylvester,
    Thorsten.

    Moin,
    so nach 1,5h extremetelefoniering mit DRV und Diakonie die neusten Infos....

    Die DRV Bund hatte meinen Antrag nicht genehmigt, da sie angeblich keinen Belegungsvertrag mit der gewünschten Einrichtung hat. Nach intensivem Forschen, haben sie ihren Irrtum erkannt und sich entschuldigt.

    Mein Antrag wird also wie gewünscht genehmigt.

    :D:D

    LG,
    ein erleichterter Thorsten. :D

    Bei manchen hört es sich so an, als ob ich den Sinn einer Therapie bezweifeln würde.
    Das ist nicht so, ich will doch eine Therapie machen, ich will mich ändern (bin ja schon dabei), ich will lernen besser mit dem Leben zurecht zukommen.
    Aber es geht um mein Leben, meine Trockenheit, meine Gefühle. Gerne nehme ich dabei Rat, Hilfe und Erfahrungen von anderen an. Wenn ich aber vor 2 Alternativen stehe, die beide möglich sind und die beide von Fachleuten geraten werden, und beide Alternativen schon Süchtigen geholfen haben....dann muss ich am Ende doch selber entscheiden, denn 2-teilen kann ich mich nicht. Es geht um MICH!

    Oih da habe ja jetzt einiges zu beantworten....dies erscheint mir erstmal am wichtigsten, zu sein.

    Zitat von MrHardcore

    und da frage ich mich schon, wer den nun eher in der lage ist, den sinn oder unsinn einer solchen massnahme zu beurteilen: der suchtkranke, der (meistens jedenfalls) noch gedanklich in seinem suchtverhalten verstrickt ist oder derjenige, der als therapeut/arzt/psychologe/usw den suchtkranken erst mal vor sich hat und mit der notwendigen erfahrung an die materie herangeht?

    Eben das meine auch. Darum habe ich habe die Entscheidung zu einer ambulanten Therapie zusammen mit dem Arzt der Entgiftungsklinik, meinem Hausarzt und meiner Therapeutin getroffen. Alle drei sind der Ansicht, dass das ein für mich gangbarer Weg ist.
    Ich kenne meinen Patientenbrief von der Klinik, ich habe gelesen was mein Hausarzt in den Antrag geschrieben hat, und ich habe vor 3 Tagen mit meiner Therapeutin über die Therapie gesprochen.
    Nirgends war eine Empfehlung für eine stationäre Therapie! Woher weiß der Bearbeiter bei der RV mehr über mich als die drei zusammen? (es kann natürlich sein dass die drei mich angelogen haben und der RV was anderes erzählt haben...aber der Gedanke wäre leicht paranoid)

    Die Begründung der RV beruht auch nicht darauf, dass sie der Meinung sind die stationäre Therapie ist besser für mich. Vielmehr berufen sie sich darauf, dass es andere Einrichtungen gibt, die genauso geeignet sind, und die RV somit die Einrichtung bestimmen kann.

    Moin

    Zitat

    Es ist ja schon weit weg,klar.Aber ausser dem Weg dahin und dem Weg nach Hause hast Du Ruhe und Zeit,Dich ganz Deiner Therapie zu widmen.


    Ich möchte mich gar nicht ganz der Therapie widmen. Ich möchte mich dem Leben ohne Käseglocke widmen, und die Therapie soll mich dabei begleiten und unterstützen.
    Die Enfernung ist ja nicht so sehr das Problem. Ich hätte direkt nach der Entgiftung in eine stationäre Kllinik hier in der Gegend gehen können, habe mich aber nach Rücksprache mit Therapeutin und meiner Frau für eine ambulante Therapie entschieden und meine Planung darauf ausgerichtet.
    Die Probleme die ich mit Arbeit und Beziehung habe kann ich hier besser angehen. Die übrigen Probleme lassen sich ambulant (fast) genauso gut lösen. Wozu geben Arzt und Therapeutin denn überhaupt ein Empfehlung für ein ambulante Therapie ab, wenn ein Aktenschieber bei der RV sich nicht darum schert?

    4 Monate stationär würden das, was ich in letzter Zeit erreicht habe über den Haufen werfen. Zudem sehe ich dabei meine Ehe gefährdet, da die Partnerarbeit dadurch ausbleiben würde.

    Ich werde das ganze in Ruhe mit meiner Frau, der Therapeutin und in der SHG besprechen, bevor ich mich entscheide. Im Moment sehe ich es so, dass ich lieber auf die Therapie verzichte, wenn die RV ihre Meinung nicht ändert.

    Die Klinik macht übrigends einen guten Eindruck. Brunnen-Klinik in Horn-Bad Meinberg. In Horn war ich mal auf Klassenfahrt.

    LG Thorsten

    Moin,

    ...tja...

    die letzten Wochen ging es Schritt für Schritt voran. Alles nur kleine Schritte, aber mir geht es gut, meine Ziele werden klarer, und ich sehe Perspektiven für mich. Ich steuer langsam aber zielstrebig darauf zu und nehme die nötigen Hilfen dankbar an.
    Natürlich gabs auch kleine Rückschläge und kritische Situationen, die ich aber gut bewältigt habe (finde ich zumindest).

    Heute dann aber ein MEGA-RÜCKSCHLAG......
    Post von der Rentenversicherung. Meine ambulante Therapie an meinem Wohnort ist abgelehnt, sie wollen stationär 400km weiter weg therapieren....

    Natürlich kommt so eine besch***** Meldung am Wochenende, damit ich erstmal 2 unruhuge Tage habe, bis ich mit meinem Arzt bzw. mit meiner Therapeutin darüber sprechen kann. Meine Frau ist dies Wochende auch nicht da...toll...schei**e...

    Bringt ein Widerspruch gegen den Bescheid etwas? Ich glaube nicht, dass ich eine stationäre Therapie machen werde.

    betrübte Grüße, Thorsten.

    Mönsch Martin antworte doch nicht so schnell ;) , ich schreib doch grade noch am Nachtrag:

    Vor meiner Entfgiftung war ich schon beim Arbeitsamt und war ehrlich. Das Ergebnis war: erstmal clean werden, und dann eine Aktivierungs- und Orientierungs Maßnahme. Das hörte sich ganz gut an.

    Nach der Entgiftung war ich wieder da, anderer Mitarbeiter. Ich war wieder ehrlich. Der Mitarbeiter meinte die AOM greift zu kurz, wollte gleich ärztliche und Psychologische Gutachten und sonstigen Zinnober machen, faselte von Umschulung und und und.
    Wozu das Alles. Außer dem Alkoholismus bin ich gesund, und habe keinen Bock auf so einen Aufstand.

    Jetzt hat das Arbeitsamt festgestellt, dass es nicht für mich zuständig ist, und mich zu einem anderen verwiesen. Der Alkoholismus steht meines Wissens nicht in den Akten, ich könnte also mit einer neuen Strategie bei Null anfangen....mit dem Alkohol, kann ich zwar meine lange Auszeit gut erklären, aber eigentlich geht das den Bearbeiter auch nicht an.

    Ich werde das heute Abend auch in meiner SHG ansprechen.....


    :evil:

    Zitat

    Es liegt ein technisches Problem vor. Das Formular muss leider noch einmal ausgefüllt und abgeschickt werden. Vielen Dank.

    :evil:

    Moin,
    ich bin seit einigen Jahren Hausmann und beziehe kein Geld vom Arbeitsamt.
    Jetzt da ich trocken bin, will ich auch das Thema Arbeit verstärkt angehen.

    Ich frage mich grade, wie ich beim Arbeitsamt mit meiner Krankheit umgehen soll. Bestimmte Programme für Alkoholiker gibt es ja soweit ich weiß nicht.

    Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Arbeitsamt? Hat es Vorteile, wenn man dem Arbeitsamt gegenüber ehrlich ist, oder kann das zum Eigentor werden? Wahrscheinlich hängt es auch stark vom Sachbearbeiter und von einem selbst ab....trotzdem interessieren mich Eure Meinungen dazu.

    LG Thorsten (7 Wochen trocken :) )

    Moin,
    ich bin mal wieder da.

    Inzwischen habe ich 2 weitere SHG besucht, die mir beide gefallen haben. In der einen sind die meisten schon ewig trocken, so dass Alk kaum noch ein Thema ist und mehr über Probleme des Alltags gesprochen wird.
    Die andere Gruppe ist was die trockene Zeit angeht wesentlich gemischter. Es waren auch 2 dabei, die grade einen Rückfall hatten, das war natürlich erstmal das Hauptthema, aber der Alltgag mit seinen Tücken kam auch nicht zu kurz.
    Ich glaube die 2. Gruppe bringt mir im Moment mehr, aber ich geh auch noch mal zur anderen Gruppe und schau mir evtl. 1-2 SHG mehr an. Haupptsache ich verzettel mich dabei nicht.

    Da mir bei der Entgiftung das Entspannungstraining, Körperwahrnehmung und Rückenschule gut gefallen und geholfen hat, habe ich jetzt einen QiGong-Kurs angefangen. Das ist diese chinesesische Mischung aus Bewegung und Meditation, die helfen soll Geist und Körper in Einklang zu bringen.
    Viel habe ich dabei noch nicht gelernt, aber ich mach täglich ein paar Übungen und habe das Gefühl, dass ich dadurch ruhiger und ausgeglichener werde.

    Gestern rief noch ein Bekannter an, den ich bei der Entgiftung kennengelernt habe. Eigentlich wollte er eine stationäre Langzeittherapie machen, aber die wurde nicht genehmigt. Das ist sehr schade für ihn, aber er schafft es bestimmt auch so.
    Für mich ist das ganz gut (wie egoistisch), da er in der Klinik zu meinen Hauptgesprächspartner gehörte. Wie hatten viele für beide ergiebige Gespräche, so dass wir Adressen und Tel.Nr. getauscht haben. Er wohnt ja nur ein paar km entfernt. :D

    LG + gut N8,
    Thorsten.

    Zitat von kawi

    wie war beim Doc?


    Langweilig! Der Doc kann mir im Moment eh nicht helfen. Ich brauchte nur das Attest für den REHA Antrag und eine Überweisung zum Augenarzt.

    Gleich düse ich noch zur SHG vom Blauen Kreuz. Hoffentlich gefällt es mir da besser als bei den AA. Das war irgendwie nicht so mein Geschmack...

    Gruß hanson

    Moin @all,
    danke für das herzliche Willkommen :) und das, obwohl ich ganz vergessen habe überhaupt hallo zu sagen :oops: .

    Da ich meine Gedanken und Gefühle momentan noch nicht so recht in Einklang bringen kann, kümmer mich erstmal verstärkt um den Körper. Bewegung, Ernährung, Entspannungstraining, etc.
    Während der Entgiftung habe ich körperlich ziemlich abgebaut.

    @Substantiv: Die Therapie mache ich bei der Therapeutin, die mich auch bisher betreut hat. Das hat in meinen Augen den Vorteil, dass wir nicht wieder bei Null anfangen müssen, und sie mich auch nass kennt und somit meine Änderungen besser beurteilen kann.

    So, jetzt muss ich erstmal zum Doc.

    LG hanson.

    Sorry mir fiel kein passender Threadtitel ein.

    Tja, jetzt bin ich also auch hier, Karsten hat mich freigeschaltet. Im Vorstellungsbereich kennen mich schon einige, aber da kann ja nicht jeder lesen. Also hier nochmal:

    Ich (45) trinke schon lange zu viel, aber in den letzten 2 Jahren nahm es Überhand. Da es mir psychisch und physisch immer schlechter ging, habe ich den Weg zur Suchtberatung gesucht und gefunden.
    Die Therapeutin konnte mich dann in einigen Gesprächen von der Notwendigkeit einer Entgiftung überzeugen.
    Die Entgiftung habe ich ohne Entzugserscheinungen überstanden. Medikamente bekam ich nur am ersten Tag, da mein Blutdruck rasant am steigen war.

    Jetzt bin ich seit 6 Tagen wieder in "Freiheit" ;) und muß mich der Realität stellen. Die ersten Tage ging es mir nicht so gut, ich war recht verwirrt und auch körperlich irgendwie matschig. Komisch in der Klinik ging es mir besser.

    Diese Woche war ich bei der Therapeutin und wir haben den Antrag auf eine ambulante Therapie fertig gemacht, das Attest vom Arzt fehlt noch. Dann war ich noch bei einer SHG und der Vorbereitungsgruppe zur Therapie. Andere SHG werde ich mir in den nächsten Tagen ansehen.
    Einigen Papierkram habe ich aufgearbeitet, etwas im Garten gemacht, Strandspaziergänge....aber die meiste Zeit verbringe ich momentan mit Grübeln und hier lesen.

    Ein paar gefährliche Situationen konnte/musste ich auch bewältigen.

    Heute habe meiner Mutter von der Krankheit erzählt und noch lange mit Ihr darüber geredet. Danach ging es mir richtig gut. :)

    So, das war's erstmal, bis bald.

    LG hanson.