Beiträge von Nisa.K.

    Guten Tag, ich habe Deine Zeilen gelesen und dachte sofort an meinen Schwiegerpapa der sich regelrecht totgesoffen hat. Nein, man kann nichts tun, auch ihr nicht, wenn die Mama oder eben damals der Schwiegerpapa nicht wollen. Man kann nur aufpassen dass man selbst nicht unter die Räder kommt. Ich weiss das denn ich stand kurz davor ebenso zu werden - private Probleme ...

    Du musst dich auf deine Prüfung konzentrieren. Also geh der Mama am besten aus dem Weg. Ich weiss das ist schwer, also bleib in deiner Wohnung und versuche dich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

    Ich drücke dir die Daumen!

    Liebe Grüße von Nisa

    ich meine die Kraft solchen Dingen zu widerstehen und nicht erneut anzufangen. Die soll irgendwie "vererbt" sein ... wie sonst wäre es zu erklären dass manche rauchen, aufhören und das wars und manche - wie ich :( - noch nach 10! Jahren Apptit ab und an auf Zigaretten haben. So ist es vielleicht auch beim Alkohol. Natürlich spricht das nicht von der persönlichen Verantwortung frei - aber irgendwie scheint es dem einen leichter zu fallen als dem anderen ...

    Zitat von silberkralle

    glück auf

    ich halt das ^ fürn groben irrtum + fürn wiederspruch ansich
    ich bin davon überzeugt dass die eigene sucht voraussetzung fürn suchtgedächtnis is
    ne üble angewohnheit kann (meiner meinung nach) nich vererbt werden - die muss man sich angewöhnen + die darf man sich auch wieder abgewöhnen

    :D
    matthias

    Hat mir die Therapeutin erzählt

    Zitat von Nisa.K.

    hier ist gerade eine interessante Frage aufgetaucht. Kann Alkoholismus vererbt werden? Das denke ich auch nicht, aber es ist schon die Frage inwieweit es vererbt ist ob man Nein sagen kann wenn man einmal aufgehört hat zu trinken - oder zu rauchen.

    Das Suchtgedächtnis, das wird bestimmt vererbt. Ich zum Beispiel habe ein sehr gutes Suchtgedächtnis - leider. Ich habe vor 10 Jahren aufgehört Kette zu rauchen und habe heute noch Appetit :( auf Zigaretten

    Mein Mann hat aufgehört zu rauchen - durch die Krebserkrankung, merkwürdigerweise fiel ihm das gar nicht schwer - aber da beide Eltern getrunken haben, kämpft er mit dem Alkohol. Ich hoffe er ist trocken und abstinent. Ich könnte es aber nicht beschwören.

    Ich selbst (Mutter von erwachsenen Kindern) trinke keinen Schluck seit Jahren - ich habe ein wenig Angst dass ich es mir angewöhnen würde wie damals die Zigaretten ...

    Oh ja, das Suchtgedächtnis ist ganz bestimmt Teil der vererbten üblen Angewohnheiten.

    Habe ich vergessen hinzuzuschreiben: Es fällt mir natürlich überhaupt nicht schwer auf Alk zu verzichte, ich mache mir nichts daraus und er schmeckt auch nicht. Den letzten habe ich vor etwa 4 oder 5 Jahren getrunken.

    hier ist gerade eine interessante Frage aufgetaucht. Kann Alkoholismus vererbt werden? Das denke ich auch nicht, aber es ist schon die Frage inwieweit es vererbt ist ob man Nein sagen kann wenn man einmal aufgehört hat zu trinken - oder zu rauchen.

    Das Suchtgedächtnis, das wird bestimmt vererbt. Ich zum Beispiel habe ein sehr gutes Suchtgedächtnis - leider. Ich habe vor 10 Jahren aufgehört Kette zu rauchen und habe heute noch Appetit :( auf Zigaretten

    Mein Mann hat aufgehört zu rauchen - durch die Krebserkrankung, merkwürdigerweise fiel ihm das gar nicht schwer - aber da beide Eltern getrunken haben, kämpft er mit dem Alkohol. Ich hoffe er ist trocken und abstinent. Ich könnte es aber nicht beschwören.

    Ich selbst (Mutter von erwachsenen Kindern) trinke keinen Schluck seit Jahren - ich habe ein wenig Angst dass ich es mir angewöhnen würde wie damals die Zigaretten ...

    Oh ja, das Suchtgedächtnis ist ganz bestimmt Teil der vererbten üblen Angewohnheiten.

    Und wieder sind einige Monate vergangen. Ich habe ja nun, auch durch dies Hilfe dieses Forums, obwohl ich nicht oft hier bin, aber einiges gelesen habe, den Entschluss gefasst mich zumindest als Co abzunabeln. Ich denke das ist mir zum Teil gelungen. Ich kontrolliere keine Rucksäcke mehr, ich schnuppere nicht mehr und ich gehe nicht mehr gucken wenn er sagt dass er im Haus etwas zu tun hat. Ganz bin ich nicht überzeugt dass er trocken ist. Die vielen Jahre währenden Lügen und Geschichten von ihm kann ich nicht wegstecken als wäre nichts gewesen.

    Wo soll auch das Vertrauen herkommen - so, nun schreibe ich darüber und schon fange ich wieder an zu weinen.

    Aber egal, jedenfalls geht er jetzt in eine SHG aber ich selbst kann mir die Frage nicht beantworten: Kann man erkennen ob jemand heimlich trinkt? Diese Frage konnte ich mir noch nicht beantworte - leider hat mein Mann mich zu oft belogen. Aber ich bin auf einem guten Weg denn ich kann etwas gelassener damit umgehen, ich schreie nicht mehr rum und ich kontrolliere nicht mehr. Die Therapeutin meines Mann es hat gesagt, ich sollte wohl auch besser zu ihr zu einem oder mehreren Gesprächen kommen, vielleicht werde ich das mal tun.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag :)

    Liebe Butterfly, du bist ein Co. Ebenso wie Dein Mann. Ihr macht euch kaputt. Es ist nicht schön von der Nachbarin aber es ist wie bei uns damals gewesen als ich die Verkäuferin eines kleinen Ladens bat meinem Mann keinen Alk mehr zu kaufen. Antwort: "Dein Mann ist alt genug, ich kann ihm nicht verbieten hier zu kaufen!"

    Eure Schwiegermama nimmt das Glas und trinkt, sie hat es in der Hand. Sie könnten NEIN sagen. Liebe Butterfly, ihr könnt gar nichts tun. Solange sie nicht selbst will. Ein höfliches und distanziertes Guten Tag, möglichst wenig Kontakt ansonsten und euer eigenes Leben leben. Ich weiss das sagt sich einfach, ich habe Jahrzehnte gebraucht um auf diesen Stand zu kommen und bin heute noch nicht darüber hinweg als Co nur noch zu funktionieren. Aber ich bin auf einem guten Weg, ich habe gelernt loszulassen. Ich kann nicht ständig auf meinen Mann aufpassen und ich will es auch nicht. Mein Mann hatte Larynx-Ca mit Metastasen und hat trotzdem harten Alkohol getrunken, was soll man dazu schreiben. Es ist nicht mein Leben, ich hoffe dass er trocken ist, er geht in eine Selbsthilfegruppe aber ob er wirklich nicht mehr trinkt? Ich weiss es nicht - ich kann es nur hoffen.

    Aber ihr beide, ihr macht euch kaputt. Ihr lasst euch von einer Alkoholikern das Leben bestimmen - das darf nicht sein. Ihr müsst euch abnabeln - sie hat EUCH in der Hand. Denkt mal drüber nach

    Ich umarme dich und denke an euch

    Hallo Hartmut die Probleme sind die gleichen, aber man kann sachlicher und ruhiger sprechen und hat nicht mehr die Angst dass man irgendwo Flaschen findet. Ich habe mich aus meiner Rolle als Co ein wenig gelöst. Ich suche nicht mehr, ich schnuppere nicht mehr und ich kontrolliere nicht mehr. Entweder mein Mann schafft es mit Hilfe der Gruppe oder eben nicht. Ich habe aufgehört ständig zu fragen und zu überlegen ...

    die Probleme sind natürlich geblieben ... Verwandschaft, Geld, Gesundheit etc:)

    Alles Liebe

    Guten Morgen, unsere Kinder sind schon Mitte 20. Sie haben eigene Wohnunge im gleichen Haus. Es ist selten dass wir zusammen feiern - eben weil es ein schwieriges Thema ist. Aber wir möchten nicht dass auf uns Rücksicht genommen wird. Mein Mann sagt dann immer "dann können wir nie wieder irgendwo hin gehen oder fahren" - also wird in unserer Gegenwart Bier getrunken, Sekt oder Wein und wir trinken Selter, Cola oder Saft. Ich könnte zwar Alkohol trinken aber ich tu es meinem Mann zuliebe nicht. Ich kann gut ohne Alkohol leben.

    Du bringst mich auf eine Idee. Ich muss mal fragen was Suchtdruck ist?Mein Mann geht ja jetzt in eine Selbsthilfegruppe aber mir fällt auf dass er viel redet. Er redet und redet mich zeitweise in Grund und Boden. Ich will ja nicht mal sagen dass es Stuss ist. Er redet über seine Hobbys, aber manchmal sind Sachen dabei die habe ich schon drei, vier und fünfmal gehört :)

    Ob das auch Suchtdruck ist? Unsere Therapeutin hat versprochen sich dafür einzusetzen dass er eine LZT bekommt wenn die Selbsthilfegruppe und die Gespräche es "allein nicht bringen" - aber wahrscheinlich wird es so wie bei Dir, es wird sehr lange dauern.

    Und ehrlich gesagt habe ich Angst dass er gefeuert wird wenn die LZT vor der Tür stehen sollte, die geht ja über viele Wochen.l

    Ich habe wenigstens für mich gelernt keine Taschen mehr zu konrollieren und auch nicht mehr mich bei jedem "Schatz, ich geh mal vor die Tür, Schatz ich hole schnell noch eine Butter aus dem Supermarkt" verrückt zu machen.

    Ich hoffe dass es gut geht. Ich drücke Dir alle Daumen Nanni, wie es b ei Dir ist weiss ich nicht, ich hoffe dass Du Dich so wie ich ein wenig abgenabelt hast. Ich weiss jetzt dass die Welt nicht untergehen würde wenn ich allein leben würde. Manchmal, ehrlich gesagt, wünsche ich es mir sogar. Ist das nicht schlimm? Aber bei uns sind eben keine kleinen Kinder mehr da ...das ist ein entschiedener Vorteil.

    Alles Liebe

    Nisa

    ihr Lieben. Für die netten Zeilen. Ja, ich bin ein wenig unabhängiger geworden :) Ich war bei einer Freundin für 4 Tage und habe keinen Gedanken verschwendet ob ich zu Hause hätte lieber nach dem Rechten sehen sollen. Ich kann es nicht mehr kontrollieren und ich will es auch nicht. Aber Ehre wem Ehre gebührt bei uns ist ruhig und friedlich, ich merke nichts ...

    Es war das erstemal seit Jahren dass ich einfach ein Köfferchen gepackt habe, abgeschaltet habe und abgereist bin. Im Oktober wieder, liebe Nici :)

    Gotti, lieber Gotti, ich habe Schiss vor dem Gespräch mit der Therapeutin. Ich weiss nicht was ich erzählen soll.

    Verstehst Du das? Meine Depression ist wie ein schlafender Hund, ich fürchte mich ihn/sie aufzuwecken. Es kommt mir vor als hätte ich einen Mantel darüber geb reitet, nur ja nicht daran rühren. Ich muss aber zugegeben gestehen dass ich Beruhigungstabletten schlucke, Schlaftabletten und außerdem - aber wirklich gezwungenermaßen - starke Schmerztabletten. Die Schlaftabelette abends brauche ich nur wenn ich tatsächlich nicht zur Ruhe kommt, leider hat die Schmerztablette natürlich Nebenwirkung - ähnlich wie Tramal pushen sie auf. Aber ohne sie komme ich mit dem Rheuma nicht klar und kann kaum eine Gabel halten.

    Tja, ich weiss nicht , wie das so weitergehen soll. Eine Therapie wegen der Depressionen nützt mir jetzt im Moment nichts da eine Fussop ansteht im August und dann ist erst einmal 8 Wochen - bis Anfang Oktober, Schluss mit reisen und laufen. Deshalb freue ich mich so auf den Besuch bei der Freundin Mitte Oktober.

    Ich habe Furcht mit der Therapeutin zu sprechen, wenn ich mit ihr klar komme dann werde ich ihr wohl mehr erzählen als gut ist…

    Ach, es ist schon doof, wir haben alle unsere Sorgen, nicht wahr.

    Wünsche euch einen friedlichen Abend, bis morgen nachmittag

    Nisa

    Ich war ja hier schon vor einem halben Jahr und habe es dann einschlafen lassen weil ich mit mir selbst nicht im reinen war/bin.

    Unsere HÄ hatte auf mein Betreiben hin einen Kontakt zu einer sozialen Beratungsstelle aufgenommen und mein Mann erklärte sich einverstanden mit der Dame zu sprechen. Sie kam dann auch und wahr mehrmals da. Ich habe am Anfang zugehört, dann meine Meinung gesagt und dann die Beiden allein gelassen. Das war sicher richtig so denn ich weiss nicht was gesprochen wurde aber das Ergebnis ist eine Selbsthilfegruppe in die mein Mann jetzt geht. Einmal in der Woche.

    Die Therapeutin hat mich überzeugt nicht mehr zu schnüffeln, nicht mehr zu suchen und Vertrauen zu haben. Und genau das ist es was ich nicht habe - zumindest nicht in dem Maße das nötig wäre. Ich habe nicht den Eindruck dass er trocken ist obwohl ich weder etwas rieche noch etwas sehe oder merke. Aber die vielen Jahre Missttrauen haben Spuren hinterlassen.

    Ich warte also ab und beobachte. Ich habe aber begriffen - auch durch die Postings hier - dass ich mich nicht mehr verantwortlich fühlen brauche oder muss. Er ist erwachsen und muss allein damit umgehen.

    Ach übrigens, ich habe auch einen Therapeuten. Er heisst Felix, ist 3 Jahre alt und ein wunderhübscher Kater aus dem Tierheim. Vorige Woche war ich völlig down, ich hatte eine schlechte Phase. Ich saß also auf dem Küchenstuhl und habe nur geweint. Da kam das kleine Kerlchen, schmiegte sich an meine Beine und hielt still. Völlig still. So saßen wir beide eine ganze lange Weile und ich merkte richtig körperlich wie ich ruhig
    wurde.

    Ich denke ich habe mich von meinem Mann im letzten halben Jahr abgenabelt. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich weiss jetzt dass ich allein zurecht kommen würde aber ich will es nicht. Ich möchte unserer Ehe noch eine Chance geben - auf freiwilliger Basis :)

    Die SHG tut meinem Mann gut. Er spricht recht offen über seine Gefühle und hat mit der Therapeutin sein Trinkverhalten analysiert. Das heisst bei welchen Gelegenheiten er getrunken hat usw.

    Sie meinte, er wäre ein Belohungstrinker. Also Tätigkeit erledigen, zufrieden in den Sessel setzen und dann ein Bier oder was auch immer.

    Und in diesen Situationen muss eben dann etwas anderes getan werden oder die Situation ändern.

    Nun, ich weiss es nicht wie es weiter geht. Ich lasse mich überraschen, aber fertig mache ich mich nicht mehr. Ich war in der Wohnungsverwaltung, habe mir kleine Wohnungen angeschaut und überzeugt das ohne Probleme ein Wohnungswechsel möglich ist. Viel brauche ich nicht es wäre eine Sache von einem Tag meine Sachen zu packen und zu verduften.

    Ich weiss jetzt dass das problemlos möglich ist und deshalb bin ich ruhiger geworden. Und wie gesagt, mein kleiner vierbeiniger Therapeut hilft mir viel dabei!

    Ic h habe mit der Therapeutin - also der Zweibeinigen! - einen Termin für ein Gespräch ausgemacht. Aber ich zweifle dass es eine gute Idee war. Ich weiss gar nicht was ich ihr sagen soll. Mein Tagebuch nützt mir da eher etwas.

    Wünsche Euch alles Liebe und einen guten Sonntag

    Nisa

    Ich hoffe so sehr für Dich dass es ruhig und sauber über die Bühne geht. Aber ich muss gestehen ich habe da rechtlich keine Ahnung. Wem was gehört? Kannst Du ihm den Umgang mit den Kindern untersagen? Aber sicher ist es am besten wenn ihr allein seid - Du und die Kinder - damit ihr erstmal zur Ruhe kommt. Was der Alkohol aus den Menschen machen kann ...ehrlich gesagt wenn ich das ganze Elend sehe und lese vergeht mir persönlich jeder Appetit auch nur auf einen Tropfen. Ich habe schon gerne mal ein Glas Wein oder Bier getrunken - aber seit einem halben Jahr kaufe ich nichts mehr in dieser Richtung. Gar nichts. Keine einzige Weinbrandbohne :)

    Ich hoffe dass Dein heutiger Abend ruhig verläuft.

    Bis morgen oder eventuell heute Abend nochmal

    Ich schlage mich seit Jahrzehnten mit dem Thema rum. Mal mehr - mal weniger…
    Ich habe auf alle Fälle seit Herbst eines gemacht. Ich kaufe generell keinen Alkohol mehr. Ich achte darauf auch nur Speisen/Getränke zu kaufen die keinen Alkohol enthalten. Ich trinke auch nicht mehr mit, nicht einen Tropfen seit Herbst. Ich weiss dass mein Mann heimlich trinkt. Nicht viel, denn soviel Geld haben wir nicht. Aber ganz kann er nicht lassen.

    Tja, meine Meinung ob die Beziehung eine Chance hat? Ich hoffe ja selber noch auf eine Chance für uns - aber es sieht nicht gut aus. Habt ihr Kinder?
    Wenn Ihr keine Kinder habt dann lass einfach mal alle 5 grade sein. Auf wen ist die Wohnung gemeldet? Sicher auf Euch Beide - nicht wahr?

    Die Krankheit verändert die Menschen, das habe ich erkennen müssen. Wobei ich zugeben muss dass es vor 10 Jahren schlimmer war als heute. Ich habe ja nicht mal gewusst dass es das Wort co-abhängig gibt und muss gestehen dass ich auch ganz ordentlich geschluckt habe.

    Die Chancen stehen nicht gut wenn Du nicht in diesen Sog hineingeraten willst.

    Ich kämpfe auch ob ich meinen Mann liebe oder zum Mond wünsche - je nach seinem Zustand.

    Mein Tipp: Keinen Schluck Alkohol kaufen, keinen Schluck trinken - zumindest nicht in seinem Beisein.,

    Nisa

    Was Du beschreibst ist mein Schwiegervater gewesen. Wir haben nicht die Kraft und Verstand gehabt ihn links liegen zu lassen sondern haben es immer wieder versucht. Sei froh dass soviele Kilometer zwischen Euch sind und Dein Mann zu Dir hält. Du musst Dir bewusst sein dass er krank ist und darfst Dich auf keine Diskussionen einlassen. Er ist nicht zugänglich für Argumente und Dich kostet es nur Deine Nerven. Ich wünschte ich hätte das damals gemacht ... wir haben aus Sympathie und um Frieden zu haben einfach mitgetrunken. Ich nicht soviel wie mein Mann aber wir haben es getan. Ich weiss heute dass es verkehrt war.

    Wenn ihr auf dem Display die Nummer seht dann nehmt einfach nicht ab und in einer ruhigen Minute wenn ihr denkt dass er nüchtern ist dann sagt ihm dass unter diesen Bedingungen kein Kontakt möglich ist.

    Meine Meinung :)

    Alles Liebe

    Nisa

    Warum die Ärztin Dir den schwarzen Peter zugeschoben hat - wie Du es nennst? Weil sie mit Patienten wohl nicht mehr wissen wohin damit.
    Dein Noch-Mann ist ja mündig und noch nicht unter Vormundschaft. Ich denke sie dürften ihn nur behalten wenn eine Akut-Situation ist. Und die ist ja wohl nicht.

    Ich denke Du wirst jetzt schon ein wenig versuchen zu Ruhen, tu das und dann siehst Du weiter. Ich befürchte aber dass es nicht glatt und sauber über die Bühne gehen wird.

    Alles Gute

    das ist so ein verdammter Mist. Wie geht es jetzt weiter. Allmählich zermürbt es ja und die Kinder kriegen es auch mit.

    Lass Dich mal umarmen. Weisst Du was für mich das Schlimmste ist? Dass man dem nicht entgehen kann, man bekommt alles mit und ich bin leider ein Typ der nicht alles liegen und stehen lassen kann. Bei mir müssten bevor ich gehe sogar die Versicherungtsunterlagen fein säuberlich getrennt in Ordnern sein und ein Zettel mit den Abbuchungsaufträgen. Ich habe sooft darüber nachgedacht einfach zu verschwinden mit einem Koffer ein paar Klamotten und den persönlichen Sachen. Aber geht das denn so einfach? Irgendwann muss man sich doch treffen und klären wer was macht - und seien es die Abbuchungsaufträge oder der Bankkredit.

    Ich habe manchmal das Gefühl ich sitze in einer riesigen Mausefalle und komme einfach nicht mehr raus. Versteht ihr was ich meine? Sicher, sonst würden ja die Leute hier nicht schreiben.

    Ich wünsche Dir Kraft für die nächsten Tage und hoffe von Dir zu lesen wie es weitergeht. Ich persönlich weiss es nicht.

    da sind wir ein wenig weiter. Bei uns war heute die Dame von der Suchtberatung. Sie haben offen gesprochen und ich musste fast nichts beschönigen :)

    Ich habe ihm gesagt wie es steht und wie ich es sehe. Nächste Woche kommt sie wieder. Am Montag bekommen wir Material über Suchtkliniken in Sachsen. Eine Langzeittherapie - 12 Wochen. Die onkologische Reha wird versucht zu integrieren aber er fährt. Er hat nicht versprochen nicht mehr zu trinken - er meint das kann er nicht - aber er will jetzt kämpfen und er fährt.

    Die Dame von der Suchtberatung hat ihn ziemlich vom hohen Ross auf dem er noch saß runtergeholt. Von wegen gelblicher Augenhintergrund und verniedlichen.

    Mir gab sie den Rat auch mal an mich zu denken und mich aus meiner Rolle als Co-Abhängige zu lösen. Oh Mann, da hat der "Gute" aber Augen gekriegt.

    Das sagt sich so einfach - geh.

    Mein Herz hängt am Häuschen, am Katerchen, an den Erinnerungen.

    Ich habe ja schon in Gedanken sortiert. Übermorgen kommt eine Dame von der Suchtberatung. Sie möchte dass ich bei dem Gespräch dabei bin. Natürlich bin ich dabei. Ich kann ja nicht auf Knall und Fall ausziehen. Frühester Auszugtermin ist der 1. Juni. Die Wohnung muss auch erst hergerichtet werden. Wie sind Eure Erfahrungen mit Suchtberatungsstellen?

    Ich brauche nicht viel, ich brauche nur meine Klamotten und einen Karton mit Bildern und natürlich meine Bücher von Tolkien. Ohne die gehe ich keinen Meter :) Ich führe seit vielen Jahren Tagebuch, es wäre mir peinlich wenn die Bücher jemandem in die Hände fielen, also müssen sie mit.

    Ich habe auf alle Fälle eine Adresse wo ich erstmal paar Tage hinfahren kann sobald mein Fuss ausgeheilt ist. Mittelknochenentzündung. Und wenn das ausgeheilt ist mache ich mich erstmal paar Tage aus dem Staub. Dann schaun wir weiter.

    Ja nici, Du hast es schwerer wie überhaupt alle die noch Kinder haben die sie brauchen. Das mit den Tabletten war eine doofe Idee. Ist die Sache nicht wert :)

    Ich schmeisse sie aber nicht weg - ich hebe sie auf. Es sind auch keine Tabletten, es sind eigentlich Tropfen 5 Fläschchen, das ist praktischer. Braucht man nur zu trinken. Aber natürlich ist das Unfug. Jetzt gerade nicht ;)

    Wie ist das möglich, sitzt im Sessel, ich muss ihn ja bekümmern weil er sich den Fuss verletzt hat, ich tue es übrigens gern, es stört mich genauso wenig als würde ich mich um die kranke Katze kümmern. Kein Schluck Alkohol, es geht, es geht einfach so. Nicht unausgeglichen, nichts. Und er hat nichts, er kann die Bude nicht verlassen, nur vom Sessel auf die Toilette humpeln oder ins Bett. Und es geht. Und keine Verhaltensänderung, nichts. Und dann wieder kommt der Appetit und er kann nicht nachgeben. Wie ist das nur möglich?

    Aber Eure Erfahrungen zur Suchtberatung würden mich mal interessieren.

    Nici, halt die Ohren steif, Du musst an die Kinder denken, das zumindest ist mir erspart geblieben.

    LG bis nachher - Gruss an Alle.-

    Zitat von n i c i

    Mein abend, der war ganz ok. er hat nicht getrunken, hab die kinder mehrfach angerufen. aber das war mir klar. es war immer so ein tag trinken, ein tag rausch kurieren , ein tag stärke demonstrieren " is doch alles kein problem" - dann gehts wieder von vorne los. heute wirds kitzelig. heute morgen war er schon wieder sauer, weil er gemerkt hat, dass ich hart bleibe

    liebe nisa, fang an was für dich zu machen, das lenk dich ja auch ab. vielleicht kannst ja anfangen sachen auszusortieren ( kleidung, bücher etc.) das kommt ja eh auf dich zu, wenn du ausziehst. mal dir im kopf deine neue wohnung aus. und wenn du nur überlegst, welche farbe deine sofakissen haben, beschäftige dich mit was schönem,

    Ich kann nicht so einfach abschalten, ich überlege inzwischen schon ob ich wenn ich wenn ich mein Geld bekomme einfach verschwinde wenn er nicht da ist. So blöde Sachen gehen einem im Kopf herum