ein neues Leben - für mich und die Kinder

  • Warum die Ärztin Dir den schwarzen Peter zugeschoben hat - wie Du es nennst? Weil sie mit Patienten wohl nicht mehr wissen wohin damit.
    Dein Noch-Mann ist ja mündig und noch nicht unter Vormundschaft. Ich denke sie dürften ihn nur behalten wenn eine Akut-Situation ist. Und die ist ja wohl nicht.

    Ich denke Du wirst jetzt schon ein wenig versuchen zu Ruhen, tu das und dann siehst Du weiter. Ich befürchte aber dass es nicht glatt und sauber über die Bühne gehen wird.

    Alles Gute

    Das Leben ist eine Brücke - Du kannst sie überschreiten. Aber baue keine Häuser auf ihr.

  • Hallo Nisa.K.,

    Ja ich hab gerade geruht. Aber gehts mir besser ? Ich glaub nicht. Er hat angerufen, und will das Auti holen und sich von den KIndern verarbschieden.
    Nur die sind nicht da.
    Mal sehen was gleich passiert. Hast Recht Nisa, man kann dem garnicht aus dem Weg gehen.
    Und das macht ein mürbe.

    Drück dich auch.
    Wir versuchen trotz allem es uns und den Kindern schön zu machen,
    und wenns nur ein bisschen ist.
    ok?!
    :D

  • Ich hoffe so sehr für Dich dass es ruhig und sauber über die Bühne geht. Aber ich muss gestehen ich habe da rechtlich keine Ahnung. Wem was gehört? Kannst Du ihm den Umgang mit den Kindern untersagen? Aber sicher ist es am besten wenn ihr allein seid - Du und die Kinder - damit ihr erstmal zur Ruhe kommt. Was der Alkohol aus den Menschen machen kann ...ehrlich gesagt wenn ich das ganze Elend sehe und lese vergeht mir persönlich jeder Appetit auch nur auf einen Tropfen. Ich habe schon gerne mal ein Glas Wein oder Bier getrunken - aber seit einem halben Jahr kaufe ich nichts mehr in dieser Richtung. Gar nichts. Keine einzige Weinbrandbohne :)

    Ich hoffe dass Dein heutiger Abend ruhig verläuft.

    Bis morgen oder eventuell heute Abend nochmal

    Das Leben ist eine Brücke - Du kannst sie überschreiten. Aber baue keine Häuser auf ihr.

  • Gu Mo Nisa, und guMo Nanni,
    das ist hier wohl der N-Block :wink:

    mein Abend war ok. und ruhig, war auch die meiste Zeit im Geschäft. Ich hoffe ihr hattet auch einen ruhigen Abend.

    Als ich ihn abgeholt hab, hatten wir ein kurzes Gespräch, und ich sagte ich wünsche ihm von Herzen und ganz ehrlich, dass er es für sich schafft.
    Und das er "seinen" Weg geht, so wie er es haben will.

    Und das ich eingesehen habe, dass ich "meinen"Weg jetzt gehen muss.

    Er war sehr ruhig und traurig, sagte aber dass er eine Einzimmerwohng. suchen werde, und ich könnte ihn beim Urlaub stornieren, er fährt nicht mit.

    Ich sagte, ihm noch dass er wie am Tel. gesagt "..dann siehst du mich nie wieder..." nicht bringen kann, dass er eine Verantwortung gegenüber seinen Kindern hat, u. wir ja noch einiges regeln müssen.
    Gemeinsam regeln. Weil er bei den ganzen Streitigkeiten an nichts anderes mehr denkt als an sich und den alk, wer ihm das einreden will, wer ihm das nicht gönnt,...
    Als wir dann zuhause waren, hat er mit meinem Großen gesprochen, und der und ich haben ihm gesagt, dass er hier nicht der Mensch ist, der allen egal is ...es haben sich alle Sorgen gemacht, einige sind durch die Nacht gefahren und haben ihn gesucht...
    und dass er nicht "alles falsch macht", sondern alle nur das Trinken stört,
    dass ihn keiner "loswerden will", sondern wir mit den Situationen, den Beleidigungen, die er macht wenn er betrunken ist, nicht mehr zurecht kommen.
    Und uns ein Zusammenleben mit ihm so nicht möglich ist.
    Es tat ihm sehr leid. und er wolle das uns nie mehr antun.

    Mein Sohn meinte, wenn er halt trinken muss, solle er es halt nicht zuhause tun, .. UND ICH DACHTE NUR; WEISS ER DES IN DEM ZUSTAND DANN NOCH ?
    Und er sagte zu seinem Papa, er müsse sich Hilfe holen, mit dem Therapeuten Kontakt aufnehmen, was er immer noch nicht erledigt hat.
    Mein Mann sagte dann "ja, das kann ich tun" UND ICH DACHTE NUR, WAS HEISST HIER "KANN ICH TUN"???? :evil:
    "ich werde bestimmt kein Heiliger!" SO WILL ER VON VORNEREIN DAS KLEINE FENSTER " ALKOHOL" AUFHALTEN. :twisted:
    Er hat noch garnichts begriffen, und irgenwie kam bei mir ein beruhigendes Gefühl auf, weil ich zum ersten merkte...
    ja, jetzt ist der Punkt, um ihn in Frieden gehen zu lassen,..
    ja, jetzt ist der Punkt, um neu anzufangen,
    Jetzt ist der Punkt um MEIN Leben anzugehen.

    Ich weiss, es ist nur WIEDER eine Phase des Einsehens bei ihm, bis zum nächsten Absturz. Ich denke der kommt so in 3 - 7 Tagen (länger hat er es schon sseid Jahren nicht ausgehalten). Macht es mir Angst? - Komischer Weise nicht. - Und ich bin darüber auch überrascht.
    Ich sagte ihm, wenn ich ihn nochmal abhole und er hat was getrunken, geht die gleiche Prozedur wieder los für ihn... Rausschmiss !
    Nur mit dem Unterschied, dass ich keinem was sage, sodass ihn keiner mehr sucht,und ihn keiner mehr rettet.
    Und da ich meine Drohung schon mal wahrgemacht hab, weiss er das es so sein wird.
    Und ich die komplette Rückendeckung von meiner Familie hab. Und das tut gut.
    Ich denke, er hat noch null Einsicht bezüglich der Sucht. Und auch wenn ich gesagt hab, dass dieses "ich schaff es alleine " ja seid Jahren nicht ein einziges Mal, nicht eine einzige Woche funktioniert hat, weiss ich: und er wird es noch paarmal "allein" versuchen, aber diesmal auch "ALLEIN" scheitern.
    Das einzige, was mir jetzt noch Sorgen macht, ist das die Kinder ihren Vater verständlicherweise nicht komplett am Boden, nicht verletzt liegen sehen möchten. Es sind halt auch kleine Co´s.
    Und diesen Abstand Ihnen beizubringen, bedarfs bestimmt noch viele Enttäuschungen, viele aufgegebene Hoffnungen, viele nicht eingehaltene Versprechungen... aber das kann ich nicht alles auf meinen Rücken nehmen, und ich weiss... DARAN WIRD ER SCHON ARBEITEN...
    Also liebe Mädels ,
    ich würd euch gern ein paar Funken von meiner inneren Ruhe schicken,
    danke, dass es euch gibt.
    Ich wünsche euch und euren Kindern, ob sie gross oder klein sind einen schönen 1 Mai. :D:D:D
    Drück euch,
    nici

  • Hallo nici,

    das ist ja toll, dass Du so eine innere Ruhe hast. Danke fürs schicken, ist mit einen Tag Verspätung angekommen, hat aber ihr Ziel erreicht.
    Ich habe das jetzt nicht verstanden, wohnt Dein Mann jetzt noch bei Euch, oder ist er ausgezogen? Wie auch immer, ich bewundere Dich für Deine innere Kraft. Hoffe das ich da auch noch hin komme.
    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Dir noch :D

    Nanni

  • Hallo Nanni,

    ich frag mich auch woher meiner innere Ruhe gerade kommt.
    Ja, er wohnt noch hier.
    Und dachte erst, war ich unkosequent ? Und wollte erst hart mit mir ins Gericht gehen.
    Und dachte ich : NEIN. Du hast ihm angedroht, dass er immer wieder an denen Tagen rausfliegt, in denen er betrunken nach Hause kommt.
    Und das hab ich getan. Und klar das Zeichen gesetzt, beim nächsten Mal wieder.
    Und genau das werde ich tun.
    Hab ich versagt? Ich denke: nein.
    Ich bin nicht in mein Co-Schema gefallen, sonder ich hab mein Ziel klar vor Augen - keine Alkohol-Disaster mehr.
    Ob mit , oder ohne ihn wird die Zukunft zeigen.
    Und ich will das nicht mehr zu MEINEM Thema machen.
    Ich nütze die Zeit um mich unabhängig so gut es geht auf meine Füße zu stellen.
    Für eine Zukunft mit meinen Kindern.
    Und wenn er will (kann) darf er dabei sein.
    Wenn nicht, muss ich trotzdem vorwerts schauen. Es wird schwer genug, und wird mich bestimmt viel Kraft und Tränen kosten, da hab ich garkeine Zeit mehr für IHN :wink:
    Und das ist es wahrscheinlich - ich mein meine innere Ruhe - das ich jetzt weiß worauf es gerade ankommt - das ich ein ANDERES Ziel vor Augen hab.
    Liebe Nanni,
    wir sind doch Frauen, die uns so viel für wen auch immer eingesetzt haben, haben jahrelang uns bei Plan A aufgehalten (Wie regel ich das heute, wir reagier darauf,...)
    ich will mit meiner verbleibenden Kraft mich jetzt Plan B ( ICH + Kinder) einsetzen.
    Müsste doch irgenwie zu schaffen sein, oder :D:wink::wink:

  • Hallo nici,
    ich hoffe du hattest einen schönen Sonntag, wollte mal eben sagen, dass aus Merlina, an nA geworden ist... :D ...

    Viele Grüße Anna

  • Hallo nici,
    so wie Du schreibst schaffst Du es bestimmt! Du hast ja schon klar vor Augen was Du willst und was nicht. Das ist glaube ich sehr wichtig. Wenn ich mein Gefühlschaos in den Griff bekommen habe, muss ich erst mal sehen was ich beruflich machen kann. Bin ja schon viele Jahre raus und habe da auch ganz schön Angst. Aber es ist mir irgendwie wichtig, nicht mehr ganz so Abhängig zu sein. Selbstständiger werden.
    Freue mich wieder von Dir zu hören.
    Nanni

  • Zitat von Nanni

    Hallo nici,
    Bin ja schon viele Jahre raus und habe da auch ganz schön Angst.


    GuMo Nanni,
    dito. mir geht es nicht anderst ( 15 J. aus meinem Job) . Und ich oft so gelähmt, manchmal auch voller Tatendrang, dann platzt wieder eine Bombe und schmeisst ein zurück.
    Aber auch das, denk ich, bringt mich ein Stück weiter.
    Nachher hab ich ein Beratungsgespräch, und ich weiss nicht, ob es schwarz bringt ( eine Neue in der Frauenarmut ), oder weiss ( es gibt doch noch Wege aus dem ganzen Dilemma ).
    Und davor hab ich ein bisschen Bammel.
    Aber mittlerweile denk ich, lieber arm und Ruhe, als versorgt sein, und nicht wissen, ob er wieder einen Ausraster hat, ob die Kinder nicht noch mehr leiden, oder er sich sogar umbringt.
    "du weisst schon ganz genau wo du hin willst..."
    Nein, Nanni ich weiss auch noch nicht wo ich hin will, oder wo es hingeht,
    aber ich weiss so geht es nicht mehr.
    Hab aber auch 14 Jahre gebraucht :oops::cry:
    Ich bewundere dich, denn du hast den Nagel auf den Punkt getroffen : SELBSTSTÄNDIG werden, oh Nanni genau das is es.
    Egal wie unterschiedlich unsere Wege auch sind, wir müssen selbstständig werden, wieder unser Leben in die eigene Hände nehmen.
    Und wir schaffen es ! Und wenn´s ein bisschen dauert, und wir vielleicht auch ein Stück rückwärts laufen. Meinst nicht.
    Meld dich mal. nici

  • Hallo Nici,

    diese Einstellung finde ich super:

    lieber arm und Ruhe, als versorgt sein, und nicht wissen, ob er wieder einen Ausraster hat, ob die Kinder nicht noch mehr leiden, oder er sich sogar umbringt.

    und auch wenn Du momentan nicht weisst, wo Du hin willst und wo es hingeht....... wenn Du erstmal losspringst wirst Du ganz bestimmt irgendwo und irgendwie landen.

    Hierbei finde ich Vertrauen einen ganz wichtigen Aspekt. Vertrauen in Dich und das Leben, es wird Dich schon tragen.

    Ich wünsch Dir heute weiss :-)!

    Liebe Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Danke Martha66,

    das wünsch ich Dir auch.
    Und allen anderen lieben Foris.
    Bin froh, das ihr da seid.

    Ihr seid sowas wie mein Rotstift. Immer wenn ich wieder mich verlier, wenn ich MICH vergess, kommt einer von euch daher..

    Danke. :roll:

  • Hallo nici,
    ja, jeder hat ein anderes Päckchen zu tragen und trotzdem ähnelt es sich alles. Das mit dem Tatendrang und der Lähmung kenne ich auch. Ich kann da auch nur schwehr mit umgehen, es ist so unberechenbar.
    Na, ein Beratungsgespräch ist doch erstmal positiv. Da weißt Du was auf Dich zukommt, egal wie Du Dich letzendlich entscheidest.
    An meiner Selbständigkeit versuche ich auch zu arbeiten, aber im Moment hält mich die oben erwähnte Lähmung im Griff. Habe das Gefühl nur auf der Stelle zu treten. Wie Du siehst, kein Grund für Bewunderung :cry:
    Irgendwie verstehe ich mich selber nicht.
    So, bevor ich hier weiter rumjammere wünsch ich Dir lieber viel Erfolg bei Deinem Gespräch, berichte doch wie es wahr. Und vielen Dank für Deine positiven Worte, das baut mich immer wieder auf, auch wenn es sich nicht so anhört.
    Bis bald
    Nanni

  • Hallo,

    ich hatte vor wenigen Stunden mein Beratungsgespräch. Bin total nervös hin ( war ca. 1 St. zu früh ) hab erstmal im Auto geweint.
    Geweint über die ganze Situation, die ICH hab so weit kommen lassen, die Ich mit verursacht hab, durch meine falsche Hilfsbereitschaft.

    Dann bei dem Gespräch ( hab wieder geweint), hat die Therapeutin gemeint dass ich doch sehr genau weiss, was ich will und was ich nicht will.
    Und das ich mich auf meine inneren Stärken besinnen soll. Und das was mich so verunsichert, wie es weiter gehen soll (finanziell, Wohnung, etc.) könne ich bei einer Rechtsberatung erfahren.
    Und auch wenn sie mir nicht versprechen kann, das ich nur positive Sachen hören werde,
    es mir doch die Angst vor dem Ungewissen nehmen kann.
    Denn wenn ich weiss was kommt, auch wenns nicht toll ist, kann ich bestimmt besser mit umgehen, und evtl. anderen Schitte überlegen.
    Und sie hat Recht.
    Eigentlich bin ich Eine, die gern alle gut vorbereitet hat, die genau weiss was sie will. Der "Macher" unserer Familie.
    Aber das genau ist mein Fehler, meine Angst.
    Wenn nicht alles nach Schema F geht, wirft es mich total aus der Bahn.
    Und ich bin wie gelähmt.
    Sie hat auch gemeint, dass die Ärtzin im KKH falsch reagiert hat. Und ich mich, falls so eine Situation wieder eintritt, nicht mehr bequatschen zu lassen.

    Wenn ich hör, dass jemand an meine Kraft glaubt, ob es jetzt die Therapeutin ist, oder jemand aus der Familie, sollte es mich doch mutiger machen, mir eine Bestätigung sein.
    Und ich denk nur , sieht denn keiner dass unter der ach-so-taffen Hülle, alles in mir nach Hilfe schreit. Es is wie in einem Sarg, und keiner merkt, die schnauft ja noch.
    Ach, die schaffts ja noch, wenn sie nur hart genug kratzt.

    Ja, ich werde zu der Rechtsberatung gehen, auch wenn die gerade so depremiert klinge, ich werde weiter laufen...

    Gerade hat "er" angerufen, und angekündigt, dass er länger arbeiten muss. ( arbeiten ??? )
    Und falls ich was vorhabe, er mit dem Bus fährt und ich ihn nicht abholen muss. ( willst bloss abklären, ob ich nachher daheim bin )

    Ich hab nur gesagt "ja, egal. Nee, ich hab nichts vor"
    und hab nicht weiter reagiert.

    Aber ich weiss erwill sich nur vorm Elternabend drücken. Denn zum ersten Mal hab ich gesagt "WIR haben morgen Elternabend". Die hab ich nämlich immer allein wahr genommen.
    Mal sehn, was heut abend wieder los ist bei uns.

  • glück auf n i c i

    ich finds till wie du dich um dich kümmerst + das du dich immer besser auf dich konzentrieren kannst

    daumen gedrückt - schönen nachmittag

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Liebe Nici,

    Zitat von n i c i

    Und ich denk nur , sieht denn keiner dass unter der ach-so-taffen Hülle, alles in mir nach Hilfe schreit. Es is wie in einem Sarg, und keiner merkt, die schnauft ja noch.
    Ach, die schaffts ja noch, wenn sie nur hart genug kratzt.

    Naja, stimmt doch auch. Du rackerst weiter und weiter und weiter und erhoffst Dir, dass doch die anderen Dir selbstlos mal unter die Arme greifen. Warum eigentlich? Klappt doch auch so.
    Bräuchtest Du wirklich Hilfe, würdest Du schreien und es nicht unter der ach-so-taffen Hülle verstecken. Letztere scheint Dir aber wichtiger zu sein als vor Jemand anderem schwach zu wirken. Schöner Co-Mist in dem wir ach-so-gern drin bleiben und uns nachher trotzig drüber aufregen... ;)

    Zitat

    Aber das genau ist mein Fehler, meine Angst.

    Angst ist kein Fehler. Sich von der Angst lenken lassen schon.

    Zitat

    Denn zum ersten Mal hab ich gesagt "WIR haben morgen Elternabend". Die hab ich nämlich immer allein wahr genommen.

    Das ist doch positiv. Wenn Du sowieso in der Trotzphase bist, kannst Du sie auch mal nutzen und ihm seine Verantwortung an's Bein heften! Jetzt heisst es - konsequent bleiben!

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Zitat von Kaleu


    Naja, stimmt doch auch. Du rackerst weiter und weiter und weiter und erhoffst Dir, dass doch die anderen Dir selbstlos mal unter die Arme greifen. Warum eigentlich? Klappt doch auch so.

    Bräuchtest Du wirklich Hilfe, würdest Du schreien und es nicht unter der ach-so-taffen Hülle verstecken.

    Letztere scheint Dir aber wichtiger zu sein als vor Jemand anderem schwach zu wirken.
    Schöner Co-Mist in dem wir ach-so-gern drin bleiben und uns nachher trotzig drüber aufregen... ;)
    quote]


    Auch dazu ein ehrliches NEIN. Aber du hast ja Recht. Das hat mir heute auch die Therapeutin gesagt, ich soll dann auch ruhig schreien.
    Aber manchmal fehlt einem sogar die Kraft zum Schreien.

    Konsequent bleiben.
    Tja dazu hatte ich leider vorher die Gelegenheit :
    Er kam wieder angetrunken vom Geschäft, und ich hab ihn am Bahnhof stehen lassen. Er wollte noch Forderungen stellen ( "...bevor du wieder austickst, ich hatte 2 (?) Bier, hatte echt Stress im Geschäft...) - er wollte das Auto und - er wollte Geld.
    Ich hab gesagt, es bleibt, wie ausgemacht, wenn er trinkt kommt er nicht heim, und er bekommt nicht das Auto.
    Weil er mir den Schlüssel nicht geben wollte, bin ich ohne ihn heimgefahren.
    Während er bockig ( er ist ja an nichts Schuld, nur ich ) heim gelaufen ist, bin ich in der Zeit mit den Kindern weg gefahren.
    Er hat sich dann einiges an Geld geholt und ist weg gewesen, als wir heim kamen.
    Er ist bestimmt in ein Hotel gegangen, bzw. steht heut Nacht wieder vor der Tür, oder sucht das Auto ( habs Vorsichts halber woanders geparkt )

    vor anderen schwach wirken
    Ist nicht mehr mein Thema. Freunde hab ich schon teils eingeweiht. Zwar nicht das mit dem Alk, aber mit seinen Depressionen. Die Familie weiss eh schon alles.
    Leider hab ich hier noch zwei Kinder, die hier in unserem Umfeld auch noch aufwachsen müssen.
    Deshalb - geb ich zu - bin ich zu faige, ALLES zu outen.
    Und seh darin auch keinen besonderen Nutzen. Schon garnicht für die KInder.
    Für mich sind es auch die Kinder, die mich inne halten lassen, und nicht zu schreien.
    Sie haben schon einen hilflosen Papa, eine hilflose Mama verkraften sie bestimmt nicht mehr.
    Aber sie sind auch meine Stärke, sonst würd ich mich zu gern einfach unter den Bettdecke verkriechen, und warten, ob es sich alleine regelt, oder von jemand anderes geregelt wird.
    Ps. Zum Elternabend bin ich nicht gegangen, wollte die Kinder nicht in der Situation alleine lassen. ( Er hat ja immer noch den Schlüssel )

  • Moin nici,
    bei Dir ist ja wieder einiges los. Musst Du Deinen Mann denn vom Geschäft abholen? Du hast doch geschrieben das er nach Hause gelaufen ist. Dann ist es doch nicht so weit weg? Wäre glaube ich besser, wenn er alleine klar kommen muss. Mache mir Sorgen, dass es bei Euch eskaliert.
    Das mit den Kindern ist natürlich schwierig, kenne ich. Meine 15-jährige Tochter fing immer öfter an vom ausziehen zu reden. Ich begann sie zu verlieren und ich glaube, das war der letzte Tritt in den A...., den ich brauchte, denn das hätte ich mir nie verziehen. Lasse es bei Euch nicht soweit kommen! Kann Dein Mann nicht erstmal bei Verwandten unterkommen? Das ist schon alles eine Sch....
    Wie geht es Dir denn Heute? Schicke Dir ganz viel Kraft und drück Dich mal fest.
    Nanni

  • Moin Nanni,

    Zitat von Nanni

    Musst Du Deinen Mann denn vom Geschäft abholen? Du hast doch geschrieben das er nach Hause gelaufen ist.

    Normaler weise hol ich ihn ab, aber er ist vor Zorn aus dem Auto gestiegen ( hab ihn nicht mit offenen Armen empfangen, als er angetrunken da stand )
    und dann bockig nach Hause gelaufen ( ca. 30 Min. ).

    Aber die frische Luft - wer hätt´s geglaubt - hat ihm nicht gut getan.

    Angebote von Verwande zum Übernachten hat er, nimmt sie aber nicht an -
    er hat ja auch kein Problem !!!!??!!

    Und wie geht es dir ?

  • Hallo Nici!

    Beinahe hätte ich gelacht, als ich das mit dem "bockigen Nachhauselaufen" gelesen habe. Das hätte sich auch bei uns abspielen können. Aber auch umgekehrt. Also ich.

    Die Kinder vorzuhalten - war auch immer mein größter Fehler.
    Jetzt im Nachhinein bin ich nur noch über mich enttäuscht, verärgert, dass ich sie nicht früher dem Leiden entzogen habe. Ihnen so lange, so viel Mißklänge zugemutet habe.
    Mein Mann war nie körperlich aggressiv, nur mit Worten. Aber damit hat er mich und die Kinder immer wieder "kleingemacht". Vor allem mich, und was war ich am Schluss noch wert? Mir noch wert?
    Die Kinder haben doch alles mitgekriegt. Mein Kuschen, meine Tränen, meine innere Wut, manchmal auch äußerlich - aber was habe ich dagegen unternommen?
    Nichts.
    Sehr sehr lange nichts. Erst als ich total "fertig" war und wirklich die Scheidung plante, fing für mich ein neues Leben an.
    Für uns alle.
    Meine Kinder hatten genau wie ich , therapeutische Hilfen bekommen, die sie - zusammen mit unserer Lebensveränderung - auf einen hoffentlich immer gutbleibenden Weg gebracht haben.
    Vorwürfe habe ich keine bekommen., aber ich mach sie mir selber. Manchmal. Aber eigentlich habe ich mir und meinem Mann vergeben.

    Ich hoffe, ich habe dich mit meinem Geschreibsel nicht zu sehr genervt, vlt. konnte ich dir ein wenig Mut machen. Würde mich freuen.

    Liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

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