Beiträge von Alexander

    Nun ja, da dürfte auch was wahres dran sein. Die meisten kommen, wie ich so erlebt habe (war aber auch nur einmal zur Entgiftung mit anschliessender Therapie ein paar Häuser weiter) mit Promillezahlen zwischen 2 und 4 an. Aussreisser nach oben gibt es immer. Mir hat auch ein Wohnsitzloser erzählt unter 5 kriegen die ihn nicht freiwillig zur Entgiftung. Da fangen dann langsam die "urban legends" an.

    Viele begreifen wirklich nicht, dass die Entgiftung eine Änderung des Lebenswandels zur Folge haben sollte. Tatsächlich ist die Sache so, dass es viele Leute gibt die sich entgiften lassen, damit sie wieder ordentlich saufen können. Nun ja, die sind dann aber auch selbst schuld. Und jeder muss wissen, was er mit seinem Leben anfängt, auch wenn Hartz IV, Scheidung, Insolvenz usw. Dinge sind, die einen sehr belasten können. Andere wiederum haben die gleichen Probleme und müssen auch nicht saufen.

    Ich bin bei meiner Entgiftung übrigens mit 0,0 angekommen und so bestimmt auch ein "kleiner" Rekordhalter....

    ich war auch mal bei den AA. Zufällig standen, da der Raum einer kirchlichen Einrichtung gehört, auch noch Heiligenfiguren im ganzen Raum verteilt rum. Das Durchschnittsalter lag bei ca. 65 Jahren. Ich habe den Altersschnitt mit Sicherheit um 10 Jahre gesenkt. Obwohl ich gleich gesagt habe, dass ich schon mehrere Selbsthilfegruppen besucht habe bestand man darauf extra für mich eine Einweisung in den 1. Schritt der AA mit sämtlichen Erklärungen bla bla abzuhalten. Hin-und wieder wurde ich sogar gefragt, ob ich die letzten Sätze verstanden hätte. War ganz schlimm. Die Leute haben teilweise über eine halbe Stunde freie Reden über ihre Alkoholsucht geschwungen. Wenn einer mal angefangen hat, dachte ich immer er hört nicht mehr auf. Das fing an, dass XAnonym z. B. erzählt hat wie er morgens aufgestanden ist. Dies aber in allen Einzelheiten (Bettdecke zur Seite, Rolladen hochgezogen, Frühstück hingerichtet). Das waren mit die 2 schlimmsten Stunden meines Lebens und die Kameraden sind noch nicht mal pünktlich fertig geworden. Ich war froh, als ich wieder draussen war. :lol:

    Muß aber ja nicht überall gleich sein.

    also das mit dem "Rauchen aufhören" ist doch individuell sehr verschieden. Ich habe dies mehrmals vergeblich versucht und auch alle möglichen Methoden angewannt, schaffe es aber leider nicht und das obwohl oder trotzdem ich mich z. B. seit diesem WE "Marathonläufer" nennen darf.

    Es ist hier nicht ratsam allgemein Vergleiche zu ziehen was allgemein leichter oder schwerer fällt. Man vergleicht ja auch nicht, dass Leute mit Schuhgrösse 42 eher saufen als solche mit Schuhgrösse 43-45...

    :D

    Ansonsten würde ich sagen, gehe zu einer Suchtberatunsstelle. Dort wird man Dich aufklären. Ich dachte auch lange Zeit, mein Trinken sei noch normal, bzw. vielleicht eher am Rand der Bedenklichkeit. Von anderen wird dies auch gerne auf Nachfrage noch bestätigt, auch wenn diesen natürlich auffällt, dass hin-und wieder was nicht stimmt.

    Man sollte es allerdings selbst am Besten wissen. Nicht umsonst wirst Du auf die Idee gekommen sein, Dich hier anzumelden!

    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft!

    Gut, dass Du gleich bereit bist einen Termin bei der Suchtberatungsstelle oder eine medizinischen Beratungsstelle zu machen. Man merkt auch, dass es Dir wirklich ernst ist mit Deinem Vorhaben vom Alkohol loszukommen. Beherzige die Ratschläge, die Du hier kriegst. Nur wenige die erfolgreich abstinent leben, sind auf anderem Wege abstinent geworden als durch eine Entgiftung mit anschliessender Therapie und natürlich einer entsprechenden Nachbehandlung durch die Suchtberatung oder Psychotherapeuten und natürlich durch den Besuch von Selbsthilfegruppen.

    Wer gar keine von diesen Institutionen besucht hat, hat wohl entweder ein Wunder erlebt oder säuft immer noch.

    Ich möchte Dir auch schon deswegen raten den Entzug in der Klinik zu machen, weil Du dort mit vielen Leuten zusammenkommst, wo Du mal siehst, was der Alkohol für Auswirkungen haben kann und was viel wichtiger ist, Du wirst merken dass dies nicht bequem ist und dass Du trotz allem einiges dafür tun musst. Wer "nur" zu Hause den Stoff absetzt und dann vor sich hindümpelt macht diese Erfahrungen nicht und deswegen ist der Griff zur Flasche auch nach ein paar Wochen oft nicht zu vermeiden.

    Hi und herzlich Willkommen hier im Forum!

    Ich denke Du bist hier genau richtig! :lol:

    Denke darüber nach eine Entgiftung zu machen und eine Therapie zu beantragen, ggf. vorher einen Termin bei der Suchtberatung oder bei der Caritas zu machen (die fressen Dich dort nicht!).

    Alles andere hilft Dir nicht mehr, wie Du selbst siehst. Wenn Du so weiter machst ist bereits ein Grabstein für Dich reserviert (sorry, aber ich muss Dir das so sagen!).

    Pass auf Dich auf und denke um!

    nun, es ist nicht jeder Alkoholiker gleich. Wenn man Fakten auf den Tisch legt, da warst Du besoffen, da musste Dich jemand nach Hause bringen, dort konntest Du Dich an unser Gespräch nicht mehr erinnern kann man schon Druck machen.

    Ich glaube den meisten Leuten ist bewusst, dass sie ein Alkoholproblem haben, aber sie finden da nicht raus. Ich habe auch mit einigen schon gesprochen, die dies zugegeben haben. Es ist vielleicht auch einfacher dies gegenüber von guten Freunden zuzugeben als gegenüber der Schwester oder der Mutter.

    durch meine eigenen Verfehlungen (es sind nicht wenige...) bin ich da wohl auch mittlerweile etwas sensibler geworden. Ich rieche eine Fahne auch als Raucher 3m gegen den Wind, wo andere Leute noch sagen, quatsch, ich hab nix gerochen.

    Ich wache heutzutage noch manchmal nachts auf und danke Gott, dass mir in der ein-oder anderen Situation nichts oder nicht mehr passiert ist und mache 3 Kreuze.

    also wenn mein Vater, wohlgemerkt kein Alkoholiker, mir früher nach so manch durchzechter Nacht erzählt hat, wie sein Kumpel X sich aufgeführt hat...

    Und das der Kumpel X auch nicht viel anders war oder nicht viel anders getrunken hat als ich, da wollte ich das auch nicht glauben, dass aus mir mal ein Alkoholiker wird.

    Irgendwann war ich vielleicht eher als Kumpel X bei der Einsicht ein Alkoholiker zu sein, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass ich es damals nicht geglaubt habe. Und selbst wenn, ich glaube auch nicht, dass ich mein Trinkverhalten hätte ändern können. Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich vor 10 Jahren schon die Chance dazu gehabt, als ich durch die Behandlung in einer psychosomatischen Klinik schon gesagt bekommen habe, dass mein Trinken nicht normal ist und dennoch habe ich es nicht geändert. Heute weiss ich, dass ich niemals wieder normal trinken kann. Bestimmt könnte ich zwar heute sagen, ich trinke nur eins oder zwei.

    Vielleicht könnte ich dies auch über mehrere Wochen oder Monate einhalten, aber irgendwann wäre ein bestimmter Punkt wieder erreicht, wo ich mich nicht mehr wohl fühlen würde und vor diesem Punkt habe ich Angst und genau das ist der Grund, warum ich nicht wieder anfangen will.

    Wenn es Dich beruhigt, diese Symptome sind in leicht veränderter Form bei mir auch vorgekommen. Ich denke schon, dass es am Alkohol liegt und nicht etwa an anderen Begleiterscheinungen. Ich habe auch lange gedacht ich hätte eine Psycho-Macke. Ich habe diese wahrscheinlich auch, wahrscheinlich auch ohne Alkohol aber trotzdem wirst Du irgendwann, wenn Du keinen Alkohol mehr trinkst feststellen, dass die Symptome gewaltig nachlassen.

    Gut, dies ist meine persönliche Erfahrung, aber ich wette mal, dass es fast bei jedem so sein wird. Wie gesagt, ich habe auch lange gedacht, dass mich der Alkohol beruhigt. In Wirklichkeit tut er dies für den Moment, aber morgen früh sind die Probleme auch noch da, wenn sie nicht sogar grösser geworden sind.

    ich habe beim Entzug sogar erlebt, dass eine Psychaiterin einen knapp 30-jährigen in eine solche Anstalt stecken wollte. Sie hat mir sogar später erklärt, dass hierzu verschiedene Tests gemacht werden, wie fit das Gehirn noch ist und anschliessend bliebe bei negativem Untersuchungsergebnis häufig nur noch ein "Altersheim" als Unterbringungsort übrig.

    Glaub mir, wenn Du den Mann auf der Strasse getroffen hättest wärst Du nicht auf die Idee gekommen.

    Ein Mitpatient hatte ein ähnliches Problem er hat davon berichtet, das sein Sohn, der ungefähr im gleichen Alter war öfter mal angetrunken nach Hause käme. Da ist guter Rat teuer. Vater bist Du weiterhin, auch wenn Du Alkoholiker bist. Entweder Du ziehst einen klaren Strich und sagst er darf zu Hause weder trinken noch alkoholisiert sein, dies wird aber schwer durchzusetzen sein, weil Dein Sohn kein Alkoholiker ist, oder Du setzt Dich weiterhin der Gefahr aus irgendwann selber wieder zu trinken, wenn Dein Sohn zu Hause Bier trinkt. Die Sache ist wirklich nicht einfach. Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken.

    da fallen mir 2 Sachen ein.

    Zunächst habe ich mal von meinen Eltern den Spruch gehört:"Die Angehörigen erfahren es immer als die Letzten", da steckt mit Sicherheit ein Körnchen Wahrheit darin, aber dies trifft wohl eher auf Dinge wie Spielsucht oder Ehebruch zu.

    Das zweite was mit einfällt ist, "wie kann man nur so blind sein?". Wenn Deine Mutter von anderen Leuten als lallend oder schwankend beobachtet wird, so muss Dir doch der Alkoholgeruch auch aufgefallen sein, gerade wenn ihr unter einem Dach wohnt. Das ist nicht böse gemeint, ich kann mich noch erinnern als ich Kind oder Jugendlicher war, da habe ich mich auch manchmal mit Leuten unterhalten und hinterher wurde mir von Bekannten gesteckt, den bräuchte man nicht ernst zu nehmen, der würde trinken. Aber als erwachsene Frau sollte Dir sowas schon auffallen.

    Vielleicht schliesst man aber auch bei der eigenen Familie irgendwie die Augen, ich weiss es nicht.

    Ich wünsche Dir und Deiner Mutter aber dennoch alles Gute. Irgendwas beim Lesen der Geschichte sagt mir aber auch, dass dies noch nicht das Ende war. Deine Mutter ist noch nicht einsichtig, das merkst Du an der Reaktion.

    Nun ja, ich bin ja selber von meinen Eltern und von meiner Schwester selber auf meinen Alkoholkonsum angesprochen worden. Ich habe aber in der Regel nicht heimlich getrunken. Zumindest nicht bis zum Rausch. Heimlich habe ich so 2-3 Bier getrunken. Peinlich ist die Sache für mich meistens erst dann geworden, wenn ich auf der Piste war.

    Da hat mich mal meine Schwester angesprochen und wir hätten ein längeres Gespräch geführt. Am nächsten Tag wusste ich davon aber gar nix mehr oder nur noch Fragmente. Das war natürlich nicht so toll.

    Kurze Zeit später habe ich mich aber selber der Realität gestellt und meinen Entzug gemacht und bin froh deswegen.

    Nun, bei Deiner Mutter scheint dies nicht so zu sein, dass sie sich an nichts mehr erinnern könnte. Vielleicht arbeitet es bereits in ihr.

    Ich wünsch Euch alles Gute!

    nun ja. Genau gesagt, war das nicht nur ein Bekannter, sondern sogar ein "verschwägerter Verwandter" meiner Mutter. Mich persönlich hat es nicht unbedingt so hart getroffen. Ich wollte Dir nur sagen, was aus so einem Schluck aus der Pulle aus dem Schrank... oft wird, wenn man es als Ganzes betrachtet. Ich meine wenn man mal eine Bestandsaufnahme macht und realistisch betrachtet was Deine Mutter vielleicht tagtäglich trinkt.

    Ich glaube ja, dass es Deiner Mutter noch gut geht, aber was ist in ein oder zwei Jahren?

    Ob ich da heute was ändern würde, ich weiss es nicht. Ich spreche eigentlich niemand auf den Alkoholkonsum an. Dafür fühle ich mich noch nicht stark genug. Ich weiss noch nicht mal, ob das überhaupt jemand macht. Schliesslich soll derjenige doch soweit abstürzen, dass er es selber einsieht.

    Ich weiss von dem Mann, dass er kurz davor war selbst Hilfe anzunehmen. Einen Termin beim Psychiater hatte er bereits vereinbart, aber ob ihm das geholfen hätte? Wenn ich es so nachbetrachte trinkt sein ganzes Umfeld weiterhin. Es wäre sehr schwierig für ihn geworden von diesem Zug abzuspringen.

    Einen guten Bekannten vom mir hatte auch nie jemand betrunken, höchstens mal angeheitert gesehen. Ich habe mir so meine Gedanken gemacht, weil er überall einen Radler getrunken hat und einen Schnaps dazu. Egal ob morgens um 10 Uhr oder abends um 12. Immer das Gleiche Spiel. Vielleicht haben auch manche gedacht, dass er ein Alkoholproblem hat, aber offen ausgesprochen hat es keiner. Das war halt so und fertig, so war er halt.

    Letzten Sommer ist er plötzlich und unerwartet tot umgefallen mit Anfang 60. Hinterher hat sich rausgestellt, dass zu Hause bei ihm keine Flasche vor ihm sicher war und gegessen hat er über Monate nur noch das Allernötigste.

    Man muss also nicht betrunken sein um Alkoholiker zu sein.

    Hi Oettinger,

    ich wollte Dir gestern schon schreiben, dass ich das schizophren finden würde, wenn die BW zwar was gegen den Alkoholismus tun würde, aber bei Cannabis-Missbrauch (?) sofort fristlos kündigen würde. Ich habe zwar schon was ähnliches von der Polizei gehört, aber wenn es tatsächlich so ist, gehören die Verantwortlichen für solche Regeln vielleicht selber auf Entzug geschickt.

    Soviel ich weiss ist ein Truppenarzt auch der ärztlichen Schweigepflicht unterstellt. Und suchtkrank bist Du so oder so schon. Rück halt mit der Wahrheit raus. Ich habe zwar in meinem Leben höchstens 10 Joints geraucht, hat mir auch nicht gefallen und ich bin davon Gott sei Dank nie abhängig geworden, kann Dir aber nachfühlen, dass Du Dir jetzt deswegen Gewissensbisse machst. Vielleicht hast Du das ja auch nicht regelmässig gemacht. Aber gerade wenn es so ist, rücke dann mit der Wahrheit raus!

    ich hab das vielleicht auch missverstanden, sehe ich erst jetzt.

    Ich dachte Du möchtest hier über Deine Probleme als Borderlinerin und Co-Abhängige sprechen und den Alkoholismus aber ganz aussen vorlassen. Ich meinte Du sollst doch das Problem als ganzes anpacken.

    Nix für ungut!

    Manchmal ist es auch so, dass Frauen aufgrund ihres Alkoholkonsums stark abnehmen, da Alkohol auch abführend wirkt. Die Frauen wirken dann wie magersüchtig. Ob sie es sind, kann ich Dir nicht sagen. Vielleicht ist aber das Alkoholproblem dasjenige, was zuerst angegangen werden sollte. Ich kann Dir das aber nicht sagen, das sollte ihr Arzt besser wissen. Wie aber schon gesagt wurde, wenn sie sich nicht öffnet ist nicht viel zu machen. Schade, dass Dein Vater noch indirekt dazu beiträgt, dass alles schön unter dem Teppich bleibt.

    So bleibt zwar alles wie bisher, aber Deine Mutter wird nicht gesund werden! Sag das doch mal Deinem Vater.