Beiträge von Alexander

    Hallo, ich habe in der Klinik einen "kalten Entzug" gemacht, d. h. ohne Medikamente und wollte trotzdem in der Anfangszeit meine Ruhe haben. Als meine Mutter zu Besuch kam, mit der ich etwas auf Kriegsfuss gestanden bin und manchmal trotzdem noch stehe, weil sie sehr impulsiv ist (sie wirft einem schnell mal was vor, wo man nichts oder nur wenig dazu kann - z. B. das schlechtes Wetter ist :D ). Auf alle Fälle hätte ich da durchdrehen können und weiss auch noch, dass ich mich hinterher ganz schlecht gefühlt habe. Gegen die Besuche meiner Frau hätte ich nichts einzuwenden gehabt, aber die wollte mich nicht so oft besuchen. Irgendwie ist es gut, wenn man mal abschalten kann.

    Lasst ihn in Ruhe seine "Entzugserscheinungen" ausschlafen. In ein paar Tagen wird er für Besuche offener sein und Euch auch sehen wollen.

    Ich befürchte fast für Dich, dass Du Dich in Deiner Therapie nicht so geöffnet hast, wie es notwendig gewesen wäre. Viele Dinge hast Du noch nicht angesprochen, deswegen fällst Du jetzt auch in alte Verhaltensmuster zurück.

    Du musst offener werden. Das Leben besteht ja auch nicht nur aus einem einzigen Teich der ausgerechnet hinter einem edit.//xxxxx Markt liegt. Es gibt doch noch viel mehr Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten.

    Das ist ja aber auch schätzungsweise nicht das einzige Problem, das Du hast. Genau diese Probleme und Schwierigkeiten den Alltag zu meistern musst Du auch in der Therapie ansprechnen, dann hast Du eine gute Chance.

    Ich wünsch Dir alles Gute!

    nicht viel anders. Ausser auf der Arbeit oder in der Familie habe ich kaum mit Menschen Kontakt gehabt die nicht auch getrunken haben. Meistens habe ich sogar zumindest im Sommer alleine im Garten getrunken. Ich hatte auch schon deswegen keine Lust mit meiner Frau ein Eis essen zu gehen, weil ich dann wieder ein Bier bestellt hätte und das hätte man dort vielleicht nicht gekriegt. Also anstatt Eis essen und bummeln, wohl eher ein Eis zum Mitnehmen und dann ab in die Kneipe...

    geht meines Wissens nach auch. Dann wirft die Polizei über einige Wochen hinweg ein wachsames Auge auf den Verkehrsteilnehmer.

    Das ist in Stammtischkreisen dann das berühmte:"Da hat mich jemand verraten...".....

    Wenn sie allerdings in der Zeit nicht auffällig wird, glaubt Dir die Polizei vielleicht auch nicht mehr.

    ... daß die Dame alkoholisiert hinter dem Steuer sitzt, wie so viele in Deutschland. Da ist ja auch mal der "nette Nachbar" mit dabei.

    Das Problem ist hierbei wohl aber, dass niemand weiss, dass sie soviel getrunken hat, bis sie eine Blutprobe abgibt und sich sowas schlecht verhindern lässt.

    Klar, Du kannst den Autoschlüssel wegnehmen usw. Rechtlich gesehen ist es aber ihr Auto, also wirst Du ihr den Schlüssel irgendwann wieder zurückgeben müssen. Sie könnte auch mit dem Auto eines Kumpels fahren, wenn dieser ähnlich uneinsichtig ist und ihr den Schlüssel gibt usw. usf.

    Richtig ist hier im Zweifelsfall nur selbst eine Anzeige bei der Polizei zu machen, doch wer traut sich das?

    dass die Eltern erstmal sagen, sie ist doch krank und nicht wir. Dies bringt aber keinen weiter. Dadurch wird der "Patientin" nicht geholfen. Ich will jetzt gar nicht so weit gehen zu sagen, dass die Eltern möglicherweise durch ihre Erziehung den späteren Alkoholismus geförder haben. Bspw. durch das Anerziehen eines falschen Belohnungsdenkens (was bei mir persönlich wohl auch eine Rolle gespielt hat...), wie es oft vorkommt. Dies führt aber auch nicht bei jedem automatisch zum Alkholismus, manche gründen später vielleicht auch nur eine "Partei" oder werden Extremsportler... :D

    Irgendwann werden die Eltern entweder die "saufende" Tochter aus dem Haus werfen, zwangseinweisen lassen oder ähnliches. Oder sie gehen später mit ihr zu einem Arzt und sagen, wenn wir das gewusst hätten wären wir doch früher mitgegangen.

    Ich weiss natürlich nicht, inwiefern die Tochter überhaupt bereit ist selber vom Stoff runterzukommen. Das sollte man auch abklären. Wenn sie bereit für eine Entgiftung ist, ab zum Hausarzt und eine Überweisung holen. Bei 3 Promille schätze ich mal wird sie automatisch zur Entgiftung angenommen. Das heisst natürlich nicht, dass sie sich die 3 Promille mit Absicht ansaufen soll.

    Wichtig ist auch, dass man den Eltern sagt, dass sie sich wegen der Krankheit ihrer Tochter nicht zu schämen brauchen, dass sie dies aber auch auf keinen Fall vertuschen sollen oder kleinreden (die trinkt halt mal was...).

    ... der Grösste Fehler ist jetzt ihr alles abzunehmen, oder sie vor möglichen weiteren Fehlern bewahren zu wollen.

    1. macht sie die sowieso irgendwann, ob früher oder später...
    2. wird sie sich noch mehr einigeln, wenn ihr Dinge für sie erledigt.

    Ein Riesenfehler war eigentlich schon von ihren Eltern sie wieder aufzunehmen. Vorübergehend mit Sicherheit kein Problem, aber mit Alkoholikern ist das so eine Sache. Andersrum, wer vermietet schon gerne eine Wohnung an einen/eine die trinkt. Also wird man sie nicht mehr so leicht loswerden. Wenn sie sich selber hätte drum kümmern müssen, wäre sie vielleicht schon wegen der Sucherei und evtl. Ablehnungen auf ihren Tiefpunkt gekommen.

    Nun ja, viel mehr kann und will ich nicht schreiben. Ich weiss es ist schwierig, man kann nicht einfach sagen, lass sie halt saufen. Aber sie ist süchtig. Selbst wenn man ihr den Alkohol vorenthält und sie braucht schätzungsweise den Alkohol bereits zum Leben (kann leicht tödlich enden, wenn man sie zwangsweise zu Hause entzieht...) irgendwann wird sie ein Hintertürchen finden und alles doppelt nachholen.

    selber an Dir was verändern, räumliche Veränderungen haben noch niemanden vom Alkhol weggebracht.

    Ich meine hiermit Deine Art wie Du mit Problemen umgehst, Deine Art Deine Freizeit zu gestalten usw. usf.

    Da gehört vieles dazu. Du bist noch am Anfang, nutze diese Chance!

    Bitte keine Verallgemeinerungen die sogenannte "Säufernase" kommt nicht vom Saufen, sondern durch natürliche Gefässverengungen im Bereich der Nase bei älteren Männern. Es stand hierzu schon mehrfach in mehreren Fachzeitschriften, dass viele Männer darunter leiden, dass man ihre Nase als eine sogenannte "Säufernase" bezeichnet, dabei würden sie nachweislich kaum oder wenig Alkhol trinken.

    in deiner Umgebung, die sich mit Angst und Sucht beschäftigt. Sowas gibts immer wieder mal. Aber häufig sind die Leute die unter Ängsten leiden auch gleichzeitig süchtig. Ich bin in einer Gruppe mit 5 Leuten und jeder hat gleichzeitig ein Alkohol-oder Drogenproblem.

    Dass Du die Angst nicht beschreiben kannst, bzw. vor was Du Angst hast ist auch nichts völlig abnormales.

    Ehrlich gesagt bin ich von Deinem Arzt enttäuscht, wenn er Dir solche Auskünfte gibt. Vielleicht hast Du Dich ihm aber nicht richtig offenbart (vielleicht auch bei wichtigen Fragen zugemacht) und er hielt es für das Beste nicht weiter nachzuhaken, was trotzdem ein Fehler ist.

    die Du besser mit Deinem Arzt klären solltest. Bei Deinem täglichen Konsum von 5 Bier könnte es durchaus sein, dass Du noch keine grösseren Entzugserscheinungen hast. Es wäre ja jetzt auch blöd zu sagen, dann sauf halt weiter. Was anderes bleibt einem eigentlich aber auch nicht übrig. Meine Hausärztin hat auch gesagt, Distras (Alkoholersatzstoff) darf sie mir nicht verschreiben, also soll sich meine Frau neben mich und mein Sixpack setzen und bis zum nächsten Tag (Start der Entgiftung) aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr zurichte. Ich habe dann fast gar nix mehr getrunken, wollte auch nicht mehr. Nach 5 Tagen Dauersaufen haben mir aber z. B. die Knie geschlottert, was ich vorher auch nicht kannte. Ich bin dann tatsächlich nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Tag mit 0,0 Promille in der Entgiftungsklinik angekommen. Aber wenn Du mir einen einfachen Satz gesagt hättest, den ich mir merken soll, hätte ich von 5 Wörtern wahrscheinlich nur noch 3 über längere Zeit erinnern können. Ich wollte am morgen noch was zusammenschrauben, weil meine Frau das alleine wohl nicht hingekriegt hätte und ich habe die 2 Schrauben nicht zusammengekriegt. Sowas schafft ein Blinder mit Krückstock. Letzten Endes habe ich dann in der Klinik beaufsichtigt einen "kalten Entzug" gemacht. Die Ärtzin war auch der Meinung wir probieren es mal ohne. Nach 2-3 Tagen war ich auch wieder einigermassen auf dem Damm. Oft geht es aber ohne Medikamente überhaupt nicht. Das muss Dein Arzt mit Dir abklären.

    Ich persönlich weiss jetzt nicht was ich Dir da raten soll. Ich möchte Dir jetzt nicht sagen, dass Du Alkohol trinken sollst. Am Schluss überlegst Du Dir alles wieder anders und stehst in ein paar Monaten vor einem Scherbenhaufen....

    Sprich am Montag mit Deinem Arzt und der kann Dir dann den weiteren Ablauf erklären.

    Also eine Entgiftung heisst, Du kommst vom Stoff runter. Da es für viele Patienten nicht einfach ist plötzlich mit dem Alkoholkonsum aufzuhören, wie Du vielleicht selber schon gemerkt hast. Anstatt dem Patienten weiterhin wenn er vorher eine Kiste Bier getrunken hat nun schleichend über eine oder zwei Wochen hinweg zuerst nur noch 15 Bier, dann 12 usw. bis hin zu null Bier zu verabreichen werden nun Medikamente eingesetzt, die das gleiche bewirken. Bei der Entgiftung wird dann auch noch festgestellt, ob beispielsweise die Leber, das Herz des Patienten noch in Ordnung sind. Ich hoffe mal für Dich in Deinem jungen Alter, das alles noch so ist, wie es sein sollte. Bei Leuten die über Jahrzehnte schon den Alkohol missbraucht haben sieht es oft anders aus. Es kann auch sein, dass dem Alkoholmissbrauch eine psychische Erkrankung zugrunde liegt usw. usf. Das alles wird dort abgeklärt.

    Eine "Therapie" im eigentlichen Sinne, also die Analyse des Trinkverhaltens und die langfristige Änderung desselben fast ausschliesslich in der Richtung, dass in Zukunft der Nullkonsum angestrebt wird, wird während der Entgiftung nicht durchgeführt. Du wirst zwar von den Ärzten darauf hingewiesen, was Dir noch alles blühen kann, wenn Du weiterhin Alkohol in unverantwortlicher Menge konsumierst, aber die Ärzte und Psychiater auf einer Entgiftungsstation haben in der Regel gar nicht die Zeit nähere Therapievorschläge zu machen. Manchmal wird Dir während der Therapie auch schon "Sport" verabreicht, der aber meistens aus längeren Spaziergängen in und um das Klinikgelände besteht. Für viele Leute ist das in der Hinsicht auch die erste sportliche Betätigung seit etlichen Jahren des Alkoholmissbrauchs. Möglicherweise kannst Du Dich dort auch künstlerisch betätigen, in dem Du mit Waschsfarben oder ähnlichem Malen kannst.

    Eine Therapie läuft wie oben schon erwähnt ganz anders ab. Dort gibt es Einzelsitzungen mit Therapeuten, sowie auch Gruppensitzungen. Auch Selbsthilfegruppen sollen während der Therapie von Dir aufgesucht werden. Was alles während einer Therapie gemacht wird oder gemacht werden kann, kannst Du ja mal im Internet recherchieren. Das zu schreiben würde hier den Rahmen sprengen.

    .. wenn die BW jetzt sagen würde, sie gehen dahin und dann dahin... fände ich es nicht so gut. Ein bisschen was solltest Du auch noch selbst in die Hand nehmen.

    Dass Du es nicht alleine schaffst ist klar, so wars nicht gemeint.

    Ich habe wegen der Alkoholsucht bisher 1 Entgiftung und eine Therapie gemacht und bin seit dem 05.10.2006 trocken.

    Vorher hatte ich schon Probleme mit der Spielsucht und habe deswegen vor 10 Jahren auch eine Therapie in einer psychosomatischen Klinik gemacht.

    nein, die Therapie kriegst Du, allerdings ist es nicht überall möglich die Patienten nahtlos zu überweisen. Es muss ja auch erstmal ein Therapieplatz zur Verfügung stehen. Ich hatte da Glück, weil ich im PLK entgiftet habe und dann nahtlos zur Tagesklinik überwechseln konnte. Auch viele Mitpatienten, die stationäre Langzeittherapien gemacht haben konnten unmittelbar in andere Häuser der Klinik wechseln. Wenn Du aber besondere Vorstellungen hast und die Therapie in Bad Kuckucksbach am Binsenstein :lol: machen möchtest, dann wird dort vsl. nicht sofort ein Therapieplatz für Dich zur Verfügung stehen.

    Möglicherweise gibt es aber bei der BW wie gesagt eigene Institutionen, wo alles automatisch für Dich geregelt wird. Was aber eigentlich ziemlich schlecht wäre, schliesslich sollst Du Dein Leben in den Griff kriegen und selber in die Hand nehmen.

    da bist Du ganz schön abgestürzt, hat sich aber abgezeichnet, wie Du ja selber geschrieben hast.

    Du siehst selber, dass Du eine Entgiftung und eine Therapie machen musst. Mit Deinem Trinkverhalten wird es nur noch vorübergehend besser werden. Am Ende wirst Du ganz abstürzen, wenn Du so weiter machst. Fast niemand kauft sich ja eine solch grosse Menge Alkohol für eine Reise, wo es doch an jedem Bahnhof oder in jedem Geschäft weiteren Alkohol zu kaufen gibt.

    Ich denke Du leidest sehr unter Ängsten und versuchst diese durch Alkohol zu betäuben. Mir gings ähnlich wie Dir und ich kann einiges zwischen den Zeilen herauslesen, was mir von mir selber sehr bekannt vorkommt.

    Dein Arbeitgeber wird dieses eine Mal noch darüber hinwegsehen, aber auch für Deine persönliche Zunkunft hoffe ich, dass Du eine Therapie machen wirst.

    nun ja, zunächst wirst Du Dich in ein Krankenhaus oder in eine speziellen Einrichtung zur Entgiftung begeben. Wo das ist kann ich Dir nicht sagen, möglicherweise gibt es hier für die BW eigene Institutionen.

    Dort wirst Du wahrscheinlich viele Leute treffen, die Du vom Äusseren her ablehnen wirst. Wahrscheinlich werden einige von denen auch mit Dir auf einem Zimmer schlafen. Dies ist für viele Leute, die sich noch nicht ganz auf dem Tiefflug befinden ein grosses Problem und häufig werden die Entgiftungen im selben Moment wo man das Krankenzimmer betritt wieder abgebrochen, weil man sich vor den Mitpatienten ekelt. Beziehe das bitte mit in Deine Überlegung mit ein. Wenn Du Dich hierfür nicht in der Lage siehst, ist es besser wenn Du da erst gar nicht hingehst.

    Zunächst wirst Du auf einer Entgiftungsstation von Kopf bis Fuss untersucht, was Du von der Bundewehr ja kennen dürftest. Danach wird entschieden ob Du einen medikamentösen Entzug machen kannst oder ob man es erst mal mit einem "kalten" Entzug bei Dir probiert. Die Entgiftung dauert in der Regel 2-3 Wochen. In dieser Zeit wirst Du über die Alkoholkrankheit ausreichend informiert, was leider die meisten nicht von späteren Rückfällen abhält. Deswegen solltest Du gleich eine Therapie anstreben. Die Weichen hierzu können auf der Entgiftungsstation gestellt werden. In seltenen Fällen gehen die Patienten direkt von der Entgiftung in eine Therapie über. Möglicheweise sogar in der selben Klinik.

    Während der Entgiftung wird häufig von den Patienten erwartet, dass sie bestimmte Aufgaben übernehmen. Bsp Essen an Mitpatienten verteilen, Raucherraum sauber machen, etc. pp. Aber das dürftest Du von der Bundeswehr her als Revierreinigen kennen. Manche dieser Dienste sind täglich gefragt andere wöchentlich. Dies ist allerdings nicht in jedem Krankenhaus gleich. Du kannst also nicht den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen. Wenn Du nicht deutlich rückfallgefährdet oder selbstmordgefährdet bist, kannst Du schnell Ausgang kriegen, so dass Du Dich zumindest auf dem Klinikgelände frei bewegen kannst. Es könnte auch sein, dass Du z. B. alle persönlichen Gegenstände wie die Geldbörse, Feuerzeug etc. pp. abgeben musst, damit für Dich und andere keine Gefahr ausgeht. Solche Dinge gibt es, muss aber nicht sein.

    Möglicherweise hat die Bundeswehr hier aber eigene vorzeigbarere Entzugsstationen, wo Dir das ein-oder andere erspart bleibt. Hierzu musst Du mit dem zuständigen Truppenarzt mal reden.

    Ich wollte Dich hier nicht von einer Entgiftung abschrecken, aber überlege Dir ob Du jetzt schon dazu bereit bist Dich in eine solches Umfeld zu begeben, bevor Du am ersten Tag wieder Reissaus nimmst, was Dir Dein Abeitgeber u. U. mit der Kündigung belohnen würde...