Beiträge von oldie

    Liebe Lindi!

    Du hast die Begründung, dieses wichtige Gespräch auf die lange Bank zu schieben, doch schon gegeben.

    Zitat

    Aber es gibt auch keine Alternative (mehr) ich MUSS! Und schon greift der Mechanismus, ich "sabotiere" mich selbst, weil ich eigentlich nicht WILL.
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    Und du redest dir, wie in deinem letzten Posting, deine Situation gerade wieder schön.
    Angst vor der Zukunft, vor allem dann, wenn doch etliches ungewiss ist, und eine warme, wenn auch absolut zugige Bruchbude noch bereit steht, ist doch nicht ungewöhnlich.

    Aber Angst macht auch handlungsunfähig.
    Könnte sich diese Angst nicht verringern, wenn du für Deutschland möglichst viele der fraglichen Punkte und Alternativen vorabklärst bzw. auf dem Papier festhältst?
    Wenn du es als spannendes Abenteuer betrachtest, das es sich lohnt zu bestehen - auch wenn der genaue Ausgang offen ist.

    Ich bin sicher, schlechter als du es jetzt hast, kann es nicht werden.
    LG oldie

    Liebe ainoic star!

    Ich finde, du hast in einem deiner vorigen Posting schon geschrieben, was du hier willst:

    Zitat

    Ich denke es sind 2 sachen weswegen ich hier bin (ausser um mir die sorgen und den ärger von der seele zu schreiben) .

    Ich muss ne trennung planen, bzw daran arbeiten so selbstständig zu werden dass ich nicht mehr von ihm abhängig bin.

    ....
    Und zweitens bin ich grad hier um zu verstehen wieso ich so wütend bin.

    Ich denke, es macht mehr Sinn, daraus 4 Punkte zu machen:

    1. Sorgen und Ärger von der Seele zu schreiben:
    Ein für mich durchaus verständliches Verlangen, hier eine Klagemauer zu haben.
    Allerdings hast du das in den vergangenen Jahren bereits oft gemacht. Ja, ich denke es ist keine ungerechtfertigte Verallgemeinerung zu behaupten, jede/ jeder in diesem Bereich hätte selbst viele ähnliche Sorgen und Ärger durchgemacht und hat Verständnis dafür.
    Aber es muss einmal auch genug gejammert sein, handeln ist gefragt.

    2. Trennung planen
    Um diese nicht nur als Fata-Morgana im Raum stehen zu lassen, brauchst du meiner Meinung nach den Kontakt zum Jugendamt und vor allem folgendes:

    3. ..."so selbstständig zu werden dass ich nicht mehr von ihm abhängig bin."
    Das ist sicherlich das Fundament, auf dem du Deine Zukunft aufbauen kannst. Allerdings sollte dieses "Erwachsenwerden" sich auch auf die Unabhängigkeit von anderen möglichen "Retter" beziehen.
    Für dieses Lösen aus der Abhängigkeit kannst du hier viele Anregungen bekommen. Du mußt sie "nur" verinnerlichen und anwenden. Es ist ein schwieriger, ein oft schmerzender, aber ein lohnender Weg.
    Dazu gehört aber auch, dass du nicht sofort abwiegelst und dir deine Situation schönredest, sobald es darum geht, dass DU und nur DU ALLEIN dich ändern kannst.

    4. Verstehen, warum du so wütend bist
    Nun, als ich erkannt habe, in welch zerberstenden Kartenhaus ich lebe und als ich die schmerzende Notwendigkeit erkannt habe, mich von meiner Lebenslüge zu verabschieden, war ich ganz schön wütend. Diese Wut zuzulassen und später nicht zu verdrängen, war für mich gut, da sie mich handlungsbereit werden ließ.

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    Eine Paartherapie mit einem Partner, der seine Alkoholabhängigkeit verleugnet, ist auch meiner Erfahrung nach kontraproduktiv. Das ist ganz logisch. Weißt du, wie oft ich gehört habe und immer noch höre, dass er kein "richtiger" Alkoholiker ist.... und dass hätte auch eine bunte Vielzahl von Beratern, Psychologen, Psychiatern und Freunde gesagt. *g*

    Ein Mensch, der keine Suchtproblematik hat, braucht ganz einfach keine Vereinbarungen über täglche Trinkmengen etc. und wenn er sie denn einmal getroffen hätte, dann ist es für ihn auch ohne jede psychologische Begleitung überhaupt nicht schwierig sie einzuhalten oder sofort wieder zu ihr zurückzukehren, wenn er sie einmal überschritten hat.

    Kontrolliertes Trinken ist für einen Alkoholkranken auf Dauer nicht möglich. So simpel und eindeutigst ist die Erfahrung, die du hier in allen Bereichen nachlesen könntest.
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    Wie geht es deinen Kindern?

    LG oldie

    Was soll ich dir nun glauben, deine für mich ehrlich klingenden Beschreibungen für deine existentiellen Sorgen oder deiner nun für mich nicht ehrlich klingenden Abwiegelei und Kleinrederei.

    Wenn es dir eh gut geht, dann mach weiter wie bisher.

    Du fragst: Gibt es noch Hoffnung?

    Bezogen auf "Hoffnung für deinen Mann" hast du genügend und meiner Meinung nach zutreffende Antworten erhalten.

    Wenn du "Hoffnung" auf dich und auf ein zufriedenes zukünftiges Leben beziehst, dann hast DU es allein in der Hand diese Hoffnung zur Realität werden zu lassen.
    Dafür kannst du hier jede Menge nützlicher Gedanken bekommen. Die Arbeit daran kann dir aber niemand abnehmen. Hast du dich bereits in versch. Threads eingelesen - auch in die der Alkoholkranken und der Erwachsenen Kindern von Alkoholikern?

    Zu deiner letzten Frage:
    Überlege dir doch, ob das Thema "Alkohol" in deinem Denken und Handeln nicht ein Gewicht bekommen hat, das alle anderen Fragen , normalen Probleme und Aktivitäten unverhältnismäßig stark überdeckt.

    Hast du dich von der letzten Nacht schon erholt? Wirst du dich zukünftig nicht fürchten, was passiert, wenn die Kinder wieder ein Wochenende weg sein werden?
    Es werden aller von uns gemachten Erfahrungen nach noch viele dieser Nächte folgen.

    Wer will findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.

    LG oldie

    Liebe Nys,

    Ich möchte noch einen anderen Gedanken, der mir lange Zeit durch den Kopf ging, ansprechen.

    Du hast dich in der Gestalt des Hans, der Igel, wiedergefunden und danach für dich eine Diagnose gestellt. Ich denke, so eine Selbstdiagnose ist gefährlich. Meiner Ansicht nach, wenn ich mir dein Verhalten nach dem von dir Geschriebenen durch den Kopf gehen lassen, und deine Texte lese, spräche doch etliches dagegen.

    Es wird hier im Forum darüber keine Diskussion erwünscht sein - sehr verständlich.

    Das wichtigste ist sicherlich, dass du mit dir im Reinen bist..... und dazu trägt eine Diagnose sehr wenig bei.

    LG oldie... bitte das ist nur meine Ansicht!

    Liebe aionic star!

    Du schreibst:

    Zitat

    ja eh klar. aber eher ist es so dass mir die kinder abhanden kommen wenn er weg wäre, zumindest wenn es chaotisch abläuft, weil er leider trotz des alkoholismus mehr emotional und geistig anwesend ist als ich.

    Aber es geht doch um das Wohl deiner Kinder!
    Du willst für sie das Beste, du willst ihnen eine glückliche Kindheit ermöglichen. Du willst auch sicher, dass sie es als Erwachsene leichter haben als du.
    Eines ist sicher, das ist innerhalb einer Familie, die von der Alkoholkrankheit eines Partners beherrscht wird, NICHT möglich.

    LG oldie
    Oldie

    "Doch ich will eigentlich schon etwas ändern. "

    Ich saß bei einem Urlaub an einem Strand und sagte mir:
    Ich will etwas ändern. Und zur Erinnerung an diesen Vorsatz nahm ich mir Kieselsteine mit. Diese trug ich in meinem Hosensack mit, griff sie fast täglich an und erinnerte mich an meinem Vorsatz. Noch heute liegen sie hier auf meinem Tisch.

    ."....es ist eigentlich langfristig nicht erträglich. Ich kann so sicherlich nicht für immer."

    Dann beginne, heute etwas zu ändern. Das bedeutet doch nicht sofortige Trennung. Die mag ja am Ende einer langen Entwicklung stehen, wer weiß das schon heute.
    Wer will, findet Gründe, wer nicht will, findet Wege.
    Was könntest du tun, um dich heute wohler zu fühlen? Was hat dir heute Freude bereitet?

    Die Gründe, die du nennst, "Wer macht mir um 6 Uhr in der Früh den Tee, wer holt die Kinder von er Schule ab.....
    wer gibt mir Liebe, wer nimmt mich in den Arm...." sind doch "eigentlich" lächerliche Entschuldigungen.


    "....Ich bin nicht nur emotional sondern auch pratiksch extrem abhängig von meinem freund. ..."
    Ich sage einmal, jeder Partner eines Alkoholkranken ist emotional mehr oder weniger abhängig. Eine Trennung, ohne sich aus dieser emotionalen Abhängigkeit zu befreien, wird deine Lage nicht grundlegend verbessern. Deshalb ist der erste Schritt sicherlich, sich davon zu befreien.
    Was kannst du für dich tun, um nicht von seinen Stimmungen und Launen und seinem Alkoholgenuß, dermaßen beeinflußt zu werden? Eines ist sicher, du wirst ihn nicht ändern können, selbst wenn du mit "Engelszungen" reden würdest. Du kannst nur bei dir selbst, in deinem Denken und Handeln etwas ändern.


    "...das alles würde relativ kollabieren wenn er ned mehr da wäre, also das "ich weiß nicht WIE ich mich trenne soll" hat da schon eine gewisse bedeutung."

    Der Beginn, um aus deiner Misere herauszukommen (ich höre aus deinen Postings eigentlich nirgends heraus, dass du jetzt glücklich und zufrieden bist) ist sicherlich sein eigenes Leben und das Leben seiner Kinder selbst zu organisieren. Mach dich auf den Weg, ohne die bequemen Ausreden, warum du das nicht kannst.

    Du sagst,

    "...Es ist teilweise so als hätte er mich trotz eben seiner alkoholsucht zu einem normalen menschne rerzogen und mir beigebracht die einfachsten dinge zu schaffen, sowas wie einen haushalt zu führen, mich höflich zu benehmen in der öffentlichkeit und nicht überall zu spät zu kommen und halbwegs sauber und ordentlich zu sein...."

    Und das alles kannst du nun nur, wenn "er" im Hintergrund und in deinem Kopf als Droh- und Motivationsgespenst hockt? Wieso kommst du zu dieser Überzeugung oder besser gefragt, sind das nicht Gedanken, die von seiner Seite aus in dir immer wieder bestätigt werden? Du bist nichts ohne ihn, du kannst es nicht schaffen, ohne ihn bist du verloren...., ohne ihn verlierst du deine Kinder, du bist ihm Dankbarkeit schuldig ?

    Beweis dir doch selbst, dass du das alles nun auch tatsächlich ohne Antreiber kannst. Das würde zu einem ganz tollen Gefühl deines eigenen Wertes führen.... was den Beginn einer glücklicheren Zukunft bedeutet.

    Zum Beispiel, indem du Lindes Rat befolgst, und Beratungsstellen in Anspruch nimmst.

    LG oldie

    LG oldie

    Liebe Nys,

    Mir ist besonders ein Satz in deinem ersten Posting aufgefallen

    Zitat

    ..Es tut einfach weh weil ich ihm wie ein Kind vertraut hab, daß er mir nie weh tun würde....

    Führt dich das nicht wieder zu deinem Inneren Kind zurück?

    Kein erwachsener Mensch soll sich derartig in einen anderen Menschen versenken und schon gar nicht in einen alkoholkranken Menschen; ein Kind hat ja niemanden anderen, es muss mit der Situation irgenwie "fertig" werden und trägt meist gr. Schäden davon. Aber du bist jetzt schon groß und du bist für dein Leben verantwortlich und für das Setzen deiner Grenzen.
    Er handelte so, wie er aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Suchterkrankung handelte (z.T. sicherlich auch handeln mußte).....

    Für mich ist es (jetzt) müßig der Frage nachzugehen, warum, weshalb etwas so gelaufen ist, wie es eben gelaufen ist. Ja, ich habe auch Verletzungen und ich hatte so manche Fragen, aber solange ich mich mit diesen Fragen beschäftige, kann ich nicht loslassen. .... und die Gedanken kreisen und kreisen.
    Da hilft nur eines, austeigen aus dem Karussel, und akzeptieren, es war wie es eben war. Nur dadurch wird die Leimrute durchtrennt und ein selbstbestimmtes Leben möglich.

    Vielleicht geben dir meine Gedanken etwas.

    LG oldie

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    Danke Andreas, dass du dich beteiligt hast. Du hast auch mich wiederum bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein.

    Lieber Rhein, kurze Antwort...detto

    und in dieser Zeit wurde intensive Erziehungsarbeit an mir versucht.....'a la Miller und schwarze Paedagogik ...das heisst Manipulationen.
    Das war auch die letzte Handlung und der direkte Anlass fuer den Beginn meines neuen Lebens. (Danke Nikida fuer deinen anregenden Gedanken)
    LG oldie

    Hallo Jonas,

    In weiten Teilen stimnme ich dir zu bis auf diese Feststellung:

    Zitat

    Die Falle hat zugeschnappt. Ich habe den "Umkehrschluss" - hilfst du und du mir nicht, vernichtest du mich, du trägst dann die Schuld, du bist verantwortlich - benebelt vom Gefühle des Triumpfes nicht bemerkt.

    Nein, es könnten auch Lebensmythen wie zb. Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles, eine Erklärung darstellen. Glaubenssätze, die manchen von uns insbesondere denjenigen der älteren Generation als Ideal von sehr mächtigen Organisationen hingestellt werden.

    Nein, ein Gefühl es Triumpfes habe ich zumindest nie verspürt.

    LG oldie

    Hallo Speranza,
    Genau so wie du das beschrieben hast, trifft es auf mich zu.

    Ich habe meine eigenen Normen zum Mass aller Dinge gemacht..... in guten wie in schlechten Tagen... als ich draufgekommen bin, dass es nur mehr um seine guten und seine schlechten Tage ging, war der Karren schon festgefahren bzw. im Loch versunken.

    Gegen Ende hatte ich die erschütternde Gewissheit, dass ich in meinen schlechten Tagen (Krankheiten) auf keine wesentliche Hilfe hoffen durfte, sondern dass ich im Gegenteil ihn trösten müßte, weil es mir so schlecht ging. :(

    Absolut pervers, sage ich heute.

    Danke für das Hervorholen des Links. Ich habe ihn gestern gelesen und wieder einmal gestaunt, welche Schätze hier vergraben sind.

    Ein paar Gedanken noch von mir:

    Wenn ich mich nicht selbst liebe, kann ich niemanden andern richtig lieben, nicht einmal meine Kinder.
    Wenn ich mich selbst nicht annehme, werde ich von anderen nicht angenommen werden und ich werde andere in ihrem Anderssein schwer annehmen können.
    Wenn ich mich selbst nicht genügend schätze und in meinem Wesen respektiere, wie kann ich andere dann in ihrer Persönlichkeit schätzen?

    In diesem Sinn habe ich weder ich ihn noch mein Partner mich "richtig" geliebt.
    In den letzten Phase unseren Ehe war mir klar, dass "Liebe" das letzte Wort wäre, das unsere Beziehung beschreiben würde.
    Es war für mich nur sehr schwierig, mich von meiner Lebenslüge zu verabschieden, eben das zu denken u n d auszusprechen.

    Charlie Chaplin: Selbstliebe. Bitte danach googeln

    LG oldie

    Danke Andreas für deinen Beitrag. Es ist für mich sehr wichtig, dass du deine Entwicklung, die wohl bei sehr vielen so verlief, so klar dargestellt hast.

    Was mich betrifft, ich war absolut naiv, was Suchtkrankheiten betrifft. Lach, als ich das Problem ernsthaft vor einigen Jahren ansprach, dachte ich, damit sei es gewesen und erledigt. Ich sage, was mich stört, und dann wird doch mein Partner darauf in meinem Sinn "richtig" darauf reagieren. Nun er reagierte, aber nicht so wie ich dachte, sondern eben in der Art, wie es hier von vielen (und auch von dir, Andreas) beschrieben steht.

    Und ich stand fassungslos und immer erstarrter daneben, da ich zunehmend nicht mehr wußte, ob ich "ein Manderl oder ein Weiber" bin.
    Das heißt, nichts mit Größenwahn oder Selbstüberschätzung bei mir, nicht einmal Kontrolle ..... sondern VogelStraußpolitik und die Hoffnung, eines Tages ist der Alptraum beendet.... aber das ist ja auch oft auf der Seite des Alkoholikers die Denkungsart, denke ich mir.

    Ja, ich denke es gibt schon bei dieser Thematik eine "richtige" und eine "falsche" Lebensart in dem Sinn, dass mein Mann nun keineswegs glücklich ist, mich endlich loszuhaben, sondern zutiefst unglücklich und depressiv. Ich denke, es ist falsch, auch hier dem Relativismus ein Wort zu reden. Ich habe Mitleid mit ihm.

    Liebe lindi!

    Deine zuletzt geäußerte Einschätzung teile ich.
    Ich erinnere mich an die Zeit als du hier ankamst und davon berichtetest, wie du in deine Sch...lage gekommen bist. Könnte sich ähnliches nicht nochmals wiederholen?
    Jedenfalls würde ich es wichtig finden, die Erwartungen, die du hast und die Erwartungen, die er hat, ehrlich zu besprechen. .... du sprachst auch von Liebe deinerseits und da habe ich in Erinnerung, dass gerade du davon gesprochen hast, dass "Liebe" doch oft vorgeschoben wird.
    Besonders wichtig für ein selbstbestimmtes Leben erachte ich, dass du bei deiner Rückkehr auf eigenen Beinen stehen kannst und keine Verpflichtungen gegenüber irgendeinen Mann eingehst und dann eine weitere Dankesschuld abzutragen hast.

    Ich versuche mich in deine Situation zu versetzen. Da stelle ich (als Mutter dreier Kinder) mir in erster Linie die Frage, ob das Mädchen mich akzeptieren würde und was ich tun könnte, um ihr Vertrauen zu gewinnen und nicht die Frage, ob ich eifersüchtig auf sie wäre.

    LG oldie

    Liebe Miriel!

    Erst gestern schriebst du

    Zitat

    ...Eine Beziehung, mit jm, der mir eben nicht gut getan hat.. Ja vielleicht kann ich das irgendwann genauso sehen.

    Ist vielleicht der springende Punkt, dass du im Augenblick nicht überzeugt bist, dass dir diese Beziehung schlecht tut und runterzieht?

    Lg oldie

    Dorothea, deinen Rat, zuerst etwas Wasser den Fluß hinunterfließen zu lassen, bevor ich eine Antwort schreibe, werde ich beherzigen.
    Ich bin in meinem realen Leben als sehr faire, wenn auch manchmal harte Diskutantin bekannt, die nie (oder fast nie) ad personam agiert - das war ja auch eine wesentliche Kompetenz in meinem Beruf.

    In diesem Fall habe ich Hartmuts Worte falsch verstanden, was aufgrund des Geschriebenen durchaus nicht absurd wäre. Wenn es aber so gemeint gewesen wäre, würde ich auch nach Überschlafen meine Konsequenz als nicht überzogen ansehen.

    Danke aber für die Erinnerung an Richtlinien für eine faire Diskussion.


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    Ethanol,

    Du wirfst mir einen Schuh hin und versuchst mich zu psychologisieren - Rächerin der Leidensgenossinnen ":o
    Du erwartest doch nicht, dass ich darauf antworte?

    Möchtest du auf meine Frage antworten, ob dein persönliches Umfeld, insbesondere deine Töchter nicht nur über deine Persönlichkeitsstörung informiert sind und auf diesem Gebiet arbeiten, sondern auch über deine Alkoholerkrankung und deine Absicht, dich daraus zu befreien?

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    Viele Wege führen nach Rom; manche sind steiniger und kurviger, wobei im Apennin viele abzweigende Gassen in die Irre führen können.
    Aber auch Sonderwege mögen zum Ziel führen, sehr, sehr selten aber auch das gibt es zweifellos.

    Lieber Hartmut, ja ich habe dich falsch verstanden. Danke für deine Rückmeldung und auch dir Gracia danke ich für deine Worte.

    Ich habe hier unheimlich viel gelernt, gerade von der Sichtweise der Alkoholiker über ihre altes und ihr neues Leben. Die Richtlinien über Risikominimierung und ähnliches sowohl bei den Alkoholikern als auch bei den Co-abhängigen enthält meiner Meinung und meiner Erfahrung nach so viel Wahres und Wertvolles. Die Arbeit, es ins Eigene zu übersetzen, bleibt aber immer beim Einzelnen.
    Es tut mir leid, aber sowohl das Lesen im Angehörigenbereich als auch nun hier in diesem Thread empfinde ich im Augenblick als unheimlich frustierend. Es tut mir einfach nicht gut und ich werde auf jeden Fall eine längere Pause einlegen.

    Aber ohne Euch hätte ich mich aus meiner langjährigen destruktiven Beziehung sicher nicht lösen können und heute ein zufriedenes Leben leben (trotz AOn, trotz Beratung bei der Suchthilfestelle, trotz 3 er frustierender Ansätze bei Psychotherapeuten zu 80 Euro die Stunde)

    LG oldie

    Hallo, ethanol,

    Hallo an diejenigen, die sich über mein Posting empören!


    Ich habe jetzt den gesamten Thread gelesen und erkenne, dass mein Posting zu diesem Zeitpunkt deplaziert war, da ja inzwischen derartig viele wichtige Gespräche über wichtige Themen geführt wurden.

    "Weil ich meinem Kind versprochen hatte, meinem Enkel Klavierunterricht zu erteilen, sobald er fünf Jahre alt ist (er ist 19 Monate alt), musste und wollte ich aufhören zu trinken. Das war vor 15 Tagen......

    Ich muss dieses Versprechen in 4 Jahren und 9 Monaten einlösen. Ich werde meinen Enkel unterrichten, denn das habe ich meiner Tochter versprochen. Wenn ich eine Mindeststudiendauer von 5 Jahren zugrunde lege, wären das 9 Jahre und 9 Monate, die ich abstinent sein muss. Dann wäre ich 66 Jahre alt."

    Nun, ich bin in Hinsicht auf das Klavierlernen ein gebranntes Kind. Nicht nur, dass aus mir nichts Rechtes werden könne, da ich es ablehnte und keine besonderen Fähigkeiten zeigte, auch die Erinnerung, dass ich als Sonnenschein der Familie (eine Rolle, die mir von den wesentlich älteren Geschwistern und vom Vater zugeteilt wurde und der ich willig versuchte gerecht zu werden) mehr als 1 Mal verhindert hätte, dass meine Mutter in der Nacht den Kopf in den Gasherd legte, tat ein übriges.

    Stimmt Schnuffig, ein trinkender Großvater ist schlimmer als einer, der so strikte Lebenspläne für seinen 1 1/2 jährigen Enkel entwirft.
    Aber ein Großvater, der einen Enkel behutsam und empathisch in seiner Entwicklung begleitet und nicht mit der Last seines Trockenwerdens oder Trockenbleibens belastet, ist doch noch viel besser..... und dann habe ich auch noch Ethanols Bemerkung im Kopf, dass eine kleine Unregelmäßigkeit ihn aus der Bahn werfen würde..... Was das für den Kleinen bedeutet, ist zumindest mir klar.

    Stimmt, gracia.... Ich weiß nichts bis kaum etwas über die "Binnenverhältnisse".

    "...Ich bin so normal wie alle Alkoholiker und habe mich ganz normal, wie alle Alkoholiker, zum geheimen Säufer entwickelt...."


    .... hat Ethanol nun seine Töchter über seine Alkoholkrankheit informiert? Ich weiß es nicht; da vorher von ihm sehr viel getan wurde, um seine Abhängigkeit zu verbergen, könnten sie eventuell gar nichts davon wissen.

    In all den interessanten Informationen ist mir ein kleiner Fehler aufgefallen, der es mir ansonsten nicht wert wäre, ihn richtigzustellen.
    "C2H5OH ist die Summenformel für Ethanol. Dieser zweiwertige (2 C-Atome) Alkohol kann - aber sollte nicht, wie wir hier inzwischen wissen - getrunken werden."
    Ethanol ist ein einwertiger Alkohol.

    Aber hier geht's ja um dich, Ethanol, und nicht um mich und nicht um chemische Fachbegriffe.

    Wenn für dich alles klar ist und du auch noch eine hübsche Theorie über die Co-abhängigkeit bzw. für das Verhalten von Angehörigen von Alkoholikern hast, dann mag das vielleicht eine interessante Arbeitshypothese sein (Deine zuletzt gegebene Anamnese scheint mir allerdings ein etwas verschobenes und verschrobenes Bild zu geben. .. oder sollte das Ironie oder ein Sketch sein?) Aber gut, dass du Coabhängigkeit offensichtlich für deine Töchter und später auch für deinen Enkel ausschließen kannst.


    Ich werde nicht mehr in der Sparte "Alkoholiker" schreiben.


    Damit verabschiede ich mich von dir und wünsche dir alles Gute
    für ein freies, erlernbar glückliches/zufriedenes, abstinentes Leben
    unabhängig von Personen oder Versprechen.

    Grüsse oldie

    Lieber Ethanol!

    Ich denke, mein Posting ist in seinem wesentlichen Anliegen nicht rübergekommen.

    Wenn Du bereits Antwort auf das ernsthafte Problem, das ich sehe, gegeben hast, dann habe ich bis jetzt die entsprechende Stelle nicht gefunden.

    Ich gehe allerdings nicht von der Position des Alkoholkranken aus und hinterfrage seiner Motivation, sondern in meinem Blickfeld ist ein sehr junger Mensch, dessen Lebensentwurf von seinem Großvater hier skizziert wird.... z.B. wie alt er denn dann wäre, wenn das Baby seine vollständige musikalische Ausbildung beendet hätte.

    Glaubst du nicht auch, dass dieses junge Wesen sehr bald fühlt und weiß, dass es für das Trockenwerden und Trockenbleiben des Opas zuständig und verantwortlich ist. Es mag ja vieles unausgesprochen bleiben, aber ein Kind, das emotional vollständig von den Erwachsenen abhängig ist, wird spüren, wird fühlen und wissen, was es zu tun hat - nämlich seinen alkoholkranken Großvater zufriedenzustellen. Dadurch kann es in seiner Persönlichkeitsentwicklung ernsthaft gestört werden.

    Ich bezeichne deine Pläne daher als geplante emotionale Erpressung und emotionale Gewalt.

    Nicht, dass ich nicht glaube, dass die Tatsache, dass du nun Musik unbetäubt genießen kannst,
    nicht dass ich nicht glaube, dass der Gedanke, die Entwicklung seines Enkelkindes mit vollen Sinnen wahrzunehmen,
    nicht, dass ich nicht glaube die Freude, das Kind findet Gefallen an meinem geliebten Hobby oder entdeckt auf diesem Gebiet seine eigene Liebe und Fähigkeit,
    nicht, dass ich nicht glaube, dass alles das ein wesentlicher Anreiz für einen Alkoholkranken sein kann, nicht mehr zu trinken,
    aber das sollte nicht ausarten und quasi die Verantwortung für DEIN Wohlergehen auf die Schultern eines kleinen Menschen abladen.

    Wie fühlt sich ein Kind, dem gesagt wird bzw. dass mit seinen sensiblen Antennen fühlt und weiß in seinen Händen und in seinem Verhalten läge die Verantwortung für dich.
    Die Beiträge der EKAs sprechen eine deutliche Sprache.
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    Zu den Vermutungen zu meiner Person und zu meinem Wissensstand möchte ich mich nicht äußern, da sie einerseits ad personam gerichtet sind und andererseits in meinem kurzem Posting keine Äußerungen sind, die dahingehend interpretiert werden könnten.

    Grüsse oldie

    Ich komme ja vom anderen Ufer ... und da draengt sich mir eine Frage auf... wird hier nicht eine weitere Coabhaengige herangezuechtet.
    Was ist, wenn deine Enkelin partout keinen Bock darauf hat Musik, bzw. Klavier zu lernen oder gar zu studieren?

    Nichts fuer ungut, lieber Ethanol, aber hast du auch diesen Aspekt bedacht?
    lg oldie