Beiträge von oldie

    Hallo, lieber Silberkralle!

    Du hast es auf den Punkt gebracht.

    Allerdings, wenn ich die Wahl habe, dass sich mein Denken um eine Sache dreht oder um einen Menschen, mit dem mich sehr viel verbindet, dann bevorzuge ich die Sorge um den Menschen.

    Die alternative und wie ich hier gelernt habe einzige Möglichkeit, diesen Menschen zu ignorieren und fallenzulassen, die Sorgen um ihn als für mich äußerst ungesund anzusehen, ist sehr schwer zu erkennen, zu glauben, zu fühlen und innerlich zu akzeptieren..... Jedenfalls widersprach sie aller ethischer Richtlinien, nach denen ich bisher gelebt habe.

    Es ist so wie es ist, aber nichts ist gut außer dem, dass ich in diesem einen Jahr der Trennung aufgeblüht bin. ... und das ist wiederum sehr viel und für mich gut!

    Danke, S. für dein sympathisches und empathisches Mittun in der Angehörigenabteilung.... das ist nicht so selbstverständlich.

    Oldie

    Ich kreierte folgenden Satz - für manche wohl unverständlich- , um mein diesbezügliche Opferhaltung von früher zu karikarieren:

    Geschieht ihm schon recht, wenn ich mir weh tue/verletze/krank werde/ etc. *g*

    Blöderweise bemerkte Er das gar nicht einmal oder hatte einen Grund wieder einmal das IaS (Ich armes Schwein) Syndrom zu zeigen.

    LG oldie

    syra, ich habe deine bisherigen Threads nachgelesen.... möchtest du nicht ein bißchen davon berichten wo du nun stehst.

    zu deiner jetzigen Frage: Wenn mir ein Mann so etwas sagen würde, würde ich mich verarscht vorkommen.

    Mach doch den Versuch aufs Exempel:
    Sag doch einfach:
    Deine Göttin hält deinen Alkoholmißbrauch nicht mehr aus - entweder trinken, das ist ja dein gutes Recht - oder die Göttin...beides geht nicht, beides kannst du nicht haben.

    Schließen wir Wetten ab, wofür er sich entscheiden wird?

    Nicht Worte sind wichtig, sondern vor allem Taten.... gerade in diesem Bereich!

    Liebe syra!

    Götter und Göttinnen werden schnell gestürzt, wenn sie die Wünsche des Anbetenden nicht erfüllen - es gibt ja noch andere Göttinnen!

    *g*

    Vertrau deinem Gefühl und
    Liebe Grüße

    Liebe Verzweifelt!

    Ich verstehe deine Verzweifelheit. Aber glaubst du tatsächlich, dass du dann seine ganze Aufmerksamkeit bekommst und gepflegt wirst oder gar nur sein echtes "Mit"leid bekommst?

    Bei mir war es so, dass ich die tiefe Überzeugung bekam, - was auch real bewiesen wurde - , dass meine persönlichen Unpäßlichkeiten bis ernsthaften Erkrankungen je nachdem unterschiedliche Reaktionen hervorriefen. bzw. alle auf einmal oder hintereinander - was dann besonders verstörend war.

    a. Gar nicht bis in sein Gehirn richtig vordrangen
    b. Ich das Gefühl vermittelt bekam, dass ich absichtlich krank wurde, und dass er jetzt die ärmste Sau sei und getröstet werden müßte.
    c. dass ich mir alles nur ausdenke und gar nicht stimmen würde.
    d. im Nachhinein waren seine Rechfertigungen, dass ich ihm das alles nicht gesagt hätte und ein weiteres Beispiel für meine passive Agressivität seien
    e. Als willkommene Gelegenheit für ihn trinken zu können... den Anlaß lieferte ja ich dazu. Achtung Satire: Da kann ja armer Mann ja gar nicht anders als sich den Schmerz wegzutrinken.

    Übrigens war ein solcher "Vorfall" für mich der direkte Anlaß mich nach in seiner 2-monatigen Trinkpause zu trennen.

    Es war für mich so etwas von klar geworden, dass der Spruch "in guten wie in schlechten Zeiten" in unserer Beziehung von ihm n u r als Einbahn gesehen wurde.

    Liebe Verzweifelt -das sind meine Erfahrungen dazu!
    Co´s bekommen nachweisbar eine Menge psychosomatische Erkrankungen, Depressionen, die auch tödlich enden können, und andere ernsthafte Erkrankungen - ein Abwärtsspirale eben.

    Ich habe für mich erkannt, dass hinter dieser Krankheits- und Todessehnsucht die verborgenen (Ach was bin ich gut und hilfsbereit!) agressiven Gedanken gegenüber meinem Mann stecken, sie aber gegen mich richte und mir damit enorm schaden.... So wars bei mir, denke ich.

    Hallo, Melanie!

    Ich wollte nicht sagen, dass dieser Mann ein Alk-problem hat, sondern dass dieses von dir beschriebene Verhalten u n d deine Gefühle dazu mir sehr bekannt sind - da läuft vieles bei den Partnern und letztendlich Co´s von Alkoholkranken und von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen sehr ähnlich ab.

    Ich finde es super, wie du es analysiert hast!
    Liebe Grüße oldie

    Liebe Melanie!

    Deine Beschreibung über deine körperlichen Empfinden beim Denken an ihn finde ich sehr interessant:

    Zitat

    ...auch wenns herz ein wenig sticht oder ich ab und mal spüre wie der hals zu geht als ob ne hand sich rum legt.

    Mein Noch-Ex-Mann ist nicht nur ein Alkoholmißbraucher bis - kranker, sondern dahinter ist diese narzistische Persönlichkeitsstörung, die durch den Alkohol sehr wahrscheinlich extrem verstärkt wird und richtiggehend bösartige Züge bekam. Das Gefühl, dass mir die Luft zum Atmen weggenommen und sogar nicht mehr gegönnt wird (.... seitdem ich nicht mehr als passiver Spielball zur Verfügung stehe) kenne ich nur zu gut.

    Das ist jetzt nur meine Gedankenassoziation zu deinen Texten und vielleicht unfair gegenüber diesem mir ja unbekannten Mann.
    Aber ich bin sicher, du paßt gut auf dich auf.
    Liebe Grüße

    Zitat

    Doch finde ICH für MICH einfach niemanden, der mir helfen kann. Ich telefoniere mir die Finger wund, finde keinen Therapeuten der mir helfen kann, entweder sind sie nicht für mein Problem ausgebildet oder haben keinen Platz, ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich WILL mir helfen lassen, jetzt, ich BRAUCHE Hilfe, doch fühle ich mich da alleine gelassen.
    ER bekommt sofort Hilfe, für ihn wurde bei der Caritas alles in die Wege geleitet, was ich natürlich gut finde. Doch ich darf erstmal 3 oder 4 Wochen warten.

    Liebe Mietzekatze,

    Ich kann nur betonen, wie intensiv und tiefgreifend mir das bloße Lesen in diesem Forum half; nicht nur in der Abteilung der Angehörigen, sondern auch in der der trockenen Alkoholiker. (Ich tat das stunden- und tagelang... und dann erst das Inmichschauen und das mich Erforschen.)
    Es hatte zur Folge, dass bei dem (einmaligen) Gespräch bei der Therapeutin meines Mannes, Neurolgin und Paarberaterin, von ihr vermutet wurde, dass ich meine Psychotherapie bereits gehabt hätte!
    In den Beiträgen von Melanie, Aurora und all den anderen stecken so viele nützliche Gedanken und Anregungen..... Wir alle hier dürfen von Frauen profitieren, die ihren bisherigen (letztendlich erfolgreichen, wenn auch oft steinigen) Weg auch mit Hilfe von Therapie und Beratungen gegangen sind, und die hier andere gerade dort abholen, wo sie nun stehen.

    Ich will sagen, dass du in der Zeit bis du zu einer offiziellen Hilfe kommst, hier so viel profitieren kannst - 24 Stunden am Tag - Es ist ein Selbsthilfeforum, Hilfe zur Selbsthilfe, etwas anderes kann man wohl auch von einer offiziellen Therapie auch nicht erwarten, wenn man realistisch ist. ... Für mich ist dieses Forum um Längen hilfreicher, als es jede meiner bisher 3 bzw. 5 Therapiestunde zu 60 oder 80 Euro bisher gewesen war.

    Ich wünsche dir, dass erkennst, dass einzig und allein deinen Focus auf dich zu legen deine Situation verbessern kann.
    LG Oldie

    Liebe Melanie!

    Meine Gedanken beim Lesen deiner Beschreibung des Wochenendes war einfach, dass da doch gar nichts paßt.... Machtspiele narzistischer Art auf seiner Seite, denke ich.... diese Menschen können zwar auf der einen Seite sehr überzeugend und auch liebevoll sein, andererseits können sie auch genial auf die Knöpfe drücken, um das zu bekommen, was sie wie die Luft zum Leben brauchen.....Dazu gehört auch genau das was du beschrieben hast.... das Abhängigmachen und nach den eigenen Launen tanzen lassen eines Partners. Nur, diese Luft und Energie fehlt dann dem Partner, der hier mitmacht. Wie gut, dass Du auf deine unguten Gefühle hörst!

    Mein Vorschlag: Sprich doch deine Gefühle, die du beim Wochenende hattest, an. Wenn er deine Empfindung ins Reich deiner Phantasie schiebt und auf deine bisherigen schlechten Erfahrungen hinweist, die die Ursache für deine "Verwirrtheit" sein könnten, dann weist du eindeutig, woran du bist.
    Liebe Grüße ..... und vertrau deinem Gefühl!

    Hallo Broti und alle anderen!

    Erst als ich erstmals imstande war Wut zu spüren, wurde ich handlungsfähig.

    Alle Vorgeschichten sind in den Grundzügen so ähnlich wie eineiige Zwillinge. Dieses Forum ist Goldes wert. Ohne dieses würde ich mich tatsächlich sehr wahrscheinlich immer noch fragen, ob ich spinne und erstarrt und gelähmt vor der Schlange zittern.

    Ja,Broti -

    Ich muß schauen, dass es mir gut geht.
    Ich muß mich achten und wertschätzen.

    Niemand anderer, am wenigsten der Alkoholkranke tut es.

    Liebe Frau!

    Wie schön, dass du es geschafft hast und dass es dir und deinem Kind gut geht... das hast du dir echt verdient und ich wünsche euch beiden weiterhin noch viel Freude und Zufriedenheit in eurem ruhigen Zuhause.
    Alles Gute oldie

    Liebe Silke,

    Ich habe deine alten Threads nachgelesen und mir ist da einiges unklar. Damals, vor einem Jahr hast du geschrieben, dass du noch mit deinem Mann verheiratet bist. Bist du inzwischen geschieden?

    Ich entschuldige mich, wenn ich da irgendetwas falsch verstanden habe - aber es wäre doch zum Verständnis wichtig.

    LG oldie

    Liebe Lütte,

    Ich habe auch deinen Thread in der geschl. Abteilung gelesen und habe tatsächlich geweint, - weil er über weitesten Strecken meiner sein konnte.

    Ich denke, dass du dein Auszug sozusagen deine Erpressung ist, um ihm die Augen zu öffnen. Du hast noch nicht richtig abgeschlossen, du hoffst immer noch, du bist damit ein williges Opfer seiner Manipulationen.

    Erst wenn du im Innersten überzeugt bist, dass du ein selbstbestimmtes Leben ohne Alkoholbeeinträchtigungen leben willst, wirst du es erreichen.... und du wirst es dann genießen können (vor allem bei den Voraussetzungen, die du mit deiner jetzigen Wohnung und Umgebung hast).

    Denk daran, du bist auch ein Vorbild für deine Tochter.

    Liebe Grüße oldie

    PS: Ich bin nun fast 9 Monate getrennt und wundere mich immer mehr über mich. Vor allem ärgere ich mich, wieviel ich mir gefallen habe lassen. Ich bin allein, aber nicht einsam! Dort war ich einsam, aber nicht allein.

    Zitat

    ...um sein Leben zu ändern und es positiv zu gestalten, bedarf es nur eine einzige Sache:

    Die richtige Entscheidung zu treffen!

    Habe ich gerade in einem anderen Thread gelesen.

    Diese kannst nur du allein in Eigenverantwortlichkeit und in Verantwortung für deine Kinder treffen.

    LG oldie

    Hallo poster,

    Gratuliere dir zu deiner anhaltenden Trockenheit!

    Allerdings provozierst du mich über deine forsche Bewertung von Portugal nun doch etwas.

    :o

    Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.
    Wer Augen hat zu sehen, der sehe, wer Ohren hat zu hören, der höre …

    LG oldie

    Liebe ette,

    Du schreibst, du fühlst dich von allen Seiten genötigt..... Wenn du fragst, bekommst du diverse Ansichten, die im hiesigen Bereich zum allergrößten Teil auf persönlichen Erfahrungen resultieren.

    Was du damit machst, ist einzig und allein deine Sache. Falls aber die hiesigen Ansichten und die deiner Bekannten/Freunde eher in eine Richtung weisen, wäre das für mich schon ein starker Hinweis in mich hinein und bei meinen widerstrebenden Empfindungen nachzuschauen. Was hält dich noch? Du schreibst dazu, dass du manchmal deine Liebe zu deinem Mann noch so groß empfindest. (Ich persönlich verstehe allerdings nicht, was an einem akut Alkoholkranken so liebenswert ist - Schönmalerei? Selbstbetrug? eine Ausrede für das Nichthandeln?)

    Es verlangt doch niemand von dir eine ad-hoc Trennung, aber kompetente Informationen einzuholen, was die rechtliche und finanzielle Situation anbelangt, kann eine sicherere Basis für ein Abwägen bedeuten.

    Du schreibst jetzt, dass deine halbwüchsigen Kinder die Situation nicht als so wirklich negativ empfinden - einen vorigen Thread von dir hast du aber den Titel "Da brechen meine Kinder (14 und 18 ) zusammen" gegeben.
    So was stimmt nun?
    Du solltest dich aber auch da nicht gedrängt fühlen, eine Antwort zu schreiben - Es sollte nur ein Anstoß zum Nachdenken sein!)

    LG oldie

    Entscheidungen kannst nur du allein treffen. Die Verantwortung für deine Entscheidungen kann dir auch niemand abnehmen. Du bist deines Glückes Schmied und niemand anderer!

    Hallo sally,

    Habe gerade deinen Thread durchgelesen.

    Zitat

    Seit ein paar Tagen versucht nun mein Partner alle Hebel in Bewegung zu setzen, um uns wieder zurückzuholen. Natürlich gibt er auch zu, Fehler gemacht zu haben, aber der Alk scheint nach wie vor nicht das Problem zu sein. Er gibt höchstens zu, es etwas übertrieben zu haben, aber eben nicht mehr....
    Ich hab ihm klipp und klar gesagt, dass es für mich sehr wohl ein gravierendes Problem ist (sonst wäre ich wohl nicht ausgezogen) und wenn er nichts daran ändert, ich sicher nicht mehr zurückkommen werde....
    Ich möchte sogern damit was erreichen! Vielleicht bin ich auch naiv, aber ich hoffe so sehr....
    Was meinst du, kann man mit einer gewissen Konsequenz was erreichen? "

    und später schreibst du " und ich Idiot habe mir Hoffnung gemacht"

    Ich denke, gerade diese Einstellung, diese kleine Hoffnung im Hinterkopf und im Herzen ist so zermürbend und selbstzerstörerisch insbesondere dann, wenn wieder einmal erkannt wird, wie realitätsfremd sie ist.

    Deine beiden Textauszüge könnten von mir stammen. Daher sage ich aus meiner Erfahrung heraus, erst dann, als ich meine Befreiungsaktion - und das ist eine Trennung - ohne jeden Hintergedanken, wie "er" darauf reagieren könnte und ob sie denn bei ihm ein gewünschtes Verhalten erzielen würden, betrachten konnte, konnte es mir gut gehen und ich konnte es mir gut gehen lassen.

    LG oldie

    Wie geht es dir jetzt, liebe Sally? Magst du nicht ein kurzes Update geben?

    Hallo lindi,

    In Erinnerung an deinen früheren Faden muß ich dir gratulieren.
    Mir kommt es oft vor, das sind zwei unterschiedliche Personen, die hier schreiben.

    "es geht voran"


    Früher hast du Gründe gesucht, warum etwas nicht geht, jetzt hast du Wege gefunden, dich aus dieser unerträglichen Situation zu befreien und stehst offensichtlich auch emotional hinter deiner Entscheidung.

    (Wie hat sich die Beziehung zu deinem Freund weiterentwickelt, bei der du doch schlechte Gefühle gehabt hast? - Du mußt selbstverständlich darauf nicht antworten - aber hast du für dich da etwas geklärt?)

    Lg oldie

    Hallo, sonnenblume!

    Ja, es stimmt, es hilft niemanden, wenn du dich selbst aufgibst!

    Klarerweise hast du Angst; so wie eben jeder, dessen Angehöriger schwerkrank ist.

    Aber du kannst eben überhaupt nichts dazu beitragen, dass sich sein Zustand ändert. Er lebte so wie er leben wollte und er wird so sterben, wie ein Alkoholkranker, der nicht einsichtig ist und nichts ändern will, eben sterben wird.

    DU kannst daran nichts, aber schon gar nichts ändern. Du hast nicht eine Spur Verantwortung für das, was im Leben deines Vaters abgelaufen ist und nun geschieht.

    Wenn es dir möglich wäre, deinen Vater zu besuchen ohne Schuldgefühle und ohne in den co-abhängigen Zwang zu verfallen Helfen zu müssen, (die Angst den Vater zu verlieren ist so wie bei jeder ernsthaften Erkrankung von Eltern absolut natürlich), dann wäre ihm und dir geholfen.

    Wenn dir das nicht möglich ist, dann ist es sicher besser für dich, wegzubleiben oder den Kontakt stark zu reduzieren.

    Es darf dir gutgehen, du darfst es dir gutgehenlassen, du mußt das tun, was dir gut tut. Denn du hast das Recht deine eigene psychisch-physische Gesundheit zu bewahren! Liebende Eltern verstehen das!!!!!

    Liebe Grüße
    oldie