mein vater hat heftige entzugserscheinungen

  • Ich hab gerade meinen Vater im Pflegeheim besucht und es ist wahnsinnig wie dreckig es ihm geht.er liegt im bett und zittert und friert heftigst.so hab ich ihn noch nie gesehen.es nimmt mich doch ganz schön mit muss auf mich aufpassen das ich net in.die panik rutsche.ist das normal?

  • liebe gartenblume,

    sei beruhigt, um deinen vater wird sich gekümmert. ich bin mir sicher,das das heim dementsprechend auf ihn schaut und ihn auch richtig behandelt. oder hast du da angst, das die ihn da nicht genug betreuen?

    oft ist das die angst der angehörigen, die sie haben. ich kenne die sorgen der angehörigen von meinem beruf her, wo wir auf der gruppe auch immer wieder beruhigend auf diese eingehen, das wir uns schon richtig gut um die zu betreuenden kümmern und der das bekommt was für ihn wichtig ist.

    da angehörige den einblick in einen solchen heimalttag nicht aheben, haben sie die angst.rede mit den zuständigen mitarbeitern, das du deine angst beruhigen kannst, das hilft oft sehr, um auch vertrauen zum heim auf zu bauen. wichtig für dich, das du die verantwortung dann auch abgeben kannst.sonnst frisst dich das auf.


    gruß
    melanie

  • Hi melanie
    Er ist seit gestern in der Klinik gottseidank.aber so was heftiges hab ich noch nie gesehn grausam.ich hab nur angst das ich nicht wieder in das alte denk Muster rutsche.bis jetzt gehts mir heute eigentlich ganz gut.mein denkmuster ist ja immer mir darf es nicht gutgehen solange es ihm schlecht geht.aber daran arbeite ich ja mit meiner therapeutin.und du hast mir auch bisher wahnsinnig geholfen danke dafuer.
    Lg

  • Ja, gartenblume,

    Dir darfs gutgehen, auch wenn es dem ihm schlecht geht.

    Er ist in besten Händen - und du wirst, wenn es dir schlechtgeht an seinem Zustand und seiner Sucht genauso wenig verändern, wie wenn du alles tust um es dir gutgehenzulassen.

    Es ist dein Leben, deine Zukunft!

    LG oldie

  • Hallo, sonnenblume!

    Ja, es stimmt, es hilft niemanden, wenn du dich selbst aufgibst!

    Klarerweise hast du Angst; so wie eben jeder, dessen Angehöriger schwerkrank ist.

    Aber du kannst eben überhaupt nichts dazu beitragen, dass sich sein Zustand ändert. Er lebte so wie er leben wollte und er wird so sterben, wie ein Alkoholkranker, der nicht einsichtig ist und nichts ändern will, eben sterben wird.

    DU kannst daran nichts, aber schon gar nichts ändern. Du hast nicht eine Spur Verantwortung für das, was im Leben deines Vaters abgelaufen ist und nun geschieht.

    Wenn es dir möglich wäre, deinen Vater zu besuchen ohne Schuldgefühle und ohne in den co-abhängigen Zwang zu verfallen Helfen zu müssen, (die Angst den Vater zu verlieren ist so wie bei jeder ernsthaften Erkrankung von Eltern absolut natürlich), dann wäre ihm und dir geholfen.

    Wenn dir das nicht möglich ist, dann ist es sicher besser für dich, wegzubleiben oder den Kontakt stark zu reduzieren.

    Es darf dir gutgehen, du darfst es dir gutgehenlassen, du mußt das tun, was dir gut tut. Denn du hast das Recht deine eigene psychisch-physische Gesundheit zu bewahren! Liebende Eltern verstehen das!!!!!

    Liebe Grüße
    oldie

  • Hi oldie
    Es ist schon sehr schwer das ganze.mir gehts zwar Panik maessig gut und ich kann mit meinen Gedanken bei mir bleiben aber es ist hart ihn zu besuchen.eine Mischung aus Liebe,mitleid und Traurigkeit.er hatte Ne Lungenentzuendung dazu und er ist nicht einsichtig.ich habe ihn heute gesagt das mein Kofferraum voll schnapsflaschen war beim putzen seiner Wohnung und er sagt Naja is net schlimm...ist ja scho ein halbes Jahr her seit er aufgeraeumt hatte.Hallo...fuer mich ist das scho schlimm...ich hoff ich uebersteh das ganze.

  • hallo gartenblume,

    danke für dein danke an mich. ich kann von mir erzählen, da meine mutter ja auch ziemlich ähnlich wie dein vater masslos am übertreiben ist und gesundheitlich auch schon vollkommen kaputt ist. eine einsicht wirds nicht geben. da kann ich reden wie an eine wand. es ist fakt, der alkoholkranke reagiert auf sowas nicht. erst wenn er selber merkt es geht nicht mehr wird er einsichtig, manche nie. meine mutter zieht so ab und an, wenn sie zu oft gefallen ist (brüche, blaue flecken überall, prellungen zerrungen) die "notbremse" und trink eine längere zeit weniger, bis der körper sich etwas erholen konnte und dann gehts wieder von vorne los. ich glaube sie hat angst, sagt sogar das sie alkoholikerin ist aber kann sich hilfe nicht holen. aber genau weiss ichs nicht.verstehen werd ich das sicher nie. das heisst aber für mich das ich das akzeptiere so wie es ist. es ist sehr hart, sehr traurig es zu sehen, zu erleben. es kann auch wütend machen. geht mir immernoch so. auch das ich mir dann sorgen mache, wenn die anzeichen da sind, das die leber nicht funktioniert (spätestens dann hört sie aber auf mit dem übermässigen trinken). das kann ich nicht abschalten, ich habe diese gefühle in mir, sie ist schliesslich meine mutter, was anderes wie ein partner.von dem konnt ich mich trennenund die sorgen um ihn waren weg. hier bei meiner mutter geht das nicht. doch ich habe für mich festgestellt das ich besser dran bin mir nicht zu viele gedanken darum zu machen. das es mir besser geht, wenn ich sie einfach machen lasse und dazu nichts mehr sage, denn gesagt worden ist schon viel. ich habe da aufgegeben was an dieser situation ändern zu wollen. ich kann ihr nicht helfen, das muss sie selber tun.

    deine aufräumaktion erinnert mich an frühere zeiten, wo ich dachte, mach ich ihr das alles schön hört sie vielleicht auf zu trinken. die entteuschung ist gross gewesen, weil all die hoffnung die dahinter stand sich nicht erfüllte und sie weiter machte, schlimmer wie vorher. ich hab damit aufgehört es zu tun. auch das hab ich lernen müssen, schmerzlich erfahren, das ich nichts erreiche. mit nichts.

    ich kann den umgang mit meiner mutter pflegen. solange es mir gut geht dabei. spüre ich in mir, es fühlt sich nicht gut an geh ich und schaue danach, das ich mir was gutes tue. es ist so, ihr leid ist ihrs und hat mit mir nichts zu tun.mir darf es gut gehen, wenn es ihr noch so schlecht geht. ich möchte den kontakt nicht aufgeben, das tut mir auch nicht gut. inzwischen hab ich sehr viel gelernt und kann das auch machen. die sorge um sie bleibt, doch sie frisst mich nicht auf und sie zwingt mich nicht für meine mutter was zu tun. das einzige was da bleibt sind ab und zu ein paar stunden, in welchen wir uns begegnen und wo es in der begegnung für mich schön ist.da sorge ich dafür indem unsere gespräche ganz einfach solche sind, die gut tun. über alkohol, chaos im haus, unanfgeräumte dinge oder auch über leute die blöd sind für sie red ich nicht. auch wenn sie über den vater schimpft geh ich nicht drauf ein und breche das gespräch ab und führe es in eine andere richtung. da sag ich auch das ich mich darüber jetzt nicht unterhalten will und geh dann auch, wenn sie nicht aufhören kann. besuche sind dann sehr kurz, meisst nicht länger als 10 minuten, dann merk ich ich geh besser, es tut mir nicht gut.sorge dafür das du nicht etwas machst worunter du leidest. du darfst gehen, du darfst nein sagen auch als tochter.meine mutter hat es verstanden. es ist im kontackt heute angenehm geworden, sie weiss ich begegne ihr nicht betrunken und dann ist sie es auch nicht.nur durch diese ganzen grenzen setzen lässt sich das auch realisieren.geh ich nach hause dann schalt ich ab. dann sind gedanken nicht mehr bei ihr. die sorge verschwindet, wenn ich danach schaue, das ich mich auf mich und mein leben konzentriere. oft hilft ein buch oder mein hobby oder auch ein anruf bei freunden das ich auf andere gedanken komme. auch das ist übung und jeh öfter ich das gemacht habe um so einfacher wurde es für mich. heut schalt ich nur noch kurz ab, bauch auch keine ablenkung mehr.

    geschafft habe ich das aber nur, weil ich eine ganz lange zeit (über ein jahr) KEINEN kontakt mehr zu ihr hatte, den abgebrochen hatte und da lernte um mich mich zu kümmern und nicht mehr um die eltern.es ist ein sehr schmerzhafter weg gewesen aber er hat sich für mich inzwischen gelohnt. ich kann inzwischen damit leben, das meine mutter alkoholabhängige ist, auch wenns schwer fällt. weil ich mir das ja nicht gewünscht habe. nur ändern daran kann ich nichts, es ist wie es ist.

    lieben gruß
    melanie

  • Hi melanie
    Das ist Ne gute loesung die du getroffen hast besoffen moechte ich meinen Vater auch nicht mehr sehen.ja das mit den gefuehlen kenn ich es sind halt doch die Eltern.mir tut es Hut wenn ich es schaffe mir einzureden das er selber schuld ist daran,aber dann kommt mein mitleid und peng Panik...mir gings auch deutliche besser als ich keinen Kontakt hatte aber im Moment gehts leider net anders.das mit dem.gutes fuer mich tun werde ich mal probiern,ich hoffe ich schaffe das.ich bewundere dich so dafuer das du es geschafft hast.meine hauptangst besteht darin wenn ihm was passiert das ich damit net klar komme.ich glaub ich geh heute Abend mal aus mit meinen Mann vielleicht hilfts mir ja.den Spruch mit der Leber kenne ich zu gut...und nun ist se kaputt aber er hat ja net getrunken sagt er...er hatte es ja im Griff.aber du hast recht sein leid ist seins und hat mit mir nix zu tun.der Satz gefaellt mir.
    Lg

  • liebe gartenblume,

    gute idee, mit deinem mann mal raus gehen. was schönes unternehmen. ich entspanne ja so richtig toll in nem thermalbad. sauna, wirlpool, warmes wasser und dann über gott und die welt reden. sich mal einfach den alltag entziehen und nichts tun, wenns nur drei stunden sind. das tut dir gut, deinem mann gut und euch beiden sicher auch.

    dazu habe ich mir tatsächlich auch zwingen müssen, mal nicht darüber nach zu denken was sein könnte. sonern mich dann anderen, wichtigeren!!!!!!! themen zu zu wenden. wichtig ist : das es MIR gut geht. versuchen kannst du das mal, viele sagen sie haben es geschafft, das packst du doch auch! mit viel geduld für sich selber, denn es geht ja nicht von jetzt auf nachher!

    gruß
    melanie

  • Das ist echt Ne gute Idee.da kommt die Freude scho beim lesen....fehlt nur noch das umsetzen.das werd ich probiern erstmal raus heute Abend.das stimmt eigentlich hat es oberste priorität das es einem selbst gut geht.bei mir war das bisher immer andersrum.aber die ersten Erfolge hatte ich scho.ich dachte es knallt schlimmer wenn er in der klinik liegt.
    Lg

  • bei mir wars so, als sie dann mal so schlimm da lag auf dem sofa und weinte konnt ich gehen und sie liegen lassen. mit meiner guten laune die ich vorher mit gebracht habe. da spürte ich förmlich ich bin weg dafon, von dem gefühl verantwortlich zu sein. das war so schön für mich.ganz ohne schlechtes gewissen.ich fühlte mich erlöst. vielleicht ist es ja auch das, was dir helfen kann, zu wissen er ist in der klinik, um ihn wird sich ja auch anderweitig gekümmert und du kannst dafon los lassen. mach dir eine schöne zeit! du darfst es. :wink:

    gruß
    melanie

  • Ja ich bemuehe mich darum.wow du.bist gut wenn du das so geschafft hast.gestern gings mir supi und heute fahren wir zur Klinik und ich haenge wieder drin in dem negativen Sumpf grausam.ich probier mich mit dem Gedanken abzulenken was ich heut noch schönes machen koennte danach.
    Lg

  • liebe gartenblume,

    mir hats geholfen. vielleicht auch dir. ich hab gute erfolge damit. "abschalten" das war damals als ich den kinderprogramm gesehen habe eins der wichtigsten dinge die ich von einer beliebten kindersendung mit genommen habe. ich seh in meinem inneren dann diesen mann in latzhosen vor mir, der so lustig war und muss grinsen. es sind so bilder die ich mir vorstelle, die mir posivives gefühl auslösen ( auch ein strassenstopschild hab ich schon als bild mir vorgestellt).dann klappt das auch mit dem abschalten. es erinnert mich an mein vorhaben nicht zu grübeln sondern für mich was zu suchen, womit ich mich wohl fühle um mich ab zu lenken. dann find ich schnell was, hobbys hab ich ja genug.dann hab ich ruhe.

    ich bin herrin meiner gedanken nicht anderst rum ich kann sie lenken und nicht anderstrum. ich lass mich von diesen gedanken nicht leiten, mach mich dafon nicht abhängig, grüble nicht mehr, brech aus dem kreis der unendlichen gedankenkreisen aus und merke, es wird besser.es ist ja wie eine sucht die selben gedanken wieder und wieder zu denken und (auch wenn es mir schlecht damit ging) nicht raus zu kommen. als ob ich mir selbst weh tun wollte, weil ichs verdient hätte. heut weiss ich das ist vollkommener quatsch gewesen, zu denken ich bin nichts wert.ich bin es sehr wohl wert und was ich früher mal mitgenommen hatte von den eltern hab ich heute nicht mehr. ich konnte diese überzäugung auf den "müll" schmeissen.

    ich wünsche dir einen erfolgreichen tag ;)

    gruß
    melanie

  • Ja diese Sendung hab ich auch immer geguckt.grins....ja es stimmt das vergess ich immer das ich selbst meine Gedanken leiten kann ich denke immer die machen sich selbststaendig.ja bei mir ist das im Moment auch wie eine Sucht mit dem negativen denken wie eine selbststrafe.das fuehlt sich net gut an das stell ich jetzt auch ab.ich probier jeden Tag zu genießen. Es ging halt total super als ich wenig
    Kontakt hatte u.d Jetzt wieder dauernd das kuemmern und wenn ich was falsches mache wird gleich losgemault.er kann froh sein das ich mich ueberhaupt kuemmere finde ich.aber heute gehts mir richtig klasse bis jetzt funktioniert das mit dem denken ganz gut.
    Lg

  • liebe gartenblume,

    freut mich sehr das es dir etwas besser geht. geniesse jeden augenblick in dem du dich wohl fühlst. auch wenn du mal was geschafft hast. es werden auch wieder mal momente geben, da klappt es nich so. auch das hab ich erlebt. da nicht auf zu geben sondern weiter machen ist so sehr wichtig. nicht den kopf hängen lassen.

    gruß
    melanie

  • Danke Melanie,
    Ich habe gestern mit Erfolg geuebt.ich war ab Nachmittag sowas von entspannt.ich hab naemlich keine Lust mehr mich nur noch um ihn zu kuemmern.es kam noch kein einziges danke oder so.im gegenteil immer nur du musst diese oder jenes tun und wann kommst Du wieder.er vergisst das ich ueber 40 std.arbeite in der Woche.ich war seit 3 wochen nicht mehr beim Sport gewesen und das nur weil er sich Krankheiten hinsaeuft.

  • hallo gartenblume,

    schön. mir hat es geholfen auch ein stück weit die eut hochkommen zu lassen. dann die steckt ja auch tief drin. lass es nur zu. wirst merken das tut gut. du machst sport? also ab mit dir zum sport machen und da die "sau " raus lassen....ich bin gelaufen......gerannt....hat mich sehr befreit gehabt.auch das ich ab und zu miese gedanken hatte, suaer war ich, ausgenutzt fühlte ich mich. auch das darf sein, dewegen ist man noch nicht die böse. schlussendlich haben die es selbst verursacht und versucht uns die schuld dafür zu geben. nein. wir waren es nie. wir sind die kinder unserer eltern. nicht mehr und nicht weniger.mach das was dir gut tut, sag dir das immer wieder. er wird versorgt und soll damit klar kommen, allein, das was er sich an getan hat hat er zu verarbeiten.dafür bist du nicht auf die welt gekommen dein leben lang dich um deinen vater zu kümmern. irgendwann muss diese loslösung von den eltern stattfinden DÜRFEN! auch du, lass los, er wirds irgendwie hinbekommen. miene mum schafft es auch ohne mich weiter zu machen.

    gruß
    melanie

  • Hi Melanie
    Ha der Sport hat gut getan und seit heute ist er raus aus der klinik und wieder zu Hause.der Arzt hat mir zwar nahe gelegt ihn in ein Heim weiterhin zu geben aber wenn er net will dann kann ich ihn net zwingen.mein Mann hat ihn daheim abgesetzt und promp meinte Ne freundin willst du ihn wirklich daheim lassen?ja dann soll die sich ihn ans Bein binden und gleich hat das mal wieder die fantasia geschürt.Ne mit mir nicht mehr.ich moechte auch mal wieder spass haben.hab die letzten 4 Wochen nur fuer ihn geopfert.das mit dem laufen ist auch Ne gute Idee das koennte ich auch mal probiern.wuensche dir einen sonnigen Tag.
    Lg

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