Beiträge von Martha

    Hallo Hartmut,

    ich kann mit dem Begriff "kontrollierte CoAbhängigkeit" nichts anfangen. Ich glaube, so wie es im Alkoholismus kein kontrolliertes Trinken gibt, so ist das auf de CoAbhängigkeit nicht 1:1 zu übertragen.

    Hier geht es weniger um Kontrolle, also heute bin ich mal ein bisschen Co mach dann mal Pause und gucke, ob ich es in 2 Wochen für einen Tag schaffe Co zu sein und dann nicht mehr.

    In der COAbhängigkeit geht es um tief verinnerlichte Verhaltenstrukturen. Das ist beim Alkoholismus einfacher - Suchtmittel stehen lassen, welches ja bekannt ist und neue Wege gehen.

    Viele Grüsse Martha

    Guten Morgen Nici,

    ich kann Deine Sorgen und Gedanken sehr gut nachempfinden. Ja dieser Rückzug macht einen einsam und das ist glaube ich so extrem wichtig, sich in dieser Einsamkeit mal auszuhalten. Aufzuhören im Aussen zu suchen, aufzuhören andere Menschen zu suchen die einem die Löcher der Leere stopfen.... Das ist hart und teilweise gehst Du durch Deine eigene Hölle, aber sei Dir sicher, wenn Du es schaffst Dich darin auszuhalten, dann kommt die Veränderung von alleine.

    Ich habe mich ja auch total zurück gezogen und ich kann heute sagen, das war gut. Seit 3 Wochen befinde ich mich in einem Zustand, wo ich das Gefühl habe, ich brauch gar keinen mehr, ich bin glücklich mit mir alleine - das ist ein total irres Gefühl. Na klar sind da auch mal Wölckchentage dazwischen aber im Grossen und Ganzen fühlt sich das sehr stimmig an und dann bewegt sich auch wieder was.

    Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das geht -liebe Nici, es geht und Du wirst Dich wundern, in was für einen Frieden Du mit Dir kommst, irgendwann.

    Sein mal gedrückt, Du machst das schon, LG Martha

    Liebe Joanne,

    oh ich kann Deine Sorgen und Zweifel verstehen. Ich weiss nicht, was Dein Mann im Krieg erlebt hat und in welcher Funktion er dort war. Zumindest hört es sich so an, als sei er sehr traumatisiert. Da ran zu kommen ist schwierig, dass glaube ich Dir. Da kommen bestimmt einige Faktoren zusammen: ein Mann zeigt keine Schwäche, ein echter Mann ist in der Lage seine Probleme selber zu lösen, Psychologen sind alle sch.... und helfen nicht etc. Das Ding ist, da kommen diese ganzen Erlebnisse noch mal hoch und das ist ein unglaublicher Schmerz, den eine Seele aushalten muss.

    Es ist eine Tragödie, was Kriege mit den Menschen macht :cry:

    Ich glaube, die Frage nach Schuld bringt Dich und Euch nicht weiter. Ob´s der Krieg oder der Alkohol ist. Fakt ist, Deinem Mann gehts nicht gut, er versucht im Alkohol die Lösung zu finden und Du sitzt genauso mit im Boot, mit Eurer Tochter.

    Ich weiss ehrlich gesagt keine andere Lösung, als ihm Deine Beobachtung und Not mitzuteilen und ihm wirklich zu bitten, etwas zu unternehmen. Du gehst daran ja genauso zu Grunde. Und wenn er das nicht tun will, kannst Du halt nur gehen, um Dich zu retten. Vielleicht wacht er dann ja auf. Manchmal muss einem das Wasser bis zum Halse stehen, um in Aktion zu kommen...

    Ganz liebe Grüsse an Dich, ist bestimmt schwer für Dich.... Martha

    Liebe Nici,

    es ist für mich immer wieder eine Freude zu lesen, wie Du Dein Leben und Deine Situation meisterst, toll. Ich kenne Dich ja von Anfang an, seit Du hier bist und Du hast echt ganz schön was geleistet und bist in Aktion gegangen, in aller Konsequenz, wow!!!!!!!!!!!!!!!!! HUT AB!

    Hab auch grad gestrichen. Das Erneuern und sich dabei gedanklich zu sortieren tut sehr gut....

    Dir ganz viel Grüsse, Martha

    Guten Morgen Joanne,

    ich weiss nicht ob es Dich weiterbringt, ihn zu fragen wie es weiter gehen soll, Du machst Dein Verhalten von ihm abhängig. Du reagierst, statt in Aktion zu gehen, oder?

    Was hälst Du davon, selber das Ruder in die Hand zu nehmen und ihm zu sagen, wie es für DICH weitergeht, was Deine konkreten Vorstellungen sind?

    Möchtest Du, dass jemand mit Dir aus Mitleid zusammen lebt?

    Viele Grüsse Martha

    Zitat

    Heijei, Mädels. Ihr seid manchmal schwierig...


    he he he, keine Verallgemeinerungen bitte :lol:

    Zitat

    is' jetzt'n Scherz,oder?


    nee nee kein Scherz, wir sind doch eins ;)

    ....der Film wird Dir bestimmt gefallen...hab mir anschliessend das Buch gekauft, was ich jetzt lese. Frage mich manchmal ob die Frau meine Lebensgeschichte erzählt, bzw. erlebt hat :roll:

    Ich habe auch gedacht, dass es mir hilft, anderen zuzuhören und über sich erzählen zu lassen. Bis ich schliesslich gemerkt habe, dass es mir bedingt hilft. Ich mache mir zu viel Gedanken über die anderen und verliere mich dabei und es treibt mich von mir weg. Ich würd` Dir das jetzt gerne genauer beschreiben doch sind wir hier halt im www... Den gesunden Abstand kann ich beim Schreiben viel mehr wahren, als im persönlichen Dialog, interessant. Kannst ja noch mal in Dich gehen, ob Du nicht doch Lust hast in die "Villa" zu kommen. Mich würde es wunderen, wenn Du Dich dort nicht wohl fühlen würdest und Du wärst bestimmt `ne Bereicherung.

    Nun wünsche ich Dir eine gute Nacht und ganz viel Spass bei dem Film morgen.

    LG Martha

    Lieber Kaleu,

    nix da, Kopfsalat. Und von wegen, Du hast nichts zu erzählen...kaum hier nach langer Zeit, kommst Du gleich mit so wahnsinns Einsichten über die Ungeduld, tzzzzzzzzz

    es ist für mich ein Unterschied, ob man es im Kopf immer wieder hin -und her kaut oder ob man anfängt, Zustände zu akzeptieren, wie sie sind und das mit dem Herzen anzunehmen. Das dauert seine Zeit und braucht Ruhe und innere Einkehr. Du hattest ja auch ne heavy Zeit hinter Dir.

    Auch bei mir ist es ruhiger geworden (wie bei Dir, natürlich ;) ). Habe im Sommer noch mal einen kleinen Radikalschlag für mich gemacht und fast alles Alte hinter mir gelassen. Meine besten Freundinnen und meine Familie sind noch an meine Seite - sonst alles weg. Hat mir nicht mehr gut getan.

    War es für mich bis dato ein Verzicht, war es aufeinmal ein Gewinn für mich. Ich bin bei mir gelandet - in Frieden - weil ich es so wollte. Gleichzeitig bin ich in den geschützten Bereich des Forums gegangen, wo ich mich sehr wohl fühle.
    War doch noch ne Menge in mir und mir war es hier zu anstrengend, Dinge zu umschreiben oder nicht richtig benennen zu können. Dort ist es ein intensiverer und beständigerer Austausch. Ausserdem schreibe ich ja sehr gerne. Es ist meine Form, mich zu sortieren. Da auch ich die Ungeduld kenne, äussert sie sich auch schnell im Dialog und es werden schnell Dinge gesagt, die ich vielleicht nicht so meine. Hier kann ich mich in der Verlangsamung üben :)

    Kaleu, ich bin mir sicher, dass der Türöffner für Dein Glück kommt :)
    Wenn Du den Türöffner für´s Glück nicht mehr brauchst, weil Du das Glück in Dir gefunden hast, dann wird es kommen und Du wirst wahrscheinlich so gucken :shock:


    Liebe Grüsse Martha

    P.S. hast Du schon den Film Eat Pray Love gesehen? Müsste was für Dich sein :)

    Hallo Kaleu,

    ich muss schmunzeln, wenn ich Dich lese...., schreib doch mal wieder öfter, wie es Dir geht. Dann weiss ich wie es mir geht und kriege Klärung in meinen Kopfsalat :lol:.

    Liebe Grüsse Martha

    Guten Morgen Joanne,

    siehst Du wie Du Dich im Kreis drehst?

    Du machst Dein Verhalten komplett von ihm abhängig. Wenn Du auf ein Wunder hoffst, dann wird das nur eintreten, wenn DU in Aktion gehst.

    Dein Mann ist Alkoholiker. Sein Leben wird vom Alkohol regiert, der steht an erster Stelle und alles andere ist ihm sch....egal. Dein Leben ist mittlerweile genauso von seinem Alkohol bestimmt. Das ist die Macht des Alkohols - er hat Dich genauso krank gemacht.

    Joanne, solange Du zu ihm guckst und wartest, wird nicht passieren. Hast Du mal bei den trockenen Alkoholikern gelesen? Mir hat das sehr geholfen, die Sucht zu verstehen. Auch zu verstehen, dass ich keine Chance habe, solange der Alkoholiker nicht wirklich aus eigenen Stücken aufhören will zu trinken und es auch tut, in aller Konsequenz...

    Ich kann Deine Angst verstehen, glaub es mir. Doch wenn Du mit Deine Tochter gehst, wird am Ende eines langen, nicht unbedingt einfachen Weges, Freiheit auf Dich warten :)

    Viele Grüsse Martha

    Gute Morgen Joanne,

    Du hast keinen Respekt mehr vor Deinem Mann, weil er schwach ist und einfach kein Mann ist und Du ihn nicht brauchst. Du schreibst, dass nicht Du ein Problem hast, sondern er.

    Joanne, warum bist Du dann noch da, warum lässt Du Dich so behandeln?

    Joanne, hast Du für Dich mal den Gedanken zugelassen, dass auch Du ein Problem hast? Und hast Du darüber nachgedacht, dass Du Deinen Mann brauchst, so bitter sich das auch anhört?

    Auch wir Angehörigen brauchen aus meiner Sicht unseren Tiefpunkt, genauso wie der Alkoholiker. Uns einzugestehen: Ja, ich habe ein Problem, ja mein Verhalten ist krankhaft. Ja, ich habe kaum noch oder gar keine Macht mehr über mich.....

    Viele Grüsse, Martha