Beiträge von Martha

    Hallo Nici,

    ich bin jetzt etwas verwundert, dass Du Dich angegriffen fühlst, auch wenn Du damit auch Melanie angesprochen hast. Ich lese das aus keiner Zeile. Ich möchte Dir damit eigentlich eher verdeutlichen, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen und Interpretationen sind.

    Wirklich ich kann Deine Not und Deine Sorge sehr nachvollziehen und ich habe viele Dinge auch nicht von heute auf morgen geschafft. Ich habe jedoch meine Erfahrungen in 5 Jahren gemacht und diese möchte ich gerne weiter geben. Ich hatte in der ganzen Zeit keinen Kontakt zu Angehörigen von Alkoholikern und war mir nicht bewusst, was da eigentlich passiert. Viele Dinge hätte ich bestimmt früher abwiegeln können, wenn ich mich zu der Zeit mit Angehörigen ausgetauscht hätte.

    Ich habe mit keinem Wort geschrieben, dass Du allen von Deinen persönlichen Sorgen erzählen sollst und ich habe auch nicht gemeint, dass Du damit hausieren gehen sollst. Mir ging es lediglich um Deine Kinder.

    Ich bin selber Mutter, mein XY war auch noch ein EKA und ich weiss mittlerweile so einigermassen, wovon ich rede und was der Alkoholkonsum von einem Elternteil mit Kindern macht. Mir ist daran gelegen, unsere Kinder zu schützen, da sie dieser Sucht sehr schutzlos ausgeliefert sind.

    Du machst das alles schon ganz gut, guckst ja hin..

    Viele Grüsse Martha

    Liebe Nici,

    ich kann Deine Sorge verstehen. Hast Du mal darüber nachgedacht, dass es auch hilfreiche sein kann? Die Lehrer bekommen vielleicht auch ein anderes Verständnis für Deine Kinder und können sie einfühlender unterstützen. Ausserdem unterliegt ein Lehrer der Schweigepflicht und Du kannst ihm ja auch ganz klar zum Ausdruck bringen, was Deine Bedenken oder Ängste sind, es nicht öffentlich anzusprechen.

    Ich habe nach 5 Jahren sehr offen mit meinem Sohn über die Sucht von XY gesprochen und ihm gesagt, dass das der Grund war, warum ich mich getrennt habe. Mein Sohn hat das glaube ich nur bedingt XY´s Sucht mitbekommen, da wir nicht mit XY zusammen gelebt haben. Gleichzeitig war es für mich wichtig, offen mit dem Thema umzugehen - eben nicht mehr im Dunkeln mit der Sucht zu leben und sie zu vertuschen. Es war für mich wie ein zusätzlicher Austieg aus der Sucht.

    Das ist ja auch so´n Co Verhalten, dieses Vertuschen...........

    also nur Mut zur Transparenz, können sich auch Türen öffenen :)

    Viele Grüsse Martha

    Liebe Nici,

    es ist ganz doof, wenn die Kinder ganz offensichtlich auch nach aussen hin beginnen zu leiden. Sie bekommen viel mehr mit, als wir denken und fühlen sich leider oft auch noch verantwortlich und schuldig für die Situation. Ich denke, ein ganz wichtiger Punkt um in die Handlung zu gehen. Wir sind verantwortlich für sie. Wissen die Lehrer von der Problematik bei Dir zu Hause?

    Vielleicht könntest Du ja Deinen ganzen Anrufern mitteilen, wie schön Du es findest, dass sie sich um Dich sorgen und dass Du das auch sehr zu wertschätzend würdest. Gleichzeitig wärst Du momentan selber so durcheinander, dass Du gar nicht in der Lage wärst, Dir irgendwelche Ratschläge anzuhören, dass Dir das momentan zu viel wäre.

    Ich würde es glaube ich sagen, dass Dein Mann ein Alkoholthema hat. Das macht das ganze ernster und auch transparenter. Brauchst ja darüber auch nicht weiter zu sprechen, wenn Du es nicht möchtest.

    Viele Grüsse Martha

    Hallo Syra,

    herzlich willkommen hier um Forum.

    Wenn ich mir den Titel Deines Threads anschaue: nein dass siehst Du nicht falsch und Du übertreibst nicht. Und ich lese, dass es um ein bisschen mehr geht, als um ein Feierabendbier, oder? Oft haben Aussenstehende keine Einblick und auch nicht unbedingt die Ahnung. (ein Alkoholiker ist nur der, der besoffen unter der Parkbank liegt :( )

    Was Du beschreibst wieviel Dein Partner trinkt; da kann er aus meiner Sicht gar keine Abmachungen einhalten, da kannst Du wirklich lange drauf warten.

    Komm hier erst mal an und lies Dich in Ruhe durch...vielleicht beantwortet es Dir schon die ein oder andere Frage.

    Viele Grüsse Martha

    @ Liebe Espior,

    sorry, wenn Du Dich mit in einen Topf geworfen gefühlt hast. Danke für Deine Rückmeldung, dass das so bei Dir gelandet ist, war nicht meine Absicht. Ich wollte eigentlich Deine Aussage unterstützen und die Frage ging eher an Matthias und Maria.......

    Ja ja immer wieder genau gucken, was man an wen schreibt ;-).


    @ Liebe Kijara, dass freut mich, dass es Dir klarer wird.

    Ich wünsche Euch einen schönen Abend, Grüsse Martha

    Hallo Claudia,

    ich kenne viele Dinge die Du beschreibst.

    Ich hatte keine Lust mehr, mein Befinden von dem Verhalten meines Partners abhängig zu machen. Ich wollte raus aus diesem Machtspiel und für mich gab es nur einen Weg, meinen Frieden zu finden: zu gehen in aller Konsequenz.

    Ich weiss, Du würdest gerne etwas anderes hören, ich kann Dir nichts anderes Schreiben.

    Viele Grüsse Martha

    Lieber Kaleu,

    da Du ja auch so gerne nachdenkst und analysierst hab ich einen Gedanken für Dich:

    Ich stolper über Deinen Satz, dass Du mit Sicherheit keine Bindungsängste hast. Ist das wirklich wahr?

    Davon ausgehend, dass der andere mein Spiegel ist und ich projiziere: das was mich an dem anderen am meisten stört ist in Wirklichkeit mein eigens....

    Ich lass das jetzt einfach mal so stehen. Sind gerade meine eigenen Gedanken, in wie weit bin ICH eigentlich in der Lage, mich auf eine wirkliche Verbindung einzulassen?


    Ich hoffe, Du hattest eine gute Zeit mit Deinen Mädels und sie haben Dich ordentlich verhätschelt :)

    Liebe Grüsse Martha

    Hallo Matthias, Maria, Espior und Ihr,

    wenn ihr sagt, dass es Euch ein Bedürfnis war nicht mehr zu trinken, sorry, ist das ein Bedürfnis? Für mich ist das eine Strategie um mir ein Bedürfnis dahinter zu erfüllen.

    Das ist jetzt keine Wortspielerei sondern ein anders Bewusstsein.

    Wenn ich z.B. eine Diät mache, dann esse ich weniger. Ich esse nicht weniger weil es mein Bedürfnis ist, weniger zu essen sondern ich esse weniger, um dünner zu werden. Mein Bedürfnis dahinter wäre also meine Gesundheit oder Schönheit.

    Wenn ich z.B. Alkohol trinke, dann mache ich ja bewusst, ich könnte ja auch Tee trinken. Meinetwegen habe ich einen anstrengenden Tag, ich fühle mich angespannt und möchte Entspannung und Ruhe (Bedürfnis) und ich wähle mir dazu den Alkohol. Ich könnte aber auch in die Sauna gehen,Yoga machen, meditieren etc.

    Und wenn ihr nicht mehr trinkt, bzw. aufhört zu trinken, dann steht dahinter wahrscheinlich das Bedürfnis nach Gesundheit, Klarheit, Freiheit, was auch immer.

    Vielleicht macht es das auch noch zusätzlich so schwer, aufzuhören zu trinken. Espior beschreibt das gut, dass sie ihre Bedürfnisse kaum wahr genommen hat. Also in sich zu gehen, welches Bedürfnis versuche ich mir eigentlich zu erfüllen, wenn ich was trinke. Und wenn ich das weiss, kann ich mir neue Strategien überlegen, wie ich mir diese Bedürfnisse anders erfüllen kann.

    Manfred, ich hoffe es ist okay für Dich, wenn ich das in Deinem Thread schreibe.

    Viele Grüsse Martha

    Hallo Kaleu,

    Danke für Deine Wünsche. Das mit dem Segeln ist dieses Mal keine Metapher. Ich mache einen Jollenschein um mir mein Bedürfnis nach Aktivität und Abenteuer zu erfüllen :-). Vorher besuche ich noch eine Freundin und bin so da ganze WE unterwegs.

    Diese Bilanz die Du da ziehst, da schau hin wenns Dir schlecht geht. Zum Glück bin ich Mutter, es war für mich immer im Vordergrund, das Wohl meines Kindes. Ich wollte ihm ein Leben mit Alkoholismus nicht zumuten und das hat mich von vielen Dingen abgehalten. Ich habe dadurch im rechten Moment immer einen klaren Kopf behalten können und die Bremse gezogen.

    Dir und allen anderen in dieser Stele ein schönes entspanntes Wochenende.

    Liebe Grüsse Martha

    Hallo "BinIchMachtlos"

    auch von mir alles liebe zu Deinem Geburtstag. Dass Du die Kraft haben wirst, in eine neues freies Leben zu gehen.

    Und dass vielleicht Dein Nick irgendwann so etwas wie "IchBinKraftvoll" heissen könnte :)

    Alles Gute für Dich, liebe Grüsse Martha

    Guten morgen Kaleu,

    natürlich macht dieser Prozess den Du jetzt durchläufst keinen Spass und das tut weh, doch wenn Du ihn überwindest, ja dann bist Du frei.

    Du hast geschrieben, dass Du 5 Jahre Deines Lebens verschenkt hast, hmmmm ist das wirklich so?

    Irgendwann wird der Tag kommen, wo Du Danke sagst. Ich denke, wenn Du diese extreme Erfahrung, die Du gemacht hast nicht gehabt hättest, wärst Du gar nicht da, wo Du heute stehst. Hättest Du Dich mit Dir und Deinen Dir nicht gut tuenden Mustern auseinander gesetzt.

    Und wenn ich Deine Gedanken lese, die Du Dir machst, bist Du schon sooo weit, den Rest schaffst Du jetzt auch noch, sure!

    Du bist super jung und kannst nun in ein neues tolles Leben durchstarten ohne Abhängigkeit und Sucht. Und irgend wann wird sich eine nette Meerjungfrau (ohne viel Probleme) in Dein Beiboot schwingen :)

    Mach Dir ne gute Zeit mit Deinen Mädels und lass Dich schön verhätscheln, haste Dir verdient :-).

    Ich gehe jetzt segeln. Liebe Grüsse, ein schönes Wochenende Martha

    Lieber Kaleu,

    wenn ich lese, was Du schreibst scheinst Du ganz bei gelandet Dir zu sein. Bist scheinbar im Loslaßprozess und kannst die Realität annehmen wie sie ist.

    Das fühlt sich gut und richtig an, wie Du es machst.

    Bin momentan ganz schreibfaul und brauche Zeit für mich, um mich auch im Loslassen zu üben. Danke, für die Dinge die Du bei Welia geschrieben hast. Deine Gedanken geben mir Unterstützung in meinem Prozess :)

    Liebe Grüsse Martha

    Hallo Manfred, hallo alle andere Interessierten,

    schreibe ich mal eben kurz was zur GFK zur Klärung. Es ist ein weites Thema, dass nicht so einfach zu beschreiben ist.

    Das Grundprinzip der GFK basiert darauf, das unser Leben darauf ausgerichtet ist, das wir Bedürfnisse haben, und diese erfüllt bekommen wollen. All unser Handeln und Tun ist darauf ausgerichtet, dass wir unsere Bedürfnis erfüllt bekommen wollen.

    Sind unsere Bedürfnisse nicht erfüllt, geraten wir in in Not und werden z. B. wütend, ärgern uns sind unsicher etc. (Gefühl)

    Ich gehe also vom mein Kopf in mein Gefühl um weiter zu gucken, welches Bedürfnis nicht erfüllt ist.
    Und schliesslich Strategien zu entwickeln, wie bekomme ich mein Bedürfnis erfüllt.

    Oft wissen wir nicht unbedingt, welches Bedürfnis eigentlich in Not geraten ist. Je genauer wir es wissen, desto besser können wir Strategien entwickeln um gut für uns zu sorgen.

    Der Alkoholiker trinkt nicht, weil er ein Alkoholiker ist, sondern weil er versucht, sich ein Bedürfnis damit zu erfüllen, oder? Verbindung, Gemeinschaft, Kontakt etc.

    Doch welches Bedürfnis steht eigentlich dahinter wenn z.B. der so genannte Suchtdruck hoch kommt..... Der Suchtdruck kommt ja in ganz bestimmten Situationen hoch, oder? Und nun weiter zu gehen, was kann ich für ANDERE Strategien entwickeln um mir mein Bedürfnis zu erfüllen, aussen zur Flasche zu greifen. Nichts anders tut ihr hier in Eurer "Trockenarbeit" wenn ich das richtig lese.

    Für mich war die Entdeckung der GFK ein Austieg aus meine CoAbhängigkeit. Welches Bedürfnis versuchte ich mir zu erfüllen? Es wurde nicht erfüllt........und wie kann ich nun neue Strategien entwickeln, um mir mein Bedürfnis zu erfüllen.

    Gleichzeitig gibt es eine Form der Kommunikation im Aussen, um mir meine Bedürfnisse zu erfüllen. Die hängen ja auch mal mit meinem Gegenüber zusammen. :) Das ist das 4 Schritte Model von dem Manfred schreibt. Ohne Frage hört es sich etwas gekünzelt an, doch kann auch jeder seinen eigenen Stil darin finden. Ich wähle selten die 4 Schritte.

    Wichtig, dass ich bei MIR bleibe und den anderen von mir abkoppel. Der Andere ist NUR ein Auslöser, wenn ich im Unmut bin, dass hat nichts mehr mit dem anderen zu tun und das auch zu kommunizieren.

    So nun wünsche ich Euch einen schönen Vatertag, viele Grüsse Martha

    Hallo Kaleu,

    diese Zustand der Wut den kenn ich nur zu gut, und wenn ich lese, wie Du Deinen Zustand beschreibst, dann kommen mir selber fast die Tränen in die Augen, weil ich genau in Deiner Situation vor einem Jahr war.

    Die Wut frass sich in mich, wie ein Krebsgeschwür. Ich habe XY Sachen vor die Tür geschmissen und habe mich nach einer kurzzeitigen Erleichterung danach noch schlechter gefühlt. Irgendwann bin ich dahinter gekommen, was mein eigentliches Bedürfnis war, was so in Not war. Ich wollte von XY gesehen und gehört werden. Ich wollte, dass er meinen Schmerz sieht, der durch sein wirklich be.....Verhalten bei mir ausgelöst wurde. Wie konnte ich so behandelt werden etc...

    Ich habe mir eine Therapeutin genommen, der ich 4 Stunden lang meine Wut erzählt habe, irgendwann bin ich dann an meinen Schmerz gekommen. Der sass so tief, mein Gott. Ich habe das ganze WE nur noch geheult... Es war wie eine Wunde, die ich geöffnet habe und der ganze Eiter ist rausgekommen..man war das ne Tortur :( .

    Doch dann kam schliesslich die Erleichterung und mir ging es Tag für Tag besser.

    So bin ich mit meiner Wut umgegangen und mache es heute ähnlich......

    Liebe Grüsse Martha

    Guten Morgen Manfred,

    mir fällt noch was ein zu Deinem Lieblingsthema Einfühlung hier im Forum ein.

    Wenn ich schreibe, dass ich hier im Forum nicht den Anspruch und die Erwartung habe Empathie zu bekommen, meine ich damit Folgendes: Echte Empathie zu geben ist eine hohe Kunst. Das kann ich hier nicht erwarten. Wenn ich sie in manchem Austausche spüre erfreue ich mich natürlich, doch erwarte ich es nicht.

    Hinter jeder Erwartung steckt eine Enttäuschung - jede Enttäuschung geht in die Wut und in den Frust und hinter jeder Wut steckt meistens die Trauer.......

    Um dieser Schleife zu entrinnen, habe ich keine Erwartung, meine Strategie :) und damit fahre ich sehr gut.

    Liebe Grüsse Martha

    Guten Morgen Kaleu,

    ich sehe Du bist wieder an Deck :)

    Kannst Du Dir vorstellen, wenn es Dir nicht gut geht, bzw, wenn Du spürst, dass irgendwas bei Dir am Rumoren ist, Du erst mal in die Verlangsamung gehst?

    Für mich ist das ein ganz wichtiger Schritt geworden, indem ich mich allerdings auch immer wieder üben muss. Ich höre mir in meinem Kopf das sogenannte Kopfkino an. Ich lasse alles unzensiert zu was da gerade in mir hoch kommt (alles darf sein, ich spreche es ja nicht aus und keiner hört mich :-), zum Glück! ). Irgendwann wird die Show da oben weniger.

    Nun gehe ich in mein Gefühl: Wie fühle ich mich, wenn ich das und das höre, lese etc. Manchmal dauert das, besonders am Anfang. Wir sind es nicht unbedingt gewohnt, uns mit unseren Gefühlen zu verbinden, da wir ständig in unserem Kopf sind.

    Habe ich nun mein Gefühl gefunden, gehe ich tiefer und gucke, was ist mein eigentliches Bedürfnis, was nicht erfüllt ist. Auch das kann am Anfang dauern.

    Wenn ich mein Bedürfnis erspürt habe, welches in Not geraten ist, tritt eigentlich immer eine Entspannung ein, woran ich erkenne: ah das ist das, was mir so wichtig ist und was im Mangel ist.

    Nun bist Du komplett bei Dir, in DEINEM Gefühl und DEINEM Bedürfnis. (das ist Selbstempathie)

    Deinem Gefühl und Bedürfnis brauchst Du nicht zu misstrauen und es anzweifeln, das ist DEINS und darf sein.

    Das ganze in der Kommunikation auszudrücken ist dann der nächste Schritt.


    Schau mal wie viel positive Resonanz Du hier bekommst und bestimmt auch in Deinem privaten Umfeld. Vielleicht kannst Du Dich davon abkoppeln, dass nur SIE Dir Dein Bedürfnis nach Verbindung und gehört werden erfüllen kann. Sie kann es einfach nach nicht. Und je mehr Du daran fest hälst, dass nur sie es Dir erfüllen soll, desto grösser wird Dein Frust, oder?

    Und wenn Du das Gefühl hast, dass der andere Deine Wahrnehmung in Frage stellt, könnte es ja auch was mit dem anderen zu tun haben, oder? Bist ja nicht für alles verantwortlich, nur für DICH!

    In der Ruhe liegt die Kraft :)

    Liebe Grüsse Martha

    Kaleu, Du bist nicht verkehrt, Du hast eine gute Wahrnehmung, einen scharfen Verstand, Mitgefühl, Du versuchst eine gute Kommunikation zu finden, versuchst zu verstehen und hast aufgehört zu trinken. Das ist so viel wert, wirklich...

    Und Du möchtest, dass sie das sieht und merkt, doch sie serviert Dich einfach ab und gönnt Dir noch nicht mal das Wort, oder? Alle anderen sehen das, nur sie nicht und das frustriert Dich ohne Ende, weil Du Dir so sehr die Verbindung zu ihr wünscht......

    DU weisst in Deiner Verzweiflung gar nicht wohin mit Deinen angestauten Emotionen, möchtest Dich am liebsten ins Auto setzten zu ihr fahren und einfach nur gehört werden, oder?

    Lass das mal alles raus, was da gerade in Dir lebendig ist, das darf jetzt Raum haben......

    Ich schreibe Dir später etwas zur Kommunikation. Ich glaube, Du brauchst momentan was anderes.

    Sei ganz tüchtig gedrückt, Martha

    Lieber Kaleu,

    Du hast so viele Dinge heute, zu denen ich Dir Romane schreiben könnte.....brauchst Du heute "Hirnfutter" ;)

    Ich nehme mal diesen Satz von Dir:

    Genau da liegt der Hase bei mir im Pfeffer. Das hab ich auch lange gemacht. Dauernd bei mir gesucht wenn ich mich angepiekst gefühlt habe. Ich hab dabei nur übersehen, dass ich eventl. wirklich angepiekst wurde. Dann kann ich ewig bei mir suchen und werd nichts finden.

    Ich finde es ist egal, ob ich mich angepiekst fühle oder ob der andere mich anpieksen will. Beides ist meine Interpretation, doch meine Reaktion darauf ist die Gleiche, oder? Es macht einfach was mir mir ob ich es will oder nicht, sonst würde ich mich elegant in meinen Sessel zurück lehnen und schmunzeln

    Ich bewerte es nicht mehr als gut oder schlecht. Ich gehe auf die Forscherebene in mich. Ein Bedürfnis, was mir wichtig ist, ist nicht erfüllt, sonst würde es mich nicht anpieksen. Der andere, egal wie er es meint löst es in mir aus, mehr nicht.

    Auf manche Sachen reagierst Du hier wie ein HB Männchen, sie lassen mich völlig kalt. Auf andere Dinge reagiere ich wie ein HB Männchen, sie lassen Dich kalt. Weisst Du was ich meine? Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse. Und

    Mittlerweile freue ich mich fast über Dinge die mich ärgern. Ich koppel mich einfach von dem anderen ab und gucke, was es bei mir auslöst und lerne dadurch immer präziser, was mir wirklich ist. So werde ich immer verbundener mit mir und meinen Werten.

    So, das mal eben so zwischen Tür und Angel. LG Martha

    P.S. lese gerade was Du jetzt gepostet hast. Okay, Wut bei Karten und Hartmut. Wut ist kein Primärgefühl, welches Bedürfnis ist bei DIR nicht erfüllt?