Beiträge von Martha

    Guten Morgen Erik,

    es ist doch gut, wenn Du die Session für Dich gestern als Erfahrung verbuchen kannst, dass es auch nervig ist , mit Menschen zusammen zu sein, die zuviel getrunken haben. Das sind dann wirklich zwei Ebenen, in den sich Menschen befinden und die passen einfach nicht mehr zusammen - alleine deswegen wirst Du aus meiner Sicht in Zukunft immer weniger Lust verspüren auf Veranstaltungen zu gehen, auf denen viel getrunken wird. Und dann wird es sich für Dich wahrscheinlich gar nicht mehr als Verzicht anfühlen, da DU Dich entscheiden hast, dass andere Dinge Dich zufriedener machen.

    Ich würde gerne noch mal auf Deinen Satz eingehen, dass Du auf vieles ersatzlos verzichtet hast. Ausweichmöglichkeiten scheinst zu haben, doch die haben nicht gereicht um trocken zu bleiben. Hier beginnt aus meiner Sicht die berühmte "Trockenarbeit", nicht nur die Risikominimierung hält Dich trocken. Also in welches Situationen hast Du getrunken? Was war Dein Bedürfnis, welches im Mangel war und was Du Dir mit Alkohol erfüllen wolltest? Und das ist jetzt eine Reise nach Innen, zu Dir selbst, ein Dich selber kennen lernen. Und je mehr Du weisst, was für Dich wichtig ist und was Du brauchst, desto besser wirst Du in der Lage sein, neue Strategien zu finden um Dir diese Bedürfnisse zu erfüllen. Überhaupt zu erkennen, was eigentlich genau im Mangel ist, ist schon die halbe Miete ;)

    Vielleicht wäre das auch eine gute Fragestellung, die Du mit einem Suchtttherapeuten bearbeiten könntest.

    LG Martha

    Hallo Erik.

    Zitat

    weil ich auf so vieles ersatzlos verzichtet habe.


    ich denke, dass ist ein Punkt, den Du Dir noch mal genauer für Dich angucken könntest. Es ist schon wichtig, dass Du nicht im Mangel sondern in die Fülle kommst. Also was gibt es für Dich für Möglichkeiten, dass Du die leeren Löcher mit anderen Dingen füllen kannst? Hobbys, Interessen?

    LG Martha

    Hallo Eric,

    ich habe mir heute mal den Austausch in Deinem TB durchgelesen und möchte gerne meinen Senf dazu geben.

    Ich kann es verstehen, dass Du auf Deine Jamsession gehen möchtest und vielleicht musst Du für Dich die Erfahrung machen, richtig heftig Suchtdruck zu bekommen und entweder kriegst Du noch rechtzeitig die Kurve oder Du drehst noch ne Schleife und fängst wieder an zu trinken. Das sind dann die Lernprozesse, die Dich vielleicht das nächste Mal anders mit Deiner Sucht umgehen lassen.

    Hier im Forum werden Erfahrungen weiter gegeben. Entweder nimmst Du sie an, auch wenn Du selber noch nicht die Erfahrung gemacht hast oder Du lässt sie links liegen und machst Deine eigenen Erfahrungen. Ich würde den sicheren Reg gehen, wenn mir meine Trockenheit wichtig wäre und mich einfach auf die Erfahrungen von anderen Betroffenen verlassen, die genau in solchen Situationen immer wieder Rückfälle hatten. Doch manche Menschen brauchen die eigenen Erfahrungen, um in die Veränderung zu kommen.

    Es muss bei Dir nicht so sein, dass Du bei Deiner Session wieder anfängst zu trinken, es kann aber sein und darüber Du musst Dir einfach bewusst sein - das ist aus meiner Sicht russisches Roulette was Du spielst ;)

    Als trockner Alkoholiker brauchst Du kein Leben in Abgeschiedenheit und Isolation führen und Du musst auch nicht den Alkohol wie die Pest meiden. Doch besonders am Anfang der Trockenheit für mindestens 1 Jahr halte ich die Risikominimierung für elementar wichtig, da das Hirn einfach noch viel zu sehr aufs Saufen programmiert ist.

    Doch letztendlich entscheidest Du für Dich - Du hast die freie Wahl - jeden Tag!

    LG Martha

    Guten Morgen aionic_star,

    ich lese, dass Dein Mann nasser Alkoholiker ist. Ich lese, dass Dein Mann dass allerwichtigste in Deinem Leben ist und ich lese von Dir

    Zitat

    noch geht alles gut, mir geht es gut, sogar super grade.

    Wir befinden und hier in einem Forum für Alkoholiker, die sich für ein trocknes Leben entschieden haben und für Angehörige,die aus der Sucht des Partners aussteigen wollen.

    Was können wir hier konkert für Dich tun und was erhoffst Du Dir hier?

    LG Martha

    Moin Günni,

    auch ich gratuliere Dir herzlich zum Geburtstag und wünsche Dir alles Gute :) Im Geschlossenen ist ein Geburtstagsthread für Dich, aber den kannste ja gar nicht lesen :roll: ....

    Ich ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es mit dem Nichtrauchen packst!

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Anton,

    eine Akupunktur ausgeführt von jemanden mit einer fundierten Ausbildung kann sehr hilfreich sein. Wichtig ist hier eine Diagnose unter den Aspekten der Traditionellen Chinesischen Medizin.

    In der Suchttherapie wird gerne eine Ohrakupunktur von der Nada angeboten. Ich halte davon gar nichts. Es ist ein Wochenendlehrgang an dem jeder teilnehmen kann und eine Akupunktur nach Kochbuch, aber nicht nach Individualtät des Einzelnen. Mit Akupunktur hat das aus meiner Sicht wenig zu tun.

    Wenn Du Dich akupunktieren lassen möchtest, dann guck bitte genau, was der Therapeut für eine Ausbildung hat. Am besten bist Du bei jemandem aufgehoben, der ausschliesslich Chinesische Medizin praktiziert.

    LG Martha

    Liebe Joanne,

    wow, dass war ja ne Geburt :shock:8) :lol:

    Wie schön, dass nun nun gesprungen bist und es scheinbar gar nicht so schlimm war.

    Ich freue mich für Dich und Deine Tochter, dass Du nun ein neues Leben beginnst und Dich selber auch darauf freust. Du klingst ganz gut und zuversichtlich, schön :)

    Lieben Gruss Martha

    Liebe Paula,

    mich berührt es sehr zu lesen, wie sich die Beziehung zu Deinem Mann entwickelt hat. Du hast ja damals ein bisschen darüber im Geschlossenen Bereich geschrieben, was hier nicht her gehört und so gehe ich auch nicht tiefer darauf ein ;) Aber diese Wende ist schon enorm und freut mich ganz besonders :)

    Schön ein Leben ohne Alkohol :)

    Dir einen schönen Tag, LG Martha

    Guten Morgen Paula,

    es freut mich sehr, Dich so zu lesen. Insbesondere dass sich Deine Ehe so zum Positiven entwickelt hat ;) , toll......

    Weiter so! Und schön, wenn Du immer wieder ein update von Dir hier lässt.

    Lieben Gruss Martha

    Lieber Frank,

    ganz betroffen lese ich, dass Du einen Rückfall hattest.... Hattest Du nicht mal überlegt, in den geschützten Bereich zu kommen? Ich erinnere mich gerade an unseren Weihnachtschat - vielleicht wäre es jetzt ein gute Gelegenheit, dort könntest Du auch offener von Dir schreiben.

    Frank, ich wünsche Dir von Herzen, dass dieses Dein letzter Rückfall war.

    Lieben Gruss Martha

    Liebe Joanne,

    Ich gehe davon aus, dass ihr vorher mehr gemeinsam gemacht habt, oder?

    Genau wie Du Deinen Mann beschreibst ist er aus meiner Sicht nicht zufrieden trocken - er hat lediglich aufgehört zu trinken.... . Ich möchte nicht sagen, dass jemand der trocken ist, nur noch jubilierend durch die Gegend läuft und es bestimmt auch Tage gibt, an denen man sich vergräbt, aber Trockenheit ist nicht ein Dauer - depressiver Rückzug.

    Wenn ich mich recht erinnere, hat Dein Mann schlimme Erfahrungen im Krieg machen müssen, oder?

    Aus meiner Sicht muss sich Dein Mann mit sich und seinem Leben auseinander setzten, um zufrieden zu werden und das wird er ohne professionelle Hilfe kaum schaffen und alleine in seinem Kämmerlein wird das auch nichts.

    Ein trocknes Leben in aller Konsequenz sieht für mich so aus, das jemand sich um sich kümmert und in Bewegung kommt, eine SHG besucht, sich seiner Suchtstrukturen bewusst wird und auch nicht sagt, er könne irgendwann mal wieder ein Bier trinken....

    ABER :) diese Einsicht muss von ihm selber kommen, vielleicht hat er es jetzt ja begriffen. Ich kann Deinen Frust sehr verstehen, doch kannst Du ihm zu diesen Einsichten wenig helfen, ausser ihm Deine Beobachtung von ihm mitzuteilen, ohne ihm Vorwürfe zu machen.

    Du kannst in dieser Phase nur für Dich sorgen. Wie kannst Du Dich z.B. mehr abgrenzen. Wie kannst Du es schaffen, dass Dich seine Launen nicht so runterziehen - zur Not eine räumliche Trennung auf Zeit und und und

    Bist Du eigentlich in eine Gruppe für Angehörige?

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Joanne,

    möchtest Du ihn nur wieder haben, damit Du nicht alleine irgendwo hingehen musst? Ist es das, was Du unter einer Partnerschaft verstehst ?

    So wie er seinen Weg gegangen ist, das weiss ich allerdings nur aus Deinen Erzählungen, war es fast zum Scheitern verurteilt. Ein trockenes Leben in aller Konsequenz sieht für mich anders aus....

    LG Martha

    Hallo Joanna,

    Zitat

    wenn er seine Depressionen und seine Trinkerei in den Griff bekommen würde.....und seine Einstellung gegenüber dem Familienleben ändern würde dann könnte ich es mir vorstellen

    Doch würde ich ihn dann wahrscheinlich komplett ändern,oder ?

    Naja, wenn er sich bewegt und es für sich ändert, weil er spürt, dass er in eine Sackgasse rennt und es so nicht weiter geht, dann würdest doch Du ihn doch nicht ändern sondern er sich selbst, oder ;-)?

    LG Martha

    Hallo Joanne,

    mal ne Frage an Dich :)

    also wenn Dein Mann aktiv und spürbar etwas gegen seine Depressionen und für seine Trockenheit tut, würdest DU dann gerne weiterhin mit ihm zusammen leben wollen, weil Du (unabhängig von Deiner Tochter) ihn so liebst, wie er ist?

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Joanne,

    es klingt ziemlich doof, wenn ich Dir schreibe, dass ich es mir fast gedacht habe, dass Dein Mann wieder trinken wird, oder?

    Zitat

    Mein Mann hat mir gerade erklärt das er jetzt nur noch Sachen macht die ihn weiterbringen


    Das ist doch mal ne Ansage ;-)! Und hoffentlich geht er dieses Mal auch in die weiterbringende Handlung für sich.

    Versuch doch bitte, Dich mehr von seinem Handeln abzukoppeln und DEIN Ding zu machen....

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Mirli,

    dieses Beziehungsmodel was Du fährst habe ich auch mal ne zeitlang gemacht - zufrieden war ich damit nicht.

    Fakt ist, dass Du mit Deinem Verhalten seine Sucht unterstützt - Du bist seine Verbündete - es gibt für ihn keinen Anlass etwas zu verändern - aber, er hat eine tödlich verlaufende Krankheit die Du nährst und fütterst.

    Musste Du halt für Dich gucken ob Du das vertreten kannst. Ich konnte es nicht, als mir dieser Mechanismus klar wurde. Und mit Liebe hat das für mich auch nichts zu tun.

    Ob CoAbhängig oder nicht ist dabei nicht relevant.

    Lieben Gruss Martha

    Lieber Frank,

    ganz betrübt lese ich was bei Dir los ist .... wie schade :cry: Ich hatte mich soooo für Dich gefreut, wie sich Dein Leben für Dich zum Positiven entwickelt hat.

    Liebeskummer ist ganz fies.... und da gibts gar kein Mittel, ausser wirklich da durchzugehen und die Trauer zu verarbeiten und das dauert seinen Zeit. Du hast vollkommen recht, Alkohol ist keine Lösung, der macht das alles nur noch viel viel schlimmer.

    Frank, lass Dich drücken und sei stolz auf Dich, dass Du den Schmerz nicht mehr mit Alkohol kompensieren musst. Vielleicht gelingt es Dir, dahin zu gucken.

    Herzlichst Martha

    Liebe Gianna,

    ich bin mir sicher, je mehr und konsequenter Du für Dich sorgst, desto mehr wird Dein Partner an Deiner Seite stehen, der wird schon nicht gehen :-). Er wird eher gehen, wenn Du wieder trinkst, dass scheint ja auch ein grosses Thema für ihn gewesen zu sein, oder? Und je mehr er merkt, wie ernst Dir es ist, wirklich trocken zu werden, desto mehr wird er Dich unterstützen.

    Also bitte Grundbausteine aus der Schublade holen, auf den Tisch legen und um ein akholfreies Zuhause bitten :-). Er hat es Dir doch sogar schon angeboten, doch DU musst in de Aktion gehen und den Ton angeben.

    Lieben GRuss Martha

    Hallo Gianna,

    muss das sein, Dass Dein Partner zuhause und in Deiner Gegenwart trinkt :roll: ? Ich halte es für eins der wichtigsten Punkte beim Trockenwerden, ein alkoholfreies Zuhause zu haben. Das mag jetzt noch gehen, weil Du vielleicht in einer Anfangseuphorie bist, doch ist es einfach auch Stress, der nicht sein muss. Sein Alkohol macht ja was mit Dir, immer wieder... und irgendwann geht Dir das Suchtgedächtnis los und irgendwann trinkst Du vielleicht selber wieder.... Eine alkoholfreie Zone zu haben, in die Du immer flüchten kannst wenn´s eng werden sollte, ist ganz wichtig.

    Sprech doch mal mit ihm drüber, ob er es für Dich lassen könnte. Du könntest ihm ja z.B. auch die Grundbausteine des Forums ausdrucken und auf den Tisch legen.

    Lieben Gruss Martha