Beiträge von Martha

    Liebe MoWa,

    ich kann das soooo verstehen, wie es Dir geht . Es ist ein ohnmächtiges Gefühl, dass sich jemand für den Alkohol entscheidet und es darf Dich auch traurig machen.

    Wer weiss, vielleicht kommt er ja ins Nachdenken und auch ins Handeln. Je weniger Du tust, desto besser :-). Die Sucht hat halt ihre eigenen Gesetzte. (Doch Du kannst doch was tun: NICHTS, eine andere Form, um ans Ziel zu kommen ;) )

    Ganz lieben Gruss, Martha

    Liebe MoWa,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen, was in Dir vorgeht. Ich habe ähnliches erlebt.

    Vielleicht setzt er sich jetzt ja auch mit dem Thema Alkoholismus auseinander, das weisst Du nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Jedes Gespräch, was nicht er sucht, weil ER etwas verändern möchte, macht es schlimmer, jeder Druck macht es schlimmer, jede Aufklärung wie gefährlich Alkoholismus ist macht es schlimmer, das weiss jeder Trinkende selbst.

    Es gibt einen schönen Spruch: Willst Du gelten, mach Dich selten....

    Wenn er etwas verändern möchte kann er in die Latschen kommen, er hat Deine Telefonnummer und Deine Adresse, oder :-)?

    Versuch Dich bitte ganz zurück zuziehen, auch wenn es Dir schwer fällt. So könnte sich eventuell etwas verändern, ansonsten beginnt ein nicht endender Kreislauf....

    LG Martha

    Hallo MoWa,

    Du bist doch auch den Schritt der Trennung gegangen. Soweit ich das mitbekomme habe, hast Du ihn mit seiner Sucht konfrontiert und gesagt, dass Du damit nicht leben möchtest. Er möchte, muss oder will aber weiter trinken. Da Du das nicht akzeptierst an Deiner Seite ist er gegangen - aber als Reaktion, oder?

    Den ersten Schritt bist Du gegangen ;)

    LG Martha

    Hallo MoWa,

    für einen rationell denkenden Menschen ist die Sucht schwer nachvollziehbar. Alles was Du von Deinem Partner beschreibst ist das typische Bild eines Alkoholikers. Dieser Rückzug, die Ambivalenz, das Verharmlosen und Schönreden.

    Ja und das ist sehr anstrengend für den Angehörigen.

    Vielleicht liesst Du einfach etwas bei den Alkoholikern und bekommst ein Bild von der Sucht und nimmst sein Verhalten dadurch vielleicht auch nicht persönlich.

    LG Martha

    Liebe Susi,

    dass schätzt Du ganz richtig ein, dass er professionelle Hilfe bräuchte. Es gibt den wahren Spruch: beurteile einen Alkoholiker nicht nach seinen Worten, sondern Taten.

    Aus meiner Sicht ist es im Alleingang nicht zu schaffen, auf Dauer trocken zu bleiben. Bei einem Rückfall würde ich sofort gehen.

    Deine Gedanken die Du hast sind alle vollkommen richtig, lass Dich nicht von ihnen abbringen.

    LG Martha

    Hallo Susi,

    willkommen hier im Forum.

    Das ist einen schwierige Situation in der Du steckst. Hat Dein Freund denn einfach aufgehört zu trinken oder hat er sich auch noch andere Hilfen geholt - sprich möchte er jetzt trocken und abstinent leben?

    Besonders wenn jemand viel und über einen längeren Zeitraum getrunken hat, ist das Leben ohne Alkohol anfangs anstrengend. Kannst ja mal den Alkoholiker lesen, die gerade aufhören zu trinken, wie es ihnen geht.

    Jetzt ist der ganze Fokus auf ihn gesetzt und das ist auch normal, da ist gar kein Raum für andere und da kannst nur Du für Dich gucken, ob Du das tragen kannst und willst.

    Eine äusserst gefährliche Situation für Dich. Ich kann nur sagen, pass auf Dich auf!

    Ich würde zumindest die klare Ansage hören wollen, dass er bekennender Alkoholiker ist, jetzt trocken werden möchte und sich alle erdenkliche Hilfen für sich holt. Wenn er nicht bereit ist, dass zu tun, dann würde ich in die Distanz gehen.

    LG Martha

    Hi FloS,

    ist gut, dass er Dir bewusst wird, dass Dein Biergnom zwischen 18 Uhr und 20 Uhr kommt, auch gut dass Du ihm für Dich einen Namen gegeben hast. So kannst Du diese Stimme, die trinken will gut differenzieren. Ja und da kannst mit dem Biergnom schön in den Dialog gehen, der wird immer mehr Ruhe geben, wenn er nicht gefüttert wird.

    Das mit dem Fotografieren ist eine gute Idee. Im geschützten Bereich stellen einige auch ihre Fotos ein.

    Dir einen trocknen Abend, LG Martha

    Hallo Bluebird,

    das hast Du bei Noir geschrieben, ich kopiere es mal bei Dir rein:

    Zitat

    weißt du, das Problem ist doch immer diese Unruhe und Ungewissheit, mit der wir leben müssen. Trinkt er heute, oder morgen, oder erst wieder am nächsten Wochenende?? Das ist das, was ich als sehr anstrengend und respektlos empfinde. Im Grunde genommen handelt es sich bei dieser Zeit ja auch um meine Freizeit, in der ich mich erholen und entspannen sollte, und nicht immer nur warten und hoffen, dass der "Herr" sich anständig verhält.

    Mir raubt das fast den letzten Nerv...


    Diese Gedanken haben mich in meiner damaligen Beziehung in den Wahnsinn getrieben. Sein Alkohol regierte mein Leben genauso wie seins. Nein und wir müssen nicht damit leben! Wir sind freie Menschen und haben jeden Tag die Wahl, ein anderes Leben zu führen. Kein Mensch zwingt Dich dazu, mit einem saufenden Partner zusammen zu sein, oder?

    Die Sucht kennt keine Respekt!

    Ja es ist Deine Freizeit und Dein Leben. Nein und Du musst nicht auf ihn warten... Trotzdem, lässt Du Dich in Deiner Freiheit einschränken und wartest. Das musst Du alles nicht, oder? Warum tust Du es dann ?

    LG Martha

    Guten Morgen FloS,

    mit triggern ist Folgendes gemeint. Dieser Freund von Dir, den kennst Du ja aus Deinen Trinkzeiten, ihr habt wahrscheinlich zusammen getrunken, oder? Dass heisst, die Verbindung zu ihm ist mit Alkohol gekopppelt und auch das könnte Dein Suchtgedächtnis anspringen lassen, auch wenn ihr nicht trinkt - früher habt ihr das ja gemacht. Plus dass es sein könnte, dass er mit einer Fahne kommt und auch das könnte Dein Suchtgedächtnis anspringen lassen.

    Es geht darum, dass Du genau guckst, welche Personen oder auch Situationen waren früher mit Alkohol für Dich verbunden. All das kann Dein Suchtgedächtnis anspringen lassen, wie gesagt es kann, es muss nicht. Besonders am Anfang ist es ganz wichtig, dass Du dieses Situationen meidest, weil es einfach Stress ist, der nicht sein muss - also Risikominimierung, nach dem Motto aus den Auge aus dem Sinn.

    Werd ein scharfer Beobachter und guck genau hin, was bei Dir Suchtdruck auslöst. Je besser Du das weisst, desto mehr kannst Du Dich dem entziehen.

    Das Gehirn braucht Zeit. Man sagt, es braucht ca. 1,5 Jahre um sich umzustellen.....

    Dir einen schönen Samstag :)

    LG Martha

    Hallo FloS,

    super, dass Du Deine Familie informiert hast. Das ganze Ausmass ist jetzt nicht wichtig ;) Wichtig ist, dass Du offen warst und sie mit eingeweiht hast. Alles andere kann sich ergeben.

    Weisst Du FloS, Du hast eine mega Entscheidung für Dich getroffen und dass muss jetzt erstmal sacken. Das Alte schwindet und das Neue formt sich noch und ist im Werden. Gib Dir Zeit. Du könntest Deine Freundin anrufen, was hälst Du davon? Du könntest zusätzlich schreiben. Mir gingen in Umbruchprozessen 1000 Dinge durch den Kopf und es war ein total unsortiert in mir. Ich Schreiben konnte ich mich gut sortieren.

    Dir einen schönen trocknen Abend, LG Martha

    Hallo MoWa,

    wenn Du das schaffst, würde ich versuchen mich bei ihm gar nicht zu melden. Willst Du gelten, mach Dich selten :) Ja ist schwer, weiss ich , aber alles andere ist irgendwie rumgeeier. Er scheint, warum auch immer, sehr ambivalent zu sein und das ist ja sehr anstrengend, da man nie weiss, was jetzt kommt und zack ist man in der Abhängigkeit, allein durch die Befindlichkeit des anderen, oder?

    Wenn Du es schaffst, versuch Dich ausschliesslich um Dich zu sorgen und Dir das Leben schön zu machen....

    LG Martha

    Hallo FloS,

    wenn Du jetzt den Antrag beim Karsten stellst, könntest Du morgen früh die Überweisung machen und wärst zumindest am Montag freigeschaltet, immerhin. Ist gut bei uns und wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt :)

    Ja diese Stimme ist übel, versuch Dir vorzustellen, dass es eine Stimme in Dir ist, die "eigentlich" gar nicht zu Dir gehört. Eine Stimme, die Du Dir selbst erschaffen hast, das Suchtgedächtnis - das wird mit der Zeit auch ruhiger. Klar ist das Suchtgedächtnis jetzt genervt, dass will nämlich, dass Du trinkst und das geht jetzt voll auf die Barrikaden, also nicht klein kriegen lassen!

    Nee nee, jetzt ist Willen gefragt, aber eben auch totale Risikominimierung, dass das Suchtgedächtnis so wenig Futter wie möglich bekommt.

    Und klar könntest Du jetzt wieder trinken, doch dann stehst Du in kurzer Zeit wieder da, wo Du heute stehst und dass willst Du ja nicht mehr, oder?

    Ganz viel Durchhaltekraft :)

    LG Martha

    Hallo FloS,

    auch von mir ein Willkommen im Forum und es freut mich, dass Du Dich für ein abstinentes Leben entschieden hast, ein spannende neue Reise :)

    Du könntest ja auch in den geschützten Bereich des Forums kommen. Dort ist ein wesentlich intensiverer Austausch. Wir haben einen Notfallknopf, ein Chat und eigentlich ist immer jemand da. Da sind eingige, deren einzige SHG das Forum ist und die auch schon lange trocken sind. Kannste ja mal mit in Deine Überlegungen nehmen.

    In 24 Stunden zu denken macht insbesondere am Anfang viel Sinn, es ist einfach eine überschaubarerer Zeitraum.

    Lieben Gruss Martha

    Hallo AN1,

    Dein Mann mag ja nett sein, wenn er nichts getrunken hat, Fakt ist jedoch, dass er trinkt und sich dann nicht mehr unter Kontrolle hat, wenn schon cheeseburger gegen die Wände fliegen, naja :roll:

    Ich frage mich was besser ist, eine alleinerziehende Mutter die sich verantwortungsvoll um ihre Kinder kümmert oder eine Mutter die bei einem saufenden Mann bleibt? Glaubst Du, dass bekommt das Aussen nicht mit?

    Ich bin alleinerziehende Mutter und mein Sohn geht auf´s Gymnasium und da ist er nicht der Einzige :)

    Wenn ich Dich lese, dann kommt mir der Satz: Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe....

    Lieben Gruss Martha

    Hallo Bluebird,

    da steckst Du in einer wirklich misslichen Lage :(

    Sich mit einem nassen Alkoholiker zu unterhalten ist mehr als sinnlos, solange er nichts verändern will. Alle anderen sind schuld an seiner Misere nur er hat damit nichts zu tun.
    Ja und ich kann verstehen, dass Du ihm schreiben möchtest, wie es Dir damit geht, doch auch das wird ihn nicht erreichen. Er lebt da irgendwo in seinem Paraleluniversum und er will einfach saufen - seine erste Liebe ist der Alk - das ist die bittere Realität.

    Sich in ständiger Abgrenzung zu übern zieht einem sämtliche Energien, das siehst Du ja selber, oder?

    Was hindert Dich daran, ihm eine Tasche zu packen und ihm vor die Tür zu stellen? Vorallem wenn er des Nachts da rumrandaliert...Natürlich kannst Du das WE wegfahren, doch wenn Du wiederkommst wird sich wahrscheinlich nichts ändern und Du hängst in seinem Kreislauf.

    Ich wünsche Dir allen Mut der Welt, in die total Abgrenzung zu kommen. Aus Erfahrung weiss ich dass sich vorher nichts ändern wird. Es verlängert nur das Leid.

    LG Martha

    Hallo Joanne,

    mir kommt es so vor als würde Dein Mann nichts trinkt, weil es eben besser ist oder weil er sonst seine Familie verliert, doch nach einer tiefen innerlich gelebten Überzeugung hört es sich nicht an, wenn ich das mal so sagen darf. Und auch nicht nach trocken. Er trinkt zwar nichts doch ist das nasses Denken.

    Na klar können ihm jetzt alle kein Alkohol hinstellen, doch wenn er trinken will, wird er es woanders tun. In seinem Kopf scheint das ja ganz fest verankert zu sein, dass er wieder trinken will, das kann morgen sein oder erst in einem halben Jahr. Doch solange noch solche Sprüche kommen, wird auch der Tag x kommen.

    Tja, und die grosse Frage ist, was machst Du dann? Pass bitte auf Dich auf :)

    Ich wünsche Dir ein frohes Osterfest :)

    Lieben Gruss Martha