Beiträge von pedi1970

    Hallo Zimt,

    bei meinem ersten S.O.S.-Ruf hier schrieb mir jemand "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". Wie wahr.
    Lieber einmal durch den Trennungsschmerz durchgehen, aber dann Ruhe haben. Und seine Würde und Selbstachtung behalten. Irgendwann ist der Spaß vorbei. Diese Erfahrung hab ich gemacht.

    Wie geht´s Dir?

    LG.. Pedi

    Liebe Martha,

    "Ich bin nicht wichtig genug" - den Satz kenne ich auch zu Genüge. Und jedesmal, wenn ich ihn denke, sage ich mir "Ich bin wichtig" oder "Meine Bedürfnisse sind wichtig" o.ä.; aber es ist schwer.. ich glaube, es dauert lange, bis solche einprogrammierten Sätze verschwinden... mir hat mal jemand gesagt, dass solche Dinge sich regelrecht in unseren Zellen verankern. Das dauert eben, bis wir die Zellen neu programmiert haben. Ich arbeite jedenfalls gern mit Affirmationen, positiven Glaubenssätzen, und sage sie mir ganz oft auf oder lese was dazu vor´m Schlafengehen.

    Meine Launenhaftigkeit hat die ganze Woche über angehalten. Obwohl meine Arbeitswoche ganz angenehm war und Freizeit auch (war mal wieder mit einer Freundin im Kino), bin ich wechselhaft drauf. Zudem geht mir die Kälte allmählich auf den Geist, ich friere fast den ganzen Tag und klammere mich so oft wie möglich an meinen Teebecher zum Aufwärmen.

    SHG war gut, sehr hilfreich. Ich kann es Euch hier an dieser Stelle nur empfehlen.

    Ansonsten fühle ich mich ein wenig einsam... mir fehlt Nähe und Geborgenheit und auch ein wenig emotionale Aufregung oder Prickeln... diese Woche hat sich doch dann tatsächlich ein alter (verheirater) Bekannter nach über 2 Jahren gemeldet; wir hatten eine kurze Affäre... :oops: damals brauchte er mich, um Anerkennung zu bekommen (sagte er), er wollte wohl mal bei mir antesten, wie die Lage heute bei mir ist.... hab ihm gleich gesagt, dass ich für Affairen o.ä. nicht mehr zur Verfügung stehe und war ja sooo stolz auf mich!!!! Er hat sich auch nicht wieder gemeldet! :) So einsam bin ich dann auch wieder nicht, als dass ich mich nochmal auf sowas einlasse. Das verbuche ich jetzt mal als Fortschritt bei mir!

    Wie war Deine Woche, Martha?
    LG.. Pedi

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    Liebe Shirley,

    das finde ich sehr interessant, was Du schreibst, dass Du als erstes an Deine Eltern denkst, wenn Du ein schlechtes Gewissen bekommst! Das geht mir auch so! Die fallen mir immer als erstes ein, ich frage mich dann, was sie gerade tun, was sie davon halten würden, was ich gerade tue usw... Ja, irgendwie ist es albern, finde ich auch... aber dann sage ich mir, dass ja irgendwas in unserem Leben uns dies so beigebracht haben muss?! Wir tun das ja nicht ohne Grund oder weil wir das gut finden...

    Ich denke auch, dass das alles vor allem Zeit braucht und der Weg das Ziel ist. Meine Geduld wird immer wieder hart auf die Probe gestellt, denn Geduld ist nicht gerade meine Stärke. Ich hab mich auch lange wie in einem Kreis gefühlt, aus dem es kein Rauskommen gibt. Dann habe ich mir aber meine ersten Schritte bewußt gemacht und festgestellt, dass ich damit losgegangen bin und den Kreis verlassen habe. Ich stelle ihn mir nun als Spirale vor; dann stehe ich zwar manchmal wieder an gleicher Stelle, aber eine "Ebene" höher, was mich dann motiviert, weiterzugehen...

    Freu mich, weiter von Dir zu lesen!
    Liebe Grüße... Pedi

    Hallo Marina!

    Ein frohes und glückliches Neues Jahr 2010 wünsche ich Dir!

    Hab´s zeitlich nicht früher geschafft, zu schreiben, irgendwie ging die erste Arbeitswoche des Jahres so schnell vorbei.

    Wie geht es Dir?

    Liebe Grüße... Pedi

    Hi Petra,

    in manchen Momenten sage ich mir auch "Mann, war ich blöd, wofür das alles?!" - und dann bin ich doch wieder froh, denn all diese Erfahrungen haben mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Ohne diese z.Tl. krassen Erlebnisse wäre ich heute nicht zu all diesen Erkenntnissen gelangt..

    Im Moment fühle ich mich ziemlich einsam... mir fehlt tatsächlich ein wenig emotionale Aufregung, um es so mal auszudrücken. Ich muss mich wirklich "aushalten", denke auch, dass das ganz wichtig ist.. dennoch ist das Einsamkeitsgefühl da.

    Geht´s Dir auch manchmal so?

    LG... Pedi

    Liebe Sina,

    ja, ich finde es grundsätzlich auch gut, jemanden auf seine Probleme hinzuweisen. Vielleicht gibt dies wirklich das ein oder andere Mal den entscheidenden Anstoß.

    Mit Hilfe annehmen ist das bei mir auch so eine Sache. Ich tue mich damit auch schwer, aber eher aus dem Grunde, dass ich mich frage, warum derjenige ausgerechnet mir helfen will? Ich bekomme dann gleich ein schlechtes Gewissen, wenn jemand was für mich tun will. Das fällt mir sehr, sehr schwer. Ich achte nun darauf, Hilfe möglichst mit einem einfachen Lächeln und einem Danke anzunehmen. Ist nicht immer einfach. Aber wenn wir Hilfe immer nur zurückweisen, kann nichts zu uns kommen.... :wink:

    Auch hier steckt wohl die Botschaft dahinter, dass wir uns selbst in erster Linie Gutes tun müssen, mit Freude und aus Überzeugung... dann fällt uns auch das Nehmen leichter. Denn Geben ist ja für uns kein Problem, bei Dir wahrscheinlich auch nicht..?!

    Bei mir kommen die Erinnerungen auch manchmal wie "Flash´s", ganz plötzlich. Auch Sachen, die ich längst vergessen hatte. Mich lähmt am meisten die Angst vor Schmerz, durch all das hindurchzugehen. Und es ist ja auch wirklich anstrengend... aber es gibt keinen anderen Weg, heil zu werden. Ich übe mich in Geduld und Zeit für mich.

    Wenn Du ein ungutes Gefühl mit der Therapie oder Therapeutin hast, dann solltest Du es lassen, denn Du wärst doch von vornherein eher blockiert, oder? Vielleicht ist die Zeit gerade nicht reif dafür...

    Alles wird gut... Pedi

    Hallo Martha,

    ja, bevor ich gleich zur SHG gehe, wollte ich noch ein wenig hier schreiben.

    Körperlich geht´s mir noch nicht so gut... immer noch Rücken, Ohren und Nacken... und ich will ein bißchen abnehmen, weil ich über die Feiertage so viel gefuttert habe und hab mir seit gestern die Schokolade gestrichen (ich liebe Schokolade...) und bin nun auf Schoki-Entzug.
    :wink:
    Stimmungsmäßig bin ich sehr schwankend. Ich habe Momente, da fühle ich mich total optimistisch, und dann wieder hab ich das Gefühl, ich steh vor einem Riesen-Berg, der kaum zu überwinden ist. Das wechselt auch am Tag. Ganz komisch, eigentlich bin ich nicht so...

    Geht Dir bzw. Euch das auch manchmal so?

    Danke, dass Du mir geschrieben hast!

    LG.. Pedi

    Liebe Zimt...

    Du könntest Dich fragen:
    was ist Liebe für Dich? Liebe zu Dir selbst? Liebe von jemand anderem? Wie zeigt sie sich? Wie fühlt sie sich an? Was wünschst Du Dir von einem Partner?
    Und was gibt Dir diese Beziehung? Welche Gefühle löst sie in Dir aus? Was läßt Dich daran festhalten? Wovor hast Du Angst? Was ist mit Deiner Würde? Deiner Selbstachtung? Deiner Selbstbestimmung? Kannst Du Dir alles das selbst geben, wenn Du mit Dir allein bist?

    Du könntest erkennen, dass Du nichts falsch machst, wie Du schreibst. Du handelst und fühlst so, wie Du es irgendwann mal gelernt hast. Es sind alles Erfahrungen, keine Fehler.

    Du schreibst, Du hast gelernt, Dich gegen Übergrifflichkeiten zu wehren. Sorry, aber das ist nicht die Lösung, oder? So weit darf es nicht kommen, dass auch Deine körperliche Unversehrtheit angegriffen wird. Auch gegen Liebesentzug kann man sich nicht wehren. Da ist schon Widerspruch in sich drin. Jemanden zwingen, mich zu lieben?! Nee, das geht nicht....

    Hilft Dir das...?

    LG.. Pedi

    Hallo Lawinchen,

    ich habe auch eine echte Aversion gegen Alkohol entwickelt und trinke auch gar nichts. Manche können so viel in sich reinschütten, da fiele ich schon vom Hocker. Stimmt, und viele akzeptieren auch schlecht, wenn man nichts trinken will, aber das stört mich überhaupt nicht.
    Vielleicht bewirkt ja ein eventueller Familienkrach bei Euch, dass sich der ein oder andere doch auf den Weg machen wird?!

    Ich wünsch es Euch (ich mein nicht den Krach, sondern den Weg der Heilung... :wink: )!

    LG... Pedi

    Hallo hiswife,

    ich hoffe, Du nimmst mir meine Bemerkung mit dem "nichts angehen" nicht übel. Vielleicht habe ich es etwas provokativ ausgedrückt, um Dir zu sagen, dass wir für unser Leben und nicht das des trinkenden Partners verantwortlich sind. Klar geht es Dich insofern was an, als dass Ihr zusammen lebt, und die Situation ist sicher sehr schwierig für Dich. Hab´s jedenfalls nicht bös gemeint.

    Ich weiß nicht, ob es ein anderes Buch gibt... ich glaube, es gibt welche über Co-Abhängigkeit, vielleicht ist da was für Dich dabei?

    Du schreibst, bei Dir war nicht alles "rosig"; vielleicht kannst Du andere hilfreiche Parallelen zu Beispielen aus "dysfunktionalen" Beziehungen finden. Oder in Form einer Selbsthilfegruppe.

    Ich wünsche Dir alles Gute... Pedi

    Hallo Franzi,

    bei mir war es auch so, dass so nach und nach die Zusammenhänge ans Licht kommen... der Verstand fängt an zu begreifen, aber das Herz kommt nicht hinterher. Das Herz braucht etwas länger, und so gebe ich mir gerade die Zeit, die es braucht. Es lehrt mich zudem, geduldig zu sein, nicht gerade meine Stärke...

    Ich glaube und das hab ich auch gelesen, dass viele, die aus sog. "dysfunktionalen" Familien kommen, ähnliche Probleme wie die EKAs haben. Daher kann es gut so sein, dass Du Dich dort wiederfindest. Aber das ist doch gut, so kannst Du hier prima profitieren! Stimmt, "normale" Leute können sich gar nicht uns hinein versetzen. Aber ist ja auch o.k., wir verstehen auch vieles nicht, von dem wir nicht selbst betroffen sind.

    Lass Dir einfach Zeit; Du mußt ihn ja nicht Hals über Kopf verlassen.. Hauptsache, Du behälst Dich und Dein Wohl im Auge und erkennst Deine Zusammenhänge und läßt das Herz aufholen. :wink:

    Wünsche Dir alles Liebe und freu mich weiter über Deine Beiträge und Berichte, wie´s Dir geht.

    VLG.. Pedi

    Hallo Zimt,

    im Grunde hast Du Dein Problem doch schon erkannt. Du fühlst Dich als Marionette und willst nicht länger eine sein. Ergo: Du mußt die Entscheidung treffen, Dich nicht mehr zur Marionette machen zu lassen und damit aufhören.

    Meine Erfahrung ist: ich habe mich von meinem alkoholkranken Freund getrennt und dachte, damit habe ich meine Lektion gelernt und mache den Fehler nicht nochmal. Kleiner Irrtum - leider. Ich bin prompt in die nächste Falle getappt (ein Mann auch mit Alk-Problem) nur ein paar Monate später. Das hat mir ganz deutlich gezeigt, dass ich immer noch krank bin und die Trennung allein mich nicht hat heilen lassen. Meine Heilung fängt jetzt erst an, indem ich allein bin und auch erstmal bleibe, mich nur auf mich und meine Bedürfnisse etc. konzentriere.

    Meiner Meinung nach gibt es in einer gesunden Beziehung keine Abhängigkeit, weder emotional noch sonstwie... wenn ich mich in mir sicher fühle, mich selbst achte und liebe, bleibe ich frei und kann trotzdem jemand anderen lieben... (soweit die Theorie, an der Umsetzung arbeite ich... :wink: ).

    Deine ganzen Gedanken kreisen (fast) nur um ihn und die freudlose Beziehung, verlagere Deinen Fokus auf Dich. Die Lösung liegt doch eigentlich auf der Hand, oder..?!

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alle Unterstützung, die Du bekommen kannst.

    LG.. Pedi

    Hallo Pipilotta,

    Hut ab vor Deiner Kraft und Deiner Ehrlichkeit, vor allem Dir selbst gegenüber!

    Keine Ahnung, ob das mit dem Klinikplatz so lange dauert, aber ehrlich gesagt sollte er sich seinen Kopf darüber zerbrechen, nicht Du. Er muss seinen Weg aushalten und hindurchgehen, aber Du mußt es auch!
    Wenn Du wieder "umkippst", wirst Du unglaubwürdig ihm und auch Dir selbst gegenüber.

    Du schaffst das schon und bist, wie ich finde, auf einem sehr guten Weg. Geh ihn weiter, verliere Dich nicht...

    LG.. Pedi

    Hallo Umsehen,

    also, zu Al-Anon kannst Du ohne Anmeldung hingehen. Einfach so, kostenlos.

    An meinem ersten Abend war keiner von den Angehörigen da, aber die AA-Gruppe trifft sich parallel, und die haben mich total nett eingeladen, bei ihnen dabei zu sein. Gesagt - getan.
    Anfangs fiel es mir schwer, über mich selbst zu sprechen, aber nachdem mir aufmunternd und verstehend zugenickt wurde, fühlte ich mich total verstanden!

    Und das ist für mich der springende Punkt: ich bin dort unter Menschen, die das gleiche erlebt haben (und noch erleben) wie ich. Dort finde ich Verständnis, ich kann alles sagen, niemand bewertet mich dort. Und es ist für uns EKAs mit das Schwierigste, Gefühle ehrlich ausdrücken zu können.

    Ich plane mir den Abend nun jede Woche ein, heute gehe ich zum 4. Mal hin. Trau Dich, Dich beißt keiner (das hatte mir hier jemand auch geschrieben... hihi...), Du hast nichts zu verlieren.

    Berichte mal, wie´s war! :roll:

    LG.. Pedi

    Hi Petra,

    wir werden den anderen wohl nie richtig kennen... werden immer wieder überrascht oder auch enttäuscht. Gerade wir in unserer Situation müssen uns, denk ich, wirklich auf uns konzentrieren, um uns selbst kennenzulernen. Ich stelle gerade fest, wie wenig ich selbst teilweise über mich weiß: meine Wünsche, Ängste, Ziele usw..

    Angst treibt mich mitunter auch um. Ich hatte z.B. lange Zeit Angst, die Beziehung zu meinem Ex zu beenden. Mir war gar nicht bewußt, dass ich die letzten 13 Jahre nur in (unglücklichen) Beziehungen verbracht hatte! Ich wußte gar nicht mehr, wie es ist, allein zu leben! Das war schon so lange her. Daher sind wir erst nochmal gemeinsam umgezogen, weil ich dachte, dann würde alles besser... aus Angst habe ich weitere 2 Jahre an der Beziehung festgehalten, rumgeeiert! :wink: Aber ich habe es geschafft und komme sehr gut alleine zurecht.
    Nun bin ich quasi gezwungen, mich mit mir selbst zu beschäftigen, was ein ganz neues Gefühl für mich ist. Aber Angst kommt in manch einer Situation auch auf. Angst, dass ich meinen Weg nicht schaffe und nie eine normale Beziehung werde führen können...

    Ich lasse die Angst dann, sage mir, es ist o.k., bekämpfe sie nicht.. dann wird sie meist von allein weniger.

    Schön, dass Du das Alleinsein nun für Dich nutzt! Alles andere bringt die Zeit, da hast Du recht.

    Ich meld mich jetzt ab, sitze schon wieder so lange hier im Forum (es tut mir einfach gut)!
    Komme evtl. später heute nochmal wieder und geh jetzt mal Schnee fegen. 8)

    Schönen Nachmittag Dir!

    LG... Pedi

    Hallo Zimt,

    herzlich Willkommen hier im Forum; dies ist ein wichtiger Schritt für Dich.

    Als ich hier ankam, war ich in einem ähnlichen Gefühlschaos wie Du. Ich habe Stunden damit zugebracht, mich hier in die Thematik Co usw. einzulesen, um überhaupt erstmal zu verstehen, was mein Problem ist, dass auch ich krank bin usw.

    Neben diesem Forum möchte ich Dir das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" ans Herz legen: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…62521601&sr=8-2

    Beim Lesen wird Dir vieles klar werden. Und dann gehe los, in Deinem Sinne, für Dich und Deine Genesung. Dein Partner hat seinen Weg angetreten, um gesund zu werden, Du mußt es auch, sonst kommst Du aus der Co nicht raus.

    Alles Gute für Dich.. Pedi

    Hey Petra,

    dafür ist unser Berg auch viel zu groß, als dass wir ihn mit einem Schritt überwinden können. Er ist uns schließlich Jahre voraus, in denen er so groß werden konnte. Aber wir sind losgegangen, und das zählt und ist Grund genug, stolz zu sein!

    Eben habe ich hier irgendwo was von "Rumgeeiere" (komisches Wort :wink: ) gelesen, und es stimmt: viele drehen sich immer wieder im Kreis, eiern rum und kommen nicht raus, anstatt nur den kleinsten Schritt zu unternehmen, ihn zu durchbrechen.. die Angst ist vermutlich zu groß, alles kommt bei jedem zu seiner Zeit. Und wenn unsere Zeit da ist: stolz sein!

    LG.. Pedi

    Liebe CoLibri,

    schön, dass Du hier im Forum zu uns EKAs dazu gekommen bist.

    Danke für das schöne, traurige Gedicht.. es rührt mich, wie Deine Geschichte, zu Tränen.

    Ich wünsche Dir...
    ... dass Deine Freunde Dich auffangen
    ... dass Du die Kraft hast, Deine Familiengeschichte aufzuarbeiten
    ... die Kraft, durch den Schmerz zu gehen.

    Alles Gute.. Pedi

    Hallo Umsehen,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Ich turne hier seit 4 Wochen und unzähligen Stunden rum und freue mich gerade, dass Deine Worte und Erklärungen, die Du für Dich gefunden hast, so haargenau auch zu mir passen!

    Ich hatte auch immer das Gefühl, dass ich anders ticke/ fühle als andere, hatte nur keine Worte, geschweige denn eine Erklärung dafür... fühlte mich auch nur gut, wenn ich anderen helfen konnte.. habe während meiner Ehe immer auf meinen Ex geguckt wie Du und gewartet, was er wohl vorhat, mich davon abhängig gemacht.. dann kam es zu Meinungsverschiedenheiten, Krach und Frust. Aus der Ehe bin ich geflohen, Scheidung, neue Beziehung zu einem Alkoholiker, 9 Jahre lang. Schluss seit April 2009. Mein Vater ist auch Alkoholiker.

    Ich habe grundsätzlich nicht das Bedürfnis (nun ja, manchmal in bestimmten Momenten schon), ihm und auch meiner co-abhängigen Mutter alles an den Kopf zu knallen, da ich weiß, dass es nichts bringen würde. Sie würden es auch nicht verstehen. Meine Mutter kämpft seit über 30 Jahren und wird es wohl bis zum Ende tun.

    So im Alltag komme ich als EKA gut mit meinem familiären Hintergrund zurecht, aber meine Beziehungen waren immer mehr oder weniger eine Katastrophe. Zumindest haben sie mir nicht wirklich gut getan, auch wenn ich immer glaubte, ich würde ihn ja sooo lieben, und im Grunde habe ich mich meist nicht so gut behandeln lassen. Habe mich immer nach den Bedürfnissen meines Partnes gerichtet um des lieben Friedens Willen. Wir EKAs haben nicht gelernt, auf unsere Bedürfnisse zu hören, da wir die der anderen immer in den Vordergrund gestellt haben....

    In diesem Link stehen meine persönlichen Buch-Favoriten, die Dir bestimmt eine gute Hilfe sein können:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…p=432021#432021

    Ich wünsche Dir einen guten Autausch hier, alles Liebe und viel Kraft für Deinen Weg.

    LG.. Pedi