Liebe Martha,
"Ich bin nicht wichtig genug" - den Satz kenne ich auch zu Genüge. Und jedesmal, wenn ich ihn denke, sage ich mir "Ich bin wichtig" oder "Meine Bedürfnisse sind wichtig" o.ä.; aber es ist schwer.. ich glaube, es dauert lange, bis solche einprogrammierten Sätze verschwinden... mir hat mal jemand gesagt, dass solche Dinge sich regelrecht in unseren Zellen verankern. Das dauert eben, bis wir die Zellen neu programmiert haben. Ich arbeite jedenfalls gern mit Affirmationen, positiven Glaubenssätzen, und sage sie mir ganz oft auf oder lese was dazu vor´m Schlafengehen.
Meine Launenhaftigkeit hat die ganze Woche über angehalten. Obwohl meine Arbeitswoche ganz angenehm war und Freizeit auch (war mal wieder mit einer Freundin im Kino), bin ich wechselhaft drauf. Zudem geht mir die Kälte allmählich auf den Geist, ich friere fast den ganzen Tag und klammere mich so oft wie möglich an meinen Teebecher zum Aufwärmen.
SHG war gut, sehr hilfreich. Ich kann es Euch hier an dieser Stelle nur empfehlen.
Ansonsten fühle ich mich ein wenig einsam... mir fehlt Nähe und Geborgenheit und auch ein wenig emotionale Aufregung oder Prickeln... diese Woche hat sich doch dann tatsächlich ein alter (verheirater) Bekannter nach über 2 Jahren gemeldet; wir hatten eine kurze Affäre...
damals brauchte er mich, um Anerkennung zu bekommen (sagte er), er wollte wohl mal bei mir antesten, wie die Lage heute bei mir ist.... hab ihm gleich gesagt, dass ich für Affairen o.ä. nicht mehr zur Verfügung stehe und war ja sooo stolz auf mich!!!! Er hat sich auch nicht wieder gemeldet!
So einsam bin ich dann auch wieder nicht, als dass ich mich nochmal auf sowas einlasse. Das verbuche ich jetzt mal als Fortschritt bei mir!
Wie war Deine Woche, Martha?
LG.. Pedi
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Liebe Shirley,
das finde ich sehr interessant, was Du schreibst, dass Du als erstes an Deine Eltern denkst, wenn Du ein schlechtes Gewissen bekommst! Das geht mir auch so! Die fallen mir immer als erstes ein, ich frage mich dann, was sie gerade tun, was sie davon halten würden, was ich gerade tue usw... Ja, irgendwie ist es albern, finde ich auch... aber dann sage ich mir, dass ja irgendwas in unserem Leben uns dies so beigebracht haben muss?! Wir tun das ja nicht ohne Grund oder weil wir das gut finden...
Ich denke auch, dass das alles vor allem Zeit braucht und der Weg das Ziel ist. Meine Geduld wird immer wieder hart auf die Probe gestellt, denn Geduld ist nicht gerade meine Stärke. Ich hab mich auch lange wie in einem Kreis gefühlt, aus dem es kein Rauskommen gibt. Dann habe ich mir aber meine ersten Schritte bewußt gemacht und festgestellt, dass ich damit losgegangen bin und den Kreis verlassen habe. Ich stelle ihn mir nun als Spirale vor; dann stehe ich zwar manchmal wieder an gleicher Stelle, aber eine "Ebene" höher, was mich dann motiviert, weiterzugehen...
Freu mich, weiter von Dir zu lesen!
Liebe Grüße... Pedi