Zitat von Maria_1
Einen geliebten Menschen auf diese Art zu verlieren, geht an die Grenzen der Belastbarkeit. Es ist ein Selbstmord auf Raten und man kann nichts dagegen machen, nur ohnmächtig zuschauen.
Hallo Maria,
ohnmächtig ist die richtige Bezeichnung. Man empfindet Wut und Hass, aber man weiß nicht worauf. Den Partner, den Alkohol oder sich selbst. Ich wußte zum Schluß nicht mehr ob ich ihn noch liebe.
Nach seinem Tod und den ersten Schock hatte ich ein Gefühl der Erleichterung. Aber ich wußte ich habe ihn immer geliebt. Er fehlt mir sehr. Man will die Zeit zurückdrehen, 2-3 Jahre, bevor es richtig angefangen hat.
Dann kommen Schuldgefühle, nicht Alles oder das Richtige getan zu haben. Die sind auch heute noch da.
Als ich ihn im Krankenhaus besucht habe, wußte ich nicht dass ich ihn das letzte Mal lebend sehe. Wenn ich das gewußt hätte wäre ich länger geblieben. Aber er erkannte mich nicht. Und so dachte ich, es hat nicht viel Sinn zu bleiben, komme ich morgen wieder. Ein Morgen gab es nicht mehr.
Bis zum Schluß hab ich ihm Schnaps gekauft. also bin ich auch irgendwie schuld. Aber mir war auch klar, wenn ich keinen mitbringe und er selber nicht in der Lage ist welchen zu holen, dass ihn die Entzugserscheinungen umbringen.
So oder so. Ich weiß nicht was Richtig gewesen wäre.