Beiträge von MrHardcore

    hi hoppegarten,

    nun, kann es sein, dass in deiner ablehnung und wertung auch ein wenig angst mitschwingt, angst, z.b. bei einem rueckfall auch "so" zu "enden"?

    wie auch immer, du hast selbst erkannt, dass dein "sich-selbst-ueber-andere-erheben" dir nicht gut tut. du wirst also auch einen weg finden, um in absehbarer zeit entspannter mit der situation um zu gehen.

    du musst dich ja auch nicht aktiv mit "denen" auseinander setzen im sinne von dort laenger zu verweilen oder gar heimisch zu werden. ein "normaler" umgang mit einem einfachen "guten tag" reicht ja - und der hund kann an der leine bleiben und "bei fuss" gehen.

    wenn du das willst, kannst du das trainieren und es wird dir gelingen.

    ehem, hoppegarten,

    Zitat

    Ich sage ganz klar, dass ich mich nicht mehr mit nassen Alkoholikern abgeben werde.

    dann wünsche ich dir, dass du nie rueckfaellig wirst, um dich nicht eines tages mit dir selbst abgeben zu muessen. das waere ja bedrohlich...
    faellt dir eigentlich auf, wie ueberheblich und selbstgerecht du dir selbst gegenueber bist? hochmut kommt bekanntlich vor dem fall...

    anyway, just my 2 cents

    cu
    MrHardcore

    hi kevin,

    wenn ich mir deine verschiedenen faeden so durchlese, komme ich jedesmal wieder zu dem gleichen ergebnis: du meinst, aufhoeren zu muessen, aber von aufhoeren wollen in letzter konsequenz lese ich nichts.

    warum quaelst du dich mit dem nicht-trinken? warum quaelst du dich mit dem nicht-outen?

    weisst du, ich habe schon sehr viele alkoholiker kennen gelernt. auch solche, die gar nicht trocken werden wollen, sondern "nur" mal pausieren. ich habe kein problem damit, wenn du dich zu tode saufen willst. es ist dein leben, es gehoert dir, du kannst es so leben, wie es dir beliebt.

    ich frage mich nur, was du dann in einem forum fuer trockene alkoholiker machst (bzw in einem, in dem die trockenheit erlernt werden kann)?

    fuehre dir doch einfach mal vor augen, dass der prozess des trocken werdens und des trocken bleibens eine lebenslange aufgabe für jeden alkoholiker ist. moechtest du dich ab jetzt dein restliches leben lang deiner trockenheit widmen, und dieser trockenheit alles, aber wirklich alles andere unterordnen?

    wenn ja, dann fang an, die hilfsangebote umzusetzen statt sie zu hinterfragen.

    wenn nein, dann weisst du jetzt, wo du hilfe findest, wenn du wirklich mal trocken werden willst.

    ich wuensche dir viel kraft auf dienem weg.

    cu
    MrHardcore

    hi Kevin,

    du hast nach meiner meinung zu diesem thema gefragt.

    nun, ich finde, es überdeckt nur das saufen. du benutzt in diesem fall genau so ein hilfsmittel zur flucht wie beim alkohol selbst. und das hat nach meinem dafuerhalten nichts, aber auch gar nichts mit dem beginn einer trockenheit zu tun.

    ich lehne derartige medikamente ab, weil sie schon wieder die eigenverantwortung abnehmen.
    ich lehne sie ab, weil sie es mir nicht ermöglichen, auch die schmerzlichen und aeusserst unangenehmen erfahrungen in der anfangszeit der trockenheit mit all ihren facetten ungefiltert wahr zu nehmen.
    ich lehne sie ab, weil sie mir nur vorgaukeln, ich wäre trocken.

    das aufwachen danach kommt. und es ist um ein vielfaches schwieriger, dann an zwei fronten zu kämpfen, als jetzt nur einen punkt zu bearbeiten.


    cu
    MrHardcore

    hi elfe,

    Zitat von Elfe

    Eines ist mir aber aufgefallen...... ich fühle mich immer von gefühlvollen, tiefsinnigen und netten Männern angezogen, die nicht den großen Maker raushängen lassen und vielleicht sind Suchtkrankeiten bei denen wahrscheinlicher??? Vielleicht bin ich da ja auch auf dem Holzweg, aber in meinem größeren Umfeld gibt es einige Männer die (noch) ganz weich, lieb und nett sind, aber ein Problem mit Drogen oder Alk haben!

    ist ja nun sooo ungewoehnlich auch nicht, oder? mit ein wenig "gesundem menschenverstand" laesst sich da auch die eine oder andere realitaetsnahe bruecke bauen, oder?

    leben=realitaet=manchmal hart.
    drogen=flucht vor der realitaet=ungewoehnlich weich

    was jetzt bei gott nicht heissen soll, dass alle nicht-drogenkonsumenten der welt automatisch gefuehlskalte arrogante a-loecher sein muessen, macho bis zum stehkragen, aber ist dir dieser sehr einfache zusammenhang noch nie aufgefallen???

    wie sieht es denn mit deinen anspruechen an dich selbst aus - kommst du mit denen klar, oder neigst du dazu, diese deinem jewiligen partner und seinen forderungen anzupassen und dann das gefuehl zu haben, hier irgendwo "nicht zu genuegen"?

    waere zumidest kein einzelschicksal, laesst sich kurieren...

    ich schweife ab.

    anyway, viel kraft auf deinem weg, der anfang ist ja schon mal ein guter.

    cu
    MrHardcore

    hi bookfriend,

    ich hab mir mal vor kurzem durch zufall alle deine 113 postings durchgelesen.

    was soll ich dir sagen, mein eindruck ist einfach der, dass du leiden möchtest. es fehlt einfach nur der notwendige rahmen, der dein leid auch so zur kenntnis nimmt, wie du es gerne sehen würdest.

    und der rahmen fehlt, weil es den menschen halt mit der zeit am ars.. vorbeigeht, wenn jemand immer nur in der opferrolle posiert und jammert, statt mal hochzukommen und auch was zu "reissen".

    ich bin sicher, dieses posting wird dir nicht gefallen, und das ist auch der grund, warum ich mich sonst aus deinem vorwiegend von selbstmitleid geprägten jammerthreads raushalte.

    schau dich um: wir alle haben diese beschi..... kindheit mit saufenden eltern gehabt. wir alle haben immer noch unsere defizite, die es aufzuarbeiten gilt, dafür sind wir hier.
    wir alle haben durchhänger.

    aber wir kommen wieder hoch, wir verändern uns, wir arbeiten an uns, wir lassen uns auf neues ein, um eben aus diesen alten eingefahrenen wegen rauszukommen.

    wie wär's, wenn du mal auf die postings der anderen eingehen würdest, statt nur pauschal in die runde zu kotzen? das betrifft auch deine alten threads, auch da kam haufenweise resonanz, zum teil gute ansätze - nur interessiert dich das scheinbar nicht so stark, als dass du es berücksichtigen und umsetzen könntest.

    dann bleibt ja auch den schreibern nicht mehr viel - als einfach die fresse zu halten, und hoffen, dass jemand neuem was ganz neues dazu einfällt.

    cu
    MrHardcore

    hi Jabo,

    du klingst ja schon etwas entspannter als noch vor einigen tagen.
    vorweg: ich kann dir nicht sagen, was & wie du verändern musst - ich kann dir nur sagen, was mir auffällt. und ich kann dir aud meiner eigenen erfahrung als alkoholiker sagen, was ich für mich hinterfrage & zu welchen ergebnissen ich gekommen bin - was mein leben betrifft.

    deine einstellung zum berufsleben und zur mitarbeiterführung teile ich, insbesondere, nachdem ich mehrere jahre lang meinen letzten chef begleiten/erleben durfte. auch er war alkoholiker und hat in unserem unternehmen nachhaltig neue maßstäbe gesetzt. auch er war permanent auf der suche nach lösungsmöglichekeiten, um das miteinander im betrieb zu fördern und ein menschliches arbeiten aktiv zu gestalten. bei all dem hat er jedoch nie ausser acht gelassen, warum wir täglich in die arbeit rennen: um für das unternehmen geld zu erwirtschaften. nur ein profitables unternehmen kann seinen mitarbeitern dauerhaft sichere arbeitsplätze bieten und diese auch optimal ausstatten (geräte, schulungen etc.). das heisst dann in der folge: mitarbeiter nicht nur fördern, sondern auch fordern. und fordern kann durchaus auch heissen, den mitarbeitern mehr verantwortung tatsächlich übertragen, als das anderswo auch üblich sein mag. bei uns hat das bis heute sehr gut funktioniert, auch nachdem unser chef sich aus gesundheitlichen gründen diesen sommer sehr stark zurück genommen hat.

    dabei sich selbst nicht zu vergessen ist eine hohe kunst. daher einfach mal nachdenken, ob eine entscheidung zu gunsten der mitarbeiter wirklich eine solche ist, wenn sie gleichzeitig eine unangemessene mehrbelastung für dich bedeutet. selten, dass es nur zwei mögliche wege gibt, sehr oft ist noch ein dritter weg möglich, der beide seiten besser zufrieden stellt ohne eine der parteien zu sehr zu belasten.

    in jedem fall ist es gut, wenn du dir gedanken um deine lebensumstände machst. denn das tägliche einerlei ist es, was uns oft daran hindert, neue wege zu gehen. und neue wege brauchen wir alkoholiker mehr als alles andere, denn die alten wege haben uns in die sucht geführt, sind also nur bedingt tauglich.

    viel kraft & wieder freude am leben gewünscht,

    cu
    MrHardcore

    hi Mondscheinengel,

    du denkst ja schon wieder (oder immer noch) nur "für" ihn. mach dir da mal keinen kopf. wenn er trocken werden & trocken bleiben will, dann wird er seine familie schon "einweihen" und euch mitteilen, was er gerne wie gelöst hätte.

    stell dir doch mal vor, dein dad hätte eine andere krankheit, sagen wir mal potenzstörungen nach einer prostataoperation, und sein sexualleben wäre nicht zufriedenstellend. würdest du dich da auch so reinhängen, wie in seine alkoholabhängigkeit?
    ich hoffe mal nicht...

    fang doch du mal an, dein leben ausgefüllt zu leben - seines kannst du ohnehin nicht grossartig beeinflussen. nable dich ab von zu hause. das heisst nicht, dass du keinen kontakt mehr haben sollst, aber es muss bereiche geben, die jeder für sich hat und die er/sie in eigener verantwortung bearbeitet.

    um deine letzten drei absätze zu beantworten:

    mein zu hause ist permanent alkoholfrei, auch dann, wenn gäste kommen. ich gehe mit meiner suchterkrankung völlig offen um, ohne mir ein schild "alkoholiker" umzuhängen. ich sage deutlich, dass ich in meinem privaten umfeld keinen alkohol dulde, weil ich alkoholiker bin.

    wenn ich auf parties oder andere veranstaltungen eingeladen bin, überlege ich im vorfeld, ob das vordringlich dem alkoholkonsum dient, oder wahrscheinlich sehr geregelt verläuft. bei puren besäufnisanlässen (z.b. vatertagsveranstaltungen, oktoberfest etc) brauche ich gar nicht überlegen, da will ich nicht hin und sage ab.

    und ja, von meinem alten "freundeskreis" zu saufzeiten ist niemand mehr übrig geblieben. ich habe andere interessen als damals und umgebe mich mit anderen menschen.

    mir geht es gut damit.

    cu
    MrHardcore

    hi jabo,

    in meiner bayerischen heimat bayern gibt es eine alte, dumme weisheit, die ihre berechtigung hat: "A guada Kerl, fasd a Depp." (ein guter Mensch, fast schon ein Trottel)

    will heissen: wer sich selbst hint an stellt (und seine eigenen bedürfnisse), erweist sich selbst keinen gefallen.

    also, kümmere dich um deine bedürfnisse, anstatt sie nur hinzunehmen. sorge dich aktiv um deine genesung, anstatt auf den grossen wurf zu warten. handeln statt planen. umsetzen statt nur theoretisch zu wissen.

    du wirst sehen, vieles davon braucht übung, gelingt nicht beim ersten versuch. aber es wird immer besser gelingen, je mehr du es praktizierst. und mit jedem erfolg wird auch dein selbstbewusstsein wieder wachsen, dein vertrauen in dich wird wieder erstarken. und das macht dich wieder zu einem handlungsfähigen menschen, der konflikte erflgreich mit anderen mitteln bewältig, als sie nur im suff zu erleiden.

    viel kraft gewünscht!

    cu
    MrHardcore

    hi Jabo,

    sorry, aber das kommt bei mir so an, als würdest du gerade ganz gepflegt deinen nächsten vollrausch einleiten.

    was fällt mir an deinem post auf?
    - du spielst ganz offen damit, "eventuell" rückfällig zu werden. das ist bei alkoholikern sehr oft ein versprechen, es aus zu tun. deine entscheidung.
    - du suchst gründe, um eine rechtfertigung zum trinken zu haben. die gründe hast du schon gefunden und benannt.
    - du agierst noch nass in dem du weiter den weg des einzelkämpfers nimmst, der sich keine tatsächliche hilfe bei der bewältigung eines problems holt, sondern versucht, das geschehen mit sich selbst auszumachen.

    denk einfach mal darüber nach, warum das bei dir so ist.

    andere alkoholiker haben auch den arsch voll problemen, und sie saufen trotzdem nicht, sie beschäftigen sie gar nicht mit dem gedanken an das trinken.

    warum ziehst du ausgerechnet das saufen als erstes in erwägung, anstatt nach lösungen für dein problem zu suchen - auch, wenn diese lösung beinhaltet, jemand entlassen zu müssen? ein dauerzustand kann so ein rumeiern ja doch nicht sein/werden.

    oder fühlst du dich damit etwa wohl?

    also, ran an den speck! von alleine fliegt keinem die zufriedene trockenheit zu, jede(r) muss dafür sein leben verändern - und die einstellung dazu...
    cu
    MrHardcore

    hi ruru,

    sag mal, weisst du denn, was du von deinem leben gerne hättest?`wie du dein leben gerne gestalten würdest? wie du mit deinen eltern gerne kommunizieren würdest? und über welche themen du mit ihnen reden möchtest, und welche themen du lieber mit jemand anderem besprechen möchtest?

    ja? fein! dann sag ihnen das einfach mal auch so. völlig unaufgeregt aber trotzdem so, dass kein zweifel besteht, was du ihnen mitteilen möchtest.

    und dann fang an, dein leben zu leben. durchaus auch mal längere zeit ohne/mit sehr wenig kontakt zu deinen eltern.

    damit ihr alle mal lernt, jeder für sich sein leben zu leben. und zu sehen, ob du deinen eigenen ansprüchen an dich selbst genügst. wenn ja, dann wirst du sehr schnell fest stellen, dass dir die meinung deiner eltern gar nicht mehr so wichtig ist, dass du deren kommentare zwar hörst, sie dich aber nicht mehr treffen - weil du selbst erlebt hast, dass du mit dir im reinen bist und die situation für dich stimmig ist.

    ach ja, und sorge dich nicht um deine eltern: wenn dein vater saufen will, findet er schon einen grund. wenn du nicht der grund bist, dann sucht er sich halt einen anderen. er wird schon einen finden. und dann lass ihn saufen, so lange er will. es ist sein leben, nicht deines. es sind seine perversen erpressungsversuche, mit denen er sich das leben schwer macht und seine eigene unzufriedenheit an anderen auslässt. lass sie bei ihm - sie ist nicht deine unzufriedenheit.

    deine mutter und ihre kontaktarmut - lass auch die bei ihr. es ist nicht deine kontaktarmut, warum sollst du also als notnagel fungieren? lass es bei ihr...

    ich wünsche dir viel kraft zu hinterfragen, was du möchtest, und deinen weg dann auch um zu setzen und zu gehen.

    cu
    MrHardcore

    hi mondscheinengel,

    wie schon von anderen geschrieben:

    Zitat von Mondscheinengel

    und statt dessen wird man runter geputzt

    runtergeputz wird hier niemand.

    es geht auch nicht darum, ob ich mir

    Zitat von Mondscheinengel

    aber denke nicht, dass du dir ein Bild von mir anhand von 3 oder 4 Nachrichten machen kannst.

    es reicht leider, dass ich ein sehr detailliertes bild von der sucht als solcher habe. das deckt sich dann auch mit

    Zitat von Mondscheinengel

    Sorry aber es lässt sich nicht eure Situation auf meine Prijezieren.

    die situation eines nassen alkoholkranken ist recht eindeutig: er trinkt.
    da hilft es auch nicht wenn du (coabhängig...) ihn verteidigst

    Zitat von Mondscheinengel

    Ich verstehe auch nicht wer auf die Idee kam zu sagen mein Vater will keinen Entzug-und weil solche Lügen hier angebracht werden habe ich das Recht mich aufzuregen.

    - schliesslich trinkt er. kein alkoholiker muss trinken, wenn er nicht will. insbesondere, wenn er bereits therapiert und längerfristig abstinent war.

    und bei deiner aussage du würdest dich nicht darum kümmern, ähäm, also:

    Zitat von Mondscheinengel

    Er ist nämlich selbst zum Arzt gegangen und hat sich selbst um alles gekümmert....

    oder doch etwa

    Zitat von Mondscheinengel

    Ich war selber mit ihm zusammen in einigen Kliniken

    - was stimmt denn nun?
    Wie auch immer, mit:

    Zitat von Mondscheinengel

    sondern ich stoße ihn in eine Richtung in die er zwar schon selber geht aber ich werde ihn dabei nicht einfach alleine hinlaufen lassen.

    zeigst du eindeutig, dass du ihn ganz bewusst manipulieren willst.

    von diesem standpunkt einfach mal mein ernst gemeinter hinweis, dich erst mal um dich zu kümmern, weil du in diesem punkt etwas bewirken kannst. dass du bei seiner sucht nichts bewirkst siehst du am ehesten daran, dass er halt wieder trinkt.

    aber mir ist schon klar, dass dich meine zeilen abstossen, sie passen nicht zu dem, was du hören/lesen willst. kann ich so akzeptieren. die wahrheit ist nicht immer schön, und schon gar nicht, wenn einen die suchterkrankung eines familienmitglieds berührt.

    vielleicht nimmst du dir trotzdem mal die energie, um dich in die materie einzulesen. es gibt da auch wirklich gute literatur dazu, siehe auch hier in den büchertipps. wichtig bist nämlich nur du - nicht dein dad. du bist hier, nicht er. viel kraft & den mut, da hin zu sehen, wo's weh tut.

    cu
    MrHardcore

    meine fresse, engelchen, du bist drauf...

    aber scheinbar kapierst du es nicht: so lange du ihm behilflich bist, einen platz zur entgiftung / therapie zu suchen und zu finden, machst du dich an seinem saufen mit schuldig. geht das in deinen kopf?

    das hat nichts mit familiärer anteilnahme und "füreinenander da sein" zu tun, sondern das ist coabhängiges verhalten in reinkultur.

    und dein vater weiss, wie er heute, wie er jetzt, wie er sofort in einer klinik aufgenommen wird, wenn er das möchte. aber er will nicht. jammern und andere machen lassen ist viel einfacher, weil er dabei weitersaufen kann. es weiss ja jeder der angehörigen, dass er nicht so einfach auf kalten entzug kommen darf...

    mädchen, sorry, aber du bist noch ganz schön naiv, was diese grausame familienkrankheit angeht.

    lass dir kein x für ein u vormachen, und lass ihn selbst laufen. er findet schon seinen weg. auch und gerade in berlin. das kann ich dir aus eigener erfahrung so sagen.


    lg
    MrHardcore

    hi Mondscheinengel,

    mach mal ein bisschen langsam, komm mal runter!
    es kann ja durchaus sein, dass bei deinem dad das saufen an die depressionen gekoppelt ist, keiner bestreitet das. fakt ist nur: saufender weise bekommt er seine depris gar nicht geregelt, weil auch eine therapie (egal, ob mit oder ohne medis) nicht so anschlagen kann, wie sie sollte. eben weil der alkohol eine bewusstseinsverändernde droge ist.

    und depri hin, depri her: keiner zwingt ihn deswegen zu saufen, er kann statt dessen immer zum doc gehen, und sich dort helfen lassen - statt selbst mit alk die depris "wegspülen" zu wollen. das ist seine freie entscheidung. er hat den alk gewählt.

    also, fange mal an, dich auf dein leben zu konzentrieren. das kannst du beeinflussen und verändern. das von deinem dad muss er schon selbst auf die reihe kriegen, das kann ihm niemand abnehmen.

    glaube mir als trockenem alkoholiker bitte eines: wenn er zu saufen aufhören will, dann wird er das auch. und er weiss, woher er hilfe bekommt. er ist ja nicht zum ersten mal in der situation...

    ich wünsche dir wirklich, dass du ihn etwas mehr loslassen kannst und dich auf dein leben besinnen kannst. du hast es verdient, ein normales leben zu leben - ohne die beeinträchtigungen, die ein trinkender elternteil nun mal verursacht.

    take care,

    lg
    MrHardcore

    hi bettyblue,

    wende dich mal an den sozialdienst der klinik, in der deine mutter liegt. dort wirst du auch noch zusätzliche auskunft über entsprechende rechtsgrundlagen, kosten und andere dinge bekommen.

    dort kann man dir auch -nach rücksprache mit den behandelnden ärzten- hinweise geben, ob ein betreuungsverfahren eingeleitet werden sollte.

    gesundheitliche robustheit ist leider für z.b. korsakow kein ausschlusskriterium. sollte sie daran leiden, kann sie durchaus noch sehr lange leben. sie wird halt dann in einem zustand der verwirrung sein, der eine sehr grosse bandbreite hat: von kleineren "aussetzern" bis hin zur völligen desorientierung und auch dem verlust der kontrolle über diverse feinmotorische fähigkeiten (essen, sprechen etc) oder gar schlimmerem ist leider alles möglich.

    aber lass dir da mal nix einreden und hole im zweifelsfall lieber eine zweite medizinische meinung ein.

    viel glück und dir viel kraft,

    cu
    MrHardcore

    hi d-d (und auch Sweetnina5),

    ist doch so: so lange du um ihn "eierst" und damit überhaupt kontakt zulässt, bist du nicht willens, in letzter konsequenz seine krankheit bei ihm zu lassen. das kind wird in solchen fällen automatisch zu einem druckmittel, eben -wie nina es so treffend geschildert hat- auch aus sorge um das kind und sein wohlergehen.

    der zweck heiligt die mittel? wohl kaum , druck bleibt druck.

    warum nicht einfach mal konsequent sein und sagen, gut, du hast deine position und dein recht auf alkoholkonsum, aber so lange du trinkst möchte ich gar keinen kontakt - auch nicht wegen des kindes. und damit ihm auch die möglichkeit geben, wieder verantwortung für sein handeln zu übernehmen.

    wenn ihm frau und kind wichtig sind, und vor allem er sich selbst wichtig ist, dann wird er etwas verändern. wenn es ihm jetzt noch nicht wichtig ist, kannst du ihn noch so sehr brandmarken und unter druck setzen, er wird dann nichts verändern und weiter saufen.

    warum? nun, ein suchtkranker wird jedes schlupfloch zum trinken nutzen. so lange, bis er für sich selbst keinen ausweg mehr sieht, als trocken zu werden.

    je nach leidensfähigkeit des einzelnen kann das dauern. bei ganz vielen ist die leidensfähigkeit so hoch, dass sie sich zu tode saufen.

    lest mal im bereich für die eka, vielleicht kapiert ihr dann, was ihr euch und euren kindern mit diesem zaudern antut.

    anyway, viel kraft weiterhin,

    cu
    MrHardcore

    hi so_anders,

    nun, melancolic ist doch eine stimmung, die du selbst beeinflussen kannst, z.b. mit einem kleinen laufpensum schon vor dem frühstück (ja, direkt nach dem aufstehen - das funktioniert). muss ja nicht gleich ein halbmarathon sein.

    und im forum wirst du keine seite finden, in der die lösung für deine probleme steht - aber du wirst viele seiten finden, in denen dir die menschen dort beschreiben, wie sie verschiedene situationen (die sie belastet haben) gemeistert haben. das kann dir helfen, einen für dich passenden weg zu finden.

    alleine sein? nun, wohnst du hinterm mond, zweite links, und dann gerade aus? nein? na super, dann wirds doch wohl möglichkeiten zur kommunikation geben, von caffeehaus über kurse an der vhs für dein hobby, tanzschuppen und -schulen, ex gibt hier das forum, in dem du dich austauschen kannst...

    also, wenn du mich fragst - mir fällt da noch viel mehr ein. dir auch?

    gut.

    MACHEN.

    nicht warten und hoffen, die erlösung kommt nicht mit der guten fee von alleine. den hintern muss schon jede(r) selbst hochbringen.

    cu
    MrHardcore

    hi d-d,

    du hast es doch vergleichsweise gut: du bist nicht verheiratet mit dem mann. du hast das alleinige sorgerecht für dein kind.

    alles was dir fehlt, ist der mut, dich ohne ausflüchte von ihm zu trennen.

    das kind als druckmittel einzusetzen ist für meine begriffe nicht der richtige weg und wird auf dauer auch nur zu konfrontationen führen, die der sache nicht dienlich sind.

    setze doch einfach dein leben um, seines kannst du nicht beeinflussen. aber dazu brauchst du halt mut, keine lippenbekenntnisse.

    hast du den mut, dein leben zu gestalten, ohne sein leben zu regulieren zu wollen?

    cu
    MrHardcore