Zitat von pedi1970
Vielleicht kannst Du erstmal dort wohnen bleiben, Dich abgrenzen und Dich erstmal wieder stabilisieren? Dann findest Du die Kraft, Dich weiter um Deine Wohnsituation etc. zu kümmern.
Liebe Pedi und alle anderen Lieben!
Er möchte, am liebsten, dass ich sofort ausziehe und macht Druck. Täglich fragt er, ob ich schon eine Wohnung habe. Im Februar habe er Urlaub und könne mir beim Auszug helfen, ob ich dann schon so weit wäre.
Deutlicher kann er mir nicht zeigen, dass er mich loswerden will.
Im Gegensatz tut er nichts, um die finanzielle Seite zu klären. Da es aber wichtig ist, um auszuziehen zu können, stelle ich im Gegenzug immer eine Forderung nach Klärung.
Jetzt ist er täglich im Internet und sucht ganz offen eine Freundin- ohne es zu verbergen.
Daraufhin war ich gestern ganz schön fertig und habe ihn gebeten, Rücksicht zu nehmen. Das ertrage ich nicht. Dann fährt er ins Tierheim, um sich einen neuen Hund auszusuchen.
Das verletzt mich, dass er meint, er könne alles austauschen. So wenig haben ihn die letzten 13 Jahre bedeutet. Mit einem Wisch alles weg. Könnte ich es doch auch. Dann wäre aber immer noch der Kampf ums finanzielle Überleben.
Ich versuche mich abzugrenzen, aber dann kommt er mit immer neuen Schoten, die mir weh tun.
Er sagt, dass er ja auch nicht von mir erwartet, dass ich alleine bleibe. Wie nett!
Und dann diese Reibereien, Streitereien. Spreche ich nicht, bin ich wieder "drauf". Spreche ich, ist es nicht okay, was ich sage.
Z.B. hat einer unserer Hunde gestern fordernd gebellt, weil er spielen wollte. Damit er ruhig ist, hat Ex ihm ein Stück Futter gegeben. Ich meinte daraufhin, dass er ihn damit bestätigen würde, dass er bellt und das falsch wäre.
Oje- Kritik geübt, er hats persönlich genommen und schon wieder Streit.
Er achtet nicht, er respektiert mich nicht, er nimmt keine Rücksicht, er zeigt, dass ich ihm nichts bedeute. Er arbeitet daran und wartet nur darauf, dass ich weg bin....Aber eigendlich war er schon immer so!
Wieder einmal soll ich diejenige sein, die alles in die Hand nimmt und von alleine regelt. Die alleine aus dem Mist rauskommt.
Er kommt aus der LZT und zwei Tage später will er sein Leben ändern und meint, dass ich es umsetzen soll. Typisch- nicht wahr?
Am Montag werde ich die Diakonie anrufen.
Meine Tochter hat meinen neuen Arzt getroffen und er hat sich nach mir erkundigt. Als sie ihm sagte, dass ich besser aussehe und schon etwas schlafen kann (obwohl die letzten 2 Nächte mal wieder nichts waren), war er beruhigt. Dann erzählte sie ihm, dass ich noch hier wohne und der Stress erst los geht, war er entsetzt. Er hatte es nicht ganz rausgehört bei unserem Gespräch, weil ich nur sagte, dass ich mich trennen werde.
Auf jeden Fall verlängert er noch meinen Krankenschein. Ich schaffe es nicht, den ganzen Tag wieder arbeiten zu gehen und dann nach "Hause" in dieses Elend zu kommen, nicht schlafen zu können, meist nur zu Heulen, mich um Klärung zu kümmern, eine Wohnung zu suchen, Sachen einzupacken und dann noch mit mir selbst zu beschäftigen.
Das ist im Moment alles zuviel. Langsam fange ich an, zwei oder drei Stunden schon irgendetwas zu machen. Aber mehr kann ich nicht. Und ich bin froh, wenn ich draußen in der realen Welt schon ein paar Stunden "überlebe".
Irgendwie habe ich auch Angst, dass ich mich zu intensiv mit meinen Sorgen beschäftige. Mein Gefühl sagt, dass ich es brauche. Mein Kopf sagt, lenke dich ab. Und so zwinge ich mich ein wenig, nach meinen Kopf zu handeln. Auch, wenn ich es noch nicht solange kann.
Eines ist aber schon zu 90% in meinen Kopf und Herzem verfestigt: Ich trenne mich. Die restlichen 10% warten immer noch auf ein Fünckchen Hoffnung. Und sobald die räumliche Trennung geschafft ist, kann ich vielleicht auch diese restlichen % einfach "wegwischen"..
Liebe Grüße
Elke