Beiträge von elke1961

    Liebe Ulrike,

    du weißt ja gar nicht, wie wohl das meiner Seele tut, wenn du sagst, dass ich ein lieber, wertvoller Mensch bin.
    Ich habe es lange Zeit nicht mehr geglaubt.

    Meine Tochter setzt sich auch immer für mich ein, weil sie sieht, wie sehr ich leide und sie helfen will. Respekt vor unseren Töchtern!!!

    Ja - und im Internet ist er jetzt auch auf der Suche nach einer Neuen! Ich bin noch nicht mal ausgezogen. Ich lag mit meiner Vermutung richtig, dass er als Narzist nicht lange alleine bleiben will.

    Ich weiß jetzt ganz sicher, sobald ich alles geklärt habe, dass ich mit meinem Auszug auch anfange, zu gesunden. Es werden bestimmt noch einige Male Erinnerungen hervorgerufen, die weh tun werden, aber ich merke, dass ich ganz schnell die Beine in die Hand nehmen muss.

    Oje, vor drei Wochen hätte ich mir das nie vorstellen können. Aber dadurch, dass ich schon einfach Dekorationen einpacke und das Haus nur grob sauber halte, wird es immer ungemülticher hier. Das ist gut!

    Ich hasse ungemütliche Wohnungen. Das ist ein super Trick, den ich da entdeckt habe. Je leerer es wird, umso schneller will ich weg. Und er wird sicherlich auch bald merken, dass ich es Ernst meine.

    Vielen Dank mit deinem Tip bei der Diakonie. Da werde ich Montag anrufen.

    Schlafe schön

    LG
    Elke

    Ach Blaubärchen,
    haben wir denselben Mann?
    Auch verhalten wir uns ähnlich!

    Du schreibst:
    " Ein falsches Wort, ein falscher Tonfall, da denken wir beide schon wieder, was ist mit dem anderen los? Hat er schon wieder schlechte Laune."

    Wie besch.. sind wir eigendlich, dass wir das mitmachen?
    Auch ich denke, dass ich ihn liebe.
    Aber wenn ich lese, was Fliegender Stern so schreibt, muss ich tatsächlich nachdenken.

    Es ist zwar nicht die Angst vor dem Alleinesein, das war ich die ganze Zeit mit ihm, es ist der Traum, der zerstört ist. Es ist die Beziehung, die ich vermissen werde- jemanden an meiner Seite, der auch mal stark ist. Aber den hatte ich doch nie.

    Als wir in Sri Lanka waren, ist meine Mutter gestorben. Es kam nur ein kurzes in den Arm nehmen und als ich im Bett mir die Augen ausheulte, stand er an der Bar!
    Damals hatte ich schon gemerkt, dass das nicht richtig ist. So einen Partner brauche ich nicht. Ich habe es auf meine Trauer geschoben.

    Wann waren unsere Männer jemals für uns wirklich konsequent da? Ohne an sich dabei zu denken?

    Niemals!

    ich wünsche dir eine Gute Nacht.
    Bleib stark

    Herzlichst

    Elke

    liebe Sinnesrausch,
    deine Gendanken sind meinen Gedanken ähnlich- nein =gleich.

    Wir warten auf ein Zeichen, einen Blick, eine Geste, die uns sagt, "Ich liebe dich so sehr."
    " Es wird alles gut"- wie sehr wünschen wir uns das?

    Was müsste alles passieren, damit es gut wird? Da gibt es nur 2 Möglichkeiten:
    1. Es müsste "Bumm" machen und wir haben alles vergessen, lieben nicht mehr, keine finanziellen Sorgen mehr und beginnen ein neues Leben
    oder
    2. Es müsste "Bumm" machen und wir haben den Mann so, wie wir uns es vorstellen.

    Es macht leider nicht "Bumm"!
    Leider gibt es keinen Zauber, kein Wunder, das das bewirkt.

    Es ist leider ein langer Weg. Und solange wir das Zel nicht erreicht haben, schmerzt es.
    Ich habe während meiner Ausbildung gelernt: "Der Weg ist das Ziel!"

    Und vielleicht konzentrieren wir uns zu sehr auf das Ziel. Deshalb ist es richtig, wenn man an dem Punkt gelangt, wo man sagt:
    Ich lebe im Hier und Jetzt.
    Das werde ich auch versuchen, weil mir vielleicht sonst entgeht, was hier und jetzt eigendlich doch alles noch gut ist.

    Liebe Grüße
    Elke

    Oh Engelchen,
    das bringt mich in die Zeit zurück, wo meiner eine Affäre hatte und dann zu mir zurückgekehrt ist.
    Kurze Zeit später hatte er auch eine Therapie gemacht.
    Ich hatte viele Hoffnungen, liebte er mich doch und wollte vom Alk loskommen.

    Ich wünsche dir, das alles gut wird. Viel kann ich heute nicht schreiben, weil ich so aufgewühlt bin.

    Herzlichst

    Deine Elke

    Zitat von Martha66


    "Es hat keinen Zweck, sich mit solchen zu beraten, die einem anderen Weg folgen (Konfuzius)

    Liebe Martha, Engelchen und all ihr lieben anderen.

    Danke schön. Ich schöpfe gerade etwas Kraft, indem ich mich versuche zu lösen. Ich packe einfach schon mal Kisten mit Dingen, die ich erst mal nicht brauche.
    Das lässt mich wieder etwas in die Zukunft schauen.

    Herzlichst
    Elke

    Hallo- ihr Lieben, Lieben, Lieben

    danke für eure Antworten.
    Ja- ihr habt recht, wenn ihr mir sagt, dass ich alles an Hilfsangeboten annehmen sollte, was es gibt.

    Ich schrecke nur vor diesem Schritt, mit meinen Problemen nach außen/ zu einer realen Person, zu gehen, zurück.

    Ich empfand alle unsere Probleme immer als "intim". Und das ich das schon lösen kann, alleine schaffe ohne jemand zu belästigen. Auch dachte ich, dass es nicht schlimm genug ist, um Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen.

    Meine Angst ist, dass ich damit das letzte bisschen, was noch da ist, damit zerstöre. Ich bilde mir ein, dass noch so etwas wie Vertrautheit zwischen uns ist und weiß aber doch genau, dass er es ausnutzt, dass ich ihn noch liebe.

    Noch immer bin ich in einer Art "Starre" und kann nicht viel tun.
    2 Stunden am Tag sind meine Höchstleistung, die ich mich körperlich beschäftigen oder arbeiten kann. Den Rest liege ich im Bett, bin im Internet oder liege auf der Couch.
    Wo ist die starke, fleissige Frau in mir geblieben?
    Es demotiviert auch, dass ich keinen "richtigen" Therapeuten finde, bei dem ich schnell einen Termin bekomme. Und eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen? Da muss ich raus, aktiv werden.

    Es spielt sich alles nur in meinen Kopf ab und schreiben und telefonieren von zu Hause geht noch. Aber alles andere ist mr zuviel, da werde ich schwach, es wird mir schlecht.

    Ja- ich hätte am liebsten einen Prinzen, der mich aus diesem Mist rausholt. Aber es kann mir keiner helfen- wenn ich nicht den ersten Schritt mache.

    Es sind nicht nur die materiallen Sachen, die weh tun.
    Ich vermisse ihn jetzt schon. Ich vermisse die Nähe. Nachts berühre ich in manchmal vorsichtig und ich denke, das ich es nie wieder tun kann.
    Ich kann nicht mehr mit ihm zusammen leben und ich weiß, dass ich mich trennen werde. Aber mein Herz will es nicht.

    LG
    Elke

    Liebe Uschi

    Zitat von prof_schroeder

    er hat 2 Bier getrunken ergo: ich habe unten geschlafen. ich habe einige Nächte oben geschlafen also im Ehebett. Er wußte, dass ich mit Schrödi wieder nach unten ziehe beim ersten Bier oder immer dann, wenn er Alkohol trinkt. Er hat es so entschieden und bitteschön: soll er !! Ich habe mir das so vorgenommen und ich ziehe das so durch, ich fühl mich gut dabei *lächeln*.....

    ......wie kommt es mir bekannt vor.

    Ich habe wochenlang im Keller geschlafen. (mit beiden Hunden) Es hat leider nichts an der Situation verändert.
    Auch ich habe mich am Anfang gut gefühlt. Merkte ich doch zunächst, dass es in seinem Kopf arbeitete. Und dann merkte ich, dass es ihm irgendwann mal egal wurde und dann habe ich mich am Kopf gepackt: Warum soll ich denn im Keller schlafen? Na gut- seine Fahne störte mich, seine Annäherungsversuche im betrunkenen Zustand wehrte ich immer wieder ab. So hätte ich in Ruhe schlafen können.
    Er hat mich aber nicht schlafen lassen. Er kam in den Keller und diskutierte, versuchte mich anzumachen, zu verführen. Und dann ging er wieder hoch.

    Der Alkohol war ihm wichtiger und ich hätte ALLES machen können, er hätte sich letztendlich für den ALK entschieden. Eine Zeitlang wollte er es mir recht machen--- aber er trank dann heimlich und lutschte Zahnpasta.

    Wenn du also unten schläfst, weil du deine Ruhe hast, dann ist es gut so.
    Ich hoffe nur, dass du dann auch wirklich in dieser Zeit in Ruhe gelassen wirst.

    LG
    Elke

    Ich bin so wütend und traurig...

    ich könnte Geschirr zertrümmern....
    aber dann muss ich es wieder wegmachen und aufpassen, dass die Hunde nicht durch die Scherben laufen.

    Ich raste noch aus hier....

    Oh - Mann,
    wie schnell doch dieser Mann meine Träume kaputt macht!

    Er war plötzlich nie mit mir verlobt! Naja- der Betriebsrat war Zeuge, sonst hätte er das Haus nicht bekommen.

    Wir hatten ja heute "Besprechungstermin". Er fragte, ob wir den verlegen könnten. Ich bestand darauf, weil wir ihn ja vor zwei Tagen vereinbart hatten.
    Er sah sich meine geordneten Listen an und lachte sarkastisch. Endlosdiskussionen um dieses Teil hier und dort. Alle Umbauten und Gartengestaltungen wollte er nicht- soll ich mitnehmen.
    Hat alles mal wieder angezweifelt, ob die Zahlen stimmen und und und....
    Erst war ich schon recht beharrlich.
    Dann kam er damit, dass er sich überlegt habe, auszuziehen, um dem Ganzen hier kostenlos ein Ende zu bereiten. Er weiß GANZ GENAU, dass ich ja auch ausziehen muss, weil das Haus auf seinen Namen läuft.

    Was soll ich denn dann machen? Habe die Schulden am A.... Dann lande ich im Obdachlosenasyl!
    Bei meiner Tochter bleiben? In einem Zimmer mit der anderen Tochter und zwei Hunden? Meine große Tochter zieht gerade erst eben mit ihren Freund zusammen, das geht nicht, dass sie dann ihre ganze Familie da mitnimmt.
    Da löse ich mich und bin mit der Trennung nun halbwegs einverstanden, da legt er mir Steine in den Weg. Nur weil er so ein Geizhals ist und mir nichts gönnt.

    Er meint, ich will ihn ausnehmen, dabei ist es genau umgekehrt.

    Jetzt ist er mit seinen Zetteln abgedampft- zu irgendeinen Freund, um sich bestätigen zu lassen, dass er doch eine arme Wurst ist und ich die böse Ex, die ihn ausnehmen will.
    Ich bin ihm in so vielen Punkten entgegengekommen: Hätte ihm die alte Waschmaschine geschenkt, Meine Anwesenheit hier noch anteilmäßig davon abgezogen, Bettwäsche und Matratzen und einige Möbel, welche ich gekauft hatte, für kleines Geld hiergelassen. Doppeltes Geschirr geteilt, obwohl es meines ist.

    Muss ich wirklich zum Rechtsanwalt?

    Als er ging, meinte er ...jaja-das wird schon...Wieder eine unklare Aussage! Ich meinte, er solle mal was dazu sagen: Er würde mir erst Geld geben, wenn ich einen Mietvertrag unterschrieben habe.
    Na- toll, ich kann doch nichts unterschreiben mit den Schulden im Nacken.

    Aber am schlimmsten finde ich, dass er wieder Mal zu anderen geht, und wieder Mal sagt, wie abgezockt und böse ich bin, um wieder Mal zu hören, dass er im Recht sei.

    Er ist so weit weg, so fremd, so egoistisch, so gemein ohne einen Funken Liebe oder Mitgefühl.

    Ich will nicht zu einem Anwalt, weil ich denke, wenn ich mit der harten Tour komme, wird es noch schlimmer, solange ich hier bin.

    Ich bin so traurig, dass es so läuft. Ich habe meinen Traum über eine glückliche Beziehung aufgegeben. Jetzt will er mich noch finanziell ruinieren.

    Was habe ich ihm nur getan? Er wollte doch die Trennung.

    Und er ist jetzt weg- ich kann ihn nicht greifen, meine Situation klären.

    Ich fühlte mich die letzten Tage, auch wenn ich zwischendurch mal geheult habe, wieder besser.
    Aber jetzt krampft sich wieder alles zusammen. Ich hatte zwar einige Träume aufgegeben (ihn, mein Zuhause), aber einen neuen Traum angefangen. Dieser Traum war nicht unrealistisch, auch nicht hoch anspruchsvoll.
    Es hätte nur dazu eine Einigung, was die Übernahme des Hauses und Abzahlung der Kredite angeht, gebraucht.
    Und da nutzt er seine Macht skrupellos aus. Er verletzt mich mehr denn je. Solange bis ich irgendwann gehe und alles aufgebe, nur um weg zu kommen.

    Ich bin so niedergeschlagen...
    Ich hatte mal einen Traum.....
    Ich hasse ihn........

    LG
    Elke

    Liebe Xena,
    im Moment hast du resigniert. Aus Kraft- und Mutlosigkeit!

    Aber leider wird es sich nicht von alleine erledigen. Nutze deine momentane Gefühlsstimmung, dass es dir egal ist.

    Ich wohne auch noch im Moment mit meinem Ex zusammen und versuche mich abzugrenzen. Auch er ist sarkastisch, redet über belanglose Dinge und in den ersten Wochen war mein Hals wie zugeschnürt. Ich wollte nicht mit ihm reden, weil jedes Gespräch mit ihm, mich auf irgendeine Art und Weise verletzt hätte.
    Ich konnte noch nicht einmal sagen, dass ich nicht in der Lage bin, mit ihm zu sprechen.
    Wie fasste er es wieder auf?? Als Bockigkeit von mir!

    Seine Art von Gesprächen zeigt mir deutlich, dass ich ihm nichts bedeute. Und diese Erkenntnis macht einen fertig.
    Aber dieser- ich nannte es mal "Todesstoss" von seiner Seite ist eine Chance für mich, da raus zu kommen.
    Ich brauche und kann mir keine Hoffnungen mehr machen, also muss ich neu beginnen.
    Er zwingt mich damit, dass ich mir einen Weg aus der Co Abhängigkeit suche.

    Hätte er nicht unsere Beziehung beendet, würde ich weiter- womöglich bis zum Ende meines Lebens- diese Rolle spielen.

    Ich habe erfahren, dass ich erst komplett am Ende sein musste, bis ich in der Lage war, andere Wege zu entdecken.

    LG
    Elke

    Liebes Blaubärchen,
    wir hatten es eine Zeit versucht- bis sich wieder das alte Muster einschlich, weil er weiter trank und ich weiter unzufrieden war. Eines Tages kam der Zeitpunkt seines Entzuges.
    In meinem Thread: nach LZT Schluß oder so ähnlich, kannst du es detailiert nachlesen.
    Auf jeden Fall merkte er währenddessen, dass er mich nicht mehr liebt. Wir sind dabei, uns zu trennen, wohnen aber noch zusammen.
    Und das, wo er jetzt trocken ist! Er hatte sich verändert, ihm sind Dinge bewußt geworden und ich / mir nicht.
    Seine Ziele sind nun andere als meine.

    Also , du siehst, selbst mit einem Entzug und einer Therapie ist nicht wieder automatisch alles gut.
    Deshalb ist es so wichtig, schon währenddessen für sich Hilfe zu suchen.

    LG
    Elke

    Nein- du hast noch nicht genug gejammert.

    Du musst solange weiter jammern, bis du keine Lust mehr hast, zu jammern.

    Glaube mir, das ist eine super gute Medizin.
    Sich so mal richtig auszujammern!!!!!

    Ich arbeite in einer Kindertagesstätte. An manchen Tagen sind die Kinder (Meist nach dem Wochende) so laut, ohne dass man einen Grund erkennt. Wenn es zu sehr stört, dürfen sie in die Turnhalle oder in den Waschraum und dort sollen sie so laut und solange schreien, wie sie können. Ich gehe meist mit und ermuntere sie noch dazu, noch länger und noch lauter zu schreien. Irgendwann haben sie keine Lust mehr und wollen irgend etwas anderes machen: Spielen!
    Das können sie dann auch. Und wenn das Geschreie dann wieder so laut wird, frage ich nach, ob sie wieder Lust haben, sich "auszuschreien."

    Meist ist das Ganze dann so interessant, dass gleich alle Kinder schreien gehen wollen- selbst die , die ganz ruhig waren. Aber da setzte ich Grenzen: Einer nach dem Anderen, damit ich jeden einzeln genügend Raum geben kann.
    Ja- das ist manchmal ganz lustig bei mir in der Gruppe.

    Deshalb jammere, was das Zeug hält. Solange, bis du lieber was anderes machen willst.

    LG
    Elke

    Liebe Sinnesrausch,
    Jeder Mensch hat eine Lebensenergie, die nach außen strahlt. (jetzt denkt ihr, ich hab nen Schuß).

    Nein ehrlich. Man kann mit bestimmten Kameras die Lebensenergie (Aura) von Lebewesen fotografieren. Jeder Mensch hat diese mehr oder weniger, aber er hat sie.
    Meine Tochter hat den 1.Reiki Grad. Da ich mich damit dann etwas beschäftigt habe, kann ich davon erzählen:

    Diese Energien kann man sogar über die Ferne wirken lassen. Das ist zwar meist nur bei geübten Reikimeistern möglich, aber wer sagt denn nicht, dass es durchaus Menschen gibt, die diese auch weiter fliessen lassen können als in unmittelbarer Nähe (natürlich dann ungesteuert und unbewusst).

    Dadurch enstehen eben halt so Dinge, wie zeitgleich aneinander denken, komische Gefühle, wenn jemanden etwas zugestossen ist und vieles mehr. Wenn der Empfänger sehr sensibel ist, spürt er eben dieses.

    So jetzt bin ich wohl voll daneben in euren Augen.

    LG

    Elke

    Liebe ossi2,

    ich möchte es eigendlich gar nicht sagen...
    ......aber in meinem tiefsten Inneren beneide ich dich.
    Ich hatte ja auch gehofft, dass meine Beziehung mit der LZT wieder in Ordnung kommt.

    Deshalb wünsche ich dir alles Gute und hoffe, dass es euch gemeinsam gelingen wird, euer Leben nochmal neu zu beginnen.

    Liebe Grüße
    Elke

    Liebe Sinnesrausch,

    man kann nur Sonne in sein leben lassen, wenn die Wolken weg sind. Und die zur Seite zu schieben sind wir noch etwas zu schwach.

    Aber vielleicht können wir, wenn wir bewußt durch die Wolken blinzeln schon mal einen Strahl entdecken. Manchmal müssen wir ihn suchen, weil er sich hinter der Wolke versteckt.

    Aber nur, wenn wir konzentriert hinschauen, entdecken wir ihn. Manchmal müssen wir etwas länger hinschauen..
    An manchen Tagen schaut man aber auf den Boden und dann müssen wir uns erinnern, nach oben- zu der Wolke - zu schauen, um den Stahl wieder zu finden.

    LG

    Elke

    Zitat von Sinnesrausch


    Ich finde wenn er was will, soll er sich tagsüber melden. Eine sms schreiben, eine email...aber nicht am Abend.

    Ach, du Liebe,

    Das ist wichtig: Du weißt, was du willst. Behalte dieses Ziel vor Augen.

    Zitat von Sinnesrausch


    ER hat mich sooft geschafft zu manipulieren, oder mich zu verletzen, auf eine lächerliche überhebliche Art .
    Nein auf einmal fühle ich mich ausgeliefert, wie konnte Ich ihn nur sow weit in mein Leben lassen??
    Und er hat mir im Gegenzug fast niemanden vorgestellt. Ich empfinde das im Nachhinein immer noch demütigend.
    Ich merke wie Dinge wieder hochkommen, es tut weh wieder weh..

    Du hast dich so oft verletzen und demütigen lassen. Das es weh tut, zeigt, dass du immer noch darunter leidest.
    Fragen wir uns nicht immer wieder: Wielange dauert dieser Schmerz? Wann tut es nicht mehr weh?
    Ich glaube, solange bis wir wieder neue Ziele und Träume haben und UNSEREM Leben eine Chance geben. Solange bis wir uns aus dem Gefängnis befreit haben. Das Gefängnis ist der Sinn, den wir in der vergangenen Beziehung suchen. Sollte alles sinnlos gewesen sein? Was hatte ich von der Beziehung? Warum hat sie und bringt mir immer noch Leid?

    Vergleiche es mit einer Pflanze, die man versucht hat, aufzupäppeln. Man goß sie jeden Tag, stellte sie in die Sonne, pottete sie um, kämpfte gegen die Blattläuse und eines Tages merkt man, dass man sie nie zum Blühen bringen wird.
    Lässt man diese Pflanze stehen, wird man jeden Tag daran erinnert, wieviel Mühe man sich mit ihr gegeben hat. Schmeißt man sie weg, ist man traurig, keine Pflanze mehr zu haben. Und eine neue Pflanze möchte man nicht kaufen, weil man Angst hat, dass sie wieder kaputt geht.
    Welche Möglichkeit hat man nun?

    Ich weiß leider auch keine Antwort, die nicht weh tut.
    Ich weiß nur, dass man sie wegschmeißen könnte, wenn man genug Abstand hat. Also lasse ich sie ein Weilchen so verkümmert stehen und kümmere mich nicht mehr darum, bis ich sie eines Tages nicht mehr will.

    Sorry für meinen Vergleich, aber ich liebe nun mal Pflanzen. Sie sind natürlich keine Menschen. Aber ich vergleiche gerne immer Dinge, die uns berühren mit etwas ganz anderem um einen gewissen Abstand zu gewinnen.


    Ich drücke dich noch doller

    LG
    Elke

    Lieber dreamcatcher:

    weißt du eigendlich, was du schon alles geschafft hast?

    Du brauchst nicht stark sein und deine Gefühle kannst du beruhigt raus lassen. Hier ist alles okay.
    Du hast deinen Selbstschutz aktiviert- für deine Umwelt. Irgendwann mal wirst du unterscheiden, wo und bei wem du ihn deaktivieren kannst.
    Aber erst einmal schaltet sich dein Überlebenstrieb ein.
    Und wenn du noch Schmerz empfinden kannst, bist du nicht tot, nicht hart und nicht eiskalt.

    Was richtig oder falsch sein soll, wurde uns über Jahre hinweg eingeprägt, wir wurden konditioniert. Aber eine gesunde Eigenliebe gilt immer noch in vielen Gesellschaften als "falsch". Du bist keineswegs egoistisch, wenn du anfängst, dich zu schützen.

    Irgendwann werden wir alle hoffendlich gelernt haben, wie wir es einrichten können, Nähe und Gefühle zuzulassen, wenn sie uns gut tun. Und Abstand zu gewinnen und uns zu schützen, wenn es uns nicht gut tut.

    Liebe Grüße
    Elke